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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 06:53:16 *
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Autor Thema: Meine Geschichte: Suche nach dem Weg aus der Verzweiflung!  (Gelesen 1070 mal)
dschoermanizer
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 18



« am: 23. Januar 2012, 14:25:55 »

Hallo und guten Tag liebes Forum!


Bevor ich beginne mein Leid zu klagen, ein paar Zeilen zu mir und meinen Umständen.

Ich bin Vater von zwei Söhnen, 6 und 7. Ich bin fast 30 Jahre jung, Arbeitnehmer mit festem Job und regelmäßigem Gehalt und zahle an meine Ex-Frau regelmäßig den Unterhalt für meine Kinder. Für sie (seit 11 Jahren Studentin) muss ich nichts zahlen; da ich nach Abgabe des Kinder-Unterhaltes nur noch meinen Selbstbehalt von 950 Euro habe.
Zum Unterhalt wurde ich per Titel durch das Jugendamt 2007 verpflichtet, da ich kurzzeitig arbeitslos war und der Unterhalt von der Unterhaltskasse vorgestreckt werden musste.

Wir sind seit 2006 getrennt, geschieden seit Ende 2010 und ich lebe schon seit der Trennung bis zum heutigen Tage in einer neuen Beziehung.

Meine Kinder sind mindestens ein Wochenende im Monat zu Besuch, meist aber zwei Wochenende. Es gibt einen Kalender wo wir die Termine fest gemacht haben und alle Termine und Urlaube mit den Kinder eingetragen sind.

Die Dinge sind soweit geklärt, es gibt keinerlei Streitigkeiten oder Ärgernisse zu lasten der Kinder und auch so versteht man sich "ausreichend". Also könnte alles so gut sein.

Die Kinder sind, so sagen und äußern sie es immer wieder, gerne bei mir/uns. Es hat etwas gedauert, aber nach einem weiteren Umzug in eine größere Wohnung haben sie nun ihr wirklich eigenes Zimmer und haben sich wie wir finden gut eingelebt.



Nun, jetzt zu den Gedanken, Sorgen und Fragen, bzw weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Aber ich muss das alles mal irgendwie los werden, denn ich habe einfach niemanden in meiner Situation. Alle meine Freunde sind entweder Single oder (noch) kinderlose Paare.

Ich hatte und habe schon die ganze Zeit das Gefühl, meine Exfrau ist überfordert mit den Kindern und dem Studium, dem Haushalt und ihrem eigenen Leben.
Der Gedanke, die Kinder zu mir zu nehmen kam für mich 2008 schon einmal auf, aber nach einem "Beratungsgespräch" bei einer Aussenstelle vom Jugendamt wurde mir damals davon abgeraten und auch meine Ex wollte davon eigentlich nichts wissen. Dennoch ist es mir bis heute ein Rätsel, warum sie ablehnt. Ich habe immerhin schon meine Ausbildung, meine mehrjährige Berufserfahrung und würde es auf mich nehmen damit sie ihr Leben und endlich mal irgendeinen Bildungsabschluss auf die Reihe bekommt.

Ihre Überforderung beängstigt mich und spiegelt sich als erstes in ihrer Wohnung wieder. Man kann nicht sagen verwahrlost, aber es ist meist recht dreckig und unordentlich. Die Küche meide ich meist. Eigentlich meide ich das Begehen der Wohnung im Allgemeinen.

Die Kinder haben tatsächlich schon mal gefragt "Papa, warum putzt Du?" als sie mich bei mir zu Hause wischen sahen. "Das macht Mama nur wenn wir Geburtstag haben und Opa dann zu Besuch kommt…" so in etwa. Auch als ich einmal bei meiner Ex-Frau auf die Kinder aufpassen sollte, bat mich mein älterer Sohn ihm zu folgen, er wolle nur ein Spiel aus Mamas Schlafzimmer holen. Dort fand ich ebenso großes Chaos wie im Rest der Wohnung und sogar schmutziges Back-Geschirr hinter der Zimmertüre vor. Ich war perplex! Also alles in allem ist der häusliche Zustand katastrophal und sehr unrein. Die Kinder finden die Ordnung und Sauberkeit in meiner Wohnung dadurch sogar oft befremdlich, weil sie es so nicht kennen und dann nicht einschätzen können wie sie sich bei mir verhalten dürfen/können.

