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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 05:28:50 *
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Autor Thema: Machtkampf oder Kindeswohl  (Gelesen 1320 mal)
yamagotchi
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Beiträge: 10


« am: 12. Januar 2012, 01:34:16 »

Hallo zusammen,

ich bin neu in diesem Forum und und möchte Euch meine ganz persönliche Geschichte erzählen.


Ich bin 34 Jahre alt, habe zwei Töchter im Alter von 9 und 12 Jahren von meiner Ex-Freundin und wir sind bereits seit 2003(!) getrennt. Wir waren nicht verheiratet. Ich lebe seit ca Mitte 2005 wieder in einer festen Beziehung und hab mich sogar getraut vor drei Jahren zu heiraten. Die Kinder sehe ich regelmäßig und mit meiner Frau verstehen sich beide Kinder sehr gut.

Neustart geglückt - also kein Grund zum Jammern, oder?

Leider ist dem nicht so.

Die letzten 8 Jahre waren, wenn man nur das Thema "Ex" und Kinder betrachtet, der reinste Horror. Wäre nicht die Unterstützung seitens meiner Familie und meiner Frau, ich wäre schon lange zusammengeklappt. Ich muss mich jetzt einfach mal auskotzen.

Es gab Auseinandersetzungen um alles, was man sich nur vorstellen kann: Übergaberegelung, Umgangsregelung, Sorgerecht, Kinderausweise, Unterhalt, Mehrbedarf und neuerdings geht es ums Aufenthaltsbestimmungsrecht und eine angebliche Kindesentziehung.

Involviert waren bis jetzt Gericht, Jugendamt, die Famielienberatungsstelle, das Kinderhilfswerk, nicht zu vergessen die Anwälte und natürlich das gesamte Umfeld, welches mehr oder weniger freiwillig in dieser Soap Opera mitspielen darf.
 
Da haben sich aber zwei gefunden, werdet Ihr jetzt denken - und in den meisten Fällen werdet Ihr recht haben. Hier liegt der Fall allerdings etwas anders und um das zu verdeutlichen, eine kleiner Auszug aus der "Anleitung zum Unglücklichsein" - Die Geschichte mit dem Hammer:

Ein Mann will ein Bild aufhängen. Den Nagel hat er, nicht aber den Hammer. Der Nachbar hat einen. Also beschließt unser Mann, hinüberzugehen und ihn auszuborgen. Doch da kommt ihm ein Zweifel: Was, wenn der Nachbar mir den Hammer nicht leihen will? Gestern schon grüßte er ihn nur so flüchtig. Vielleicht war er in Eile. Aber vielleicht war die Eile nur vorgeschützt, und er hat etwas gegen ihn. Und was? Er hat ihm nichts angetan; der bildet sich da etwas ein. Wenn jemand von ihm ein Werkzeug borgen wollte, er gäbe es ihm sofort. Und warum sein Nachbar nicht? Wie kann man einem Mitmenschen einen so einfachen Gefallen ausschlagen? Leute wie der Kerl vergiften einem das Leben. Und dann bildet der Nachbar sich noch ein, er sei auf ihn angewiesen. Bloß weil er einen Hammer hat. Jetzt reicht’s ihm aber wirklich. Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet, doch noch bevor er “Guten Morgen” sagen kann, schreit ihn unser Mann an: “Sie können Ihren Hammer behalten, Sie Rüpel!”

Der Punkt ist, dass ich mich ganz oft in der Situation des Nachbarn aus dieser Geschichte wiederfinde. Meine Ex geht beim geringsten Anlass von 0 auf 100, das heißt es gibt keine Diskussions- oder Eskalationsphase, in der man konfliktvermeidend aktiv werden könnte. Es gibt nur alles oder nichts. Es findet keine Kommunikation auf der Elternebene statt. Durchgeführte Mediationen sind sämtlich gescheitert, weil Vereinbarungen von ihrer Seite nicht eingehalten wurden.  Meine Frau hat es auch mal versucht die Kommunikation zu übernehmen, wenn ich schon so ein rotes Tuch bin, aber auch das ist gescheitert.

