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vatersein.de - Forum 26. Mai 2012, 00:19:52 *
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Autor Thema: Alkoholtest  (Gelesen 3706 mal)
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #25 am: 06. Januar 2005, 20:18:53 »

Hallo Andrea,

deine Kinder sind mit 13 und 17 ja schon relativ groß. Was sagen die denn selbst dazu? In dem Alter müssen sie doch längst merken, dass ihr Vater ein "Säufer" ist.

Gruß AJA
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Taccina
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« Antwort #26 am: 07. Januar 2005, 08:55:40 »

@ DieMystiks

Du hast sicher recht und viel mehr Erfahrung mit Suchtkranken. Ich habe Deinen letzten Beitrag gelesen und der hat mich heftig mitgenommen.
Sagen dazu kann ich nichts, da ich mich mit Suchtkranken nicht auskenne.
Bei mir gehen einfach nur immer die Alarmglocken an wenn ich was von Drogen oder Alkohol höre.
Klar mein Noch Mann (kein Alkoholiker) hat mich im Alkoholrausch bis zur Unkenntlichkeit zusammen gezimmert. Aber sein Gewaltpotenzial lag auch ohne Alkohol sehr hoch.

Das mit der Vorbildfunktion meinte ich ja auch eher, das die Kids den Vater als Vorbild sehen....und wenn er Alk oder Drogen braucht, ist das wohl nit so prickelnd.

Klar und bei Andrea kommt dann noch dazu, das die Kids die Schuld des Alkohokonsums ihres Vaters, ihr in die Schuhe schieben. Das ist hart. Und dann den Kids noch erklären...das ist nicht einfach.

Und wie gesagt, hab für Alkoholsucht und Drogenkonsum absolut kein Verständnis (wahrscheinlich weil ich im Bekanntenkreis zuviel erlebt habe in der Beziehung)....
Aber ich denke als nicht Suchtkranker Mensch, habe ich da auch leicht reden.

Viel Kraft Euch beiden, denn ich denke es ist nicht einfach für Euch...

Liebe Grüße Taccina
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Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?
PhoeniX
Gast
« Antwort #27 am: 07. Januar 2005, 12:15:42 »

Hallo DieMystiks

Ich selber leide unter einem Alkoholkranken Vater der seine Krankheit nicht warhaben will. Aus meiner heutigen Sicht muß ich sagen, das ich froh gewesen wäre, wenn meine Mutter sich vor Jahren getrennt hätte. Nachdem sie aber 1999 die von ihr eingereichte Scheidung zurückzog lehrnte ich meine Noch-Frau kennen und denke ich bin deshalb so schnell in einen eigenden Ehe geflüchtet um 1. da raus zu kommen und 2. es besser zu machen. (arbeite das gerade mit einem Psychologen auf)
Jetzt ist mein Vater an der Reihe, hat die Scheidung aufgrund einer angeblichen Afäre eingereicht und will das Haus verkaufen. So stellt er es in der Öffentlichkeit dar. Der wahre Grund ist aber das er Frührentner geworden ist und seine Kneipentouren und sein Bier hier im Haus nicht mehr in vollem Umfang finanzieren kann. Er braucht Geld.

Zu meiner Kindheit: Meine Mutter war abends arbeiten damit das Haus bezahlt werden konnte und mein Vater hat mich und meine Schwester, damals war ich sechs und sie 4, allein gelassen um ne Stunde in die Kneipe zu gehen. Fußball mit meinem Vater ein Traum (hat schon mal jemand versucht betrunken Fußball zu spielen??).
Alkoholiker sind nicht gut für ein Kind, auch wenn sie schon "erwachsen" sind.

Ich will nicht dein Wissen im Umgang mit Suchtkranken in Frage stellen. Ich kann und gehe nur von meinem Fall aus.
Ich denke du bist in der Hinsicht eine kompetentere Auskunftsperson als ich und weiß auch aus eigener Erfahring das du immer mehr an die Psyche der Kinder denkst. Find ich auch gut so.
Aber was wenn wirklich mal was passiert??

