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vatersein.de - Forum 19. November 2017, 01:51:27 *
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Autor Thema: Verhaltensmuster und Persönlichkeitsstruktur entfremdender Eltern  (Gelesen 30364 mal)
brille007
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Beiträge: 14.785



« am: 12. April 2010, 16:40:41 »

Eine bemerkenswerte Abhandlung über "Verhaltensmuster und Persönlichkeitsstruktur entfremdender Eltern" des hier durchaus bekannten Walter Andritzky findet sich >>>HIER<<<; vor allem ab Seite 172 (PDF-Seite 7ff). Und nein: Das ist keine "Gebrauchsanweisung", sondern ein Identifizierungstool für Betroffene. Ausriss:

• Manche zerstören beim Auszug des Ehemannes demonstrativ
alle möglichen Wertgegenstände und Bilder, die eine
Erinnerung darstellen.
• Mit den Kindern werden Schriftstücke der Rechtsanwälte
oder des Gerichts diskutiert, um zu beweisen, dass der
Vater sie holen will. Dem Kind wird Angst gemacht, der
aE könne es z.B. auf dem Schulweg abfangen, es solle die
Haustüre nicht aufmachen, da er es sonst holen käme.
• Schleichende Allianzen: Mit diesem Begriff lässt sich eine
schwer aufzudeckende (da mit positiver Konnotation versehene)
Technik umschreiben, welche darauf beruht, dem
Kind besondere Autonomie zuzubilligen, wenn es um die
Beantwortung von Fragen des aE geht: Fragt der aE den
eE z.B., wo nach einem Umzug im Wohnzimmer die Bilder
hängen sollten, dann wendet sich der eE demonstrativ
erst an das Kind, das darüber entscheiden solle. Dieses
fühlt sich aufgewertet und wird künftig eher dahin tendieren,
den Wünschen des eE entsprechend zu entscheiden.
• Einem Kind wird gesagt, wenn es zum Vater Kontakt aufnähme,
müsse es für immer dort bleiben und würde die
Mutter nie mehr wiedersehen. Da die Eltern des Vaters im
Ausland lebten, hieß es zusätzlich, es würde dort “einkassiert”
und zu den Großeltern entführt werden. Das Kind
entwickelte paranoide Panikzustände, verkroch sich weinend
unter Tische und in Ecken, wenn es an der Haustür
klingelte, bei gerichtlich angeordneten Umgangsterminen
entwickelte es massive psychosomatische Störungen, welche
schlagartig einen Tag vor den Terminen einsetzten und
am folgenden Tag ebenso abrupt aufhörten.
• Es wird erzählt, der Vater bezahle zu wenig Geld, den Kindern
wird auch Angst gemacht, sie hätten bald nicht mehr
genug zu essen; in einem Fall regte die Mutter an, dem
Vater Geld zu stehlen, sonst könne sie nicht einkaufen,
ein anderes Kind bestahl den Vater daraufhin von selbst.
• Es wird den Kindern vermittelt, der Vater habe uns, d.h.
nicht die Mutter, sondern die Kinder verlassen.
• Kleine Mängel werden übertrieben, aus geringem Alkoholkonsum
wird ein Süchtiger, aus einem Falschparker ein
Krimineller.
• Einzelne Begriffe werden aus ihrem Kontext genommen:
So warf eine Mutter dem Vater vor, er habe zum Sohn gesagt,
er sei geldgierig. Tatsächlich hatte der Vater mit dem
Kind auf einem Ponton im Neckar Pirat gespielt, man hatte
zusammen Muscheln gesammelt, dabei war diskutiert
worden, ob der Sohn nun „muschelgierig“ oder „geldgierig“
ist.
• Der aE erhält Horrornamen, z.B. “der Teufel”, “der Dummkopf”,
“der Blödmann”.
• Bei Auseinandersetzungen mit dem Kind bemerkt der eE:
Wenn du das nicht sofort bleiben lässt, musst du bei deinem
Vater wohnen.” Der Satz vermittelt dem Kind den
Lebensraum des Vater als Straflager.
• Sucht die Mutter nach der Trennung mit der Behauptung,
der Vater schlage oder bedrohe sie, wolle das Kind entführen
etc., Zuflucht in einem Frauenhaus, dann entsteht
ein entfremdender Effekt auf das betroffene Kind dadurch,
dass es dort tatsächlich misshandelte und missbrauchte
Kinder vorfindet und die Anschuldigungen des eE an
Glaubhaftigkeit gewinnen.
• Eine der krassesten Entfremdungsmethoden besteht darin,
ein Kind, das wegen der Trennung vom aE in Verzweiflung
gerät, in kinderpsychiatrische Behandlung zu geben,
wo es dann wegen Hyperaktivität unter Umständen mit
dem umstrittenen Medikament Ritalin behandelt wird. Das
nachvollziehbare Verhalten des Kindes wird zunächst vom
eE als Ausdruck einer Krankheit definiert, die Eigendynamik
des auf Symptome fixierten medizinischen Systems
führt dann vielfach zu einer psychiatrisch-medikamentösen
Beeinflussung, mit der dem Kind letztlich sein natürlicher
Wunsch nach Kontakt zum aE wegtherapiert wird.
Es werden ärztliche Atteste verlangt, die beweisen sollen,
dass Verhaltensauffälligkeiten/Aggressionen vor bzw. nach
den Besuchen des aE auf dessen unangemessenes Verhalten
zurückzuführen seien (Andritzky, 2002, 2002a).
• Die kreativen Möglichkeiten, den Vater schlecht zu machen,
