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Autor Thema: Neue Unterhaltsberechnung nach Umzug in die Schweiz  (Gelesen 45321 mal)
engelherz
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« am: 09. August 2010, 14:38:56 »

Guten Tag

Ich wollte mich eben etwas schlau machen, wie die neue Unterhaltsberechnung für meinen Mann aussehen kann.
Er ist nach der Heirat vor 2 Monaten zu mir in die Schweiz gekommen.
Sein Einkommen hat sich nun geravierend verändert.
In Deutschland war mein Mann in der Berechnung ein Mangelfall.
Hier nun nicht mehr.

Mal ein paar Eckdaten:
Gehalt neu in Euro umgerechnet
Brutto 3400 euro monatlich
Von diesem Bruttto Gehalt kommen jedoch noch die Steuern runter und die Krankenkassen-Prämie.
KK = ca. 320 Euro
Steuern = ca. 400 Euro
(Kommt sonst noch was in Abzug?)

Er ist in Deutschland 2 Kindern zu Unterhalt verpflichtet 12 und 11 Jahre
Sein Sohn 14 lebt bei uns in der Schweiz. Er erhält kein Unterhalt für seinen Sohn.
Wie kann nun so eine Berechnung ausschauen?
Spielt das Existensminimum der Schweiz da mit eine Rolle?


Herzlichen Dank für eure Inputs!
Wir sehen zur Zeit vor lauter Wald die Bäume nicht mehr......

Liebe Grüsse aus der Schweiz
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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #1 am: 09. August 2010, 15:16:53 »

Moin Engelherz,

Es können noch seine Ausgaben für Arbeitslosenversicherung, Altersvorsorge und Aufwendungen für seine Erwerbstätigkeit abgezogen werden.

Darüber hinaus kann der Rest um den Lebenskostenindex CH/DE reduziert werden.

Da er bisher Mangelfall würde ich nun einfach anbieten, den Mindestunterhalt von 272,- bzw. 334,- € zu bezahlen.

Gruss Beppo
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engelherz
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« Antwort #2 am: 09. August 2010, 15:25:43 »

Hallo Beppo

Wem "Bietet" man das an?
Dem Jugendamt, da diese die Beistandschaft für die Mädels inne hat?
Das Jugendamt hat ja immer gerne mal etwas mehr.... Zumindest bei der Mangelfallberechnung wurde herausgepresst was nur irgend möglich war....

Danke schon mal für die Info!

Ist es Sinnvoll, statt dem Arbeitsvertrag die Lohnabrechnung ab zu warten, (dort sind die Abzüge für Arbeitslosenversicherung etc. schon abgerechnet) & diese
Gehaltsabrechnung dem JA zukommen lassen?


Liebe Grüsse
engelherz


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Beppo
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #3 am: 09. August 2010, 15:31:40 »

Wem "Bietet" man das an?
Dem Jugendamt, da diese die Beistandschaft für die Mädels inne hat?

Also wenn es eine Beistandsschaft gibt, ist der Unterhalt ja vermutlich schon tituliert.

Dann würde ich es einfach dabei belassen und den titulierten Unterhalt weiter bezahlen, bis sich jemand meldet.
Dann kann man immer noch weiter sehen.

Gruss Beppo
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engelherz
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« Antwort #4 am: 09. August 2010, 15:41:01 »

Hi,

Ja, der Unterhalt ist Tituliert.
Das JA weis jedoch das er in die Schweiz gezogen ist und lies schon verlauten das er den Arbeitsvertrag
sobald vorhanden nachzureichen hätte.
Diese Aufforderung an meinen Mann erfolgte mündlich.
Ist er damit in der Pflich diesen sofort an das JA zu senden?
Oder sollen wir wie du schreibst, einfach mal abwarten was passiert?

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brille007
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« Antwort #5 am: 09. August 2010, 16:15:34 »

Moin engelherz,

allgemein wird davon ausgegangen, dass man in der Schweiz gut verdient; allerdings auch mit Lebenshaltungskosten zu rechnen hat, die etwa ein Drittel über den deutschen liegen. Das bestätigt sogar die >>>Bundesagentur für Arbeit<<<, auf die man sich berufen kann.

