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vatersein.de - Forum  |  Themen  |  Trennung, Scheidung (Moderator: 82Marco)  |  Thema: Ehetherapie
Seiten: [1]   Nach unten
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Autor Thema: Ehetherapie  (Gelesen 2428 mal)
robbie74
Schon was gesagt
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Beiträge: 24


« am: 11. Januar 2011, 10:12:27 »

Auch hier bin ich mir nicht sicher wo das Thema hingehört....

Meine Frau hat glücklicherweise zugestimmt das wir zu einer Eheberatung gehen.
Alleine das gibt mir natürlich die Hoffnung das Sie (zumindest Mittelfristig) wohl doch noch nicht 100% mit mir abgehackt hat.
Hat den jemand Erfahrungen/Tipps zu Therapien und eventuellem Neuanfang?
Mit Sicherheit ist kurzfristig alles zu emotional, aber eben vielleicht in paar Wochen/Monaten (im April bekommt sie ja erst unser zweites Kind).

Macht es überhaupt Sinn JETZT (wo ich gerade 5 Tage ausgezogen bin, und beide VOLLER emotionen stecken) zu einer Therapeutin zusammen zu gehen?

Falls jemand mehr Hintergrundwissen möchte, hier die ganze Geschichte:
http://www.vatersein.de/Forum-topic-21432.html
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papajo
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« Antwort #1 am: 11. Januar 2011, 10:31:34 »

moinsen robbie,

ich hab, wie so einige andere auch, Erfahrung mit so was.

Geh / geht erst mal hin und warte ab.

Du wirst erstens erkennen, mit welcher Intention Deine DEf bereit ist mit Dir dort hinzugehen und zweitens feststellen, ob es DIR helfen kann/wird oder nicht.

Und behalte bitte schon mal im Hinterkopf:

Eine Eheberatung kann als Eheberatung starten und als Trennungsberatung weitergehen!

grüßle
jo
« Letzte Änderung: 11. Januar 2011, 10:35:20 von papajo » Gespeichert
Beppo
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« Antwort #2 am: 11. Januar 2011, 10:44:53 »

Eine Eheberatung kann als Eheberatung starten und als Trennungsberatung weitergehen!
Man sollte aber auch immer ein Auge darauf haben, dass es nicht für den einen, das eine, und für den anderen das andere ist.
Dann geht es mit Sicherheit schief.
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"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
Meo-Micaela Hahne, Vorsitzende Richterin am BGH
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« Antwort #3 am: 11. Januar 2011, 12:01:04 »

Man sollte aber auch immer ein Auge darauf haben, dass es nicht für den einen, das eine, und für den anderen das andere ist.
Dann geht es mit Sicherheit schief.

absolut. genau DAS ist natürlich auch meine sorge, das da unterschiedliche Interessen dahinterstecken.
Dann wäre die Sache ja wirklich sinnlos. Aber ich denke zu verlieren hat man ja nix dort.
Oder ob es ein Unterschied machen könnte JETZT wo sie ziemlich (eigentlich wirklich grundlos) aufgebracht ist gegen mich,
oder ob es besser ist paar Tage/Wochen erst vergehen zu lassen, und DANN die beratung aufsuchen?
oder mache ich mir einfach zu viel gedanken, und es ist schlicht wurscht wann?
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« Antwort #4 am: 11. Januar 2011, 12:06:18 »

Zitat
oder mache ich mir einfach zu viel gedanken, und es ist schlicht wurscht wann?
So würde ich es sehen.

Verliert keine Zeit und geht gleich da hin. Es müssen doch nicht erst noch mehr ungute Tage vergehen.

Und ob ihr mit unterschiedlichen Ansätzen dort loslegt oder nicht, sollte ein guter Therapeut schnell erkennen und mit euch abklären.
Ansonsten kannst Du das Thema ja zur Sprache bringen.

