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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 06:46:54 *
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Autor Thema: Vom Tod seines Sohnes erfuhr er erst nach der Beerdigung, von einem Anwalt  (Gelesen 565 mal)
lotzejong
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Beiträge: 327


« am: 22. Januar 2012, 12:34:35 »

Kinder haben ein Recht auf ihre Eltern, auch wenn diese getrennte Wege gehen. Was eigentlich selbstverständlich sein sollte, sieht in der Praxis oft düster aus: Da boykottieren Väter oder Mütter das Recht auf Umgang mit dem jeweils anderen Elternteil, da sollen Familiengerichte "zum Wohle des Kindes" entscheiden und greifen viel zu oft nicht ein, wenn ein Elternteil die Kinder als Druckmittel einsetzt.
 
Wir stellen Hendrik D. aus Mainz vor, Vater von drei Kindern, der seit Jahren vergeblich darum kämpft, sein gesetzliches Recht, die Kinder auch nach der Scheidung von seiner Frau sehen zu dürfen, durchzusetzen.

Die Exfrau boykottiert den Umgang und Hendrik D. ist machtlos. Vor Weihnachten hat sein Fall eine dramatische Wendung genommen, sein Sohn Frederic kam bei einem Autounfall ums Leben. Vom Tod seines einzigen Sohnes erfuhr er erst nach der Beerdigung, von einem Anwalt.

In Rheinland-Pfalz gibt es die "Cochemer Praxis", die im Gerichtbezirk von Cochem angewendet wird. Grundlage des Modells ist es, die Eltern so zu schulen, dass sie sich als Eltern gemeinsam um die Kinder kümmern - selbst wenn sie als Paar getrennte Wege gehen. Umgangsboykott ist in Cochem nicht möglich.

Studiogast Jürgen Rudolph ist Mitbegründer der Cochemer Praxis. Wir wollen wissen, warum Umgangsboykott an anderen Familiengerichten möglich ist, was Betroffene tun können, warum die Jugendämter nicht einschreiten, obwohl die Kinder erhebliche psychische Schäden davontragen können, wenn ein Elternteil vom anderen dämonisiert wird.

>>hier<<
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lotzejong
Nicht wegzudenken
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 327


« Antwort #1 am: 22. Januar 2012, 13:10:31 »

Hallo!

Der betroffene Vater Hendrik D. ist ein seit Jahren engagierter Mann in der Väterszene.

Bei der Darstellung "... erfuhr er erst durch einen Anwalt" entsteht der Eindruck, dass dieser ehrenwerte Mann (Meinung des Verfassers) dieses als Aufgabe übernommen hätte.

In Wahrheit aber, musste hier im Zuge einer Versicherungs-Rechtlichen Sache der Sorgeberechtigte Vater informiert werden und seine Zustimmung geben.


Ich war am Samstag dabei, als er dies verkündete. Die "Geschichte" über den Unfallhergang und weitere Beteiligte ist logischerweise umfangreicher und erklärt das Schreiben des Anwaltes.
Seine Schilderung das ca. 150 Personen den Unfall und die Beerdigung verschwiegen haben, damit er nicht davon erfährt ist meiner Meinung nach auch ein Zeichen für das Schlechte Gewissen der vielen "Stillen" Beteiligten.

Was mich dabei so betroffen macht, ist die Tatsache, das ich dass was ihm widerfahren ist, als Tagtraum, Phantasie seit ca. 1-2 Jahren hier und da selbst denke, um mit der psychischen Belastung der Eltern-Kind-Entfremdung zu meinen beiden Kindern klar zu kommen.
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midnightwish
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« Antwort #2 am: 22. Januar 2012, 13:38:11 »

Hi,

dumme Frage, aber ich stell sie dennoch. hatte das Verweigen auch den Zweck weiterhin unberechtigt Unterhalt für das Kind zu bekommen?

Tina
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Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen
lotzejong
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Beiträge: 327


« Antwort #3 am: 22. Januar 2012, 15:55:36 »

Eben habe ich die Traueranzeige gefunden, von der er sprach und um Verbreitung derselben bat.