Ein Netto von umgerechnet 2.700 EUR ist daher um dieses Drittel zu reduzieren; damit landet man in der 2. Stufe der >>>Düsseldorfer Tabelle<<<. Wenn Dein Mann also die Zahlbeträge der 2. und 3. Altersstufe (291 bzw. 356 EUR) tituliert, sollte sich Ärger vermeiden lassen (Begrenzung auf's 18. Lebensjahr nicht vergessen).

Ich an seiner Stelle würde jedenfalls eher selbst rechnen bevor ich die JA-Beamten (sich ver-)rechnen lasse.

Grüssles
Martin

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engelherz
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« Antwort #6 am: 09. August 2010, 16:34:40 »

Herzlichen Dank Martin

Das werde ich kodo heute Abend zum durchlesen weitergeben.
Da kann er bestimmt was anfangen mit!


Liebe Grüsse
engelherz
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engelherz
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« Antwort #7 am: 10. August 2010, 08:45:00 »

Guten Tag

Auf ein neues....
Ich habe eure Angaben gestern mit Kodo durchgeschaut.
Folgendes haben wir nun Berechnet.
Es wäre lieb, wenn allenfalls kurz mal jemand darüber schauen könnte um Fehler zu erkennen.

CHF
Einkommen        5`200.-
Abzüge I
AHV / IV / EO                        -262.60
Arbeitslosenversicherung     -52.00
Nichtberufsunfallvers.          -25.95
Unfallversicherung                -00.98

Netto I              4858.50
(Wird direkt vom Lohn abgezogen)

Abzüge II
Steuern                                -680.00
Werbungskosten 5%?        -242.90
Lebenskostenindex 1/3       -1619.50

Netto II             2`316.10


Kurs 1.38 = 1882.92 Euro


Ergibt eine Einstufung auf der Düsseldorfer Tabelle von Stufe 2
(Kann er da von Drei Unterhaltsberechtigten ausgehen? & Wenn ja, was hat das für einen Einfluss auf die Berechnung?)

Kind 1 14 Jahre bei uns Lebend, kein Unterhalt
Kind 2 12 Jahre 448.00 Euro -77 Euro hälftiges Kindergeld = 371.00 Euro Zahlbetrag
Kind 3 11 Jahre 383.00 Euro - 77 Euro hälftiges Kindergeld = 306.00 Euro Zahlbetrag

Was uns verunsichert hat, ist, das sowohl Brille wie auch Beppo auf andere Zahlen kamen.
Wir kamen in unserer Berechnung auf nochmals Werte.
Haben wir etwas übersehen, Falsch berechnet?

Danke für eure Hilfe!
engelherz & kodo
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Lausebackesmama
aka LBM
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Ein Leben lang!


« Antwort #8 am: 10. August 2010, 08:50:12 »

Hallo Engelherz,

bei drei Kindern würde um eine Stufe herabgestuft werden, weil die DDT von zwei Berechtigten ausgeht. Das Kindergeld beträgt nunmehr 184 Euro, daher werden 92 Euro abgezogen. Das 1. Kind muss in die Berechnung mit einbezogen werden.

Angenommen, der Nettowert von 1883 Euro stimmt, wären es

Kind 1 334
Kind 2 334
Kind 3 269 Euro Zahlbetrag

Der SB von 900 Euro wäre dann gewahrt.

LG LBM
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‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Beppo
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« Antwort #9 am: 10. August 2010, 08:57:47 »

Was uns verunsichert hat, ist, das sowohl Brille wie auch Beppo auf andere Zahlen kamen.
Wir kamen in unserer Berechnung auf nochmals Werte.
Haben wir etwas übersehen, Falsch berechnet?

Moin, das muss dich nicht irritieren, denn ich habe, mangels konkreter Werte, gar nicht gerechnet, sondern nur geraten.

Deine Angaben jetzt sehen aber vernünftig aus und zeigen, dass ich auch noch richtig geraten habe mit Zeile 1.

Allerdings sind deine KU Beträge falsch, da das KG inzwischen erhöht wurde.

Richtig sind 272,- und 334,-€.
Mit zusammen 940,- schrammt er damit ganz knapp am Mangelfall vorbei.

Gruss Beppo
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« Antwort #10 am: 10. August 2010, 10:07:25 »

Moin engelherz,

wir können hier nur Hausnummern sagen; keine definitiven Beträge. Dein Mann könnte in einem eventuellen Unterhaltsverfahren auch nicht mit Ausdrucken dieses Forums wedeln und sagen "das haben die Leute von vatersein.de ausgerechnet; nur so ist es richtig!"