Ich habe mir schon immer gedacht dass es für sie als Mutter und Studentin nicht einfach ist, all das zu bewältigen; sei es finanziell oder zeitlich. Aber ich weiß das es geht! Das weiß ich und ich würde es schaffen, das behaupte ich. Denn ich denke es scheitert unter anderem an ihrer Disziplin. 

Sie ist zwar stets daran interessiert den Kindern einen möglichst guten Bildungsstand zu bieten, aber die Pädagogik bleibt voll auf der Strecke. Essmanieren und Ordnungssinn sind total verkorkst, die sozialen Werte vernachlässigt, der Wertbezug zu Spielsachen fehlt völlig. Jedes Mal wenn ich die Kinder abhole ist das Kinderzimmer ein Meer aus Spielzeug. Alles kreuz und quer und es wird unachtsam drüber hinweg gelaufen und aus dem Weg "getreten"

Fällt beim Essen etwas hinunter, oder schütten sie Getränke daneben, lassen sie es so wie es ist liegen. Folglich auch der Zustand ihrer Küche.

Das Thema Bettnässen ist auch aktuell. Beide Jungs haben ihre Probleme und ich weiß die Thematik kann man extrem breit fächern, aber man kann gegensteuern und nicht mit Pampers abwarten.

Es sind so viele Kleinigkeiten und viele fallen mir natürlich jetzt wieder spontan nicht ein. Und ich will meine Ex-Frau auch nicht im großen Stil anprangern, im Gegenteil, ich will dass sie Hilfe bekommt, damit es meinen, unseren Kindern gut geht. Aber dafür muss ich mich austauschen; irgendwie.

Das letzte Wochenende hat mich und meine Lebensgefährtin mit dieser ganzen Thematik, diesen ganzen Sorgen und diesem ganzen **tsts - ID 2**, an den Rand der Verzweiflung getrieben; so sehr dass ich mich nun entschieden habe noch einmal an das Jugendamt zu wenden. Ich werde noch mal einen Termin zur Beratung machen und alle Optionen in Erfahrung bringen.

Da unter diesem Foren-Thema steht "Du kannst Dich und Deine Geschichte hier vorstellen oder als "Tagebuch" fortführen." werde ich später gerne noch etwas ausführlicher.

Natürlich freue ich mich über hinweise zu ähnlichen Fällen und nehme jede Hilfe und auch jede Kritik entgegen.

Danke schon mal!


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Ingo30
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.184


« Antwort #1 am: 23. Januar 2012, 17:44:15 »

Hi Ds,

willkommen hier im Forum.

Was mir auffällt: Was möchtest Du denn nun wirklich? Die Kinder zu Dir holen oder einfach nur Deine Exe erziehen?

Zitat
Ihre Überforderung beängstigt mich und spiegelt sich als erstes in ihrer Wohnung wieder. Man kann nicht sagen verwahrlost, aber es ist meist recht dreckig und unordentlich. Die Küche meide ich meist. Eigentlich meide ich das Begehen der Wohnung im Allgemeinen.
Nächste Frage: Was hast Du in der Wohnung Deiner Exe zu schaffen? Ihr seid getrennt, Du hast eine neue Lebenspartnerin. Was sie in ihren 4 Wänden veranstaltet geht Dich formal nichts an. Genauso wenig, ob man bei Euch vom Fussboden essen kann etc.

Wenn Deine Kinder Dich soetwas fragen, ist das natürlich befremdlich und hier solltest Du natürlich auch vorleben, wie eine vernünftigte Haushaltsführung ermöglicht wird.

Zitat
Fällt beim Essen etwas hinunter, oder schütten sie Getränke daneben, lassen sie es so wie es ist liegen
Und? Wie ist Deine Reaktion? Hier wissen normalerweise schon 3-Jährige, dass man dann einen Lappen holt und es sauber macht. Das sollten Deine Kids auch können. Im Zweifel lebst Du vor was Du hier erwartest und setzt es auch in Deinem Haushalt entsprechend durch.