MFG

PhoeniX
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AndreaDD
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« Antwort #28 am: 07. Januar 2005, 13:01:08 »

Hallo Aja,

meine Kinder haben natürlich mit der Zeit jedes seine eigene Art, mit dem Problem umzugehen.

Die Große steht auf dem Standpunkt: Papa ist alt genug um zu wissen, was er tut. Ich lehne es ab, Verantwortung dafür zu übernehmen. Er soll eine Entziehungskur machen und sein Leben wieder in den Griff bekommen. Ich muss auch zugeben, dass es für mich nicht mehr so offensichtlich ist, wenn Papa betrunken ist, weil ich ihn eigentlich gar nicht anders kenne. Mein Vater ist nie Vorbild für mich gewesen.

Die Kleine hat eine andere Sicht der Dinge: Papa hat eine Krankheit. Wir müssen ihm helfen. Sicher ist das nicht richtig, was er tut, aber das scheint ja sehr schwer zu sein. Ich will, dass Papa eine Entziehung macht, aber wenn ich versuche mit ihm darüber zu sprechen, dann wird er böse und streitet alles ab. Ich traue mich das nicht mehr. Ich hab aber meinen Papa lieb und manchmal überlege ich, ob ich zu ihm ziehen sollte, damit ich besser auf ihn aufpassen kann.

Ich habe mit den Kindern gesprochen. Sie sind dafür, dass ich Papa schriftlich auffordern soll, eine Entziehungskur zu machen. Wenn er das nicht will, sollen Besuchskontakte in Zukunft bei uns stattfinden.

Liebe Grüße
Andrea
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Dalai Lama
DieMystiks
_DieMystiks
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« Antwort #29 am: 07. Januar 2005, 13:37:57 »


Hi Phoenix,

ja was, wenn wirklich passiert?

Man kann nur das Risiko versuchen einzugrenzen. Ist halt schwer da den richtigen Mittelweg zu finden.

Du schreibst ja selbst von deinem Vater. Es ist halt so, daß die Wahrnehmungen suchtkranker Menschen völlig unrealistisch sind und sich ihr Tagesplatz um ihren Spiegel dreht.
erreichen sie diesen Spiegel nicht, bekommen sie selbst die einfachsten alltäglichen Dinge nicht mehr hi. Das fängt schon bei der Körperpflege an.

@Andrea

Ich finde euren Lösungsversuch gut. Es wird sich zeigen wie stark der Vater der Kinder ist um jetzt eine Wendung einzubringen.
Ich drück euch ganz fest die Daumen.

Lieben Gruß
Tina
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Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
AJA
Frischling

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« Antwort #30 am: 07. Januar 2005, 14:14:32 »

Hallo Andrea,

 
Zitat
Ich habe mit den Kindern gesprochen. Sie sind dafür, dass ich Papa schriftlich auffordern soll, eine Entziehungskur zu machen. Wenn er das nicht will, sollen Besuchskontakte in Zukunft bei uns stattfinden.


Das ist zumindest gut zum Schutz der Kinder - aber um einen Entzug zu machen, wird es wohl nicht reichen.

Versuche bloss deiner Kleinen auszureden, dass sie irgendeine Verantwortung für ihren Vater übernehmen muss. Wenn ich so etwas lese, krieg ich Gänsehaut  mad2

Gruß AJA
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AndreaDD
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« Antwort #31 am: 07. Januar 2005, 14:29:51 »

Hallo Aja,

es würde mich auch wundern, wenn der Vater deswegen eine Kur macht.

Selbstverständlich bemühe ich mich, behutsam der Kleinen deutlich zu machen, dass sie die Verantwortung nicht übernehmen kann.

Genau diese verdrehte Welt ist ja das Problem, wenn jemand in der Familie mit Drogen zu tun hat.

