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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Sorgerecht (Moderator: 82Marco)  |  Thema: Entführte Kinder
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Autor Thema: Entführte Kinder  (Gelesen 1634 mal)
mahjoko
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« am: 08. September 2011, 09:47:34 »

Ihr Lieben,

im Medienforum hatte ich mal berichtet ("Etwas sehr bedrückendes"), dass in meinem Umfeld vier Kinder entführt wurden vom Vater im Zuge eines Sorgerechtsstreits.
Nach langen Monaten in den abenteuerlichsten Regionen Nordafrikas wurden sie jetzt wieder aufgefunden. Näheres wird am Nachmittag in einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

Es ist in dieser Art eine einmalige und unglaublich extreme Geschichte.

Nun sind wir sehr froh, dass wir hoffentlich schon bald die Kleinen wieder in unserer Mitte haben. Auch wenn es vermutlich ihr Leben lang Spuren gibt. (Der Vater hat sie "gehirngewaschen" mit fundamentalistischen Ansichten unvorstellbaren Ausmaßes für normale Menschen.)


Ich bin/ Wir sind sehr froh!!!!

mahjoko 


(P.S.: Bitte ins entsprechende Forum verschieben, falls hier falsch! Danke!)
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United
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« Antwort #1 am: 08. September 2011, 10:10:41 »

Moin Mahjoko,

habe ich gestern in den Nachrichten gehört und mich an Deinen Beitrag hier (sowie die Berichterstattung bei SternTV) erinnert.

Obgleich ich die Erleichterung uneingeschränkt teile, würde mich in diesem Falle die Sichtweise des Entführers ungemein interessieren.

Eine Geschichte hat immer zwei Seiten ... das Mittel der Entführung ist mit Sicherheit auf Schärfste zu verurteilen, dennoch wäre interessant zu erfahren,
ob hier wirklich die Tat eines geisteskranken Fundamental-Christen vorliegt, oder ob die Verzweiflung einen von allen im Stich gelassenen Vater zu diesem
Mittel greifen liess.

Nochmal: Die Freude steht im Vordergrund.

Besten Gruß
United
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mahjoko
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« Antwort #2 am: 08. September 2011, 10:46:09 »

Hallo United,

die Mutter hat die Entführung in seinen Augen mit der Trennung begangen, da sie sich aus seiner Hauptschaft als Familienoberhaupt, durch göttliche Macht naturgemäß installiert, entzogen hat. Eine Mutter hat Kinder zu gebären, mehr nicht. Jedes Jahr eins. Die Erziehung, und zwar die Erziehung im Sinne von Bibelinterpretation usw. ist ausschließlich Männern bestimmt. (Frauen sind nur zum Gebären!)
Weiterer Erziehung bedarf es nicht.
Er hat die Kinder in seinen Augen lediglich wieder zurück in den Schoß der Familie (= das ist nur er) geführt, und überhaupt nicht entführt. Dass die Justiz das anders bewertet, ist Problem der Justiz, nicht seins. Für ihn gilt nur Gottes Wort. Kirchen in Deutschland sind verweichlicht und nicht religiös.
Die Mutter ist *schlimmerreligiöserAusdruck* und wird nicht ins Himmelreich aufgenommen, sondern das Gegenteil erfahren. Wenn die Kinder jemals wieder mit ihr zu tun haben, passiert ihnen das gleiche.

Meine Recherche zu dem Thema legt mir nichts weiter nahe, als in ihm einen Fundamentalisten zu sehen. Dem die Pfründe seiner Lebensplanung (seine Kinder) verlustig gingen.
Das ist krank, und Krankheit in gewissem Rahmen Mitleid verdient. Sonst nichts, jedenfalls aus meiner Sicht.

LG, mahjoko 
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mahjoko
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« Antwort #3 am: 08. September 2011, 10:52:12 »

P.S.:

Die Mutter ist eine ganz normale Frau, die mit Liebe in hübsch geschmückten Kinderzimmern ihre Kinder  aufmerksam erzieht, mit der gesamten Familie langweilig normalen Kontakt hat, am örtlichen Vereinsleben teilnimmt usw. Eine ganz typische behütete Kindheit, wie es sich die meisten Menschen erträumen. Lieben und fördern, nenne ich es mal. Bis auf diesen Vorfall eine echte Idylle. Kitschig schön, aber wahr.

