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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 13:04:16 *
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Autor Thema: Warum sind der Großteil der KM so?  (Gelesen 2380 mal)
brille007
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« Antwort #25 am: 11. Dezember 2010, 14:47:18 »

Moin Hubi,

wenn Du einen greifbaren "Ansatzpunkt" brauchst: Nimm doch einfach mal die Arbeitswelt. Wie oft wird Dein Chef sich Unpünktlichkeit gefallen lassen? Wie unmotiviert kannst Du dort morgens auftauchen? Wie unkollegial und egoistisch kannst Du dauerhaft mit Deinen Kollegen umgehen? Wenn ein bestimmtes Mass erreicht ist, wirst Du die Kündigung kriegen - oder vorher von Dir aus gehen. Eine Ehe funktioniert im Prinzip nicht anders.

Was das hier angeht:
Ist Humor nicht auch ein wichtiges Thema neben "Nähe" und "Chemie"? Wird meiner Meinung sehr unterschätzt.
empfehle ich Dir >>>DIESEN<<< sehr unamerikanischen und erfreulich klischeefreien Film. Einer der Sätze, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind, lautet tatsächlich: "Wir lachen nicht mehr miteinander".

Ja, eine Ehe ist kein Zustand, sondern Arbeit und Bemühen um den anderen, jeden Tag.

Grüssles
Martin
(der jeden Tag eine Menge zu lachen hat)
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« Antwort #26 am: 11. Dezember 2010, 16:47:17 »

wenn Du einen greifbaren "Ansatzpunkt" brauchst: Nimm doch einfach mal die Arbeitswelt. Wie oft wird Dein Chef sich Unpünktlichkeit gefallen lassen? Wie unmotiviert kannst Du dort morgens auftauchen? Wie unkollegial und egoistisch kannst Du dauerhaft mit Deinen Kollegen umgehen? Wenn ein bestimmtes Mass erreicht ist, wirst Du die Kündigung kriegen - oder vorher von Dir aus gehen. Eine Ehe funktioniert im Prinzip nicht anders.

Mein Problem, Martin, waren in meiner Ehe nicht NUR
- Unpünktlichkeit
- fehlende Motivation
- Unkollegialität
- Egoismus
- mangelnde Solidarität
- falsch vorgebrachte Kritik

sondern noch TAUSEND andere Fehler meinerseits und unerfüllte Wünsche. Ich wusste, ich kann nicht alle erfüllen, aber ich kannte nicht mal die PRIORITÄT. Wenn ich mal etwas herauspickte und das Ergebnis stolz vorzeigen konnte, wurde es als UNWICHTIG abgetan.

Meiner Meinung nach wollte jemand nur von etwas ablenken. Aber was?

Was das hier angeht:empfehle ich Dir >>>DIESEN<<< sehr unamerikanischen und erfreulich klischeefreien Film. Einer der Sätze, die mir besonders in Erinnerung geblieben sind, lautet tatsächlich: "Wir lachen nicht mehr miteinander".

Martin, ich hab den Film gesehen - vor Jahren - vor meiner Scheidung. Ja, hat mir auch gut gefallen. Ich kann mich nicht so gut an Details - wie Du - erinnern.

Da haben wir es! Es geht um das Miteinander-Lachen. Nicht um Geld. Nicht um Windel-Wechseln. Nicht um Müll-Rausbringen. Nicht um Emanzipation. Nicht um Kommunikation. Nicht um Respekt. Nicht um Gewaltfreiheit - psychischer oder psychischer Natur.
Es geht um.
- Nähe
- Riechen
- Miteinander-Lachen

Meine persönliche Meinung? Auf die ersten beiden kann man EVENTUELL verzichten. Auf das letzte nicht. Ansonsten herrscht "Krieg".



Hubi

« Letzte Änderung: 11. Dezember 2010, 16:51:31 von Hubi » Gespeichert

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« Antwort #27 am: 11. Dezember 2010, 16:56:31 »

Moin Hubi,

auch Du bist zu sehr beschäftigt mit der Suche nach einem Patentrezept für eine glückliche Ehe auf der einen Seite bzw. nach Schuld für das Scheitern Deiner Ehe andererseits.

Ersteres wirst Du nicht finden; zweiteres bringt Dich nicht weiter; zumindest nicht für eine Ehe, die bereits am Boden liegt. Du kannst nur ein paar Erkenntnisse für eine eventuelle neue Partnerschaft daraus ziehen: Welche Fehler Du selbst (!) in Zukunft nicht mehr machen willst.

