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vatersein.de - Forum 22. November 2017, 05:00:03 *
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Autor Thema: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"  (Gelesen 36057 mal)
DeepThought
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WWW
« am: 29. November 2004, 09:48:48 »

Der Spiegel - Ausgabe 49/2004

Titelgeschichte

Seiten 88 - 101

Die Hölle danach

Die Scheidungswut bricht alle Rekorde, über eine halbe Million Deutsche pro Jahr sind betroffen. Neuere Studien zeigen: Seelisch leiden unter dem Scheitern einer Ehe, neben den Kindern, vor allem die Männer. Jetzt will die Bundesregierung das Unterhaltsrecht ändern – zu Gunsten der Kinder, zu Lasten vieler Ex-Ehefrauen.

Seine Ehefrau schlug auf ihn ein, bis er sich entschloss, aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen.

Als die Verlassene, rasend vor Wut und gekränkter Eitelkeit, seine Bücher bei strömendem Regen auf die Straße warf, hoffte der malträtierte Mann wenigstens auf das Verständnis seiner 14-jährigen Tochter. Doch die, voll cool, sagte nur: „Papa, du musst die Mama verstehen, die braucht das jetzt.“

Der 16-jährige Sohn, immerhin, stand seinem geprügelten Vater bei. Mit Mühe konnte der Filius die **tsts - ID 29** davon abhalten, auch noch den väterlichen Laserdrucker in den Regen zu stellen.

Im Briefkasten seiner neuen Bleibe fand der geflohene Ehemann bald darauf ein Anwaltsschreiben mit dem Bescheid, er habe die depressive und daher arbeitsunfähige Ehefrau und seine beiden Kinder allmonatlich mit 1564 Euro zu unterhalten. Seine laufenden Nettobezüge betrugen gerade mal 1768 Euro.

In seinem Unglück („Und ich kann dann den Kitt aus den Fenstern essen!!!“) suchte der Mann unter dem Pseudonym „Ohri “ Hilfe im Internet, wo er auf eine Website mit der Adresse www.vatersein.de stieß. Auf dieser und ähnlichen Homepages werden Pechvögel wie er vom Webmaster begrüßt („Willkommen im Club “), getröstet und beraten: „Denk dir nix dabei und lass alles deinen Anwalt machen … Du schaffst es, nur Mut!“

Zu Dutzenden erzählen auf solchen Homepages männliche Trennungsopfer ihre Leidensgeschichte – unter düsteren Überschriften wie „Schön wär ’s, wenn ’s schön wär “,„Ich weiß nicht mehr weiter “, „Die Hölle danach “ oder, schlicht und ergreifend,„Verzweiflung “.
Nur Einzelfälle? Kerle als Prügelknaben, Männer als Scheidungsopfer – die Botschaft, die solche Websites vermitteln, muss all jene verstören, die sich in der Gewissheit eingerichtet haben, dass in der patriarchalisch geprägten Gesellschaft der Bundesrepublik ausschließlich oder doch vorwiegend Frauen die Leidtragenden seien.

„Väter sind Täter “ – in dieses jahrzehntelang vom profeministischen Zeitgeist propagierte Feindbild fügen sich in der Tat ungezählte Berichte über geschändete Kinder, vergewaltigte Mädchen und misshandelte Ehefrauen. Um ihnen beizustehen, wurden Frauenberatungsstellen eingerichtet und Frauenhäuser eröffnet, Frauenbeauftragte eingestellt und Frauennotrufe geschaltet.

Für Männer – natürlich??– unterblieben derlei Vorkehrungen. Das Tätergeschlecht sah sich mit Verachtung bedacht, und das nicht nur in der lila Witzecke von Alice Schwarzers „Emma“ („Was ist ein Mann in Salzsäure? Ein gelöstes Problem “), sondern auch schon mal in millionenfach verbreiteten Frauenschmökern der Sorte „Nur ein toter Mann ist ein guter Mann“.