Liebe Grüße
Andrea
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AJA
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« Antwort #32 am: 07. Januar 2005, 16:16:30 »

 
Zitat
Genau diese verdrehte Welt ist ja das Problem, wenn jemand in der Familie mit Drogen zu tun hat.
 


Nicht nur bei Drogen - wohl auch bei den meisten psychischen Erkrankungen  cry_smile

Gruß AJA
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Pischi
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« Antwort #33 am: 07. Januar 2005, 18:29:26 »

wenn du nichts dagegen unternimmst, unterstützt du nur die sucht deines ex und des KV. also geh zur polizei und sag dort, dass er unter alkohol auto fährt.
wie schon einige hier richtig erkannten. er gefährdet damit nicht nur eure kinder, sondern auch andere menschen.  und wenn das "kind" in den brunnen gefallen ist, dann machen sich alle vorwürfe. du hilfst ihm auf keinen fall, wenn du nichts unternimmst. auch auf die gefahr hin, dass er seinen job verliert.
wenn dann verliert er seinen job nur, weil er ihn selber durch seine sucht aufs spiel gesetzt hat. nicht etwa, weil irgendjemand der polizei einen tip gegeben hat.

ich habe für soetwas kein verständnis. wer kein unrechtsbewusstsein hat, der darf sich nicht wundern, wenn das recht mal zuschlägt.
es hat ja niemand etwas dagegen, wenn er sich die hacken dicht laufen lässt. aber dann soll er das auto stehen lassen und es vor allem nicht vor den kindern (egal wie alt) machen. kinder nehmen ihre eltern nämlich auch als vorbild.
und das könnte dazu führen, dass die kinder auch keine angst vor dem alkohol haben. das wäre durchaus möglich.
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Pischi
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« Antwort #34 am: 07. Januar 2005, 18:42:55 »

... ja cih nochmal.
@andrea
was willst du eigentlich mit so einem alkoholtest bewirken?? dass er alkoholiker ist, dass weißt du ja. mehr wirst du auch nicht rausbekommen.
und das zweite ist.... niemand kann jemanden zwingen, einen körperlichen eingriff an sich vornehmen zu lassen. also wird auch kein arzt dazu bereit sein, deimem ex irgendwelche körperflüssigkeiten abzunhmen geschweige denn zu untersuchen. damit macht sich der arzt nämlich strafbar.
also müsste dein ex das schon freiwillig machen. und das wird wohl nicht passieren, wenn man deine ausführungen hier so ließt.

es gibt da nur eine möglichkeit. nämlich die polizei.... die können eine blutprobe auch gegen den willen anordnen. z.b. wenn er unter alkohol auto fährt und einen atemalkoholwert über 1,1 promille hat... also eine straftat im sinne des StgB §316 begangen hat.
und 1,1 promille sind bei einem oder gar anderthalb kasten bier am tag ein kinderspiel.
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HerbertMF
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« Antwort #35 am: 26. Januar 2005, 17:20:20 »

Mal anders rum eine Antwort zum Thema Alkoholtest.
Die Mutter meiner Tochter unterstellte mir, Alkoholiker zu sein. So stand es in einem der Anwaltsschreiben.
Ganz klar, ohne wenn und aber: Ich habe ab und an ordentlich an der Flasche gezogen (übrigens nicht selten mit der Kindsmutter zusammen).
Als dieser Vorwurf kam, habe ich folgendes gemacht: Nicht mehr getrunken, meine Tochter ist mir mehr wert als ein Abend mit Alk.
Dem Jugendamt geschrieben, dass ich mich jederzeit einer unangemeldeten Kontrolle unterziehen würde, Anruf genügt und ich erscheine auf dem nächsten Polizeirevier.

Alle 2 Monate meine Blutwerte mit den Leberparametern beim Arzt dokumentieren lassen.
Mit einem Psychologen gesprochen und mir bescheinigen lassen, dass ich nicht in irgend einer Form Suchtkrank bin.
Und es kam nie wieder irgend ein Alkoholvorwurf.

