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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 06:44:22 *
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Autor Thema: Noch eine Trennung  (Gelesen 1234 mal)
heelpain
Schon was gesagt
*
Beiträge: 7


« am: 07. November 2004, 13:14:49 »

Hallo allerseits,

jetzt bin ich auch hier gelandet, und wenn ich so die Beiträge lese, stehe ich erst am Anfang.
Auf jeden Fall brauche ich dringend Rat!!!!

Fakten:
Verheiratet > 20 Jahre, 4 Kinder < 15 Jahre.
Jetzt verkündet SIE, daß SIE sich trennen will.
Wochenlange Versuche SIE umzustimmen, viel Emotionen (auf meiner Seite), kein Erfolg.
Und welch ein Wunder: SIE hat schon einen anderen.

Jetzt geht es um die Kinder.
Ich soll ausziehen (aus der großen Wohnung), weiter für die Kinder zur Verfügung stehen (auf Abruf), natürlich arbeiten und das Geld verdienen, Platz für den Anderen machen.

Ich möchte weiter mit meinen Kinder leben (wird schwierig), zumindest aber möglichst viel mit ihnen zusammensein und jetzt keinen Fehler machen.

Meine Fragen:
Wer bestimmt, wo sich die Kinder während der Trennung aufhalten, wenn sich die Eltern nicht einigen?
Kann SIE mit den Kindern einfach ausziehen?
Muß ich während der Trennung Unterhalt zahlen? Wenn ja, wer legt fest wieviel und wofür, auch in Hinblick auf die NEUE Partnerschaft?
Muß ich jetzt schon einen Anwalt einschalten, damit ich keine Fehler mache?
Gibt es gute Links, wo ich mich informieren kann?

Fragen über Fragen. Wie ich fühle, könnt ihr Euch bestimmt denken.
Jetzt gehe ich mit meinen Kleinen raus, vielleicht zum letzten Mal .....

Gruß
heelpain
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DieMystiks
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.472


WWW
« Antwort #1 am: 07. November 2004, 17:31:36 »


Hallo Heelpain,

der Weg zum Anwalt wird sich nicht vermeiden lassen.

Ich verstehe deine Geschichte so, daß es deine Frau schon ziemlich eilig hat. Es wird sicherlich auch schwer für die Kids, wenn du gehst und gleich im Anschluß der neue Partner der Km einzieht. Hat sie es wirklich so gemeint,daß du Platz machen sollst?
Ich würde jetzt nichts auf die Schnelle tun.

Was heißt es wird schwierig mit deinen Kindern zu leben? Geht deine Frau ebenfalls arbeiten?
Euer ältestes Kind ist 15J, wie alt sind die anderen Kids?

Theoretisch kann deine Frau mit den Kindern "einfach" ausziehen.
Ihr müsst jetzt überlegen, wie das alles am besten für euch geregelt werden kann.
Suche einen Anwalt für Familienrecht auf und lasse dich dort beraten. Der wird dir auch errechnen, wieviel Unterhalt du zahlen musst. Den Unterhalt musst du ab Zeitpunkt der Trennung zahlen.

Wichtig ist jetzt, daß ihr eine akzeptable Lösung findet bezüglich des Umgangs. Ich verstehe nicht so ganz, was sie mit "auf Abruf" meint.
Eine feste Regelung solltet ihr schon vereinbaren. Wenn zusätzlich solche "Abruftermine" vorkommen, ist es ja dann auch ok.

Du bist jetzt sehr traurig und hast den Kopf voller Gedanken.
Resigniere jetzt nicht. Dein Kleiner ( wie die anderen Kids auch) braucht(en) dich, warum solltest du zum letzten Mal mit ihm rausgehen können?

Vielleicht ist es noch nicht zu spät für Gespräche in denen ihr weitestgehend eine friedliche Regelung finden könnt.
Den Weg zum Anwalt würde ich trotzdem nicht aufschieben.

Gruß
Tina
Gespeichert

Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
heelpain
Schon was gesagt
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Beiträge: 7


« Antwort #2 am: 07. November 2004, 18:25:25 »

Hallo Tina,

danke für Deine Antwort!

Zitat

der Weg zum Anwalt wird sich nicht vermeiden lassen.
Ich verstehe deine Geschichte so, daß es deine Frau schon ziemlich eilig hat. Es wird sicherlich auch schwer für die Kids, wenn du gehst und gleich im Anschluß der neue Partner der Km einzieht. Hat sie es wirklich so gemeint,daß du Platz machen sollst?
Ich würde jetzt nichts auf die Schnelle tun.


SIE hat das nicht direkt so gesagt. Ich werde zum Auszug gedrängt, der ANDERE zieht demnächst in unserer Stadt.
Ich werde die Wohnung nicht einfach so verlassen, obwohl das nicht zum ....