sind unerschöpflich: Ruft z.B. der aE an und will
seinen Sohn sprechen, dann wartet der eE eine Zeit lang
schweigend und sagt dann so laut, dass es das Kind hören
kann: “Es ist gut, dass Peter dich jetzt nicht hören kann”,
oder: “Wenn er das gehört hätte, würde er sicher kein Wort
mehr mit dir reden”. Noch raffinierter wird dem Kind ein
negativer Eindruck vermittelt, der Vater halte ihn für unnormal,
wenn die Mutter in den Hörer ruft: “Das ist deine
Meinung, meiner Meinung nach ist er ein völlig gesunder
Junge!” Sobald das Gespräch beendet ist, erklärt der eE
dem Kind, der aE halte es für krank oder gestört und bietet
sich selbst als Beschützer an.
• Manche Mütter empfangen den Vater bei einem Besuch
an der Haustür, stürzen dann in eine Ecke und schreien,
wenn die Tochter noch im ersten Stock auf den Vater wartet:
“Nein, schlag mich nicht schon wieder.” Der Vater soll
dem Kind als Schläger erscheinen.
• Ältere Geschwister mit ausgeprägtem PAS dienen jüngeren
als Vorbild, diese orientieren sich an deren Äußerungen
(“Ich mache dasselbe, was Monika auch sagt”)
• Weitere Standardtechniken sind: Der aE wird als unfähig
zur Betreuung des Kindes bei Krankheit gebrandmarkt
• Jede Kontaktaufnahme wird als Belästigung definiert,
welche die Routine unterbricht (“Wir essen jetzt zu
Abend!”, “Petra ist jetzt in der Badewanne!”). Andere eE
beginnen, vor den Übergaben an den aE demonstrativ zu
weinen und vermitteln dem Kind dadurch intensive
Schuldgefühle.
• Jeder Wunsch nach Erweiterung des Kontaktumfanges ist
“noch zu früh”, “es geht zu schnell”. Wenn nach erfolgreichem
Umgangsboykott ein Gerichtsbeschluss die Wie-
deraufnahme des Umgangs mit dem aE anordnet, heißt
es: “Das Kind muss sich erst langsam wieder an den Vater
gewöhnen.” Tatsächlich lässt sich beobachten, dass auch
nach längerer Kontaktunterbrechung (1/2 bis 1 Jahr) der
Umgang in kürzester Zeit ungezwungen erfolgt (sofern
beim Kind keine schwere Form des PAS vorliegt).
• Einen den aE herabwürdigenden Effekt haben sarkastische
Bemerkungen des eE wie z.B. bei Entgegennahme
eines Geschenks: “Das soll ein Geschenk sein?”, bei einer
Einladung des Kindes zum Fußball: “Ist es nicht toll,
dass er dich zum Fußball mitnimmt?”
• Das Kind wird mit Aussagen konfrontiert, welche ihm
unterstellen, es sei ihm eine Qual, den aE zu besuchen
(“Du musst den Vater besuchen, wenn nicht, bringt er uns
vor Gericht”). Wenn das Kind das Haus verlässt, ruft ihm
die Mutter nach: “Ich habe alles getan, um dir die Besuche
zu ersparen, aber der Richter bestand ja darauf”, “Ich
bin bei dir und bete für dich!’’, “Es ist ja nur das eine
Wochenende!” Ein eE sagte bei der Rückkehr des Kindes
vom Besuchswochenende an der Haustür zu ihm: “Jetzt
bist du kaputt, nicht?”
• Eigenständige, dem Kind wichtige emotionale Kontakte
werden auf ein Minimum reduziert. Hier ist insbesondere
der Wunsch des Kindes, ein Tier zu besitzen, zu nennen.
Wenn es sich dabei um Hunde, Katzen, Hasen handelt,
die man streicheln kann und mit denen sich spielen lässt,
so wird dies vom eE meist abgelehnt, lediglich Kanarienvögel
werden zugelassen. Wenn das Kind seinem Wunsch
nach einem Tier dem aE gegenüber Ausdruck verleiht,
dann geschieht es, dass das Kind z.B. einen Hamster zu
Weihnachten geschenkt erhält, den der aE dann nach erbitterten
Diskussionen wieder zurücknehmen muss.
• Fortwährende Selbstinszenierung des eE als Opfer (“geschlagen
werden”, “sich bedroht fühlen”, “immer putzen
müssen”, “hat sich nie gekümmert”) führt beim betroffenen
Kind auf suggestivem Wege zur unbewusster Identifikation
und Ablehnung des aE.
• Das wenig ausgeprägte Zeitempfinden des Kindes wird
genutzt: Zu einem anstehenden Umgangstermin, den das
Kind zeitlich nicht berechnen kann, bietet der eE dem Kind
ein attraktives Ereignis an (z.B. Kindergeburtstag) und teilt
dem aE mit, der Termin müsse leider ausfallen, da das Kind
gerne dorthin wolle. Besteht der aE auf seinem Besuchstermin,
wird er als egoistisch bezeichnet. Im Unterschied
zu kooperativen Eltern, welche jeweils einen Ersatztermin
anbieten oder den aE das Kind zu dem Ereignis begleiten
lassen, geht es eE darum, den Kontakt einzuschränken und
mit jedem ausgefallenen Termin zu halbieren.
• Typisch für die Anfangsphase eines Entfremdungsprozesses
ist die Frage des eE an das Kind, es könne den aE selbstverständlich
besuchen, “wenn du das gerne willst”. Gleichzeitig
betont der eE : “Ich wäre die/der Letzte, die ihr/ihm
da Steine in den Weg legen würde.” Die scheinbar auf den
freien Willen abhebende Frage suggeriert dem Kind, der
eE könnte sehr wohl Gründe haben, dass es den aE nicht
besuchen solle und induziert damit erste Zweifel.