Ansonsten gilt für die Zukunft schlicht: Neues Spiel, neues Glück. Keine Gewähr für irgendwas.

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« Antwort #28 am: 11. Dezember 2010, 17:29:10 »

auch Du bist zu sehr beschäftigt mit der Suche nach einem Patentrezept für eine glückliche Ehe auf der einen Seite bzw. nach Schuld für das Scheitern Deiner Ehe andererseits.

Martin, so sehr ich es mir auch wünsche, aber dem gilt nicht mein vordergründiges Streben.

Ich habe unter http://www.vatersein.de/Forum-topic-20887-start-msg229650.html#msg229650 erläutert, dass es mir um die Zukunft der Kinder - der nächsten Generation(en) - geht. Ich versuche, das, was uns geschieht, aus einer anderen Perspektive zu analysieren.

Ich halte die Art&Weise, wie wir mit "kleinen" Partnerschaftskonflikten umgehen, für symptomatisch bezüglich der Konflikte im Arbeitsalltag, zwischen Parteien, Nationen, Religionen, etc.

Was wir hier im "Kleinen" erfahren und lernen, kommt unseren eigenen Kindern zugute, um die kommenden Herausforderungen ihrer Zeit zu bewältigen. Keine Ahnung, wie ich darauf komme oder warum ich so "hoch" trabe. Mir egal. Ich tue es einfach. Eine innere Stimme befiehlt mir, es NICHT zu lassen.

Und - wer weiss, Martin - vielleicht kriege ich auf diese Art&Weise mein ureigenstes, persönliches Problem in den Griff. Wie auch immer. Ich bin offen für jede Lösung - solange wir - und das schliesst ein paar mehr Menschen als nur die in diesem Forum ein - uns auf IRGENDETWAS einigen können.

Geht es nicht darum in einer friedlichen Partnerschaft?

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« Antwort #29 am: 11. Dezember 2010, 17:49:38 »

Moin Hubi,

Ich habe unter http://www.vatersein.de/Forum-topic-20887-start-msg229650.html#msg229650 erläutert, dass es mir um die Zukunft der Kinder - der nächsten Generation(en) - geht.
das ist ein durchaus ehrenvolles Anliegen - in der Theorie. In der Praxis werden diese nächsten Generationen - angefangen bei der unserer Kinder - ihre Probleme aber so lösen, wie sie selbst es für richtig halten. Ob das dann im Sinne von uns "alten Säcken" geschieht, wird sie nicht interessieren müssen. Und ehrlich: Wir haben das selbst doch genauso getan und andere (eigene) Lösungen für die Probleme unserer Zeit gesucht als unsere Väter, Grossväter und Urgrossväter.

Wir können unseren Kindern nur das Rüstzeug dafür mitgeben, Probleme gut und selbst zu lösen. Sie sind nicht verpflichtet, das auch in unserem Sinn zu tun. Warum willst Du Dir also den Kopf über etwas zerbrechen, auf das Du sowieso keinen Einfluss haben wirst?

Und - wer weiss, Martin - vielleicht kriege ich auf diese Art&Weise mein ureigenstes, persönliches Problem in den Griff. Wie auch immer. Ich bin offen für jede Lösung - solange wir - und das schliesst ein paar mehr Menschen als nur die in diesem Forum ein - uns auf IRGENDETWAS einigen können.

Geht es nicht darum in einer friedlichen Partnerschaft?
natürlich geht es darum (auch) in einer Partnerschaft, aber auch in jedem anderen sozialen Verbund, seien es Familie, Freunde, Kollegen, Vereinskameraden, Nachbarn oder sonstwer. Ich persönlich einige mich täglich mit anderen Menschen auf irgendwas; so selbstverständlich, dass es mir meist nicht einmal auffällt, und gelobt werden muss ich schon gar nicht dafür.

Aber das müssen ja keine von Dritten im Voraus festgeklopften Spielregeln sein, nach denen irgendwas zu funktionieren hat. Schon gar nicht für auf Emotionen gebaute Konstrukte wie eine Liebesbeziehung oder Ehe - was will man da im Voraus festlegen? Wer das versucht, kann gar nicht anders als auf dem Bauch zu landen.

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« Antwort #30 am: 11. Dezember 2010, 18:50:56 »

das ist ein durchaus ehrenvolles Anliegen - in der Theorie. In der Praxis werden diese nächsten Generationen - angefangen bei der unserer Kinder - ihre Probleme aber so lösen, wie sie selbst es für richtig halten.
Dann versuchen wir doch mal die Theorie in die Praxis umzuwandeln. Unsere Erfahrungen kommen denen zugute, die es später mal selbst probieren möchten.