Es gibt in dieser Konstellation einfach mehrere Unbekannte, von denen wir nicht wissen, in welcher Form sie schlussendlich in die Berechnungen einfliessen; beispielsweise das bei Euch lebende Kind, eine Haushaltsersparnis durch das Zusammenleben mit Dir, aber auch die Indexierung der höheren Lebenshaltungskosten in der Schweiz.

Was wir hier versuchen ist eine Musterrechnung, die die deutschen Behörden überzeugen KÖNNTE nach dem Motto "viel Arbeit wollen wir uns eigentlich nicht machen, aber das sieht ja ganz gut aus, das akzeptieren wir so." Das ist dann weniger Unterhaltsrecht als Beamten-Psychologie. Aber eine Garantie, dass das so durchgeht, kann und wird Euch hier niemand geben.

Grüssles
Martin
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« Antwort #11 am: 10. August 2010, 10:45:09 »

Hi LBM,

zu deiner Berechnung KG.

Das erhöhte KG wird immer dem jüngsten Kind angerechnet. Da müßte geklärt werden, ob die KM das Älteste als Zählkind angegeben hat und auch das erhöhte KG bezieht. Dann darf es auch abgezogen werden.Sonst nicht.

LG TIna
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engelherz
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« Antwort #12 am: 10. August 2010, 11:46:38 »

Herzlichen Dank für eure Hilfe!

Mir ist bewusst, das ich mich auf die Zahlen nicht fixieren kann.
Es ging mir nur darum zu verstehen wie das ganze überhaupt gerechnet wird.
Nun habe ich dank eurer Hilfe wenigstens etwas Licht in mein Dunkel gebracht.
Falls da etwas auf uns zukommt sind wir gewappnet und können entsprechend reagieren resp. zumindest verstehen.

Liebe Grüsse aus den schweizer Alpen
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United
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« Antwort #13 am: 11. August 2010, 11:10:35 »

Moin Engelherz,

nur ein Gedanke (zwecks mentaler Vorbereitung):
Den in meinen Augen größten Angriffspunkt bei der Einkommensberechnung stellt der Abzug der erhöhten Lebenshaltungskosten in der Schweiz dar.
Könnte mir im Rahmen des Unterhaltsmaximierungsprinzips durchaus vorstellen, dass man diesen so nicht akzeptiert, sondern anstelle dessen eine Selbstbehaltserhöhung um 1/3 vornimmt.
Dieses hätte dann entsprechend eine Höhergruppierung in der DDT zur Folge.

Dieser Gedanke sollte aber nichts an der oben genannten Vorgehensweise und Musterrechnung für das Deutsche Behördentum ändern.

Gruß von der Nordsee
United
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engelherz
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« Antwort #14 am: 23. September 2010, 20:08:47 »

Guten Abend

Wenn man sich einmal am Tag aufregt, ist das zweite Mal meist nicht weit....

Mein Mann hat heute die Neuberechnung vom Jugendamt erhalten.
Diese sieht wie folgt aus:

Einkommen Brutto 8/10-10/10 = chf 15`600 = 5`200x3
Einkommen Brutto 11/10 - 07/11 = chf 54`000 = 5`400 x9
13. Gehalt chf 5`400

Summe Jahresbrutto = chf 69`600.-

Abzüge Sozialabgaben= chf 10`440.- (15%)
Steuern= chf 6`600.-

Nettoeinkommen= chf 52560.-
Umgerechnet Monatlich= chf 4`380.-
- Krankenversicherung = chf 310.-
Netto = chf 4`070.-

Umrechnungssatz 0.77
Ergibt = Euro 3`133.-
Abzug bbA 5% = Euro 156.-

Unterhaltsrelevant = Euro 2`977.-
Bedarfskontrollbetrag mit Kaufkraftkorrektur  0.84 = Euro 1547.-
Verbleiben = Euro 1`429.-

Bedarf:
Kind 1 / 14J = 609.52 - 92 = 517.52 Euro
Kind 2 / 12J = 512.00 - 92 = 420.- Euro
Kind 3 / 11J = 437.00 - 95 = 342.- Euro