Zitat

Was heißt es wird schwierig mit deinen Kindern zu leben? Geht deine Frau ebenfalls arbeiten?
Euer ältestes Kind ist 15J, wie alt sind die anderen Kids?


Ich bin Alleinverdiener, SIE kann und wird so schnell keine Arbeit finden. Die Kinder sind zwischen 6 und 15 Jahre alt.

Zitat

Theoretisch kann deine Frau mit den Kindern "einfach" ausziehen.
Ihr müsst jetzt überlegen, wie das alles am besten für euch geregelt werden kann.
Den Unterhalt musst du ab Zeitpunkt der Trennung zahlen.


Heißt das, daß SIE sich jetzt eine tolle Wohnung suchen kann und ich für die Kosten aufkommen muß? Natürlich kann SIE auch nicht arbeiten, wg. all der Kinder.
Wenn SIE das kann, kann ich das auch?
Wie kann ich mich dagegen wehren?
Ich willl mich nicht trennen und muß trotzdem Unterhalt zahlen?
Dann kann ich ja auch meinen Job kündigen, abhauen und warten, was da kommt?!

Zitat

Wichtig ist jetzt, daß ihr eine akzeptable Lösung findet bezüglich des Umgangs. Ich verstehe nicht so ganz, was sie mit "auf Abruf" meint.


... wenn SIE zum Beispiel mal einen netten Abend im Theater oder ein Wochenende an der See verbringen möchte, und der Papa sich bereit hält und ganz glücklich ist, mal bei seinen Kindern sein zu dürfen.

Zitat

Du bist jetzt sehr traurig und hast den Kopf voller Gedanken.
Resigniere jetzt nicht. Dein Kleiner ( wie die anderen Kids auch) braucht(en) dich, warum solltest du zum letzten Mal mit ihm rausgehen können?


Traurig und völlig ratlos!!!
Ich glaube ich muß zum Psychotherapeuten, gleich morgen ...


Gruß
Heelpain


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skipper
Rege dabei
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 134


« Antwort #3 am: 07. November 2004, 21:31:47 »

Hallo Heelpain,

>>Traurig und völlig ratlos!!!
Ich glaube ich muß zum Psychotherapeuten, gleich morgen ...<<

Das würde ich Dir angesichts Deiner Lage auch raten zu tun! Vielleicht könntest Du es auch ohne professionelle Hilfe schaffen, aber warum den schwierigsten Weg wählen?
Ich habe den Fehler gemacht und versucht über meine Trennung vor 15 Monaten ohne professionelle Hilfe hinweg zu kommen. Jetzt habe ich eine knapp halbjährige Beziehung mit einer anderen Frau hinter mir und bin dadurch noch viel tiefer gefallen als ich es vorher jemals war. Ich habe auf sehr schmerzliche Art und Weise erkennen müssen, dass die Trennung von meiner Frau und meinen Kindern bei mir noch überhaupt nicht richtig verarbeitet war und ist!
Ich bin jetzt beim Psychologen und würde jedem raten das gleich von Anfang an zu tun, vor allem wenn man derjenige ist, der gar keine Trennung wollte.
Ich wünsche Dir alles Gute, viel Kraft und versuche Deine Kinder so oft wie möglich zu sehen!

Grüsse
Skipper
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DieMystiks
_DieMystiks
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3.472


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« Antwort #4 am: 08. November 2004, 14:43:36 »

Hallo Heelpain,

nimm fachmännische in Anspruch wenn du so am Boden bist. Das hilft dir sicher deine Gedanken zu ordnen und es tut gut, sich alles von der Seele zu reden.

Unterhalt musst du so oder so zahlen, egal ob sie mit den Kindern auszieht oder du alleine.
Kündigen würde ich an deiner Stelle jetzt nicht. Dann wird eine Zahlungsverweigerung unterstellt ( die ja dann auch stimmen würde). Du müsstest dich nachweislich um einen neuen Job kümmern. Also du hättest dadurch nichts gewonnen.
Ich gehe auch mal davon aus, daß es dir nicht um den Kindesunterhalt geht. Wieviel du letztendlich zahlen must, hängt von deinem Einkommen ab.

Lass dich nicht zum Auszug drängen. Mache ihr klar, daß du für die Kinder da sein willst und einen geregelten Umgang haben möchtest.
Wenn sie zusätzlich ein paar Freizeitaktivitäten ohne die Kids starten möchte, ist das nur ein Vorteil für dich, was den Kontakt zu den Kindern angeht.

Mit dem 15-jährigen Kind zumindest solltet ihr schnell reden. Es ist alt genug und hat das Recht  zu wissen, was in der Familie vorgeht. Das sind alles Dinge, die schwer sind aber sich nicht vermeiden lassen.