Mein Eindruck ist, dass es ihr nur um Macht geht, wobei die Interessen der Kinder völlig nebensächlich sind. Dazu ein paar Beispiele:

Ich möchte das Wochenende zu meinen Eltern fahren, die 600 Kilometer entfernt wohnen. Habe das rechtzeitig angekündigt und gebeten entsprechend Vorbereitungen zu treffen.
Just an diesem Wochendende stehe ich dann vor verschlossenen Türen und muss alleine abreisen. Seitdem verheimliche ich derartige Unternehmungen vor meiner Ex und und musste zum Beispiel auch unseren Hochzeitstermin geheimhalten, um sicherzustellen, dass die Kinder an den Feierlichkeiten teilnehmen konnten.

Ein anderes Mal waren die Kinder nach einem Wochenende bei mir wohl ein bisschen zu euphorisch, denn die Mutter wurde plötzlich wütend und hat meine älteste Tochter angeschrien und gemeint: "Wenn es dir bei Papa so gut gefällt, dann pack deine Koffer und hau ab!"

Was es für einen Kampf gekostet hat, die Kinder einmal mit in den Urlaub nehmen zu dürfen, das kann sich kein Mensch vorstellen. Erst waren die Kinderausweise zu teuer und ich sollte sie bezahlen, dann hatte sie keine Zeit aufs Amt zu gehen, zum Schluss hatte sie plötzlich Bedenken, ich könnte die Kinder ins Ausland entführen...

Was die Situation noch zusätzlich erschwert, ist, dass meine Ex seit der Trennung auf Hartz 4 ist.  Das bedeutet, das meine Unterhaltszahlungen für die Kinder bei Ihr als Einkommen eingerechnet werden. Es macht also keinen Unterschied, ob ich mehr oder weniger zahle. Trotzdem hat sie das nicht davon abgehalten, wann immer möglich auf mehr Unterhalt zu pochen. Was mich dabei tierisch ärgert, dass ich wie ein Blöder am ranschaffen bin, aber die Kinder haben nichts davon. Wenn ich schon sehen muss in was für Klamotten die jedesmal zu uns ankommen, dann zieht sich bei mir das Herz zusammen...

Immer wieder muss ich erleben, das die Ex keine Gelegenheit auslässt um uns irgendwie zu ärgern. Es ist auffällig, das solche Aktionen besonders dann vorkommen, wenn's bei ihr grade nicht so gut läuft, also z.B. wenn eine Beziehung gerade beendet wurde.
Ich hab es langsam so satt, ich will sie nicht mehr sehen, nicht mehr hören und am liebsten komplett vergessen. Aber nein, sie tut alles, um sich immer wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Man weiß nie was als nächstes kommt. Es ist mir absolut nicht möglich, mit ihr zu kommunizieren, weil sie immer recht hat. Es sind immer die anderen schuld: Ich, meine Frau, die Kinder, die Lehrer, etc. Das allerhöchste Zugeständnis, welches man ihr abringen kann: "Er/Sie hat mich provoziert".

Wie soll man mit so einem Menschen umgehen?
Ich hab sie ja noch ein ganzes Leben an der Backe und wenn ich daran denke, kriege ich furchtbaren Ausschlag.
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Fischkopf
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« Antwort #1 am: 12. Januar 2012, 07:34:49 »

Moin yamagotchi,

sehr schade, das es bei dir so abläuft.
Du bist im Fadenkreuz der Enttäuschungen gelandet und alles, was an schlechten Dingen kommt, wird deine Schuld sein.
Permanente Gelassenheit ist ein schönes Ziel, aber wie erreichen?
Das deine Kinder bei dir Geborgenheit erfahren ist das wichtigste, egal welche Kleidung sie tragen.
Ist das evtl. Absicht, damit du neue kaufst?

