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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 01:04:39 *
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Autor Thema: Auch Mütter können betrogen und ausgenutzt werden  (Gelesen 342 mal)
Flitzpiepe
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5


« am: 21. November 2011, 15:06:02 »

Hallo,
hier schreibt eine Frau, die von ihrem Ex lebenslang ausgenutzt und ausgenommen wurde! Aber hier meine Geschichte:

Ich lernte meinen Ex mit 16 Jahren kennen. Er war damals noch verheiratet und hatte einen 1-jährigen Sohn. Dazu kam, dass er im Knast sass. Jugenddummheiten, aber eben 1 Jahr. Mein Helfersyndrom war schon damals sehr ausgeprägt und ich warf für ihn Schule und alles andere hin. Nach einem Jahr war er geschieden und frei. Wir zogen kurz vor meinem 18. Geburtstag in zwei möblierte Zimmer ein. Ich machte eine Ausbildung zur Bürokauffrau und er arbeitete auf dem Bau. Sein Verhalten zu seiner geschiedenen Frau und dem Kind hätte mir damals zu denken geben müssen. Er schaffte es, den Unterhalt auf ein Minimum zu reduzieren und kümmerte sich kaum um seinen Sohn.
Als ich 18 war heirateten wir. Wir waren beide fleissig und schafften es so, einen ziemlich hohen Schuldenberg, den er mitgebracht hatte, abzubauen und uns nach und nach ein schönes Heim zu schaffen. Nach 2 Jahren war der Traum vorbei. Er betrog mich mit einer Arbeitskollegin. Die Scheidung war einfach und unkompliziert. Drei Monate nach der Scheidung stand er wieder vor meiner Tür und meinte, dass er mich doch mehr liebe. Doof wie ich war, zog ich wieder mit ihm zusammen. Die Quittung war noch im selben Jahr eine Krebserkrankung mit mehreren Operationen und Therapien sowie einer Schwangerschaftsunterbrechung. Er stand mir in dieser Zeit wirklich sehr hilfreich und fürsorglich zur Seite.
Nach einem Jahr konnte ich wieder arbeiten und wir haben es sogar geschafft, uns ein Haus zu kaufen. Nachdem alles recht gut lief, haben wir 20 Jahre nach der Scheidung zum zweiten Mal geheiratet. Zwei Monate nach der Hochzeit erfuhr ich ziemlich mies, dass er mich auf einem Lehrgang, der 14 Tage nach unserer Hochzeit stattfand, betrogen hat und diese Frau ihn nicht losließ. Großes Drama, mit der anderen Schluß gemacht usw. Ich hatte die erste schwere Depression in meinem Leben. Als es wieder einigermassen ging, wurde plötzlich mein Wunsch nach einem Kind, das er vorher nicht haben wollte, erfüllt. Und siehe da, er war ganz vernarrt in seinen Sohn und kümmerte sich mit Inbrust um das Kind. Nur leider kaum noch um mich.

Als unser Sohn 3 Jahre war, wurde ich von ihm gedrängt, nun ja wieder arbeiten zu gehen. Was ich auch erstmal halbtags tat. Im darauffolgenden Jahr wurde die Firma meines Ex verkauft und er wurde arbeitslos. Da er nun über 50 war, wollte er erstmal das Arbeitslosengeld ausschöpfen und sich dann als Hausmeisterdienst selbstständig machen. Leider klappte das alles nicht so richtig und nach 18 Monaten musste ich erstmal meine Lebensversicherung kündigen, damit wir Arbeitslosenhilfe bekamen. Das Ganze währte nur 2 Monate, dann kam Hartz 4. Ich war verrückt vor Sorge und er ging in der Betreuung unseres Sohnes auf. Ab und zu machte er mal was, aber eben nichts kontinuierliches. Als uns das Wasser bis zum Hals stand, habe ich meine Arbeitszeit auf Ganztags erhöht. Das Ende vom Lied war nach 5 Monaten ein Herzinfarkt.

Der Herzinfarkt hat mich so schwer getroffen, dass ich auch psychisch krank wurde. Angst und Panikattacken sowie Depressionen waren die Folge. Trotz allem habe ich weitergearbeitet, die Familie musste ja leben. Mein Ex bemühte sich überhaupt nicht um einen festen Job, sondern nahm nur einen 400-Euro-Job an. Auch persönlich veränderte er sich stark. Heftige Auseinandersetzungen bzw. plötzliche Wutausbrüche machten mir das Leben nicht gerade leicht. Meine Depressionen wurden immer schlimmer, ich sah bald keinen Sinn mehr im Leben. Zumal ich das Gefühl hatte, dass mein Ex mich nicht mehr liebt und wahrscheinlich wieder etwas am Laufen hatte. Unsere letzte Auseinandersetzung endete mit seinen Worten: Mir doch egal, ob du hier bist oder nicht.  Ich war so getroffen und sah nur noch zwei Möglichkeiten: entweder ich werfe mich wie Enke vor einen Zug, oder ich ziehe jetzt und sofort aus. Ich zog dann doch lieber aus, ließ meinen Sohn (damals 12) mit meinem Ex im Haus und baute mir innerhalb der letzten zwei Jahre ein neues Leben auf.