Zum Thema Blutwerte:
Da ich mich ja mit dem Thema ausgiebig befasst habe, die sagen sooo viel nicht über den Alkoholkonsum aus. Niedrige Werte garantieren nicht, dass der Proband nicht trinkt, es gibt Leute (unter anderem ich) die erstklassige Werte trotz Alk haben. Sind Werte allerdings erhöht, kann man unter Umständen zwingend von Alkoholmisbrauch ausgehen.
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« Antwort #36 am: 26. Januar 2005, 17:52:22 »

Hallo Herbert,

da du da Thema aufgreifst, will ich euch mal den neusten Stand berichten.

Ich habe meinem Exmann besagten Brief geschickt.

Meine Kinder sind am folgenden Besuchswochenende mit dem Freund meiner großen Tochter gemeinsam zum Vater gefahren, weil meine Tochter den neuen Freund gerne vorstellen wollte.
Sie haben auch beim Vater übernachtet. Die Kleine war auf eine Geburtstagsfeier bei einer Freundin in der alten Heimat eingeladen.

Als sie sonntags zurück kamen, sagte mir meine Kleine direkt erleichtert: diesmal habe ich nicht eine Flasche Bier bei Papa gesehen. Meine Frage, ob sie denn darüber gesprochen hätten, verneinte sie.

Mein Exmann hat mich dann ein paar Tage später im Tele angesprochen. Ich habe ihn gefragt, ob mein Brief angekommen ist. Ja, der Brief sei angekommen. Er bittet mich, ihn sein Leben leben zu lassen, wie er möchte. Ich habe ihm gesagt, dass mir nichts ferner liegt, als sein Leben diktieren zu wollen, allerdings sei die Grenze dort, wo Gefahr für die Kinder besteht. Er hat mir versichert, auf keinen Fall irgendetwas tun zu wollen, was den Kindern schadet. Das seien zwei tolle Schätzchen, auf die er absolut stolz sei. Er würde mir hoch und heilig versprechen, dass ich mich darauf verlassen kann.

Klingt doch prima, werdet ihr denken. Mich macht es etwas nachdenklich, dass er meine Aufforderung, eine Entziehungskur zu machen, kommentarlos freundlich schluckt. Er weiß, daß ich es weiß. Mir bleibt erstmal nichts anderes übrig, als abzuwarten und den Berichten meiner Kinder zu glauben.

Ich kann aber darauf vertrauen, dass mir von anderer Seite zugetragen wird, wenn wieder etwas neben der Bereifung laufen sollte. Gewarnt ist er jetzt. Und er kennt mich und weiß auch, dass ich konsequent bin, wenn ich sowas sage.

Übrigens hatte ich in der Zwischenzeit auch mal eine nette Diskussion mit Andreas. Auch er hat gemeint, ich sei verantwortungslos und ich sei verpflichtet, Anzeige zu erstatten. Da habe ich ihn mal gefragt: "Wenn die Verpflichtung so besteht, warum hast du das nicht längst gemacht? Du weißt den Namen, kennst die Anschrift und weißt genau so viel wie ich."
Andreas hat gestutzt und gesagt: "Das kann ich doch nicht machen. Denk mal an die Kinder!" Da hab ich ihm geantwortet: "Genau die gleiche Antwort bekommst du von mir, aus genau denselben Gründen".

Tja, so ist das. Von außen betrachtet ist alles einfacher.

Andrea
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mel
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« Antwort #37 am: 26. Januar 2005, 18:31:52 »

was ist dass dür eine diskusion die ihr führt?

bin ja manchmal recht hart aber diese vorschläge gefallen mir alle nicht.
wenn ich wüste dass meine EX mit den kindern unter alkoholeinfluss auto fährt würde ich sie sofort anzeigen.

