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Autor Thema: Eure Nachbetrachtung Gesamtsicht Trennung/Scheidung  (Gelesen 8265 mal)
oldie
Administrator
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Beiträge: 4.529


Bonnie 2


« Antwort #150 am: 09. Dezember 2010, 22:54:30 »

Hi

Es gibt wohl sehr viele Eheleute die grad damit ihre Probleme  haben regelmäßig miteinander zu sprechen.
Deine Sicht erscheint mir zu kurz. Das betrifft doch nicht nur Eheleute, sondern Menschen allgemein. Auch eine Freundschaft scheitert, wenn man sich nichts zu sagen hat, nicht kommuniziert. Allerdings fühlt man sich hier nicht verpflichtet, ständig miteinander zu reden. Das tut man freiwillig, oftmals ohne falsche Vorbehalte. Und wieviele , z.B. Schulfreundschaften, halten noch nach 10 oder 20 Arbeitsjahren? Und das nach einer oftmals vieljährigen Prüfunf und Abwägung? Ein verschwindender Bruchteil. Hinzu kommt hier, man hockt nicht ständig aufeinander, man kann sich bei Notwendigkeit aus dem Weg gehen. In einer Ehe ist dies praktisch unmöglich. Daher finde ich es eher erstaunlich, wie lange doch Ehen so halten (im Vergleich zu anderen Dingen). Und daher ist es nicht verwunderlich, dass Eheleute oftmals erst dann auseinander gehen, wenn es unerträglich wird.

Die Ehe ist meines Erachtens eine völlig überholte gesellschaftl. Norm, welche faktisch abgeschafft gehört. Das Zusammenleben zweier Menschen sollen nur diese entscheiden und definieren. Die Gesellschaft hat sich da raus zu halten, sie hat diese weder zu fördern, zu begünstigen, noch hat sie beim Zerbrechen sich einzumischen. Eheliche Lebensverhältnisse haben nach dem Scheitern der Ehe keinerlei Bedeutung.

Was bin ich froh, in einem anderen Zeitalter geschieden worden zu sein.

Gruss oldie
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
brille007
Globaler Moderator
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Beiträge: 10.393



« Antwort #151 am: 10. Dezember 2010, 00:35:23 »

Moin,

ich verstehe noch immer nicht, was Du uns eigentlich sagen willst.
Tja aber leider scheitern die meisten Ehen doch statisch gesehen grad an diesen scheinbar so belanglosen und banalen Gründen, die deiner Meinung nach doch so offentsichtlich sein sollten. Es gibt wohl sehr viele Eheleute die grad damit ihre Probleme  haben regelmäßig miteinander zu sprechen.
na und? Wenn jemand Probleme damit hat, jeden Tag pünktlich an seinem Arbeitsplatz zu erscheinen, scheitert auch sein Arbeitsvertrag an dieser Banalität. Und wenn er es nicht schafft, sich an Geschwindigkeitsbegrenzugen zu halten, verliert er ganz banal seinen Führerschein.

Aus Fehlern lernt man, grad wenn man die Erfahrung vorher noch nicht gemacht hat und eine langjährige Beziehung/Ehe bereits hinter sich hat, steht man grad solchen belanglosen Problemen manchmal sehr hilflos gegenüber und weiß nicht wo man den Hebel ansetzen muss. Sprich die Spirale der Ohnmacht dreht sich weiter, bis man dann deiner Meinung nach an den "Point of no return" angelangt ist.
das kann ja sein - aber wenn es dafür zu spät ist, ist das einfach so. Wie man "richtig" verheiratet ist, lernt man nun einmal nicht in der Schule, und studieren kann man es auch nur im richtigen Leben. Und kein Partner ist verpflichtet, hier so lange mitzuspielen, bis sich beim anderen der Lernerfolg einstellt.

Warum dann die bestehende Ehe nicht von der gemachten Erfahrung profitieren soll und man stattdessen die Meinung bevorzugt "das Kind sei ja bereits in den Brunnen gefallen" erschließt sich mir bei der erschreckend hohen Scheidungsquote daher leider nicht wirklich.
das entscheidet - glücklicherweise jeder Mensch für sich allein. Der eine versaut sich sein halbes Leben damit, auf den anderen Partner zu warten und ihm "Chance" um "Chance" einzuräumen; der andere haut gleich beim ersten Mal in den Sack und sagt "aus die Maus - das war's, ich gehe!" Trennungsgründe sind so individuell wie die Menschen, die sie haben.

Ich bin da ganz oldie's Meinung: Niemand kann sich wirklich wünschen, dass der Staat sich auch noch in diese letzte private Bastion einmischt und am Ende vorgibt, wie lange Menschen in unglücklichen Beziehungen auszuharren haben.

Grüssles
Martin
(zum zweiten Mal verheiratet - und diesmal gern und glücklich)
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     Der einzige Mensch, den man ändern kann, ist der, den man heute morgen geduscht und angezogen hat
Hubi
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Mir ist fad. Wo sind sie alle hin?


« Antwort #152 am: 11. Dezember 2010, 16:23:37 »

(zum zweiten Mal verheiratet - und diesmal gern und glücklich)

Mit oder ohne gemeinsame Kinder? DAS MACHT DEN UNTERSCHIED!
(Meine "Probleme" fingen erst mit dem gemeinsamen Sohn an. Vorher hatten wir mit ihrer Tochter aus erster Ehe gut zusammen gelebt.)

