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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 13:41:19 *
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Autor Thema: Bekleidung für das Kind am Wochenende  (Gelesen 941 mal)
Albae
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5



« am: 21. Januar 2011, 17:12:45 »

Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem guten Rat, wie wohl die meisten hier.

Ich bekomme mein Kind seit einigen Jahren regelmäßig alle 14 Tage zum Wochenende. Seit dem letzten Mal gibt die Mutter mir nun keine Kleidung mehr mit. Sie steht auf dem Standpunkt, ich könne die notwendige Kleidung selber kaufen.

Ist die Mutter nicht verpflichtet dem Kind angemessene Kleidung mit zu geben? Denn dafür zahlt man doch unter anderem Unterhalt?

Und, welche vernünftige Möglichkeit habe ich, ihr das Begreiflich zu machen?

Könnte ich zur Not Kleidung kaufen und ihr den Kaufbetrag vom Unterhalt einbehalten? Natürlich würde ich ihr die Quittungen in Kopie geben.

Für einen Tipp wäre ich dankbar.

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brille007
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10.393



« Antwort #1 am: 21. Januar 2011, 17:20:01 »

Moin Albae,

dieses Problem haben wir hier öfters. Ja, sie ist verpflichtet, Dir Kleidung mitzugeben - und ja: Dafür ist (unter anderem) der Unterhalt da. Und nein: Du kannst vom Unterhalt deshalb trotzdem nichts einbehalten (wenn dieser tituliert ist); sonst kommt im Zweifelsfall umgehend der Gerichtsvollzieher zu Dir und pfändet die einbehaltenen Beträge.

Du kannst Deiner Ex das begreiflich machen, indem Du sie deswegen verklagst. Für die Kosten, die Dir dafür entstehen, kannst Du eine ganze Menge Klamotten kaufen; von Zeit und Nerven gar nicht zu reden.

Unser Rat in solchen Fällen lautet regelmässig: Hör Dich im Freundeskreis um, wer Klamotten in passender Grösse abzugeben hat und/oder schau mal bei ebay& Co. Deswegen ein Fass aufzumachen lohnt nicht. Es bestärkt Deine Ex höchstens in der Annahme, dass man Dich mit solchen Kinkerlitzchen ärgern kann. Da solltest Du drüberstehen.

Grüssles
Martin
Gespeichert

     Der einzige Mensch, den man ändern kann, ist der, den man heute morgen geduscht und angezogen hat
Albae
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 5



« Antwort #2 am: 21. Januar 2011, 21:35:10 »

Moin-Moin Martin,

vielen Dank für die prompte Antwort.

Nun, so etwas in diese Richtung habe ich mir bereits gedacht. Habe nun doch schon ein wenig Erfahrungen machen dürfen.

Grüße
Gespeichert
Mux
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 835



« Antwort #3 am: 22. Januar 2011, 00:20:10 »

Hi,
ich hab es bisher wie Martin gesehen und auch gehandhabt. Das heißt, brav Kindesunterhalt überwiesen, Umgangskosten bezahlt, um das Kind zu sehen und die Kleidung bezahlt, damit ich mit meinem Kind auch mal außer Haus gehen konnte. Zum Dank hat sie den Kindesunterhalt neu berechnen lassen und eine Erhöhung durchgedrückt. Mein Kind kommt trotzdem immer noch in Lumpen zum Umgang.

Ist werde genau deswegen ein Fass aufmachen. 

Es reicht.

Es ist keine Kleinigkeit. Es ist ein maßgeblicher Teil, wofür Kindesunterhalt aufzuwenden ist.
Ich würde mir tausende von Verfahren von Vätern an deutschen Geirchten wünschen, die einzig und allein darauf abzielen, die Kinder vernünftig gekleidet zu sehen. Vielleicht würde das mal am Mythos der deutschen Mutter kratzen.

Es gibt ein Urteil, wo´s ein tapferer Vater mal durchgezogen hat.
Mehr davon.
Mux
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bagger1975
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 624


« Antwort #4 am: 22. Januar 2011, 01:20:05 »

Hallo @Albae und @Mux,

wegen so etwas ein "Fass aufmachen", geht`s denn noch?

Bitte, wie @brille bereit`s sagte: "Da solltest Du drüberstehen"

Da macht man sich einfach einen schönen Nachmittag mit seinem Kind in der Stadt, so richtig mit Eis, Straßengaukler beobachten, auf Kirchtürme steigen, Bratwurst, Zoogeschäfte, Dummschauen usw. und spaziert so nebenbei mal in die Kinderabteilung bei H&M oder sonstwohin! Und dann wird halt dann einfach was schönes gekauft! Aber bitte kein Lillifeeschrott oder so.

Mein Spatz rennt zwar nicht in Lumpen rum, geärgert (und ich weiss genau was Ihr meint!) habe ich mich doch schon so manchesmal! Gerade wenn man auch mehr KU  zahlt, als eigtl. sein müsste!

Ich hab halt nen Mädchen! Und mit Papi geht die mittlerweile ganz gerne Einkaufen, wenn sie mal darf! Ich verwöhne sie zwar nicht besonders, aber seit dem ich das mit dem Klamotteneinkaufen 3-4 mal durchgezogen habe, hat KM gemerkt, dass ihre Klamotten-Masche nicht zieht und ggfs. andersherum läuft! Kind fand`s nämlich ganz toll!

Also locker bleiben und drüber stehen! Ich will echt nicht überheblich sein, aber für Klamotten o.ä. sollte schon noch Kohle da sein! Notfalls hört man Rauchen auf! Und deswegen Diskussionen anfangen, nee, den Gefallen tue ich der KM definitiv nicht und bringt auch für niemanden etwas!

