Moin Det77,
Ergänzend:
Bei einem 11 Monate jungem Kind kannst Du mit Mutti alles ausmachen was ihr wollt. Auch ein Vater kann nämlich, bei entsprechender Vorbereitung(Fläschchen etc) einen ganzen Tag lang auch sein Kind betreuen. Das klappt ja in harmonischen Familien auch.
Wenn Mutti aber nicht will, dann sieht alles anders aus.
Also
1) Mutti nochmal fragen und mit ihr besprechen wie es für EUCH alle besser wäre, was Du Dir wünschst, was Sie sich wünscht - versuchen im Sinne der Kurzen/des Kurzen eine gute Regelung zu finden. Alles ganz unaufgeregt, alles friedlich, nicht bedrohend oder allzu sehr fordernd auftreten. Du hast ja Verständnis dafür, das Mutti sich sonst in die Enge getrieben fühlt. Kannst ja durchaus zwei Versuche starten.
2) Klappt das nicht freundlich das Jugendamt besuchen - da wird Dir geholfen und man ladet Mutti bald ein. Gibt es da keine Einigung und ihr könnte EUCH weiterhin nicht einigen, dann musst Du
3) zum Gericht und eine Umgangsregelung beantragen. Ein guter Rechtsanwalt(Familienrecht!) macht das mit Links und dann habet ihr bald einen Gerichtstermin und auch wenn die Mutter sich dort sträubt, solltest Du beinahe in jedem Falle in etwa 2-6 Stunden Umgang pro Woche zuhgesprochen bekommen, evtl. zunächst in Begleitung der Mutter(nicht ratsam), oder bei einem Träger der Begleitete Umgänge(BU) anbietet(auch nicht unbedingt ratsam - es könnte Dich aber vor Äußerungen der Mutter a la "der Vater kann mit meinem Kind nicht umgehen und stellt eine Gefahr da" retten.
Nach ein paar Mal BU solltest Du Umgang in Freiheit genießen können dürfen.
Wichtig: Nie schlecht über die Mutter reden, egal wo. Schau Dich hier mal im Forum um, Du findest viele Fälle mit ähnlicher Sachlage.
Zudem ist der Gerichtsweg nicht immer der friedlichste. Musst Du ja auch nur hingehen, wenn alles andere nicht gefruchtet hat. Am besten fragst Du dann nämlich abschließend das Jugendamt(JA), was "Du denn nun oder das JA selbst noch tun kann"? Sagt das JA Dir dann "auch wir können da nix mehr tun, sie müssten wohl zum Gericht" und man Dir das auch noch schriftlich überreicht, dann kannst Du mit gutem Gewissen ab zum Gericht und Umgangsklage raus hauen. Schließlich hat Dir das ja sogar das JA empfohlen.

Allerdings kann Mutti den Umgang auch ausfallen lassen, oder ganz aussetzen. Das nennt sich dann Umgangsboykott und bisher haben die Gerichte zwar theoretisch einige Möglichkeiten dies zu unterbinden, praktisch allerdings lässt man solche Mütter erst mal viele Monate oder gar Jahre "gewähren".
Und dann seit ihr im Umgangskrieg der vielleicht Jahre andauern kann.
Aber soweit ist es ja bei Dir glücklicherweise noch nicht!
Nochmal: Bist Du sicher, dass Du tatsächlich das Gemeinsame Sorgerecht hast. Hast Du eine Urkunde dazu? Oder "nur" die Vaterschaftsanerkennung.
Hat zwar nicht unbedingt mit Deinem Umgangsrecht zu tun, allerdings ist es diesbezüglich auch nicht ganz unwichtig( Der Teufel steckt hier im Detail

)
Gruß
Ariba