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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 07:45:14 *
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Autor Thema: Meine Stroy...  (Gelesen 877 mal)
jack-no7
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


« am: 01. Februar 2012, 14:53:51 »

Hallo zusammen,
ich bin seit nun ca. 1 1/2 Jahren von meiner Ex (nicht verheiratet) und Kindsmutter getrennt. Ich bin damals aus unserer gemeinsamen Wohnung ausgezogen (aber im selben Ort geblieben). Anfangs lief was unseren gemeinsamen Sohn (2 Jahre, gemeinsames Sorgerecht) an geht alles perfekt.
So, wie es sich wahrscheinlich jeder von seinem Kind getrennt lebender Vater wünscht. Der Umgang wurde locker und im Einvernehmen geregelt, es wurde alles flexibel gehalten so, dass sowohl meine Ex als auch ich auch noch unseren privaten Interessen nachgehen konnten und uns gegenseitig unterstützt haben was die Behütung unserer Sohnes angeht. Uns war es beiden sehr wichtig, dass unser Sohn trotz unserer Trennung nicht darunter leidet. So haben wir die Wochenenden auch oft zusammen mit unserem Sohn gestaltet. Für viele sicherlich unvorstellbar das mit der Ex zu tun aber wir haben uns echt zusammengerissen.
Sicherlich gab es auch öfter mal kleinere Konflikte - das bleibt nunmal nicht aus wenn man mit der/dem Ex Zeit verbringt - aber alles in einem Rahmen wo ich sage: vollkommen normal.

Seit ca. 8 Wochen hat sich das Blatt nun komplett gewendet. Die Ursachen dafür liegen für mich ganz klar auf der Hand

- meine Ex neigt dazu Dinge so zu verstehen wie sie es will und wenn das dann nicht wie von ihr erwartet Eintritt, hält der Andere (in dem Fall ich) Abmachungen etc. nicht ein. Es gab einige größere Themen die unseren Sohn nur indirekt betroffen haben, wo ich ihr das habe nicht durchgehen lassen. Ich habe davor oft "ja & amen" gesagt um möglichst deeskalierend zu wirken. Und da ich sehr genau weiß wie sie tickt und warum ich mich von ihr getrennt habe, war es die bessere Wahl für mich mich nicht auf Diskussionen einzulassen. Aber zu dem Zeitpunkt wurde eine Grenze überschritten, die für mich nicht mehr tragbar war. Folge: Kein Kontakt mehr mit mir.

- seit 6 Wochen gibt es einen neuen Lebensgefährten. Folglich - und für mich auch nachvollziehbar - wird der Kontakt zum Ex auf ein Wesentliches reduziert. Leider wird dadurch jedoch auch unser Sohn in Mitleidenschaft gezogen


Was ich nun seit 6 Wochen erlebe ist für mich sehr taktisches Vorgehen wo ich das Gefühl habe wie versucht wird, mich aus ihrem Leben komplett zu verdrängen. Wäre das auf das Verhältnis zwischen mir und ihr beschränkt könnte ich damit leben. Jedoch wird unser Sohn dafür auch verwendet. Und das bringt mich an einen Punkt der mich sehr traurig und gleichzeitig wütend macht und mich darüber Nachdenken lässt, wie oder ob ich dagegen vorgehe.
Seit 8 Wochen werde ich bewusst provoziert. Ob mit ihr alleine oder in der Öffentlichkeit. Das fängt damit an, dass ich beim Kinderarzt (ich bestand darauf, dass ich bei der U-Untersuchung dabei bin was ihr alles andere als gefiel) als Vater hingestellt werde, der nur das nötigste für seinen Sohn tut. Es wird in meinem Beisein darüber geplaudert, wie unser Sohn nun besser schläft was ja allein darauf zurückzuführen ist, dass es nun diesen neuen Partner gibt. Bringt mich innerlich zum Kochen so etwas. Die Provokationen erfolgen auch in Momenten wo wir alleine sind. Teilweise ist das so tief unter der Gürtellinie, dass ich mir das eigentlich nicht bieten lassen kann. Am schlimmsten ist aber, dass es meistens im Beisein unserer Sohnes geschieht. Sie ist auch jemand der schnell etwas lauter wird und sich auch nicht mehr fängt. Sowas muss unser Sohn nicht mitbekommen meiner Meinung nach. Desweiteren nutzt sie Geldgeschenke von meinen Großeltern die für unseren Sohn gedacht sind für sich selbst, meistens um feiern zu gehen. Und das einen Tag vor seinem Geburtstag. Einen Kindergeburtstag mit seinen Freunden und Kuchen und wie man es halt kennt findet nicht statt mit dem Argument: kein Geld! Das finde ich das Unterste!! Aber das lässt sich leicht unterbinden. Geldgeschenke gibts für unseren Sohn fortan offiziell nicht mehr von meinen Großeltern. Wenn er etwas braucht, "regel" ich das. Ich könnte noch unzählige weitere Beispiele aufzählen. Aber wie ich Eingangs erwähnte, ich vermute hier ein taktisches Vorgehen.

