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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 06:17:14 *
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Autor Thema: Papa allein zu Haus?  (Gelesen 2000 mal)
alleinzuhaus
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« am: 16. Januar 2012, 22:39:46 »

Guten Abend liebe Leute,

nun hat es uns auch erwischt. Meine Lebensgefährtin trennt sich von mir. Wir haben zwei Töchter im Alter von 7 und 4 Jahren und wohnen seit einem Jahr in einem Haus, welches mir allein gehört. Im Prinzip ist die Trennung konsequent weil wir uns durch eine Paartherapie im Klaren darüber geworden sind, dass wir uns nicht mehr lieben. Soweit die Ausgangslage. Was nun kommt, steht in den Sternen aber ich habe so meine Befürchtungen.

Meine Lebenspartnerin hat eine sehr intensive Familienbindung (Eltern, drei Geschwister, Tanten, Onkels) während ich so ziemlich allein dastehe aber einen gut gepflegten Freundeskreis habe, der zu mir steht. Wir stehen am Anfang und ich hoffe innigst, dass wir eine saubere Trennung hinkriegen, denn ich liebe meine Töchter sehr und habe gerade zur Großen ein sehr gutes Verhältnis.

Ich stelle mal keine Fragen und harre der Dinge, die von Euch so kommen, vielleicht ist der eine oder andere gute Tip dabei.

Bis bald
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Fischkopf
Zeigt sich öfters
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« Antwort #1 am: 17. Januar 2012, 07:29:11 »

Willkommen AZH,

dann gleich mal Trennungs-FAQ lesen (weiss gerade nicht wie der Link einzustellen ist).
Wichtige Unterlagen sichern.
Solange ihr gut kommunizieren könnt, weitgehend den Umgang mit den Kindern regeln.

Und hier im Forum stöbern, was für dich interessant ist, und dann deine konkreten Fragen stellen.

Und, ich hoffe das dein Pseudonym nicht Programm ist - meines übrigens auch nicht ;-)

Gruss Fischkopf
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Wildlachs
_wildlachs
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« Antwort #2 am: 17. Januar 2012, 07:42:36 »

Zur TrennungsFAQ hier entlang.

VG
Wildlachs
« Letzte Änderung: 17. Januar 2012, 07:44:24 von Wildlachs » Gespeichert
diskurso
Nicht wegzudenken
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« Antwort #3 am: 17. Januar 2012, 12:19:14 »

Hallo alleinzuhaus,

Du hast vermutlich Deinen Namen nicht grundlos ausgerechnet so gewählt.
Wenn Du verhindern willst, dass die KM mit den Kindern auszieht und möglicherweise eine große Entfernung zwischen Euch schafft, musst Du sehr schnell reagieren und auch rechtlich aktiv werden. Wenn die KM erst einmal weg ist und Fakten geschaffen hat, ist es zu spät.
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alleinzuhaus
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« Antwort #4 am: 05. Februar 2012, 05:20:55 »

Moin, moin,

nach zwei Wochen Urlaub, eine die Mutter mit der Kleinen weg, eine ich mit der Großen, gestern die erste Aussprache zum Thema wer wohin. Etwas weiter ausgeholt:
wir wohnen dicht am Stadtrand einer großen Stadt. Umgebung ideal für Mädels, Schule 1 km entfernt, Mein Büro über die Schnellstraße in 10 min erreichbar, Supermärkte, Kindergarten, Hort, alles da in angenehmer Entfernung, gehobenes Viertel mit Einfamilienhäusern. Die KM behautptet, hier sei nichts. Sie wil zurück in die Großstadt wo wir weg sind wegen der besseren Luft :-). Aber sie hat ein Plus, ihre Eltern sind da und Verwandte, die ja alle zu ihr halten. Natürlich will sie beide Mädels bei sich, einziehen in eine kleine Wohnung, die sie sich leisten kann, mich als Zahler, klar. Frage: rechtlich aktiv werden, was heißt das. Verdirbt man damit nicht gleich alles? Wir sind nicht verheiratet haben aber gemeinsames Sorgerecht.
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TotoHH
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« Antwort #5 am: 05. Februar 2012, 09:26:17 »

Guten Morgen azh - es ist Zeit zum Aufwachen! im wahrsten Sinn des Wortes!

