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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 08:06:06 *
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Autor Thema: ... und noch ne Geschichte ...  (Gelesen 1289 mal)
United
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 735



« am: 11. Juni 2010, 09:34:35 »

Hallo,

ich lese schon ne Weile mit, nun sei auch mal meine Geschichte erzählt ...

Bin bemüht, meine Situation möglichst neutralisiert zu beschreiben, wird mir manchmal auch gelingen ...

Ich halte meine zukünftige Ex-Frau für eine gute Mutter unserer Kinder (auch wenn sie sich teilweise bemüht, mich in dieser Ansicht zu widerlegen).

Zu Beginn einer Trennung ist man ziemlich allein und was alle anderen sagen, interessiert erst mal nicht.
Trotz gebrochenen Vertrauens, vertraut man in eine einvernehmliche Einigung.
-> Intelligenz schließt Naivität nicht aus !

Meine Geschichte (weil das alles Vergangenheit ist, ein wenig verkürzt):

Ein paar Jahre Beziehung
Freundin schwanger
Hochzeit
Geburt 1. Kind
Hauskauf
Geburt 2. Kind
Geburt 3. Kind
noch´n Hauskauf
Frau Teilzeitarbeit
Frau neuer Partner
mein Auszug
Verlorenes betrauern
alte Hobbies aufgefrischt
viel unterwegs
neue Partnerin
Gewonnenes geniessen
Scheidungsantrag
gemeinsamer Haushalt (mit neuer Partnerin)

Die Posten Auszug, Scheidungsantrag, neue Partnerin hätte man in der Chronologie sicherlich intelligenter positionieren können ...
... bin immer noch dabei mein Leben positiv zu leben und das gefällt der Gegenseite im Scheidungsprozess auch nicht wirklich.


Baustellenüberblick

Sorgerecht:
Gemeinsames Sorgerecht.
Der Frage, ob ich ihr nicht „freiwillig“ das ASR übertragen möchte, entgegnete ich mit einem schlichten „nö“, was keiner Stimmungsverbesserung beitrug ... hier erwarte ich also demnächst eine Baustelle (obgleich ich absolut nicht weiß, was sich bei ASR zum Wohle der Kinder verbessern würde).

Umgang:
Regelmäßiger Kontakt mit Kiddies (außerhalb der Umgangswochenenden allerdings nicht, es sei denn, ich treffe sie zufällig bei Schwiegermutter, bei der ich gerne mal nen Kaffee trinke und dabei nicht über die Trennung spreche).
KM ist keine Umgangsboykotteuse (sie möchte auch mal freie Wochenenden und Zeit zu Zweit mit ihrem neuen haben), wirft mir allerdings gerne vor, ich würde während des Umgangs ihren Erziehungsinteressen entgegenwirken (diese Vorwürfe stimmen nicht, konnte ich bei einem JA-Besuch auch ausräumen (ziemlich positives Gespräch).
Da wir keine verbindliche Umgangsregelung haben, befürchte ich auch hier weiteres Konfliktpotenzial.

Unterhalt:
Kindesunterhalt nach Düsseldorfer Tabelle
Trennungsunterhalt wird nach gerichtlichem Vergleich nicht gezahlt, da Ex mit Kindern unentgeltlich im ehemaligen Ehehaus wohnt (sämtliche Belastungen auf meiner Seite).
Mein Angebot, die Unterhaltsregelung für den nachehelichen Unterhalt ein paar Jahre so beizubehalten, wurde bis dato ignoriert. Meine damit verfolgte Konfliktvermeidungsstrategie (um Planungssicherheit zu gewinnen) wird sich wohl, aufgrund Aussicht auf PKH, zerschlagen ...
Ex möchte soviel wie möglich (und das möglichst für immer). Diesen Wunsch halte ich grundsätzlich für ihr gutes Recht. Allerdings halte ich es auch für mein Recht, so wenig wie möglich zahlen zu wollen ... Läuft wohl auf nen Rechtsstreit hinaus, in dem ich ihr eine verfestigte Beziehung nachzuweisen versuchen werde (was aufgrund eigener Wohnung des Neuen wohl ein wenig nervenaufreibend wird und zusätzliches Konfliktpotenzial beinhaltet) ...

