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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 12:11:50 *
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Autor Thema: Eure Nachbetrachtung Gesamtsicht Trennung/Scheidung  (Gelesen 8265 mal)
wedi-
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« Antwort #25 am: 26. Oktober 2010, 11:58:38 »

-Off Topic-
@wedi und ergänzend zu Malachit:
Im Fall von SFF undvv4 hätte Dich gerne als Berater debei, braucht er dies lediglich DeepThought mitteilen.
Ich glaube nicht, das ich ein ''guter'' Berater wäre.
Jemand, der seit 8 Jahren versucht, den Karren aus dem Dreck zu ziehen und es nur geschafft hat, ihn immer weiter zu verbusseln, könnte zwar dazu lernen, aber Hilfestellung zu geben, wie jemand seinen eigenen Karren in den Dreck ziehen soll ist nicht sehr sinnvoll.Dazu hab ich zuviele Fehler gemacht.

Gruss Wedi

P.S. Will damit sagen, ich kann ihm zeigen, wie er den Karren in den Dreck ziehen kann, aber nicht wieder heraus.
« Letzte Änderung: 26. Oktober 2010, 12:04:59 von wedi- » Gespeichert
Beppo
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Ich bin nicht Deutschland. Ich bin Griechenland.


« Antwort #26 am: 26. Oktober 2010, 12:06:12 »

Mein Matheprof sagte immer:
"Ein Fachmann ist jemand, der jeden Fehler genau einmal macht."
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"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
Meo-Micaela Hahne, Vorsitzende Richterin am BGH
roselladady
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« Antwort #27 am: 02. November 2010, 17:44:30 »

Hallo W 4

Du hast ja selbst schon das Thema Borderline angeschnitten.
Als ich deine Geschichte las habe ich auch gleich daran gedacht.
Wenn deine Frau wiklichsch von Borderline Betroffen ist macht sie all dies vermutlich genau aus Verlustangst und will ihre Seelenschmerzen damit auf dich übertragen.

Daran kanst du nur wenig ändern. Nur wenn sie selbst begreift das sie Hilfe braucht wird sie diese auch annehmen.
Wenn du aber trotz alledem deine Ehe retten willst
kann ich dir das Bch  " Schluss mit dem Eiertanz empfehlen " das ist ein Buch für Borderline Angehörige.

Ich habe Mich, meine Gefühle , mein Denken und Handeln in diesem Buch als ganz gut beschrieben erkannt,
Da ich in meiner Ehe der Borderliner bin/war, leider habe ich es erst nach der Trennung erkannt.

Grüsse Roselladady
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entsorgter Vater nach DIN 0815 dt. Familienrecht


« Antwort #28 am: 03. November 2010, 10:00:16 »

Servus,

Zitat
Da ich in meiner Ehe der Borderliner bin/war, leider habe ich es erst nach der Trennung erkannt.
Bitte aber vor eigenen Interpretationen ich Acht nehmen!
Solche Diagnosen sollten schon durch Fachleute gestellt werden.

Gruß, Michael
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sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
roselladady
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« Antwort #29 am: 03. November 2010, 15:44:24 »

Hallo

Zitat
Solche Diagnosen sollten schon durch Fachleute gestellt werden.

Logisch

Grüsse Roselladady
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Heirate oder heirate nicht, egal du wirst es bereuen
vv4
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« Antwort #30 am: 03. November 2010, 16:13:39 »

Moin,

es ist gut, dass du dich vorher und damit rechtzeitig mit den Folgen einer evtl. Trennung auseinander setzt.
......
Um dir aber dennoch helfen zu können, solltest du uns vielleicht noch etwas genauere Angaben über eure Situation geben.

Wie alt sind die Kinder?
Was verdienst du?
Arbeitet deine Frau?
Gibt es Besitz/Immobilien?
Was ist besonders problematisch?
Will sie auch die Trennung?
Gibt es noch Dinge, über die ihr unbelastet reden könnt?

Soweit erstmal von mir.

Gruss Beppo

Damit ich WIRKLICH auf beide Wege (s.o.) vorbereitet wäre, würde ich Angaben dieser Art (und weitere + entsprechende Fragen dazu) schon (öffentlich) posten (ich gehe mal davon aus, kleinere "Anonymisierungen" sind ok), allerdings denke ich es wäre dann sinnvoll, einen eigenen Thread zu eröffnen?

Besser hier oder in "meine Geschichte" (-> gibt es aber noch nicht ) oder .... question
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Mateusz74
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« Antwort #31 am: 24. November 2010, 12:28:10 »