Ob das dann im Sinne von uns "alten Säcken" geschieht, wird sie nicht interessieren müssen. Und ehrlich: Wir haben das selbst doch genauso getan und andere (eigene) Lösungen für die Probleme unserer Zeit gesucht als unsere Väter, Grossväter und Urgrossväter.
<Ironie-Modus ein>
Oh ja. Ehe und Kinder und Familie sieht verdammt INNOVATIV aus. Das hat ja noch keiner vorher probiert.
<Ironie-Modus aus>

So unabhängig von allem operierten wir auch nicht.

Wir können unseren Kindern nur das Rüstzeug dafür mitgeben, Probleme gut und selbst zu lösen. Sie sind nicht verpflichtet, das auch in unserem Sinn zu tun. Warum willst Du Dir also den Kopf über etwas zerbrechen, auf das Du sowieso keinen Einfluss haben wirst?
Ich stimme mit Dir überein. Zum Rüstzeug gehören Alternativen. Die will ich. Momentan sehe ich zu wenige (gute, zukunftsorientierte).

Ich persönlich einige mich täglich mit anderen Menschen auf irgendwas; so selbstverständlich, dass es mir meist nicht einmal auffällt,
Ich glaube einfach, dass Du unterschätzt, was auf unsere Kinder zukommt. Das wird eventuell heftiger, z.B. globaler, für sie als für Dich.

und gelobt werden muss ich schon gar nicht dafür.
Nehme ich wieder zurück. (Wer nicht will, hat schon.)

Aber das müssen ja keine von Dritten im Voraus festgeklopften Spielregeln sein, nach denen irgendwas zu funktionieren hat. Schon gar nicht für auf Emotionen gebaute Konstrukte wie eine Liebesbeziehung oder Ehe - was will man da im Voraus festlegen? Wer das versucht, kann gar nicht anders als auf dem Bauch zu landen.
Ich denke drüber nach.
Aber mir geht es nicht primär um Regeln, sondern um Einigung auf einen gemeinsamen Standpunkt - ein stabiles Fundament, auf dem sich der Rest aufbauen kann. Bisschen hochgestochen - gebe ich zu.

Hubi
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« Antwort #31 am: 11. Dezember 2010, 19:47:30 »

Moin,

Aber mir geht es nicht primär um Regeln, sondern um Einigung auf einen gemeinsamen Standpunkt - ein stabiles Fundament, auf dem sich der Rest aufbauen kann.
wo steht und wer sagt, dass es eine solche Einigung und einen solchen gemeinsamen Standpunkt überhaupt geben muss? KANN es einen solchen in unserer multi-optionalen, globalen Gesellschaft überhaupt geben - oder lebt diese nicht gerade von der Vielfalt gleichrangiger Standpunkte?

Ich finde Deine Forderung absolutistisch; es gibt nun einmal keine allgemeinverbindlichen Wahrheiten. Auch wenn bestimmte Gruppierungen (Islamisten, katholische Kirche et al.) genau das immer wieder behaupten - nicht ohne den Hinweis, den letztgültig richtigen Standpunkt zufällig bereits gefunden zu haben. Gleiches gilt für Partnerschaft und Ehe: Auch hier gibt es genau und nur die "Standpunkte", auf die zwei Menschen sich einvernehmlich einigen - ohne verpflichtet zu sein, sich ein Leben lang daran zu halten. Das ist der "Preis" der Freiheit.

Was unsere Kinder angeht: Die Welt dreht sich weiter, WEIL Kinder andere Wege gehen als ihre Eltern. Alles andere wäre Stillstand - und die Wiederholung der immer gleichen Fehler. Vermutlich würden wir dann noch immer in irgendwelchen Höhlen sitzen.

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« Antwort #32 am: 11. Dezember 2010, 20:30:09 »

Hallo Mateusz74,
manchmal habe ich das Gefühl daß manche Paar so angestrengt nach der heilen Welt suchen, das sie die Vorzeichen einfach komplett ausblenden. Der Wunsch Hochzeit, Kind, Mama, Papa eben das "normale" scheint oftmals deutlich höher als die Vernunft.
In meinem Freundeskreis gibt es ein verheiratetes Paar mit zwei kleinen Kindern, soweit so gut. Das Geld ist wie bei allen auch eher knapp, die Kinder anstrengend wie Kids mit kurzem Abstand zueinander eben sind.
Immer wieder höre ich von ihr sie möchte ein drittes Kind, er nicht.
In meinen Augen hat er die besseren Argumenten gegen das dritte Kind, aber ich würde schwören da kommt irgendwann eins.
Vielleicht schon der Beginn vom Ende? Wer weiss.