Gruß, Michael
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82Marco
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« Antwort #5 am: 11. Januar 2011, 12:08:40 »

Servus Robbie!
Ich würde mir mal weniger Gedanken machen.
Deine Frau hat zugestimmt, könnte ja ein Funken Hoffnung sein.

Wenn die Therapie bzw. der/die Therapeut(in) gut ist, wird bald rausgefunden werden, ob es für eine gemeinsame Zukunft noch ein tragfähiges Fundament gibt.

Bis dahin solltest Du für Dich selbst ehrlich (!!) rausfinden, ob nach all den Vorkomnissen Du Dir vorstellen kannst, mit Deiner Frau dennoch gemeinsam alt werden zu wollen...

Grüßung
Marco
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robbie74
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« Antwort #6 am: 11. Januar 2011, 16:43:55 »

danke euch für die vielen tipps...

ja marco, ich frage mich manchmal: will ich das noch mit ihr?
aber ich liebe meine tochter so unbeschreiblich, ich würde den rest meines lebens schon DESHALB bei meiner frau verbringen - auch wenn das natürlich keine Basis ist.

das mit dem "guten" Therapeuten ist natürlich mein aktuell grossen problem. welchen? eine kostenfrei beratungsstelle? (nicht des geldes wegen).
oder muss es überhaupt ein klassischer Therapeut sein? Meine Eltern kennen von einem Paar eine Eheberaterin, die ist aber offensichtlich keine ausgebildete Psychologin. Bei denen hats wohl trotzdem was gebracht. Bin einfach total unsicher. Denke die Wahl des Theraupeuten/Beraterin kann teilweise das Entseidende sein.
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« Antwort #7 am: 11. Januar 2011, 16:58:44 »

Servus Robbie!
Zitat
aber ich liebe meine tochter so unbeschreiblich, ich würde den rest meines lebens schon DESHALB bei meiner frau verbringen - auch wenn das natürlich keine Basis ist.
DAS wäre des verkehrteste, was Du machen kannst. Du sollst glücklich sein (mit jetziger, mit zukünftiger oder ohne Frau), damit Du in allen Belangen für Tochter Papa sein kannst/darfst.
Bevor Du Dich versiehst, zieht sich Tochter möglicherweise einen Schuh an, auf dem steht "Papa ist aus Liebe zu mir unglücklich mit Mama!". Dieser Schuh ist überhaupt nicht für sie konzipiert, sei also vorsichtig!

Grüßung
Marco
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« Antwort #8 am: 11. Januar 2011, 17:13:00 »

Moin robbie,

selbst der beste Therapeut ist kein Zauberer: Er kann Wege und Kommunikationsbarrieren aufzeigen - aber gehen müssen die Beteiligten diese Wege schon selbst. Es macht auch keinen Sinn, mit einer bestimmten Vorgabe eine solche Therapie zu beginnen ("...das soll meine Ehe retten..." oder "...der soll meiner Frau mal zeigen, was sie alles falsch macht..."), denn zu einer Ehe kann man weder vor ihrem Beginn noch nach ihrem Ende jemanden überreden; das muss Deine Noch-Frau schon von sich aus wollen.

Möglicherweise kommt bei einer solchen Therapie auch nur heraus, dass Eure Ehe am Ende ist, aber dass Ihr es schaffen könnt, auch als getrennte Eltern eine verantwortungsvolle Kommunikationsbasis zu pflegen. Und auch das wäre ein gutes Ergebnis im Interesse Eures Kindes.

Richtig erkannt hast Du:
aber ich liebe meine tochter so unbeschreiblich, ich würde den rest meines lebens schon DESHALB bei meiner frau verbringen - auch wenn das natürlich keine Basis ist.
eine solche Scheinehe wäre nämlich die Hölle für Eure Tochter; sie würde das Theater sehr schnell bemerken, was Ihr ihretwegen veranstaltet. Und sie würde sich deswegen schuldig an Eurem Unglück fühlen.