Am ersten Advent 2011 starb der Sohn bei einem Autounfall - seine Mutter beerdigte ihn am 7.12.2011. Der Vater erfuhr nichts. 
Traueranzeige Frederic >>hier<<

Wer möchte, kann seine Solidarität (auch als Unbekannter) mit einer Karte bekunden.
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Ingo30
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Beiträge: 1.184


« Antwort #4 am: 22. Januar 2012, 16:11:54 »

Hi,

sicherlich eine traurige Geschichte, die man nicht zu werten hat. Aber der Sohn mit Geburtsjahr 1985 war ja nun auch deutlich dem "Kindesalter" entwachsen. Beim ersten Lesen des Beitrages dachte ich, dass es sich hier um einen minderjährigen Sohn handelt. Gruß Ingo
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wedi-
_wedi
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« Antwort #5 am: 22. Januar 2012, 17:01:16 »

Hi

Beim ersten Lesen des Beitrages dachte ich, dass es sich hier um einen minderjährigen Sohn handelt. 
Ich denke, es ist egal, ob minderjährig oder erwachsen, ....Sohn bleibt Sohn.
Um so erschreckender ist es, wie weitreichend/nachhaltig der Zustand der Entfremdung eines Kindes bis hin ins Erwachsenenalter sein kann.
Und das der Hass des Entfremdenden sogar bis über den Tod hinausgeht.

Was mich dabei so betroffen macht, ist die Tatsache, das ich dass was ihm widerfahren ist, als Tagtraum, Phantasie seit ca. 1-2 Jahren hier und da selbst denke, um mit der psychischen Belastung der Eltern-Kind-Entfremdung zu meinen beiden Kindern klar zu kommen.
Geht mir ähnlich.


Gruss Wedi
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Lausebackesmama
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Wir kommen wieder!!


« Antwort #6 am: 22. Januar 2012, 17:09:58 »

Naja, der Sohn kann ja schlecht Bescheid sagen!  cry_smile

Unfassbar, dass selbst in so einem grausamen Moment ein Elternteil nicht über seine beschränkten Grenzen hinaussehen und unter die Fehden einen Schlussstrich setzen kann.

Ich wünsche dieser Frau und diesem Pfarrer, dass sie dafür mal das kriegen, was sie verdienen.

LG LBM
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gelingt leichter,
wenn wir ihn für jemanden wagen,
der Licht in unser Leben bringt.

(Ernst Ferstl)
wedi-
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« Antwort #7 am: 22. Januar 2012, 17:18:25 »

Hi

Naja, der Sohn kann ja schlecht Bescheid sagen!  cry_smile
Ne, das nicht.Ich meinte eher, das der Sohn mit seinen 26 Jahren nicht irgendwann mal den Kontakt zu seinen Vater gesucht hat.

Den Brief, bzw. die Strategie, die die Ex vor der Trennung geschrieben hat, ist wohl aufgegangen.

Traurig, echt traurig

Gruss Wedi
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Lausebackesmama
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Wir kommen wieder!!


« Antwort #8 am: 22. Januar 2012, 17:25:48 »

Mein Beitrag bezog sich auf Ingo.
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(Ernst Ferstl)
lotzejong
Nicht wegzudenken
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« Antwort #9 am: 30. Januar 2012, 11:59:07 »

Hallo,

so langsam finden meine Gedanken zu diesem Thread wieder vernünftige Wege. 

Aus dem Schriftwechsel mit dem betroffenen Vater möchte ich euch ein paar Passagen weiterleiten, die wir als eigene Erfahrungen ja bereits kennen dürften.

[...] die vielen deutlichen Reaktionen und der immer wieder neue Schock bei allen, die davon hören, hat mir sehr viel Trost gespendet und Kraft gegeben. So fühle ich mich nicht so allein wie bei Erhalt der Nachricht vom Tod meines Sohnes erst Wochen später.
 
Da ich selbst Journalist bin, habe ich auch recht offen reagiert und meine Traueranzeige weit verbreitet (alle früheren Freunde und Klassenkameraden meines Sohnes wussten ja auch noch nichts von seinem Tod). Dabei ist auch das SWR Fernsehen RP auf mich zugekommen und hat einen Beitrag in der Landesschau gesendet. [...]

Man braucht ein ganzes Dorf um ein Kind zu erziehen ... bzw. NUR die Eltern reichen nicht aus, um ein Kind zu entfremden.

LG
lotz
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