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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 19:22:30 *
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Autor Thema: Auflösung des WM durch ein Elternteil  (Gelesen 459 mal)
Flix
Schon was gesagt
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7



« am: 22. August 2011, 14:54:57 »

Hallo Miteinander,

ich habe eine weitere Frage, die mir den Verstand raubt......

Wenn die Eltern ein Wechselmodell praktizieren und sich die Betreuung zu 50 % teilen, es aber in der Praxis, durch Urlaub und Krankheit passieren sollte, dass ein Elternteil mal mehr und wenn es nur 51% sind, betreut, muss dann der andere Elternteil Angst haben, dass dieser sich eine RA nimmt und wieder anfangen könnte, mit Forderungen, wie Kindesunterhaltneuberechnung da kein echtes WM;  Erstwohnsitz weil es doch eine Hauptbezugsperson gäbe, etc. Huch??
Das wäre ja undenkbar, weil man nie Frieden bekkommt !

Herzliche Grüße


Gespeichert
brille007
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10.398



« Antwort #1 am: 22. August 2011, 15:01:35 »

Moin Flix,

wenn Ihr tatsächlich akribisch die Minuten nachrechnen wollt, wer Euer Kind wann wie lange betreut hat, um Euch danach wechselseitig einen reinzuwürgen: Lasst es. Das WM basiert auf Vertrauensbasis, nicht auf Misstrauen. Alles andere wäre etwa so sinnvoll wie einen Alkoholiker im Schnapsladen an die Kasse zu setzen. Im übrigen kann man ein WM auch beenden, wenn man bislang nur 20% der Betreuung geleistet hat; "kein Bock mehr" genügt, denn juristisch existiert dieses Modell gar nicht.

Noch einmal der dringende Rat: Eure Probleme heissen derzeit nicht Haupt- und Nebenwohnsitz oder 51-prozentige Betreuung, sondern Schaffung einer vertrauensvollen Elternbasis, zu erreichen beispielsweise durch eine Mediation. Alles andere hat Zeit.

Grüssles
Martin
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     Der einzige Mensch, den man ändern kann, ist der, den man heute morgen geduscht und angezogen hat
Flix
Schon was gesagt
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7



« Antwort #2 am: 22. August 2011, 16:20:21 »

Hallo Martin,

ich weiß, das es das Beste wäre, wenn wir unser Vertrauen wieder herstellen könnten, mir wäre nichts lieber als das. Ich möchte auch nicht Minuten zählen, ich möchte lediglich keine Angst haben müssen. Ich möchte trotz dieser Umstände das Wechselmodell anstreben.

Der KV ist nicht bereit zu einer Mediation, trotz mehrmaliger Aufforderung. Er sagt, er sehe darin keinen Sinn, es sei alles geregelt. Was soll ich dann machen ? Ich empfinde es nicht so, dass alles andere Zeit hat. Während wir in diesem Schwebezustand der Nichteinigung sind und unsere Ängste vor dem Partner haben, verrinnt wertvolle Zeit, in der unser Sohn nicht optimal und verunsichert leben muss.

Du schreibst, wir sollen es lassen, wenn wir das nicht hinbekommen. Die Möglichkeiten die noch übrig sind, sind die, die keiner für sein Kind möchte.

Grüße
Flix
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oldie
Administrator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 4.529


Bonnie 2


« Antwort #3 am: 22. August 2011, 16:37:27 »

Hi

Auch ich sehe das Problem im nicht vorhandenen Vertrauensverhältnis. Wo z.B. befindet sich Deine Angst konkret? Gibt es Anzeichen dafür, dass z.B. der KV Unterhalt fordern wird? Oder Du? Warum ist der Sohn verunsichert? Der bekommt doch davon eignetlich nix mit, da es nur in den Köpfen seiner Eltern existiert? Oder vielleicht auch nur in Deinem Kopf.

Ich kann nicht nachvollziehen, wo der Junge hier involviert ist.

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Flix
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7



« Antwort #4 am: 22. August 2011, 17:19:50 »

Hallo Oldie,

also, wie gesagt, ich erkenne unser Problem des gestörten Vertrauensverhältnisses auch, ich weiß nur nicht, wie ich es ändern soll.
Meine konkrete und begründete Angst liegt darin, dass der KV das WM kündigt und Prozesse zum Erhalt des alleinigen Sorgerechts oder zumindest
des Aufenthaltsbestimmungsrecht führen wollen wird. Meine Angst ist begründet, dies möchte ich aber nicht öffentlich im Beitrag schreiben.
Vielleicht wird so ein Prozess nicht mehr angestrebt, wenn keiner mehr vor dem anderem Angst haben müsste.

