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vatersein.de - Forum 24. November 2017, 06:35:00 *
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Autor Thema: Der Spiegel: "Der geplünderte Mann"  (Gelesen 36065 mal)
Delphin
Nicht wegzudenken
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 623



« Antwort #25 am: 01. Dezember 2004, 10:39:26 »

@Kloeppelfee             Hallo Kloeppelfee!
    "Grundsätzlich gilt wohl,dass(auch vor Gerichten )demjenigen mehr geglaubt wird bei dem/der das Kind überwiegend lebt...
      Dies ist verständlich, kommt aber nicht immer der Wahrheit  näher."


      Sorry aber ich denke das lässt sich nicht "grundsätzlich" sagen.

      Du schreibst weiter das dies für Dich verständlich ist warum?


      Gruss Delphin
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EINE/R ALLEIN kann ein WIR NICHT ZUSAMMENHALTEN
Uli
Gast
« Antwort #26 am: 01. Dezember 2004, 11:20:06 »

Hallo Langer,

schön, hier auch jemand von der Fraktion der Anwälte zu finden, noch dazu mit einschlägiger Erfahrung. Herzlich Willkommen bei VATERSEIN! Auch ich gebe Dir Recht, dass mangelnde Kommunikation die Wurzel vielen Übels ist. Sie richtet ehemals funktionierende Beziehungen zugrunde; gerade dann, wenn es noch einmal von Nöten wäre zu reden, versagt sie gänzlich.

Was könnte man tun? Vielleicht könnte man einem strittigen Sachverhalt zwingend eine Mediation vorschalten und dem verweigernden Part später den Zugriff auf Prozesskostenhilfe erschweren.

Vielleicht darf ich meinen eigenen Fall beispielhaft anführen. Ich habe stets an allen Stellen Gesprächsbereitschaft signalisiert. Da meine Kinder damals bei meiner geschiedenen Frau lebten, wäre mir auch nichts anderes übrig geblieben. Sie hatte die Fäden in der Hand! Demgegenüber sagte sie dem Jugendamtsmitarbeiter wörtlich ins Gesicht, sie werde sich niemals mit mir gütlich einigen. Es käme alles vor Gericht. Es sei ihr sch....egal, denn sie bekäme Prozesskostenhilfe. Diese Aussage wurde in keiner Weise korrigiert, sondern als quasi normal hingenommen. In Unterhaltsangelegenheiten habe ich mehrfach - auch über meinen Anwalt - angeboten, sich an einen Tisch zu setzen. Das Resultat war eine Gehaltspfändung basierend auf Urkunden, die aufgrund veränderter steuerlicher Veranlagung keinen Bestand mehr haben durften.

Heute, nach 4 1/2 Jahren ist es so, dass zwei Amtsgerichte, ein Landgericht und ein Oberlandesgericht, auf ihrer Seite drei verschiedenen Kanzleien und auf meiner Seite ein Anwalt beschäftigt wurden. Es wurde sogar mein Arbeitgeber, der in beispielloser Weise finanziell geholfen hat, bis vor das Oberlandesgericht gezerrt. Ich habe überschlagsweise in der Vergangenheit ca. 12.000,- EURO an Gerichts- und Anwaltskosten abdrücken müssen. Die psychischen Belastungen (auch und gerade der Kinder!) lassen sich garnicht ermessen. Ein im August 2002 gegen mich angestrebtes Unterhaltsverfahren hat es heute, nach 2 1/2 Jahren und vielen EA-Entscheidungen, bis ins Stadium der PKH-Prüfung für meine Ex-Frau geschafft. D.h. es ist noch nicht einmal ein Hauptverfahren eröffnet worden. Die Kosten für dieses Verfahren sind auch noch nicht eingerechnet.