Zunächst lesen sich Deine Ausgangsbedingungen gar nicht so schlecht:
Nicht verheirate, aber Gem. Sorgerecht, Haus gehört Dir, gem. Erkenntnis von Euch beiden in der Paartherapie und irgendwie habt ihr beide ein Interesse im Großraum der Großstadt zu bleiben, also steht ein Schaffen einer Entfernung nicht unmittelbar zu befürchten. Auch die Kinder sind in einem "vernünftigen" Alter. Achja, und Du hast uns gefunden!

Ich hoffe mal, dass Du der Empfehlung der TrennungsFAQ gefolgt bist und (während ihres Utlaubs) Unterlagen gesichert hast, und auch die Zugänge auf Eure Konten getrennt hast und -  falls es ein gem. Haushaltskto gibt, was sich nicht so einfach "abschalten" lässt, dort die liq. Mittel beschränkt und vorallem den Dispo minimiert! (Haus gehört Dir hast Du geschrieben. wem gehören die Schulden, sprich wer steht im Kreditvertrag?)

Und dann hast Du zweitens, Dir (im Urlaub) sicherlich Gedanken gemacht, was Du zukünftig zur Betreuung der Kids leisten kannst und willst. Ist ein Wechselmodell für Dich darstellbar? Kann das mit den Kinder organisiert werden, schliesslich scheint es ja in der Stadt zu bleiben?

Ich gehe mal davon aus, dass Du arbeitest. Sie auch? All das sind Eingangserkenntnisse, die die weitere Argumentation bestimmen werden. Aufgrund des Alters der Kinder ist KM nämlich grs zur Aufnahme einer eigenen Arbeit verpflichtet, wenn Du allerdings bis jetzt ein Hausmütterchen-Dasein toleriert  hast, dann wird das sich auch nur schrittweise anpassen lassen, Und solange wirst Du sicherlich was zählen müssen.

Fange an zu handeln. Du kannst davon ausgehen, dass KM nach der Erkenntnis in Eurer Paartherapie anfangen hat sich aufzuschlauen und vorzubereiten. So sind sie die Frauen, und wenn nicht aus eigenem Antrieb, dann häufig durch ihr Umfeld angestachelt.

Viel Erfolg und dennoch ein schönes RestWE, toto
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alleinzuhaus
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« Antwort #6 am: 05. Februar 2012, 13:54:09 »

Vielen Dank TotoHH,

gottseidank gehöre ich zu den Menschen, die sehr weit vorausdenken. Geheiratet habe ich verstandesgemäß nicht angesichts der hohen Scheidungsquote. Gemeinsames Sorgerecht war klar damals als es noch besser stand. Das Haus ist nur moderat verschuldet, weniger als die Hälfte und ist Teil des Betriebsvermögens / Altersvorsorge (bin selbständig). Vielleicht ist das sogar der Auslöser für das Drama (sie hat zu wenig, beklagt sie immer, was nicht stimmt). Desweiteren habe ich von Anfang an darauf gedrängt, dass sie weiter arbeitet. Das war nach 001 und 002 so (bis 007 kommen wir nicht mehr) und es traf auch auf ihre Zustimmung in gewisser Weise unabhängig zu bleiben. Problem: nach zweimaliger Verlängerung der letzten Anstellung musste sie sich 2011 selbständig machen, was sie grundsätzlich auch weiter bleiben will, man verdient in der Branche (Mediengestaltung) einfach besser, muss sich natürlich bemühen um Aufträge, da könnte ich auch noch helfen (augenverleier, so einen trifft sie nicht so schnell wieder sage ich mal selbstlobend). Die Finanzen sind strikt getrennt, ich kenne ihre Situation bestens, weil ich kostenloser Finanzberater war und bin (?). Das gemeinsame Familienkonto hat keinen Dispo aber noch so einiges an Plus drauf.

