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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 23:14:36 *
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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Sorgerecht (Moderator: 82Marco)  |  Thema: Mein Sohn leidet.
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Autor Thema: Mein Sohn leidet.  (Gelesen 568 mal)
Ingrid
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 24


« am: 29. Oktober 2011, 14:36:05 »

Hallo Leute,

meine Situation ist  ähnlich der von Tinitus, aber eben nur ähnlich:

Meine beiden Jungs (5 und 10 leben seit 2,5 Jahren beim Vater in B. Ich lebte 2,5 Jahre in L. Umgang fand 14 täigig und die halben Ferien statt, trotz 400 km Entfernung.

Nun habe ich die Situation in jeder Hinsicht nicht mehr ertragen und bin zurück nach B gezogen.  Ein Wechselmodell wäre völlig unkompliziert möglich.

Der 10-jährige wollte, als sich meine Rückkehr andeutete wieder bei mir wohnen - und bleibt bei diesem Wunsch vehement seit 6 Monaten. Mehr noch: igert sich so sehr rein, dass er seine Gefühle bei  Rückkehr zum Vater als "mörderisch" bezeichnet, bei mir anruft und mir erzählt, dass es ihm schlecht geht ohne mich usw. Er berichtet, dass sein Vater "einen Hass" auf mich hat und glaubt seinem Vater nicht, wenn dieser das verneint. Er berichtet, dass er geschlagen und an den Haaren gezogen wird und einmal sei sein Vater so sehr auf ihn los gegangen, dass er sich vor Angst in die Hose gemacht hätte. Er erklärt, dass sich sein Vater schon oft entschuldigt hätte für seine Übergriffe und dass er ihm nicht mehr glaubt, obwohl er ihn noch lieb hat. Aber ertrage das Zusammenleben nicht mehr und hätte ständig angst, wäre immer angespannt, weil der Vater so unberechenbar und launisch sei und ihm ständig Vorhaltungen wegen irgendwelcher Kleinigkeiten mache. So seine Äußerungen, die ichh für glaubwürdig halte.

Nun der Interpretationsteil von mir: Ich kenne meinen Ex - er ist cholerisch, starr, unberechenbar und meistens übellaunig. Er ist sehr schnell mit Verurteilungen, hält seine Meinung für die einzig relevante, kümmert sich weder um Gesetze und Regeln und setzt sich rücksichtslos über andere weg - eben eine Choleriker aus dem Lehrbuch.

Ich denke aber, dass er dennoch viel richtig gemacht hat, dass die Kinder sich trotz allem gut entwickelt haben und dass die jetzige Abwendung meines Großen daher kommt, dass ich nun in greifbarer Nähe bin, eine eigene Wohnung hier habe mit seinem Bett usw. und dass er wie alle Kinder glaubt, Wochenende wäre Alltag.

Aber: Ich habe dennoch den Eindruck, dass er ernsthaft leidet - und letztlich zuwenig "Mama" abkriegt - aus welchen Gründen auch mmer. Ich selbst leide natürlich auch sehr unter der Situation, weil ich 1. will, dass es meinen Jungs gut geht und 2. Meine Junges unter diesen Umständen noch mehr als sonst vermisse und irgendwie trösten und helfen möchte. Und  dummerweise läuft ein übler Film bei mir: Ich selbst durfte nach der Trennung meiner Eltern nicht mit meinem Vater mit und fühlte mich ausgeliefert und unglücklich bei meiner Mutter - die eine ähnlich Charakterstruktur wie mein Ex hat,  welch ein Zufall. Aber so isses und ich bin sowas von im Schwitzkasten....

Es gabe mittlerwewile ein Gespäch im JA , in dem wir eine Einigung erzielten, dass die Jungs gegen Ende des Jahres einen Tag pro Woche zusätzlich zu mir dürfen. Meinem Großen ist das zu wenig und es dauert zu lange. Er könnte sich aber mit "halbe-halbe" abfinden. Trotz der Angriffe und Schmähreden meines Ex habe ich nichts von den Schlägen gesagt, weil ich nicht wollte, dass er das gesicht verliert und dann überhaupt nicht mehr verhandelt. Mein Ex kann sich eben keine 2 Minuten beherrschen - egal wo er ist: Mann kann sich auf seine Rüpelei einfach verlassen.

IM Dez. gbt es nochmal ein Gespräch im JA. Dort wird der nächste Schritt, also voraussichtlich ein Tag pro Woche mehr, festgelegt. ich bin nun dabei, mich vorzubreiten und eine "Taktik" festzulegen.