Es wurde die Düsseldorfer Tabelle in der Spalte 5 zugrunde gelegt

Mein Mann müsste gemäss Jugendamt ab dem 01.08.2010 nun insgesamt 762.- Euro unterhal an die beiden jüngeren Kinder bezahlen. (Sohn lebt bei meinem Mann)

Nun, habe ich folgende "Fehler" entdeckt....
-Steuern werden mehr sein als 6`600.- chf
-Die Krankenkasse von Sohni wird nicht berücksichtigt (Berücksichtigt wurden chf 310.- statt 357.- zudem besteht bei der KK in der Schweiz ein Selbstbehalt von chf 400.-)
-Das 13. Monatsgehalt ist nicht fester Bestandteil des Arbeitsvertrags
-Der Umrechnungssatz kann nicht so hinkommen (Tabelle aus dem Jahr 2006 / 0.84)
-Mein Mann ist drei Kindern Unterhaltspflichtig, eine Herabstufung um 1. Stufe wäre da logisch
- Gemäss JA verbleibt meinem Mann ein Selbstbehalt von Euro 1`430.- Umgerechnet sind dies chf 1`890.-
dadurch wird mein Mann auf das Existenzminimum der Schweiz heruntergestuft.

Mein Mann hat einen Titel für die zwei jüngeren Kinder über je Euro 150.-
Bisher hat das JA diverse Neuberechnungen gemacht und meinem Mann den neuen Betrag jeweils per Brief zukommen lassen (Ohne Titel-Änderung)
Nun besteht das JA darauf, das er den Fehlbetrag ab dem 01.08.2010 von über euro 862.- nachbezahlt. Ist dies rechtens? Es besteht ja ein Titel?!
Wenn mein Mann nun einen neuen Titel unterschreibt, kann er doch den Betrag einsetzen lassen welcher er für Angemessen hält. Kann das JA da grossartig Einfluss darauf nehmen? (Ausser zu klagen)

Vielen Dank für eure Hilfe und eure Imputs


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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #15 am: 24. September 2010, 11:24:22 »

Hi engelherz

Ich würde mir auch nicht gefallen lassen, zukünftige zusätzliche Einkommenszahlungen anrechnen zu lassen. Wie kommen die denn auf ein 13. Monatsgehalt, gibt es dafür einen Grund? Nach meiner Auffassung wäre es richtig, lediglich vom bisher erzielten EK auszugehen. Wenn es keine Zusatzzahlungen gab - Pech gehabt. Dann müssen sie sich noch 2 Jahre gedulden.

Bis zum Netto von 2977€ kann ich die Rechnung wenigstens nachvollziehen. Aber was dann folgt kann ich nicht einordnen. Unverständlich ist auch, wie das JA auf die Bedarfssätze für die Kinder kommen.

Die Kaufkraftkorrektur für 2009 beträgt ebenfalls rund 0,84. Der Umrechnungskurz für den schw. Franken ist im Monatsdurchschnitt ähnlich konstant.

Ausgehend von einem umgerechnetem und bereinigten Netto zw. 2700-3100€ komme ich auf zu zahlenden KU von 273€ und 327€. Ab August kann gefordert werden, wenn in diesem Monat das erste Schreiben vom JA (z.B. wegen Auskunft) gekommen ist. Das stellt dann eine gültige Inverzug-Setzung dar.

Gruss oldie
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engelherz
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« Antwort #16 am: 24. September 2010, 11:48:16 »

Danke Oldie für deinen Input

Der Bedarf der Kinder zielt aus der Düsseldorfer Tabbel Stufe 5.

Was ich nicht ganz nachvollziehen kann, istwie du auf den zahlenden KU von 273 Euro & 327 Euro kommst.
Kannst du mir das bitte etwas genauer schildern?
Danke!!!

Das Jugendamt hat zudem im Schreiben bereits angekündigt, das im Juli 2011 eine erneute Berechnung erfolgen wird, da zur Zeit grössere Unsicherheiten betreffend der Abgabelast bestehen würde.
Daraf müssten wir uns dann nicht einlassen?
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #17 am: 24. September 2010, 12:45:44 »

Hast ja recht, bin eine Spalte nach links verrutscht. Somit sind es 327€ und 398€. Sorry.