Meine persönliche Meinung zu dem Thema Trennung/Scheidung ist folgende:
Seit der Ehereform 1977 befindet sich dieses Land und im Grunde die ganze EU/Usa in einer sogenannten "neuen Scheidungskultur". Es wird sich aus den banalsten Gründen heraus geschieden. Klappt die Ehe/beziehung nicht wird nicht darum gekämpft, sondern es wird der vermeintlich leichtere Weg genommen und sein Glück in einer neuen Beziehung gesucht.
Die Leidtragenden sind hierbei unsere Kinder und natürlich auch wir deren Eltern. Wer kann von sich aus schon behaupten, das er die Scheidung/Trennung auch nach jahren wirklich ganz und gar verarbeitet hat. Ich wage zu behaupten. Niemand !!!
Das emotionale Band zwischen Frau und Mann, grad wenn Kinder im Spiel sind wird immer bestehen bleiben und läßt sich auch durch einen Richterspruch nicht auflösen.
Diese unsere Scheidungskultur in der wir momentan leben, ist momentan im Begriff eine völlig neue Gesellschaft zu kreieren, in der die heile intakte Familie eher die Ausnahme bildet. Mittlerweile sind schon in der Schulklasse fast 50% der Kinder Scheidungswaisen. Tendenz steigend !
Das die Kinder hierbei die Hauptlast tragen müssen wird dabei verschwiegen. man wiegelt ab mit solchen Argumenten wie:" es wird schon werden", "Er/Sie mus sich erst an die neue Situation gewöhen" oder " Andere Kinder haben es doch auch geschafft". Dies sind aber alles nur Argumente die die Erwachsenen, also wir, nur vorschieben, um ihre Entscheidung zur Trennung/Scheidung zu rechtfertigen.
Eine Trennung/Scheidung bedeutet für die Kinder keine vorübergehende Krise, sondern begleitet sie bis ins Erwachsenenalter, teilweise bis diese Scheidugnswaisen 30/40 jahre alt sind. Die Kinder brauchen ihre Eltern und zwar gleichermaßen und ständig um sie herum und nicht an getrennten Orten. Diese Scheidungswaisen haben keine familie mehr sie haben kein zu hause und keine Sicherheit und Geborgenheit mehr. Sprich nach einer Scheidung/Trennung ist ihre Kindheit vorbei ! Ich kann hier nur jedem das Buch von Judith Wallerstein empfehlen:" Scheidungsfolgen- Die Kinder tragen die Last"!!
Fakt ist: Es gibt keine glücklichen Scheidungskinder. Selbst für mich als 36  jährige Erwachsener würde eine WElt zusammenstürzen wenn sich meine Eltern trennen würden. Die Familie wäre im  **tsts - ID 6**. Wie soll es dann erst kleinen Kindern ergehen...
Und was leben wir mit dieser Schridungskultur unseren Kindern vor. Wir sagen ihnen unterschwellig: Löst eure Konflikte nicht sondern lauft davon. Das diese Scheidungswaisen dadurch emotional und charakterlich vorgeprägt sind und selbst nie heiraten werden oder sich auch wieder scheiden werden und dann auch wieder Scheidungswaisen hinterlasasen brauche ich keinem zu erklären.
Die Keimzelle unserer Kultur/Gesellschaft die intakte Familie wird nach und nach ausradiert. Die Folgen für Scheidungskinder (Drogenmissbrauch, Schulabbrüche, Anschluß an nazistischen vereinigungen, Selbstmord, etc.) sind hinlänglich bekannt.
Das dieser unserer Staat, diese Scheidungskultur noch unterstützt und fördert ist das perverse daran. Statt an die Wurzel des Übels zu gehen wird nur versucht die Auswirkungen dieser menschenverachtenden Gesetze zu mildern. Das der mann seit 1977 das Nachsehen hat und vor 1977 es die Frau hatte zeigt das Ungleichgewicht hierbei auf. Die Leidtragenden sind hierbei unsere Kinder, die als Ware/Faustpfand gesehen werden, was es einzutreiben gilt. Verdammt noch mal es sind kleine fühlende schutzbedürftige Wesen. Sie haben Rechte. Warum stellt man die Rechte der Eltern über die unserer Kinder? Warum werden junge Paare nicht auf ihre Ehe besser vorbereitat durch irgentwelche Pflichtkurse oder Seminare, grad wenn sie sich dafür aussprechen Kinder zu bekommen. Nein stattdessen wird versucht die Auswirkungen der Scheidung zu therapieren. Bei uns Eltern und den Kindern. Falscher Ansatzpunkt!!
Um auf die Frage zurückzukommen. Nein es lohnt sich nicht. Kämpft um eure Ehe bis zum bitteren Ende. Kämpft um eure Kinder bis zum bitteren Ende. Sie haben es verdient. Solltet ihr euch scheiden lassen werden sie jahrzehnte darunter leiden und wahrscheinlich nie ganz darüber hinwegkommen. Es gibt keine glücklichen Scheidungskinder !!
Ich will wirklich nicht alle Ehen über einen Kamm scheren. Es gibt sicherlich Ehen aus denen man ausbrechen muss. Aber die Liebe verzeiht alles und die Liebe kann sehr stark sein. Besinnt euch auf das was euch damals zusammen bebracht hat. Es ist nicht verschollen sondern schlummert in euch drinne. Findet es einfach wieder !
Ihr könnt wieedr mit eurer Partnerin/Partner glücklich werden, statt euer Glück woanders zu suchen. Ich glaube alle hier wissen auch wie schwer es ist, dass Glück woanders zu finden grad wenn Kinder im Spiel sind. Diese Probleme sind verschwindend klein gegenüber denen, die man in seiner alten Beziehung vielleicht hatte (60%-70% aller Zweitehen werden wieder geschieden). Versöhnt euch wieder tut es für eure Kinder. Es geht bei einer Ehe nicht um Selbstverwirklichung und Egoismus, sondern um die Familie. Die Last die die Kinder bei einer Scheidung tragen müssen ist zu groß. Sie ist diesen Preis nicht wert.
Grad im Streit werden Sachen gesagt die man nicht so meint es fliegen vielleicht Untertassen oder man wird auch Handgreiflich. Auch ich habe diesen Stress hinter mir. Mit Jugendamt, machtspielchen über das Kind und den ganzen **tsts - ID 2**. Dies ist aber in einem emotionalen Ausnahmezustand normal! Aber ich denke an das was uns beide zusammengebracht hat. Das war die Liebe zueinander und diese kann man wiederfinden. Dies wird einfacher sein als das Glück woanders zu finden. Den dies ist meistens zum SCheitern verurteilt. Verzeihen ist nicht schwer es tut sogar gut. Denkt an die Kinder, sie sind es wert die Ehe aufrecht zu erhalten. Kinder aus unglücklichen Ehen sind glücklicher wie Scheidungskinder. Aber das eine unglückliche Ehe wieder glücklich werden kann liegt nur an euch. Der erste Schritt wieder auf jemanden zuzugehen tut weh, aber er ist nötig um um das worum es geht zu kämpfen: Die Familie

Daher werde ich weiter kämpfen um unsere Liebe meine Familie und unser Kind. Denn unser Kind will keine Scheidung, aber niemand hat meine Tochter gefragt. Sie wird dabei leider vergessen.
« Letzte Änderung: 24. November 2010, 12:34:47 von Mateusz74 » Gespeichert

Das was wir unseren Kindern antun, werden sie unserer Gesellschaft antun. (Judith S.Wallerstein)
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« Antwort #32 am: 24. November 2010, 13:48:00 »

Hallo Mateusz74,

danke für Deine intensive und ausführlichen Gedanken.
Ich denke, nach über 10 Jahren Ehe gibt es bei den meisten keine "banalen" Gründe.
Wer befindet denn darüber was banal ist und was nicht?
Sind ständige Abwertungen des Partners eine Lappalie verglichen mit z.B. Fremdgehen (sollte keine Wertung sein, nur ein Beispiel)?

Kinder aus unglücklichen Ehen sind glücklicher wie Scheidungskinder
-> Aus Erfahrung kann ich dazu leider nichts sagen, aber nach dem, was ich hier im Forum gelesen, trägst Du eine steile These  vor.
Was denken die anderen darüber? schild_dafuer schild_dagegen
Ich denke, unstrittig ist, das die Kinder in dieser Zeit emotional sehr "beansprucht" werden, was nicht alle gleich "gut" verarbeiten.
Die Frage ist aber, ob unser derzeitiges Vorbild als Eheleute sie weniger beansprucht und um daran was ändern zu wollen, gehören immer zwei dazu

lg vv4
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« Antwort #33 am: 24. November 2010, 16:42:19 »

Hi Mateusz

In deinem Beitrag steckt viel Wahrheit, aber auch viel unhaltbares.