LG!
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Augentierchen
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« Antwort #4 am: 08. September 2011, 10:56:36 »

Hallo,

Oh, das ist mal eine gute Nachricht, das ist von meinem Umfeld auch nicht wirklich weit weg.

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Grüße,

das Augentierchen
achhja
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« Antwort #5 am: 08. September 2011, 10:59:26 »

dennoch wäre interessant zu erfahren,
ob hier wirklich die Tat eines geisteskranken Fundamental-Christen vorliegt, oder ob die Verzweiflung einen von allen im Stich gelassenen Vater zu diesem Mittel greifen liess.
Ja, ich hege da auch meine Zweifel ......

Und warum im Vater die Ausgeburt der Hölle vermutet wird, der den Kindern kein schönes und liebevolles Zuhause, wenn auch in Nordafrika, bieten kann, habe ich nicht wirklich verstanden.

Selbstverständlich: die Entführung ist absolut inakzeptabel!
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Beppo
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« Antwort #6 am: 08. September 2011, 11:05:54 »

Hallo Mahjoko.

Ich kenne den Fall nur aus den Medien und bin weder ein Anhänger des religiösen Fanatismus noch halte ich seine Tat für richtig.

Aber das, was er seinen Kindern und der Mutter angetan hat, ist nicht viel anders als das, was von Seiten vieler als völlig normal und richtig angesehen wird.


Ein Vater hat Kinder zu zeugen, mehr nicht. Jedes Jahr eins. Die Erziehung, und zwar die Erziehung im Sinne von Genderideologien usw. ist ausschließlich Frauen bestimmt. (Männer sind nur zum zahlen da!)
Weiterer Erziehung durch Väter bedarf es nicht.
Sie hat die Kinder in ihren Augen lediglich wieder zurück in den Schoß der Familie (= das ist nur sie) geführt, und überhaupt nicht entführt. Dass die Justiz das genau so bewertet, ist sein Problem. Für sie gilt Dem Kind kann es nur gut gehen, wenn es der Mutter gut geht.

Der Vater ist *schlimmersexistischerErsatzausdruck* und wird nicht ins Himmelreich aufgenommen, sondern das Gegenteil erfahren. Wenn die Kinder jemals wieder mit ihm zu tun haben, passiert ihnen das gleiche.


Wenn man deine Worte nur mal geschlechtlich umoperiert, wird genau das draus, was wir als alltägliche Praxis in Politik, Justiz und Gesellschaft erleben und könnte direkt aus dem Mund von Edith Schwab (VamV) kommen, findet breiteste Zustimmung und wird auch noch mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt.

In diesem Sinne hätte dieser Vater auch eins verdient.

Gruss Beppo
« Letzte Änderung: 08. September 2011, 11:10:30 von Beppo » Gespeichert

"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
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mahjoko
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« Antwort #7 am: 08. September 2011, 11:25:27 »

Hallo achja,

der den Kindern kein schönes und liebevolles Zuhause, wenn auch in Nordafrika, bieten kann, habe ich nicht wirklich verstanden.


ohne Ziel, ohne Kontakte (vermutlich), mittellos, planlos (vermutlich) ist es in der Umgebung schon schwer. Wo man der erklärte Feind ist. Als Christ.
Kindern zu verbieten am öffentlichen Leben teilzunehmen ist auch fragwürdig in meinen Augen. Keine Verkehrsmittel benutzen, keine moderne Technik etc. Schule doof, Vereine und Freunde sind Oberquatsch.
Das finde ich nicht normal. Für einen Durchschnittsdeutschen. Und das sind nunmal alle fünfe (Vater und Kinder). Das entspricht nicht dem Kindeswohl nach westlichem Verständnis. Daran beurteilen wir den Fall.

LG, mahjoko
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mahjoko
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« Antwort #8 am: 08. September 2011, 11:38:10 »

Oh Beppo,
nein, das finde ich nicht!


Aber das, was er seinen Kindern und der Mutter angetan hat, ist nicht viel anders als das, was von Seiten vieler als völlig normal und richtig angesehen wird.


Ein Vater hat Kinder zu zeugen, mehr nicht. Jedes Jahr eins. Die Erziehung, und zwar die Erziehung im Sinne von Genderideologien usw. ist ausschließlich Frauen bestimmt. (Männer sind nur zum zahlen da!)
Weiterer Erziehung durch Väter bedarf es nicht.
Sie hat die Kinder in ihren Augen lediglich wieder zurück in den Schoß der Familie (= das ist nur sie) geführt, und überhaupt nicht entführt. Dass die Justiz das genau so bewertet, ist sein Problem. Für sie gilt Dem Kind kann es nur gut gehen, wenn es der Mutter gut geht.