Als nächstes hat sie versucht mich mit leeren Drohungen zu provozieren. Das geht von "du darfst unseren Sohn eigentlich nur alle 2 Wochenenden für 2 Stunden und das auch nur in meinem Beisein sehen" über ich habe sie in unserer Beziehung geschlagen bishin zu "ich habe dieses Telefonat aufgezeichnet" (Schwachsinn, ist sie technisch gar nicht in der Lage zu). Folge: ich war beim Anwalt bzgl einer Rechtsberatung und weiss nun sehr genau, wie es mit dem Umgangsrecht gehandhabt wird. Leider hat sie mitbekommen, dass ich beim Anwalt war und empfand das als Provokation meinerseits. Ich habe ihr mehrmals (auch schriftlich) deutlich gemacht, dass ich nicht vorhabe über rechtliche Mittel etwas mit ihr zu regeln sondern ich viel mehr von einem Experten informiert werden wollte. Und das ist auch meine ehrliche Absicht. Solange es möglich ist - und wozu mir der Anwalt auch geraten hat - möchte ich die Dinge mit ihr im Einvernehmen regeln. Ein Streit vor einem Familiengericht kann schnell ziemlich hässlich werden. Es gibt Mütter, die Unterstellen dem Vater sexuelle Übergriffe auf das Kind was bei einem 2 jährigen nunmal schwer nachweisbar ist, aber diese Behauptung steht erstmal im Raum und wirkt sich nicht besonders positiv aus. In einem ähnlichen Bereich sind wir ja schon was das "Schlagen" in unserer Beziehung angeht. Vollkommen an den Haaren herbei gezogen!

Bislang läuft sie mit ihren Drohungen/Provokationen ins Leere. Es ist zwar nicht einfach für mich, aber ich stehe da drüber.

Nun wird bei unserem Sohn langsam das Thema Kindergarten wichtig. Er ist schon in einem in unserem Wohnort angemeldet aber es war damals schon klar, dass dies nicht die Lösung sein wird weil die Öffnungszeiten sich nicht mit ihren Arbeitszeiten in Einklang bringen lassen. Wir hatten uns schon auf einen anderen Kindergarten geeinigt wo wir ihn anmelden wollten, geschehen ist dies bis dato jedoch nicht.
Nun habe ich das Thema angesprochen vor kurzem. Leider wieder im Beisein unseres Sohnes, denn alleine will sie mit mir nicht mehr reden.
Ich bekam zur Antwort, dass sie wegziehen will (zu ihrem neuen Freund, 6 Wochen zusammen - kein Kommentar) und unseren Sohn in einem anderen Kindergarten anmelden wird, jedoch nicht hier. Ich war innerlich entsetzt und schockiert! Habe ihr aber trotzdem ganz ruhig und sachlich gesagt, dass dies so nicht geht und ich da ein gewisses Mitspracherecht habe. Folge: ich konnte quasi sehen wie sie innerlich anfängt zu kochen, sie schreit rum, schliesst die Autotür und fährt weg. Ich glaube sie weiss, wie es rechtlich aussieht und hat nicht damit gerechnet, dass mir das auch so bewusst ist. Und jetzt kommen wir zu dem Punkt taktischen Vorgehen was ich ansprach.