Die Leidtragenden sind hierbei unsere Kinder und natürlich auch wir deren Eltern.
Die Kinder sind immer die Leidtragenden, aber die Eltern?
Das emotionale Band zwischen Frau und Mann, grad wenn Kinder im Spiel sind wird immer bestehen bleiben und läßt sich auch durch einen Richterspruch nicht auflösen.
Zu meiner EX ist das ''emotionale Band'' gerissen.Das ''emotionale Band'' zu den Kindern wird so schnell nicht reissen, hier ist das Band zu elastisch.
Wenn überhaupt noch ein emotionales Band zwischen mir und EX besteht, dann durch den ''Umweg''  über die Kinder, direkt zu ihr nicht mehr.
Eine Trennung/Scheidung bedeutet für die Kinder keine vorübergehende Krise, sondern begleitet sie bis ins Erwachsenenalter, teilweise bis diese Scheidugnswaisen 30/40 jahre alt sind. Die Kinder brauchen ihre Eltern und zwar gleichermaßen und ständig um sie herum und nicht an getrennten Orten. Diese Scheidungswaisen haben keine familie mehr sie haben kein zu hause und keine Sicherheit und Geborgenheit mehr. Sprich nach einer Scheidung/Trennung ist ihre Kindheit vorbei !
Das sehe ich anders, Eltern, die gezwungenermassen zusammenbleiben sollen wegen der Kinder, quälen nicht nur sich selber, sondern auch ihre Kinder.
Wenn zu Hause nur noch Krieg ist, oder die Partner (die keine mehr sind)nur darauf besonnen sind sich gegenseitig einzuschränken, ist für die Kinder die Sicherheit und Geborgenheit nichts anderes als eine Lüge.Sie wachsen mit in eine Welt hinein, die aus Angst, Einschüchterung, Verschüchterung und vor allem in eine kalte Gefühlswelt hinein.Auch wenn Mutti und Vati zu den Kindern lieb sind, sind sie untereinander abweisend und kalt.

Aber ich denke an das was uns beide zusammengebracht hat. Das war die Liebe zueinander und diese kann man wiederfinden.

Hier reicht es aber, wenn einer die Liebe nicht erwidert.
Wie soll denn jetzt der Elternteil, der den anderen nicht mehr liebt, die Liebe zu ihm wiederfinden, wenn er die Liebe schon woanders gefunden hat?
Gefühle lassen sich nicht einfach so an und ausstellen.
Und jetzt verlangst du, das der Elternteil der Kinder wegen da bleibt, und seine Gefühle abstellt?
Das geht nicht gut, allein deswegen schon nicht, weil die Kinder all dieses mitbekommen würden.

Vernünftiger wäre es, als Paar auseinander zu gehen und bessere Eltern zu sein als vor der Trennung.


Gruss Wedi, der seiner Ex lange hinterhergelaufen ist und irgenwann eingesehen hat, das sein Nebenbuhler gewonnen hat.


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« Antwort #34 am: 24. November 2010, 17:04:44 »

Gruss Wedi, der seiner Ex lange hinterhergelaufen ist und irgenwann eingesehen hat, das sein Nebenbuhler gewonnen hat.
Und jetzt ganz froh darüber ist, das es ist, wie es ist
(Hatte ich vergessen zu erwähnen)
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ginnie
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« Antwort #35 am: 24. November 2010, 21:31:30 »

Hi

ich bin überhaupt nicht der Meinung von Mateusz74.
Um eine Ehe "wegen der Kinder" "wegen der einstigen Liebe" oder aus welchen Gründen auch immer aufrecht zu erhalten, gehören immer zwei.
Ich bin grundsätzlich total dafür, Probleme oder Konflikte in der Ehe anzugehen, zu bewältigen, zu überwinden, nicht gleich davonzulaufen.

Eine Ehe wird immer dann belastet, wenn es irgendwelche Schwierigkeiten gibt. Das können sein Krankheit, Arbeitslosigkeit, irgendwelche familiären Ereignisse, berufliche Weiterbildung, aber auch die Geburt eines Kindes, gemeinsame große Projekte wie ein Hausbau, eigene Firma, oder auch ein Unfall, was auch immer. Daran wie das Paar diese Klippen gemeinsam umschifft, kann sich eine Partnerschaft messen. Schaffen es beide nicht auch in schwierigen Zeiten einen gemeinsamen Weg zu gehen, verlieren sie sich, und entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen.

Und ganeu das stört mich bei Mateusz74, er geht von einem sehr statischen Modell des Lebens aus, als ob sich keiner der Beteiligten weiterentwickeln würde. Durch unsere Lebenserfahrung und wachsenden Erlebnisse und eben Konfliktlösungsstrategien sind wir aber nach ein paar Jahren nicht mehr der in den sich der andere mal verliebt hat. Liebt man sich imemr noch? dann ist ja alles schick.

Können die gemeinsamen Konflikte aber nicht gemeinsam gelöst werden, verlieren sich Achtung und Respekt. Klar, kein Kind will Papa und Mama getrennt sehen, aber glaube mir, auch kein Kind will Papa als A* und stets an allen Schuldigen oder Mama als Looserin sehen, oder miterleben müssen, wie sich seine Eltern respektlos behandeln, und deutlich machen dass der andere ja überhaupt nichts wert wäre, nur geduldet würde, und sowieso immer alles falsch macht. Wenn einer immer "der Ehe wegen" nachgibt und der andere das als Schwäche auslegt und weiter draufhaut, meinst du das gefällt einem Kind?

Zu der romantischen Theorie von Mateusz74 gehören in der Tat immer zwei. Ich wage aber mal die Behauptung, wenn es diese zwei gibt, dann trennen sie sich nicht, dann meistern sie die Lebenskrisen gemeinsam, und sind insofern gute Vorbilder.

Und ich behaupte, mein Sohn, der jetzt seinen biologischen Vater oft genug sieht, und im Alltag einen Stiefvater hat, der ihm mit mir zusammen eine gesunde, funktionierende Ehe vorlebt, ist nicht unglücklich. Wie es JETZT ist, ist für meinen Sohn der größere Gewinn als wäre ich noch mit seinem Vater zusammen, in einer Atmosphäre die uns beide gehemmt hat: wir waren wie Bremsklötzer, es war für keinen von uns möglich, im Leben voran zu kommen und so zu leben wie jeder von uns es für richtig hielt (veschiedene Ziele halt und vor allem eine Entwicklung in verschiedene Richtungen, abzusehen evtl für Hellseher am Beginn unserer Ehe, aber weder von mir noch von ihm wahrgenommen bevor wir ein Kind in die Welt gesetzt hatten).

Meine Meinung ist, dass die Bedeutung des Blutes leicht überschätzt wird. Sie soll nicht wegdiskutiert werden, und jeder soll Umgang mit seinen leiblichen Eltern haben aber man muss nicht blutsverwandt sein um eine solide gesunde Gemeinschaft zu bilden. Man muss sich nur mögen (lieben).

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« Antwort #36 am: 24. November 2010, 22:21:01 »

Moin,

Mateusz' Aussagen sind mir zu pauschal. Die Facetten, die zur Trennung eines Paares führen können, sind vielseitig. Es gibt Menschen, die sich auseinander gelebt haben, es gibt Beziehungen, in denen Sucht oder Gewalt Trennungsfaktoren sind oder dass sich einer der Partner neu verliebt hat. Ich würde behaupten, die wenigsten Elternpaare trennen sich leichtfertig und bis der Leidensdruck groß genug ist, dauert es eine ganze Weile.