Zitat
Denn ich denke es scheitert unter anderem an ihrer Disziplin.
Das ist schön das Du das denkst. Du kannst Dir auch bei Dir zu Hause einen Kompaniebefehl zum Revierrenigen aufhängen und danach Stubenabnahme machen, wenn Dir und Deiner Lebenspartnerin das gefällt. Das muss aber nicht für Deine Ex zutreffen. Nochmal: Es geht Dich nichts an.

Zitat
Das Thema Bettnässen ist auch aktuell
Bei Jungs in dem Alter? Ach Du liebe Güte. Dies deutet allerdings auf ein Problem hin und das ist wirklich ein Ansatzpunkt, der eines Gespräches bedarf.

Sicherlich ist der Weg zum JA in diesem Fall nicht verkehrt. Erstens, um moderiert die Probleme ansprechen zu können bzw. vielleicht bietet das JA hier auch Unterstützung an bzw. wird dann auch mal eine Wohnungsbegehung gemacht (die aber wahrscheinlich nichts nützen würde, denn sie kann ja aufräumen). Da ja bei den Kids schon ein psychisches Problem vorliegt mit dem Bettnässen ist es hier auch Deine Pflicht als Elternteil zu agieren. Das andere kann angesprochen werden, liegt aber formal nicht mehr in Deinem Entscheidungsbereich. Auch sollte es in Eurem Umgang möglich sein, nicht mehr ganz kleinen Kindern auch bestimmtes Verhalten beizubringen, was ihr in Eurem Umfeld erwartet. Gruß Ingo
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wedi-
_wedi
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Beiträge: 1.961


« Antwort #2 am: 23. Januar 2012, 18:10:31 »

Moin

Nächste Frage: Was hast Du in der Wohnung Deiner Exe zu schaffen? Ihr seid getrennt, Du hast eine neue Lebenspartnerin. Was sie in ihren 4 Wänden veranstaltet geht Dich formal nichts an. Genauso wenig, ob man bei Euch vom Fussboden essen kann etc.
Mal ne Gegenfrage, was hat meine Ex(oder viele andere Exen), oder in dessen Auftrag das JA bei MIR(oder vielen anderen Vätern) in der Wohnung zu suchen?
Geht es Sie was an, ob bei uns vom Fussboden gegessen werden kann?Von MIR wurde das Verlangt.


Das ist schön das Du das denkst. Du kannst Dir auch bei Dir zu Hause einen Kompaniebefehl zum Revierrenigen aufhängen und danach Stubenabnahme machen, wenn Dir und Deiner Lebenspartnerin das gefällt. Das muss aber nicht für Deine Ex zutreffen. Nochmal: Es geht Dich nichts an.
Meiner EX ging das immer etwas an, regelmässige Gerichtsverfahren waren anhängig.Nicht nur, das bei MIR nachgeschaut wurde, sondern auch bei meiner Schwester, Oma und Opa, wo sich meine Twins freiwilligermaßen auch öfters aufhielten.

Sicherlich ist der Weg zum JA in diesem Fall nicht verkehrt. Erstens, um moderiert die Probleme ansprechen zu können bzw. vielleicht bietet das JA hier auch Unterstützung an bzw. wird dann auch mal eine Wohnungsbegehung gemacht (die aber wahrscheinlich nichts nützen würde, denn sie kann ja aufräumen). Da ja bei den Kids schon ein psychisches Problem vorliegt mit dem Bettnässen ist es hier auch Deine Pflicht als Elternteil zu agieren. .

 thumbup

Gruss Wedi
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Ingo30
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« Antwort #3 am: 23. Januar 2012, 18:37:20 »

Hi Wedi,

zwischen Dir als Privatperson und Ex-Partner und einem JA-Mitarbeiter, der im Auftrag des Staates tätig wird (ja, wir wissen alle das gerade im JA-Bereich vieles falsch läuft) sehe ich immer noch einen Unterschied. Ich persönlich halte nichts davon, bei den Ex-Partnern durch die Wohnung zu stiefeln (es sieht ja auch so aus als ob die Exe dabei noch nicht mal anwesend war). Aber ansonsten, reden hilft und da ist sicher eine moderierte Runde ein geeigneter Ort für den Opener und seine Ex. Gruß Ingo
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wedi-
_wedi
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.961


« Antwort #4 am: 23. Januar 2012, 18:56:22 »

Hi Ingo

Ich hab diesbezüglich die Hölle durchmachen müssen.