JA, etc was soll das? c  c
wer will denn die verantwortung übernehmen wenn die kinder dabei zu schaden kommen.

dein schreiben ist eine sache die auch gegen dich ausgelegt werden kann

du hast keine beweise das er betrunken fährt oder ( ausser aussagen von XYZ )
diese sind nicht wert.

kann nur mit dem kopf schütteln über soviel unvernunft  men_ani

mel
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« Antwort #38 am: 26. Januar 2005, 20:47:33 »

Hallo Mel,

genau das ist das Problem. Erstens weiß ich nicht genau, wann er fährt unter Alkohol und das zweite Problem ist, dass mir das Tage später zugetragen wird. Wenn mir z.B. sein Bruder sagt, dass es so war, so wird dieser aber trotzdem nicht aussagen.

Es bleibt mir nichts anderes übrig als Bekannte in der Nähe zu bitten, die Augen mit offen zu halten und selbst dem Vater zu sagen, er soll das unterlassen.

Gruß
Andrea
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HerbertMF
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« Antwort #39 am: 27. Januar 2005, 16:02:52 »

Hallo Andrea,

ich hatte nicht vor, Dir vorzuwerfen, Du würdest Deine Vorwürfe aus dem Nichts schöpfen. Wollte nur mal sagen, wie ich gegen diese unberechtigten Anwürfe vorgegangen bin.
Sie hatte damals einfach Dinge behauptet, auch einer Bekannten gegenüber. Diese meinte dann für sich, um Gottes Willen, das Kind muss da weg. Im nachhinein merkte sie, Moment mal, da war ich ja bei Herbert. Der war stocknüchtern, der hatte absolut nichts getrunken.
Beweise für meinen Alkoholosmus: er ist barfuss zu meinem Auto gegangen, ich hab das Kind gefragt, er ist oft aufs Klo gegangen, er hat tagsüber geschlafen ( klar hab ich das, hab ja auch nachts gearbeitet).
Und ich habe ja auch in nullkommanix diese Vorwürfe entkräften können. Die Alkoholismuskarte wird nicht mehr gezückt. Und wenn, dann gibts eine Verleumdungsklage.
Wenn Dein Ex sauber ist, warum macht er es nicht auch so?
Aber sei vorsichtig, jemand mit Hörensagen etwas zu unterstellen.

Wie gesagt, ich weiß nicht, was bei Euch ist und es liegt mir fern, Dir da irgend eine böse Absicht zu unterstellen.


Gruss


Herbert.
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« Antwort #40 am: 27. Januar 2005, 16:09:57 »

Noch was, nur mal zum Nachdenken:

Man geht zur Polizei und sagt, der Ex fährt besoffen.
Die Polizei wird tagtäglich mit Anzeigen und Verdächtigungen gegen Expartner zugemüllt, da könnte ich auch so einiges dazu erzählen (bin kein Polizist).

Erinnert sich noch jemand an den Kalifen von Köln? Der wurde rund um die Uhr überwacht und trotzdem war er auf einmal weg. Was glaubt ihr denn, was die Polizei bei so einer vagen Anzeige macht?
Rund um die Uhr überwachen?
Um anzuzeigen, musst Du schon sehr starke Beweise haben. Aussagen, wie, ich hab den aus dem Auto steigen sehen und er hatte eine Fahne reichen nicht. Eine Fahne hat man von einem Bier.


[Editiert am 27/1/2005 von HerbertMF]
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« Antwort #41 am: 27. Januar 2005, 16:58:03 »

Hallo Herbert,

ich habe dein Posting auch überhaupt nicht so verstanden.

Es ist - im gegenteil - für mich sehr hilfreich, weil es eigentlich meine Eingangsfrage beantwortet. Ich finde eure Lösung eigentlich prima, auch wenn sie vermutlich für dich einige Zeit recht lästig war. Aber so wird es vermieden, dass weiter "schmutzige Wäsche" gewaschen wird, geschweige denn einer den anderen fertig macht.