Was ich im Idealfall will: die Große mindestens 3 Tage die Woche bei mir (sie ist ein absolutes Papakind), die kleine klassisch, einmal in der Woche und alle zwei Wochen am Wochenende würden mir reichen sowie ein Urlaub. Die Große deshalb, weil sie aus meiner Sicht einen sehr starken Charakter hat und die KM oft mit ihr überfordert ist, was sie mehrmals betont hatte. Die Große müsste beim Wechsel mit der KM die Schule wechseln weil Bundesland gewechselt wird. Das macht mir auch Sorgen.

Tja, welche Unterlagen soll ich wegbringen, durch die gemeinsamen Anträge bei diversen Ämtern kennt sie alles. Ich werde vorsichtshalber alle Ordner in die Firma bringen, die mir gehören, alle Versicherungen die auf mich laufen etc.

Grundsätzlich ist sie Konflikten immer aus dem Weg gegangen (Teil des Dramas von jetzt) und ich weiß nicht, wie sie sich tatsächlich verhält, wenn sie nun kämpfen muss. Wir waren immer fair zueinander, aber was ich hier so lese, macht mir ebenfalls Sorgen.

Frage: ist es Euch möglich mit dem o.g. konkretere Tips zu geben. Alles in allem ist die Situation noch nicht besorgniserregend weil ich vor langer, langer Zeit vorgebaut habe, ich weiss noch wie die Kumpels immer gemotzt haben, wir sollten doch heiraten und die Mädels sich aufgeregt weil .... naja, könnt Ihr Euch denken.

Beste Grüße ins Forum und Dank an alle Hinweise!
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Ingo30
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« Antwort #7 am: 05. Februar 2012, 15:33:13 »

Hi Allein,

erstmal Glückwunsch: Ohne Ehe ist das Ganze schon mal viel entspannter zu handeln aus meiner Sicht.

Zu Deinen Kindern: Wenn Du dich hier im Forum umschaust, wirst Du festellen, dass viele Exen beim Thema "Kinder trennen für den Umgang" bzw. andere Umgangszeiten absolut durchdrehen, obwohl das für Aussenstehende nicht nachvollziehbar ist. Es herrscht dann oft der "alles oder nichts" Gedanke - also aufpassen bei solchen Planungen. Ich fänds persönlich auch für die Kids irgendwie komisch bzw. würde ich mir als anderes Kind "doof" vorkommen bei so einer Regelung.

Vorteilhaft ist auch, dass sie arbeitet bzw. die Kinder alt genug sind, dass sie es auch ohne Probleme kann. Unterstütz sie doch bei der Suche einer angemessenen Wohnung in der Nähe (optimal 3-5 km Umfeld) und schmeiß noch die Kaution dazu und noch was für eine Grundeinrichtung. Dann kann sie schnell raus. Die räumliche Trennung ist normalerweise das allerwichtigste in so Situationen. KU sollte sich ja schnell berechnen lassen für Dich. Gruß Ingo
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« Antwort #8 am: 05. Februar 2012, 16:06:30 »

Moin , konkrete Tipps scheinen mir schwierig, da die Ausgangslage wie geschrieben gar nicht so schlecht ist nun vieles von Verhandlungsgeschick und natürlich Verhandlungsbereitschaft auf beiden Seiten abhängt.