Hubi
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...wen kümmert es? Mich!
Ich lass mich als Mensch nicht auf die Funktion eines (Geld)Automaten reduzieren.
brille007
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« Antwort #153 am: 11. Dezember 2010, 17:13:34 »

Moin,

Mit oder ohne gemeinsame Kinder? DAS MACHT DEN UNTERSCHIED!
(Meine "Probleme" fingen erst mit dem gemeinsamen Sohn an. Vorher hatten wir mit ihrer Tochter aus erster Ehe gut zusammen gelebt.)
ohne. Man muss ja nicht alles wiederholen. Glück definiert sich m. E. auch nicht vorrangig über gemeinsame Kinder. Es ist vielleicht sogar ein Privileg von Zweit-Ehen, sich den zugehörigen Stress nicht noch einmal aufzuladen, nicht noch einmal beim Kinderwagenschieben, Windelwechseln, Elternabenden, kindgerechten Urlauben anzufangen und die eigenen Interessen weitere 15 Jahre hintanzustellen. Warum auch?

Sicher ist: In kinderlosen "Zweit-Ehen" haben die Partner mehr Zeit füreinander und für ihre gemeinsamen Ziele. Wäre ich mit meiner Ex zusammengeblieben, hätten wir mit Anfang oder Mitte 40 ja auch nicht noch einmal über "frische" Kinder nachgedacht, sondern die Freiheiten genossen, die man mit halbwüchsigen oder flüggen Kindern hat. Insofern ist meine bewusst kinderlose "Zweit-Ehe" nur eine konsequente Fortsetzung dieses Lebensplans. Eine Frau, die gemeinsame Kinder zur Bedingung macht, hätte ich nicht mehr geheiratet, denn die Entscheidung für Kinder kann man nicht "jemandem zuliebe" treffen.

Grüssles
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Hubi
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Mir ist fad. Wo sind sie alle hin?


« Antwort #154 am: 11. Dezember 2010, 17:51:06 »

Sicher ist: In kinderlosen "Zweit-Ehen" haben die Partner mehr Zeit füreinander und für ihre gemeinsamen Ziele. Wäre ich mit meiner Ex zusammengeblieben, hätten wir mit Anfang oder Mitte 40 ja auch nicht noch einmal über "frische" Kinder nachgedacht, sondern die Freiheiten genossen, die man mit halbwüchsigen oder flüggen Kindern hat. Insofern ist meine bewusst kinderlose "Zweit-Ehe" nur eine konsequente Fortsetzung dieses Lebensplans. Eine Frau, die gemeinsame Kinder zur Bedingung macht, hätte ich nicht mehr geheiratet, denn die Entscheidung für Kinder kann man nicht "jemandem zuliebe" treffen.

Was soll man sagen? Glückwunsch! Wenn Ihr Euch liebt und zusammen bleiben wollt, dann lasst das bloss mit den gemeinsamen Kindern.
Auch kinderlose Paare haben partnerschaftliche Herausforderungen zu bewältigen. Ich kenn das aus meinem Bekanntenkreis. Aber du bist ja nicht mal kinderlos. Geniess es. Du machst uns Hoffnung. Jeder hier gönnt es Dir/Euch - und sich, wenn er es auch erreicht.

Wie gesagt, war nicht kritisch gemeint. Wollte bloss den wesentlichen Unterschied herausstellen.

Hubi
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wedi-
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« Antwort #155 am: 11. Dezember 2010, 17:53:17 »

Hi

Erst ist es Liebe/Verliebtheit, dann schleicht sich die Routine ein, man lebt nebeneinander her.

Trotzdem bleibt das Bedürfniss nach Nähe, Zärtlichkeit, Verständnis und Zuwendung.
Bekommt jemand das nicht mehr von seinem Partner, wandelt sich die Liebe um in Gleichgültigkeit, Trotz und auch Hass.

Ich denke zur bedingungslosen Liebe ist fast keiner fähig, es wird immer etwas erwartet und jeder stellt Bedingungen.
Wenn die nicht mehr erfüllt werden, denkt man über Trennung nach.

Auch gemeinsame Lebensziele, die sich in einer Ehe/Partnerschaft im laufe der Zeit ändern können, müssen neu wieder gesucht werden, wird auch da keine Zufriedenheit gefunden, ist die Trennung unausweichlich.

Für mich bedeutet das, das beide zurückstecken und immer wieder Kompromissbereit sein müssen und die Partner müssen in der Lage sein, wie er seine Zuneigung zeigen kann und somit dem Partner das Gefühl geben kann, geliebt zu werden.

Liebe ist auch ein klein wenig egoismus.

Das sind mal meine Gedanken so da zwischengeworfen

Gruss Wedi
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ginnie
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« Antwort #156 am: 13. Dezember 2010, 20:03:31 »

@wedi, das hast du aber schön gesagt.

Ich denke zur bedingungslosen Liebe ist fast keiner fähig,

ich setze noch eins drauf, bedingungslose Liebe ist schnell eine Einbahnstraße und bedeutet sich selbst aufzugeben, schwach zu sein und sich nur unterzuordnen, was zwangsläufig ausgenutzt oder gähnend langweilig wird

ligr ginnie
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Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
Mateusz74
Rege dabei
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« Antwort #157 am: 10. Januar 2011, 15:15:53 »

Hier mal ein paar interessante Links die ich gefunden habe.

 http://www.noz.de/lokales/13313825/neue-scheidungskultur-gefordert

http://www.sueddeutsche.de/kultur/trennung-gute-scheidung-schlechte-scheidung-1.892123

http://www.trennung-forum.de/wp/?p=202

Mir gehts nur darum deutlich zu machen, dass die Kinder unter der Scheidung leiden, und leider sehr sehr lange leiden, und es für die wenigsten Kinder keine Erlösung ist, wie manche scheidungswilligen Elternteile gerne behaupten, um sich die
Ent(scheidung) leichter zu machen !
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Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
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