Ich bekomme mit, wie sie momentan versucht Weichen zu stellen. Sie will sich sehr plötzlich beruflich umorientieren. Zufällig genau in dem Raum wo sie hinziehen will. Sie unterlässt bewusst eine weitere Kindergartenanmeldung hier im Ort. Der aktuelle wird nicht machbar sein wegen den Öffnungszeiten. Nach außen hin hat sie aber einen und wenn sie noch ein bisschen wartet bekommt sie in dem anderen keinen Platz mehr. Sie versucht mich zu provozieren und Argumente gegen mich zu sammeln. Das geht schon soweit, dass mir vorgeworfen wird dass unser Sohn mit dreckigen Klamotten nachhause kommt was eig. nicht sein kann. Im Grunde genommen müsste ich ihn eigentlich vorm Verlassen immer abfotografieren.
Sie baut das Verhältnis zu Ihrer Mutter (wohnt zufällig dort wo sie hinziehen will) wieder auf (es lag Jahre lang auf Eis aufgrund der Alkoholsucht der Mutter - das war auch damals ein Grund weswegen wir uns entschieden haben, den Umgang zwischen ihr und unserem Sohn möglichst einzuschränken). Unser Sohn darf dort plötzlich wieder übernachten was mir alles andere als gefällt. Mag sein, dass die Mutter Ihre Krankheit mittlerweile im Griff hat aber davon weiss ich einfach nichts!

Es beschäftigt mich nun die Frage, wie ich weiter vorgehe. Am liebsten hätte ich das Aufenthaltsbestimmungsrecht bei mir alleine. Mir geht es nicht darum, dass ich ihr unseren Sohn wegnehmen will. Ich persönlich will auch nicht wegziehen. Ich will einfach nur verhindern, dass sie in ihrer Kurzsichtigkeit mit ihm irgendwo hinzieht. Ich sehe mich da auch akut in meinem Umgangsrecht eingeschränkt. Ich habe einfach Angst, wenn ich jetzt nichts tue sie irgendwann genug Argumente zusammen hat, dass sie im Fall der Fälle von einem Gericht recht bekommt. Der Lebensmittelpunkt unseres Sohnes ist eindeutig der aktuelle Ort. Er ist bei einer Tagesmutter untergebracht, hat dort alle seine Freunde. Ebenso ist er in einem Sportverein hier wo er auch schon einige Kinder gefunden hat mit denen er gerne spielt. Seine 3 Patenonkel wohnen hier im Ort. Seit 8 Wochen liegt aber der Kontakt zwischen denen und unserem Sohn auch quasi seitens der Mutter auf Eis. Es gibt plötzlich persönliche Differenzen zwischen ihr und den Patenonkeln. Folge: Die Onkel sehen unseren Sohn wenn er bei mir ist.
Unser Sohn liebt meine Großeltern über alles. Sie sind immer da wenn meine Ex oder ich Unterstützung mit unserem Sohn brauchen. Die ganze Hilfe die in der Vergangenheit trotz unserer Trennung gelaufen ist wird nun mit Füßen getreten. Der Umgang/Kontakt wird möglichst eingeschränkt bzw nur dann genutzt, wenn sie keine Wahl hat: Beispiel: Tagesmutter fällt aus, sie kann keinen Urlaub nehmen also können meine Großeltern ja wieder einspringen.
Ihr merkt vielleicht, es wird viel auf dem Rücken unseres Sohnes ausgetragen. Selbst die Tagesmutter hat schon mahnenden Worte an die Mutter gerichtet, dass das so nicht sein kann.

Aktuell fühle ich mich rein subjektiv so, als ob das Recht auf meiner Seite ist. Ich habe aber echt Angst davor, dass es vor einem Familiengericht sehr hässlich werden kann wenn ich das versuche einzuklagen. Sie wird sehr kreativ wenn sie sich in die Enge gedrängt fühlt. Außerdem besteht die Gefahr, dass Aufenthaltsbestimmungsrecht komplett zu verlieren. Auf der anderen Seite gäbe es aber nur die Option, sie ziehen zu lassen in der Hoffnung, dass es für unseren Sohn das Beste ist. Das kann und will ich aber nicht glauben. Wenn sie merkt sie kommt mit allem durch, wer weiss wie es dann weiter geht.