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« Antwort #1 am: 12. April 2010, 16:52:15 »

Moin,

Zitat
Das ist keine "Gebrauchsanweisung", sondern ein Identifizierungstool für Betroffene.

Puuh...  Beim lesen merkt man(n) erst einmal, mit was sich manche identifizieren. In einigen Punten,
um nicht zu sagen in fast allen, erkenne ich meine Ex wieder.

Zufall oder vermeintliche Normalität? Ich tippe auf letzteres.

Gruss
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Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
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« Antwort #2 am: 12. April 2010, 17:45:08 »

Moin
Auch ich erkenne das Verhalten wieder, und zwar in jedem Punkt.

Ritalin hat sie zwar nicht geben lassen, aber alles andere passt.

Erstaunlich sind auch die Telefonate, wenn ich meine Kinder sprechen wollte schrie sie immer ins Telefon, SCHREI MICH NICHT SO AN
das war ein Zeichen an die Kinder, das ich der Böse war.
Ich habe so ein Telefonat unter Zeugen geführt und aufgezeichnet.
Ich konnte flüstern, sie brüllte ins Telefon.


Übermacht der Kinderbesitzer.


erstaunte Grüsse Wedi
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« Antwort #3 am: 12. April 2010, 20:02:52 »

Moin,

das wäre meines Erachtens nach ein F.A.Q. für die Indizierung Betroffener. Nach ein paar Jahren
Familienrecht usw. kennt man ja schon einiges und es haut einen so schnell nichts mehr aus den
Socken.