Vielleicht sind Männer auch kompromißbereiter weil sie eher auf das "Modell" Partnerschaft angewiesen sind für einen guten Start mit Kind, im Gegensatz zur Frau können sie sich ja nicht einfach eins "beizaubern".

Ich kann nur von mir aus sagen, daß ich zwar den Kinderwunsch erfüllt habe allerdings niemals eine Partnerschaft/ Ehe angestrebt hatte und bis heute damit gut lebe. 
Gleichzeitig klappt es trotz aller Anfangsschwierigkeiten zwischen Vater und Kind, vielleicht auch deshalb weil wir uns Partnerschaftlich nichts nachzutragen haben.

Vielleicht ein Modell der Zukunft ;-)

Gruss
Kruemel2
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« Antwort #33 am: 12. Dezember 2010, 11:41:26 »

Was unsere Kinder angeht: Die Welt dreht sich weiter, WEIL Kinder andere Wege gehen als ihre Eltern. Alles andere wäre Stillstand - und die Wiederholung der immer gleichen Fehler. Vermutlich würden wir dann noch immer in irgendwelchen Höhlen sitzen.

Guten (Sonntag-)Morgen,

anscheinend sind wir nicht so weit voneinander entfernt.
Um die Zukunft der Kinder geht es mir ja. Aber ich bin mir uneins mit Dir, dass sie andere Wege gehen. Wie gesagt, trotz der Trennung meiner Eltern habe ich auf das Modell gesetzt. Ich hielt mich für besser/schlauer. Reingefallen. Irgendetwas habe ich übersehen. Und das möchte ich meinem Kind (und anderen) ersparen.

Ich glaube immer noch an Kinder, Partnerschaft, "Familie". Ich vermute, dass die inhaltlichen Fundamente nicht mehr zur Umwelt passen und daher die Brüche kommen, egal, wie methodisch klug, umsichtig und umfassend (Kommunikationstraining, Partnerschaftstherapie, etc.) man sich verhält

Hat man das eigentlich schon mal hier diskutiert?
Was sind die geistigen/inhaltlichen Fundamente von (westlicher oder - neu - globaler) Familie?
Können wir uns da auf etwas einigen?

Vergiss nicht die "Kinder". Am Anfang brauchen sie Kochrezepte oder Handlungsanweisungen oder Führerscheine oder Lehren. Worauf sollen die aufbauen? Von was ausgehen?
Das geht doch gar nicht aus den Diskussionen hier hervor? Ich spüre es einfach nicht. Kein Aufbruch, eher Stillstand oder sich im Kreise drehend.

manchmal habe ich das Gefühl daß manche Paar so angestrengt nach der heilen Welt suchen, das sie die Vorzeichen einfach komplett ausblenden. Der Wunsch Hochzeit, Kind, Mama, Papa eben das "normale" scheint oftmals deutlich höher als die Vernunft.
Tja, was sollen die Leute machen, wenn sich ihnen keine andere Alternative (für Heilung) bietet?
Meine Worte. Wir brauchen Alternativen, sonst wiederholen die nächsten Generationen denselben "Fehler", bis jemand es endlich kapiert.

Ich bekenne mich schon (fast) zu dieser glücklosen Generation. Wir könnten es bereits kapieren.

KANN es einen solchen in unserer multi-optionalen, globalen Gesellschaft überhaupt geben - oder lebt diese nicht gerade von der Vielfalt gleichrangiger Standpunkte?

Ja, behaupte ich. Ich glaube daran. Ich glaube, dass die Menschheit schon zu früheren Zeiten vor genau denselben Herausforderungen gestanden hat. Unsere Religionen, unsere sozial-politischen Strukturen, Knigge-Handbücher, etc. (das sind Beispiele; nagelt mich bitte nicht darauf fest) sind Beweise dafür.

Tja, mir erscheint, das "Zeugs" muss mal wieder einer Gültigkeistüberprüfung unterzogen werden.

Das ist harte Arbeit. Und dabei muss man sich von so manchem liebgewordenen (und bequemen) Satz trennen. Und sich auch mal kritisch selber hinterfragen. Das tut aua. Aber noch mehr aua tut es, wenn man immer dieselben Fehler wiederholt und nichts dabei lernt.

