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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 00:27:03 *
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Autor Thema: Wechselmodell mit sehr kleinem Kind (11 Monate) realistisch?  (Gelesen 1883 mal)
82Marco
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« Antwort #50 am: 16. November 2011, 16:11:52 »

Servus herbart!
Zitat
1. Ist es denkbar sich nach der Hartz4 Episode der KM wieder auf 50/50 ohne Unterhalt zu einigen? Ist dann wieder eine private Regelung/ Vereinbarung möglich?
Wie schon geschrieben, ihr könnt vereinbaren, was ihr wollt, nur ... wenn die öffentliche Hand (sprich wir) das finanziell unterstützen sollen, wird die ARGE erst mal (bereits bei Antragstellung) nach den Einkünften Deiner Ex /bzw. der gesamten Bedarfsgemeinschaft) fragen, um den Antrag zu prüfen.
Wenn sie dann sehen, dass kein KU fliesst, gibt es zwei Möglichkeiten:
sie kürzen den Bedarf Eures Kindes um den nicht geflossenen aber dem Kind zustehenden KU oder sie treten anstelle Eures Kindes an Dich und fordern KU, egal was vereinbart wurde.

Das WM könntet ihr dennoch durchziehenm auch wenn Du in disem Falle zahlst..

Grüßung
Marco
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herbart
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« Antwort #51 am: 22. November 2011, 11:40:05 »

Du kannst auch Schiss haben, dass Dich morgen ein Bus platt fährt - es wird Dein Leben nicht verbessern.
Der Vergleich hinkt. Darauf, ob der Bus mich überfährt, habe ich Einfluss.
Ich weiss, dass ich darauf achten muss nicht überfahren zu werden und wenn ich "normal" vorsichtig bin, wird das nicht passieren - ein Bus ist ja gross und gut zu sehen.
Wenn ich aber das WM 50/50 praktiziere und kein GSR besteht, kann es mir im Gegensatz dazu jederzeit passieren, dass mich ankündigungslos aus dem Nichts der "Bus überfährt".
Ich finde das ist ein nicht zu vernachlässigender Punkt.  
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Beppo
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« Antwort #52 am: 22. November 2011, 11:44:50 »

Wenn ich aber das WM 50/50 praktiziere und kein GSR besteht, kann es mir im Gegensatz dazu jederzeit passieren, dass mich ankündigungslos aus dem Nichts der "Bus überfährt".
Ich finde das ist ein nicht zu vernachlässigender Punkt.  
Das kann dir auch mit GSR passieren.
Niemand schützt dich davor, dass die Mutter plötzlich doch lieber Unterhalt von dir haben als das WM mit dir zu praktizieren.
Auch das GSR nicht.
Sie kann das WM auch bei GSR jederzeit beenden und jedes Gericht wird Beifall klatschen.

Pass also auf, das (wertvolle) WM nicht durch chancenarme Kämpfe um das (fast wertlose) GSR zu verspielen.
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"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
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herbart
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« Antwort #53 am: 22. November 2011, 11:57:58 »

Mmh, mir geht es weniger um den Unterhalt, als um den AUFENTHALT des Kindes …
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Beppo
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« Antwort #54 am: 22. November 2011, 12:03:14 »

Dir nicht aber ihr vielleicht.

Oder willst du ihr trotz des WM, den vollen Unterhalt bezahlen?
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« Antwort #55 am: 22. November 2011, 12:54:11 »

… wünsche ich mir nicht, aber tausendmal wichtiger ist mir bei 50/50 - das das Kind nicht auf einmal einfach WEG sein kann! Kann das jemand verstehen?
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82Marco
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« Antwort #56 am: 22. November 2011, 13:00:23 »

... das das Kind nicht auf einmal einfach WEG sein kann! Kann das jemand verstehen?
Klar verstehen wir das ... nur die KM sitzt (leider) hier in D am längeren Hebel; wenn sie sagt "nö, ich will nicht" bist Du erst mal Zahl- und Umgangsvater, egal welche Ängste, schlaflose Nächte und was auch immer Dich plagen.
Anderenfals bräuchten wir keine Foren wie dieses.