Vermögen:
Nicht geklärt.
Wie das bei Häusern halt so ist, Wertansätze ziemlich unterschiedlich, läuft aus meiner Sicht derzeit auf eine Teilungsversteigerung hinaus (aufgrund der Schuldenstände aber ziemlich heikles Thema).

Insgesamt lässt sich vielleicht erkennen, dass ich nicht über einen so schlechten Job verfüge und mich demzufolge auch nicht als arm bezeichnen würde (bin trotz aller Unterhaltspflichten kein Mangelfall).
Genau genommen, darf ich jetzt sogar über mehr Geld verfügen als noch zu glücklichen Ehezeiten ;-)
Ex stellt sich selbst gern als arm dar, Bestätigung bekommt sie via PKH, von mir allerdings nicht (KU + Kindergeld + Teilzeitjob > 2.000 EUR netto + Wohnvorteil). Da sie hiervon Wohnnebenkosten für ein nicht kleines Haus zu tragen und drei Kinder zu ernähren hat, würde ich sie aber auch nicht wirklich als reich bezeichnen.
Sie stellt mich gerne als reich und Geizkragen dar, insbesondere wenn es um zusätzlichen Geldbedarf geht („es ist für Deine Kinder“). Gerne betont sie auch – zwecks Mitgefühlserhaschung - ich würde keinen Unterhalt zahlen und lässt dabei unerwähnt, dass ich sämtliche Hauslasten trage ...

Leidtragende sind in meinen Augen bis dato nicht die Kinder (zwischen 5 und 13) ... diese haben die Trennung gut verdaut ... ich schimpfe nicht über ihre Mutter und konnte bislang auch nicht erkennen, dass sie über die Maße über mich schimpft (nur ein bisschen und damit kommen sie und ich klar) ...
Die Kinder dürfen ihren Vater und ihre Mutter lieben und haben in den neuen Partnern zwei nette Menschen (und bei nett schließe ich ihren Neuen ausdrücklich mit ein, er hat mir nichts getan und ist gut zu den Kindern), die sie noch zusätzlich lieb haben dürfen (und auch haben) ...
Ich weiß, dass meine Geschichte in Bezug auf Kinder damit besser da steht als so manch andere hier im Portal (und dafür schätze ich mich glücklich) ...

Leidtragende ist aber durchaus meine neue Partnerin, der immer mehr bewusst wird, worauf sie sich da eingelassen hat ...
Meine Konflikte mit der Ex nimmt sie sich sehr zu Herzen, erschwerend verkneift sich Ex gegenüber der Kinder zwar Schlecht-Mach-Sprüche über mich, stellt meine Partnerin aber nicht wirklich in ein gutes Licht ...

Die Langwierigkeit des Prozesses und immer wieder neue Wünsche, Begehrlichkeiten, Hindernisse bzw. Ins-Gegenteil-Kehrungen alter Wünsche gehen mir ziemlich auf´n Senkel, insbesondere wenn man die teilweise an den Tag gelegte Blockadepolitik berücksichtigt. Frei nach dem Motto: „Ich muß mich nicht einigen, dass macht schon der Richter für mich“.

Was noch nervt, sind die ständigen Stimmungsschwankungen und Themenvermischungen beim Kinderabholen. Auch stelle ich deutliche Wahrnehmensunterschiede/-lücken in der Erinnerung an die Vergangenheit fest.

Nach dem ersten Anwaltsschreiben der Gegenseite habe ich nen Riesenschreck gekriegt, was ich doch für ein schlechter Mensch sei („Hals über Kopf ausgezogen und die arme Frau mit Kindern im Stich gelassen“) ... seit der Antwort meines Anwalts sehe ich das allerdings deutlich gelassener, teils sogar ziemlich belustigend (zugegebenermaßen ein recht teurer Humor) ...
 