Nicht nur meine Räumlichkeiten, sondern wie schon geschrieben auch die meiner Schwester und meiner Eltern wurden von (H)exe angeschwärzt.
Vergammeltes Essen würde auf dem Boden liegen, Hundekot in dem Haus meiner Schwester, die Sanitären Anlagen verdreckt bei Oma und Opa.

Meine Kinder bekamen von (H)exe sogar Duschverbot bei mir, weil alles verseucht ist.
Meine Tochter hat das stringent eingehalten, sie duschte auch in den 3 Wochen Sommerferien nur bei den Eltern meiner EX, oder im Schwimmbad. puzzled
(ich musste oft mit ihr schwimmen gehen )


Aber ansonsten, reden hilft und da ist sicher eine moderierte Runde ein geeigneter Ort für den Opener und seine Ex. Gruß Ingo
Dem stimme ich zu.

Gruss Wedi




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crab
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« Antwort #5 am: 24. Januar 2012, 07:54:26 »

Meine Frau ist am Freitag abgehauen, angeblich ist unser haus verschimmelt....dabei hat sie in den letzten 5 Jahren gerade mal 6 x das haus geputzt....

Servus, Crab
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dschoermanizer
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« Antwort #6 am: 24. Januar 2012, 12:37:15 »

Guten Tag verehrte Väter!
Na da habe ich ja sogleich etwas losgetreten...

Zuerst zu der Frage, ob ich meine Ex erziehen möchte oder meine Kinder bei mir haben möchte. Ich möchte dass meine Ex meine Kinder "altersgemäß" erzieht und die beiden nicht sich selbst überlässt. Und na sicher wäre es das Schönste die Kinder bei mir zu haben; aber da beisse ich auf Granit.


Nun, dann versuche ich mal auf die Punkte und Fragen, Vorwürfe und Aussagen einzugehen.


Warum ich in der Wohnung meiner Ex bin:

Sie hat so gut wie KEINE sozialen Kontakte. Wenn sie also zum Beispiel zum Elternabend gehen möchte, bittet sie mich diese zwei Stunden auf die Kinder aufzupassen. Da ich nicht in unmittelbarer Nähe wohne, ist es also unsinnig die Kinder für den Abend zu holen und bleibe deswegen direkt dort, bei ihr.
Oder es ist der Tag an dem ich die Kinder abhole. Sie schickt die Kinder nicht herunter wenn ich klingele. Ich muss hochkommen. Die Kinder sind nie fertig, die Tasche nie gepackt, sie bittet mich dann sogar herein.
Wenn es Dinge zu klären gibt, schulisch z.B., dann lädt sie mich ein. Da wir gem. Sorgerecht haben, will sie auch meine Unterschrift haben.


Zum Thema Ordnungsbewusstsein:
Fällt etwas hinunter, Essen oder Getränke, frage ich sie ruhig und neugierig ob sie nicht etwas vergessen haben. Aber der Lerneffekt ist schnell verflogen. Ich muss es jedes Wochenende auf's Neue sagen oder fragen wer wieder den Saft auf dem Boden vergessen hat; so in etwa. Ich mache es ohne Bestrafung aber ich weise bestimmend darauf hin dass sie ja wüssten wo der Lappen, ein Tuch oder der Schwamm ist. Sie machen es dann weg, aber ohne zu verstehen wieso. Wenn wir es erklären, dann verstehen sie es nicht oder beachten es als Maßregelung.


