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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 22:17:12 *
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Autor Thema: Eine Familie, von heute auf morgen zerbrochen...  (Gelesen 2229 mal)
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Beiträge: 186

aka Clochard


« Antwort #50 am: 22. Oktober 2011, 21:44:46 »

Salut Sider,

wahrscheinlich wiederhole ich das eine oder andere nochmals dennoch.

das Kind wohnt bei dir. Deine Ex ist ausgezogen und hat erst einmal Abstand gebraucht um sich mit ihrem Next in Ruhe abzustimmen. Deswegen hast du einige Vorteile deiner Ex gegenüber nicht nur vor dem JA sondern auch vor dem FamG. Das JA ist angehalten, denjenigen Elternteil zu unterstützen, bei dem das Kind lebt, so meine Erfahrung. Wenn es also zu Gesprächen mit dem JA kommt kläre diesen Standpunkt deutlich. Das Kind hat seinen Wohnsitz vermutlich auch bei dir. Ganz wichtig ist nich, dass du einen Umgang mit der KM immer förderst und sehr großzügig befürwortest. Großzügig im Vergleich mit dem 14 tägigen Umgangsmodell.

Am besten ist es wenn du einen Vorschlag selbst ausarbeitest. Du kennst du Arbeitszeiten der KM und deine Möglichkeiten, die Kiga oder Schulzeiten und evtl. weitere Betreuungsmöglichkeiten um die DU dich kümmerst. Daraus bastelst du ein Umgangsmodell nahe einem Wechselmodell mit möglichst gleichwertigen Anteilen von Betreuungszeiten und Freizeit der Eltern.

Als Sicherheit baust du ein, dass du mindestens eine Übernachtung unter(!) der Woche also zu Schulzeiten mehr hast als die KM (für diejenigen, die einen Lebensmittelpunkt benötigen).

ZU deiner Liebe zur Ex. Da schwimmt mit Sicherheit immer noch Trauer und die Situation des Verlassenen eine große Rolle. DAs legt sich mit der Zeit und wenn du aktiv damit umgehst auch schneller. Ich selbst gehöre zu denen, die immer eine besondere Beziehung zu den Exen haben werden. Ich kann solch engen Beziehungen nie abschalten. Deswegen rate ich dir lerne damit umzugehen.

Das Beste ist anderen selbst zu helfen. Hört sich verrückt an.


Ihr solltet das Kind nicht befragen wo es leben soll. Da kann ich mich den anderen nur anschliessen. Das Kind braucht Sicherheit und darf nicht die Entscheidungen der Erwachsenen tragen. Allerdings ist für mich eine ehrliche Einschätzung sehr wichtig. Meißtens hat ein Kind einen emotionalen stärkeren Bezug zu einem Elternteil. In der Regel, in einem traditionellen Rollenmodell, ist dies die Mutter. Jedes Kind wird Schwierigkeiten haben wenn wegen einer Trennung derjenige Elternteil aus dem Leben der Kinder geht, der den stärkeren emotionalen Bezug zu ihm hat. Ich halte es ebenso schädlich dem Kind eine Trennung zu diesem zuzumuten, weil man sich evtl. vor Unterhalt drücken möchte, wie ein Kind zu fragen wo es wohnen möchte.


Du solltest in einem Gespräch mit der Ex den Unterhalt kären. Kläre am Besten auf, dass bei einem WM kein Unterhalt zu zahlen ist und weise auch daraufhin, dass dynamische Anpassungen an persönliche Bedürfnisse möglich sind. Die gegenseitige Unterstützung tut dem Kind gut. Falls doch Untehaltszahlungen notwenig sind dann regelt dies möglichst ohne irgendwelche Tabellen zu lesen. Stellt die tatsächlichen Bedarfe auf und einigt euch wer welchen Anteil daran übernimmt.

Liebe Grüße
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lucky man
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« Antwort #51 am: 24. Oktober 2011, 10:15:39 »

Hallo Sider,

hoffentlich hast Du das WE gut überstanden und die Gespräche waren erfolgreich. Möchte keine schlechten Nachrichten von Dir hören 

Blöde Frage in die Runde:

Zitat
Wenn es also zu Gesprächen mit dem JA kommt kläre diesen Standpunkt deutlich

Sollten diese Gespräche mit dem JA alleine oder besser zusammen mit der KM geführt und geklärt werden? Was meint Ihr?

VG
Tom
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Sider82
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« Antwort #52 am: 24. Oktober 2011, 10:40:02 »

Vielen Dank nochmals an Euch alle.