Jetzt leben unsere Kinder schon eine Weile bei mir. Meine geschiedene Frau ist inzwischen vollständig "entmüdigt", d.h. umfassend unter Betreuung gestellt worden. Dieser Umstand konnte nicht verhindern, dass es munter gegen mich weitergehen kann. Heute ist halt die Betreuerin die Klägerin. An ihrer Seite findet sich ein Anwalt, der jede kritische Distanz zu seiner Mandantin verloren hat. Man möchte von mir bei einem Nettoeinkommen von 2.100,- EURO und zwei durch mich zu versorgende Kinder einen nachehelichen Unterhalt für meine Ex-Frau von 1.850,- EURO haben. Kindesunterhalt bekomme ich nicht, auch keine Leistungen aus der Unterhaltsvorschusskasse.

Weshalb ich das noch mal aufgeschrieben habe ist nicht (nur) um mich auszuheulen. Ich wollte aufzeigen, dass dieser Staat Möglichkeiten bietet, es den Männern nach einer Scheidung wirklich schwer zu machen. Ich kann mir bei bestem Willen nicht vorstellen, dass es hier einem unter asozialen Bedingungen lebenden Mann der nicht arbeitet und keinen Kindesunterhalt zahlt möglich wäre, eine vollschichtig berufstätige allein-erziehende Mutter und deren Arbeitgeber mit unsinnigen Prozessen zu überziehen und zu versuchen, diese auch noch finanziell auszunehmen.

LG Uli

[Editiert am 1/12/2004 von Uli]
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Ratlos
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« Antwort #27 am: 01. Dezember 2004, 11:26:29 »

Hallo zusammen,
habe den Artikel gerade gelesen und er gibt einem das Gefühl, dass man doch nicht allein so ein Looser ist.
Aber meine Kampfeslust stärkt das alles auch nicht mehr, diese ist mir angesichts der allgemeinen Ausichtslosigkeit meine Kinder zu mir zu bekommen und einer Krankheit vollkommen abhanden gekommen. Ich muss mit meinen wenigen Kräften haushalten und sie dort einsetzen, wo sie tatsächlich etwas bringen. In der Scheidungssache kann ich mich nur noch passiv verhalten und die Anwälte machen lassen. Mir wurde sozusagen das Genick gebrochen. Sorry. cry_smile
Ich werde aber gerne den Spiegel-Redakteuren zu ihrem Mut gratulieren.

Gruß Ratlos
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dalli67
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Beiträge: 53


« Antwort #28 am: 01. Dezember 2004, 11:30:55 »

Zitat
Danke Jörg,
daß Du den ersten Abschnitt hier gepostet hast, das macht Lust auf mehr und ich werd mir den Spiegel besorgen.
Was ich dann doch lustig fand ist die Eingangsgeschichte, da ich erst dachte...komisch die kommt mir so bekannt vor.
Ich bewundere Ohri, der sich dem Spiegel zur Verfügung stellte und seine Geschichte der großen Öffentlichkeit zum Lesen gab.
Hut ab.

Hmm..Jörg..ich denke, es ist nicht unbedingt schlecht, daß die Seite hier auch mal in solch großen Zeitschriften erwähnt wird.
Es gibt doch vielen Männern auch den Mut, mal selbst auf die Suche nach Infos zu gehen und nicht alles zu glauben, was gegnerische Anwälte so rüber bringen.
Wir ...mein Mann und ich, wären damals froh gewesen, gleich diese Seite als Info zu haben, da wären gewisse Unsicherheiten gleich aus dem Weg geräumt worden.
Wir kennen ja das Spiel...Briefe eines gegnerischen Anwalts am Freitag  mad

Dieser Artikel zeigt Jörg...daß Du mit der Erstellung dieses Forums den richtigen Weg gegangen bist.
Danke Jörg...für alle Väter und auch Mütter und Zweitfrauen...nicht zu vergessen die vielen Kinder, die hinter den vielen Nicks stecken.

