Servus @jaypeg,
auch von mir ein Willkommen. Dies hier:
sind wir nun im November beide Eltern einer süßen Tochter geworden. Vor gut 6 Monaten ist ihr doch eingefallen das sie unglücklich ist und rennt doch schnur strax zu ihrem Ex zurück.
Mitlerweile ist mir, meiner Familie und Freunden aufgefallen, auf was für eine seltsame Art von Frau ich da gestoßen war....
Sie hatte natürlich gleich mal 6 Wochen vor Geburtstermin über einen Rechtsanwalt ihren Anspruch dingfest gemacht....
Nach der Geburt durfte ich sie im Krankenhaus besuchen. Hatte die kleine auch zweimal auf dem arm. Schon toll. Leider ist das jetzt schon wieder nen weilchen her....
Dazu gehört auch, Ihre entscheidung zu gehen - den leiblichen Vater zu entsorgen und zum **tsts - ID 28** bzw Bezahler zu dekradieren, mit allen Mitteln entgegen zu wirken...
kommt mir leider alles sehr bekannt vor, nur dass sich meine Geschichte bereits Oktober 2006 abgespielt hat.
Sofern die Vaterschaft geklärt ist, solltest Du Dich ganz konsequent um ausreichenden regelmäßigen Umgang bemühen, denn nur so kannst Du eine tragfähige und gute Beziehung zu Deiner Tochter überhaupt aufbauen. Das ist der Hebel und definitiv die 1. Baustelle und ich würde der KM in diesem Punkt dann auch nicht zuviel Luft und Ruhe lassen, denn sonst heisst`s im Gegenzug nur gerne und allzu schnell, Du hättest Dich (angeblich) nicht gekümmert. Man muss diese Haltung mancher KM grds. nicht verstehen. Jeder Versuch, den anderen Elternteil aus dem Leben des Kindes zu drängen, ist schlicht
nicht akzeptabel und deshalb ist solchen Versuchen auch entschieden entgegen zu wirken.
Auch ich wollte -wie Du- kein reiner Zahlvater sein und habe mich dieser einseitig von der KM zugewiesenen Rolle konsequent entgegen gestellt. Das war alles sehr mühsam und ist nur durch Beharrlichkeit, guten Rat, kluge Vorgehensweise, guten Rückhalt in der Familie und bei guten Freunden gelungen. Durch den konsequent eingeforderten und stets praktizierten Umgang haben meine jetzt 5-jährige Tochter und ich eine sehr gute Bindung. Über den Papa kommt halt nichts. Seit fast 1 Jahr habe ich -leider erst nach gerichtlichem Antrag- endlich auch das GSR und darf deshalb auch im Kiga bei den Elternabenden etc. präsent sein und mich einbringen, was ich auch tue (Kiga=Elterninitiative). Das GSR war u.a. v.a. für die Psychologie der KM sehr wichtig, denn den bis dahin oft vorhandenen Alleineigentumsansprüchen der KM wurde so zumindest rechtlich die Grundlage entzogen, und das hat ihre Kommunikations- u. Kooperationsbereitschaft sehr befördert.
So wie ich es lesen konnte, scheinst Du vom Umfeld und Deiner Haltung her, gut ausgestellt zu sein.
Gerade jetzt, wo die Tochter noch so klein und ja noch Säugling ist, ist es wichtig, die richtigen Weichen zustellen. Die Paarebene ist vorbei. Es muss eine Elternebene geschaffen werden und dazu gehört es auch die KM in die Pflicht zu nehmen.
Ich habe z.B. wirklich gute Erfahrungen mit Mediationsgesprächen bei einem Familienhilfeverein gemacht. Da hat ein neutraler Dritter mit uns damals alle Punkte (Umgang etc.) durchgesprochen und haben wir mit seiner Hilfe dann gesprächsweise und einvernehmlich gemeinsam Lösungen entwickelt. Diese Möglichkeit erfordert jedoch ein Minimum an Kommunikationswilligkeit und auch Geduld (Das geht nicht von heute auf morgen und die Haltung der KM war oft zu Haareraufen!)
Schlage Deiner KM in einem persönlichen Brief im Sinne des Kindes so eine Mediation doch vor und mache ihr gleich Terminsvorschläge. Damit belegst Du dann gleich Dein verantwortungsbewußtes Einigungsbemühen im Hinblick auf das gemeinsame Kind und Deine grds. gegebene Kooperations- u. Kommunikationsbereitschaft.
Einen Versuch ist es sicher wert und hast Du für den Fall, dass sich KM verweigert, gleich etwas in Händen.
Sofern Du altersentsprechenden Umgang einforderst, gilt bei Kleinkindern: Lieber öfter und dafür kürzer.
Angefangen hat bei mir der Umgang anfangs 2x die Woche für 1-2 Stunden. Das ging dann über 2 Nachmittage pro Woche, hin zu 1 Nachmittag plus 1 Tag die Woche und später auch Übernachten...mit 2 1/2 Jahren gab`s dann die Wochenenden im Wechsel plus 1 Tag. Mit knapp 4 Jahren haben wir dann noch die Wochenenden von Freitag bis Montag und Kiga-Bringen ausgeweitet plus 1 Tag plus hälftige Ferien zzgl. Feitertagsregelung. Aber das ist bei Dir ja noch Zukunftsmusik....
Viele Grüsse und Erfolg beim Angehen Deiner Baustellen...