Ich wuerde an Deiner Stelle mal eruieren, ob sie - im Sinne der Kids - dem WM zugänglich ist. Also wappne Dich mal mit guten Argumenten, Aufsätzen und Untersuchungen zu diesem Thema. Und nimm ihr die Angst, dass Du aufs WM hinaus willst, um KU zu sparen (wenn Du Dir das leisten kannst, da das die grössete "Angst" der sich trennenden KMs ist). Naja, und an ihrer Reaktion wirst Du schon merken, worum es ihr geht. und wenn es dann eben nicht um KU geht, dann ist es letztendlich auch egal, ob WM 50:50 oder irgendwelche Aufteilung dadrunter oder vielleicht auch flexibel. auch, um sich gegenseitig(!) zu entlasten. AE, Job und zwei Kinder ist kein Zuckerschlecken, wobei ich natürlich auch erkennen, dass aufgrund ihrer familiären Nähe dieses kein sehr starkes Argument ist.

all dies setzt natürlich voraus, das die Entfernung, die geschaffen wird nicht über die Maßen groß wird. Am Rande einer Großstadt vs in der Großstadt klingt zunächst einmal "überbrückbar". and vielleicht gelingt es ja das die KM ihr neues Domizil irgendwo dazwischen bezieht. Auch, um der größeren Tochter einen Schulwechsel (gerade über die Landesgrenzen klingt nicht so prickenld) und den Verlust ihres sozialen Umfelds zu ersparen.

Trennung der Kinder würde ich nicht anstreben. da machst du dich angreifbar. aber flexible Regelungen (s.o.) gehen ja ein wenig in die Richtung.

Viel Erfolg und Glückwunsch, bis jetzt hast Du viel richtig gemacht! Weiterso!

Gruß, Toto

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« Antwort #9 am: 06. Februar 2012, 09:06:09 »

Servus azh,

ich werfe jetzt mal den Begriff Wechsemodell in die Diskussion.

Dieses besagt, dass die Kinder zu jeweils 50% von einem Elterteil betreut werden.
Jeder leistet also exakt den gleichen Beitrag bei der aktiven Betreuungs- und Erziehungsarbeit.

Im Gegenzug entfällt für beide die Barunterhaltspflicht, da ja beide Elternteile den gleiche Aufwand betreiben.
Einen Haken hat die Sache natürlich: Juristisch gibt es sie gar nicht. Du wirst deshalb kein Urteil dazu bekommen.

Das Wechselmodell funktioniert nur solange, wie beide Elterteile es auch wollen und leben. Es setzt somit eine gute Kommunikationsebene der Eltern voraus.
Ginge da was bei Euch?
Zumindest für die Große? Von der Planung her eh nicht ganz leicht, denn die Geschwister sollte man ja damit nicht auseinanderreißen.

Gruß, Michael
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« Antwort #10 am: 06. Februar 2012, 09:31:40 »

Hallo Michael,

ja, das Modell hat was für sich. Man sollte so viel wie möglich Flexibilität da rein bringen aus meiner Sicht und gute Kommunikation habe ich in der Vergangenheit zum Glück durchgesetzt, auch wenn mir vorgeworfen wurde, dass ich das private Leben zu geschäftsmäßig gestalte: wir schicken uns gegenseitig seit Jahren die Termine per Outlook so dass wir immer informiert sind, wann was wo läuft. Angefangen von Freizeitaktivitäten der Kids über Arzttermine bis hin zum "Mädelsabend". Das empfehle ich jedem. Geschäftsreisen wurden so auch immer angekündigt. Die KM ist noch nicht festgelegt, will aber in der Nähe bleiben. Es entwickelt sich langsam, sehr langsam. Ihr Hauptargument ist, dass die Kids eine bessere Bindung zu ihr haben, weil sie sie immer nachmittags abgeholt hat. Nun müsst ihr aber wissen, dass ich in den letzen 7 Jahren fast jeden Abend ausser bei ein bis zwei kurzen Dienstreisen pro Monat präsent war und eine intensive Bindung aufgebaut habe. Ich habe sie quasi täglich morgens und abends gesehen...

LG ins Forum
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« Antwort #11 am: 06. Februar 2012, 09:37:11 »

Fangt jetzt bitte nicht damit an, minutengenau auszurechnen, wer die Kinder wie lange gesehen, geholt und betreut hat.