Diese Ausgabe von "Der Spiegel" ist Pflichtlektüre! (Und das nicht nur, weil www.vatersein.de gleich zu Beginn der Titelstory genannt wird.)

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
Uli
Gast
« Antwort #1 am: 29. November 2004, 10:01:54 »

Hallo Deep,

sollen wir uns jetzt auf die Schulter klopfen, weil wir etwas Positives für gebeutelte Väter (und Mütter) geschaffen haben, oder schon mal mit Bangen in die Zukunft schauen, weil uns diese Publicity an den Rand unserer Möglichkeiten bringt !?  heu

LG Uli
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DeepThought
Owner & Fast-alles-Versteher
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Beiträge: 12.299



WWW
« Antwort #2 am: 29. November 2004, 10:42:08 »

Hallo Uli,

es ist wohl beides.

Sicher ist, wir haben hier eines der umfangreichsten und meist frequentierten WebSites zum Familienrecht in Deutschland erschaffen. Dies ist auf der anderen Seite erschütternder Beweis, wie dringend und häufig Rat und Hilfe von Nöten sind. Meine Einstellung ist ja bekanntlich, mir wäre es lieber, WebSites wie diese müsste es nicht geben.

Kurz noch zum Spiegel-Artikel: Er wird für Aufruhr sorgen. Vor allem bei denen, die sich inlegitim bislang vor die zu schützende Mutter stellten und dies allzu häufig auf Kosten der Kinder. Mein Respekt dem Verlag und den Redakteuren gegenüber ist gewiss und wird sich in einem Leserbrief ausdrücken. Ich möchte jeden bitten: Bitte, tut einmal etwas für uns und schreibt an den Spiegel. Stärkt den Redakteueren den Rücken. Sie werden von den etablierten Feministinneneinrichtungen 'ne Menge Haue beziehen.

DeepThought
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Meinen aufrichtigen Dank!
Melly
Gast
« Antwort #3 am: 29. November 2004, 11:19:16 »

Danke Jörg,
daß Du den ersten Abschnitt hier gepostet hast, das macht Lust auf mehr und ich werd mir den Spiegel besorgen.
Was ich dann doch lustig fand ist die Eingangsgeschichte, da ich erst dachte...komisch die kommt mir so bekannt vor.
Ich bewundere Ohri, der sich dem Spiegel zur Verfügung stellte und seine Geschichte der großen Öffentlichkeit zum Lesen gab.
Hut ab.

Hmm..Jörg..ich denke, es ist nicht unbedingt schlecht, daß die Seite hier auch mal in solch großen Zeitschriften erwähnt wird.
Es gibt doch vielen Männern auch den Mut, mal selbst auf die Suche nach Infos zu gehen und nicht alles zu glauben, was gegnerische Anwälte so rüber bringen.
Wir ...mein Mann und ich, wären damals froh gewesen, gleich diese Seite als Info zu haben, da wären gewisse Unsicherheiten gleich aus dem Weg geräumt worden.
Wir kennen ja das Spiel...Briefe eines gegnerischen Anwalts am Freitag  mad

Dieser Artikel zeigt Jörg...daß Du mit der Erstellung dieses Forums den richtigen Weg gegangen bist.
Danke Jörg...für alle Väter und auch Mütter und Zweitfrauen...nicht zu vergessen die vielen Kinder, die hinter den vielen Nicks stecken.

Liebe Grüße
Melly

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Uli
Gast
« Antwort #4 am: 29. November 2004, 11:54:50 »

soeben hat sich der 1.500te User registriert. Ich denke Deep, dass sollte bei all Deinen persönlichen Probs ein Grund zum Feiern für Dich sein. Vor wenigen Monaten hast Du noch 998 registrierte User bis Ende des Jahres avisiert.

Die Kehrseite der Medaille ist natürlich: das Ausmaß an Leid und Unrecht ist erschreckend hoch. Ich hoffe, dass solche Artikel, wie der heutige im SPIEGEL Schule machen und wir eine breite Öffentlichkeit für unsere Nöte bekommen werden. Diese könnte vielleicht ein Umdenken bei den Gerichten bewirken.