Ein weiterer Glaubenssatz:
Die Art&Weise, wie wir mit dem Streit in unseren Partnerschaften umgehen, reflektiert z.B. den Umgang im Konflikt Christentum und Islam.
Dieser Herausforderung müssen sich unsere Kinder mit einiger Wahrscheinlichkeit stellen. Und wie sie mit dem Konflikt umgehen, wird von ihren Erfahrungen im Umgang mit Konflikten in ihren Familien geprägt sein.

Ich glaube schon, dass das hier auch eine historische Dimension hat - gross oder klein, mir egal.

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« Antwort #34 am: 12. Dezember 2010, 12:47:23 »

Hallo Hubi,

Hat man das eigentlich schon mal hier diskutiert?
Was sind die geistigen/inhaltlichen Fundamente von (westlicher oder - neu - globaler) Familie?
Können wir uns da auf etwas einigen?

Nein. Können wir nicht. Die Zeit universeller, verbindlicher Modelle ist vorbei. Endgültig - und das ist auch gut so!

Nix für ungut,

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« Antwort #35 am: 12. Dezember 2010, 13:11:14 »

Moin Hubi,

ich denke, Du bist zu sehr gefangen in der Erwartung, dass es auch im Privaten irgendeine übergeordnete und für alle geltende Gebrauchsanweisung geben müsse, deren Befolgung dann eine Art Glücksgarantie darstellt. Genau das kann aber nicht funktionieren; man kann das Private nicht in Vorschriften pressen, die wie Gesetze aussehen und deren Einhaltung man anschliessend von irgendwem fordern kann. Institutionen wie die Kirchen sind bereits daran gescheitert.

Nach Deiner eigenen >>>Schilderung<<< beschäftigt Dich das Thema (mindestens) seit 2002. Das sind acht Jahre und mithin 10 Prozent Deines Lebens. Das ist für "kein greifbares Ergebnis" viel zu viel Lebenszeit. Und liegt vermutlich daran, dass Du gar nicht finden kannst, was Du suchst, denn einen solchen Moral- und Verhaltenskodex gibt es in unserer Gesellschaft nicht (mehr): Die ist längst multi-optional. Was im Klartext (unter anderem) bedeutet: Jeder kann sich heute entschliessen, sich mit einem anderen zu einem Paar zusammenzutun, mit Trauschein oder ohne. Und sich das Ganze morgen anders überlegen. Such is life.

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(der froh war, diese Option zu haben)
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« Antwort #36 am: 12. Dezember 2010, 21:46:56 »

und für alle geltende Gebrauchsanweisung geben müsse
Ich dachte, ich suche A L T E R N A T I V E N!

Nein. Können wir nicht. Die Zeit universeller, verbindlicher Modelle ist vorbei. Endgültig - und das ist auch gut so!

Und sich das Ganze morgen anders überlegen. Such is life.

Lasst Ihr bei der Erziehung Eurer Kinder auch soviel Freiheit, Unverbindlichkeit, Beliebigkeit walten?
Oder werden sie eines Tages bös aufwachen (müssen)?

Nix für ungut.

...deren Befolgung dann eine Art Glücksgarantie darstellt.

Glück? Pah! Ich versuche, der Langeweile zu entkommen. Das ist mein erstes Ziel.

Das sind acht Jahre und mithin 10 Prozent Deines Lebens. Das ist für "kein greifbares Ergebnis" viel zu viel Lebenszeit.

Wenn es denn sein soll, dann mache ich den "Job" bis zum Ende. Mir egal, wie viel Zeit das braucht. Ich kann nur lernen und mich verbessern. Und irgendwann schmeisse ich die Brocken dem Sohnemann vor die Füsse und sag: "Ab jetzt ist es Dein Problem. Ich hab mir den A... dafür bis hierher aufgerissen."
Eines wird er dann nicht sagen können: "Der Alte hat sich verkrochen und nix probiert/riskiert."

Warten wir doch erstmal ab, was man zukünftig unter "(be)greifbaren Erfolg" verstehen wird. Ich bemühe mich um etwas "Neues". Das ist eben noch nicht da. Das muss man entwickeln. Das ist ungleich schwieriger als irgendetwas zu kopieren oder aufzuwärmen. Das "Alte" hat 2x nicht funktioniert. Einem dritten Aufguss renne ich nicht nach. Das Zeugs schmeckt nur noch bitter und schal und ist lau-warm.