Kinder wollen nach der Trennung der Eltern beide Elternteile weiter unvoreingenommen lieb haben dürfen udn regelmäßig um sich haben.
Das gilt es zu gestalten.

Dazu muss man den Blick im Sinne und zum Wohle der Kinder konsequent nach vorne richten und gemeinsam überlegen, wie man ohne großen Streit die Zukunft für die Kids gestalten kann.
Erbsenzählen ist da eher kontraproduktiv.

Nutze die Zeit, die auch sie scheinbar braucht, um in Ruhe mit ihr zu reden und um in Ruhe mit ihr eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten.
Notfalls holt Euch eine neutrale Person von außen mit dazu.

Gruß, Michael
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« Antwort #12 am: 06. Februar 2012, 09:45:34 »

In Ergänzung zu staengler:
Ihr Hauptargument ist, dass die Kids eine bessere Bindung zu ihr haben, weil sie sie immer nachmittags abgeholt hat. Nun müsst ihr aber wissen, dass ich in den letzen 7 Jahren fast jeden Abend ausser bei ein bis zwei kurzen Dienstreisen pro Monat präsent war und eine intensive Bindung aufgebaut habe. Ich habe sie quasi täglich morgens und abends gesehen...

Vergiss diese Argumentation und begebe Dich da auch nicht drauf. So wie Du es hier geschildert hast, haben die Kinder eine gute Bindung zu Euch beiden und die sollte auch erhalten bleiben.

Die KM ist noch nicht festgelegt, will aber in der Nähe bleiben.

Das wäre gut, denn das ist letztlich eine wichtige Voraussetzung eine flexible Lösung zu finden, die dann auch gelebt werden kann. Ob es ein exaktes WM (50:50), oder etwas anderes was ihr frei vereinbart (57,232:42,768  ) ist komplett wurscht. 50:50 interessiert nur, wenn es um den KU geht. Und da lautet meine Empfehlung an Dich, herauszufinden, was will sie wirklich: Kindesbesitzerin sein und die Kinder Dir vorenthalten (so klingt es bislang nicht, das wäre dann aber Krieg, aus dem niemand als Gewinner rausgehen wird) oder geht es ihr ums Geld, sprich will/ kann sie nicht auf KU verzichten? Letztes lässt sich vielleicht lösen oder zumindestens abschwächen.

Gruß und eine schöne, wetter-technisch eisige Woche, Toto
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« Antwort #13 am: 06. Februar 2012, 10:33:04 »

Besten Dank no 11 und 12. Mal ehrlich, es geht am Ende immer um Geld. Wenn sie mich abzocken will, gibt es sicherlich keine gütliche Lösung. Und da kennt sie mich als Kämpfer, also Krieg. Das will auch ihre Familie nicht, allesamt ein entspanntes, respektvolles Verhältnis mit mir haben bisher. Da ich nicht naiv bin sondern nur optimistisch, arbeite ich mal Euren Empfehlungen folgend weiter auf die einvernehmlich WM-Lösung hin.
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« Antwort #14 am: 06. Februar 2012, 11:16:06 »

Ich habe meiner Ex am Ende jede Menge Geld in den Rachen geworfen und dieses nie bereut.
Denn im Gegenzug habe ich mir dadurch viel unnützen Ärger und fruchtlosen Streit erspart. Und das war mit die Sache wert.

Ergänze Deinen Satz um ein kleines Wort:
Mal ehrlich, es geht am Ende immer NUR um Geld.
dann klingt er gleich anders.

Wenn Du Dir z.B. das Wechselmodell erkaufen kannst, weil Du Deiner Ex noch ein paar hundert Euro im Monat zugestehst, dann würde ich nicht darüber nachdenken, ob ein jahrelanger Gerichtsmarathon die bessere Lösung ist.

