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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 07:46:46 *
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Autor Thema: KM versucht Umgangszeiten einzuschränken  (Gelesen 968 mal)
3fachOma
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 8


« am: 27. Mai 2010, 22:57:16 »

Hallo,

ich bin Oma von 3 lieben Enkelkindern im Kindergartenalter, die ich über alles liebe. Die Eltern sind seit 3 Jahren geschieden, die KM hat sofort nach der Scheidung wieder geheiratet der KV (mein Sohn) vor wenigen Wochen.

Der Umgang war bisher einvernehmlich insofern geregelt, als der KV die Kinder jedes 2. Wochenende von Freitagabend bis Sonntagabend holen durfte (einfache Fahrzeit ca. 70 Minuten). In der Regel kommt der KV samstags mit den Kindern zu uns zum Mittagessen und wir verbringen den Tag gemeinsam, abends nimmt er sie dann wieder mit zu sich nach Hause, wo wie den Rest des Wochendes verbringen. Manchmal dürfen die Kinder natürlich auch bei Oma und Opa schlafen, was alle sehr genießen. Die Kinder sind in der Regel fröhlich und gut gelaunt.

Aber fast jedesmal, wenn er die Kinder zurückbrachte, gibt es anschließend Beschwerden der KM, dass er die Kinder zu den Großeltern abschieben würde. Die Kinder wären nach den Besuchen beim KV in ihrer Entwicklung zurück. Der KV sei Schuld an der verzögerten Entwicklung der Sprache und der Motorik sowie an Allergien, und und und…

Der Älteste der drei verweigert angeblich den Besuch beim Vater. Gegen den Willen des Kindes darf er es nicht mitnehmen. Mein Sohn ist ein eher zurückhaltender Mensch, der Streit und Diskussionen gerne aus dem Weg geht und hat sich daher gegen diese Anschuldigungen nicht wirklich gewehrt.

Nun hat die KM per SMS angekündigt, dass er die Kinder nur noch samstags bekommt und sie keine Übernachtung mehr erlaubt. Das hieße, dass ihm nach Abzug der Fahrzeit pro Kind ca. 3 Stunden netto blieben. Bei solchen Rahmenbedingungen wäre wohl jeder Vater überfordert, den Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes gerecht zu werden. Dies aufgrund eines Gespräches, das sie bei einer Caritasberatungsstelle geführt hat. Nach Rückruf des KV hat sie sich geweigert, über Inhalte dieses Gespräches Auskunft zu geben. Es steht aber in ein paar Tagen ein Termin beim Jugendamt an, wo sie das mit ihm gemeinsam dort besprechen will und auch den zukünftigen Umgang mit den Kindern.

Meine Fragen:

1. Darf die KM aufgrund eines solchen Beratungsgespräches die Umgangsregelung ändern (ist nicht gerichtlich festgelegt, sondern wurde gemeinsam vereinbart).
2. Wie kann er sich auf das Gespräch beim Jugendamt vorbereiten? Ist es sinnvoll, einen Anwalt hinzuzuziehen?

LG
3fachOma
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brille007
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« Antwort #1 am: 27. Mai 2010, 23:12:09 »

Moin 3fachOma,

Die Angelegenheit ist eigentlich ganz einfach: Die beiden waren verheiratet und haben deshalb automatisch das gemeinsame (!) Sorgerecht. Deine Ex-Schwiegertochter hat daher keine rechtlich tragbare Handhabe, Art und Umfang der Umgänge allein zu bestimmen.

Das eigentliche Problem hast Du aber auch beschrieben:
Mein Sohn ist ein eher zurückhaltender Mensch, der Streit und Diskussionen gerne aus dem Weg geht und hat sich daher gegen diese Anschuldigungen nicht wirklich gewehrt.
diese Charaktereigenschaft kennst nicht nur Du, sondern auch seine Ex-Frau - und sie weiss sie offenbar im eigenen Sinne auszunutzen. Das Gegenmittel heisst: Dein Sohn braucht im Interesse seiner Kinder einen gerade Rücken; wenn er sich weiter ducken wollte, hätte er sich ja nicht scheiden zu lassen brauchen.