Die Zeit arbeitet für dich.
Mit jedem Jahr können deine Kid's sich mehr und besser gegen Lügen und Umgangsvereitelung behaupten.

Geduld wünscht dir
Fischkopf
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« Antwort #2 am: 12. Januar 2012, 11:22:54 »

Servus Yamagotchi,

in einigen Passagen kommt mir Deine Geschichte bekannt vor (Kinderausweis, Klamotten, Unterstellungen, etc.).

Meines Erachtens kannst Du diese Spitzen und Ausfälle der EX nur mit Gelassenheit auffangen, auch wenn ich sehr wohl weiss, wie schwierig das sein kann. Klammottentechnisch empfehle ich einen Einkauf mit den Kindern und zum Umgangsende beleiben die Anziehsachen dann halt bei Dir im Schrank bis die Kinder wieder kommen.

Wie laufen denn konkret die Umgänge? Hast Du schon einmal daran gedacht das Holen u. Bringen der Kinder über die Schule abzuwickeln, damit Ex Dich nicht sehen muss und sich für sie keine Gelegenheit zum Ausflippen ergibt?

Viele Grüsse
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Uli
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WWW
« Antwort #3 am: 12. Januar 2012, 13:01:28 »

Wie soll man mit so einem Menschen umgehen?
Ich hab sie ja noch ein ganzes Leben an der Backe und wenn ich daran denke, kriege ich furchtbaren Ausschlag.

Hallo yamagotchi,

was Du beschreibst, hatte ich vor ca. 10 Jahren auch durchgemacht. Ich kann also mit gewisser zeitlicher und emotionaler Distanz zurückblicken.

Erst mal: machen kannst Du garnichts. Du wirst Deine Exe nicht ändern. Sie ist in ihrem Haß gefangen und wird irgendwann ganz alleine und einsam sein. Auch wirst Du sie nicht Dein Leben lang an der Backe haben, sondern höchstens bis die Kinds so 14 - 15 Jahre alt sind. Dann regeln sie ihre Umgänge aller Erfahrung nach selber. Vermutlich wird es schon reichen, bis das älteste so alt ist.
Kids haben ein gutes Gespühr dafür, ob jemand fürsorglich ist, oder er in seinem Denken und Handeln unlautere Motive hat.

Womit Du es Dir erleichtern kannst, ist, Dir erst mal einen zweiten Satz Klamotten zuzulegen. Die tragen die Kids bei Dir. Wenn sie zur Mutter zurückgehen, bekommen sie halt ihre Lumpen wieder an. Meine Kids sahen damals aus, wie aus der Gosse, wenn sie zu mir kamen.
Über besondere Unternehmungen solltest Du im Vorfeld nicht reden und das setzt Du ja schon erfolgreich um. Als ich wieder geheiratet habe, erfuhren die Kids das auch erst, als sie schon bei mir waren. Meine Exe hätte das auch sofort torpediert.
Bleibe vor allem Du selbst. Richte Dein Denken und Handeln nicht danach aus, die Exe nicht zu reizen, dass wird Dir ohnehin nicht gelingen. So erleben die Kinder zwei Welten: Deine ruhige und besonnene und die kaputte Welt der Exe. Was meinst Du? Wohin werden sie sich später orientieren.

Du wirst Dich in ein paar Jahren über Dich selbst ärgern, wieviel wertvolle Lebenszeit Du Dir mit der Exe verdorben hast. Die Zeit spielt Dir in die Hände!