"Der Kinder wegen zusammenbleiben" sagt sich leicht und klingt selbstlos und heroisch; aber überlege Dir einfach mal die praktische Ausgestaltung: Würdest Du deshalb auch auf die Zuwendung einer liebenden Partnerin verzichten? Hättest Du das Recht, dasselbe von Deiner Frau zu verlangen, nur weil ihr des Kindes wegen noch zusammenwohnt? Würdet Ihr freundlich miteinander umgehen - oder doch eher wie Hund und Katze? Wie würdet Ihr praktisch damit umgehen, dass der jeweils andere einen neuen Partner hat?

Euer Ziel muss es sein, Eurem Kind beide Eltern bestmöglich zu erhalten; beispielsweise über ein Wechselmodell und respektvollen Umgang miteinander. DAS brauchen Kinder. Ob ihre Eltern täglich unter einem Dach wohnen ist dagegen nicht von überragender Bedeutung.

Grüssles
Martin
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« Antwort #9 am: 11. Januar 2011, 18:15:52 »

Hi robbie

ich habe deine Geschichte gelesen und habe den Eindruck dass es eine vorübergehende Störung sein könnte, ausgelöst durch die Schwangerschaft, die Ängste wegen der Diagnose usw. Genau das könnte aber so eine Ehetherapie herausfinden, und wege aufzeiegen, wie es doch noch möglich ist, wieder zusammenzukommen. Setzt sicher den Willen und die Bereitschaft, an sich zu arbeiten, Fehler zuzugeben und etwas besser machen zu wollen, voraus. Und zwar auf beiden Seiten.

Nur wegen der Tochter allein die Ehe fortzusetzen wäre der falsche Weg (meine Meinung).

Vor einer Trennung jedoch alles zu versuchen, doch noch gemeinsame Wege zu finden, finde ich gut und richtig.

ligr ginnie
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« Antwort #10 am: 11. Januar 2011, 22:30:19 »


"Der Kinder wegen zusammenbleiben" sagt sich leicht und klingt selbstlos und heroisch; aber überlege Dir einfach mal die praktische Ausgestaltung: Würdest Du deshalb auch auf die Zuwendung einer liebenden Partnerin verzichten? Hättest Du das Recht, dasselbe von Deiner Frau zu verlangen, nur weil ihr des Kindes wegen noch zusammenwohnt? Würdet Ihr freundlich miteinander umgehen - oder doch eher wie Hund und Katze? Wie würdet Ihr praktisch damit umgehen, dass der jeweils andere einen neuen Partner hat?

Euer Ziel muss es sein, Eurem Kind beide Eltern bestmöglich zu erhalten; beispielsweise über ein Wechselmodell und respektvollen Umgang miteinander. DAS brauchen Kinder. Ob ihre Eltern täglich unter einem Dach wohnen ist dagegen nicht von überragender Bedeutung.

Grüssles
Martin

Sorry aber neueste Studien sprechen eine andere Sprache. Kinder brauchen keine glücklichen Eltern, sondern eine intakte Familie, in der die Eltern Konflikte insbesondere im Hinblick auf die Kinder erfolgreich lösen können ! Gut hier nachzulesen

 http://www.noz.de/lokales/13313825/neue-scheidungskultur-gefordert

http://www.sueddeutsche.de/kultur/trennung-gute-scheidung-schlechte-scheidung-1.892123

http://www.trennung-forum.de/wp/?p=202

Es kann keiner in die Zukunft schauen. Vielleicht seit ihr in ein paar Monaten doch wieder glücklich miteinander. Klar werden wieder Krisen kommen, aber dann habt ihr zumindestens schonmal aus euren gemachten Fehlern gelernt. Ich finde den Schritt zur Ehetherapie gut!
Man sollte alles versuchen bevor man den endgültigen Schritt zur Scheidung erwägt !
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« Antwort #11 am: 12. Januar 2011, 08:06:11 »

Servus,

Danke für die Links Mateusz. Aber ich lese daraus nicht die intakte Familie, sondern eine intakte Situation für das Kind heraus. Und die Hoffnung, dass die Erwachsenen dazu in der Lage sind, sich auch wie Erwachsene zu benehmen und nicht wie beleidigte Kleinkinder im Sandkasten.