Seit einem Monat leben wir das WM, aber ohne es richtig vereinbart zu haben. Das Kind sollte beim Wechsel nicht die Angst haben müssen, dass es für einen Elternteil Partei ergreifen muss. Aber es spürt unsere Uneinigkeit, davon bin ich überzeugt. Es ist subtil, aber bei mir gehen die Alarmzeichen auf rot, wenn unser Sohn darum bittet, das letzte Stückchen Weg alleine gehen zu dürfen weil ich fühle, dass er das möchte, weil er dieses Unausgesprochene zwischen den Eltern nicht spüren möchte.

Es ist auch klar, dass Du das nicht nachvollziehen kannst, weil Du nicht diese Situation erlebst. Leider ist es nicht nur in meinem Kopf:

-es wird um das Kind gebuhlt durch teures und vieles Spielzeug, Reisen etc.
-es wird ihm nicht erlaubt, sein Spielzeug jeweils mit zum anderen Elternteil mitzunehmen
-es kann an einem Geburtstag nicht teilnehmen, weil es auf einen Elternteil fällt, der mit der Familie des Geburtstagskindes nichts zu tun hat und darauf
 gepocht wird.
-einer der beiden Elternteile den anderen nicht begrüßen kann
-
so lange wir keine Einigung haben, sitzen wir in unseren Schützengräben und Kinder haben feine Antennen

Wir versuchen beide bestmöglichst das Kind aus den Streitigkeiten rauszuhalten, in dieser furchtbaren Krise kriegen wir es nicht immer hin.
Hoffe Du kannst jetzt verstehen, wieso diese Situation nicht gut für das Kind sein kann.


Grüße
Flix

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Beppo
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 11.160


Ich bin nicht Deutschland. Ich bin Griechenland.


« Antwort #5 am: 22. August 2011, 17:45:55 »

Moin Flix.
so lange wir keine Einigung haben, sitzen wir in unseren Schützengräben und Kinder haben feine Antennen
Umso wichtiger nun, auf tatsächliche oder vermeintliche Provokationen und Angriffe nun nicht mit einer größeren Provokation zu reagieren, sondern mit einer kleineren, oder noch besser gar keiner zu reagieren.

Nur so kann man eine Eskalationsspirale in eine Deeskalationsspirale verwandeln.

Gruß Beppo
Gespeichert

"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
Meo-Micaela Hahne, Vorsitzende Richterin am BGH
brille007
Globaler Moderator
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10.398



« Antwort #6 am: 22. August 2011, 18:00:04 »

Moin Flix,

sorry, aber so wird das eben nix mit Eurem Wechselmodell. Wenn Du mit jemandem klettern gehen willst, funktioniert das auch nur mit dem blinden Vertrauen, dass der andere Dich anseilt und sichert. Wenn Du die Sorge haben musst, dass er Dich um seines persönlichen Vorteils willen eher abstürzen lässt, bleibst Du besser zuhause. Und glaub mir: Gegen die Aufgabe der Kindererziehung ist Bergsteigen ein Spaziergang.

Blockaden wie "Mediation halte ich nicht für nötig" sind kontraproduktiv. Dann halte meinetwegen dagegen, dass die Frage des Hauptwohnsitzes nur in einer Mediation geklärt wird und es ohne eine solche keine Zustimmung Deinerseits gibt. Eure Trennung ist Geschichte; Ihr müsst Euch nicht mehr täglich aushalten - ab da können erwachsene Menschen sich doch (wieder) vernünftig begegnen. Oder bekriegt Ihr auch Eure Arbeitskollegen bis auf's Messer, weil sie mal schräg geschaut haben?

Vielleicht gibt es auch eine gemeinsame Vertrauens- oder Respektsperson, mit der Ihr Euch beide auf neutralem Boden mal an einen Tisch setzen könnt, um die Gesprächsbasis wieder in Gang zu bringen. Aber Ihr müsst an Lösungen arbeiten und nicht an Kleinkriegen - denn die gewinnt sowieso keiner von Euch. Sicher ist nur, dass Euer Sohn durch Euren Egoismus verlieren wird.

Grüssles
Martin
Gespeichert

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