LG, Uli
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yamagotchi
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« Antwort #4 am: 12. Januar 2012, 17:16:03 »

Hallo Fischkopf,
Hallo Bagger

das ist ja alles nicht der Punkt. Ich hab ja schon seit 8 Jahren damit zu tun und schon so einiges gelernt.
Natürlich hole ich die Kinder am Freitag ab und bringe sie am Montag zur Schule. (Einmal keifen gespart.) Deren Klamotten kommen entsprechend am Freitag in den Schrank und erst am Montag wieder raus.
Umgangsvereitelung ist nicht das Problem, im Gegenteil, sie schiebt die Kinder ab, so oft es geht ("Ach, die sind ja sooo anstrengend").
Das Problem ist, wenn sie austickt (und das passiert ziemlich oft), sind ihr die Kinder sowas von egal.

Die Kinder reagieren darauf, wie Kinder eben reagieren: Einnässen, Hautprobleme, Erfinden von Fantasiegeschichten. Alles schon gehabt.

Mit meiner Großen ist es mittlerweile soweit, dass sie kurz vor Weihnachten einfach von zuhause abgehauen ist. Ich musste dann meiner Tochter erklären, dass sie nicht bei mir bleiben kann.
Die Mutter hat daraus aber nichts gelernt, sondern strengte im Gegenteil eine Klage wegen Kindesentziehung an. Statt sich mit dem Kind zu beschäftigen und auf es eingehen, schafft sie neue Probleme.

Dem Gericht wurde das dann doch zu bunt und es hat angekündigt die Klage abzuweisen.

Einfach nur zum k.....!
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« Antwort #5 am: 12. Januar 2012, 17:29:50 »

Hallo! Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, die Kinder zu Dir zu nehmen? Die Große müsste das doch schon selbst entscheiden können. Oder möchten sie das nicht? Die Spielchen kenne ich auch, meine Ex hat noch nicht mal die Schule fertig gemacht und der ständige Streit mit mir gibt ihr das Gefühl, einmal im Leben jemandem überlegen zu sein. Ich drehe mich inzwischen einfach um und gehe. Mein Sohn ist erst 3 Jahre alt, ich hab also noch viel länger vor mir.

Gruß Willi
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« Antwort #6 am: 12. Januar 2012, 18:25:35 »

Servus Yamagotchi,

das klingt m.E. nicht gut. Insofern ist @Uli zuzustimmen, dass Du die Ex nicht ändern kannst und Deine Energie möglichst besser in die Beziehung zu den Kindern und Deiner Partnerin investieren solltest.

Insofern kann man Dir wohl nur empfehlen, beiden Kindern bei Dir möglichst viel unbelastete und gute Zeit und Zuwendung zu bieten, wenn die Ex die Kinder schon zu Dir "abschiebt".

Einige Väter hier im Forum würden ein "Abschieben" der Kinder an sich sicherlich sehr begrüßen.

Man muss im Leben nicht alles verstehen. V.a. nicht die Verhaltensweisen von Exen. Gute Verhaltenstipps zu "problematischen Persönlichkeiten" bietet Dir vielleicht das Buch "Schluß mit dem Eiertanz". Es ist auf alle Fälle lesenswert. Google es Dir einmal.

Viele Grüsse   
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« Antwort #7 am: 12. Januar 2012, 19:16:36 »

Hallo! Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, die Kinder zu Dir zu nehmen? Die Große müsste das doch schon selbst entscheiden können. Oder möchten sie das nicht? Die Spielchen kenne ich auch, meine Ex hat noch nicht mal die Schule fertig gemacht und der ständige Streit mit mir gibt ihr das Gefühl, einmal im Leben jemandem überlegen zu sein. Ich drehe mich inzwischen einfach um und gehe. Mein Sohn ist erst 3 Jahre alt, ich hab also noch viel länger vor mir.

Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Es geht um Macht und die Kinder sind das einzige Feld in dem sie Macht ausüben kann. Und ich kann nichts tun, ohne zu riskieren, den Kindern zu schaden.

Zu mir nehmen? Keine Chance! Dafür müsste die Mutter schon drogen- oder alkoholabhängig sein, oder für unmündig erklärt werden. Für die Gerichte ist Kindeswille != Kindeswohl und Kindeswohl = bei der Mutter leben.