Gruß, Michael
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« Antwort #15 am: 06. Februar 2012, 11:32:54 »

Mal ehrlich, es geht am Ende immer um Geld. Wenn sie mich abzocken will, gibt es sicherlich keine gütliche Lösung.

Finde ich nicht so ganz. Das ganze auch ganz "einfach" sein: Du zahlst KU für beide Kinder (lässt sich fast standard-mäßig berechnen) und über den Umgang streitet ihr Euch (vielleich sogar vor Gericht), das kostet Nerven, Geld und heraus kommt der "Standard-Umgang" plus/minus ein wenig, aber viel weniger als Du Dir vorstellst.

deshalb hast Du beim KU keine so gute Verhandlungsposition und musst Dich darauf einstellen, diesen annähernd ganz zu zahlen (vielleicht schrittweise zu reduzieren), auch wenn Du mehr Betreuungsaufwand hast, der ja aber für Dich (und Deine Kinder, und letztendlich die KM) einen Gewinn darstellt. Und das kann man nur schwer in Geld aufwiegen! Ob die KM da nur mit einer monetären Betrachtungsweise drangeht oder auch ihr der "liebe Friedenswille" - auch hier im Sinne der Kinder - was Wert ist, kann ich nicht beurteilen. Wirst Du vermutlich auch erst später feststellen können.

Das will auch ihre Familie nicht, allesamt ein entspanntes, respektvolles Verhältnis mit mir haben bisher. Da ich nicht naiv bin sondern nur optimistisch,

Das klingt doch recht gut. Ich drück Dir mal die Daumen, dass das so bleibt! Und ich kann Dir sagen, dass ich es mit der Mutter meines Kindes bislang gut hinbekommen habe. Alles i.S. Umgang, KU läuft gut. Die übrigen baustellen (die bei Dir aber ja eh nicht anfallen, wenn ich es richtig verstehe), ruhen allerdings noch.... Das man diese übrigen Baustellen vermeiden kann, wenn man so weitsichtig ist wie Du, ist übrigens meine "Lesson learned" aus der ganzen Sch....

Okay, back to topic:
arbeite ich mal Euren Empfehlungen folgend weiter auf die einvernehmlich WM-Lösung hin.

nenn es nicht "Wechselmodell" (das ist im Zweifel negativ belegt), sondern vielleicht "gemeinsame verantwortliche Erziehung und Betreuung", da ihr ja beide ein lebenlang gemeinsam Eltern bleibt! Und akzeptiere, dass sie ein "Übergangsgeld" in Form von RegelKU bekommt, die Zeit spielt m.E. für Dich,
gruß, Toto

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« Antwort #16 am: 06. Februar 2012, 11:39:35 »

Moin PAZ,

in Ergänzung zu @staengler: Viele "Scheidungs-Neulinge" gehen davon aus, dass die Einschaltung von Gerichten und Anwälten dazu gedacht sei, "Gerechtigkeit" herzustellen. Das ist nicht der Fall; dort werden nur Entscheidungen getroffen, die die Ex-Partner nicht selbst treffen können oder wollen. Am Ende steht nicht "Gerechtigkeit", sondern schlicht ein Urteil, mit dessen Folgen man dann leben muss. Und das kann dann beispielsweise durchaus lauten: Die Mutter kriegt die Kinder plus Kohle für die Kinder und sich; der Vater hat die Aufgabe, diese Kohle heranzuschaffen und darf dafür gelegentlich seine Kinder "besichtigen".

Insofern hilft (gerade in der Anfangszeit, aber da werden die Weichen gestellt) die Ansicht nicht weiter, bei einem Wechselmodell könnten ja beide Eltern ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen und der Unterhalt für die Kinder würde sich "aufheben". Diese Einstellung ist vielmehr das Signal an Ex-Frauen, ihre Familien und Anwälte, dem Ex-Mann mal zu zeigen, was ihnen "zusteht". Dafür müssen sie zwar die Kinder in ihren Besitz bringen - aber hey: Da gehören sie doch auch von Natur aus hin! Das ist dann oft der Anfang von jahrelangen Gerichtsprozessen um jeden Euro Unterhalt und jede halbe Stunde Umgang.