Ich habe eigentlich zu meinem Exmann ein Verhältnis wie zu einem Bruder. Immerhin haben wir das halbe Leben gemeinsam verbracht. Trotzdem möchte ich natürlich auch meine Kinder schützen.

Ich teile auch deine Einschätzung wegen der Anzeige (Rosenkrieg nach Scheidung etc.). Ich lege es auch wirklich nicht darauf an, sondern ziehe eine Lösung im Guten vor - vor allem auch im Sinne meiner Kinder.

Liebe Grüße
Andrea
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« Antwort #42 am: 27. Januar 2005, 17:20:52 »

@herbert
ich gebe dir insofern recht, dass die polizei nicht tag und nacht vor seiner haustür wachen wird. aber wenn die polizei einen tip bekommt, dann wird der sache auch nachgegangen.
ich bin zufällig bei der firma. und wenn mir einer sagt, herr xyz ist mit dem fahrzeug 123 unterwegs und trinkt ganz gern mal einen. dann ist das kennzeichen und die wohnanschrift in meinem gehirn gespeichert. und ohne auf ihn zu lauern, fährt er mir früher oder später über den weg und ich kontrolliere ihn. sollte sich der verdacht nicht bestätigen, dann wird er eben wieder aus meinem gehirn gelöscht und gut ist.
und ich gehe diesem tip nicht nach, um der frau, die mir den tip gegeben hat einen gefallen zu tun, sondern, weil da draußen einer unterwegs ist, der auch mich und meine eigenen kinder gefährdet.
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« Antwort #43 am: 27. Januar 2005, 17:23:29 »

Das leuchtet mir ein und ist auch gut so.
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« Antwort #44 am: 08. Februar 2005, 17:59:41 »

---------------
Anm. Admin: Beitrag gelöscht! Hausverbot! Siehe >hier<

[Editiert am 20/6/2005 von DeepThought]
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« Antwort #45 am: 14. August 2006, 11:13:47 »

Hallo zusammen,

anläßlich der momentanen Diskussion in diesem Thema wollte ich die aktuelle Situation für meine Kinder hier nochmal anfügen.

Mein Exmann trinkt nach wie vor. Für mich hat sich die Situation dadurch entspannt, dass er inzwischen eine Wochenend-Beziehung zu einer sehr netten Frau hat, mit der sich meine Kinder gut verstehen. Meine Kinder sind inzwischen fast 15 und 19 Jahre alt. Ich kann an den Wochenende, wo meine Kinder ihren Vater besuchen, wieder völlig ruhig schlafen, weil ich weiß, dass die Freundin des KV nicht zulassen würde, dass mein Ex betrunken fährt und auch sonst für die Kinder da ist.

Gestern sind mein Mann und ich mit meinem Stiefsohn und meiner jüngsten Tochter zu einer Veranstaltung hier in der Stadt gefahren.Im Auto begann meine Tochter zu erzählen:

Ich finde es richtig schön, wenn wir gemeinsam etwas unternehmen. Mama, es wird mir immer peinlicher, wenn ich bei Papa bin und mit ihm einkaufen muss. Ich habe dann das Gefühl, dass alle sehen, was mit ihm los ist. B... (Papas Freundin) schimpft auch immer mehr mit ihm. Mir ist aufgefallen, dass Papa jetzt immer unter einem Vorwand in den Keller geht und trinkt. Ich merke das, weil er danach auch morgens schon aus dem Hals nach Bier riecht. Ich frage mich, ob B. das nicht bemerkt. In letzter Zeit ist es auch immr öfter so, dass Papa sich wegen nichts aufregt und völlig ausrastet. Am letzten Wochenende ist das zum Beispiel passiert, weil mir eine Freundin ihr altes Handy überlassen will. Ich verstehe nicht, warum das ein Grund zum Ausrasten ist. B. ist dazwischen gegangen und danach sind zwischen den beiden die Fetzen geflogen. Mama, das ist mir alles so peinlich oft. Ich mag da bald gar nicht mehr hin.