Ich und meine Frau, wir reiben uns auf bei unserem Bemühen den Kindern trotz allem ein Gefühl von Familie und Geborgenheit zu geben.  Uns beschäftigen vor allem folgende Fragen:

1. Was tun gegen den Schmerz?
2. Was tun gegen die Hilflosigkeit?
3. Wie können wir überhaupt nach vorne schauen und evtl.  eine eigene Familie gründen? In der momentanen Situation ist das einfach unmöglich.
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« Antwort #8 am: 12. Januar 2012, 20:13:03 »

1. Was tun gegen den Schmerz?
2. Was tun gegen die Hilflosigkeit?
3. Wie können wir überhaupt nach vorne schauen und evtl.  eine eigene Familie gründen? In der momentanen Situation ist das einfach unmöglich.

Ich habe jahrelang hier die gleichen Fragen gestellt, wie Du. Ich kann Deine Gefühle, Deine Hilflosigkeit, die Niedergeschlagenheit und die Wut mehr als gut verstehen. Es gibt ein Sprichwort, das in etwa so lautet:
"Gott gebe mir den Mut die Dinge anzugehen, die ich ändern kann, die Gelassenheit die Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann und die Weisheit, das eine von dem anderen zu unterscheiden."

Du wirst Deine Exe nicht ändern und wie Du selbst erkannt hast, werden auch die Gerichte die Kids dort nicht herausholen.
Ich weiß, dass Du das nicht hören möchtest (und ich selbst hätte es damals nicht hören wollen), versuche Dich in Gelassenheit zu üben. Nur das wird Deiner jetzigen Ehe helfen und Dir Deine Gesundheit erhalten.

D.h. nicht, dass Du alles akzeptieren sollst. Wenn sie Umgänge verhindert, klage zur Not. Solange aber die Umgänge als solche funktionieren, hole die Kids und bringe sie wieder zurück, Gestalte die Umgänge nach Deinen Wünschen und lasse die Exe ansonsten links liegen.

LG, Uli
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Ingo30
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« Antwort #9 am: 12. Januar 2012, 21:28:08 »

Moin,

wenn die Kinder schon anfangen von zu Hause abzuhauen, würde ich mir aber als Vater (!) schon mal ernsthafte Gedanken machen und mir mal überlegen, warum meine (!) Kinder nicht zu mir kommen können. Was steht dagegen? Die neue Lebenspartnerin, weil es nicht "Ihre" Kinder sind? Wenn meine Kinder Hilfe brauchen, würde ich es zumindest versuchen bzw. immer einen offenen Platz für sie bieten. Gruß Ingo

P.S.: In spätestens 2 Jahren kann die Große selber mit den Füßen abstimmen, wo sie Leben möchte.
« Letzte Änderung: 12. Januar 2012, 21:32:58 von Ingo30 » Gespeichert
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« Antwort #10 am: 12. Januar 2012, 21:36:54 »

Wenn meine Kinder Hilfe brauchen, würde ich es zumindest versuchen bzw. immer einen offenen Platz für sie bieten. Gruß Ingo

Der offene Platz sollte selbstverständlich sein. Aber für einen Wechsel des ABR ist es noch zu früh. Der Schuss ginge nach hinten los.
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« Antwort #11 am: 12. Januar 2012, 22:04:05 »

Sorry,ich dachte die Kinder können schon mit 12 Jahren mit entscheiden, wo sie leben wollen. Das ist bei mir wohl noch zu weit weg. Ich hatte auch schon Zeiten, in denen ich abends vor dem Fenster meines Sohnes gehockt habe aus Angst er ist allein und weint. Keine Hilfe vom JA, der mehrfach (nicht nur von mir) angezeigte katastrophale Zustand der Wohnung nicht kinswohlgefährdend...