Insofern auch von mir die Bekräftigung: Stelle in den Mittelpunkt Deiner Überlegungen nicht Deine "Rechte" oder Deine persönliche Auffassung von "Gerechtigkeit", sondern versuche, gemeinsam (!) mit Deiner DEF tragfähige Lösungen für die Zukunft zu finden, mit denen alle (!) Beteiligten leben können. Und wenn diese Lösungen Geld kosten, weil Deine DEF in den letzten Jahren nicht oder nur geringfügig erwerbstätig war und Du Dein Einkommen in den grossen Topf geschmissen hast, dann ist das eben noch eine Weile weiter so. Aber besser, Ihr einigt Euch selbst darauf als dass es ein Familiengericht tut: Das entscheidet nämlich nur, wie viel (bzw. wie wenig) für Dich übrig bleibt.

Grüssles
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« Antwort #17 am: 07. Februar 2012, 12:16:16 »

Moin, weiteres update: KM und ich reden weiterhin friedlich miteinander. Ich habe ihr meine Ängste geschildert angesichts der unfassbaren Geschichten über das Verhalten von KM's, die ich hier so lese. Sie weiß, dass ich mich in Foren schlau mache, klar, sie ja auch. Dann der Satz, der mich "froh" stimmt, einigen von Euch vielleicht übel aufstößt: "Ich bin doch kein Monster!" Das läßt mich hoffen und bringt mich zunehmend in ruhigere gedankliche Bahnen. Die notwendigen Aktivitäten treibe ich natürlich trotzdem voran. Grüße an alle Aktiven hier.
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« Antwort #18 am: 07. Februar 2012, 19:55:49 »

"Ich bin doch kein Monster"
Na dann hoffen wir mal mit dir, dass der Satz nicht endet mit: ", ich will schließlich nur, was mir zusteht!"
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« Antwort #19 am: 07. Februar 2012, 20:07:52 »

Hi Allein,

Zitat
Moin, weiteres update: KM und ich reden weiterhin friedlich miteinander. Ich habe ihr meine Ängste geschildert angesichts der unfassbaren Geschichten über das Verhalten von KM's, die ich hier so lese. Sie weiß, dass ich mich in Foren schlau mache, klar, sie ja auch. Dann der Satz, der mich "froh" stimmt, einigen von Euch vielleicht übel aufstößt: "Ich bin doch kein Monster!"


ich würde solche Gespräche definitiv lassen. Und wenn mir so ein Satz kommen würde "Ich bin doch kein Monster" würden bei mir ehrlich gesagt alle Alarmglocken angehen.

Deine Exe wird viele, viele nette, (noch) verheiratete Freundinnen haben. Die es Dir wahrscheinlich schon seit Jahren übel genommen haben, dass Du als rationaler Mann einer Frau das "wichtigste überhaupt, die Heirat in weiß bla bla" genommen hast. Incl. des Vollprogramms KU und Trennungsunterhalt, das vielleicht die ein oder andere Freundin im Bekanntenkreis längst bezieht. Deine Exe kann sich nun ausrechnen, dass sie nur einen Bruchteil davon bekommt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das als "moderne und selbstbewußte Frau" so auf sich sitzen lassen wird. Da muss doch was zu holen sein...