Zitat
'"'Wünschen sich getrennt Lebende einen klaren Neuanfang, so ist es für die Kinder wichtig, möglichst viel Kontinuität zu ihrem vorherigen Alltag zu erfahren.'"' Dies bedeute aus der Sicht des Kindes nach Möglichkeit keinen Wohnortwechsel, keinen Schulwechsel, Erhalt der sozialen Umgebung mit Großeltern, Freunden, Verwandten usw. Untersuchungen, aus denen der Referent zitierte, zeigen, was Kinder sich wünschen, nämlich möglichst wenig Veränderung. '"'Was spricht dagegen, den nicht sorgeberechtigten Elternteil bei der Übergabe kurz zu einer Tasse Kaffee einzuladen, um dem Kind zu signalisieren, wir bleiben beide Eltern?'"', fragte der Referent.

Die Kinder bräuchten Eltern, '"'die so selbstlos, einfühlsam, geduldig und verwöhnend sind, wie sie es bisher noch nie sein mussten'"'. Oft werde das Kind aber bei Scheidung oder Trennung als '"'Art des menschlichen Zugewinns betrachtet'"'. Wie anders sei es denkbar, so der Referent, dass in jeder anderen Krisensituation Eltern instinktiv zuerst ihre Kinder in Sicherheit bringen, in der Scheidungs- oder Trennungssituation aber die Kinder höchsten Stresssituationen (Mitnahme, willkürlich verhängte Kontaktsperre, erzwungene Umgangsboykotte) ausgesetzt werden?

Für das Kind entscheidend sei, dass die Eltern akzeptierten, dass es nach der Trennung zwei Zuhause habe und '"'nicht bei dem Elternteil, mit dem es weniger Zeit verbringt, nur zu Gast sein darf'"'. Wenn sich aber die Eltern im Kampf um ihre Rechte und Privilegien weiter verstrickten, setze sich für die Kinder die Erfahrung fort, es gehe nicht um sie. Jedes Kind habe Anspruch auf regelmäßige persönliche Beziehungen und direkten Kontakt zu beiden Elternteilen.

Gruß, Michael
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« Antwort #12 am: 12. Januar 2011, 11:10:01 »

ich habe deine Geschichte gelesen und habe den Eindruck dass es eine vorübergehende Störung sein könnte, ausgelöst durch die Schwangerschaft, die Ängste wegen der Diagnose usw.

viele (Freunde, Eltern) sind eben geschockt über die Trennung und sagen auch das wegen der Schwangerschaft. Sie selber meint das kann durchaus eine Rolle spielen, hat aber einfach nur bewirkt das sie das tut was sie sich schon länger nicht traute. Sie ist unheimlich selbstbewusst und stark seit paar wochen, zielstrebig, dinge die sie vom naturell nicht ist. ich habe mir schon überlegt mit Ihrem Frauenarzt kontakt aufzunehme (Er ist auch ein entfernter Bekannter Ihrer Familie, einen Frauenarzt den ich zwischenmenschlich sehr schätze). Das mit ihm mal besprechen. Habe aber sorgen das der Schuss nach hinten los geht wenn sie davon erfährt.
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« Antwort #13 am: 12. Januar 2011, 11:15:17 »

Zitat
ich habe mir schon überlegt mit Ihrem Frauenarzt kontakt aufzunehme
Lass so etwas bleiben!

Bringt eh nichts, weil er sich einfach auf seine Schweigepflicht berufen wird und Du deshalb nichts von ihm erfahren wirst.