Inzwischen habe ich gelernt, mich auf die Umgänge zu konzentrieren und meinem Sohn diese Zeit einfach so schön und intensiv wie möglich zu machen. Bei Umgangsverweigerung diskutiere ich nicht mehr mit meiner Ex, es geht sofort ein Strafgeldantrag zum Gericht.

Vielleicht versuchst Du auch mal den Weg, die KM einfach stehen zu lassen. Bei meiner ist es so, dass sie immer Streit provoziert. Von mir kommt dann nur noch ein kurzer Kommentar: in diesem Ton rede ich nicht, dann gehe ich egal was sie sagt. Ich kann es sogar schon genießen, wenn ich sie im Rückspiegel schimpfend und schreiend auf der Straße rumspringen sehe. Für solche Frauen gibt es nichts schlimmeres, als wenn man nicht auf sie eingeht.

Letztendlich ist Deine Ex neidisch auf Dein Leben, weil sie sicher so wie meine nichts auf die Reihe bekommt. Sie will Dich unglücklich sehen- Du bist unglücklich weil sie dafür sorgt und Du es zulässt!

Sei glücklich mit Deiner neuen Frau, gründe eine Famile und beziehe die Kinder mit ein. Los jetzt! Du hast, was ich noch suche: eine neue, verständnisvolle Partnerin.

Gruß Willi 
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« Antwort #12 am: 12. Januar 2012, 22:43:11 »


Erst mal: machen kannst Du garnichts. Du wirst Deine Exe nicht ändern. Sie ist in ihrem Haß gefangen und wird irgendwann ganz alleine und einsam sein. Auch wirst Du sie nicht Dein Leben lang an der Backe haben, sondern höchstens bis die Kinds so 14 - 15 Jahre alt sind. Dann regeln sie ihre Umgänge aller Erfahrung nach selber. Vermutlich wird es schon reichen, bis das älteste so alt ist.
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Ulli hat es sehr schön aufden Punkt gebracht  thumbup

Leider werden in diesem Staat Trennungskonflikte nicht deeskaliert. Deutschland sollte sich langsam wirklich an den angrenzenden Länder Europas orientieren. Damit wäre schon ein großer Schritt getan, denn um das Kindeswohl geht es bei Trennungskonflikten in den seltensten Fällen, sonder so wie der TE schrieb um pure Macht.
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Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
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« Antwort #13 am: 12. Januar 2012, 23:31:04 »

Erst mal: machen kannst Du garnichts.

Aha.
Also abwarten und Tee trinken?

Scheint mir nicht die passende Strategie zu sein.
Dass ich sie nicht ändern kann, das dämmert mir auch langsam. Aber gerade weil ich sie nicht ändern kann muss ich irgendwelche Maßnahmen treffen. So etwas wie eine wirksame "Abschreckung".
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« Antwort #14 am: 13. Januar 2012, 06:29:45 »

Also abwarten und Tee trinken?

Das habe ich nicht geschrieben!

Aber gerade weil ich sie nicht ändern kann muss ich irgendwelche Maßnahmen treffen. So etwas wie eine wirksame "Abschreckung".

Der Meinung war ich früher auch. Und was hat es im Ergebnis gebracht? Nichts, ausser dem Verlust von sehr viel Geld, Zeit und Lebensqualität. Eine "Abschreckung" gibt es nicht. Diese Menschen lassen sich nicht abschrecken. Wenn Du in einigen Jahren zurückblickst, wirst Du es wissen.

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« Antwort #15 am: 13. Januar 2012, 12:51:52 »

Servus Yamagotchi,

zu dem hier:

Dass ich sie nicht ändern kann, das dämmert mir auch langsam. Aber gerade weil ich sie nicht ändern kann muss ich irgendwelche Maßnahmen treffen.

hilft Dir ja evtl. das empfohlene Buch "Schluß mit dem Eiertanz". Es ist ein Ratgeber für Angehörige von einschlägigen problematischen Persönlichkeiten.