So, zum Thema Disziplin meiner Ex, bzw. meinem Eindruck dass die ihre fehlt:
An einem Abend unter der Woche, gegen 20 Uhr, wo ich den Kinder ihre Kuscheltiere vorbei brachte (sie hatten diese bei mir vergessen und am Telefon zuvor danach verlangt. Ich war tagsdarauf in der Nähe und klingelte durch um mich anzukündigen) bat sie mich dann auch herein. Die Kinder freuten sich, waren also noch putzmunter und wach und tollten herum.
Sie hatten auch noch nicht zu Abend gegessen, da meine Ex "einfach noch nicht dazu gekommen war". Am PC war aber gerade der Pause-Modus von "The Sims" auf ihrem Bildschirm zu sehen.... Und dass es sich hier nicht um eine Ausnahme, eine Fehlvermutung oder falschen Verdacht handelt, weiß ich da die Kinder oft schon geäußert haben dass "die Mama immer spielt am Computer".

So wollte ich an einem Sonntag vor vier Wochen meine Kinder für einen Tagesausflug abholen. Zur Sicherheit rufe ich um halb elf morgens bei ihr an um abzuklären ob es bei der Abmachung bleibt. Niemand geht an das Telefon. Sie geht nicht an ihr Handy.
Also denke ich, dass sie nicht da ist. Verwunderlich, da es mehr oder weniger abgemacht war. Um zwölf versuchte ich es noch einmal; ohne Erfolg.
Um 14 Uhr dann ging sie verschlafen ans Telefon. Sie sei gerade erst wach geworden… und um 15 Uhr könne ich die Kinder abholen, dann hätten sie gefrühstückt....

Oder: die OGS ruft um 15 Uhr bei mir an und sagt dass mein Großer noch nicht abgeholt sei. Man erreiche die Mutter nicht, weder auf dem Handy noch auf dem Festnetz. Ich rufe darauf hin im Kindergarten an um zu klären ob sie vielleicht erst noch den Kleinen abholt. Fehlanzeige. Ich mache mir Sorgen, muss also dann das Büro verlassen, fahre mit dem Rad 15 km zur Schule und hole den großen ab. Dann erst ruft meine Ex an. Sie habe verschlafen... Es war 15.30 Uhr. Demnach behaupte ich, dass sie wieder die ganze Nacht am PC saß, morgens nur die Kinder in KiTa und Schule brachte und sich danach wieder hingelegt hatte. Die Lehrerin wies mich auch darauf hin dass der Größere kein Frühstück dabei hatte, was meinen Verdacht indes noch verstärkt hat. Und dann fragte mein Ex ob ich dann auch direkt den kleinen abholen könne, da sie es nicht mehr schaffen würde.
Also muss ich, weil sie mal verschläft insgesamt 35 km mit dem Rad fahren/laufen. Im Notfall ist das alles kein Thema, aber bei so einer Sache könnte ich ausflippen. Das habe ich ihr dann auch verständlich gemacht; mit wenig Einsicht bzw. neutraler Ignoranz meiner Ärgernis.

Also drei krasse Beispiele, dass da was im Argen liegt und es definitiv an der Fürsorge und Disziplin mangelt; so sehe ich das jedenfalls. Sie braucht hier keinen Kompaniebefehl, sie muss endlich verstehen dass sie Mutter von zwei kleinen Kindern ist. Und wenn ihr Verhalten zu Lasten meiner Kinder geht und die beiden dadurch "Leid" ertragen, dann geht es mich sehr wohl was an!
So sagen die Kinder "Mama schläft immer so lange". Und dann frage ich die Kinder, was sie denn machen wenn sie morgens Hunger haben. Die Antwort "Mama schließt die Küche und die Abstellkammer ab…" Aha, wieso? frage ich nach "Weil wir sonst Blödsinn machen..."  Also schießt sie sich ein Eigentor UND meinen Kindern geht es in diesen Momenten **tsts - ID 35**. DAS geht mich sehr wohl was an.