Da kannst Du genauso im Internet bei Tante Gockel nachsehen...
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« Antwort #14 am: 12. Januar 2011, 11:18:18 »

Servus Robbie!
Die Geschichte mit dem Frauenartzt würde ich sein lassen, zumindest ohne Zustimmung oder Wissen Deiner Frau.
Alles, was Du nun "hinter ihrem Rücken" machen würdest und sie das rausfindet, wird sich in Form von  steigendem Vetrauensbverlust wiederfinden.
Unter diesen Voraussetzungen wäre eine Ehetherapie nicht unbedignt erfolgsversprechend...

Ich würde jetzt erst mal das erste oder weitere Gespräch(e) bei der Therapie abwarten.

Grüßung
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« Antwort #15 am: 12. Januar 2011, 12:13:53 »

Hi, also erstmal würde ich das mit dem Arzt auch lassen, es könnte eine Eskalation zur Folge haben, und das ist dann immer so schlecht rückgängig zu machen.

Hierzu

Sie ist unheimlich selbstbewusst und stark seit paar wochen, zielstrebig, dinge die sie vom naturell nicht ist.

weiß ich erstmal nicht viel zu sagen, wenn du damit ein Problem hast dass deine Frau selbstbewusst ist und stark ist, bzw geworden ist, dann sehe ich schwarz. Denn Menschen, und auch Frauen, entwickeln sich im Laufe ihres Lebens, und gewinnen mitunter an Stärke, aufgrund der Lebnserfahrung und hier vielleicht auch aufgrund der Diagnose, die sie eben nicht verzweifeln, sondern wachsen und stark sein lässt. Kannst du so eine Frau denn auch lieben?

Also, wenn du dieses Selbstbewusstsein negativ siehst, dann sehe ich scharz, wenn du es als Chance siehst, und eine Parternschaft auf gleicher Augenhöhe wünschst, die aber eben auch Dinge verhandelbar macht, die vorher zB von ihr bedingungslos akzeptiert wurden, dann könnte die Ehetherapie der richtige Weg sein. Ihr könntet lernen auf neue art miteinander umzugehen und zu akzeptieren, dass Leben kein Stillstand ist, auch nicht bei der Persönlichkeitsentwicklung 

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« Antwort #16 am: 12. Januar 2011, 12:36:46 »

ok, ihr hab mich überzeugt, ich lasse das mit dem arzt.
das mit der schweigepflicht sähe ich nicht als problem, es ginge ja darum mit ihm neutral zu besprechen was schwangerschaft alles so auslösen kann psychisch etc.,
ich denke eigentlich er würde ihr auch nix sagen, weil meine absicht ja nicht wäre "mein böse frau", sondern ob man vielleicht psychisch/hormonell einfach erst dinge bei ihr mal anschauen/überprüfen sollte.

@ginnie
um gottes willen, glaub du hast mich missverstanden. ich sagte eben nur dass sich das geändert hat sei 2-3 Monaten. Und diese zielstebigkeit entwickelt sie in die trennung, DAS stört mich natürlich, nicht die zielstebigkeit. im gegenteil, immer ermutigte ich sie mehr für sich zu tun, mal mit ner freundin abends weg, nen hobby suchen, interessen für SICH zu entwickeln, aber sie wollte nur mama sein. und so wirkt sie in den letzten monaten/jahren eben irgendwie bisschen lustlos, antriebslos, und man musste sie immer schieben bis sie endlich mal sich um nen amtsanruf etc. kümmerte. (nicht dem kind gegenüber, sie ist eine sehr liebevolle mutter!). DESHALB die erwähnung, weil sie eben seit 3 monaten so anderst ist. und jetzt erst bei der wohnungssuche für sich, die macht vorwärts, sucht wohnungen etc., power und proaktives handeln was ich niemals von ihr kannte!