Materiell - sprich, greifbar - ist hier schon genug. Wie wär es mal damit, geistig wieder etwas aufzuholen. Daran krankt es.

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« Antwort #37 am: 12. Dezember 2010, 22:07:34 »

Moin,

Du kannst doch Kindererziehung nicht mit Partnerschaftsführung in einen Topf schmeißen!!! Kinder sind von Dir abhängig, von anders lautenden Erziehungsmethoden mal abgesehen herrscht zwischen Eltern und Kindern ja eine Hierarchie, in der die Eltern die Regeln und Spielräume definieren und zwar oft auch dann, wenn das einem Kind nicht passt.

Das sollte in Beziehungen ja anders sein, da arbeiten beide immer an einem Weg aus Kompromissen, eigenen Bedürfnissen und gemeinsamen Zielen. Wenn sich aber die Vorstellungen eines Beteiligten gravierend ändern, schlägt der ev. einen Weg ein, den der Partner nicht mehr mitgehen soll.

Das kann ein Kind nun mal bis es 18 Jahre alt ist nicht. Also hinkt der Vergleich vollkommen.

Mit zunehmenden Beiträgen von Dir verliere ich immer mehr das Gefühl zu verstehen, was Du uns eigentlich sagen bzw. von uns erfahren willst.

LBM
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Der Sprung
über den eigenen Schatten
gelingt leichter,
wenn wir ihn für jemanden wagen,
der Licht in unser Leben bringt.

(Ernst Ferstl)
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« Antwort #38 am: 12. Dezember 2010, 23:09:11 »

Hallo Hubi,

Lasst Ihr bei der Erziehung Eurer Kinder auch soviel Freiheit, Unverbindlichkeit, Beliebigkeit walten?
Oder werden sie eines Tages bös aufwachen (müssen)?

Teil 1 meiner Antwort hat LBM schon vorweggenommen, und sie hat es besser formuliert, als ich es gekonnt hätte.

Teil 2 meiner Antwort: Ich setze meinen Kindern jedenfalls keinen Gott, keine unumstößliche gesellschaftliche Norm und keine überpersönliche universelle Idee vor die Nase. Wenn es nur eine einzige Botschaft ist, die ich meinen Kindern mit auf den Weg geben könnte, dann wäre es diese: "Du hast einen eigenen Kopf - also lerne, ihn zum Denken zu benutzen!"

Wenn du das als Unverbindlichkeit und Beliebigkeit brandmarken willst: bitteschön, jedem seine Meinung. Ich jedenfalls verstehe es nicht als Beliebigkeit, denn zu diesem "seinen eigenen Kopf zum Denken benutzen" gehört es nach meinem Verständnis insbesondere, die Regeln zu kennen und sie wo sinnvoll zu befolgen - aber eben auch, den Moment zu erkennen, wo man in vollem Bewusstsein der Konsequenzen die Regeln bricht, sie manchmal sogar brechen muss.

Viele liebe Grüße,

Malachit.
« Letzte Änderung: 12. Dezember 2010, 23:16:24 von Malachit » Gespeichert

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« Antwort #39 am: 13. Dezember 2010, 01:22:45 »

Moin Hubi,

auch ich finde, dass es allmählich abstrus wird.
Ich dachte, ich suche A L T E R N A T I V E N!
und die bestehen genau worin? Etwa in
Das "Alte" hat 2x nicht funktioniert. Einem dritten Aufguss renne ich nicht nach. Das Zeugs schmeckt nur noch bitter und schal und ist lau-warm.
Deine Eltern sind geschieden, Du bist geschieden - und Du gibst bereits auf? Beschränkst Dich darauf, im Jahr 2010 noch immer über die ehelichen Zerwürfnisse aus 2002 nachzudenken? Das ist alles andere als eine Alternative. Das "Alte" in Form einer Ehe oder einer sonstigen Partnerschaft war und ist schliesslich immer genau das, was Du daraus machst. Wenn Du nach einmal hinfallen aber schon nicht mehr aufstehst, ist das alles andere als vorbildhaft gegenüber Deinem Sohn. Und mutig schon gar nicht.

Glück? Pah! Ich versuche, der Langeweile zu entkommen. Das ist mein erstes Ziel.
Wenn die Vermeidung von Langeweile heute bereits Dein oberstes Lebensziel ist, bist Du mit sehr wenig zufrieden. Ein Tipp gegen die Langeweile: Kauf Dir einen Hund.