Inzwischen hat sich meine Vermutung als richtig erwiesen, mein Ex ist mit einer guten Freundin liiert. Diese Beziehung hat sich selbstverständlich erst nach der Scheidung ergeben.......

Nachdem mein Ex gemerkt hat, dass ich nicht bluffe und wirklich nicht zurückkomme, ist Krieg. Er kommuniziert nur noch über den Anwalt mit mir, klagt Unterhalt für sich und das Kind ein, rückt mein Eigentum nicht raus und will mir meinen Anteil vom Haus mit dem Zugewinn so verrechnen, dass für mich nichts mehr übrig bleibt. Er ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten und so, wie mich seine RA'in angiftet, schläft sie eventuell auch mit ihm.

Höhepunkt des Krieges war im letzten Monat der Umzug meines 14-jährigen! Sohnes zu mir. Er hat mir doch tatsächlich die Polizei auf den Hals gehetzt, weil ihm meine neue Adresse nicht bekannt war. Dafür werden auf Staatskosten Leute und Material eingesetzt!

Neueste Attacke: Sohn wird unter Druck gesetzt. Er soll innerhalb zwei Wochen seine Sachen aus dem Haus holen, weil Papa das Haus nicht mehr halten kann. Wie bitte? Muss er darüber nicht mit mir sprechen? Aber wie ich ihn kenne, zieht er einfach sang- und klanglos zu seiner Ische und wartet darauf, dass ich agiere. Ich könnte manchmal entweder zum **tsts - ID 17** werden oder einfach nur k....!

Wieso hasst er mich so? Ich habe doch nur getan, was er wollte. Einer Freundin gegenüber hat er noch kurz vor meinem Auszug gesagt, dass er gespannt ist, wann ich endlich merke, dass er mich loswerden will! Hat er doch jetzt, wieso dann der Krieg? Oder habe ich da was falsch verstanden: gehen aber Geld da lassen? Und dann auch wenigstens vor die Hunde gehen, damit jeder sieht, dass ich ohne ihn nichts bin und nichts kann?

Also meine Herren, nicht nur Frauen können so sein! Und wer jetzt sagt, so doof wäre er nie gewesen und hätte es so nicht mit sich machen lassen: wieso sind Sie dann in diesem Forum?

In diesem Sinne: Leid ist weder männlich noch weiblich, es kann jeden treffen.



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minna289
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 764


es wird heller, versprochen!


« Antwort #1 am: 21. November 2011, 15:15:25 »

tach fp,

und herzlich willkommen...

Zitat
Also meine Herren, nicht nur Frauen können so sein! Und wer jetzt sagt, so doof wäre er nie gewesen und hätte es so nicht mit sich machen lassen: wieso sind Sie dann in diesem Forum?

In diesem Sinne: Leid ist weder männlich noch weiblich, es kann jeden treffen.

In diesem Sinne kann ich Dir nur sagen: Das Leid männlich oder weiblich ist hat hier auch keiner behauptet, wie kommst Du zu dieser Annahme das dies der Denkweise VS entspricht ?

Jeder hat hier seine Geschichte und jeder wird hier zunächst Geschlechterlos angesehen, dies ist jedenfalls meine Erfahrung.

minna
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Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht werfen selbst Zwerge lange Schatten...
Flitzpiepe
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5


« Antwort #2 am: 21. November 2011, 15:28:02 »

Hallo minna,

danke für die schnelle Antwort und das nette Willkommen.

Nein, die Aussage bezog sich eigentlich auf den Titel der Homepage "Vatersein". Wenn ich pauschalisieren würde, hätte ich mich auf diesem Forum gar nicht angemeldet. Eigentlich sollte meine Geschichte eher ein Trost für die hier schreibenden/lesenden Väter sein. Ich stehe ganz und gar auf seiten aller Betrogenen und Ausgenutzten.

LG



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staengler
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.791


entsorgter Vater nach DIN 0815 dt. Familienrecht


« Antwort #3 am: 21. November 2011, 15:30:21 »

Hallo,

dann schau doch mal unter www.muttersein.de

Gruß, Michael
Gespeichert

sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Flitzpiepe
Frischling

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 5


« Antwort #4 am: 21. November 2011, 15:47:03 »

Hallo Michael,

ups! Habe ich nicht gewusst. Mir wurde diese Seite von einem Bekannten empfohlen.
Aber Dankeschön, nun fühle ich mich wirklich gut aufgehoben.

FP
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staengler
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Beiträge: 2.791


entsorgter Vater nach DIN 0815 dt. Familienrecht


« Antwort #5 am: 21. November 2011, 15:51:43 »

Gell 

Und es ist tatsächlich so. Hier stehen die Kinder im Mittelpunkt.
Bei Bedarf bekommen sowohl Väter als auch Mütter eins übergebraten  puzzled
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