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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 19:54:02 *
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Autor Thema: Wie Ausziehen?  (Gelesen 1026 mal)
spunk
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


WWW
« am: 29. Dezember 2004, 17:49:10 »

Guten Abend!

Nach 9 Ehejahren wollen wir uns trennen.
Seit Anfang Dezember suche ich eine Wohnung, was aber hier leider nicht so einfach ist.

Wir Leben mit unseren beiden Kindern in unserer (nicht bezahlten) Eigentumswohnung.
Dazu habe ich sicher später noch andere Fragen...

Zunächst einmal geht es mir darum wie ein Auszug vonstatten gehen soll, mal rein finanziell gesehen. Ich habe ein Nettogehalt von ca. 1600 Euro und monatliche feste Kosten von ca. 1200 Euro. Soll ich alle Zahlungen einfach einstellen wenn ich eine Wohnung in Aussicht habe? Denn sonst könnte ich einen Auszug und deren Kosten garnicht bezahlen, denn ansonsten haben wir keinen Pfennig gespart...

Hat jemand Tipps dazu? An welche Beratungsstelle könnte ich mich wenden?

Und dazu bot mir eine Bekannte heute an in Ihre Wohnung zu ziehen, weil sie eh schon seit Monaten bei ihrem Freund wohnt... ist das ein Angebot welches für mich in Frage kommt? Oder ist es zwingend eine eigene Wohnung (mit eigenem Mietvertrag) zu haben?

Für weiterführende Hilfe wäre ich sehr sehr dankbar, ich bin ein wenig verzweifelt, weil meine Frau mich hier leider gehässig aus der Wohnung mobbt :-(

*seufz*

Ich weiß, meine Infos sind ein bißchen knapp, aber ich kann gerne mehr erzählen was wichtig ist.

Dankeschööön im vorraus!

spunk
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #1 am: 30. Dezember 2004, 11:03:58 »

Hallo spunk,

die richtige Beratung wirst du wohl am ehesten bei einem Anwalt finden.
Zur Wohnung:

 
Zitat
in unserer (nicht bezahlten) Eigentumswohnung


gehe davon aus, dass ihr beide im Grundbuch steht und beide der Bank zur Haftung zur Verfügung steht, oder? Im Fall, dass du ausziehst und damit die Zahlungen einstellst ändert sich aber in der Haftung gegenüber der Bank nichts, d.h., wenn deine Noch-Frau die Raten nicht bezahlt, musst du automatisch einspringen. Da ändert auch die Tatsache nichts, dass nur noch sie in der Wohnung wohnt.
Hat deine Frau ein eigenes Einkommen?
Schau mal in der DT nach, wie hoch der Kindesunterhalt sein wird.
Bezüglich Trennungsunterhalt für deine Frau können dir andere User besser Auskunft geben als ich  :cool:
 
Zitat
Oder ist es zwingend eine eigene Wohnung (mit eigenem Mietvertrag) zu haben?


Ich wüsste jetzt nicht warum...

Gruß AJA
Gespeichert
ML
Zeigt sich öfters
**
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 65


« Antwort #2 am: 30. Dezember 2004, 16:51:58 »

hallo,

geht lieber zusammen zu Mediator.
Er versucht für Euch gemeinsam die Lösung, es ist auch billiger.

ML
Gespeichert
Papa Nico
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 763



« Antwort #3 am: 03. Januar 2005, 08:32:40 »

Hallo Spunk!

Die Idee von ML, zu einem Mediator zu gehen, ist ein gute Lösung. Wenn ihr euch nicht einigen könnt, ist das eine Super-Alternative zum konventionellen Anwalt!

Zur Wohnung:
Die Kosten der Eigentumswohnung tragt ihr beide je zu Häfte, sofern ihr beide Eigentümer seid. Davon gehe ich jetzt mal aus. Beachte das dann beim Unterhalt!

Einen Mietvertrag brauchst du nicht unbedingt. Wenn deine Bekannte die Wohnung nicht braucht, dann nimm ihr Angebot an! Das gibt dir erstmal Kraft, weil du eine Sorge weniger hast. Wie man die Kosten der Miete bzw. "gratis wohnen" beim Unterhalt zu berücksichtigen hat, ist je nach Bundesland verschieden - Unterhaltsrechliche Leitlinien des OLG geben dir darüber Auskunft.