Der Vater ist *schlimmersexistischerErsatzausdruck* und wird nicht ins Himmelreich aufgenommen, sondern das Gegenteil erfahren. Wenn die Kinder jemals wieder mit ihm zu tun haben, passiert ihnen das gleiche.


Solche krassen Fälle gehören nicht zum Alltag. Auch nicht für Väter in getrennten Familien. Außerdem entwickelt sich das Recht, es dauert halt. Momentan leben wir mit dem Recht, was darauf fußt, dass es Versorgerehen gibt. Die laufen aus, aber die Judikative ist langsam. (Mann arbeitet, Mutter daheim, Folge nach Trennung: Vater arbeitet weiter, Mutter bleibt daheim und wird alimentiert.)
Es gibt auch gegenteilige Fälle, bsp. den meinigen, ich lebe modern und finde auch keine Unterstützung.
Aber daraus leite ich keine Rechtfertigung ab, irgendwelche Gewalttaten zu rechtfertigen oder glorifizieren.

Zitat
Wenn man deine Worte nur mal geschlechtlich umoperiert, wird genau das draus, was wir als alltägliche Praxis in Politik, Justiz und Gesellschaft erleben und könnte direkt aus dem Mund von Edith Schwab (VamV) kommen, findet breiteste Zustimmung und wird auch noch mit dem Bundesverdienstkreuz belohnt.


Höchstens ironisch akzeptiert mit sehr viel Augenzwinkern.

Zitat
In diesem Sinne hätte dieser Vater auch eins verdient.



Mein alleroberstes Ziel im Scheidungsprozess war die seelische Unversehrtheit der Kinder. Das vergessen m.E. aber viele andere Scheidungspaare. So auch dieser Vater. Die Mutter hat die Kinder trotz allem nicht vor ihm versteckt, den Umgang nicht verhindert etc. Das hätte trotz der extremistischen Umgangsseite gut gehen können, aber einer der beiden Ex-Partner hat mehr seine Rechte und sein Befinden gesehen. Und eben nicht das vielzitierte Kindeswohl.

Nee, find ich hier nicht gut, und auch in vielen anderen Fällen nicht.

LG, mahjoko
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« Antwort #9 am: 08. September 2011, 11:51:46 »

Liebe Mahjoko, verstehe mich bitte nicht falsch.

Ich behaupte keineswegs, dass jede Mutter so denkt oder so handelt. Auch nicht die Mehrheit.

Und wenn dieser Vater so handelt, finde ich das auch verwerflich.
Aber wenn eine Mutter so handelt, hat das sehr oft die obigen Reaktionen zur Folge und es wird von Politik, Medien, Justiz und Gesellschaft unterstützt und bejubelt.
"Eine Löwenmutter hat ihre Kinder aus den Fängen des Unholds befreit."
Jetzt kommt es nur noch auf seine Kohle an.

Nicht jede Mutter entführt die Kinder in den Sudan.
Muss sie aber auch nicht. Es reicht ja, sie ein paar Hundert Kilometer weit weg zu bringen, damit sie vor dem Vater sicher ist.

Und ob sie eine religiöse Fanatikerin ist, interessiert dann genauso wenig wie in "intakten" Familien.

Die Story wie ich sie oben umgedreht habe, trifft nicht alle Väter aber doch viel zu viele.
Das ist dann allerdings keine Pressemeldung wert, sondern lässt nur die republikanischen Garden der Mütterindistrie zu Hilfe eilen.

Und dass ich diesem Vater genausowenig ein BvK anheften würde wie Edith Schwab sollte eigentlich auch klar sein.


LG Beppo
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« Antwort #10 am: 08. September 2011, 12:03:22 »

Moin,

für eine Entführung von Kindern gibt es keine "guten Gründe"; so wenig wie für einen Bankraub, der auch dann zu verurteilen ist, wenn der Räuber anschliessend die erbeutete Kohle auf der Strasse verschenkt. Die Einstellung "ich allein weiss, was für die Kinder gut ist" verurteilen wir täglich bei Boykottmüttern - warum sollte sie plötzlich verständlich und ok sein, nur weil sie jetzt mal ein von einem Vater praktiziert wird?