Was denkt ihr wenn ihr meine Geschichte so lest? Ich bin für jede Form von Tipps/Kritik/Erfahrungen offen. Im Freundeskreis habe ich leider niemanden der in einer solchen Situation wie ich steckt. Von daher suche ich hier nach Leidensgenossen

Beste Grüße
Jack
« Letzte Änderung: 01. Februar 2012, 15:03:35 von jack-no7 » Gespeichert
staengler
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Beiträge: 2.791


entsorgter Vater nach DIN 0815 dt. Familienrecht


« Antwort #1 am: 01. Februar 2012, 15:31:17 »

Servus Jack,

und erst mal ein "Willkommen" bei vatersein.de

Erster Rat: Lasse Dich nicht provozieren.
Ein neuer Partner ist bei der Ex vorhanden und wird mal mehr mal weniger als toller Ersatvater präsentiert. Das allein reicht schon vielen Vätern wie Dir, um aus der Haut fahren zu können.
Da musst Du aber durch. Sei im Gegenteil sogar ein wenig froh darüber, wenn der Kleine mit ihm gut klar kommt.
Du kannst nicht verhindern, dass er sich mit um Euer Kind kümmert. Dann soch besser gut als schlecht.

Zweiter Rat: Kläre den Umgang
Sie erklärt Dir, wie oft Du Euer Kind angeblich sehen darfst?
Da erzählt sie Dir absoluten Mist
Nicht lange fackeln und zum Jugendamt gehen und um Vermittlung bitten.
Es gibt kein Gesetz, in dem steht, wie oft ein Vater seine Kinder sehen darf. Solche Regelungen sind immer Einzelfallentscheidungen und hängen z.B. vom Alter der Kinder, von den Entfernungen oder auch den Arbeitszeiten der Beteiligten ab.
Wenn ihr Euch nicht einigen könnt, dann wird das Gericht am Ende einen Beschluss dazu fassen.
Es war richtig und gut, dass Du schon mal bei einem Anwalt in dieser Angelegenheit warst.

Wenn sie aber tatsächlich wegziehen will, dann wirst Du das nicht verhindern können.
Dir bleibt zwar die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen, dass Euer Kind bei Dir bleibt und die Mutter alleinmit ihrem Neuen verschwindet. Aber die Chance, dass Du damit vor einem Gericht Erfolg hast ist leider verschwindend gering.
In Deutschland gilt "Kinder gehören zur Mutter".

Dritter Rat: Lass Dich nicht provozieren
Egal welche Stöcke Dir auch hingehalten werden. Springe nicht darüber. Bleib cool und gelassen.
Du riskierst ansonsten nur Strafanzeigen usw.
Gehe einfach geradeaus Deinen geplanten Weg in dieser Sache. Und glaube mir, geplant sollte er sein. Nichts überstürzen, und auch nichts freiwillig hergeben.
Dein erster Weg sollte Dich nun ins JA führe, damit es baldmöglichst wieder problemlos mit dne Umgängen klappt.

Gruß, Michael
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sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
jack-no7
Frischling

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Beiträge: 5


« Antwort #2 am: 01. Februar 2012, 16:01:48 »

Hi Michael,
danke für die schnelle Antwort.
Mit dem provozieren hast du sehr recht. Das rät mir bisher jeder mit dem ich darüber rede. Ich bin von Natur aus auch ein ruhiger Mensch aber du glaubst gar nicht wie schwer mir das manchmal fällt. Bislang gelingt es mir aber recht gut

In meinem ersten Post ist das mit dem Umgangsrecht wohl etwas unter gegangen. Denn das ist geregelt und auch so, wie es laut meinem Anwalt für einen 2 Jährigen üblich ist: 1x die Woche am Wochenende. Teilweise sogar mit Übernachtung. Was das angeht, kann ich mich nicht beklagen.
Dies bezüglich gab es bisher nur ein Wochenende wo mir Donnerstags davor mitgeteilt wurde, dass ich meinen Sohn nicht sehen werde weil Sie "Bekannte" besucht (die Wahrheit war, dass sie mit ihrem Neuen feiern war und der Kleine bei Ihrer Mutter war - warum nicht bei mir? Aber das ist ja ihr Ding). Nachdem ich ihr unmissverständlich deutlich gemacht habe, dass ich dies (das kurzfristige Absagen ohne guten Grund) so ein weiteres mal nicht akzeptieren werde, ist das auch nicht mehr vorgekommen.