mittlerweile weis ich auch das ihre mutter ihr auch druck macht, aber eher in die richtung "überleg dir, was sollen auch alle denken, wenn du mal einen findest der schlechter ist"... so zeugs halt fakt ist: wenn ihre eltern ihr druck machen zu mir zurückzukehren, das ist natürlich SEHR SEHR SEHR kontraproduktiv und verkleinert - meiner meinung nach - die chancen das alles sich einrenkt dramatisch.
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« Antwort #17 am: 12. Januar 2011, 12:45:26 »

Moin,

Sorry aber neueste Studien sprechen eine andere Sprache. Kinder brauchen keine glücklichen Eltern, sondern eine intakte Familie, in der die Eltern Konflikte insbesondere im Hinblick auf die Kinder erfolgreich lösen können !
dafür müssen die Eltern verantwortungs- und respektvoll miteinander umgehen, aber nicht unter einem Dach wohnen. Und wenn sie das nicht einmal als getrenntes Paar hinbekommen: Warum sollte das besser funktionieren, wenn die identischen Personen unter einem Dach wohnen und sich dort täglich wegen jeder Kleinigkeit auf den Keks gehen?

"Intakt" ist etwas ganz anderes als im gleichen Haus wohnen. Die These, dass Kinder keine glücklichen Eltern bräuchten, stammt aus der Schublade "Wunschdenken". Mal abgesehen davon, dass auch Eltern ein Recht auf (selbstbestimmtes) Glück haben, das sich dauerhaft nicht allein aus der Tatsache "ich habe Kinder" speist.

Man sollte alles versuchen bevor man den endgültigen Schritt zur Scheidung erwägt !
das hat hier noch nie jemand bestritten. Allerdings beginnt diese Uhr nicht erst zu laufen, wenn einer der Ehepartner das Wort "Trennung" ausspricht und/oder der andere die Forderung nach einer "Chance" äussert: An diesem Punkt ist oft bereits alles versucht worden und die Uhr längst abgelaufen.

Grüssles
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« Antwort #18 am: 12. Januar 2011, 12:54:20 »

@ginnie
um gottes willen, glaub du hast mich missverstanden.

Na da bin ich ja froh 

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« Antwort #19 am: 12. Januar 2011, 19:06:36 »

Moin,
dafür müssen die Eltern verantwortungs- und respektvoll miteinander umgehen, aber nicht unter einem Dach wohnen. Und wenn sie das nicht einmal als getrenntes Paar hinbekommen: Warum sollte das besser funktionieren, wenn die identischen Personen unter einem Dach wohnen und sich dort täglich wegen jeder Kleinigkeit auf den Keks gehen?


Sorry Martin, aber du machst es dir ein wenig zu leicht. Es funktioniert einfach nicht deine "Erwachsenensicht" auf die "Kindersicht" zu übertragen. Kinder werden durch die Trennung/Scheidung innerlich gespalten, sie leben fortan nun in zwei Welten. Dies prägt sie für ihr gesamtes Leben.

Ich weiß, dass wir bei diesem Thema nicht auf einen Nenner kommen werden, hat man ja schon im anderen Thread gesehen . Aber Eltern, die den Schritt gewagt haben Kinder in diese Welt zu setzen, haben die gottverdammte Pflicht ihr Glück hinter das ihrer Kinder zu stellen. Dies ist meine persönliche Meinung zu diesem Thema, die allerdings mittlerweile "leider" durch immer mehr Studien und Langzeiterfahrungen untermauert wird.

Ich werde meiner Tochter trotz allem versuchen ein guter Vater zu bleiben, allerdings weiß ich 100%, dass sie viele ihrer Ängste und Probleme mit "sich" ausmachen und durch die Trennung definitiv Einschränkungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung hinnehmen wird, alleine schon dadurch, dass sie mich als Vater nicht mehr so (oft) wahrnimmt wie sie es vor der Trennung gemacht hat. Und wie wichtig ein Vater für eine Tochter, grad in der ödipalen Phase ist brauch ich glaube ich keinem zu erklären.