Das Wochenende ist nun um und eine konkrete Klärung noch offen.
Mein Kind wohnt derzeit noch bei mir, aber ich hab der Mutter bisher jeglichen Kontakt angeboten, was Sie auch wahrgenommen hat.
Allerdings gibt es keine Einigung um den Umgang des Kindes. All meine Vorschläge wurden abgewiesen. Es war eigentlich nie mein Ziel/Wunsch in so einer Situation über das Gericht gehen zu müssen. Aber ich weis momentan nicht wie ich das umgehen soll, da mir meine EX in keinster Weise entgegenkommt. Sie will, dass unser Kind zu ihr zieht, ich sie zwar regelmäßig sehen kann, aber der Hauptlebensmittelpunkt bei Ihr liegt. Dies entspricht aber nicht den, was ich mir vorgestellt habe. Was könntet Ihr mir hierbei empfehlen, wie man sich da verhalten soll?
Nun hat sie heute unser Kind abgeholt, da wir die Woche beide Urlaub haben, und will den Tag mit ihr verbringen. Dies ist ja auch mein Wunsch, dass sie sie regelmäßig "bekommt". Nun hab ich aber auch bedenken, was ist wenn sie mir die Kleine nicht wieder bringt, zu den vereinbarten Zeiten?!
Wie soll und kann ich da handeln?

MfG
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lucky man
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« Antwort #53 am: 25. Oktober 2011, 07:53:24 »

Hallo Sider,

das leider nicht das, was ich hören wollte  exclamation_smile
Hört sich nicht gut an...

In so einer Sitaution ist gut Rat teuer und niemand kann Dir hierfür eine Musterlösung nennen, da es keine gibt. Ehrlich gesagt, egal wie man es macht, man macht es verkehrt.
Rate Euch dringend die Gespräche mit jemanden neutralen zu führen, denn wenn man von neutrraler Stelle gesagt bekommt, was für daS Kind das beste ist, wirkt es eventuell mehr,
als vom Ex. Das JA sollte hierfür eine gute Anlaufstelle sein, aber soweit ich gehört habe, ist dies auch eine Glückssache und abhängig von der Qualifikation des Sachbearbeiters.

Ihr müsst versuchen weiter miteinander zu reden. Welche Vorstellungen hat die KM bei der Erziehung und der täglichen Betreuung des Kindes? Und für den Fall, dass Ihr Euch weiterhin uneinig sein solltet,
musst Ihr erstmal den Umgang regeln. Wie stellt sich das die KM vor?

Wünsche Dir weiterhin viel Glück...

VG
Tom     
 
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Sider82
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« Antwort #54 am: 25. Oktober 2011, 10:17:15 »

Sie will, dass die Kleine zu Ihr zieht und ich sie zwar sehen kann, aber sich der Lebensmittelpunkt des Kindes zu ihr verändert.
Momentan lebt die Kleine bei mir, und die Mutter besucht sie bzw. holt sie ab. Da hab ich auch nichts gegen.
Sie stimmte dem jetzt auch mündlich zu, allerdings klang das so, das es nicht auf Dauer sein wird.
Nun hab ich mir immer wieder die Frage gestellt, was sie damit bezwecken will, allerdings bin ich zu keiner Antwort für mich gekommen.
Es ist wirklich alles eine richtige ... ! Wie lange soll sich das alles zu so hinziehen... ?! Auf jeden Fall wird es von Tag zu Tag auch nicht leichter und besser.

MfG
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aka Clochard


« Antwort #55 am: 25. Oktober 2011, 10:38:45 »

Hallo Sider,

mich interessiert es auch wie der Umgang mit KM war? Konntest du dein Kind wieder begrüßen?

Wenn die KM das Kind nicht mehr zurückbringt?

Sofort zum Anwalt und Eilantrag auf Herausgabe des Kindes stellen mit dem Hinweis, dass Kind bei dir den Lebensmittelpunkt hat und KM den Umgang und sie sich nicht an die Absprachen hält. Sofort Gespräche beim JA suchen.

Ob das fruchtet? Ich war selbst einmal in dieser Situation aber nicht selbstverschuldet sondern wegen Eifersucht und Neid der KM. Mir stellten sich die Haare und im ersten Moment wollte ich mich wehren. Weil ich eine einvernehmliche Lösung wollte lies ich aber davon ab.

Die Entscheidung was du tun sollst und was das Beste ist wird dir keiner abnehmen können. Mit viel Kraft und Durchhaltevermögen haben wir jetzt ein WM. Den Kindern geht es dabei sehr gut.

Wie fühlt sich den deine Kleine? Für dich spielt die Zeit.