Ich bin dafür Rücksicht auf die Kinder zu nehmen und ihnen Leid so gut es geht zu ersparen. Aber ein in der Ehe/Familie unglücklicher Vater oder unglückliche Mutter ist auch schlimm. Ich weiß wovon ich da rede, denn meine Mutter hat lange gelitten und ausgehalten, bevor sie sich getrennt hat. Ich habe mir so manches Mal, gut ab meinem 12. Lebensjahr gewünscht, sie würde sich trennen und unser Leben frei von Streit, Kälte und Frust sein. Vielleicht war ich ein sonderbares Kind, aber als sie sich dann endlich getrennt haben, da war ich froh und bin zu keiner Zeit auch nur auf den Gedanken gekommen, dass ich mit der Trennung meiner Eltern einen Elternteil verloren habe. Allerdings war das bei uns auch nie Thema. Meine Eltern hatten sich getrennt, meine Schwester und ich hatten damit "nichts" zu tun. Umgang regelten wir (zugegebnermaßen schon große) Kinder allein mit unserem Vater, er zahlte frei von irgendwelchen Absprachen 250 DM pro Nase Unterhalt. Fertig.

Meine Eltern mögen in ihrer Ehe viele Dinge falsch gemacht haben, die mich als Kind schlicht nix angehen. Aber mir war als Kind immer bewusst, dass meine Eltern ein Recht auf ein eigenes, glückliches Leben haben. Als meine Mutter sich neu verliebte und ein "anderer" Mensch wurde, haben wir Schwestern davon profitiert. Ich sehe es nicht so, dass man im Moment, in dem man Eltern wird, sein Recht auf ein eigenes, zufriedenes Leben an der Kreißsaaltür abgibt. Wenn eine Beziehung nicht mehr funktioniert oder die Liebe weg ist, dann ist das so. Die Pflicht die man dann hat ist, den Kindern so gut es geht beide Eltern zu erhalten.

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aka Clochard


« Antwort #37 am: 25. November 2010, 07:31:04 »

Hallo,

es gibt keine Frau ( Mann) ohne den man nicht hätte leben können,
es gibt auch keine Frau (Mann) mit der man nicht hätte leben können

Ich bin mir durchaus bewusst, dass es gute Trennungen gibt oder Zustände die eine Trennung notwendig machen. Aber mein Eindruck den ich gewonnen habe ist, dass es heute schick ist sich zu trennen. Es ist Zeitgeist. Das strebsame Ziel, so wird es einem vermittelt heißt Selbstverwirklichung. Andernfalls wird man krank. Auch wird ständig mit der Keule geschwungen, dass sich die Eltern immer streiten oder sich gegenseitig so missachten, dass dies die Kinder schädigen muss. Für mich sind dies in den meisten Fällen Rechtfertigungen andernfalls hat man ja keinen Grund sich zu trennen.

Obwohl es meinen Kindern gut geht, kann ich zusammenfassend sagen, dass sie die Trennung als schlimm empfinden und sich nichts sehnlicher wünschen als dass Mama und Papa wieder zusammenleben.

Zu meinen Erfahrungen. Als meine Exfrau zur Familienberatung ging habe ich dies auch an einem anderen Ort getan, zur gleichen Organisation. Nach meiner äußerst knappen Schilderung bekam ich eine sehr schnelle Antwort: „Wenn sie sich nicht getrennt hätten wären sie krank geworden“.  Hää?Huch Ich verneinte. Darauf „Wenn sich ihre Frau nicht getrennt hätte wäre sie krank geworden“.  Wie bitte?Huch „Soll das jetzt etwas heißen, dass alle Paare die sich nicht trennen krank sind?“ Ich habe die Beratung abgebrochen.

Jetzt muss man sich vor Augen halten, dass eine unsichere und zweifelnde Person diese Beratung bekommt zudem zum Anwalt geht und dort erfährt, dass sie einen Anspruch auf ein ausgesorgtes Leben hat ohne auch nur einen Finger zu rühren. Die Entscheidung ist gefallen. Wenn ich mich nicht trenne werde ich krank und wenn ich mich trenne habe ich ein ausgesorgtes Leben und muss mich nicht über die Schuhe meines Partners stolpern.

Eine Beziehung ist für mich in erster Linie Arbeit; Beziehungsarbeit. Idealerweise und romantisch leistet man die ohne das der andere davon etwas merktund ohne dass es einem selbst auffällt, dass man etwas tut. Es gehört schon Idealismus dazu eine Partnerschaft durch Arbeit, Beziehungsarbeit, aufrecht zu erhalten. Das ist unromantisch aber mehr oder weniger notwendig. Alle Paare die zusammenbleiben haben dies getan. Was ist falsch daran für eine Beziehung zu arbeiten und zu kämpfen? Schließlich ist es der Partner, den man so geliebt hat, dass man mit ihm zusammengelebt oder Kinder hat.  Ich bin überzeugt, dass die meisten hier das Vertrauen in ihre eigenen Familienangehörigen haben. Vielleicht auch in ihre eigenen Eltern, die vielleicht auch noch zusammenleben. Das sind die Vorbilder an denen wir uns als Eltern messen müssen.

Als Eltern tragen wir die Verantwortung für unsere Kinder und tragen dafür Sorge, dass sie Bestens für das Leben vorbereitet werden. Durch eine Trennung wird dies sehr erschwert und ihnen wird eine nahezu untragbare Last auferlegt. Eine Trennung ist für Kinder immer ein Trauma, das verarbeitet werden muss und es liegt an den Eltern wie gut die Kinder das Trauma verarbeiten können. Also ist die Arbeit eine Beziehung zu retten ein neuer Anfang für neues Glück und vor allem Schutz der Kinder. Oder wer von euch Eltern lässt sein Kind wissentlich vor ein fahrendes Auto laufen weil es ja gute Krankenhäuser gibt?

Für mich gilt wenn ich mich für ein Kind entscheide dann gehe ich davon aus, dass ich mich nicht trenne und ich mein möglichstes tue dass die Beziehung erhalten bleibt und die Kinder ihre Familie haben. Dies sollte der Grundsatz sein. Und es sollte Hilfestellung dafür geben sich nicht trennen zu müssen statt einer Aufforderung sich zu trennen oder gar Panikmache.

Und wie am Anfang möchte ich auch mit Hesse schließen. Denn ich glaube, dass zur Zeit mehr Wert auf falsche Selbstverwirklichung gelegt wird als auf geduldiges Lieben. Es ist der Anspruch da geliebt zu werden statt zu lieben und erkennt nicht, dass Glück Liebe ist und nicht geliebt zu werden. Und wenn man selbst glücklich ist hat man bereits den ersten Schritt dafür getan eine Trennung zu vermeiden.


Je weniger ich an diese Zeit glauben kann,
desto weniger stelle ich dem Verfall die Revolution entgegen
und desto mehr Glaub ich an die Magie der Liebe
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« Antwort #38 am: 25. November 2010, 08:15:25 »

Moin Loge,

Dein Text habe ich mir ausgedruckt. Er kommt in meine Sammlung herausragender Texte hinein. So präzise mit so wenig Worten hätte ich das selbst nicht ausdrücken können.

Danke dir.

LG Cappi
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« Antwort #39 am: 25. November 2010, 08:36:20 »

Ich schließe mich an.
Besser kann man es kaum sagen.

Es mag einige wenige Fälle geben, in denen es sogar für die Kinder besser ist, wenn die Eltern sich trennen.

Das sind aber seltene Extremfälle und rechtfertigen keinesfalls die heutige, extrem hohe Zahl an Trennungen.