Liebe Grüße
Melly

 



Wie sehr ich das kenne... Anwaltsbriefe am Freitag, meist nach Büroschluss oder noch besser... gleich am Samstag, damit man so ein richtig schön beschissenes Wochenende hat. Wer das Kind hat, der hat die Macht... ob es für den Zwerg nun dienlich ist oder nicht... primitive Machtspiele zerstören unsere Kinder. Besonders, wenn man eine "Scheidung zu viert" begeht. Oder wie sollte man besser sagen? Hast Du eine Frau, brauchst Du keine Feinde mehr... c

Mitleidende Grüße
Jürgen
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dalli67
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Beiträge: 53


« Antwort #29 am: 01. Dezember 2004, 11:36:15 »

Zitat
Hallo zusammen,
habe den Artikel gerade gelesen und er gibt einem das Gefühl, dass man doch nicht allein so ein Looser ist.
Aber meine Kampfeslust stärkt das alles auch nicht mehr, diese ist mir angesichts der allgemeinen Ausichtslosigkeit meine Kinder zu mir zu bekommen und einer Krankheit vollkommen abhanden gekommen. Ich muss mit meinen wenigen Kräften haushalten und sie dort einsetzen, wo sie tatsächlich etwas bringen. In der Scheidungssache kann ich mich nur noch passiv verhalten und die Anwälte machen lassen. Mir wurde sozusagen das Genick gebrochen. Sorry. cry_smile
Ich werde aber gerne den Spiegel-Redakteuren zu ihrem Mut gratulieren.

Gruß Ratlos



Hallo Ratlos,

keene Bange, bist nicht der einzige "Looser". Ich selber habe 13 Termine vor dem Familienrichter hinter mir, die Trennung hat mich so schlappe 65 tsd. Euro gekostet ohne dass da auch nur ein Cent Unterhalt dabei wäre...

Beim lesen des Artikels kann einem als betroffener schon das Wasser in den Augen stehen... denn die Kinder haben meistens sowieso keine Tränen mehr. Unser Sohn ist mit 4,5 schon ein Fall für den Psychiater... und als Mann schaust Du einfach hilflos zu... und es interessiert keine Sau. Nicht den Familienrichter und die Pfeifen vom Jugendamt schon mal garnicht. Die müssten ja mal was tun... und irgendwann wird mal in der Zeitung zu lesen sein... "wir wussten von nichts..."

Gruß
Jürgen
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Kloeppelfee
Gast
« Antwort #30 am: 01. Dezember 2004, 11:46:15 »

@delphin
Ich denke schon, dass ein Dritter, also z.B. Anwalt, Richter etc., sich mehr an meine Äußerungen hält, einfach aus der Annahme heraus, dass ich mehr über mein Kind weiß, wenn es mehr Zeit bei mir verbringt. (deshalb das Verständnis).

Es ist alles etwas theoretisch für mich, denn der Vater meines Sohnes und ich haben nicht solche ätzenden Auseinandersetzungen. Aber ich kann es manchmal eben regelrecht "riechen", dass es so wäre, dass ich alles in der Hand haben könnte, wenn ich wollte.

Beim Jugendamt wurde mir übrigens mal davon abgeraten, den Unterhalt um einen gewissen Betrag zu kürzen - weil Kind beim Vater auch Zimmer hat und schließlich acht Tage im Monat dort lebt. Begründet wurde dies mit Argumenten, die zutreffen auf Männer, die sich überhaupt nicht kümmern. Ich musste also der Frau vom JA erstmal klar machen, dass es nicht richtig ist, dies grundsätzlich vorauszusetzen und in unserem Fall nicht stimmt.

Grüße!
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Arwen
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« Antwort #31 am: 01. Dezember 2004, 12:22:24 »

So habe den Artikel endlich auch gelesen und werde mich jetzt schnell uim Spiegel beamen und meine Meinung kundtun.
Es war Zeit für einen Artikel dieser Art.
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Ich bin nicht auf dieser Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen.