Ein hoffender Uli
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bengel
Gehört zum Inventar
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1.602



« Antwort #5 am: 29. November 2004, 12:14:30 »

Hallo zusammen,

habe gerade den Arikel gelesen, förmlich gefressen, und bin sehr erleichert, dass es mal jemand wagt die Wahrheit zu sagen. Das heisst ja nicht, dass es nicht auch Rabenväter gibt, aber die Generalabsolution von sogenannten "Müttern", die die gemeinsamen Kinder als Eigentum benutzen, ist dahin.

Dem Spiegel sei Dank.

Gruss Bengel
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AndreaDD
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Beiträge: 1.532


« Antwort #6 am: 29. November 2004, 14:41:48 »

Ich finde den Artikel prima und kann nur alle auffordern, Leserbriefe zu schreiben und darum zu bitten, noch mehr ins Eingemachte zu gehen.  yltype

Aber ein super Anfang um mit der Problematik mehr ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu gelangen.

Gruß
Andrea
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Julchen
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« Antwort #7 am: 29. November 2004, 15:34:08 »

Ich habe den Artikel auch gelesen.

Fand ihn auch toll und bin gespannt, was da so einige Poliker und Frauenrechtler zu sagen haben ...

Julchen
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Mission impossible?
tortour
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Beiträge: 328



« Antwort #8 am: 29. November 2004, 16:56:38 »

Zitat
Hallo Deep,

sollen wir uns jetzt auf die Schulter klopfen, weil wir etwas Positives für gebeutelte Väter (und Mütter) geschaffen haben, oder schon mal mit Bangen in die Zukunft schauen, weil uns diese Publicity an den Rand unserer Möglichkeiten bringt !?  heu

LG Uli


hi,

ihr solltet euch auf die schulter klopfen und nicht hoffen, daß es euch an den rand der möglichkeiten bringt.

denn eines ist sicher: in diesem forum bekommt jeder auskunft und hilfe. es heißt zwar vatersein, aber gegenüber so manch anderem forum, indem Frau, sobald man dort merkt, das es eine ist, dort ziemlich heftig angegangen wird, bekommt hier jeder neutral und sachlich auskunft.

und das ist das, was mir an eurer seite so gut gefällt und warum ich hier "hängengeblieben" bin  

gruß
tortour
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Was ich weiß, ist ein Tropfen - was ich nicht weiß, ein Ozean
Carisma78
Gast
« Antwort #9 am: 29. November 2004, 17:32:48 »

Hallöchen Deep!

Auch ich möchte dir dafür danken, dass du diese Seite zu dem gemacht hast, was sie heute ist und das ist nicht nur eine Seite, wo sich bemittleidende Väter mal so richtig ausweinen, sondern eine Seite, die auch mit viel Rat und Tat einem in bestimmten Situationen zur Seite steht. Und damit meine ich nicht nur den Vätern. Vor allem auch mich als "Zweitfrau" spricht diese Seite natürlich sehr an und ich versuche jeden einzelnen Fitzel aus meiner Beziehung hier wiederspiegeln zu können.

Und doch habe ich es verpasst, mir heute die Zeitschrift zu kaufen, dabei war ich heute morgen noch voller ansinnen dazu, sie zu ergattern. Aber morgen ist auch noch ein Tag und ich werde sie mir gleich auf dem Weg zur U-Bahn kaufen, um es nicht wieder zu vergessen. Werde auch an dem Artikel, nachdem ich ihn mir durchgelesen habe, einige momente der Verarbeitung zubringen, aber dann auch entsprechend einen Leserbrief dorthin schreiben, um auch meine Befürwortung dazu kund zu tun.

Ich finde es nämlich auch sehr mutig dieses Thema als Zeitschrift so provokant für die Bevölkerung aufzunehmen. Obwohl es für viele Männer gar nicht so provokant erscheinen mag, sondern eher die Realität darstellt. Aber auch für solche Berichte ist gerade der Spiegel bekannt. Es wird dort oftmals das geschrieben, was in vielen Köpfen der Menschen vorgeht.