Gruss Beppo
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« Antwort #40 am: 25. November 2010, 08:58:30 »

An Loges Worten ist viel dran, und es spiegelt sinnvolle Werte wieder.
Glaubt mir ich habe in meiner 1. Ehe soviel wie möglich Beziehungsarbeit geleistet und Kompromisse gemacht und halte auch nach wie vor Kompromisse für sehr wichtig. Aber wenn jegliche Kompromisse nicht als solcher verstanden werden, sondern noch als zu wenig empfunden werden, und wenn die Beziehungsarbeit nicht gelingt, wenn nur einer daran arbeitet und einer nur fordert... dann kommt man an einen Punkt wo man sich im Spiegel nicht mehr erkennt, und wo man sich so verbiegen muss, dass es über das beschriebene "es ist modern sich zu trennen" hinausgeht. das soll jetzt keine Schuldzuweisung an den anderen Partner sein, das betrifft beide. Einer "arbeitet" an der Beziehung, oder denkt das von sich, der andere empfindet genau das aber als falsch. Falls ihr das versteht.

was ist richtig, was ist falsch... das kann nur das eigene Herz wissen.

Mir ist wichtig dass jegliche Lebensform, also auch die sogenannte Zweitehe, genügend Bedeutung hat und Achtung in der Gesellschaft erfährt. Dass es kein Makel ist so zu leben wie es einem guttut. Und was beim ersten Mal nicht funktioniert hat, kann ja beim zweiten Mal besser klappen. Schließlich hat jeder ja dazugelernt.
Und für mich bedeutet die Trennung vom Vater des gemeinsamen Kindes nicht gleich die Entsorgung desselben. Und es ist für Kinder durchaus von Vorteil, wenn sie mehrere Bezugspersonen, die sie lieben, in ihrem Leben kennenlernen. Die neue Ehe ist ja jetzt auch eine Familie, und bringt neue Familienmitglieder mit sich. Was soll daran schlecht fürs Kind sein?

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« Antwort #41 am: 25. November 2010, 09:13:56 »

Hallo zusammen,

ich sag's mal so: Als meine Ex seinerzeit meinte, das wär' doch alles Mist mit uns beiden, ist sie zuallererst bei einer Trennungsberatungsstelle aufgeschlagen.

Das Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Nicht Eheberatung. Nicht Paarberatung.

Trennungsberatung.

Da geht's also, rein vom Wortlaut her, schon gar nicht mehr um die Frage: Was ist schiefgelaufen, welche Gemeinsamkeiten habt ihr trotzdem noch, was ist wirklich wichtig; und wie könnt ihr eure Sache in Zukunft besser machen oder, wenn es denn gar nicht anders geht, auf eine Art und Weise beenden, dass ihr euch nachher trotzdem noch in die Augen schauen könnt? Sondern offenbar nur und ausschließlich um die Frage: Wie zieht die Frau von Welt die Scheidung auf möglichst elegante und profitable Art und Weise durch ;-(

Entsprechend geimpft hat Ex dann mit mir geredet, mit einem ganzen Sack voll von Forderungen nach Privilegien, auf die sie einen Anspruch(TM) hat, und mit einer ellenlangen Liste von Fehlern, die ich gemacht habe und die ihr ein Zusammenleben mit mir selbstverständlich völlig unmöglich machen. An diesem Punkt, auch wenn mir das in dem Moment nicht wirklich bewusst gewesen ist, habe ich diese Frage ...

Was ist falsch daran für eine Beziehung zu arbeiten und zu kämpfen?

... für mich selbst so beantwortet: Ich hätte mit ihr zusammen um den Bestand unserer Ehe kämpfen können - aber nicht gegen sie.

Danke, liebe Trennungsberater: Ihr seid die Drogenhändler auf dem Straßenstrich der Scheidungsindustrie.

Übrigens, es glaube niemand, solche Trennungsberatungsdinger seien nur eine Sache von irgendwelchen dubiosen Vereinen. Wenn man z.B. bei Google nach "Trennungsberatung München" sucht, dann ist gleich der zweite Treffer eine Stelle beim Landratsamt, genauer gesagt beim Jugendamt. Na gut, ich korrigiere mich: Jugendamt, auch das ist ein dubioser Verein ... ;-)

Nix für ungut,

Malachit.

P.S. und bevor ich's vergesse: Die Trennungsberaterin, bei der meine Ex aufgeschlagen ist, ist im Hauptberuf Rechtsanwältin. Dieselbe Rechtsanwältin, die meine Ex bei der Scheidung vertritt. Ein Schelm, wer sich was dabei denkt ...
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Es gibt in unserer sogenannten Demokratie keinerlei Opposition, sobald es um Frauenpolitik geht.
papajo
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« Antwort #42 am: 25. November 2010, 10:20:53 »

moinsen,

wenn ich im Nachhinein diese "Kiste" betrachte, hatten meine Ex und ich von Anfang an keine Chance. Ihre Beraterinnen und dieses mir nicht nachvollziehbare (zum damaligen Zeitpunkt zumindest) "nichtloslassenkönnen" von Vater und seinem Laden.

Und die Worte, die sie mal gesagt hat zu mir: "du willst mich  von meiner Familie trennen", wohlgemerkt, dabei meinte sie sich und ihre Eltern, nicht uns!

Und das ihre achso beste Freundin ein Kind in die Welt gesetzt, ohne Mann (naja... zum zeugen und zahlen ist er ja gut)

und halte auch nach wie vor Kompromisse für sehr wichtig.

auch hier im Nachhinein, ist meine Ex die Tochter ihres Vaters: Ein xxxx(Nachname) vrehandelt nicht. Meine Ex ist absolut kompromissunfähig.
Sei stark, fordere und nimm alles, und wenn er nicht mitspielt, schmeiss ihn raus!

Da geht's also, rein vom Wortlaut her, schon gar nicht mehr um die Frage: Was ist schiefgelaufen, welche Gemeinsamkeiten habt ihr trotzdem noch, was ist wirklich wichtig; und wie könnt ihr eure Sache in Zukunft besser machen oder, wenn es denn gar nicht anders geht, auf eine Art und Weise beenden, dass ihr euch nachher trotzdem noch in die Augen schauen könnt? Sondern offenbar nur und ausschließlich um die Frage: Wie zieht die Frau von Welt die Scheidung auf möglichst elegante und profitable Art und Weise durch ;-(

grins, oh ja, elegant hiess bei meiner Ex: stelle Deinen zukünftigen Ex ins schlechte Licht, bei jedem der Dir über den läuft! Lüge, verbreite Lügen.


Und meine Ex wollte mr das ganze auch noch unter anderem damit erklären, dass: die.. und die.. und die,. .  sind doch auch schon getrennt.