Und irgendwann schmeisse ich die Brocken dem Sohnemann vor die Füsse und sag: "Ab jetzt ist es Dein Problem. Ich hab mir den A... dafür bis hierher aufgerissen."
Eines wird er dann nicht sagen können: "Der Alte hat sich verkrochen und nix probiert/riskiert."
naja, vielleicht sagt er aber auch "Die Trennung von Mama hat der Alte ein Leben lang nicht verknust; er hat ab da einen Bogen um alle Frauen gemacht und nur noch komisches Zeug geredet."

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« Antwort #40 am: 13. Dezember 2010, 16:53:19 »

Wer sagt, dass ich aufgegeben habe?

Im Gegenteil. Ein wenig Lebensmüdigkeit hat sich im ersten halben Jahr der (physischen) Trennung eingestellt. Das war hart, da drüber zu kommen. Ganz alleine da raus geschafft. Nix Seelsorger oder Psychopharmaka. Ein wenig damit "experimentiert", aber es ist nicht das, was mir hilft.

Nee, Leute, Ihr habt einen Kämpfer vor Euch. Ich hab ja auch ein gutes Vorbild. Mein Vater hat mit 60 nochmal 'ne Familie mit zwei Kindern gegründet.
Nee, in die Ecke lass ich mich nicht schubsen.

Diverse Beziehungen (4x) seit 2006 kommen dazu. Tja, viel gelernt dabei. Einiges aufgeholt, was nachgeholt werden musste. Aber immer festgestellt, wie verhaftet in der Vergangenheit die Vorstellungen der Partner sind. Deswegen scheiterte es auch. Und weil die Wohn-/Arbeitsorte ständig wechselten. Nee, der Sohnemann kann Euch bestätigen, dass ich keinen Bogen um die Frauen mache.

Was ich ausdrücken wollte und auch immer geschrieben habe, ist, dass ich den Fundamenten, auf denen das alles aufbaut (Erziehung, Ausbildung, Werte, etc.) nicht mehr (ver)traue.

Gutes Beispiel (von LBM):
herrscht zwischen Eltern und Kindern ja eine Hierarchie, in der die Eltern die Regeln und Spielräume definieren und zwar oft auch dann, wenn das einem Kind nicht passt.

Vielleicht interpretiere ich es falsch (aber ich mach das jetzt mal beispielhaft so), aber das hört sich sehr autoritär und hierarchisch an. Das sind aber Methoden/Modelle, die gar nicht mehr gefragt sind, z.B. in der Wirtschaft.

Und das verwundert mich und deswegen auch meine provozierende Frage zuvor. Wie können wir unsere Kinder auf eine Weise erziehen, von der wir annehmen, dass es Ihnen in ihrem Erwachsenendasein anders ergehen wird.

Erst erziehen wir sie dazu, Regeln zu befolgen, und erklären ihnen später, dass das im Erwachsenenleben nicht mehr gilt. Da gilt dann auf einmal nichts mehr und alles ist beliebig, wenn ich Euch richtig verstanden habe. Die fühlen sich doch verarscht - so, wie wir uns manchmal auch von unseren Eltern verarscht gefühlt haben.

Hubi

P.S.: Der Tipp mit dem Hund ist gut. Kommt später. Wenn ich es mit den Menschen aufgegeben habe. So weit ist es noch nicht.



 
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« Antwort #41 am: 13. Dezember 2010, 18:21:13 »

Moin Hubi,

irgendwie artet das zu einer Diskussion um den berühmten Bart des Kaisers aus. Worauf Du hinaus willst, erkenne zumindest ich sowieso nicht mehr.

Einigen wir uns doch einfach auf: Es gibt keinen göttlichen Plan und (ausser in Diktaturen) keine allgemeingültigen Wahrheiten; weder für Partnerschaften noch für Kindererziehung. Jeder macht es so, wie er es persönlich für am besten hält und verantworten kann. Und wenn Du persönlich dafür in vier Jahren vier Damen verschleissen musst, um trotzdem immer noch nicht anzukommen - nun, dann ist das eben so. Vor 100 Jahren wäre das kaum möglich gewesen; also muss es einen Zugewinn an persönlicher Freiheit darstellen.

Jeder von uns ist schlicht für sich selbst verantwortlich; es gibt niemanden, dem wir die Schuld für entgangenes Lebensglück, für Langeweile oder für missratene Kinder zuschieben können als uns selbst.