Vielleicht konnte ich dir weiterhelfen...
Nico
Gespeichert

Der eine wartet, daß die Zeit sich wandelt.
Der andere packt sie kräftig an - Und handelt.
(Dante)
mafa
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« Antwort #4 am: 03. Januar 2005, 16:30:58 »

..und bitte beachte, falls du ein großes Interesse Kinder haben solltest und nicht die Rolle des jedes zweite Wochenende-papa übernehmen willst sondern mehr Umgang - solltest du nicht so einfach ausziehen.


Vor gericht wird dieser Auszug wie folgt gewertet:


Vater verläßt Frau und Kinder - Mutter bekommt, wenn sie will, das ABR
( Aufenthaltsbestimmungsrecht )


Mein Tipp:


Falls du ausziehst, nur mit einer Trennungs- und Scheidungsfolgevereinbarung.

Dort können Punkte wie: Umgang, Unterhalt, ( Sorgerecht und ABR - hierzu werden im
Scheidungsfall keinen Anträge gestellt ) sowie Hausrat etc. geklärt werden.


Punkte wie Versorgungsausgleich, Güterstand  etc. nur mit Notar oder über das Gericht.


Auch solltest du vorher mit Deiner Bank wg. Kredit für Wohnung/Haus und Familienkonto sprechen.


Gruß

Manfred
Gespeichert

Ein Kind braucht immer  Mutter  u n d  Vater !
spunk
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


WWW
« Antwort #5 am: 04. Januar 2005, 16:16:33 »

Guten Tag!

Vielen Dank für eure Antworten!

Von einem Mediator habe ich hier in euren Antworten zum ersten mal gelesen, hab mich ein bißchen im Netz umgesehen was der so macht und nun frage ich mich wo ich hier in meiner Stadt so jemanden finden kann? Aber eine gute Idee ist es allemale.

Nachdem meine Frau die letzten Wochen nicht ganz so nett zu mir war, hat sich das gestern schlagartig gelegt. Heute konnten wir sogar zum erstenmal über die Situation vernünftig sprechen und sie hat eingewilligt mit mir zu einem Mediator zu gehen. Das ist schonmal für mich sehr wichtig.

Hilft der Mediator auch in Schulden-Fragen?

Eine Wohnung habe ich noch zum anschauen, ansonsten werde ich vielleicht das Angebot meiner Bekannten annehmen. Sie hat mir gesagt das sie kein, oder nicht viel Geld von mir haben möchte. Das finde ich unglaublich toll von ihr.

Meine Frau geht übrigens 20 Stunden in der Woche arbeiten und ich denke das sie das nicht plötzlich einstellt. Schon alleine dafür "braucht" sie mich um manchmal auf die Kinder aufzupassen, während sie arbeiten ist.  Das heikelste Problem ist also echt diese vermalledeite Eigentumswohung (von der wir noch keinen Cent abbezahlt haben). Wenn ich recht informiert bin, wird sie bei einer Versteigerung mit 60 % des Verkehrswertes angesetzt? zzgl. Lebensversicherung und Bausparverträge blieben wohl für jeden von uns noch an die 15.000 Euros an Schulden über :-(

Naja... aber die Sache mit dem Mediator bringt mich schon ein ganzes Stückchen weiter, wenn ich jetzt noch nur wüßte wo der sitzt... ;)

Danke!


spunk

Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #6 am: 04. Januar 2005, 16:57:37 »

Hallo spunk,

warum willst du es zu einer Versteigerung kommen lassen? Solange du mit deiner Frau noch reden kannst, ist die Sache doch ganz einfach: Entweder sie kann sie sich alleine leisten und du steigst aus dem Grundbuch aus (ja, ich weiss, ist ein riesengrosser finanzieller Verlust, aber immer noch besser als ein Berg Schulden, den du als getrennter Papa ohnehin kaum wirst bewältigen können) oder sie kann sie sich nicht leisten, die Wohnung wird verkauft und der Erlös abzüglich der Schulden geteilt.

Wegen einem Mediator könnest du in deiner Kirchengemeinde fragen, die wissen sowas oftmals. Oder hier mal gucken:  http://www.bmev.de/www/index.php?cat=37&page=-1

Gruß AJA
Gespeichert
spunk
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


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« Antwort #7 am: 04. Januar 2005, 17:06:27 »

Hallo AJA!