Ratlos
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« Antwort #32 am: 01. Dezember 2004, 13:08:55 »

@arwen
war grad auf der Spiegelseite.
Gibt es da eine Möglichkeit Leserbriefe online zu schreiben? Wenn ja, wie? Bin zu doof puzzled  Könntest du mir da bitte kurz helfen

Danke.

Ratlos
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DeepThought
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« Antwort #33 am: 01. Dezember 2004, 14:26:56 »

Hallo Ratlos,

Leserbriefe können via E-Mail an leserbriefe (at) spiegel.de gesandt werden. Solltest du mit der Veröffentlichung deines Leserbriefes einverstanden sein, musst du deine Adresse angeben und bzgl. evtl. Rückfragen freiwillig deien Tel-Nr.

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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
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« Antwort #34 am: 01. Dezember 2004, 14:41:49 »

Danke  
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Kloeppelfee
Gast
« Antwort #35 am: 03. Dezember 2004, 11:49:30 »

Gestern abend Spiegel gelesen.

Grundsätzlich: Begeisterung! Endlich!

Mitten drin beim Lesen stellte sich dann aber auch ein zwischen Selbstmitleid und erbarmungsloser Wut angesiedeltes Bauchgefühl ein:
Ich habe den Vater meines Kindes damals NICHT geheiratet, weise vorausschauend, denn wir waren nicht gerade füreinander geschaffen und ich fand es nicht nötig, dass wir untereinander für den Rest des Lebens verantworltich sein müssten.
Ich habe immer gearbeitet - und zwar vor allem, weil ich das WOLLTE. Ich bin deshalb keine Karrieretussi und habe natürlich auch keine große Karriere gemacht, habe mir aber einen Job erkämpft, von dem ich jetzt gut leben kann.
Ich habe viele böse Sprüche abbekommen (früher mehr, heute weniger) dafür, denn so etwas Gemeines tut man einem kleinen Kind doch nicht an. Es hat auch bedeutet, dass der Vater meines Kindes sich nicht ausklinken konnte aus der Erzieherrolle und auch mal nachts raus musste, auch sehen musste, wie er es mit dem Job vereinbart bekommt, wenn der Sohn z.B. mal krank ist oder früher abgeholt werden muss.
Das alles ist auch für eine Beziehung nicht leicht und es gibt auch eine Menge Widerstände der Männer (z.B. der Kollegen).
Ich habe nie Unterhalt für mich bekommen und auch nie gewollt.
Das ist aber NUR MÖGLICH, weil ich sehr früh und kontinuierlich, wenn anfangs auch nicht viel gearbeitet habe.
Ich bin davon überzeugt, dass meinem Sohn in den ersten Jahren etwas mehr Kuscheligkeit ganz gut getan hätte.

Und aus all diesen Gründen haben andere Paare ganz selbstverständlich geheiratet und damit meine ich auch, dass die Frauen wie selbstverständlich aufgehört haben zu arbeiten und die Männer wie selbstverständlich dies auch von ihren Frauen erwartet haben... (deep - das ist für mich Pretty Woman!)

War Euch das alles denn so gar nicht klar?

Und, bitte schön, wieso bekomme ich noch heute von Leuten, die es eben "konservativ" durchgezogen haben, selbst wenn sie die schlimmsten Erfahrungen mit ihren Ehen gemacht haben, wieso bekomme ich noch heute von solchen Leuten (im privaten Umfeld) zu hören, dass ihre Kinder sehr behütet seien (im Gegensatz zu meinem...Huch?).

Bei aller Ungerechtigkeit des Scheidungsrechtes (wie im Spiegel beschrieben), klagen aber doch auch die Männer, die selbstverständlich von ihren Frauen erwartet haben, nicht mehr zu arbeiten, heute darüber, dass sich diese Frauen nicht selbst ihre Brötchen verdienen.