Und dies ist leider bei fast 95% aller Scheidungsväter so, dass sie zum Wochenendpapa degradiert wurden...
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« Antwort #20 am: 13. Januar 2011, 01:20:11 »

Moin,

Sorry Martin, aber du machst es dir ein wenig zu leicht. Es funktioniert einfach nicht deine "Erwachsenensicht" auf die "Kindersicht" zu übertragen.
genau das Gegenteil ist der Fall: Du versuchst, hier eine reine Erwachsenensicht zum Mass aller Dinge zu machen, zu der unter anderem gehört, dass Kindern nichts Besseres passieren könne als bei ihren leiblichen Eltern aufzuwachsen, die deshalb unter allen Umständen ein Paar bleiben müssten; ganz egal, wie sie (inzwischen) zueinander stehen. DAS ist ein reines Erwachsenenkonstrukt. Aus wirklicher Kindersicht wäre das Aufwachsen in einer Grossfamilie, einer Kommune oder einem sonstigen "Rudel" mit mehreren Generationen und mit vielen anderen Kindern viel spannender und zudem auch noch sozial vorteilhafter. Ob die Menschen, die in einer solchen Gruppierung für sie sorgen, mit denen sie spielen, von denen sie lernen und Zuwendung, Streicheleinheiten und Trost erfahren, mit ihnen blutsverwandt oder gar miteinander verheiratet sind, interessiert Kinder dagegen nicht die Bohne und ist für das so genannte Kindeswohl praktisch bedeutungslos.

Kinder werden durch die Trennung/Scheidung innerlich gespalten, sie leben fortan nun in zwei Welten. Dies prägt sie für ihr gesamtes Leben.
diese Spaltung passiert genauso oder vermutlich noch schlimmer, wenn ein Paar "der Kinder wegen" zwangsweise zusammenbleibt, das ansonsten keine gemeinsame Basis (mehr) hat. Was daran soll "vorbildhaft" sein?

Ich weiß, dass wir bei diesem Thema nicht auf einen Nenner kommen werden, hat man ja schon im anderen Thread gesehen
das müssen wir auch nicht; jeder trifft seine Entscheidungen für sich. Ich habe meiner Ex keine Träne nachgeweint, habe diese Entscheidung zur Trennung trotz meiner Kinder nie bereut und bin heute glücklich zum zweiten Mal verheiratet. Ich habe meinen Kindern in den vergangenen 21 Jahren auch andere Wünsche nicht erfüllt, ohne mich deshalb mit Selbstvorwürfen zu geisseln. Wenn Du mit Deinen eigenen Entscheidungen ebenfalls zufrieden bist, ist doch alles ok. Nur eben: Deine Entscheidungskompetenz endet an Deiner eigenen Nase; niemand muss sich ihr anschliessen. Allen voran Deine Frau, die ihre eigenen Entscheidungen über das Ende Eurer Ehe treffen kann.

Aber Eltern, die den Schritt gewagt haben Kinder in diese Welt zu setzen, haben die gottverdammte Pflicht ihr Glück hinter das ihrer Kinder zu stellen.
wo steht das mit dieser "Pflicht" und wer hat es entschieden?

Dies ist meine persönliche Meinung zu diesem Thema,
eben: EINE persönliche Meinung. Ich habe eine andere. Und wieder andere haben wieder ganz andere Ansichten. Welche davon richtig sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Annahme Einzelner, im Besitz einer überlegenen und auch für andere zwingend gültigen Meinung zu sein, ist die Basis von Nachbarschafts und Familienstreitigkeiten, Scheidungen und Kriegen.

die allerdings mittlerweile "leider" durch immer mehr Studien und Langzeiterfahrungen untermauert wird.
es gibt Studien und "Beweise" für und gegen alles; auch für die Existenz grüner Männchen und den Weltuntergang am Ende des Jahres 2012. Und es gibt den Tunnelblick, mit dem man vorzugsweise wahrnimmt, was ins eigene Weltbild passt, während man Gegenteiliges ausblendet. Der Umstand, dass irgendetwas im Internet steht oder auf Papier gedruckt wurde, ist per se noch lange kein Beweis für seine Richtigkeit; es ersetzt insbesondere nicht die Benutzung der eigenen Birne.