Den Baufortschritt auf den einzelnen Baustellen, werde ich von Zeit zu Zeit in den entsprechenden Unterforen einstellen und dort ggf. auch mit Fragen auf Euch zukommen (wobei viele Fragen sich schon beim Durchlesen alter Threads beantworten) ...


Rückblickend betrachtet, sollte man im Trennungsfall folgende Richtlinien beachten (steht zwar in vielen Threads, aber es kann nicht oft genug gesagt werden):

1. Zieh nicht freiwillig aus
2. Regel schnellstens (und rechtsverbindlich) Kinder, Unterhalt und Vermögen
3. Schmeiß Dich erst inne neue Beziehung, wenn Du 3. geklärt hast
4. Nimm Anwaltsschreiben nicht zu ernst

Alles wird gut !
United
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Wolkenhimmel
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Beiträge: 849


Zurzeit ohne Wolken!


« Antwort #1 am: 11. Juni 2010, 09:46:56 »

Hi United,

herzlich Willkommen!

Mir gefällt, dass Du so viel positive Stimmung ausstrahlst (@Forum, haltet mich jetzt nicht für plötzlich esoterisch geworden!  ), und am besten gefällt mir der Satz:

Die Kinder dürfen ihren Vater und ihre Mutter lieben und haben in den neuen Partnern zwei nette Menschen (und bei nett schließe ich ihren Neuen ausdrücklich mit ein, er hat mir nichts getan und ist gut zu den Kindern), die sie noch zusätzlich lieb haben dürfen (und auch haben) ...

Das hatte ich auch einige Zeit, und es ist für die Kinder wirklich wertvoll.

LG WH
Gespeichert

Es ist ein Irrglaube, dass man jede Menge emotionales Porzellan zerdeppern und hinterher trotzdem jederzeit zu altem Vertrauen zurückfinden könne. Was kaputt ist, ist kaputt - und bleibt es auch. (brille007 am 7.10.10)
papajo
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Beiträge: 597



« Antwort #2 am: 11. Juni 2010, 11:20:50 »

moin united,

und welcome!

in Deiner Geschichte entdecke ich viele Übereinstimmungen zu meiner 

du scheinst das ganze "ordentlich" aufzuarbeiten.

Hierzu:

Auch stelle ich deutliche Wahrnehmensunterschiede/-lücken in der Erinnerung an die Vergangenheit fest.

bei mir haargenau so. Du wirst mit der Zeit, je länger die Trennung schon vollzogen ist, feststellen, es wird noch besser
Es wird in der Zukunft definitiv 2 Wahrheiten geben.

Daher kann ich Dir hier nur raten, never ever im Beisein der Kinder irgendetwas zu besprechen, was eure ehemalige geinsame Zeit angeht. Da kann es sehr schnell zu "unstimmigkeiten" kommen.

Ich wünsch Dir alles gute...


ach ja...

Alles wird gut !
United

dem ist so!!

Gruß
jo
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United
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Beiträge: 735



« Antwort #3 am: 14. Juni 2010, 10:18:01 »

Moin,

danke Euch beiden für das Feedback ...

Sicherlich könnte ich auch sagen: Hätte ich nie geheiratet und Kinder in die Welt gesetzt, hätte ich nun Tausend Millionen Euro und würde nen Porsche fahren ...
... das war aber nie mein Lebensziel.
Ich geniesse die Zeit mit den Kindern, mag mein Leben aber auch, wenn sie nicht um mich herum sind (auch wenn das zunächst ne eher bescheidene Decke-auf-den-Kopf-Fall-Situation war ...).