So. Das musste raus.
Ist eben doch mehr Wut im Spiel.
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LeaSophie
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« Antwort #36 am: 03. Dezember 2004, 12:06:38 »

@kloeppelfee

du spricht mir ein wenig aus dem Herzen.
Ich habe zwar geheiratet, bin aber mit dem Wissen ins die Elternzeit gegangen dass es ein jahr dauern wird und wir dann wechseln (kind1)
er hatte seine meinung geändert und als ich nach einem halben jahr darauf ansprach wie wir das regeln, koordinieren war ich auf einmal das egoistische stück, dann wurd ich schwanger und kind2 gesellte sich zu uns. als ich es wagte im alter von 1 jahr ein studium aufzunehmen, um wieder rauszukommen, durfte ich - nett gesagt fand ich damals - aber ich muss das schon selbst koordinieren und regeln.
er hat es nichtmal geschafft seine tochter morgens zum KIGA zu bringen während ich mit einer fahrgemeinschaft zu uni gefahren wurde und noch schnell einen umweg einlegen bat, um meinen sohn zur tagesmutter zu bringen.
da ist es das erste mal aufgekeimt - das gefühl von *er hält mich unterm daumen* viele einseitige gespräche später kommt er freitags von einer geschäftsreise und teilt mir mit ich bin zu *peinlich* er würde lieber allein mit kollegen essen gehen. weitere wochen und bitten um klärung der situation und hilfebitten an seine person überraschte mich die info einer kollegin, ich sollte doch so langsam ausziehen, sie hätte jetzt genug davon, dass ich *immernoch da bin*. konfrontiert mit dieser situation möchte er am gleichen tage ausziehen und mich sitzen lassen - da war ich gerade inmitten meiner abschlußprüfungen :-))

manchmal frage ich mich wie ich mich so in einem menschen täuschen konnte und diese wut  mad und auch das rücksichtslose verhalten dieses menschen habe ich bis heute über 3 jahre später nicht wirklich überwunden.  cry_smile
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« Antwort #37 am: 03. Dezember 2004, 12:14:40 »

@kloeppelfee + LeaSophie

Es hat niemand gesagt, es gäbe keine andere Seite. Jedoch berichtet der Spiegel umfassend vom täglichen Scheidungswahnsinn und den rechtlichen Möglichkeiten der Ex. Wenn es bei euch anders gelaufen ist, ok, es ist nicht der Regelfall.

Wenn die Ex will, hat sie alle gesetzlichen Legitimationen auf ihrer Seite und der KV das absolute Nachsehen. Und um diesen Wahnsinn geht es, nicht um Einzelschicksale sondern um das Gerüst.

DeepThought
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« Antwort #38 am: 03. Dezember 2004, 12:20:05 »

ich wünschte Dir beipflichten zu können, aber mir persönlich geht es genauso wie es so manchem mann ergeht

sorry deepthought, aber die Welt ist keine Scheibe.

Ja, es ist richtig man muß beide seiten betrachten aber in einem aufwasch und nicht nacheinander. das bemängel ich - an meinem umfeld.

ja, es gibt viele frauen die ein böses spiel spielen und das aus egoistischen sehr einseitigen gründen.
ja, ich kenne trennungsväter die diesen kampf haben und ich wünschte nur einer von diesen männern wäre der vater meiner zwei, dann sehe es doch schon anders aus.
ich bin enttäuscht, von Generationen vorher und von der heutigen generation die es nicht geschafft haben / schaffen WERTE aufrecht zu halten.
ein wert ist doch

füge einem anderen nicht zu, was du mit dir selbst nicht geschehen lassen möchtest. Oder?

einseitigbetrachtet gerät doch immer wieder die andere sicht in vergessenheit. so sehe ich es jedenfalls
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eskima
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« Antwort #39 am: 03. Dezember 2004, 12:23:17 »

Hallo,

ihr werdet hier auf einige Frauen stoßen, die beide Seiten kennen und niemand will euch irgendetwas "nehmen".  Es geht doch einfach darum, diese andere Seite auch anzusehen und zuzulassen.