Und dies ist leider bei fast 95% aller Scheidungsväter so, dass sie zum Wochenendpapa degradiert wurden...
auch dieses Problem löst man keineswegs durch ein gedankliches Verbot von Scheidungen.

Grüssles
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« Antwort #21 am: 13. Januar 2011, 08:49:13 »

Leider sehen es die meisten betroffenen Kinder doch ein wenig anders, wie man gut in diesem Forum nachlesen kann.

http://www.scheidungskinder.de/
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« Antwort #22 am: 13. Januar 2011, 09:08:36 »

@Mateusz
Zitat
Aber Eltern, die den Schritt gewagt haben Kinder in diese Welt zu setzen, haben die gottverdammte Pflicht ihr Glück hinter das ihrer Kinder zu stellen.
Von mir ein ganz klares NEIN.
Ich habe zwei Jahre lang versucht, "zum Wohl der Kinder" eine kaputte Ehe zu retten oder nach aussen (auch den Kindern gegenüber) so zu tun, als wäre alles im Butter.
Als Ergebnis erntete ich einen kolossalen Bauchplatscher mit anschl. Psychotherapie für mich und unseren Ältesten, mehrerer Monate nach Auszug Versuche der KM, Kontakt zu unseren Kindern und Umgänge zu vereiteln, etceterapepe.
DAS ist meine persönliche Erfahrung, die ich gerne weiter gebe und in meinen Augen mehr Wert ist, als irgend eine fundierte, dennoch theoretische Abhandlung in der Fachliterarur.

Mittlerweile habe ich mein Glück gefunden und bin wieder verheiratet und ja, dies hat für mich und meinen Zufriedenheitspegel Vorrang.
Meine (unsere) Kinder werden irgend wann ihre eigene Wege gehen und sie haben jetzt schon verstanden, dass es auch für sie beide gut war, dass ich nicht nicht bei KM geblieben bin.

Keiner von uns hat de richtige Antwort oder Rat in peto, ich schlage aber vor, Du berichtest einfach über Deine Erfahrungen.

Grüßung
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« Antwort #23 am: 13. Januar 2011, 09:39:06 »

Klar Marco,
ich kann dich sehr gut verstehen. Mittlerweile stehe ich auch fast an dem Punkt, dass ich mit dieser Frau nicht mehr zusammenleben kann.

Aber ich wehre mich entschieden dagegen, dass dies für unsere Tochter ein Gewinn sein wird. Das Gegenteil ist der Fall, sie wird dadurch erhebliche Einbußen erfahren, die sie leider für ihr gesamtes Leben prägen werden.

Dies alles unter dem Hintergrund, dass es sich bei den meisten geschiedenen Ehen um keine höchstkonfliktbelasteten (Gewalt, Mobbing, etc) Ehen handelt.

Daher finde ich Robbies und seiner Partnerin Entschluss gut, der Ehe noch eine Chance zu geben und es nicht so leichtfertig wegzuwerfen.
« Letzte Änderung: 13. Januar 2011, 09:41:02 von Mateusz74 » Gespeichert

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« Antwort #24 am: 13. Januar 2011, 09:43:03 »

Zitat
Aber ich wehre mich entschieden dagegen, dass dies für unsere Tochter ein Gewinn sein wird. Das Gegenteil ist der Fall, sie wird dadurch erhebliche Einbußen erfahren, die sie leider für ihr gesamtes Leben prägen werden.
Ihr als Eltern habt es doch ganz maßgeblich in der Hand, wie Eure Trennung für das Kind ausgehen wird.
Und welchen Gewinn es aus einer unglücklichen Beziehung der Eltern ziehen soll ist mir ebenfalls völlig schleierhaft.

Gruß, Michael
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