Das Gespräch beim Jugendamt ist sicher sinnvoll; allerdings wird dort nichts entschieden, sondern nur beraten. Wenn es dort zu keiner einvernehmlichen Regelung kommt (und diese heisst üblicherweise "jedes 2. Wochenende von Freitag bis Sonntag plus halbe Ferien plus halbe Feiertage), ist der nächste Schritt der Gang zum Gericht. Manchmal reicht schon die Ankündigung; in "schweren Fällen" muss man ihn aber auch tun. Dein Sohn wird dort mit 99,5-prozentiger Sicherheit eine Umgangsregelung wie beschrieben zugesprochen bekommen - und an die hat Madame sich dann ohne Wenn und Aber zu halten.

Einen Anwalt würde ich vor dem JA-Gespräch noch nicht oder nur heimlich aufsuchen; so etwas wird gerne (und nicht einmal zu Unrecht) als Kriegserklärung verstanden. Brauchen wird er einen solchen erst, wenn das JA-Gespräch scheitert.

Nur wie gesagt: Von allein passiert diesbezüglich überhaupt nichts; Dein Sohn muss erkennbar bereit sein, diesen Weg auch zu gehen. Wenn er weiterhin Schiss vor seiner Ex hat, wird alles bleiben wie es ist. Menschen gehen nun einmal so weit wie sie straflos gehen können.

Grüssles
Martin

***edit - Ergänzung
« Letzte Änderung: 27. Mai 2010, 23:14:38 von brille007 » Gespeichert

     Der einzige Mensch, den man ändern kann, ist der, den man heute morgen geduscht und angezogen hat
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« Antwort #2 am: 27. Mai 2010, 23:13:28 »

Hallo 3fachOma,

die beste Vorbereitung für deinen Sohn ist: cool bleiben.

Weder die KM, noch das JA hat irgendwelche Rechte. Es werden Empfehlungen ausgesprochen und wenn die KM so vehement ihr Anliegen vertritt, wird sie schlechte Karten haben.

Einen Anwalt zu einem JA-Gespräch hinzuzuziehen wäre absolut kontraproduktiv und ich denke, das würde auch keiner machen. Dort gilt es, das Kindeswohl zu vertreten und nicht mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Interessant wäre aber, was die KM bei der Caritas über euch Großeltern erzählt hat, dass sie zu so einer resoluten Lösung kommt.

Gruß pk
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3fachOma
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« Antwort #3 am: 27. Mai 2010, 23:34:16 »

Hallo Martin,

danke für die rasche Antwort.

leider hat mein Sohn das gemeinsame Sorgerecht abgegeben. Begründung in der Urkunde: es wäre einfacher für die KM, wenn Unterschriften fällig wäre bei Behörden, Schule etc., wegen der räumlichen Entfernung...Es steht auch in dem Schreiben vom Gericht, dass sie mit dem Antragsteller ein ausgeglichenes Verhältnis habe (haha...), deshalb hat das Gericht ihrem Antrag damals vorbehaltlos zugestimmt.

Trotzdem danke für die "Rückenstärkung".

Grüßle zurück
3fachOma
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Milan
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« Antwort #4 am: 27. Mai 2010, 23:40:50 »

Moin Oma!

Ich schliesse mich den Vorrednern an und möchte nur hinzu fügen, dass Du und Dein Mann, also die leiblichen Großeltern, ebenso ein - zur Not einklagbares - Umgangsrecht besitzt. Mama nimmt den Mund ziemlich voll...

Das JA-Gespräch wird mit großer Wahrscheinlichkeit so aussehen, dass der Sachbearbeiter versuchen wird den Kids (!) eine ordentliche Umgangsregelung aus Mama heraus zu diskutieren. Dein Sohn sollte dort entspannt hingehen und Unterstützung erwarten.