Hier ein Artikel aus der Schweiz:  http://www.facts.ch/dyn/magazin/gesellschaft/442368.html, der meines Erachtens sachlicher geschrieben ist. Aber zum Beispiel durfte mein Mann folgendes in Deutschland erleben:

 
Zitat
 Solche oft rufschädigenden Aussagen machen Frauen in Scheidungsverfahren zuhauf. Noch erschreckender aber ist: Kein einziger Fall ist bekannt, in dem sich eine Frau vor Gericht für falsche Anschuldigungen verantworten musste.


Und genau dort sitzt mein Punkt, der mich masslos ärgert.

Gruß

eskima

[Editiert am 3/12/2004 von eskima]
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Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Schuhen gegangen bist - Indianische Lebensweisheit

Uli
Gast
« Antwort #40 am: 03. Dezember 2004, 12:41:51 »

Liebe Eskima,

danke für den guten Link. Der Artikel ist wirklich lesenswert und 1:1 auf die Bundesrepublik übertragbar.

LG Uli
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LeaSophie
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« Antwort #41 am: 03. Dezember 2004, 13:33:01 »

wir frauen wollen die emanzipation und doch nehmen sich manche nur die Rechte und nicht die Pflichten. Das eine ohne das Andere geht aber doch nicht.

wenn ich dem Einen Schaden zufüge, kann ich dieser es mit gleicher Münze heimzahlen, muss er aber nicht. und wenn er es doch tut, muss ich mich wohl kaum wundern.

der klügere gibt nach, dann regiert aber doch die Dummheit die Welt

das ist aber auch nicht der einzige Bereich des Lebens in dem es so vor sich geht. ich denke, die Bevölkerung muss sich ändern, denn in allen schichten, beruf, partnerschaft, kindererziehung, DAS LEBEN MITEINANDER läuft derzeit mehr als ETWAS schief
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made in germany
Gast
« Antwort #42 am: 03. Dezember 2004, 14:01:44 »

Vor allem sollte sich mal die Politik darum kümmern was des Lebens recht ist und nicht weiter mittelalterliche Gesetze bestreiten.

Zu dem Artikel, mich wundert es nicht wirklich, das seitdem mehr User auf dieser Plattform befinden und anmelden.

Es besteht grosses Interesse, obwohl mir eine Auflösung eines Forums wie diesem weitaus mehr gefallen würd.

Denn dann würd kein Bedarf an Informationsaustausch vorhanden sein und die Welt mit ihren Menschen gerecht sein.

Grosses Lob an dieser Stelle den Machern, wie den Usern die zur Aufklärung von Misständen beitragen.
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Kloeppelfee
Gast
« Antwort #43 am: 03. Dezember 2004, 14:25:34 »

@deep
Wie oft muss ich betonen, dass ich in Sachen ungerechte Ehegesetzgebung auf Seiten derjenigen bin, die mit dem Schweiß ihrer Arbeit den Ex-Ehegatten/in mit durchfüttern müssen incl. Ungerechtigkeiten bzgl. Umgang, Kinder usw.??
Es geht, wie Du sehr richtig feststellst, um das Gerüst.

Das findet aber nicht nur in der Gesetzgebung statt, sondern auch im gesellschaftlichen Leben. Und es wurden (und werden) Frauen für die Kindererziehung verantwortlich gemacht, von der Gesellschaft, von sich selbst und von ihren (inzwischen Ex-)Männern. Das gehört doch auch zum Gerüst!