Ich mache mir am meisten Sorgen um die Zukunft. Dass man als Vater mit gemeinsamen Sorgerecht keine Chance hat kann oder will ich nicht glauben. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht haben beide Elternteile. Liest man jüngste Entscheidungen wird immer zum Wohle des Kindes geurteilt. Bei einem 2 Jährigen der seine Meinung noch nicht äußern kann, wird das natürlich u.U. schwierig weswegen Umgebungsfaktoren herangezogen werden müssen.
Und da fühle ich mich mit der Tagesmutter die quasi auf meiner Seite steht, dem Familienfaktor (Großeltern, Patenonkel, ihre Mutter alkoholabhängig(?) wohl kein guter Umgang), den Freunden meines Sohnes sowie die generell strukturellen Rahmenbedingungen im jetzigen Ort subjektiv einfach im Recht. Mir ist aber bewusst, dass da jeder Richter anders urteilt. Wo ich mir eigentlich ziemlich sicher bin: wenn sie wirklich umzieht ohne mein Einverständnis oder die Entscheidung eines Richters, werde ich von meinen rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch machen.

Ich habe auf vielen Seiten schon gelesen, dass man als Vater bei sowas lieber rechtzeitig "die Weichen" stellen soll bevor die Mutter Fakten schafft.
Die Angst, dass der Schuss nach hinten los geht und die Situation schlechter wie bisher ist, ist jedoch auch sehr groß in mir.

Viele Grüße
Jack
« Letzte Änderung: 01. Februar 2012, 16:10:45 von jack-no7 » Gespeichert
United
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« Antwort #3 am: 01. Februar 2012, 16:25:22 »

Moin Jack,

ich möchte Deinen Optimismus ungern bremsen, aber ...
wenn sie wirklich umzieht ohne mein Einverständnis oder die Entscheidung eines Richters, werde ich von meinen rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch machen.
... mit dieser Einstellung wirst Du Dein GSR (zumindest den Teil Aufenthaltsbestimmungsrecht) schneller los als Dir lieb ist.

Du magst Ottonormalverbraucherobjektiv ja Recht haben, was den Beibehalt des Aufenthaltorts betrifft ... aber dagegen spricht halt, dass Euer Sohn seit Geburt bei der Mutter lebt.
Einen Richter zu finden, der Deinen Argumenten folgt, wird gelinde gesagt "schwierig" (zumal Madame sich mit dem Dir eingeräumten Umgangsrecht ja durchaus bindungstolerant zeigt).
Dem Argument der räumlichen Nähe zur Tagesmutter könnte Ex - so sie denn arbeitet -  mit sofortiger Arbeitsniederlegung (da Sohn noch keine 3 Jahre) entgegentreten.

Wie weit entfernt liegt denn die Wunsch-Residenz ?

Besten Gruß
United
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Ingo30
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Beiträge: 1.184


« Antwort #4 am: 01. Februar 2012, 16:39:23 »

Hi Jack,

wenn Du dich hier im Forum noch etwas einliest, wirst Du feststellen, dass zwischen subjektiv "ich habe Rechte" und "Recht durchsetzen" (gerade im FamRecht) erhebliche Unterschiede bestehen - sonst wären auch nicht so viele Väter hier.

Wenn Deine Exe umziehen will, wird sie umziehen. Und niemand wird sie daran hindern. Auch wenn sie 800 km weit wegzieht, oder zurück zur Mutter (Klassiker - auch wenn die Gute Alki oder sonst was ist, der Weg läuft immer gleich ab). Die Mutter wohnt wahrscheinlich im letzten Dorf ohne Busanbindung bzw. es liegen ein paar hundert Kilometer dazwischen.

