Hallo,
nach langem mitlesen, möchte ich mich nun auch mal aktiv beteiligen.
Ich brauche Tipps und Erfahrungen zum Thema "Klage auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht".
Mein Sohn ist 4 Jahre alt und er lebt seit der Trennung vor 1,5 Jahren bei der Mutter. In letzter Zeit sehe ich große Veränderungen: er ist plötzlich ängstlich, aggresiv, entwickelt sich sprachlich zurück.
Nachdem selbst die Eltern der Kindesmutter auf mich zukamen und den Junge in Gefahr sehen, habe ich mich entschlossen meinen Sohn zu mir zu holen. Also ab zum Anwalt und Klage eingereicht.
Hier mal die wichtigsten Anklagepunkte:
-Arbeitszeiten der Mutter (6 Tage in täglich-wechselnden Schichten).....der Junge wird ständig von dritten betreut. er lebt aus dem koffer und ist fast jeden tag wo anders.
-wutanfälle gegenüber der mutter, schlägt sie, bespuckt sie, zerstört gegenstände, bemalt die wohnung.....bei mir ist er nie so
-beschimpft kinder "idiot, **tsts - ID 7**...".....mutter sagt es bringt nichts es ihm zu verbieten, er lacht sie dann aus und macht es trotzdem. bei mir ist das nicht so.
-mutter setzt ihn ständig vor den fernseher, nimmt mahlzeiten alleine im kinderzimmer oder vor dem fernseher zu sich
-mutter ist bei krankheit überfordert, arztbesuche übernehmen ich oder meine eltern. selbst mit ringelröteln hat sie ihn zu uns geschickt, wissentlich das meine ehefrau schwanger war, und weigerte sich mit zum arzt zu kommen.
-kleidung ist viel zu klein oder kaputt.....ich habe ihn alles neu gekauft die er dann beim umgang trägt
-mutter meint kinder lernen alles alleine. sie weigert sich im treppe laufen (mit 4j.) beizubringen, farben zu lernen, tischmanieren, basteln, malen usw....das übernehmen alles mein frau und ich
-sie weigert sich zu kochen (nach eigener aussage), bringt ihn erst um 11 in die kita und lässt ihn nach dem mittag von anderen abholen, hauptsache sie muss nichts zu essen machen. wenn er zu uns kommt rennt er erstmal zu meiner frau und fragt ob sie für ihn gekocht hat. von seiner mutter bekommt er nur süßes oder dosenessen
-kind erzählt uns das mama ihn den **tsts - ID 6** voll gebe. darauf angesprochen sagt sie das es doch nicht schlimm sei.
-selbst an ihren freien tagen verbringt sie die ganze zeit bei ihren geliebten pferden. in der zeit wird kind dort von fremden betreut. kind erzählt das er dann weine
nun mal zu unseren Verhältnissen:
Mutter: Berlin Marzahn, Plattenbau, wechselnde Partner
Ich lebe mit meiner Frau und unseren 2 Kindern in einem eigenheim mit garten. Kind hat bei uns sein eigenes Zimmer. Er kennt hier alle nachbarn da er hier bis zur trennung gelebt hat. Seine Freunde leben hier, mit denen er an den umgangswochenenden in den gärten spielt. es ist eine verkehrsfreie gegend, weswegen alle kinder vor den häuser gemeinsam spielen, fahrrad fahren usw. meine frau ist noch 1 jahr in elternzeit und wird dann wieder im deutschen bundestag halbtags arbeiten. ich bin bäcker und arbeite ausschließlich nachts. daher bin ich den ganzen tag zuhause und es ist selbst in krankheitsfällen für die betreung gesorgt. sein alte kita ist in der gleiche straße und würde ihn wieder aufnehmen.
also was denkt ihr? wie sehen meine chancen aus?
wir wollen auch 2 jahre auf unterhalt verzichten, weil sie natürlich erstmal ihr leben neu gestalten muss. wenn sie unter der woche frei hat kann sie ihn gerne zu sich nehmen. hauptsache mein sohn hat endlich einen festen lebensmittelpunkt und es wird für seine schulische zukunft gesorgt.
hat jemand den gleichen schritt gewagt? und wie ging es aus?
bin auf eure meinungen sehr gespannt