Gruß
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Sider82
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« Antwort #56 am: 25. Oktober 2011, 12:30:40 »

Bis jetzt hat sie sich ja an alle Absprachen gehalten, aber ob das immer so bleiben wird, kann keiner beantworten.
Ich weis auch nicht ob man einfach so weitermachen kann wies bis jetzt läuft.
Das Kind wohnt bei mir, die Mutter meldet sich regelmäßig, und kann die Kleine auch jederzeit sehen nach vorheriger Absprache.
Nur nun ist mein Gedanke, wie lange macht sie es noch so? Konflikte sind doch vorprogrammiert. Momentan kommt mir das alles zu friedlich vor.

Meinen Kind geht es sehr gut bei mir, sie hat alles was sie braucht (außer die ständige Nähe zur Mutter)! Und ich finde, sie macht momentan auch einen
guten seelischen Eindruck. Wies im Inneren aussieht ist sicher eher sehr schwer zu beurteilen, da sie ihre Mutter auch sehr lieb hat und sie auch 6,5 Jahre immer
bedingungslos für sie da war. Von daher täuscht sicher der äußere Eindruck ein bisschen.

MfG

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« Antwort #57 am: 25. Oktober 2011, 13:01:35 »

Moin sider,

Bis jetzt hat sie sich ja an alle Absprachen gehalten, aber ob das immer so bleiben wird, kann keiner beantworten.
Ich weis auch nicht ob man einfach so weitermachen kann wies bis jetzt läuft.
[...]
Nur nun ist mein Gedanke, wie lange macht sie es noch so? Konflikte sind doch vorprogrammiert. Momentan kommt mir das alles zu friedlich vor.
irgendwie erinnert mich das an Majestix, der von der dauernden Sorge geplagt wurde, der Himmel könnte ihm auf den Kopf fallen. Du wirst auf Deine Fragen aber auch durch tägliches Nachdenken keine Antwort finden; also lass die Dinge doch einfach mal laufen, wie sie sind anstatt Dich ständig verrückt zu machen.

Probleme löst man dann, wenn man sie hat - das ist ungleich sinnvoller und der Lebensqualität zuträglicher als das Bejammern der Tatsache, dass man mal ein Problem bekommen könnte.

Grüssles
Martin
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« Antwort #58 am: 25. Oktober 2011, 13:14:25 »

Danke,
aber mir geht es eigentlich nur darum, dem Kind eine gesicherte und möglichst geregelte Zukunft bieten zu können. (vorallem in der ab nächster Woche wieder beginnenden Schulzeit) Und das, ohne von Tag zu Tag wieder alles über den Haufen geworfen zu bekommen.
Meine eigenen Probleme stehen dabei lange hinten anund haben wenig Priorität, wenn es um das Wohl meines Kindes geht.
Ich denke die Einstellung kann nicht so falsch sein.

MfG
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« Antwort #59 am: 25. Oktober 2011, 13:22:01 »

Nein Sider82, Deine Einstellung ist nicht falsch.

Aber die Überängstlichkeit überträgt sich auch auf`s Kind und tut zudem niemanden gut.

Alle Probleme und möglichen Schwierigkeiten der Zukunft kann keiner überblicken, und es macht auch keinen Sinn, sich den Tag von Mutmaßungen und dergleichen verderben zu lassen.

Gruß, Michael

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« Antwort #60 am: 25. Oktober 2011, 13:40:24 »

Sollte ich trotz der jetzigen Situation, das meine EX ersteinmal alles so hinnimmt, noch was rechtliches unternehmen/mich absichern über Ämter o.ä.Huch
Oder würdet Ihr alles so weiterlaufen lassen und gegenfalls dann reagieren, falls es zu neuen Problemen kommt?
Darüber zerbreche ich mir momentan oft den Kopf, da ich noch nie ähnliche Situationen miterlebt habe.

MfG
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« Antwort #61 am: 25. Oktober 2011, 13:58:11 »

Welches Amt willst Du denn dazu aufsuchen?

Viel wichtiger würde ich es ansehen, dass Du Dich mit Deiner Ex an einen Tisch setzt und in Ruhe über die Sache sprichst.

Meist kommen die besseren Lösungen heraus, wenn man Ämter, Anwälte, Gerichte usw. außen vor lassen kann.

Gruß, Michael
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Sider82
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« Antwort #62 am: 25. Oktober 2011, 14:04:16 »

Das genau ist meine Frage...
Aber vielen Dank für deine schnellen Antworten. Hilft mir momentan alles sehr viel weiter.
Ich werde versuchen vieles zu berücksichtigen und hoffen gute Einigungen zum Wohle der Tochter zu erzielen.
Danke.


MfG
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