Nach dem letzten Gespräch mit meinem Ex, in dem er wieder eindrucksvoll seine Möglichkeiten zum Gespräch dargestellt hat, ließ keinen Zweifel daran, dass ich dem Jungen einen Umgang, wie er ihn gern hätte, nicht einmal probeweise ermöglichen kann.

Was soll ich machen? Wie soll ich vorgehen?

Das Gespräch abwarten, den Versuch der außergerichtlichen Einigung als gescheitert ansehen und das ABR beantragen, damit ein Wechselmodell möglich wird und ausprobiert werden kann, wie die Kinder damit zurecht kommen und ob sich die seelische Situation meines Großen bessert? Oder, wenn es nötig ist, ihn doch ganz beim Vater oder ganz bei mir wohnen zu lassen - je nachdem, was sinnvoll für ihn und seinen Bruder ist? Ich habe nicht den Eindruck, dass sein Vater in der Lage ist, solche Entscheidungen zu treffen - schon wegen des Geldes nicht, aber vor allem, weil er die Jungs als seinen Besitz betrachtet, an dem ich keine Rechte mehr hätte. Ja , eine kranke Sicht, aber Ihr kennt das doch von Euren Exen, oder?

Was, was , was soll ich machen? Professionelle Unterstützung für mich selbst habe ich jetzt GSD gefunden. Aber es geht ja um die Kids.
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oldie
Administrator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4.529


Bonnie 2


« Antwort #1 am: 30. Oktober 2011, 20:55:32 »

Hi

Nun der Interpretationsteil von mir: Ich kenne meinen Ex - er ist cholerisch, starr, unberechenbar und meistens übellaunig. Er ist sehr schnell mit Verurteilungen, hält seine Meinung für die einzig relevante, kümmert sich weder um Gesetze und Regeln und setzt sich rücksichtslos über andere weg - eben eine Choleriker aus dem Lehrbuch.
Frage: Warum leben dann die Kinder bei ihm? Wieso die Fokussierung auf den Grossen? Gehts dem Kleine Deiner Meinung nach gut? Oder warum taucht er in Deiner Betrachtung faktisch kaum auf?

Das ABR hilft in keinster Weise für die Realisierung des WM. Auch nicht das aSR oder sonst eine gesetzliche Regelung. Einzig und allein helfen tut hier eine vernünftige Basis auf Elternebene, also zw. den beiden Elternteilen. Und das zum Wohle der Kinder, und nicht für Selbstverwirklichungsträume. Nach Deiner Beschreibung erscheint das aber unmöglich. Und nun? Was erwartest Du von einer "professionellen" Unterstützung/Regelung?

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Ingrid
Schon was gesagt
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 24


« Antwort #2 am: 06. November 2011, 20:02:32 »

Mein Eindruck ist tatsächlich, dass es dem Kleinen ganz gut geht - er scheint keinerlei Probleme mit der Situation zu haben. Er hätte zwar gern mehr Mama - und somit wohl ncht dagegen, wenn sich der Umgang ausdehnte.

Mein Großer hat das Problem. Er fängt sg ist schon samstags abend mmer an, sich zu grämen. Am Sonntag lässt er sich nur mit sehr viel Ablenkung auf gute Gedanken bringen. Ich rede ihm gut zu, erinnere ihn an tolle Erlebnisse mit seinem Vater usw. Es hilft nur wenig....


Warum meine Kinder bei einem Choleriker leben? Der Große hatte mich bei der Trennung gebeten, zum Vaer zu dürfen und ich hatte mich der Illusion hingegeben, dass er nur seinen Familienangehörigen undn mir gegenüber so wäre - nicht aber zu Kinder. Das war falsch - und weiß Gott nicht logisch. Ich hatte zum Zeitpunkt der Entscheidung einen A... voll Probleme, Angst vor Auseinadersetzungen, die womöglich Jahre dauern und die Kinder schwer belasten (ein Gedanke war, sie mit nach L. zu nehmen) und überhaupt: Ich war schwach, lebensängstlich, krank, fertig mit der Welt und habe Entscheidungen getroffen, die ich heute, ruhig auf dem Sofa sitzend, kaum mehr nachvollziehen kann, weil sie nun mal in einer Art falsch waren, die an geistige Umnachtung denken lassen. Nicht zu ändern.

Und jetzt? Keine Ahnung, ich erwarte keinen professionellen Rat, nur Gedanken, Einwürfe, Meinungen, Erfahrungen - das ist alles. Ich will es halt jetzt richtig machen - und zwar ausschließlich im Sinne der Kinder.

Und ich komme mit dem Denken nicht weiter....
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