Wenn die Exe nach dem JA-Gespräch nicht wieder auf einen vernünftigen Weg kommt, dann könnt Ihr (Oma + Opa, Vater) ihr richtig Schwierigkeiten bereiten und Eure Erfolgsaussichten wären ziemlich hoch. Dementsprechend selbstbewusst solltet Ihr auftreten.

Das deutsche Familienrecht hat ( zu recht!) den Ruf sehr mütterlastige Entscheidungen zu treffen. Glücklicherweise sieht das beim Umgangsrecht deutlich anders aus. Nur in seltenen Fällen endet ein gerichtliches Umgangsverfahren ohne Umgangsregelung.

Greetz,
Milan

PS: Das Sorgerecht spielt für das Umgangsrecht keinerlei Rolle!
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3fachOma
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« Antwort #5 am: 27. Mai 2010, 23:44:33 »

Herzlichen Dank an alle, das macht mir wirklich Mut !!!

Ganz liebe Grüße
3fachOma
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Lausebackesmama
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Nichtabsteiger 2011/12


« Antwort #6 am: 27. Mai 2010, 23:45:47 »

Hallo,

sag doch Deinem Sohn mal, er soll sich VOR seinem Besuch beim JA hier melden.

LG LBM
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wenn wir ihn für jemanden wagen,
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(Ernst Ferstl)
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« Antwort #7 am: 27. Mai 2010, 23:48:47 »

Hallo LBM,

was meinst mit "hier melden" ? Im Forum oder beim JA ? Beim JA hat er sich schon gemeldet. Die kennen seine Sichtweise schon.

LG
3fO
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« Antwort #8 am: 27. Mai 2010, 23:51:04 »

Hallo pk,


Interessant wäre aber, was die KM bei der Caritas über euch Großeltern erzählt hat, dass sie zu so einer resoluten Lösung kommt.


das würde mich allerdings auch interessieren, allerdings werde ich dort wohl kaum Auskunft bekommen.

LG
3fO
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Lausebackesmama
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Nichtabsteiger 2011/12


« Antwort #9 am: 27. Mai 2010, 23:53:05 »

Hi,

na hier bei Vatersein.

LBM
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« Antwort #10 am: 28. Mai 2010, 00:15:12 »

das würde mich allerdings auch interessieren, allerdings werde ich dort wohl kaum Auskunft bekommen.
es ist unterm Strich auch nicht bedeutsamer als die Meinung der Bäckersfrau oder des Briefträgers zum Thema. Abhaken und vergessen.

Grüssles
Martin
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Milan
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« Antwort #11 am: 28. Mai 2010, 01:10:57 »

Moin!
Zitat
das würde mich allerdings auch interessieren, allerdings werde ich dort wohl kaum Auskunft bekommen.
Im Grunde ist das und alles andere, was Mama an "schlimmen Dingen" erzählt, völlig egal. Boykotteusen denken sich immer die obskursten Dinge aus, nur um ihren Umgangsboykott zu erklären. Das wissen die JAs und auch die Schwarzkittel. Ist deren Alltagsgeschäft. Die wollen schnell den Umgang klären und die Akte wieder schliessen. Über Kokolores wollen die nicht diskutieren. Ihr solltet das auch beachten und dementsprechend ruhig bleiben.

Insbesondere Dein Sohn sollte nicht auf dumme Vorwürfe eingehen, sondern sich einzig auf das Thema Umgang beschränken. Dann wird er sicher auch schnell "Freunde" beim JA finden. Denn damit beweist er, dass nicht die Eltern zerstritten sind, sondern, dass allein die KM vom Leder zieht und der KV ein vernünftiger Kerl ist.

Sollte die Sache tatsächlich vor Gericht gehen, dann werden u.U. Teile dieses Gesprächs, wohl in Form einer kurzen Beurteilung, in die Gerichtsakte wandern. Deswegen sollte er nicht streiten. Friedlich bleiben. Einfach nur den Umgang klären wollen. Alles andere wäre kontraproduktiv.

Greetz,
Milan
« Letzte Änderung: 28. Mai 2010, 01:14:29 von Milan » Gespeichert

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