Was Du allerdings tun solltest, ist den JA-Termin auch wahrzunehmen und hier mit ihr eine Vermittlung zu suchen. Nach Deinen Schilderungen wirkt sie bis jetzt noch nicht wie eine typische Kindsbesitzerin, bräuchte aber wahrscheinlich selber einfach mal das Ganze von "Dritten" neutral dargestellt - und da könnte das JA wirklich mal nützlich sein.

Du solltest natürlich auch etwas an Dir arbeiten. Jeder kennt die Gefühle zum eigenen Kind, gerade wenn das Kinderzimmer die Woche leer ist. Trotzdem bringt es auch für Dein Kind hier nichts, ständig zu trauern oder den Kleinen auch so hoch zu stilisieren, dass mit 2 Jahren der Austritt aus dem Kinderturnen nun der Weltuntergang wäre. Auch musst Du dich wirkich trennen (auch innerlich) von Deiner Ex. Solche Experimente gehen selten gut, eine wirkliche Trennung findet nicht statt und nun ist auch der Next im Spiel, was es auch nicht leichter macht.

Wie schauts finanztechnisch bei Dir aus? Zahlst Du KU und BU für Deine Exe? Das Thema Geld ist meist auch immer mitbestimmend, wie es im Umgang läuft. Gruß Ingo
Gespeichert
bagger1975
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Beiträge: 624


« Antwort #5 am: 01. Februar 2012, 16:45:44 »

Servus Jack,

jaja, davon kann man auch hier immer wieder lesen. Kommt ein Next ins Spiel, dann können Exen plötzlich wie ausgewechselt sein, denn dann gilt es ja das neue "Familienglück" zu verteidigen und da stört dann der Umgangs-Papa.

Die beste Empfehlung ist, sich keinesfalls provozieren lassen und den bisher gelebten und praktizierten Umgang konsequent weiter einzufordern.

Da KM hier bockt evtl. sofort um Vermittlung beim JA bitten.

Der KM muss klipp und klar verdeutlicht werden, das die bisherige Vater-Kind-Beziehung und die Kontakte des Kindes nicht ihrer Beliebigkeit unterliegen. Beziehungen des Kindes -zumal zum andern Elternteil- sind nicht disponibel, deswegen brauchst Du ggfs. eine glasklare Umgangsregelung, die, sofern kein Einlenken erfolgt,  evtl. gerichtlich erwirkt werden müsste. Beraten wurdest Du ja schon.

Zum Thema ABR und Sorgerecht. Das Umgangsrecht ist hiervon vollkommen unabhängig.

Dir werden zu Deinem "ABR-Plan" sicher noch andere schreiben. In der BRD ist Freizügigkeit grundgesetzlich garantiert, sodass KM grds. überallhin ziehen kann und darf. Das Kind ist noch klein. Ob ein ABR-Antrag in dieser Kostellation erfolg haben kann, ist m.E. fraglich. Da braucht es schon sehr gute Argumente...und Glück und selbst dann...kann der Schuss nach hinten losgehen...

Viele Grüsse
« Letzte Änderung: 01. Februar 2012, 16:49:12 von bagger1975 » Gespeichert

Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind günstig!*

*frei nach Seneca
jack-no7
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


« Antwort #6 am: 02. Februar 2012, 00:57:20 »

Vielen dank euch allen für Eure Antworten.
"Kommt ein neuer, sind sie wie ausgewechselt" das triffts wohl auf den Punkt. Sie kann ihn ja auch gerne haben, mir ist das vollkommen gleich. Mit der Beziehung habe ich schon länger abgeschlossen als sie.
Wir sind menschlich sowas von verschieden mittlerweile, da würde echt kein Weg mehr zusammen führen.