Mein Leben ist kein Bericht von der "anderen Seite", sondern hat sehr konkret mit dem Gerüst zu tun. Unter anderem werde ich mal eine sehr niedrige Rente haben (schlurchz), da ich einige Jahre weniger gearbeitet habe (wegen Kind) und ich werde nie  ein halbes Haus von irgendeinem Mann geschenkt bekommen, dafür, dass ich sagen wir mal drei Jahre sein Kind zuhause großgezogen habe. Also nochmal: Wusstet Ihr (Männer) wirklich nicht, wie teuer der Deal ist?
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LeaSophie
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« Antwort #44 am: 03. Dezember 2004, 14:52:15 »

@kloeppelfee

mir geht es da wie Dir!
ich mußte einen Teil meiner Rentenanteile an den Herrn übergeben, da meine Kasse voller war. die richterin teilte ihm noch mti, dass in anbetracht der tatsache dass er weder die kinder besuchen wolle und ich  ja die erziehungsaufgaben habe, ein ausschlagen gerecht wäre, hat er sich das trotzdem nicht nehmen lassen, er habe genug drauf bezahlt - sagte er

dieser mann hat mich betrogen, angelogen und ausgenutzt.

er hat bis heute keinen unterhalt für die kinder bezahlt und habe ihm weder die kinder vorenthalten noch ein böses wort über ihn gegenüber den kinder verlauten lassen.
ich wünsche ihm würde, den wunsch den er hatte - nämlich ohne frau und kinder zu sein - auch auszuleben anstatt darüber zu jammern wie schlecht es ihm geht.
er zahlt weder für die kinder noch für mich unterhalt. ich habe meinen anteil ausgeschlagen, denn ich bin jung genug um zu arbeiten.

Er wollte gehen, ich habe gekämpft und verloren. Dann habe ich mir hilfe gesucht und heute leben ich sehr gut. Das sind aber meine Lorbeeren. Seit 2 jahren gefällt ihm das gar nciht, dass es mir so gut geht. Er macht schwierigkeiten wo es nur geht und am schlimmsten die Tatsache das meine zwei süssen drunter leiden müssen.
entweder ich spure und lasse mir alles gefallen, was ihm in den sinn kommt.

ich arbeite selbst für mein geld, er  müsste 344 Euro im Monat zahlen, von 1800 Eur netto einkommen.
sorry, sagt er, geht nicht, muss auch noch für freundin und kind aufkommen. hä...
seine kids kennt er nicht mehr, die machen nämlich aus seiner sicht den fehler, ihre mutter zu lieben. Er hatte eigentlich seine freundin als neue mutter gesehen und ihnen das auch gesagt, dass ist sihre neue mama und wenn sie möchten könnten sie jederzeit auchzu ihm ziehen, da war meine grosse 5 jahre alt und der kleine 3. mama entscheidet das nicht, sagte er, dass entscheidet ihr ganz allein.

Eine Schande wie man so rücksichtslos und egoistisch, auf kosten anderer, sein glück versucht zurückzubekommen.

nicht alle väter sind so, ich habe viele Vergleiche von getrn..Eltern bis zu AE Vätern in meinem Umfeld, aber anstatt sich gegenseitig zu helfen und auch rücksichtsvoll dem anderen mal beizustehen - respektvoll mit dem anderen umzugehen - musste ich warten bis der Vater der die Kinder unabgesprochen aus dem Kiga holte, mir per Tel um 9 uhr abends mitteilte, er überlege noch ob er sie zurückbringe.
der meinen kids sagt, was mama sagt interessiert mich nicht, die spinnt doch,
deine mama liebt dich nicht, sonst würde sie nicht so viel arbeiten sondern wäre zu hause bei dir
eure mama kriegt unterhalt von mir für euch - bring davon etwas mit und ich kauf dir was du willst
man muss nicht arbeiten, wenn man nicht will, geht man auf die stadt, die müssen einem geld geben.

das sind sprüche die ich zu genüge kenne. Er hat uns verlassen und bis heute nicht überwunden dass es mir zwischenzeitlich gut geht. Es war ein harter Weg bis ich zu  mir selbst gefunden habe.
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« Antwort #45 am: 03. Dezember 2004, 15:08:15 »

Hallo LeaSophie,

es gibt hier auch eine Abteilung für alleinerziehende Mütter (und das bei vatersein.de  Schockiert ) und da hätte dein Post meines Erachtens reingehört. Du hast sicher recht mit deinen Ausführungen, aber in diesem thread geht es um ausgeplünderte Männer und ein Aufrechnen, wer nun mehr Leid erfahren hat, hilft wirklich keinem.