Das Jugendamt hat zudem im Schreiben bereits angekündigt, das im Juli 2011 eine erneute Berechnung erfolgen wird, da zur Zeit grössere Unsicherheiten betreffend der Abgabelast bestehen würde.
Daraf müssten wir uns dann nicht einlassen?
Was geht euch fremdes Elend an???

Gruss oldie
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« Antwort #18 am: 24. September 2010, 13:44:55 »

Danke für die Information Oldie

Nun kann ich das ganze nachvollziehen.
Werde mit Kodo das schreiben an das JA verfassen mit einer Neu-Berechnung durch uns.
Dann gilt ja eigendlich, entweder nimmt das JA diesen Vorschlag an, oder Sie können vor Gericht ziehen, oder?

Liebe Grüssse aus der kalten, verregneten Schweiz
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82Marco
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« Antwort #19 am: 24. September 2010, 15:17:32 »

Servus engelherz!
Wenn JA nicht mitzieht, würde ich den Unterhalt bei einem Notar Eures Vertrauens beurkunden lassen und diesenbedient Dein Mann dann auch.
Damit kann das JA meines Wissens nur Klage für die Differenz zwichen deren "Forderung" und Eurem Titel beantragen. Ob es das dann auch tut? Who knows...

Grüßung
Marco
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Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!
engelherz
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« Antwort #20 am: 24. September 2010, 16:06:59 »

Danke 82Marco
Das ist eine Super Idee!
Muss mein Mann dazu einen Notar in Deutschland beauftragen oder kann das auch ein schweizer Notar oder allenfalls das Deutsche Konsulat in Bern machen?


Darf ich euch in dieser Sache noch ein letztes Mal um eure Hilfe und Durchsicht bitten?
Entschuldigt das ich euch so viel Aufwand mache, aber mein Mann und ich sind da doch sehr unbeholfen in der Sache.
Mein Mann hat bisher alles komentarlos geschluckt was vom JA kam und dabei die Faust in der Hosentasche gemacht.
Ich würde Ihm einfach gerne etwas helfen und aufzeigen was man machen kann.

Meine Berechnung mit den effektiven Zahlen welche ich rausgesucht habe sieht wie folgt aus:

Einkommen:
Einkommen 08/10 - 10/10 chf 15`600.00
Einkommen 11/10 - 07/11 chf 48`600.00
Summe Jahresbrutto        chf 64`200.00

Abzüge:
Sozialabzüge 15%            chf 10`440.00
Steuern                           chf    9185.40
Feuerwehrersatzabgabe    chf      400.00 (19% vom Steuerbaren Einkommen, Max. 400.-chf)
Nettoeinkommen          chf 44`174.60
umgerechnet Monatlich      chf  3`681.22
abz. Krankenversicherung chf      385.30 (Krankenversicherung 352 + zusätzlich eingerechnet der Selbstbehalt von jährlich chf 400.- / p.M. chf 33.30)
durchschn. Netto p. M.       chf  3`292.92

Umrechnung euro           euro  2`537.86 (Faktor 0.770 = 3295.92x0.770)
abz. bba                        euro      126.89 (5%)
Unterhaltsrelevant          euro  2`410.96 (Stufe 4 DD / Herunterstufung um 1 Stufe, da drei Unterhaltsberechtigte)
Bedarfskontrollbetrag     euro  1`466.65 (Kaufkraftkorrektur: 1100*1/3 = 366.65 euro. Ich stütze mich bei der Kaufkraftkorrektur auf die Quelle der Agentur für Arbeit, welche aussagt, das die Lebenshaltungskosten in der Schweiz um 1/3 höher sind)
verbleiben             euro     944.31


Kinder:           Bedarf             Kindergeld           Zahlbetrag
1. / 14j           625.33                     92.00                533.33     (Kaufkraftkorrektur 469.00 *1/3 = 156.33)
2. / 12j           469.00                     92.00                377.00
3. / 11j           401.00                     95.00                306.00

Total Zahlbetrag von 1`216.33 euro
Da der verbleibende Betrag von kodo in der DDT 3.Stufe nicht ausreicht wird doch eine herabstufung in der DDT vorgenommen, oder?
Das würde doch bedeuten, dass Kodo nach Stufe 1. der DDT Unterhalt an die Kinder bezahlen kann.

Das würde bedeuten:
Kind 1 = 476.00 euro
Kind 2 = 334.00 euro
Kind 3 = 369.00 euro
Total wären dies euro 1079.00 das wäre doch Fair.