Noch etwas zu Sauberkeit und Ordnung:
Wir leben gewiss nicht in einer Klinik und ich würde unser Putzverhalten normal bezeichnen; ein, zwei Mal die Woche saugen etc. Und es geht hier nicht um "vom Boden essen". Aber bei meiner Ex liegen ganze Essensbrocken vertrocknet und vergammelt auf dem Boden. Ab und zu steht der Müll einfach im Flur (dort stehe und warte ich nun mal auf die Kinder wenn ich sie abhole). Herunter gefallene Kakaobecher haben die Küchenfronten vollgespritzt und sind über längere Zeit eingetrocknet, sowie das zuvor schon beschrieben Backgeschirr, ungespült im Schlafzimmer!? Sorry, aber wenn sie mich bittet auf die Kinder aufzupassen und eben darum bittet ihnen in ihrer Küche das Abendbrot zu machen, dann sehe ich eben diese katastrophale Küche.

Wo mir das nächste KRASSE Beispiel einfällt:
Ich sitze also mit den Kinder in der Küche und während Gurkenstückchen und Brotreste ohne Beachtung auf dem Boden landen, betrachte ich das Chaos. Mit fällt auf dass in der Küche etwas anders ist als sonst. Etwas fehlte. Bevor hier jemand jetzt schreit, dies ginge mich wieder nichts an, möchte ich darauf hinweisen dass es mir jetzt nur auf die Absurdität und die fehlende Aufsicht in der nun folgenden Story geht:
Ich sage also: Kinder, wo ist den diese Holzleiste hin. Damit meinte ich die Bodenabschlussleiste der Küche. Dies fiel mir auf, weil unter den Küchenschränken ziemlich viel Reste und Unrat lagen.
Die sei kaputt entgegnen die Kinder und sagen sogleich dass sie die selber beim Spielen kaputt gemacht haben.
Also ich ungläubig frage wie das geschehen sei, erzählen sie mir, sie haben die Leiste (mind. 2 Meter) abgemacht, und wollten sie, an die Couch gelegt hinunterrutschen. Dabei sei sie zerbrochen. Das traurige ist, auf die Frage wo die Mama war, antworteten sie "am Computer". Also direkt NEBEN der Couch. Wäre es nicht so schlimm, würde ich mehr über die lustige Idee der Kinder lachen. Aber die Tatsache dass man von so etwas nichts mitbekommt ist unglaublich. Und, ja eigentlich geht es mich nichts an, aber, es ist NICHT mal IHRE Küche. So etwas finde ich total verantwortungslos und bescheuert. Was wieder zeigt wieso den Kinder oft jegliche Wertschätzung für Dinge, Spielzeuge etc fehlt.


Zum Bettnässen:
Ich versuche es ohne Windeln, aber wenn sie freitags auf samstags schon ins Bett machen, stehe ich da. Ich habe nicht mehrere Garnituren von Bettdecken und auch keinen Trockner um dem schnell beizukommen. Also greife ich auch zwangsläufig auf Windelhosen zurück. Ich habe meiner Ex schon viele Sachen vorgeschlagen wie Klingehosen etc pp … ohne Erfolg! Sie weiß es hier auf jeden Fall besser und möchte warten...


Nun, jetzt habe ich viel geschrieben und hoffe ich konnte meine Sorge etwas erläutern. In zwei Wochen habe ich einen Termin beim Jugendamt und werde erst mal für mich in Erfahrung bringen was ich tun kann um dem Konflikt aus dem Weg zu gehen, wenn sie sich weigert, mir die Kinder eine Woche im Monat zu überlassen.

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Ingo30
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« Antwort #7 am: 24. Januar 2012, 17:34:12 »

Hi DS,

Danke für die ausführliche Beschreibung. Weil durch diese wird schon deutlich, dass die Probleme noch tieferliegend sind und schon Maßnahmen nötig, da hier wohl das Kindswohl doch nicht unwesentlich beeinträchtigt wird.