Dass die Seite hier natürlich dort ihren Anklang finde, sollte dich umso mehr auf das stolz machen, was du hier geschaffen hast und was du vielen Vätern bietest, die in eine Lage gekommen sind, wo sie einfach auch mal mehr Klarheit benötigen.

Deswegen ein ganz großes DANKE an dich.

Bye, Cari.
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DieMystiks
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WWW
« Antwort #10 am: 29. November 2004, 18:09:27 »

Hallo Joerg,

es ist ein gutes Gefühl zu wissen, daß dieses Forum fruchtet. Endlich wird das Thema mal von der anderen Seite beleuchtet.
Ich hatte leider noch keine Zeit den Bericht ganz zu lesen, habe ihn eben nur kurz überflogen.
Heute abend nehme ich mir die Zeit und werde mich dann morgen an den Leserbrief machen.

Ich habe schon ähnliche Gedanken wie Uli. Ich bin gespannt, was sich nun hier in den nächsten Tagen tun wird.
Es gab ja schon einmal solch einen plötzlichen "Run".

1511 registrierte User sprechen für sich. Einfach klasse!

Also auf jeden Fall ein "Schulterklopfen" und ein Grund zum Feiern.

Merci, daß es  euch gibt

Tina und Micha


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Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
biga
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Beiträge: 1.426


« Antwort #11 am: 29. November 2004, 18:22:47 »

hallo,

habe den artikel zwar noch nicht gelesen, aber von 1500 heute mittag auf 1511 registrierte heute abend finde ich drückt was aus....bin mal gespannt, was da noch kommt.... und bleibt

grüße von der auf den artikel neugierigen biga
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jellyrollrock
Gast
« Antwort #12 am: 29. November 2004, 18:37:42 »

verstoss gegen die forumsregeln und beleidigung.
beitrag gelöscht.
mel

[Editiert am 29/11/2004 von mel]
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Uli
Gast
« Antwort #13 am: 29. November 2004, 18:50:16 »

Habe meinen Beitrag gelöscht, da er sich auf den gelöschten Beitrag darüber bezog und nunmehr keinen Sinn mehr ergibt.

Uli

[Editiert am 30/11/2004 von Uli]
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RomyH
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Beiträge: 1.156


« Antwort #14 am: 29. November 2004, 19:23:35 »

@jellyrollrock


HuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuchHuch??

Mein Gott musst Du ein einsames und unerfülltes Leben führen...
Was Du schreibst ist das, was ich und vermutlich 99 % der Gesellschaft nicht haben möchten...
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TabSel
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Beiträge: 255



WWW
« Antwort #15 am: 29. November 2004, 19:32:27 »

@ RomyH

beruhig Dich doch... das ist doch genau, was mit diesen Postings bezweckt ist: Provokation...

Ich fühl mich nicht provoziert, weil ich mich mit dem Leben und den Wertvorstellungen die ich habe sehr wohl fühle... und ich hab genügend Selbstbewußtsein zu akzeptieren, dass es eben nicht so nach meinen Wertvorstellungen läuft und dies nicht provokant im EMMA-Forum oder sonstwo kundzutun...

Also, setzt ein Lächeln auf, laßt den Herrn V....n wen oder was auch immer er möchte... er hat halt ein anderes Lebensmodell... so wie viele unserer Exen... ;-)
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Arwen
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Beiträge: 62


« Antwort #16 am: 30. November 2004, 14:24:38 »

Kauf mir den Artikel mal. Bin gespannt.
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Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.

eskima
_eskima
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2.877



« Antwort #17 am: 30. November 2004, 14:56:28 »

Hallo,

ich finde den Beitrag genial, endlich beleuchtet mal jemand ausführlich die "andere Seite". Nicht mal Cochem hat gefehlt. Von meiner Seite ein großes Kompliment an die Schreiber.