Grüßung
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« Antwort #57 am: 22. November 2011, 13:28:09 »

Ok, wenn du dir das WM auf diese Art erkaufen kannst, erhöht das deine Chancen mit Sicherheit.
Wenn ihr das dann tatsächlich eine Weile gelebt habt, erhöht das die Stabilität ein klein wenig.
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« Antwort #58 am: 22. November 2011, 16:13:43 »

Hi Herbart,

Zitat
Mmh, mir geht es weniger um den Unterhalt, als um den AUFENTHALT des Kindes

Vielleicht solltest Du dich auch nicht zu sehr auf das 50:50 Modell versteifen. Es gibt noch viele andere Modelle, die auch gut funktionieren. Auch wenns für viele hier im Forum das "Wunschziel" ist, muss das nicht für jeden Fall so zutreffen. Für mich wäre es auch zu anstrengend fürs Kind, hier ständig das Hin- und Her zu organisieren. Das sollte man bei allem Verständis für das "eigene Interesse" (das sich im Moment wohl doch mehr auf den finanziellen Aspekt bei der ganzen Geschichte richtet) nicht vergessen. Gruß Ingo


***edit: Quoting korrigiert
« Letzte Änderung: 22. November 2011, 16:21:56 von brille007 » Gespeichert
herbart
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« Antwort #59 am: 23. November 2011, 10:55:17 »

Es gibt noch viele andere Modelle, die auch gut funktionieren.
Kannst du konkreter werden?

Das sollte man bei allem Verständis für das "eigene Interesse" (das sich im Moment wohl doch mehr auf den finanziellen Aspekt bei der ganzen Geschichte richtet) nicht vergessen.
Ach weisste, bis vor zwei Monaten dachte ich, dass wir unser Kind zusammen grossziehen …

Mir geht es in erster Linie einfach darum, dass ich so nahe wie möglich bei dem Kind bleiben kann.

Das hat ganz simple Gründe:
"Ich möchte DABEI sein, wenn es laufen lernt."
"Ich möchte DABEI sein, wenn es anfängt zu sprechen."
"Ich möchte auch DA sein, wenn es krank ist."
"Ich möchte mit ihm die Welt neu entdecken."
"Ich möchte später wilde Diskussionen führen."
"Ich möchte auch genervt sein, wenn es anstrengend ist."
"Ich möchte mich freuen, wenn alles cool ist"
So die Richtung …

Darum gehts …
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brille007
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« Antwort #60 am: 23. November 2011, 11:05:52 »

Moin herbart,

Das hat ganz simple Gründe:
"Ich möchte DABEI sein,
[...]
Darum gehts …
ich behaupte mal: Darum geht es den meisten Vätern hier. Erreichen kannst Du das aber nur in Kooperation mit der Mutter Eures Kindes; die deutsche Familiengerichtsbarkeit arbeitet keine Wunschzettel ab. Deine Tools heissen, Respekt, Vertrauen und Zusammenarbeit; ein Gerichtsurteil mit Deinen Wünschen wirst Du nicht bekommen.

Grüssles
Martin
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82Marco
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« Antwort #61 am: 23. November 2011, 11:12:54 »

Servus und in Ergänzung!
Das hat ganz simple Gründe:
"Ich möchte DABEI sein, wenn es laufen lernt."
"Ich möchte DABEI sein, wenn es anfängt zu sprechen."
"Ich möchte auch DA sein, wenn es krank ist."
Und wenn diese Dinge genau in der Zeit pssieren, in dem Euer Kind bei KM ist (was übrigens eigentlich fast Standard ist bei dem Modell Mann arbeitet und Frau kümmert sich um Haushalt+Kind).
Auch Deine/Eure Elternzeit geht mal zu Ende ... könntest Du eine hälftige Betreuung in der Zukunft auch sicher stellen?