Neben den offensichtlichen Hygieneproblemen, geht es hier aber primär um die KM, die (laienhaft betracht) wahrscheinlich auch ein "problematisches Spielverhalten" an den Tag legt, wofür Frauen in einem bestimmten Alter auch empfänglich sind. Und das werden nicht nur die Sims sein, sondern im Regelfall auch Online-Rollenspiele, die bis in die frühen Morgenstunden gespielt werden (z.B. World of Warcraft). Daher auch dann das Schlafen bis 15:30 Uhr.. und das die Kinder in der Zeit nicht beaufsichtigt werden, ist schon grenzwertig.

Das Abschließen der Küche und das Vorenthalten von Nahrung kann später zu Folgeschäden und Essstörungen führen (von morgens bis 15:30 Uhr ohne Nahrung).

Dazu kommt die Störung mit deim Einnässen, was ich persönlich bei Kindern in dem Alter nicht normal finde. Richtig ist aber auch, dass, wenn Du dich mal im Windelregal umschaust, heute extra schon Produkte für diese Altersklasse angeboten wird. Warum wohl? Weil die Windeln heute schon so saugfähig sind, dass es immer schwerer wird, den Kindern ein Kontrollgefühl für ihr Bedürfnis zu vermitteln. Auch dafür Bedarf es einer gewissen, liebevollen Konsequenz. Dazu könntest Du das Bett auch mit saugfähigen Unterlagen austatten, auch die gibt es von der großen Windelfirma und die sind da sehr geeignet.

Nach diesen Schilderungen geht es aber bei Dir nicht mehr primär um Umgang, sondern um Gefährdung des Kindswohls, da man hier schon von Vernachlässigung sprechen kann. Hier ist es auch jetzt Deine Pflicht tätig zu werden. Gruß Ingo
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« Antwort #8 am: 24. Januar 2012, 17:56:29 »

....geht es hier aber primär um die KM, die (laienhaft betracht) wahrscheinlich auch ein "problematisches Spielverhalten" an den Tag legt, wofür Frauen in einem bestimmten Alter auch empfänglich sind. Und das werden nicht nur die Sims sein, sondern im Regelfall auch Online-Rollenspiele, die bis in die frühen Morgenstunden gespielt werden (z.B. World of Warcraft). Daher auch dann das Schlafen bis 15:30 Uhr.. und das die Kinder in der Zeit nicht beaufsichtigt werden, ist schon grenzwertig.

PC-Spiele sind ein Thema seit ich meine Ex kenne. Der Spieldrang war bei ihr mal stärker, dann mal wieder schwächer. Aber "das Leid" musste ich auch oft mitmachen. Spiele wie WoW, Sacred, Spellforce, The Sims... waren ein großer Faktor unserer Trennung vor fast sechs Jahren.
Und bis zu dem oben genannten Zeitpunkt, als ich The Sims wieder entdeckte, dachte ich dieses Spielverhalten sei nicht mehr so präsent. Aber ich fürchte eben auch, dass sie sich wieder in diese Welten flüchtet um die reelle auszublenden.

Ich habe schon Nässe-Unterlagen besorgt, aber die Jungs können pinkeln ...wie Gießkannen, in alle Richtungen.
Wobei der Große schon immer wütend und traurig auf sich selber ist und das ja selber gar nicht mehr möchte.


Ich bin gespannt in wie weit das JA die Situation(en) beurteilt. Jedenfalls werde ich versuchen fair aber direkt und offen zu sein.
Oder spricht etwas dagegen? Ich bin eh gespannt wie es dort ablaufen wird?!
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« Antwort #9 am: 24. Januar 2012, 19:35:00 »

Servus,

Oder spricht etwas dagegen?
Nein, es spricht nichts dagegen.

Aber halte Dir immer vor Augen, dass es Dir um das Wohl der Kinder geht. Nicht darum, der Ex eins auszuwischen.

Falle auch nicht mit der Tür ins Haus und erkläre beim reingehen, dass Du die Kinder zu Dir holen willst.
Gehe erst mal ergebnisoffen in ein Gespräch.

Gruß, Michael
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« Antwort #10 am: 24. Januar 2012, 20:09:25 »

Ja, das ist der Plan. Nicht die Ex an den Pranger sondern erst mal meine Option in Erfahrung bringen. Und dann die Hilfe!
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« Antwort #11 am: 14. März 2012, 14:01:11 »


Hallo mal wieder.