Achso, dass sollte ich ja dem Spiegel schreiben  Lächelnd

Gruß

eskima
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit

Uli
Gast
« Antwort #18 am: 30. November 2004, 20:10:11 »

Man kann sich übrigens auch beim SPIEGEL an der Diskussion im dortigen Forum beteiligen. Ob es eine große Aussenwirkung hat kann ich nicht sagen.

 

LG Uli
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Langer
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2


« Antwort #19 am: 30. November 2004, 21:42:36 »

Hallo,

dass der SPIEGEL auf einem hohen journalistischen Niveau regelmässig über gesellschaftliche Mißstände informiert, ist mir seit über 30 jahren bekannt. Ich wäre jedoch bei der Bewertung und Einordnung des aktuellen Titels vorsichtig. Es werden - in zutreffender Weise - zwar eine Vielzahl von familienrechtlichen Problemen aufgezeigt; eine Lösung hierfür gibt der Bericht jedoch nicht. Deshalb sollte er auch nicht zum Evangelium eines jeden Betroffenen hoch stilisiert werden.
Meine Erfahrung aus fast 17 Jahren Berufsausübung als Rechtsanwalt mit unzähligen Famileinrechtsfällen sind zwar genau jene Beispiele, auf die sich der Bericht stützt, dennoch würde ich es verweiden wollen, hier wechselsetige Schuldzuweisungen vorzunehmen.
Weder der " Radikal "-Feminismus, noch sonstige Strömungen sind die Ursache für die hier zitierte, schreiende Ungerechtigkeit. Es liegt vielmehr an der oft unzureichend vorhandenen Bereitschaft sämtlicher Beteiligten, sich an einen Tisch zu setzen und miteinander über die gegebenen Probleme zu reden. Stattdessen werden " unsinnige " Aktivitäten, die dazu noch sehr kostspielig sein können, gestartet, um der / dem " Ex " nach Vetragsbeendigung, noch einaml ordentlich die Muskeln zu zeigen. Dieses Verhalten ist ein allgemein gesellschaftliches Problem. Es wird sich auch nicht durch " neue " oder " andere " Gesetze verändern.
Trotzdem ist es natürlich wichtig, dass die Realitäten nicht unter den Teppich gekehrt werden, denn Leidtragende/r kann jede / r Frau / Mann werden.
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Melly
Gast
« Antwort #20 am: 30. November 2004, 22:01:26 »

Hallo Langer,

herzlich Willkommen bei Vatersein.

Hmm... ich denke es geht hier klar um eine gewisse Ungerechtigkeit, die auch noch in Gesetzen festgehalten wurde, daß der Mann oft wirklich nur noch vom Selbstbehalt lebt und Ex-Frauen auch ein gewisses Maß an Freiheit gegönnt wird.
Laut Gesetz heißt es, daß jeder für seinen Unterhalt selbst aufkommen muß, komischerweise sieht es aber in deutschen Gerichten anders aus.
Na da wird alles an den Ex-Partner abgeschoben, bevor die gute Frau Sozialhilfe bekommt.
Wenn man dann auch noch an die Männer und Zweitfrauen denkt, die nicht eine Chance bekommen, eine neue Familie zu gründen, dann muß man sich fragen, ob alles so richtig ist, wie es gemacht wird.
Der Politiker schreit nach Kinder....aber bitte wie soll man die ernähren, wenn man nix mehr hat und Zweitfrauen in dieser Rechtsprechung eh immer hinten anstehen müssen?
Es fehlt ganz klar auch in den Gerichten an Gerechtigkeit, das sollte man klar erwähnen.

Ich denke wir reden hier nicht über den KU, der sollte für jeden Vater Pflicht sein, aber es gibt genug alleinerziehende Väter, die keinen Cent von der Ex bekommen.
Die wird komischerweise nicht so angemacht und das Messer setzt man ihr auch selten auf die Brust, wenn sie keinen Unterhalt zahlt.
Es gibt sovieles, was aufstößt ...aber wenn Du mit diesen Fällen zu tun hast, brauch ich Dir das ja nicht erzählen.
Gruß
Melly
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DeepThought
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WWW
« Antwort #21 am: 30. November 2004, 22:43:53 »

Hallo Langer,

deinen Ausführungen stimme ich fast vollumfänglich zu.