Und ich denke dann, wie gerne würde ich meinem Kind das ersparen.  cry_smile

Andrea
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kuwe
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« Antwort #46 am: 14. August 2006, 11:40:11 »

Hallo Andrea DD,

wie so oft zieht sich die Suchtgeschichte wie Kaugummi hin....geändert hat sich - außer das Deine Kinder älter geworden sind - ja recht wenig. Wird sich auch nicht, wenn Dein Ex nicht von selbst einsieht , daß er krank ist. Er wird die Verantwortung immer von sich wegschieben und andere für sein Unglück verantwortlich machen...
Da hilft auch keine Wochenendbeziehung, auch wenn sie auf ihn schimpft und das Verhalten nicht in Ordnung findet. Im Gegenteil, er wird sich noch bestätigt fühlen und sagen, seht her , mich findet auch besoffen noch wer toll.
Ich denke mal, man muß ihn mit allem mal direkt konfrontieren, dh. mit dem drohenden Verlust von allem, was einem Menschen noch das Leben lebenswert macht. Und in die Richtung schiebt einen die Trinkerei automatisch. Ich wollte mir auch bis zu meinem ca. 35. Lebensjahr nicht eingestehen, daß ich nichts anderes bin als ein Alkoholiker (obwohl nach meiner Meßlatte dann ganz Deutschland aus Alkoholikern bestehen würde). In den Keller gehen und Bier trinken ist schon das so ziemlich armseligste Alkoholikerverhalten, aber wie gesagt mit steigendem Alkoholkonsum sinken auch die Schamgrenzen. Vielleicht kann ihn ja seine neue
Flamme mal in die richtige Richtung schubsen, wenn sie schlau ist, zieht sie aber
eher den Notfallschirm, denn wie stressig das alles für andere ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Deswegen hab ich das in meinem Fall auch niemandem anderen aufgehalst und das ganz allein durchgezogen. Da brauchts aber einen starken Willen zu, den ich nach deinen Schilderungen bei deinem Ex weit und breit nicht sehe.... Leid tut mir das vor allen Dingen für deine Kinder, die natürlich auch mit der Cholerik und dem Ausrasten immer weniger zurechtkommen....
und sich dann irgendwann ganz zurückziehen wollen. Bei Deinem Mann müssen Profis ran, das alles können Angehörige und Freunde gar nicht leisten...
Vor allen Dingen besoffen Auto fahren finde ich das allerletzte. Leuten, die sowas machen, gehört meiner Meinung nach der Führerschein ganz abgenommen, am besten danach für 5-10 Jahre, in ganz harten Fällen halt für immer. Ich hab allein aus der eigenen Biographie hinaus eine ganz knallharte Einstellung zu Alkohol, von mir aus kann man Alkohol auch verbieten oder ihn zumindest so teuer machen wie in Skandinavien, aber dann weint der Dealer Staat gleich wieder rum wegen Arbeitsplätzen und fehlenden Steuereinnahmen....
Das ist eben auch die Gefahr für einen Ex, daß er sich überall Alkohol besorgen kann, von daher muß er wahrscheinlich erstmal knallhart körperlich entziehen, was der wesentlich kleinere Schritt ist, und dann kommt erst der harte seelische Entzug. Er wird irgendwann merken, daß er sich ohne Alkohol nicht "locker machen" kann, und das ist der entscheidende Punkt , dann trinkt er entweder weiter oder überwindet es und hört auf.... Aber wie bereits geschrieben, bei ihm müssen Profis ran....

Alles Gute
Kuwe
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« Antwort #47 am: 14. August 2006, 12:11:42 »

Hallo Kuwe,

Alkohol war der Grund für unsere Trennung. Er hatte die Wahl, und als er sich für den Alkohol entschieden hat und hat uns gehen lassen, habe ich für mich die Hoffnung sowieso aufgegeben, dass sich daran jemals etwas ändern wird. Das ist inzwischen sechs Jahre her und ich bin froh, dass ich meine Kinder und mich ein großes Stück aus dieser Quälerei gezogen habe. So habe ich heute die Möglichkeit, meinen Kindern den Halt und die Sicherheit zu geben, die ich mir für sie wünsche.