Andererseits kann man auch mal nachlesen, was in der Ralität so abgeht. Erschreckend!  puzzled

Gruss
Agent
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Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
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« Antwort #4 am: 12. April 2010, 20:40:17 »

Moin

Ich habe mir schon viel den Kopf darüber zerbrochen, wie soetwas in eigentlich intelligenten zwischenmenschlichen Beziehungen(Elternebene) fortschreiten kann.
Ich habe mal versucht das mit den Handlungen eines Alkoholikers zu vergleichen(dumm ich weiß, aber)

Der Süchtige kann ohne das es in der Familie einer merkt seiner Sucht nachgehen, er täuscht nicht nur sein Umfeld sondern auch seine engsten Freunde bis hin zum Ehepartner.Ihnen gelingt es zu trinken, Alkohol zu schmuggeln und das alles heimlich.

Dem entfremdenen Elterteil geht es ähnlich, alles wird versucht den Ex vor den Kindern dumm auszusehen lassen.Es wird alles versucht, Lügen schlecht machen etc.
Am Anfang ist es nur der Hass, dann geht das über in die Gewohnheit bis hin zur Sucht.(Ich mache den/die alle)

Sie können nicht mehr anders, weil sie selber ''glauben''was sie tun und werden teilweise in ihrem Umfeld auch noch bestärkt.

Wenn der Punkt eingetreten ist, sind sie ''abhängig''und schmuggeln alles erdenkliche in ihren ''wahn'' ein, um weiter zu machen und alles über die Köpfe von Freunden und sogar engsten Familielmitgliedern, sebst zu entscheiden und alle sagen, jau haste jut jemacht, das A*******h hats verdient.

Gruss Wedi

dummer Vergleich, aber so kann ich's mir selber erklkären
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ginnie
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« Antwort #5 am: 12. April 2010, 20:43:34 »

Was da abgeht kann man ja schon als kriminelle Energie bezeichnen. Ich verstehe nicht wieso sich Ex-Partner in dieser Weise noch miteinander beschäftigen.
Soviel verschwendete Energie...Ich sag ja immer, das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit (=Partnerebene). Da liegt doch der Schluss nahe dass die Damen die wie og vorgehen, noch längst nicht mit dem Partner abgeschlossen haben!

Ich meine, ganz kurz nach einer Trennung ist wohl jedem verständlich dass die Emotionen hochkochen können (betrifft beide Seiten). Aber dann sollte doch Schluss sein damit und ein normales, eigenes Leben begonnen werden. Wozu bei gemeinsamen Kindern eben der andere Elternteil zeitlebens dazugehört, ob es einem passt oder nicht. Also lieber damit arrangieren, dem Kind zuliebe! Da ist dann (Elternebene) keine Gleichgültigkeit sondern gemeinsame Verantwortung gefragt...
Meine Meinung.

ligr ginnie ...die es immer wieder nett findet wenn sich der KV und mein jetziger Mann mal zufällig sehen und dann freundlich miteinander reden...und die es erschreckend findet, aber nicht überrascht ist, die Ex meines Mannes in den og Punkten quasi wiederzuerkennen
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Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist
Flommbie
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« Antwort #6 am: 28. April 2010, 11:30:36 »

Hallo,

ich erkenne auch sehr viel in dem ersten Beitrag wieder. Als ich ihn gelesen habe musste ich immer wieder mit dem Kopf nicken - kennt der Verfasser meine Ex vielleicht?

Meist ist es aber so, dass sich diese Anfeindungen, Unterstellungen etc. irgendwann legen. Der Energieaufwand ist einfach zu hoch. In meinem Fall stimmt das z. B. nicht - seit insgesamt 12 Jahren führt die Mutter einen Krieg mit mir, den ich mir nicht erklären kann. Es vergehen keine 2 Monate ohne massive Vorwürfe. Die ersten 11 Jahre war es so und seit mein Sohn zu mir gekommen ist, hat sich dies noch verstärkt.

Grüße

Flommbie


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Coldeyes
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aka Markuz


« Antwort #7 am: 19. Juni 2010, 14:13:19 »

Moin

In sehr vielen Punten, um nicht zu sagen in fast allen, erkenne ich meine Ex wieder.
Das kann doch nicht Zufall sein, oder?

Alles gute zum Vatertag, an allen betroffenen Vätern, den Müttern die uns unterstützen.
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Das Leben ist so wie mit einer Schachtel Praline... Man weiß nie was man da bekommt...
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« Antwort #8 am: 11. Juli 2010, 22:21:00 »

Moin!