Kindesunterhalt ist geregelt und läuft seit dem 1. Tag seit ich ausgezogen bin regelmäßig. Das Kind lebt bei der Mutter seit unserer Trennung aus genau einem einzigen Grund: damalige Elternzeit! Andere Gründe gab es damals dafür nicht.
Was für mich die Sache unglaublich schwierig macht ist, dass das wirklich ein Thema ist wo die Meinungen/Empfehlungen extremst breit gefächert sind. Ich habe schon in anderen Foren die Empfehlung gelesen, dass man am besten gleich beim Fam. Gericht präventiv eine gerichtliche Verfügung beantragt, bei der der Mutter ausdrücklich eine Kindesmitnahme untersagt wird und das Gericht präventiv die Verhängung von Zwangsgeld oder auch Zwangshaft für den Fall der Zuwiderhandlung gegenüber der Mutter androht. Der Schuss kann natürlich nach hinten los gehen, dem bin ich mir sehr wohl bewusst. Und jeder Anwalt erzählt einem das auch. Die Chancen generell in so etwas als Sieger hervorzugehen schwanken natürlich und sind bestimmt auch abhängig von der Tagesverfassung des Richters. Ist mir alles klar.
Fällt mir trotzdem sehr schwer das so zu akzeptieren. Auch wenn das nur meine persönliche Meinung ist und dem Recht nichts zur Sache tut:
Ich persönlich habe auch Sorge dafür zu tragen, dass ich den Unterhalt leisten kann. Tue ich das nicht, stehe ich quasi mit einem Bein im Knast bzw. der Gerichtsvollzieher bei mir vor der Tür.
Umgekehrt ist es doch aber genauso wichtig, dem Kind den Umgang mit beiden Elternteilen zu ermöglichen. Und dazu zählt nunmal, dass man in seinem eigenen Leben etwas Einschnitte machen muss wozu nunmal auch die beliebige Wahl des Wohnortes zählt. Es mag ja sicherlich sehr wichtige Gründe für einen Umzug geben, aber das zähle ich in meinem Fall def. nicht dazu.
Hilft mir alles nicht weiter, mir schon klar

Wie weit sie wegzieht weiss ich nicht genau. Irgendwas um die 50km, also nicht die Welt. Alles im Zweifelsfall machbar. Ich werde zukünftig meinen eigenen Weg gehen, dazu zählt aber auch immer mein Sohn!
Ich will meinen Sohn aber nicht kampflos aufgeben. Bzw. was heisst aufgeben... das werde ich ihn natürlich nie. Aber ich will ihn in meiner Nähe haben. Zeitlich gesehen würde z.B. absolut nichts dagegen sprechen, dass ich ihn morgens zus Tagesmutter bringe und Abends wieder abhole. Das sind so Dinge, die haben sich einfach so entwickelt. Und jetzt, wo die Situation so ist wie sie ist lässt sie ihre Rechte als Mutter natürlich extrem weit heraushängen.
Es ist alles nicht zum Wohle unseres Sohnes... ich könnte so viel mehr machen, aber sie lässt mich einfach nicht. Mein Sohn und ich haben eine total innige Bindung und ich will, dass es auch so bleibt!

Irgendwo ist das natürlich auch "jammern auf hohem Niveau"... ich kenne natürlich die anderen Stories hier, wo Väter noch weniger Umgang haben und die Mutter noch weiter wegzieht usw.
Vor dem JA habe ich irgendwie schiss. Ich habe so oft gelesen, dass die eher voreingenommen sind und sich auf die Seite der Mütter stellen. Klar darf man nicht alle über einen Kamm scheren, aber das schreckt mich irgendwie ein bisschen davor ab dahin zu gehen.
Außerdem versuche ich jegliche Provokationen zu unterlassen. Und ich glaube, das würde sie als Provokation ansehen. Warum? Keine Ahnung... aber alles was mit unserem Sohn und mir zutun hat ist momentan irgendwie eine Provokation für sie.
Am liebsten würde ich nochmal zum Anwalt gehen und ihm genau das was ich hier geschrieben habe erzähle. Mein 1. Gespräch war nur ein grundsätzliches, wie gewisse Dinge nunmal geregelt sind. Ich schätze eure Ratschläge alle sehr und bin sehr dankbar dafür, aber wenn mir ein Experte sowas nochmal sagt, fühle ich mich irgendwie wohler. Bei meinem ersten Termin wurde mir schon geraten, erstmal Gras über die Sache wachsen zu lassen. Das ist mit Sicherheit sinnvoll und nötig.
Ich bin nur sowas von extremst verunsichert weil - wie schonmal erwähnt - auch teilweise empfohlen wird, die Weichen lieber früh zu stellen bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.