Das ist echt krank.
Aber in ihrem Umfeld war nicht einer, der sie am festhalten der Familie unerstützte. Ganz im Gegenteil.
Ihre Vater war froh, dass er seine Tchter wieder hatte, die dann ja den Laden übernehmen kann (was ich auch gernemit meiner Ex gemacht hätte, aber nicht unter der Bedingung, dann mit ihren Eltern unter einem Dach zu wohnen).
Ihre Mutter, die sie darin bestärkte diesen Schritt zu tun, den sie sich selber nie getraut hat.
Ihre Freundin, die (in meinen Augen), einfach nur neidisch war.
Ihre ältere Schwester, die mit 16 Jahren ein Kind bekam, um dass sie sich nie selber gekümmert hat und das bei den Großeltern aufwuchs, bzw. meine Ex hat das Kind aufgezogen
Ihre jüngere Schwester, die ja auch schon getrennt war.
Ihre Nichte( die sie aufgezogen hat) die schon immer gesagt hat: ich will keine Kinder.(warum wohl?)
Eine entferntere Freundin "des Hauses): die selber keine Kinder hat, verheiratet, aber in meinen Augen, völlig unausgeglichen und unglücklich.

In welchem"sozialen dreckshaufen" ich da gelandet bin, ist mir natürlich erst später bewusst geworden und nach aussen hin ist immer die heile Welt.

Zitat meiner Ex: unser Papa war der beste Papa der welt, in den 3 Wochen Urlaub im Jahr".
das er sie dann zu Hause regelmäßig mit nem Stock verprügelt hat.... tja.

momentan warte ich einfach nur die weitere entwicklung ab,......

Ich hatte in der zwischenzeit eine tolle Beziehung. Aber momentan hab ich einfach keine Lust mehr, mich neben mir und den Kindern, mit anderen zu beschäftigen. Dazu fehlt mir glaub ich, mittlerweile die Kraft, die Lust und Zeit, da ich meine Kinder mehr als regelmäßig sehe.
Ich habe sogut wie kein WE "frei" und das ist gut so.

Ich sehe meine Kinder oft, habe Arbeit, meine Ex kommt mir in Bezug KU entgegen,so dass es mir ermöglicht ist, eine relativ große Wohnung bemieten zu können, und das reicht für mich.

Wenn man mich fragt, wie's mir geht, sage ich nicht mehr: ich bin glücklich.
Meine momentan übliche antwort ist: in meinem Leben passiert aktuell nichts besonderes, und so kann es gerne bleiben.

Auch das habe ich glaub ich schon mal irgendwo geschrieben: es vergeht nicht ein einziger Tag, an dem ich nicht vermisse, dass ich nicht mit meinen Kindern zusammenwohne, und dafür laufe ich mehr und mehr Gefahr, meine EW zu hassen, und unsere trennung ist echt schon lange her.
Man(n)verpassst soviel, und allen Terminen muss man ständig hinterherlaufen, um einigermaßen auf dem Laufenden zu bleiben.

Ich bin gerad in "schreibwut" .-)
eine kleineAnekdote zum Schluss

Unser Lütter wird wohl auf die Hauptschule gehen (is ja auch keine Schande)
Ich war auf der Vorstellung einer Gesamtschule, hatt4e auch mit einer Leherrin gesprochen usw.
Meine Ex schrieb mir dann: "wir müssen mal darüber reden". Soweit so gut.
Vor 2 tagen hatte die mittlere Theateraufführung. Anschließend kam meine Ex zu mir und fragte mich, was ich denn denke wegen eventuell Jahr wiederholen und wie das mit der GS wäre.

Ich fange an zu erklären und möchte ihr meinen Eindruck schildern. . und komme ungefähr 2 Sätze weit, da sieht sie eine Bekannte, dreht sich um: Hallo, wie geht's und blablabla." und ich: stehe da, gucke blöd aus der Wäsche, für ungefähr eine halbe Minute, und bin dann gegangen.

Ich hätte gerned die Ehe aufrecht erhalten, aber meine Ex hätte mich so dermaßen untergebuttert, weil ich immer in der Position gewesen wäre, dass z utun was sie will.
Die trennung von ihr kann ich gut verschmerzen, die von meinen Kindern nicht.
Irgendwie eine Zwickmühle in der ich mich nicht so richtig wohlfühle.

Sorry vor so many text
jo


Letztendlich ist mein Fazit:





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« Antwort #43 am: 25. November 2010, 10:40:25 »

Moin,

ich kann mit Pauschalaussagen à la "Trennung ist immer schlecht und Zusammenbleiben ist immer besser" auch wenig anfangen. Welche Entscheidung, die wir mit 20 oder 30 treffen, gilt und hält für den Rest des Lebens? Die meisten Menschen arbeiten nicht einmal ein Leben lang in dem Beruf, den sie einmal gelernt haben. Insofern gehört nicht Trennung und Scheidung erschwert oder verboten, sondern der unsägliche Spruch "bis dass der Tod uns scheidet". Für die betroffenen Kinder ist jedenfalls nicht die Trennung ihrer Eltern als solche traumatisierend, sondern das, was die Erwachsenen daraus machen.

Die Annahme, dass Erwachsene, die nicht einmal ihre Trennung vernünftig gebacken kriegen, sondern erbittert um jede Untertasse, jeden Euro Unterhalt und jede Viertelstunde Umgang streiten, tolle "Beziehungsarbeit" geleistet hätten, um ihre Ehe zu retten, ist jedenfalls irrig. Fatalerweise führt ja gerade die Annahme, mit einem Ring am Finger habe man einen Vertrag für's Leben geschlossen und könne sich deshalb des anderen "sicher" sein, zu Nachlässigkeiten und Lieblosigkeiten, die am Ende in einer Trennung gipfeln. Menschen verändern sich im Laufe ihres Lebens - aber nicht immer in die gleiche Richtung. Aus dem ehemals feurigen Lover ist nach ein paar Jahren Ehe vielleicht eine träge Couch-Potatoe geworden, und das adrette Mädel, das sich mal für Kunst und Musik interessiert hat, hat mittlerweile das Hobby Essen und die Bequemlichkeit schlabbriger Jogginghosen entdeckt und kann nur noch über die Kinder reden. Selbst der $ex ist zu gelegentlichen Pflicht-Nümmerchen verkommen.

An dieser Stelle fängt die "Beziehungsarbeit" nicht an, sondern ist schon vor Jahren gescheitert. Wieso sollte sie plötzlich in Gang kommen und funktionieren? Weil der eine zum anderen sagt "wenn du dich jetzt nicht änderst, trenne ich mich von Dir!"? Wenn die Erkenntnis, dass eine Ehe kein Selbstläufer ist, erst mit dem Wort "Trennung" kommt, ist es zu spät. Zerdeppertes emotionales Porzellan und enttäuschte Erwartungen kann man nicht kitten.

Es ist aber auch ein Trugschluss, dass widerwillig zusammenbleibende Eltern in irgendeiner Form "besser" für ihre Kinder wären als solche, die sich anständig und respektvoll voneinander trennen, um ohne einander glücklicher zu leben. Denn das zwangsweise Zusammenbleiben führt ja nicht zu einem liebevollen Umgang der Eltern miteinander, sondern zu einer dauernden "Hund und Katz"-Situation, die für die beteiligten Kinder kein Glück, sondern eine grosse Belastung ist: Sie spüren, dass sie "schuld" am täglichen Unglück ihrer Eltern sind.