Wenn die Entführung dann noch in einem Entwicklungsland endet, wo aufgrund fehlender medizinischer Versorgung selbst eine harmlose Infektion zur tödlichen Gefahr werden kann und selbstverständlich keinerlei Schulbildung stattfindet, hat das Ganze endgültig nichts mehr mit "elterlicher Verantwortung" zu tun. Verquere Ideologien ändern daran nichts. Wollen wir wirklich wieder das Faustrecht einführen, in dem jeder seine eigene Justiz praktiziert?

Wer irgendwelche Gender-Fights führen möchte, soll meinetwegen auf die Strasse gehen, aber keine Kinder dafür benutzen. In meinen Augen hat dieser "Vater" sich im Sinne elterlicher Verantwortung komplett selbst disqualifiziert.

Grüssles
Martin

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« Antwort #11 am: 08. September 2011, 12:34:37 »

Martin, ich sehe niemand, der die Tat des Vater gutheißt.
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« Antwort #12 am: 08. September 2011, 13:23:48 »

Martin, ich sehe niemand, der die Tat des Vater gutheißt.
ich auch (noch) nicht, aber einiges an Relativierungen. Und da bekomme ich immer ganz spitze Ohren...
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« Antwort #13 am: 08. September 2011, 15:42:16 »

Hallo achja,
 

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LG, mahjoko

Ich gestehe, mahjoko, dass ich diesen Fall mit einem anderen verwechselte, wo ein Vater seine Kinder nach Tunesien mitnahm und die Kinder zurückentführt wurden.

Im Falle dieses Fundamental-Christen sehe ich das eher ähnlich wie du.
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OlliT
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« Antwort #14 am: 08. September 2011, 18:13:00 »

Hallo,
ich melde mich mit diesem Beitrag aus meinem Urlaub zurück.

Ich sehe es so wie die Beppo und Martin.
Die Hintergründe welche Vorlagen sind mir unbekannt.
Fakt ist auch dass man (Frau) hier in Deutschland aber Kinder entführen kann ohne das etwas passiert und ohne das jemand hilft. Wenn ein Mann so etwas tut dann gibt es aber die ganze Härte der Gesetze und auch einen internationalen Haftbefehl.
Meiner Meinung nach gehört hier generell jeder Elternteil bestraft wenn er die kinder dem anderen entzieht. Das müsste auch beim Entzug in ein FH gelten, denn nur so ist eine wirkliche Gleichberechtigung erreicht.
Denn aktuell ist die Kindesentziehung (Entführung) ein hervorragendes Mittel um an die Kinder heranzukommen und den anderen Elternteil zum Schuldner zu machen.

gruss
Olli

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« Antwort #15 am: 09. September 2011, 10:12:27 »

Moin,

bis jetzt habe ich noch nie etwas von einem "Fundamental-Christen" oder "fundamentalistischer Christ" gehört. Offenbar soll mit dieser Wortschöpfung eine Assoziation mit fundamentalistische Islamisten geschaffen werden und ein gedanklicher Reflex Fundamentalist = schlimm ausgelöst werden. So werden Vorurteile geschürt.

Aber warum flieht oder entführt ein fundamentalistischer Christ seine Kinder nach Ägypten bzw Sudan. Beides Länder im islamischen Einflussbereich. Dort stiimt die Melodie nicht mehr mit dem eigenen Gesangsbuch überein. Wäre da nicht der Vatikan näher ?

Bei der Verhaftung in Ägypten soll der Vater mit den Behörden kooperiert haben. Das passt irgendwie nicht zu einem Fundamentalisten.

Nach Kachelmann und DSK bin ich bei solchen Berichten skeptisch geworden.

LG Cappi
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« Antwort #16 am: 09. September 2011, 10:26:46 »

Moin.
Nach Kachelmann und DSK bin ich bei solchen Berichten skeptisch geworden.
Ich auch.
Und dass es im Qualitätsjournalismus dazu gehört, zu jeder Nachricht noch gleich den richtigen Dünger zu liefern ist auch klar.

Andererseits gehört aber auch schon ne gute Portion Schwerhörigkeit dazu, noch wie was von christlichen Fundamentalisten gehört zu haben.

Es tut aber auch nichts zur Sache.

Die Entführung, auch der eigenen Kinder, ist ein Verbrechen. Egal ob durch Mutter oder Vater, egal ob nach Australien oder Ägypten und egal nach welcher ideologischen Geschmacksrichtung.

Und eine Entführung ist es immer, wenn der andere Elternteil damit nicht einverstanden ist.