Ihren Neuen beneide ich tatsächlich darum, dass er die Kinder öfter um sich rum hat als ich (am WE hat die Kleinste mich wieder einmal bei seinem Vornamen benannt, was zwar ein komisches Gefühl auslöst, andererseits m.E. aber durchaus das gute Verhältnis zu ihm bestätigt).
Weniger beneide ich ihn um meine Ex ... hoffe aber, dass er durchhält und sie schnellstmöglich heiratet – na ja, zumindest mit ihr, auch offiziell, zusammenzieht 

Gruß
United
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brille007
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« Antwort #4 am: 14. Juni 2010, 10:40:18 »

Moin United,

Weniger beneide ich ihn um meine Ex ... hoffe aber, dass er durchhält und sie schnellstmöglich heiratet – na ja, zumindest mit ihr, auch offiziell, zusammenzieht  
Zusammenziehen nützt Dir unterhaltstechnisch im Zweifelsfall erst mal nix: Die Turteltäubchen müssen (und dürfen) die Beständigkeit ihrer Beziehung erst einmal 2-3 Jahre lang "prüfen"; in dieser Zeit besteht Deine UH-Pflicht weiter.

Wenn Du also schon Wünsch-Dir-Was spielen willst: Wünsch Dir, dass sie heiraten: Dann geht Deine Unterhaltspflicht am Tag der Hochzeit tatsächlich schlagartig auf den Neuen über. Nach 40 Jahren "Emanzipation" haben deren Protagonistinnen es nämlich noch immer nicht geschafft, gewissen Frauen zu erklären, dass Frau sein und Kinder kriegen keine Krankheit ist, bei der einem das Gehirn ausläuft und die Arme abfallen - im Gegenteil: Das Sponsoring durch ein "Dreibein" wird zum Menschenrecht erklärt. Da waren unsere Grossmütter, die Kriegerwitwen und Trümmerfrauen der deutschen Nachkriegszeit schon erheblich emanzipierter: Die haben aus dem Umstand, Kinder zu haben UND arbeiten zu gehen (und noch einen Haushalt zu versorgen, in dem es nicht für jeden Pups ein Elektrogerät gab) nämlich nicht so ein Gewese gemacht wie ihre Enkelinnen, die manchmal so tun, als würden Kinder tot umfallen, wenn sie nicht rund um die Uhr betüddelt werden - und sie selbst gleich mit, wenn nicht ständig ein Sponsor mit geöffneter Geldbörse neben ihnen steht.

Noch besser: Wünsch Dir, dass der Neue Deine Ex baldmöglichst schwängert: Dann ist sie immer wieder froh, wenn Du ihr die Kinder mal "abnimmst".

Grüssles
Martin
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     Der einzige Mensch, den man ändern kann, ist der, den man heute morgen geduscht und angezogen hat
United
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« Antwort #5 am: 09. August 2010, 14:16:21 »

Moin,

mal ein Update:

Ich bin geschieden (glaube ich jedenfalls) ...

Nachdem die erste Anhörung zu keinem Ergebnis führte (beim Versorgungsausgleich fehlte die Aufteilung meiner Betriebsrente, da konnte ich mir ein vehementes Einschreiten nicht verkneifen, will ja schließlich, dass meine Ex auch das bekommt, was Ihr zusteht  mad), bin ich nach der zweiten Anhörung nunmehr geschieden.
Habe jedenfalls einen richterlichen Beschluss und die 4 Wochen Widerspruchsfrist sind nunmehr vorbei.

Ist das jetzt automatisch rechtens, oder kommt da noch ein offizielles Glückwunschschreiben ?


Vermögen/Zugewinn/Hausrat:

Altes Haus zu mir, neueres wird verkauft, Rest geteilt (wobei mein AV noch Diskussionsbedarf aufweist).
Das zu erwartetende Ergebnis wird in jedem Falle besser sein als das, was ich vor nunmehr 2 Jahren (vor offizieller Trennung) vorgeschlagen habe ... da hat sich Ex eine eher bescheidene Lösung erstritten.