Im Grunde weiß ich ja, dass das gemein ist, aber für mich bedeutet die Beziehung zu seiner neuen Freundin einen Zeitgewinn, der von großem Wert ist. Meine Tochter hat inzwischen eingesehen, dass sie nichts ändern kann oder wohlmöglich Verantwortung für Papa übernehmen. Ich bin froh, dass ihr die Peinlichkeit nicht täglich zugemutet werden muss und sie die Möglichkeit hat, sich auch zu distanzieren. Sie ist nicht in der Co-Abhängigkeit zum Glück.

Meine große Tochter ist inzwischen noch krasser. Sie lehnt es ab, Pflichtbesuche bei jemandem zu machen, dem sie sowieso völlig gleichgültig ist. Sie sagt, sie schickt ihm lieber eine Pulle Schnaps, dann ist er glücklich. Gelegentlich fährt sie hin und schaut mal rein, hat aber dann immer auch direkt Verabredungen mit alten Freundinnen.

Was soll man dazu sagen?

LG
Andrea
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kuwe
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« Antwort #48 am: 14. August 2006, 12:41:58 »

Hallo Andrea,

ich kann da keine Gemeinheit entdecken....beim Thema Alkohol gehen bei mir immer die Antennen hoch...als ich hörte , der LG der KM ist in Alkoholtherapie, schwoll mir auch sofort die Halsschlagader....immerhin wohnt der noch dort oder hat zumindest dort seine Wohnung. Mir wird da schlagartig meine Machtlosigkeit bewußt....
Ich bin für mich selber froh, daß Problem überwunden zu haben. Als mein Besuch vor zwei Wochen aus Duisburg hier war, kamen wir auch wieder auf das "alte Thema". Ich selber war das schon stark am verharmlosen, aber meine Bekannte erzählte dann zwei, drei Begebenheiten, die mir sehr stark ins Bewußtsein riefen, wie tief ich damals im Sumpf drinsteckte. Dafür war ich ganz schön dankbar. Es ist also auch noch nach Jahren so, daß man eher dazu neigt, sich selbst anzulügen, eben weil es unangenehm ist. Ich denke mal, der Schritt war richtig....du hast schließlich Verantwortung, die dein Ex schon lange abgelegt hat und zugunsten von Bruder Alkohol eingetauscht hat.
Das die Kinder auch keine Lust mehr auf einen Vater haben, der nur noch an der Flasche hängt, ist auch nachvollziehbar. Wenn das deinem Ex egal ist, dann hängt er wahrscheinlich schon zu lange an der Flasche. Fraglich, ob er dann nochmal die Kurve kriegt. Denn umso länger man abhängig war, umso länger dauert dann auch der Entzug, vor allen Dingen der seelische.
Aber zu dem muß er erstmal bereit sein. Wenn ihm das alles egal ist, ist es vermutlich auch schon zu spät. Das muß man auch mal knallhart so sehen. In meiner Familie (Onkel) war auch so ein Fall, da war recht früh Hopfen und Malz verloren und alle schauten nur noch in Seelenruhe zu, wie er sicht zu Tode trank. Es war ein ganz elendiger Tod....Geholfen hat ihm keiner, aber lästern konnten sie alle gut über ihn und haben die Last auf den Schultern seiner Mutter gelassen.
Damals (er starb vor 23 Jahren) war aber das Hilfsangebot auch noch nicht so speziell wie heute. Man kann es schaffen, wenn man will....Wenn einer nicht will, dann ist das eben so - und man kann letzten Endes nicht das Geringste machen....so schauts aus.

Gruß Kuwe
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