Ist das Korrekt, wenn mein Mann den Betrag künftig direkt auf das Konto seiner Ex.Frau überweist, oder muss das nach wie vor über das JA laufen da die Kinder dort Ihre Beistandschaft haben?

Das wäre erst mal alles von mir zu diesem Thema.
Es wäre sehr lieb wenn Ihr euch nochmals die Mühe machen würdet, die Berechnung durch zu sehen.

Herzlichen Dank aus der schon bald verschneiten Schweiz
engelherz
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« Antwort #21 am: 24. September 2010, 16:37:54 »

Habe mich bei Kind 3
Kind 3 = 369.00 euro

vertrippt.

Kind 3 würde einen Betrag von 269 euro erhalten.
(DDT = 364 - 95Kindergeld / 3 gemeinsames Kind = 269 euro
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #22 am: 24. September 2010, 16:39:08 »

Moin

Für die Kaufkraftkorrektur spielen Aussagen der AfA keine Rolle, sondern die des statistischen Bundesamtes. Siehe meinen Link oben. Danach beträgt er für 2009 1.196, das Leben in der Schweiz ist also 19,6 teurer als in Deutschland. Und dieser ist gleich nach der Euro-Umrechnung anzuwenden. Der Bedarfskontrollbetrag (BKB) ist lediglich zur Kontrolle, ob eine Ausgewogenheit sichergestellt ist. Also:
Netto:                    2537,86€
Korrektur              2121,96€  (1537,86€ / 1,196)
- bbA                      106,10€ (5%)
bereinigt. Netto   2015,86€

Es erfolgt wegen 3 bedürftigen Kindern eine Herabstufung um eine Stufe, daher EK-Gruppe 2

Bedarf lt. DDT (ohnd KG-Abzug) sind also:
(1.Kind 14J   448€)
2.Kind 12J   448€
3.Kind 11J   383€

Zahlbeträge:
2.Kind   356€
3.Kind   291€

Der Bedarf für das 1.Kind (14J) richtet sich nach schweizer Masstäben, nicht nach den deutschen und übersteigt mein Wissen. Jedoch der Bedarf nach schweizer Recht wird dann nur in Euro umgerechnet, eine Anwendung der Kaufkraftkorrektur findet nicht statt.

Jetzt wird geschaut, ob der BKB gewährleistet wird. Der Einfachheit halber nehme ich für Kind 1 den gleichen Zahlbetrag wie für Kind 2.
2015,86€
- 356 (Kind 1)
- 356€ (Kind 2)
- 291€ (Kind 3)
= 1012,86€
Der BKB nach Zeile 2 der DDT beläuft sich auf 1000€ und ist somit gewährleistet. Falls der Anspruch des 1. Kindes nach schweizer Recht höher als 356€ + 12,86€ ist, erfolgt eine Herabstufung um eine Stufe für die Kinder und es ist Zeile 1 der DDT (Mindestunterhalt) anzuwenden.

Alles klar

Gruss oldie
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engelherz
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« Antwort #23 am: 24. September 2010, 16:47:09 »

Super!


Das hilft mir sehr!

(Auch wenn ich die Aufstellung nochmal machen muss  )

Ganz vielen lieben Dank für eure Hilfe!
Jetzt hat es auch die Schweiz verstanden wie das gerechnet wird  mad3
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Bonnie 2


« Antwort #24 am: 24. September 2010, 17:21:44 »

Hmm, mir fällt ein, dass die Berücksichtigung (Abzug des KU's) für das 14J-Kind bei die Kontrolle des BKB eigentlich gleich nach der Euroumrechnung (und somit vor der Kaufkraftkorrektur des Netto-Gehaltes) erfolgen muss. Es kommt ja darauf an, die jeweiligen Kosten auch die dafür zutreffenden Einnahmen gegenüber zu stellen. Es wäre sinnvoll, hierfür eine Office-Tabelle(Kalkulation) mit den entsprechenden Verknüpfungen/Berechnungen anzulegen. Ansonsten ist das eine elendige Hin- und Herrechnerei.

Gruss oldie


Edit: Ich verschiebe den Thread mal nach "Auslandsthemen", da er sich ja dazu faktisch entwickelt hat.
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Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
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