Bein Lesen des Textes und eurer Antworten fiel mir auf, dass in allen Fällen immer nur das Verhalten der Frau aufgezeigt wird, und auch ich habe beim Lesen erstmal innerlich überprüft, ob ich da bei mir selber auch ähnliches Veralten wiederfinden kann.
Ist es Zufall, dass hier das negative Verhalten nur frn Frauen zugeordnet wird oder sind die Väter da tatsächlich anders

Grüße

Segelmaus, die kleine
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Besser ungefähr richtig als genau falsch
midnightwish
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« Antwort #9 am: 11. Juli 2010, 22:29:42 »

Hi segelmaus,

das mag daran liegen ,das Kinder immer noch zu einem sehr hohen Prozentsatz bei den Müttern leben. Da zu Entfremdung aber gehört, das der Elternteil mit dem das Kind nicht zusammenlebt, aus dem Leben des Kindes gedrängt werden soll, ist es wohl die "natürliche" Folge, das hier vermehrt von Müttern geredet wird.
Nur der betreuende Elternteil ist in der Lage Entfremdung zu betreiben.

Sicher gibt es auch umgekehrt Väter, die die bei ihnen lebenden Kinder der Mutter entfremden. Allerdings ist die Zahl der bei den Vätern lebenden Kinder relativ gering und von dieser geringen Anzahl sind es noch weniger Väter, die entfremden. Zum einen verarbeiten Männer Trennungen anders als Frauen, zum anderen sind sie sich meist mehr bewußt das Kinder Vater und Mutter brauchen.

Tina
« Letzte Änderung: 11. Juli 2010, 22:55:44 von midnightwish » Gespeichert

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Beppo
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« Antwort #10 am: 11. Juli 2010, 22:45:14 »

Ich glaube, dass der Anteil der entfremdenden Väter auch nach der Bereinigung prozentual ein wenig geringer ist.

Nicht weil Väter den besseren Charakter hätten, sondern weil es gesellschaftlich einfach deutlich akzeptierter ist, einen Vater auszugrenzen, als eine Mutter.

Aber das liegt wahrscheinlich unterhalb der Messgenauigkeit.
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« Antwort #11 am: 11. Juli 2010, 23:31:13 »

Entfremdung ist vielleicht zu hoch gegriffen, aber ich möchte nicht wissen, wie viele Väter es gibt, die auf eine ganz subtile Art und Weise konstant versuchen, die Mutter schlecht zu machen.

Oder ist mein Ex da ein Einzelfall?

Gruß pk
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KU ist wie Benzingeld für den Autodieb


« Antwort #12 am: 11. Juli 2010, 23:36:39 »

Mag sein, aber das ist ne andere Fragestellung.
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« Antwort #13 am: 11. Juli 2010, 23:57:23 »

Hi,

Zitat
Aber das liegt wahrscheinlich unterhalb der Messgenauigkeit.

Das glaube ich nicht. Aber man forscht beim DJI ja lieber darüber, wie man Väter auch die nächsten zwanzig Jahre von ihren Kindern fernhält.

Gruß

Krishna
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Gruß

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« Antwort #14 am: 12. Juli 2010, 00:04:45 »

Mag sein, aber das ist ne andere Fragestellung.

Was aber letzlich zu einem ähnlichen Ergebnis führen kann, bzw. zumindest dazu, dass die Kinder in einen enormen Loyalitätskonflikt geraten.

Gruß
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« Antwort #15 am: 12. Juli 2010, 15:02:35 »

Was aber letzlich zu einem ähnlichen Ergebnis führen kann, bzw. zumindest dazu, dass die Kinder in einen
enormen Loyalitätskonflikt geraten.

Das passiert zwangsläufig. Und wenn der Automatismus erst einmal in Gang gesetzt ist, wird es nicht mehr
so einfach sein, dem zu entkommen.

Möglichkeiten, dem entgegenzusteuern, gäbe es sicherlich. Jedoch bin ich langsam der Meinung, dass diverse
Personen eines Amtes betriebsblind sind.

Es wäre Zeit, für eine Revolution.

Gruß
Agent

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Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
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« Antwort #16 am: 25. November 2010, 10:48:04 »

Hallo zusammen,

habe gerade durch Zufall den obengenannten Artikel über die Verhaltensmuster und Persönlichkeitsstruktur
entfremdender Eltern gelesen - ich bin sehr betroffen!!!

Das, was bei uns seit der Trennung abgeht könnte ein Paradebeispiel dafür sein.