Grüßung
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« Antwort #62 am: 23. November 2011, 11:46:09 »

HI Herbart,

Zitat
Kannst du konkreter werden?

Gerne. Auch mit dem "ganz normalen Modell" (und nein, es gibt keine feste Definition von Wechselmodell), sprich Umgang alle 14 Tage plus Umgang unter der Woche, kann ein Kind sehr gut begleitet werden und Du bekommst eine Menge mit. Dazu kann man bei verständigen Eltern, die den anderen Teil nicht als Bedrohung ansehen, sondern als Elternteil der sich gerne einbringt und auch als Entlastung einspringt viele flexibele Lösungen fahren, wenn es gerade bei beiden passt.

Vorteil dadurch: Das Kind hat keinen "Umgangsstress" und weiss durch die Kontinuität sehr schnell, wann der Papa wieder mit im Boot ist.

Wie gesagt, dass ist nur ein Modell. Du und Deine Ex müsst für Euch rausfinden, was am besten läuft. Gruß Ingo
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« Antwort #63 am: 23. November 2011, 12:27:36 »

Deine Tools heissen, … Vertrauen
Nach den vielen üüüüüübelsten Beschimpfungen (mit dem Ziel mich bösartigst zu beleidigen und zu vergraulen) ein ganz schwieriges Thema für mich ...
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« Antwort #64 am: 23. November 2011, 12:29:45 »

Auch Deine/Eure Elternzeit geht mal zu Ende ... könntest Du eine hälftige Betreuung in der Zukunft auch sicher stellen?

... ich müsste mir einen strikten "9 to 5 Job" suchen und wir bräuchten KiTA/ Tagesmutter ...
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« Antwort #65 am: 23. November 2011, 12:51:45 »

Moin herbart,

Nach den vielen üüüüüübelsten Beschimpfungen (mit dem Ziel mich bösartigst zu beleidigen und zu vergraulen) ein ganz schwieriges Thema für mich ...
das kann ja sein - aber dafür gibt's keine Gummipunkte nach dem Motto "weil Muddi böse zu herbart war, kriegt er jetzt Extra-Tage mit dem Kind".

Ein Wechselmodell kriegst Du nicht ausgeurteilt; gegen das Kopfschütteln Deiner Ex ("will ich nicht..:" oder "bringt das arme Kind durcheinander...") richtest Du nichts aus. Möglicherweise musst Du zu Anfang eben Kreide fressen und trotz der Vorkommnisse aus der Vergangenheit besonders nett zur Mutter Eures Kindes sein. Die Paarebene ist vorbei; Ihr müsste jetzt sowieso Eure Elternebene finden. Warum nicht mit einem dicken Strich unter die Vergangenheit anfangen?

Auch das
... ich müsste mir einen strikten "9 to 5 Job" suchen und wir bräuchten KiTA/ Tagesmutter ...
ist ein ganz heftiges Hindernis gegen jede Art von Wechselmodell bei einem 1-Jährigen: KiTa/Tagesmutter ist kein Argument, solange Muddi sagen kann "das brauchen wir nicht; ICH kann es doch machen, ICH habe doch Zeit!"

Unterm Strich: Was Du WILLST, ist juristisch bedeutungslos; dort ist Deine Rolle festgeschrieben. Was Du darüber hinaus erreichen KANNST, musst Du im Einvernehmen mit der Mutter Deines Kindes regeln.

Grüssles
Martin
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« Antwort #66 am: 23. November 2011, 20:18:26 »

Die Paarebene ist vorbei; Ihr müsste jetzt sowieso Eure Elternebene finden. Warum nicht mit einem dicken Strich unter die Vergangenheit anfangen?
Ich habe das Gefühl, dass Sie das Gefühl hat besonders fest im Sattel zu sitzen, was die kommende Elternebene angeht.
Deshalb kann man es ja ruhig auf der Paarebene nochmal richtig krachen lassen. Irgendwie habe ich da eine andere Sicht auf das Leben.
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