Gruß

eskima

*mein ja nur*  ;)
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LeaSophie
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« Antwort #46 am: 03. Dezember 2004, 15:39:05 »

 puzzled  du hast wohl recht, sorry, es musste raus und irgendwie fand ich es passend.

wird nicht wieder vorkommen.

 yltype
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eskima
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« Antwort #47 am: 03. Dezember 2004, 15:54:38 »

Hallo LeaSophie,

Hand reich, es war nicht böse gemeint.
 schild_feierabend

LG

eskima
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Kloeppelfee
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« Antwort #48 am: 05. Dezember 2004, 16:15:51 »

@leasophie

Sorry, aber mir geht es nicht wie Dir.
Ich wurde nicht belogen, betrogen und ausgenutzt.
Bzw., ich habe mich nicht betrügen, belügen und ausnutzen lassen...

Fand ich nicht passend, Deinen Einwurf.

Ich wollte zur Diskussion stellen, dass zu dem juristischen Gerüst des Familien, bzw. Scheidungsrechts auch das gesellschaftliche Gerüst einiges dazu beigetragen hat, eine Ungerechtigkeit aufkommen zu lassen. Und dass an diesem Gerüst viele auch mitgewerkelt haben, einfach durch die Selbstverständlichkeit, mit der sie die traditionelle Art der Familie gewollt haben.

Ich habe diese traditionelle Form nicht gewählt. Deshalb fühle ich mich nicht als Heldin der Bewegung, aber es säuert mich auch leicht an, wenn die Männer im Anschluss an ihre Ehen klagen, dass das Kinderaufziehen und deshalb aus dem Beruf herausgehen anschließend soviel Geld kostet. Das hatte ich schon vor 15 Jahren klar, dass so der Deal geht.

Und um es nochmal zu betonen: WIE teuer es die Männer (und einige Frauen) anschließend zu stehen kommt, ist eine riesige Ungerechtigkeit.

Dass die Kleinkindmutter nicht berufstätig zu sein hat, war zumindest zu der damaligen Zeit (vor 15 Jahren) noch sehr weit verbreitet, fast alle fanden das grausam den Kindern gegenüber usw..

Habe gerade eine 35jährige Autorin aus Frankreich gelesen, da ist es absolut selbstverständlich, dass die  Kleinkinder um halb sechs abends von der Tagesmutter abgeholt werden. Das müsste man hier mal als Normal-Programm vorschlagen - da wäre aber was los!

(Wofür kämpfe ich eigentlich hier gerade? Weiß ich selbst nicht genau, aber manchmal fehlt mir bei einigen Beiträgen wohl auch die Haltung von Selbstverantwortung...)

Trotzdem LG
ich mag Euch  ;)  
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Onsager
Gast
« Antwort #49 am: 05. Dezember 2004, 17:45:00 »

 
Zitat
Habe gerade eine 35jährige Autorin aus Frankreich gelesen, da ist es absolut selbstverständlich, dass die Kleinkinder um halb sechs abends von der Tagesmutter abgeholt werden. Das müsste man hier mal als Normal-Programm vorschlagen - da wäre aber was los!

Da gab es mal einen Teil dieses Landes mit damals 17 Millionen Einwohnern, in dem war das auch völlig selbstverständlich ...

Onsager

[Editiert am 5/12/2004 von Onsager]
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