Ich denke und das ohne den Anspruch auf Absolutimus (da ich kein Psychotherapeut bin), dass endfrem-
dende Personen, egal ob Vater oder Mutter, krank sind.

Der Artikel bestätigt und erklärt mir Einiges. Ich habe immer daran gezweifelt, dass meine Frau alles, was
bisher abgelaufen ist mit reiner Absicht macht, was mir auch geholfen hat, so lange Geduld 

Dass sie u.U. psychisch ein Problem hat, bei dem die Wurzeln
evtl. auch in Ihrer eigenen Kindheit liegen, ist keine Entschuldigung für Ihr Verhalten, hilft mir aber, keinen
Hass gegen sie zu entwickeln. Sie tut mir nur leid!

Jetzt komme ich zum Kern der Sache:

Hat jemand Erfahrung im Umgang mit solch einer Person, vorallem, was den Schutz von den Kindern betrifft?

Was kann ich konkret tun, vor allem um meine Kinder zu schützen, da sich solch eine eventuelle Persönlichkeits-
störung auch auf die Entwicklung unserer Kinder auswirkt und die Basis dafür gelegt wird, dass sie u.U. selbst
in ihrem späteren Leben psychische Probleme bekommen?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße,

Daddy38



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« Antwort #17 am: 25. November 2010, 11:08:01 »

Moin,

Was kann ich konkret tun, vor allem um meine Kinder zu schützen, da sich solch eine eventuelle Persönlichkeits-
störung auch auf die Entwicklung unserer Kinder auswirkt und die Basis dafür gelegt wird, dass sie u.U. selbst
in ihrem späteren Leben psychische Probleme bekommen?
kurz und knapp: Nichts. Es ist nicht verboten und aus juristischer Sicht auch kein Hindernis für die Erziehung und Betreuung von Kindern, einen an der Waffel zu haben. Du kannst mit einer Aufzählung wie der obigen lediglich Probleme identifizieren und (vielleicht) anschliessend besser damit umgehen. Ein Grund für eine ABR-Übertragung an Dich erwächst daraus nicht.

Grüssles
Martin
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« Antwort #18 am: 25. November 2010, 11:35:01 »

Hi Martin,

vielen Dank für deine Antwort - ich habe mir es schon fast gedacht! exclamation_smile

Es geht nicht darum, die Kinder ihrer Mutter wegzunehmen oder das ABR zu bekommen - ich denke, dann wäre ich
von der Handlungsweise auch nicht besser.

Es geht in erster Linie darum, eine Basis zu finden, die für das Wohl unserer Kids und deren persönlicher Entwicklung
am besten ist und parallel dazu auch meiner Frau zu helfen - schließlich habe ich sie irgendwann einmal geheiratet,
nicht, weil niemand anderes da war, sondern weil ich sie mal geliebt habe.

Das soll nicht heißen, dass ich ihr hinterlaufe - versteht mich da bitte nicht falsch -, ich denke nur, wenn ihr geholfen
wird, habe ich auch unseren Kids geholfen!

Aber wahrscheinlich, muß ich diesbezüglich meine Ambitionen und Hoffnungen, etwas tun zu können, begraben.

Viele Grüße,

Daddy38
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« Antwort #19 am: 25. November 2010, 11:56:34 »

Mon daddy,

Es geht in erster Linie darum, eine Basis zu finden, die für das Wohl unserer Kids und deren persönlicher Entwicklung
am besten ist und parallel dazu auch meiner Frau zu helfen - schließlich habe ich sie irgendwann einmal geheiratet,
nicht, weil niemand anderes da war, sondern weil ich sie mal geliebt habe.
trotzdem musst auch Du akzeptieren, dass Du vermutlich der letzte Mensch unter der Sonne bist, von dem Deine Ex sich helfen lassen würde. Ex-Partner neigen nun einmal dazu, dem jeweils anderen die schlechtesten Absichten zu unterstellen - und sei es nur als nachträgliche Begründung für die Trennung. Dass Du objektiv helfen möchtest, würde Deine Ex Dir schlicht nie glauben - zumal Deine Interessen (Du willst Umgang mit den Kindern, Du zahlst zu wenig Unterhalt etc.) ja ihren eigenen Interessen zuwiderlaufen, was die These "daddy38 ist ein Feind" ja bekräftigt.