Ich wäre sehr vorsichtig mit sowas inc. dieser "Einlullungsstrategien". Das Deine Exe sich informiert ist völlig okay- kann sie auch gerne hier, da sie dann auch mal sehen kann wie die andere Seite aussieht. Bau Deine Strategie auf, aber bind ihr nicht alles auf die Nase. Gruß Ingo
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« Antwort #20 am: 10. Februar 2012, 13:40:12 »

Update: In drei Tagen haben wir einen gemeinsamen Termin beim Jugendamt. Ich hatte nach anfänglichen Bedenken zugestimmt, dass wir uns dort beraten lassen. Meine Ex hätte sich nicht davon abbringen lassen wollen und so war es mir lieber, dass ich gleich beim ersten Gespräch dabei bin. Gibt es Hinweise von Euch, was ich so berücksichtigen sollte? Was ich schon weiß: Argumente zurechtlegen, schriftlich, mich positiv darstellen usw. ist eigentlich klar. Aber vielleicht habt ihr ein paar Fallstricke in Euren Terminen gesehen, die ich nicht nehmen sollte! Danke im voraus!
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« Antwort #21 am: 10. Februar 2012, 13:46:12 »

Servus azh!
Zitat
Gibt es Hinweise von Euch, was ich so berücksichtigen sollte?
Argumentiere immer aus der Sicht und im Sinne Eurer Kinder, rede nicht schlecht über KM.
Wenn Du merkst, das Gespräch verläuft überhaupt nicht nach Deinem Geschmack, kannst Du es jederzeit höflich aber bestimmt beenden.

Grüßung
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« Antwort #22 am: 10. Februar 2012, 13:48:27 »

Moin azh,

es ist gut, dass Du dem JA-Termin zugestimmt hast, denn alles andere könnte man Dir leicht als mangelnde Kooperationsbereitschaft vorwerfen. Die Gründe würden nicht interessieren; nur Dein Nicht-Erscheinen.

Eine "Gebrauchsanleitung" für das richtige Verhalten beim JA gibt es nicht; nur ein paar basics:
- sei Du selbst, verkleide und verstelle Dich nicht
- es geht dort um die Gestaltung der Zukunft; nicht um Abrechnungen der Vergangenheit. Lasse also konsequent alle Sätze weg, die mit "Du hast damals..." und ähnlichen Floskeln beginnen. Auch sonstige Vorwürfe gegen Deine Ex haben dort nichts zu suchen. Niemand macht sich besser, indem er andere schlecht macht.
- Lege den Fokus auf die Kinder und deren Recht auf ungehinderten Zugang zu beiden Eltern.
- Solltest Du feststellen, dass der zuständige Mitarbeiter das Gespräch in eine ungute Richtung manipuliert ("...Kinder gehören zu ihren Müttern..." etc.) verabschiedest Du Dich freundlich mit der Begründung, dass Du nicht an überholten Rollenmodellen interessiert bist, sondern an einer konstruktiven Beratung.

Viel mehr musst Du eigentlich nicht beachten.

Grüssles
Martin
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« Antwort #23 am: 10. Februar 2012, 14:58:18 »

Danke für die Hinweise. Es kommt noch einmal eine Frage auf: allgemein sagt man, dass man die Kinder beide zu einem Elternteil gibt, bitte an dieser Stelle keine Diskussion starten, habe dazu alles mögliche schon gelesen. Was sagt denn das Jugendamt dazu, wenn man sich entscheidet, dass 4 von 7 Tagen die Kinder sich nicht sehen (nur als Beispiel). Die Große ist in der 2. Klasse und wenn die Kleine dabei ist, zieht diese alle Aufmerksamkeit auf sich, was für Frust bei der Großen sorgt. Das ist nicht nur manchmal so sondern permanent. Kann es sein, dass es bis zum Eintritt der Kleinen ins Schulalter besser ist, wenn sie sich nicht jeden Tag sehen?
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« Antwort #24 am: 12. Februar 2012, 18:18:01 »

Na toll, volle Kehrtwende zum Sonntag, nach Treffen mit ihren Freundinnen: KM will so schnell wie möglich raus aus dem Haus und die Kinder mitnehmen. Den Termin morgen beim Jugendamt will sie allein oder gar nicht wahrnehmen. Sie will mich explizit nicht dabeihaben. Ich bin erstmal sprachlos und natürlich wütend.
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