In meinen Augen ist es daher vor allem eine wahnsinnig bequeme Ausrede, sich zurückzulehnen und zu sagen "ich will ja gar keine Trennung, denn die wäre schlecht für die Kinder; also ist mein Part mit der Verweigerung der Trennung bereits erfüllt, mehr muss ich gar nicht tun."

Grüssles
Martin
« Letzte Änderung: 25. November 2010, 11:49:07 von brille007 » Gespeichert

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« Antwort #44 am: 25. November 2010, 11:15:10 »

Es ist im Einzelfall sicher schwer zu entscheiden, was nun besser für die Kinder gewesen wäre, denn egal wie man sich entscheidet, weiß man nicht, was gewesen wäre, wenn man sich anders entschieden hätte.

Grundsätzlich behaupte ich aber, dass es für die Kinder erstmal besser ist, wenn sich die Eltern nicht trennen.

Es muss schon ganz schön viel schlimmes passieren, damit das nicht mehr gilt.

Die meisten Beziehungen scheitern aber schon weit unterhalb dieses Levels.

Auch dafür mag es Gründe geben.
Auch Eltern haben ein Recht auf Leben.
Wenn die Beziehung für ein oder beide Elternteile eine Qual ist, so mag es auch für die Kinder zumutbar sein, wenn sich ihr Leben ein wenig verschlechtert, aber dafür das Leben der Eltern deutlich verbessert.
Aber auch diese Konstellation halte ich im Ergebnis für eine Ausnahme. Auch wenn die Erwartung die Regel ist.

Sicher wird der trennungswillige Elternteil immer davon ausgehen, dass in seinem Fall die erste oder zumindest die zweite Variante gilt.

In der Praxis heißt das aber oft, dass sich die Situation für die Kinder und den anderen Elternteil deutlich stärker verschlechtert als erwartet und für einen selbst auch oft nicht der erhoffte Segen einstellt.
Von dem anderen Elternteil, der womöglich seinen geliebten Partner, seine Kinder und seine Existenz verliert ganz zu schweigen.

Die Hoffnung auf persönliche Vorteile und geringe "Kolaterralschäden" bei den Anderen wird natürlich von den Randfiguren, die PapaJo beschrieben hat, stark gefördert.

Wenn es dann doch nicht so kommt, hat natürlich immer der Andere Schuld.

Natürlich wird niemand, der sich getrennt hat, zugeben, dass er sich vertan hat und die Familie aufgrund seiner eigenen Fehleinschätzung zerstört hat. Und schon gar nicht aus Eigennutz.

Im Aussenbild wird er immer die Richtigkeit seiner Entscheidung in den Vordergrund stellen und im Zweifelsfall die Vorzüge der Trennung für sich und, vor Allem für die Kinder, nach oben kaschieren und die Situation vor der Trennung eben als ausreichend katastrophal darstellen, dass auf jeden Fall noch eine positive Bilanz bei rum kommt.

Dazu gehört natürlich auch, Anderen von seiner Erfolgsstory zu erzählen und sie zu ermuntern, ebenfalls diesen tollen Weg zu gehen.
Natürlich nicht ohne zu betonen, dass dieser Weg zwar hart und steinig für einen selbst war, man aber dieses Opfer natürlich vor Allem für seine Kinder gebracht hat.

Je schlechter das Ergebnis ist, desto notwendiger ist es, die Hölle vor der Trennung und vor allem den Teufel darin hervor zu heben.

"Ja, wir leben jetzt zwar von Hartz4, aber das ist immer noch besser, als die Hölle, der wir nun endlich entkommen sind!"

Niemand wird sagen: "Sch* ich habe einen Fehler gemacht. Wir leben jetzt im Plattenbau, meine Kinder versagen in der Schule und sie werden ständig auf dem Weg nach Hause verprügelt."
Kann ich das nicht wieder zurück drehen? Sorry, war nur ein Irrtum!"

Und da es ja schon so viele solcher Stories gibt, gibt es auch so viele Teufel.
Bei 50% Scheidungen gibt es natürlich auch 50% Teufel.
Gegen die kann man gar nicht hart genug vorgehen.

So entsteht und vermehrt sich das Erfolgsmodell Alleinerziehung!
« Letzte Änderung: 25. November 2010, 11:35:13 von Beppo » Gespeichert

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« Antwort #45 am: 25. November 2010, 11:16:52 »

Hallo liebe Mitforisten,

ich habe lange gehadert, ob ich zu Mateusz Post mehr schreiben soll als „Amen“, da ich es – und das ist ausdrücklich mein Empfinden – als scheinheilig empfinde.

Im Kreis meiner Verwandtschaft habe ich in den letzten 30 Jahren einige Frauen in ihren Ehen leiden sehen.
Meine Onkel waren – mit einer Ausnahme – sehr patriarchalisch geprägte Männer.
Sie haben ihre Frauen durch die Geburten der Kinder in materielle Abhängigkeit gedrängt und dort belassen (wir reden von Frauen, die heute 70 und älter sind, und die in einer Nachkriegs-BRD sozialisiert wurden), sie haben sie psychisch und z.T. physisch misshandelt… keine von ihnen ist gegangen.
Was das an meinen Cousins und Cousinen angerichtet hat, kann ich jeden Tag sehen. Heute erwachsen, haben sie als Kinder niemals eine liebevolle Beziehung ihrer Eltern zueinander erleben dürfen, nur Kälte, Machtausübung und schweigendes Leid.

Als es in meiner Ehe nicht mehr rund lief, habe ich die Notbremse gezogen, sehr zum Leidwesen meines Mannes, der mir damals vorwarf, ich hätte nicht genug gekämpft. Aber dieses Bild meiner Tanten war übermächtig und erschreckend. Ich wollte mich nicht am Ende meines Lebens fragen müssen was ich daraus gemacht habe. Und ja, Ihr könnt es gerne mit dem „Schimpfwort“ Selbstverwirklichung belegen wenn das ins Bild passt, für mich war es Selbstschutz.
Es ist nicht so, dass wir damals nicht genug geredet und gekämpft hätten, wir haben die Gründe für unsere Trennung gut aufgearbeitet, aber bei mir gab es einen Punkt, da hatte ich es einfach nur noch satt. Und all das, ohne dass wir uns auch nur ein einziges Mal gestritten hätten… ich bin der Ansicht, dass nicht nur Themen wie Alkohol und Gewalt etc als valide Gründe für eine Trennung gelten dürfen.

Während der Zeit unserer Trennung hatten wir einen ständigen und respektvollen Kontakt, schon durch das Wechselmodell bedingt. Wir haben kein Geld von A nach B geschoben und keinen Anwalt eingeschaltet. Unsere Tochter hat uns niemals abfällig oder sonst wie negativ über den anderen Elternteil sprechen hören, wir haben alle Belange unser Kind betreffend abgestimmt, Geschenke zu zweit geschenkt, sind in der Erziehung weiter eine Linie gefahren. Sie hatte damit weiterhin eine stabile Lebenssituation und die Liebe und Anwesenheit beider Eltern, nur zwei Zuhause statt einem. Kinder sind durchaus flexibel, man muss nur ehrlich zu ihnen sein.
Wenn ich sage, dass unsere Tochter aus dieser Zeit keinen Schaden davon getragen hat, dann begebe ich mich damit nicht auf dünnes Eis, ich bin mir sicher.