In diesem Sinne zunächst erstmal gute Nacht ;)
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aka Peter2010


« Antwort #7 am: 03. Februar 2012, 13:58:33 »

Hallo Jack,

willkommen an bord.
Es gab schon sehr gute Berichte zu Deiner Geschichte. Es ist wirklich so, dass man (du) dich nicht povozieren lassen sollst. Dies ist zwar sehr sehr schwierig, wenn die Madame
irgendwann anfangen sollte Katz und Maus mit Dir zu spielen, wie ich gelesen habe. Soll so nicht sein, kann aber durchaus öfters vorkommen.
Klar sind 50 km weitaus weniger als 800 km, doch schätze Dich glücklich wenn es bei 50 km bleibt.
Habe ich das richtig gelesen, du hast das GSR? - Dann dürftest du schon ein Mitspacherecht haben bei Wohnungswechsel, obwohl 50 km kein Argument sind.
Soweit ich weiß, hat das Kind erst mit 14 Jahren ein Recht auf ABR. Liege ich da richitg?
Ich hoffe, dass der next gut zu Deinem Kind ist und sich evtl. die KM wieder locker was den Umgang betrifft zeigt.

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« Antwort #8 am: 03. Februar 2012, 14:04:00 »

Soweit ich weiß, hat das Kind erst mit 14 Jahren ein Recht auf ABR. Liege ich da richitg?
Ja und Nein.
Nein, weil über den Aufenthaltsort minderjähriger Kinder entscheiden die Sorgeberechtigten und im Streitfall ein Gericht.
Ja, weil mit zunehmendem Alter auch die Kinder gefragt werden, bei welchem Elternteil sie wohnen wollen und ab 14 entscheiden die Richter meistens nach dem Wunsch des Kindes.
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"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
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aka Peter2010


« Antwort #9 am: 05. Februar 2012, 14:48:41 »

Danke Beppo,

habe am am 09. Feb. 2012 in Baden-Baden eine Verhandlung deswegen.
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Jens Jakob
Jens Jacob
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aka Peter2010


« Antwort #10 am: 14. Februar 2012, 22:28:10 »

Hallo alle zusammen,

wie ich meine ersten Beiträge hier geschrieben habe, hatte mir keiner geglaubt, auf welche Weise ich das gemeinsamen Sorgerecht verloren habe.

Nun wie ich Beppo geschrieben habe , hatte ich letzte Woche einen Gerichtstermin wegen GSR. Antrag wurde gestellt auf alleiniges Sorgerecht, mit dem Ziel das GSR zu bekommen.

Folgender Hintergrund: Bis zum sommer 2010 war mein Sohn von der 1. bis zur 4. Klasse in einer in Münchner Umgebung in der Schule. Im Sommer 2010 ist dann meine Ex
zu ihren neuen Lebenbsgefährten ins Schwäbische gezogen (einfache km -Zahl damals 50 km - jetzt um die 350 km wegen Besuchsrecht).
Doch nun kommt der Hammer. Seit Sommer 2010 geht mein Sohn in keine Schule mehr, weil sich die KM mit den Angeobten der dortigen Schulen nicht einigen kann.
Ich schrieb mehrmals das Schulamt an, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, weil mein Sohn seither nur 2 Monate von 17 verstrichenen Monaten keine Schule mehr besucht.
Das Schulamt hatte nicht darauf reagiert. Das Jugendamt verklickerte mir, solange vom Schulamt keine Kindeswohlgefährdung vorliegt, greift das Jugenamt nicht ein.
Solch eine Aussage  muss ich mir gefallen lassen. Obwohl der $16666a Deutschland weit gilt, wurde ich nun eines besseren belehrt, dass Baden Württemberg eine Ausnahme darstellt.
Nichts gegen Bundesländer und deren Verodnungen, nun dies ist  aber wohl die absolute Krönung einheitlicher Deutscher Gesetze.
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Jens Jakob
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