Vg Michi 

Gespeichert

Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind günstig!*

*frei nach Seneca
brille007
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10.393



« Antwort #5 am: 22. Januar 2011, 01:34:07 »

Moin Mux,

Du hast ja recht: In der Theorie. In der Praxis wirst Du dem Problem begegnen, wie "Lumpen" juristisch zu definieren sind, wo genau die Grenze zu "ordentlicher Kleidung" liegt, wie Du gerichtsfest beweist, in welchen Klamotten Dir das Kind übergeben wurde, wie die Übergabe in "falschen" Klamotten im Einzelfall zu sanktionieren ist - und natürlich auch damit, dass Familiengerichte wahnsinnig viel Lust haben, sich mit solchen Kinkerlitzchen zwischen zerstrittenen Erwachsenen zu beschäftigen. Am Ende bekommt man ein Urteil sowie eine Gerichts- und Anwaltskostenrechnung - und mit ein bisschen Glück (und gratis) eine hübsche Retourkutsche in Form von Umgangsboykott oder anderer Spitzen.

Es ist die eigene Lebensqualität, die unter solchen Kämpfen leidet. Und natürlich die der betroffenen Kinder, die erleben müssen, dass ihre Eltern sich noch Jahre nach der Trennung wegen unwichtiger Klamottenfragen vor Gericht bekriegen müssen - mit Argumenten, die mit "es ist mein Recht" oder "es steht mir zu" beginnen. Auch den Respekt der Kinder erwirbt man sich kaum, wenn man es "ihrer Mutter mal richtig zeigt". Wo soll das enden - und wann?

Wie bagger schreibt: Provokationen ignorieren, shoppen gehen, cooler Dad sein, Spass haben, fertig.

Grüssles
Martin
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     Der einzige Mensch, den man ändern kann, ist der, den man heute morgen geduscht und angezogen hat
wedi-
_wedi
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.961


« Antwort #6 am: 22. Januar 2011, 09:25:56 »

Hi

Ich geb meinen Senf da auch mal zu.

Als ''alt Schulden tilgender-fiktives Einkommen angerechneter-weit unter dem SB lebender-mangefall-1 Kind bei ihm lebender-2 facher voll KU-EU-Zahler''ist es nicht immer einfach für Zwillinge Mädchen und Jungen, die dann auch noch mehrere Hundert Kilometer weit weg wohnen, den Kleiderschrank immer so bestückt zu haben wie es deben gerade mal so notwendig ist.

In einem der vielen Umgansverfahren wollte ich eigentlich nur zur Sprache bringen, das die Kinder vor Antritt der Fahrt etwas gegessen haben, so das ihnen während der mehr stündigen Fahrt nicht vor Hunger schlecht wird.
Angebracht habe ich in der ''Vorwurfs Verhandlung'' aber auch das die Kinder der Witterung entsprechend bekleidet übergeben werden sollten.
Als der Richter das hörte schaute er schon ziemlich komisch die KM an.

In dem Urteil wurde dann das auch so festgehalten.Geändert hatte sich aber nichts.
Alles blieb wie es war und ich hatte Glück, das meine LG'in Geschwister hatte und die hatten sehr viel Klamotten für die Twins, so dass Ihr Kleiderschrank im laufe der Zeit sehr gut gefüllt war.
Nach ein paar Jahren hatt sich das Thema von selber erledigt, denn die Kinder wollten nicht mehr meine ausgesuchten Sachen tragen, sondern brachten ihre eigenen mit, mein Geschmack was das betraf, war wohl nicht so toll.

Deswegen aber extra klagen und sich das Leben noch schwerer machen, würde ich nicht.



Gruss Wedi
Gespeichert
Schwarzwaldmaedel
_Schwarzwaldmaedel
***
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 223



« Antwort #7 am: 22. Januar 2011, 09:28:10 »

Guten Morgen!

Nun ja, wenn man nur noch den Selbstbehalt hat und einem hunderte von Kilometern vom Kind trennen, ist mal eben shoppen gehen eben nicht drin.

Ebay ist zwar ganz nett aber was man da bekommt, ist oft auch Gkückssache. Was kann man sonst noch tun? Schaut in Secondhandshops vorbei, die sind genau wie Läden und die meisten legen Wert darauf, dass die dort angebotene Kleidung fast wie neu daherkommt. Ansonsten fragt im Freundes-, Bekannten- und Verwandtenkreis rum, denn Kinder wachsen so schnell, da haben die Klamotten meist keine lange Zeit vor sich, bis sie abgelegt werden und bevor die in der Altkleidersammlung landen...

Und Modenschauen machen auch kleinen Ladys schon Spaß  

LG, das Schwarzwaldmädel
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neuezeit
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 553



« Antwort #8 am: 22. Januar 2011, 19:06:52 »

Hallo,


ich habe mich wegen der Klamotten jahrelang meist auf Flohmärkten eingedeckt und manchmal auch bei aldi und Co. mit neuen Sachen. Auf Flohmärkten habe ich zB dann auch größere Sachen schon mitgekauft, wenn diese ok waren.

Ich fand es einfach entspannender (Sie wahrscheinlich auch), nicht auch noch die Frage mit Ex klären zu müssen, wieviel Sachen Sie bei Übernachtungen / Urlaub mit gibt (die Klamotten der kids waren ansonsten immer ok!).

Schließe mich dem Rat an, hier kein Fass aufzumachen.

neuezeit
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