Was ich mit meinem familiären Sermon sagen möchte? MMn leiden Kinder nicht unter der Trennung ihrer Eltern an sich, sie leiden an den Umständen. Und da muss sich jeder Elternteil an die Nase fassen. Es ist weder akzeptabel den Ex-Partner schlecht zu reden, finanziell auszubluten, aus dem Leben des Kindes zu drängen, noch ist es akzeptabel die Kinder am eigenen Leid teilhaben zu lassen, denn solches Verhalten beziehen sie auf sich.

In diesem Sinne empfehle ich immer wieder gerne das Buch „Glückliche Scheidungskinder“ von Remo H. Largo.

VG WH

P.S.: Martin war mal wieder fix…
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Es ist ein Irrglaube, dass man jede Menge emotionales Porzellan zerdeppern und hinterher trotzdem jederzeit zu altem Vertrauen zurückfinden könne. Was kaputt ist, ist kaputt - und bleibt es auch. (brille007 am 7.10.10)
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« Antwort #46 am: 25. November 2010, 12:01:47 »

moinsen,

hab doch glatt mein Fazit vergessen:

Scheidung wird heutzutage imho zu einfach gemacht.

Viele machen sich einfach nicht mehr die Mühe wirklich an sich und der Beziehung zu arbeiten um diese soizial Verbindung namens "Familie" aufrechtzuerhalten.
Es wird ein bischen was getan und macht macht ein bischen ..beratung. ach , bringt ja nichts, trennen wir uns halt.

In diesem Sinne empfehle ich immer wieder gerne das Buch „Glückliche Scheidungskinder“ von Remo H. Largo.

mal sehen, vielleicht les ich's mal,
aber gibt's auch ein Buch?:

"glückliche scheidungskinder, die noch glücklicher gewesen wären, wenn sie keine Scheidungskinder wären"

Hört sich mir zu sehr nach Schönschreiberei an.
So wie man/frau sich ja auch die Trennung schön redet.

Was für den einen schön ist, kann für den anderen die Hölle sein.

jo

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« Antwort #47 am: 25. November 2010, 12:23:56 »

Moin papajo,

Scheidung wird heutzutage imho zu einfach gemacht.

Viele machen sich einfach nicht mehr die Mühe wirklich an sich und der Beziehung zu arbeiten um diese soizial Verbindung namens "Familie" aufrechtzuerhalten.
in Posting #42 beschreibst Du plastisch und wortreich ein paar sehr negative Details Eurer Ehe, inklusive der erst spät von Dir als unselig erkannten familiären Verflechtungen Deiner Frau. Was genau wäre daran jetzt - ausser für ausgesprochen masochistisch veranlagte Menschen - "erhaltenswert" gewesen? Und was wäre also besser gewesen, wenn man Eurer Trennung zusätzliche Steine in den Weg gelegt hätte? Deine Frau ist nun einmal der Mensch, der sie ist; sie hatte nie die Aufgabe, so zu werden, wie Du sie gerne gehabt hättest. Gilt umgekehrt natürlich genauso.

Grüssles
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« Antwort #48 am: 25. November 2010, 13:09:21 »

moinsen,

vollquoting selber glöscht von jo .-)

das ist völlig korrekt. Jedoch hätte, ohne Beeinflussung von aussen, das ganze nicht so kommen müssen.
Ich hatte mit meiner Ex solange eine gute Beziehung (dies ist MEINE Meinung .-)  ), bis der Tag sich immer mehr näherte, an dem ich eine Firma übernehmen wollte und wir ca. 20km weiter weg ziehen wollten.
Da hat sich, so denke ich heute, eine Maschinerie in "ihrer Familie" in Bewegung gesetzt, gegen die nicht anzukommen war, und sich sich bereitwillig diesem (ihrem Vater) untergeordnet hat.
Ich war, bis zum Tage der eröffnung ihrers " so geht's nicht mehr" relativ unvorbereitet ob der dinge die da im Untergrund abliefen.
Ich bin auch heute noch der Meinung, wir hätten "funktionieren" können, wenn man uns gelassen hätte.
Naja, vielleicht auch nicht, wer weiss das schon genau im Nachhinein?

Um auf den Titel des TO zurückzukommen, so wird man weder zu dem einen oder dem anderen Weg raten können.
Man kann agieren oder man muss reagieren.
Alle sich hinterher ergebenden Wege oder Irrungen in Bezug auf Umgang, Geldflüsse, Streitigkeiten über Kleines oder Großes etc. kann man wohl nur mit Hilfe der Kristallkugel sehen. (Wer hat doch noch eine: LBM? .-)  )

Was für die Kinder besser gewesen wäre?
Keine Ahnung, es hätten sich so viele Verzweigungen ergeben können, das kann man im Nachhinein nicht sagen.
ein Sinnieren heirüber bleibt ein fischen im Trüben.

grüßle
jo





 
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« Antwort #49 am: 25. November 2010, 13:36:21 »

Moin papajo,

das ist völlig korrekt. Jedoch hätte, ohne Beeinflussung von aussen, das ganze nicht so kommen müssen.
eben: HÄTTE, WÄRE, SOLLTE, MÜSSTE. Mit Konjunktiven lässt sich aber keine Ehe erhalten; nur mit harten Fakten. "WÄRE mein Mann kein antriebsloses Weichei, sondern ein bisschen karrierebewusster, würden wir längst im eigenen Haus wohnen", "HÄTTE meine Frau in der Schwangerschaft nicht so viel gegessen, wäre sie heute wieder rank und schlank wie früher und ich müsste mich nicht nach anderen Frauen umdrehen" sind keine erfolgversprechenden Rezepte. Die Dinge sind, wie sie sind; nicht wie sie HÄTTEN sein SOLLEN. Für Konjunktive kann sich niemand etwas kaufen; nur Schuldzuweisungen lassen sich toll daraus stricken.

Ich hatte mit meiner Ex solange eine gute Beziehung (dies ist MEINE Meinung .-)  ), bis der Tag sich immer mehr näherte, an dem ich eine Firma übernehmen wollte und wir ca. 20km weiter weg ziehen wollten.
Da hat sich, so denke ich heute, eine Maschinerie in "ihrer Familie" in Bewegung gesetzt, gegen die nicht anzukommen war, und sich sich bereitwillig diesem (ihrem Vater) untergeordnet hat.
eben. Ihr konntet nicht einmal über eine solche Banalität Konsens erzielen; wie soll das dann noch für die ehemals gemeinsamen Ziele einer Ehe gelten?

Ich bin auch heute noch der Meinung, wir hätten "funktionieren" können, wenn man uns gelassen hätte.
"funktionieren" reicht nicht. Und wie weit man anderen Einfluss auf die eigene Ehe gewährt, entscheiden allein die Ehepartner; nicht die anderen.

Grüssles
Martin
(der sich immer wieder wundert, dass Menschen sich Zustände zurückwünschen, deren Fehler sie ganz genau beschreiben können)
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