Die Wohnung ist seit einem Jahr bei 2 Maklern. Die Wohnung selber ist ganz hübsch und richtig günstig, liegt aber genau neben einer gut befahrenen Bahnstrecke. Da möchte irgendwie niemand freiwillig wohnen... :-(

Das tollste wäre, wenn die Wohnung jemand kaufen und meine Frau und die Kinder hier wohnen bleiben könnten, aber Wünsche zählen hier wohl nicht *seufz*

Eben bekam ich die Anregung das ich vielleicht einmal bei Pro Familia anrufen könnte, wegen eines Mediators. Aber Kirchengemeinde ist auch gut. Ich schau mal, danke!

spunk
Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #8 am: 04. Januar 2005, 19:10:05 »

 
Zitat
Die Wohnung ist seit einem Jahr bei 2 Maklern.


Kleiner Insider-Tipp  ;) , spunk

EIN Makler mit Alleinauftrag gibt sich meist weit mehr Mühe als mehrere parallel eingeschaltete. Ist auch nachvollziehbar, er kassiert die Provision auf jeden Fall. Je mehr Kollegen dazu schaffen, umso größer ist die Gefahr auf den Auslagen sitzen zu bleiben, oder eben maximal null auf null geschafft zu haben. So wird z.B. die Werbung sehr gering gehalten.
Die meisten Leute schrecken vor einem Alleinauftrag zurück, obwohl sie sich dabei gar nichts vergeben. Man kann einen Vertrag ja befristen und danach immer noch einem anderen Makler übergeben.

Ich hoffe, das verstösst noch nicht gegen das Verbot der Rechtsberatung  :cool:

Gruß AJA
Gespeichert
spunk
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


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« Antwort #9 am: 20. Januar 2005, 19:01:45 »

Guten Abend!

Wollte mal kurz erzählen was Sache ist.

Heute waren wir beim Anwalt. Der hat vorgeschlagen das ich die Wohnungskosten und die damit Verbundene Lebensversicherung weiter bezahle. Ist mir ja recht, weil wir dann nocheinmal selber versuchen können die Wohnung zu verkaufen. Mir bleiben ja (wie ihr sicher alle wißt) 840 Euro plus 5 % vom Nettolohn. Die günstige Steuerklasse bleibt ein Jahr erhalten. Ist mir also relativ egal wofür das Geld über meinem Existenzminimum draufgeht...

Danach war meine Frau beim Sozialamt. Und? Sie verdient zuviel :-(
Sie arbeitet 80 Stunden im Monat für 500 Euro netto. Sie bekommt also nichts! Die meinten sie haben doch dann 800 Euro. Davon soll sie dann alles bezahlen? Schon alleine die Nebenkosten für die Wohnung betragen 300 Euro! Sie kann auch keinen Antrag auf Wohnkostenzuschuß stellen oder wie das heißt, da sie ja "Mietfrei" wohnt. Sie soll sich aber nochmal melden, wenn der Anwalt ausgerechnet hat was ihr an Unterhalt zusteht.

Ich brech ins Essen. Kann das wirklich sein das ich alleine mehr Geld zur Verfügung habe, als sie, die noch nebenbei 2 Kinder versorgen muss?

Hat jemand einen Rat was es noch für Möglichkeiten gibt irgendwo etwas zu beantragen, wir haben keinen Plan, weil das alles für uns noch so neu ist.

Danke für Eure Aufmerksamkeit :-)

Spunki

Gespeichert
AJA
Frischling

Beiträge: 0


« Antwort #10 am: 20. Januar 2005, 19:10:52 »

Hallo spunk,

 
Zitat
Die meinten sie haben doch dann 800 Euro


500,-- € Einkommen und 300,-- € was?Huch
Trennungsunterhalt? KU? Kindergeld?

Gruß AJA
Gespeichert
spunk
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5


WWW
« Antwort #11 am: 20. Januar 2005, 19:15:32 »

Hallo liebe AJA,

ohje, ich weiß das ich zu voreilig war, aber mein Kopf ist Matsch...

Nee, meine Frau hat es mir eben im vorbeigehen erzählt. Wir sprechen heute Abend noch genauer drüber, wenn die Kiddies im Bett sind. Da hole ich mal Stift und Notizblock und brösel das ganze mal auf. Ich erzähle also später mehr.

Aber danke schonmal für die Antwort. Es baut sehr auf, wenn jemand da ist, der auch mal zuhört und etwas dazu sagt.

Daaaaanke und bis später.

Spunki
Gespeichert
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