Eine interessante Diskussion mit Ex in diesem Zusammenhang:

Hatte sie vor zwei Jahren unterschreiben lassen, dass ein gemeinsames Oder-Konto nur noch auf meinen Namen läuft.
Sie hat mir jetzt vorgeworfen, dass es damit nach Auskunft ihres RA aus dem Zugewinn heraus fällt.
Habe ihr erklärt, dass es mir lediglich um die Trennung des Vermögens ging und ich vermeiden wollte, dass sie meine Aktien verkauft und das Sparbuch plündert.
Da das Kapital aber immer noch da ist, wird es im Rahmen des Ausgleichs entsprechend in meinem Endvermögen berücksichtigt und es macht de facto hierbei keinen Unterschied, ob gemeinsames Vermögen oder nur meines.
Die Erklärung schien ihr verwirrend, weshalb ich sie zur Klärung noch mal an ihren RA verwiesen habe ...

Habe ich sie über den Tisch gezogen, oder ist das korrekt dargestellt ?

Zwei Wochen später sprach ich sie wegen Zusammenveranlagung für 2009 an und fragte sie, ob sie hieran freiwillig (bei entsprechender Rückerstattungsbeteiligung) mitwirkt, oder ob sie das zunächst mit RA besprechen möchte ...
Ex: „Muß denn jetzt alles über die Anwälte laufen ? Was ist denn besser für mich ?“
Ich war an dieser Stelle doch etwas verwundert, dass gerade ich Böser ihr beantworten soll, was besser für sie sei ... hab ich ihr dann aber durchaus gerne vorgerechnet.

Nach Hausverkauf wird es spannend weitergehen. Der nacheheliche Unterhalt muß dann neu gerechnet werden (mit Wegfall des Wohnvorteils auf ihrer und der Hausbelastungen auf meiner Seite) ...


Umgang

Hatte die Kinder in den ersten zwei Sommerferienwochen.

Ausgemacht waren eigentlich drei. Im Frühjahr gab´s hierzu eine Auseinandersetzung, weil ich in meinem Job drei Wochen am Stück eher schwer umsetzen kann.
Nach einer bösen SMS ihrerseits („Du hast hinsichtlich Umgang nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten !!!“), habe ich die drei Wochen beim Arbeitgeber diskutiert und letzen Endes auch bekommen.

Nach der ersten Woche Ferien kam dann aber eine Kurznachricht, dass ich die Kinder bitte eine Woche früher zurückbringen möge, da sie kurzfristig eine Mutter-Kind-Kur genehmigt bekommen habe.
Teilte ihr dann mit, dass ich „wenig begeistert“ sei, es aber machen würde, so ich beim Arbeitgeber denn die dritte Urlaubswoche stornieren kann, was normal kein Problem sein solle ...

Eine weitere Erwiderung ihrer darauf folgenden „Is-mir-**tsts - ID 1**-egal-Du-hast-sie-zu-bringen“-Antwort habe ich mir verkniffen.

Da Arbeitgeber mit einer Woche früher zurück kein Problem hatte, habe ich die Kinder also nach zwei Wochen zurück gebracht.

Die Überzeugungsarbeit gegenüber der Kinder, dass so eine Kur doch was Tolles ist und sie dort bestimmt viel Spaß haben werden, ist mir äußerst schwergefallen und ich muss mich für diese schauspielerische Glanzleistung wirklich loben.

Mit Ex bei der Rückgabe noch kurz gesprochen und meine „wenige Begeisterung“ erklärt, woraufhin sie in ihrer SMS tatsächlich eine „Überreaktion“ sah (diese Formulierung werte ich Kraft eigener Arroganz als deutliche Entschuldigung) ...


Es bleibt spannend ...

Insbesondere interessant werden Neuerkenntnisse auf Exchens Seite nach absolvierter Mutter-Kind-Kur (nach der letzten MuKiKu hat sie sich nen Neuen gesucht ...)

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« Antwort #6 am: 24. September 2010, 10:36:50 »

Moin,

auf der MuKiKu wurde mal wieder tüchtig Kraft getankt.

Muss mal kurz Frust ablassen, weil gerade wieder etwas erregt ...