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« Antwort #42 am: 13. Dezember 2010, 18:57:29 »

Moin!
Zitat
Und das verwundert mich und deswegen auch meine provozierende Frage zuvor.

Um auf Deine Eingangsfrage zurück zu kommen:
Ich hab mal eine boykottierende KM gefragt "Warum seid Ihr eigentlich so und warum tut Ihr sowas?"
Ihre Antwort brachte es auf den Punkt: "Weil wir es können!"

Ich denke das sagt alles.

Greetz,
Milan
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« Antwort #43 am: 13. Dezember 2010, 19:08:57 »

Ich hab mal eine boykottierende KM gefragt "Warum seid Ihr eigentlich so und warum tut Ihr sowas?"
Ihre Antwort brachte es auf den Punkt: "Weil wir es können!"
das passt dann ja auch >>>HIERZU<<<
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« Antwort #44 am: 13. Dezember 2010, 20:55:48 »

Hi

jedesmal wenn ich die Überschrift lese, nervt es mich ein klein wenig: wieso soll der GROSSTEIL der KM so sein?
Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umgucke, finde ich eher einen Großteil von Paaren, die sich "vernünftig getrennt" haben, die es von der Paar- auf die Elternebene geschafft haben und sich in die Augen gucken können. Na klar, sehen sie sich lieber von fern als von nah, aber können den anderen Elternteil den Kindern zuliebe inzwischen gut tolerieren. Vielleicht kenne ich zu wenig Trennungen?

Hier auf VS ist in der Tat anscheinend der Großteil der KM "so". vermutlich, weil sich hier die zusammenfinden, die Probleme durch die Trennung bekommen haben, sei es Umgang oder Unterhalt. Und weil hier viele Unterhaltspflichtige zusammenfinden, die das Einverdienermodell bevorzugt haben, was schon mal von Hause aus mehr Probleme beim Unterhalt bringt als wenn beide gleich viel arbeiten.

Meine persönliche Meinung aus allem, was ich seit meiner eigenen Trennung auch hier auf VS kennengelernt habe und aus der Situation, in der sich mein jetziger Mann befindet, der aus so einer Versorgerehe kommt: daraus habe ich den Schluss gefasst, dass es genau damit zu tun hat: Familien mit 2 Verdienern zoffen sich nach einer Trennung nicht bis aufs Messer wegen ein paar Hundert Euro, weil jeder noch genügend hat.  Wahrscheinlich haben Frauen im Berufsleben auch andere Hobbies oder Lebensziele als ihrem Ex jahrelang wegen Geld hinterherzurennen.

Und zum Schluss noch ein paar Gedanken, dass auch KV "so" sein können: reden schlecht über die KM, abfällig und abwertend, drücken sich tatsächlich vor dem Unterhalt, und zwar auch KU, interessieren sich nicht mehr für ihre Kinder, sind froh wenn der Umgang einschläft, und bringen sich nicht in die Erziehung ein, resignieren vielleicht auch, aber ich meine eher die, die von der KM "gelassen" werden, es aber nicht tun, die immer eine Ausrede haben, wenn die KM nach Kinderbetreuung fragt, die nie mit ihrem Kind in den urlaub fahren, auch wenn sie es zeitlich und finanziell einrichten könnten, die eben froh sind, ihre Ruhe zu haben. Warum sind die so? Auch hier die Antwort: weil sie es können. Trennung, und raus aus der Verantwortung. Lass doch die Frau mit dem Kind klarkommen. Ja, auch die gibt es. (aber die sind kaum hier auf VS unterwegs)

ligr ginnie
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« Antwort #45 am: 13. Dezember 2010, 21:00:14 »

jedesmal wenn ich die Überschrift lese, nervt es mich ein klein wenig: wieso soll der GROSSTEIL der KM so sein?

Geh mal in einen Frauenknast.
Da kann man auch den Eindruck gewinnen, dass Frauen grundsätzlich Verbrecher sind bzw. alle Verbrecher Frauen.

Auf vielen Bauernhöfen leben ja auch überwiegend Rindviecher.
« Letzte Änderung: 13. Dezember 2010, 21:06:20 von Beppo » Gespeichert

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« Antwort #46 am: 13. Dezember 2010, 21:04:26 »

@beppo:

echt überzeugend. Danke, du hast grad meinen Abend gerettet  rofl2

ligr ginnie
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« Antwort #47 am: 13. Dezember 2010, 22:03:28 »

in Ergänzung zu Beppo gibt es noch ein hübsches Sprichwort:

"Wenn man nur einen Hammer hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus..."
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