Nun ist etwas Zeit ins Land gestrichen und leider ist noch immer nichts passiert. Also:

Ich hatte den Termin im Jugendamt, bei einer Kinder- und Jugendpsychologin, für ein Beratungs- und Lösungsgespräch. Das Gespräch ging ungefähr eineinhalb Stunden. Die Dame wirkte kompetent und erfahren. Sie machte sich allerhand Notizen und das Gespräch verlief ganz gut. Das Fazit war/ist aber, meine Ex muss sich selber bemühen und sich selber um ihre Probleme kümmern.

Die Psychologin bot an, auch mal zu viert, also samt Ex und den beiden Kindern vorbei zu kommen. Oder dass sie, die Psychologin, sich auch mal nur die Kinder anguckt. Denn sie sagte, dass es wichtig sei das Verhalten der Kinder beurteilen zu können, wenn es beispielsweise um das Thema Einnässen geht. Zur Erinnerung, 6 und 7 1/2 Jahre sind sie jung.
Interessanter Weise riet die Dame dann aber von einer Änderung der Besuche ab, zur Zeit sind sie jedes zweite WE da. Ich hätte die Jungs gerne im wöchentlichen Wechsel.

Und die Tatsache dass meine Ex in der Vergangenheit psychische Probleme hatte, u.a. Borderline-Verhalten etc. notierte sie auch mit einer hochgezogenen Augenbraue. Auf die Frage wie es derzeit um ihre Psyche aussähe konnte ich leider nichts antworten.

Des weiteren gab sie mir dann noch jede Menge Tipps und Infos, die eigentlich mehr relevant für meine Ex gewesen wären. Da es um die Versorgung und um Hilfen seitens des Amtes geht. Unter anderem gab sie mir Notizen mit Namen von Ansprechpartnern zuständiger Stellen.

Also ich hatte viel erfahren, viel gesprochen und mir war klar, dass ich das alleine nicht bewältigen kann und es im Großen ja um die finanziellen und organisatorischen Probleme meiner Ex geht.

Nach dem Gespräch überlegte ich kurz wie ich nun vorgehen sollte. Und entschied, meine Ex direkt anzurufen und sie um Zeit zu bitten, damit ich all das nicht mit ins WE nehme und nicht wieder zu viel Zeit vergeht.
Sie war daheim und lud mich ein und so trafen wir in ihrer Wohnung aufeinander. Es fiel mir erst "schwer" zu beichten, dass ich hinterrücks über meine, ihre und unsere Probleme mit einer dritten Person geredet hatte.

Aber sie nahm es überraschender Weise gut auf und schien sogar erleichtert; erst Recht als ich ihr den Zettel mit den Nummern und Namen gab. Dann prasselte es nur so aus ihr heraus. Sie habe psychische Probleme, sei depressiv und lethargisch und braucht täglich Tabletten um sich aufzuraffen. Aber es ginge wohl schon besser mit den Medikamenten. Ich bot ihr wieder Mal Hilfe an und bestärkte sie darin, dass es irgendwie immer weiter geht.

So endete dieses Treffen für mich positiv in dem Glauben, dass sie sich nun Hilfe holen würde. Es zumindest erfragen und versuchen würde.

Bis ich nach zwei Wochen vorsichtig nachfragte, wie es mit der Versorgung aussähe, da sie meinte sie würde ohne Bafög ja bald ganz ohne Geld dastehen. Sie würde sich ja jetzt mal drum kümmern.
Wieder zwei Wochen später fragte sie mich per sms ob ich noch die Nummern und Namen hätte, sie würde nichts mehr davon wieder finden.
Darauf habe ich sie gebeten bei der Psychologin anzurufen. Aber da war ich zu naiv. Letztendlich, wieder eine geraume Zeit später habe ich das dann erledigt und ihr entsprechendes zukommen lassen.

Jetzt bin ich gespannt wie es weitergeht. Ich habe schon Angst, dass das alles irgendwie nicht gut endet, zu Lasten meiner Jungs!

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