Mit "Abschreckung", das sehe ich wie @Uli, kommt man bei gewissen Persönlichkeiten nicht weit. Da ist es wohl besser den richtigen Umgang mit diesen Personen zu lernen, um sich nicht selbst aufzureiben und um sich nicht in den niemals endenden "Warum-Fragen" zu verlieren. 

Viele Grüsse 
« Letzte Änderung: 13. Januar 2012, 12:54:52 von bagger1975 » Gespeichert

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« Antwort #16 am: 13. Januar 2012, 13:05:09 »

Mit "Abschreckung", das sehe ich wie @Uli, kommt man bei gewissen Persönlichkeiten nicht weit. Da ist es wohl besser den richtigen Umgang mit diesen Personen zu lernen, um sich nicht selbst aufzureiben und um sich nicht in den niemals endenden "Warum-Fragen" zu verlieren. 

Zumal man bei diesen Personen gerade durch sein aufgeregtes Handeln (ständiges Reagieren) signalisiert, dass ihre Strategie greift. Diese Menschen wollen Macht ausüben,sie gönnen einem die Ruhe und die Zufriedenheit des Lebens nicht.

Diesen Menschen muss man vorführen, wie glücklich man ist und wie bedeutungslos sie selbst sind. Das heißt nicht, sie gewähren zu lassen. Boykottieren sie den Umgang nachhaltig, geht halt ne Klage raus.

Wenn ich mir meine eigenen alten Schriftsätze (bzgl. Umgang) anschaue, so bin in ich treu in jede Falle getappt, die man mir vor die Füße stellte. Und man muss bedenken, man war mal eine Zeit sehr eng mit diesen Menschen zusammen. Die wissen, womit man einen auf die Palme bekommt!

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« Antwort #17 am: 13. Januar 2012, 13:06:36 »

Servus Yamagotchi,

auch ich kann der Ansicht meiner Vorschreiber nur zustimmen.

Meine Ex hätte auch alles dafür gegeben, mich fertig zu machen.

Was sie dabei aber nicht gemerkt hat war, dass ich mich schon völlig von ihr frei gemacht hatte. Über ihre Attacken habe ich mich niemals länger als 1 Tag geärgert. Und mit Hilfe dieses Forum gingen ihre Angriffe allesamt ins Leere.
Und Rachegelüste waren mir auch zum allergrößten Teil fremd.

Gruß, Michael
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« Antwort #18 am: 17. Januar 2012, 00:48:01 »

Servus bagger,

zu dem hier:
hilft Dir ja evtl. das empfohlene Buch "Schluß mit dem Eiertanz". Es ist ein Ratgeber für Angehörige von einschlägigen problematischen Persönlichkeiten.

Mit "Abschreckung", das sehe ich wie @Uli, kommt man bei gewissen Persönlichkeiten nicht weit. Da ist es wohl besser den richtigen Umgang mit diesen Personen zu lernen, um sich nicht selbst aufzureiben und um sich nicht in den niemals endenden "Warum-Fragen" zu verlieren. 

Ich hab mir das Buch bestellt weil mich dieses Zitat neugierig gemacht hat:
http://www.psychiatrie.de/data/pdf/c5/00/00/337_22.pdf

Ist doch frappierend, wie sehr die beschriebenen Verhaltensweisen auf meine Exe zutreffen.
 
Hab mittlerweile die ersten 100 Seiten durch und kann schon mal definitiv sagen, dass sie KEINE Borderlinerin ist. Borderline ist eine schwere psychische Störung und von den Auswirkungen für betroffene und Angehörige noch schwerer einzustufen als Schizophrenie. Insofern fällt mir ein riesiger Stein vom Herzen. Leider hat sich damit auch die Hoffnung auf sinnvolle Verhaltenstips ebenfalls zerschlagen.

Zum Thema "Warum-Fragen". Ich frage mich schon lange nicht mehr warum. Ich frage: Was tun?

