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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 17:39:49 *
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Autor Thema: Wer soll das alles bezahlen???  (Gelesen 1036 mal)
PhoeniX
Gast
« am: 22. Dezember 2004, 02:15:15 »

Hallo an alle.

Habe das Problem, das ich aus meiner Trennung nicht nur mit zerstörten Gefühlen sondern auch mit ca 30.000 € Schulden raus gehe.
Kurz vor der Ehe fing es an. Ich kaufte eine Küche auf Raten. Dann die Hochzeit. Es folgten Kredite für ein neues Auto Möbel etc. Irgendwann verlohren wir den Überblick. Wir fassten die Schulden in einem Kredit zusammen. Doch leider verfiel meine Frau in eine Art Kaufsucht. Nie war genug Geld da. Zu Spitzenzeiten verdiente ich ca 1800€ netto + 900€ Spesen (wovon 800 in die Haushaltskasse flossen).  Dann noch Kindergeld und Unterhalt für die nichtleibliche Tochter. Trotzdem reichte es ihr nicht. Warum ich die Notbremse nicht zog? Keine Ahnung. Auf jeden Fall stehe ich jetzt bei Kaufhäusern, Banken, Ex-Vermietern und Freunden mit ca. 30000€ in der Kreide.
Da mir außer dem Selbstbehalt nichts bleibt, da ich den rest an meine EX zahle frag ich mich wie es weiter gehen soll? Die eidesstatliche Versicherung hab ich schon abgegeben. Mit 100€, die ich evtl. übrig hätte, kann ich nicht mal die laufenden Zinsen zahlen.

Der Gerichtsvollzieher kommt mitlerweile schon gar nicht mehr. Er hat die Lust verlohren.
Da leider auch die Lebensversicherung gefändet ist, bleibt mir nicht einmal mehr der Strick.  Lächelnd  
(gott sei dank kann man das Lachen nicht Pfänden)

Wer kann mir da weiter helfen?

MFG
Gespeichert
Uli
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Beiträge: 5.561


VS-Fossil


WWW
« Antwort #1 am: 22. Dezember 2004, 08:24:11 »

Hallo Phoenix,

du solltest auf jeden Fall das Gespräch mit den Banken suchen. Bei den Banken sind die Gelder oftmals bereits ausgebucht. Die haben wenig Interesse daran, ihre Gläubiger in die private Insolvenz zu treiben, denn bekämen über Jahre hinaus nur kleine Kleckerbeträge. Manchmal kann man mit denen einen Deal machen. Sie bekommen einen bestimmten Betrag sofort, der weit unter dem Nennbetrag der Schulden liegt und entlassen einen dann aus der Schuld. Einen solchen Betrag könnte man evtl. in der Verwandtschaft zusammenkratzen.

LG Uli
Gespeichert
DeepThought
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Beiträge: 12.054



WWW
« Antwort #2 am: 22. Dezember 2004, 08:49:46 »

Moin PhoeniX,

ergänzend zu Uli's Vorschlag von meiner Seite her der Tipp in Richtung Schuldnerberatung. Da du eh am SB lebst, kannst du auch gleich Insolvenz anmelden. Mach dich bei denen mal schlau, was das für dich und deine Familie genau bedeutet.

Dies Gespräch ist auch gut geeignet, um Argumentationshilfen bei der Bank zu haben. Wenn die deine Bemühungen erkennen und deren Aussichtslosigkeit, lassen die oft noch leichter mit sich reden.

DeepThought
Gespeichert


Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
PhoeniX
Gast
« Antwort #3 am: 22. Dezember 2004, 17:47:32 »

Hallo @ all.

Das Gespräch mit den Banken/Gläubigern hatte ich schon.  Einer hat mir sogar 2000€ erlassen, da es größtenteils Mahn und Anwaltskosten waren und ich insgesamt 105 % der Hauptvorderung bezahlt hatte. Der Hauptschuldner 23000 hat mir das Angebot gemacht 18000 zu zahlen. Aber woher nehmen und nicht stehlen??
Ich denke die private Insolvenz ist bei mir wohl unumgänglich. Zwar sträube ich mich irgendwei dagegen, da ich normalerweise für meine Fehler einstehe.

MFG

Wer hat Erfahrung mit einer privaten Insolvenz?
Gespeichert
Melly
Gast
« Antwort #4 am: 22. Dezember 2004, 18:18:45 »

Hallo Phoenix,

da ich Deine Geschichte ja kenne, sollte dazu nochwas geschrieben werden.
Du hast mir ja gesagt, daß Du der Ex TU zahlen mußt und die Schulden vom gegnerischen Anwalt nicht anerkannt werden.
Das sollten viele hier auch wissen, daß Du TU bis zum Selbstbehalt zahlen mußt.
Meines Wissens nicht richtig, da ehebedingte Schulden grundsätzlich im TU berücksichtigt werden müssen.
Ich denk auf diese Frage wolltest Du doch auch hinaus oder?
Normalerweise sieht das immer so aus, daß erst die Kreditraten gezahlt werden und dann der TU errechnet wird.
Die Schulden sind ja auch Baustelle Deiner Frau.
Jörg und Uli werden das sicher bestätigen können oder?
Also bei meinem Mann war das so, was die Schulden auf dem Haus betreffen, die wurden ja von seinem Einkommen gezahlt und die Ex hat das damals beim Anwalt nicht erwähnt, da sie soviel Ahnung wie nen Kleinkind hatte.
Am Ende wurden erstmal die Raten die zu zahlen waren abgezogen und dann erst der TU ermittelt.
Wäre es anders rum gewesen, hätte sie einen viel höheren TU als 160 Euro bekommen *g
Es haften grundsätzlich die Eheleute gemeinsam für die Schulden.
Du hast ja , wie Du mir gesagt hast alle Beläge, daß diese Anschaffungen in der Ehezeit nachweisbar sind.
Ich hoffe das bringt etwas Licht ins Dunkle.
Gruß
Melly
Ps: muß noch hinzufügen, daß Phoenix den TU ohne anwaltliche Beratung auf seiner Seite abdrückt!!!!!!

[Editiert am 22/12/2004 von Melly]
Gespeichert
Leny1974
Zeigt sich öfters
**
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 64


« Antwort #5 am: 24. Dezember 2004, 00:48:08 »

Hallo Phoenix,

ich kann Melly nur beipflichten. Auch beim TU werden in der Ehe angehäufte Schulden hälftig angerechnet.

Also solltest Du erstmal da sparen. Ein Gang zur Schuldnerberatung wäre auch zu empfehlen.
Wenn Du mehrere Gläubiger hast und nun jedem immer kleckerweise mal was zahlst, kommst Du nie von dem Schuldenberg runter, da das bischen Geld nur für Zinsen und Kosten draufgeht.
Hast also auch nichts gewonnen.

Mein Mann hatte Schulden von etwas über 8000 € (Dispo überzogen). Er rutschte immer tiefer rein, und vierteljährlich ging es weiter aubwärts, nur wegen der Zinsen.

Er hat dann eine Umschuldung gemacht, d.h. weniger Zinsen und vor allem nur ein Gläubiger . Monatlich zahlt er 150 € + 50 Euro für eine Lebensversicherung in Höhe seiner Schulden, die er bei der Bank abgeschlossen hat (wollten die als Sicherheit) . Vielleicht geht das bei Deiner Bank ja auch?!

Grüsse Leny
Gespeichert
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