Es ist uns allen hier klar, dass wohl die Hälfte aller Scheidungen mit Kindern recht friedvoll ablaufen. Von der verbleibenden Hälfte kriegen die Hälfte der Eltern das Dilemma nach kurzer emotionaler Überlastung auch wieder in den Griff. Und wir hier beschäftigen uns mit max. 25 % aller Scheidungen. Das ist immer noch eine erkleckliche Anzahl, die jedoch weiter dadurch eingeschränkt wird, dass nicht ein jeder dieser 25% sich in das Interne traut, geschweige denn seinen Fall schildert.

Auch die Suche nach einem Schuldigen hilft letztlich nicht wirklich weiter. Es führt nur dazu, dass sich einer schlecht fühlt und der andere besser. Es muss ein Geschlechterkonsens gefunden werden und die Damen müssen begreifen, dass Frau nicht Frau und Mann gleichzeitig sein kann und dies nicht Abhängigkeit wie in der Vergangenheit zur Folge hat.

Der Staat wiederum hat den Damen und Herren mit "Nehmerqualitäten" die Segel aus dem Wind zu nehmen. Denn ohne Regelung geht es nicht; ansonsten wäre ja auch das StGB unnütz. Der Mensch ist (noch) nicht edel und großherzig.

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
bengel
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« Antwort #22 am: 01. Dezember 2004, 08:47:49 »

hallo forum,
ich hab gestern gleich mit zwei freundinnen (platonischen) über den artikel diskutiert, eine davon geschieden. beide waren über den artikel entsetzt, weil er einseitig sei und die armen frauen verunglimpfe und fern der realität der scheidungsopfer frau sei. zwar immer mit dem zusatz" bei dir ist es was anderes", aber das zeigt mir klar, dass noch ein weiter weg zu gehen ist. aber zumindest ist bewirkt, das unser thema endlich diskutiert wird.

gruss

bengel
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Kloeppelfee
Gast
« Antwort #23 am: 01. Dezember 2004, 10:06:36 »

Hallo Langer,

stimmt sicher: wer reden kann, braucht keinen Richterspruch.

Es gibt aber faktisch Ungerechtigkeiten. Das fängt damit an, dass eine unverheiratete Frau automatisch das alleinige Sorgerecht zugesprochen bekommt bei der Geburt eines Kindes. Das gemeinsame muss beantragt werden, nicht das alleinige! In anderen Ländern ist dies anders, ich glaube, Italien ist ein Beispiel, bin mir aber nicht sicher.

In jedem Fall hat ein unverheirateter Mann so gut wie keine Chance auf Sorgerecht, wenn die Mutter dies nicht will.
Die Frauen können den Umgang einschränken und behindern und am Ende wirkt sich dies noch nachteilig für den Mann aus (er hat sich schließlich nicht gekümmert..).

Grundsätzlich gilt wohl, dass (auch vor Gerichten) demjenigen mehr geglaubt wird, bei dem/der das Kind überwiegend lebt. Dies  ist verständlich, kommt aber nicht immer der Wahrheit näher.

Ich hoffe, dass darüber bei Gerichten und in Anwaltspraxen mehr nachgedacht wird.

Grüße
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Thomas Stefan
Schon was gesagt
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 47


« Antwort #24 am: 01. Dezember 2004, 10:11:22 »

Hallo

habe den Artikel auch endlich lesen können und kann nur sagen: Ganz viel Respekt vor der Spiegel Redaktion, ich hoffe das das Thema nun auch mal von anderen aufgegriffen wird.

LG
     Thomas

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Das Leben ist eine Verkettung von Augenblicken, versucht die Glücklichen zu bewahren !

[Editiert am 1/12/2004 von Thomas Stefan]
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