Ich meine, in diesem Forum gibt es doch eine Menge Leute, die bereits einschlägige Erfahrungen gemacht haben. Was funktioniert? Was nicht?

Einfach die Hände in den Schoss zu legen zuwenig und funktioniert nicht auf Dauer.
Wie kann man es schaffen, eine Zweitfamilie aufzubauen und diese gegen die Ausfälle von Außen absichern?
 

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« Antwort #19 am: 17. Januar 2012, 07:24:50 »

Moin yamagotchi,

was ist das denn?
Absicherung 'gegen Ausfälle von Außen'Huch

Wirst du nie bekommen. Niemals.

Sichere dich lieber selber ab. Du kennst deine wunden Punkte besser als jeder andere hier.
Und mit denen solltest du schleunigst klarkommen.
Deine Vorstellung, was Ex nun als nächstest anstellen könnte, ist doch total kontraproduktiv.
Das mit der Gelassenheit muss man üben. Immer wieder.
Dann trifft man dort, wo es weh tut, denn Ex will von dir wahrgenommen werden.
Tust du das nicht: Punktsieg.

Gruss Fischkopf
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« Antwort #20 am: 17. Januar 2012, 12:15:19 »

Servus Yamagotchi,

bei Hobbydiagnosen sollte man natürlich immer sehr vorsichtig und zurückhaltend sein.

Die Buchempfehlung war unter dem Blickwinkel "Hilfe zum Umgang/Verhalten gegenüber problematischen Persönlichkeiten" gegeben.

Eine komplette "Absicherung" wirst Du im Leben, das grds. zu vielschichtig ist, wohl nie erreichen, aber evtl. können Dir hierzu noch erfahrenere Betroffene/User schreiben.

Es ist m.E. zumindest wichtig, sich mit dem Thema einmal auseinanderzusetzen, um ggfs. Strategien zu entwickeln.

Viele Grüsse
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« Antwort #21 am: 17. Januar 2012, 12:35:30 »

Eine komplette "Absicherung" wirst Du im Leben, das grds. zu vielschichtig ist, wohl nie erreichen, aber evtl. können Dir hierzu noch erfahrenere Betroffene/User schreiben.

Das ist richtig. Vielleicht kann man solche Menschen am ehesten mit Stalkern vergleichen. Stalker sind besessen und von daher auch nur schwer (strafrechtlich) in ihre Schranken zu weisen.
Der beste Schutz für einen selber ist, sie (psychisch) nicht an einen herankommen zu lassen. Man muss sich fragen: Was kann einem schlimmstenfalls passieren?
Die einzige Macht, die die Exe hat, sind die Kinder. Den Umgang mit den Kids kann und sollte man bei Bedarf einklagen. Für alles andere, die Exe einfach sabbeln lassen und gut ist es.

Vielleicht sollte ich die PDF-Version meines Tagebuches als abschreckendes Beispiel wieder ins Netz stellen.

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« Antwort #22 am: 17. Januar 2012, 15:26:56 »

Vielleicht sollte ich die PDF-Version meines Tagebuches als abschreckendes Beispiel wieder ins Netz stellen.
Das wäre sicher keine schlechte Idee Uli.
Wie Du siehst kommen nahezu täglich neuen Menschen hier dazu, die von Deinen Erfahrungen profotieren könnten.

Gruß, Michael
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« Antwort #23 am: 17. Januar 2012, 20:01:16 »

Das wäre sicher keine schlechte Idee Uli.
Wie Du siehst kommen nahezu täglich neuen Menschen hier dazu, die von Deinen Erfahrungen profotieren könnten.

>>> Voila <<<
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« Antwort #24 am: 18. Januar 2012, 10:10:17 »

Moin Uli,

vielen Dank für's Einstellen.
Es wird etwas Zeit brauchen, aber ich werde es vollständig lesen.
Herzlichen Gruss,
Fischkopf
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