Grüssles
Martin
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« Antwort #20 am: 25. November 2010, 12:08:58 »

Hallo,

in 7 Punkten erkenne ich meinen Ex wieder. Diese ganze Schiene kann auch vom umgangsberechtigten Elternteil gefahren werden. Das ging bei uns um so besser als ich versucht habe möglichst viel Umgang und Kontakt zwischen Ex und Kindern zu ermöglichen.

Was noch fehlt ist der Punkt: das Kind in den Himmel zu loben, für die kleinsten Kleinigkeiten zum Prinzen oder zur Prinzessin zu erheben. Und zu allem was das Kind fordert ja und amen zu sagen.

Und was bei uns ganz massiv ein Problem ist: dem anderen Elternteil nicht zu glauben; die Kinder lügen nie; und den Kindern zu vermitteln das der andere Elternteil immer lügt und sie ihm nichts glauben sollen.

Sophie
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« Antwort #21 am: 26. November 2010, 12:17:25 »

Eine Erkenntnis habe ich aus dem Gesamtartikel gezogen und ich denke, das wirst du mir bestätigen, Martin:

Meine zu nachsichtige, rücksichtsvolle und auf Frieden bedachte Verhaltensweise nach der Trennung, was das Umgangs-
recht betrifft, war wohl kontraproduktiv.

Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, von Anfang an freundlich und bestimmt klare Grenzen zu ziehen.

Die Vergangenheit kann ich nicht mehr ändern, aber in der Zukunft kann ich versuchen es besser zu machen.

Viele GRüße,

Daddy38
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« Antwort #22 am: 26. November 2010, 12:21:21 »

Moin daddy,

Eine Erkenntnis habe ich aus dem Gesamtartikel gezogen und ich denke, das wirst du mir bestätigen, Martin:

Meine zu nachsichtige, rücksichtsvolle und auf Frieden bedachte Verhaltensweise nach der Trennung, was das Umgangs-
recht betrifft, war wohl kontraproduktiv.
das bestätige ich Dir gerne - und deshalb hatte ich Dir ja auch mitgeteilt, dass Deine Absicht, Deiner Ex "helfen" zu wollen, schon allein deshalb nicht funktionieren kann, weil sie Dir das Gegenteil von Hilfsbereitschaft unterstellt: Schlechte Absichten.

Grüssles
Martin
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johannes factotum


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« Antwort #23 am: 26. November 2010, 17:42:22 »

Ungemein bedrückend, so etwas zu lesen.
Ich hoffe inständig, dass eine derartige Eskalation meinen Kindern, mir selbst und nicht zuletzt auch meiner Ex erspart bleiben und sich das alles wieder normalisiert. Allen von solchem Verhalten, teilweise sogar langjährig, Betroffenen kann ich nur mein tiefstes Mitgefühl aussprechen und Kraft wünschen.

Seit ich auf dieses Forum gestoßen bin, spukt mir immer wieder ein Gedanke durch den Kopf - und beim Lesen dieser Horror-Liste besonders:
Hoffentlich kommt meine Ex niemals auf den Gedanken zu googeln und stößt dabei auf Foren wie dieses!!!
So toll, hilfreich, tröstlich, solidarisch ein solches Forum für die eigentliche Zielgruppe sein mag, so contraproduktiv wirkt es, wenn es die "Gegenseite" kennt und darin mitliest. Denn auf so viele Gemeinheiten kann ein Mensch alleine ja gar nicht kommen.

nachdenklichen Gruß
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« Antwort #24 am: 26. November 2010, 19:08:04 »

Hallo PdG,

Seit ich auf dieses Forum gestoßen bin, spukt mir immer wieder ein Gedanke durch den Kopf - und beim Lesen dieser Horror-Liste besonders:
Hoffentlich kommt meine Ex niemals auf den Gedanken zu googeln und stößt dabei auf Foren wie dieses!!!
So toll, hilfreich, tröstlich, solidarisch ein solches Forum für die eigentliche Zielgruppe sein mag, so contraproduktiv wirkt es, wenn es die "Gegenseite" kennt und darin mitliest.

Mach dir mal keine Sorgen über dieses Forum hier - da gibt es ganz andere Kaliber für die Zielgruppe "Ex-Frau auf dem Kriegspfad" ...

*duckundweg*
Gespeichert

Der Unterschied zwischen Diktatur und Demokratie besteht darin, ob das Volk vor der Regierung Angst hat, oder die Regierung vor dem Volke.
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