Alles gut Gemeinte wird als Böse ausgelegt.
Aktuelles Beispiel: Hatte vorgeschlagen meinen Hausrat nach Hausverkauf abzuholen, damit die Wohnung nicht halb leer wird.
Das wird als kostenlose Lagermöglichkeit ausgelegt und ich werde aufgefordert, die LKW-Ladung zeitnah abzuholen (ich wollte doch eigentlich nur drei Dinge, die aber kaputt geredet wurden).

Alle Themen werden quer durcheinander geworfen und Entscheidungen miteinander verknüpft.
Aktuelles Beispiel: „Makler kommt nur herein, wenn Dein Hausrat abgeholt ist.“ – sie will das Haus verkaufen, ich habe den Wunsch lediglich akzeptiert !!!

Geld wird lieber aus dem Fenster geworfen, als dass mal drüber geredet wird:
Aktuelles Beispiel: Anstelle einen laufenden Kredit zur Ablösung fälliger anderer Kredite zu nutzen, wird lieber das Zahlen einer Vorfälligkeitsentschädigung in Kauf genommen.

Ich weiß, dass das alles normal und nicht streitwürdig ist ...
 
Ich sage mir immer wieder: „Der Tag wird kommen, da ist alles gut !“

Nur der Weg dahin ist echt soooooooo nervig !!!

Ich weiß, dass einiges davon auf Missverständnissen beruht und ein Gespräch helfen könnte ... sachliche Gespräche gehen aber leider nicht, wenn Emotion auf Logik trifft ...

... und ich lerne täglich, mit Logik hat das alles nix zu tun.

Mein Anwalt:
„Sie haben vor einigen Jahren einen Fehler im Auswahlverfahren begangen, jetzt können Sie gegen Windmühlen kämpfen oder sich mit der Situation arrangieren !“

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Ich bin nicht Deutschland. Ich bin Griechenland.


« Antwort #7 am: 24. September 2010, 11:30:23 »

Ja, was soll man dazu sagen.

Du hast das wieder mal alles sehr gut erkannt.

Möglichkeiten, da mit Vernunft irgendeine Verbeserung zu erreichen sehe ich auch nicht.

Du bist einfach nicht mehr Vertrauenswürdig und alles was du tust oder sagst, wird alls hinterhältige Falle ausgelegt und das Gegenteil von dem getan, was du vorschlägst.
Und ihre Freundinnen schreien: "Hurra, gibs diesem Mistkerl. Lass dir nichts gefallen!"
Und ihr Anwalt zückt sein Auftragsbuch und schaut, ob er noch irgendeine Ecke findet, die noch nicht brennt, damit er seine Fackel dran halten kann.

Gruss Beppo
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"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
Meo-Micaela Hahne, Vorsitzende Richterin am BGH
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« Antwort #8 am: 24. September 2010, 12:14:58 »

Danke Beppo ...

Mal ne kleine Anekdote zum letzten Umgang, mit Hilfe derer ich mich eben wieder zum Schmunzeln bringen konnte:

Die Kleinste kam auf die Idee, dass sie es bei Mama deutlich besser hat (nachdem ich mich - bösartig wie ich nun einmal bin - ihrem Willen widersetzt habe).
Hat sich also zu Fuß auf den Weg gemacht.
Habe ihr etwas Vorsprung gegeben und bin dann mit Fahrrad hinterhergefahren, um ihr ein wenig den Weg zu erklären und damit sie nicht so alleine ist 
Dabei habe ich dann erwähnt, dass 15km Fußmarsch ohne Abendbrot doch ein ziemlich beschwerlicher Weg sein könne ...

Das Abendessen war lecker und zu Mama wollte sie anschließend auch nicht mehr.


Ob das pädagogisch wertvoll war, weiß ich nicht ...

... aber: auch wenn nicht nur die Ex mich manchmal "doof" findet ...

... ich komme ganz gut mit mir, meiner Umgebung und meiner Situation klar.

Es geht mir gut
United
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