Gruss Beppo
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« Antwort #17 am: 09. September 2011, 10:49:12 »

Moin,

ich auch (noch) nicht, aber einiges an Relativierungen. Und da bekomme ich immer ganz spitze Ohren...
Ich mutiere halt bei einseitiger Berichterstattung zu Mr. Spock.
Das hat mit Relativierung nichts zu tun.

Obgleich ein Verbrechen ein Verbrechen bleibt, macht es bei der Bewertung dessen in meinen Augen einen Unterschied, ob ein Verbrechen aus Geisteskrankheit, Habgier oder Verzweiflung geschieht.

Schön, dass wir drüber geredet haben,
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« Antwort #18 am: 09. September 2011, 14:43:21 »

Moin,

Andererseits gehört aber auch schon ne gute Portion Schwerhörigkeit dazu, noch wie was von christlichen Fundamentalisten gehört zu haben.

Es freut micht, daß Beppos Hörvermögen so gut ist.

Fragt der Blinde den Lahmen: "Wie gehts?" Sagt der Lahme:"Wie sie sehen".
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« Antwort #19 am: 09. September 2011, 14:48:52 »

Cappi, mal ganz ehrlich, hast du wirklich noch nie was vom Amerikanischen Biblebelt gehört oder z.B. von einigen evangelischen Freikirchen, die die Bibel wörtlich nehmen?
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« Antwort #20 am: 09. September 2011, 15:10:38 »

Hallo zusammen,

Cappi, mal ganz ehrlich, hast du wirklich noch nie was vom Amerikanischen Biblebelt gehört oder z.B. von einigen evangelischen Freikirchen, die die Bibel wörtlich nehmen?

Ich hatte mal das zweifelhafte Vergnügen, im ICE zwischen München und Würzburg neben jemandem zu sitzen, der mir in allen Einzelheiten erklären wollte, dass die Erde vor sechstausend-und-irgendwas Jahren aus dem Nichts erschaffen wurde, dass sie sich seitdem um kein Jota verändert hat, dass Darwin seine Theorien direkt aus den Schriftrollen des Teufels abgeschrieben hat, und dass sämtliche Dinosaurierknochen, die weltweit gefunden wurden, zuvor von den missgünstigen Feinden des Einzig Einigen Gottes in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vergraben worden sind.

Oder so ähnlich. Ich hab nach relativ kurzer Zeit die Ohren auf Durchzug geschaltet ...

Viele liebe Grüße,

Malachit.
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« Antwort #21 am: 09. September 2011, 15:27:08 »

Ich hatte mal so einen als Kollegen, das heißt ich hatte häufiger das Vergnügen, über Details aus seinem Weltbild aufgeklärt zu werden.

Bei ihm kamen die Dinosaurier auch von Gott, nur haben sich die Wissenschaftler in der Altersberechnung vertan.

Sie lagen einfach etwas weniger als 6.000 Jahre in der Erde.
Und Schwule waren auch Sünder.

Und ein Elternpaar aus der Grundschule hat extra sein Kind aus der Schule abgemeldet, weil ihnen der Lehrplan nicht passte.

Das Kind musste dann immer quer durch die Stadt zur Schule und Kontakt zu den Nachbarkindern hatte es dann auch nicht mehr.

Gott will es! Riefen schon die alten Kreuzritter.
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« Antwort #22 am: 23. September 2011, 21:25:01 »

Hallo,

der KV hat sich geäußert:

http://www.faz.net/artikel/C30857/vater-sagt-aus-kindesentfuehrung-nach-aegypten-war-lange-geplant-30722749.html



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« Antwort #23 am: 23. September 2011, 22:04:12 »

Danke für die Info.
Zitat
Zwischenzeitlich hielt er sich mit den Geschwistern im Alter zwischen vier und neun Jahren auch im Sudan auf. Dort sei es ihm aber zu risikoreich erschienen, so dass er mit den Geschwistern nach Ägypten zurückkehrte.
So ein Monster scheint er ja nicht gewesen zu sein.
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« Antwort #24 am: 24. Januar 2012, 19:55:28 »

Axel H. hat seine vier Kinder entführt, sie in den Sudan und nach Ägypten verschleppt. Warum tut ein Vater das? Vor dem Landgericht Lüneburg gab der 37-Jährige Antworten - immer mit seinem christlichen Glauben begründet, teils irritierend, teils nachvollziehbar.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,811156,00.html
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