Kanst du mit deiner Frau in Ruhe darüber sprechen oder sind die Emotionen so geladen, daß jedes Gespräch in Streit ausartet? Dann wäre nämlich eher eine Beratungsstelle angebracht.

Wenn du jetzt der Tatsache der Trennung ins Gesicht schaust, welche Ideen hast du, wie das mit den Kindern weiterläuft? Du solltest dir nun klar darüber werden, wie du weiterleben möchtest und dann die entsprechenden Wege gehen.
Suche den Anwalt für Familienrecht auf, damit du weisst was auf dich zukommt. Bestehe auf jeden Fall auf festgelegten Umgang und lasse dich nicht auf diese "Abrufidee" ein ( nur zusätzlich) wenn es dir möglich ist.

Also Kopf hoch und Schritt für Schritt durch.

Gruß
Tina



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Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
mel
Gast
« Antwort #5 am: 09. November 2004, 11:36:10 »

wenn sie einen neuen hat kann sie doch ausziehen und zu ihm gehen.
wenn du die kinder jetzt verlässt dann hast du verloren.
meistens sind die elternteile die die kinder verlassen danach nur zahl eltern.

also schmeiss sie raus und kümmer dich um die kinder.

mel
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heelpain
Schon was gesagt
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Beiträge: 7


« Antwort #6 am: 13. November 2004, 22:05:20 »

Zitat
wenn sie einen neuen hat kann sie doch ausziehen und zu ihm gehen.
wenn du die kinder jetzt verlässt dann hast du verloren.
meistens sind die elternteile die die kinder verlassen danach nur zahl eltern.
also schmeiss sie raus und kümmer dich um die kinder.
mel


Liebend gerne würde ich da tun!
Nein, SIE sucht sich in aller Ruhe eine Wohnung hier in der Stadt, treibt sich den ganzen Tag mit ihm herum, und kommt nur noch zum Schlafen nach Hause (immerhin).
Ich kümmere mich dann um die Kinder, schön, solange ich das noch kann!
Und warte auf den Tag, an dem sie ihre Klamotten packt und mit den Kindern verschwindet.

Ich habe mich beraten lassen: Immer schön ruhig bleiben und an die Kinder denken.
Ich weiß ungefähr, was auf mich zukommt: Unterhalt, Besuchsregelung, Umgang und der ganze Kram.
Das alles hilft aber nur wenig, wenn man sich völlig hilflos und machtlos fühlt.
Heute ist so richtig ein Tag zum durchdrehen, zum abhauen ...

Bye

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DieMystiks
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« Antwort #7 am: 14. November 2004, 13:37:59 »

Hallo Heelpain,

wieso schreibst du denn " so lange ich noch kann"?

Wenn du dich jetzt schon täglich um die Kinder kümmerst, warum sollte das später denn nicht gehen.
Sie scheint ja momentan nicht das große Interesse daran zu haben, wie der Tagesablauf der Kids ist.
Wenn du die Kinder bei dir behalten kannst/möchtest soll sie doch ausziehen. Ich kann noch nicht so ganz herauslesen ob du dich damit schon abgefunden hast, Umgangsvater zu werden.

Gruß
Tina



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Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir:"Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen." Und ich lächelte und war froh und es kam schlimmer.
heelpain
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« Antwort #8 am: 14. November 2004, 15:05:33 »

Hi Tina,

ich habe mich falsch ausgedrückt, es sollte "darf" statt "kann" heissen.
Im Moment kümmere ich mich dauernd um die Kinder.
SIE ist ständig unterwegs, was mich auch nicht weiter stört.
Doch SIE bestimmt das Ende dieses Zustands, indem SIE sich endlich auszieht.
Dann wird SIE die Kinder mitnehmen, die sie im Moment nicht weiter interessieren.

Wie man sich dann einigen wird, weiß ich noch nicht, auch angesichts der zunehmenden Abneigung (Hass).
Ich weiß, daß ich ein Umgangsvater sein werde, ganz abgefunden habe ich mich damit aber noch nicht.

Etwas verwirrte Grüße von
Heel
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DeepThought
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« Antwort #9 am: 14. November 2004, 15:52:25 »

Moin heelpain,

zu wem stehen eure Kinder wie ? Wer hat die höhere Bindungstoleranz und wird perspektivisch den Umgang mit dem anderen Elternteil stärker fördern. Wer kann den Kindern eine "bessere Zukunft" auch im Sinne von Erziehung bieten? Wer hat sich bislang in welchen Belangen der Kinder angenommen (Arztbesuche, Elternabende, ....)

Wenn du dir zutraust die Kinder bei dir zu belassen, dann kämpfe um sie. Mach dich präsent in KiGa/Schule/Sportverein/... Stelle einen Antrag bei Gericht auf vorläufiges ABR. Die KM scheint ja mehr ihr eigenes Nachholbedürfnis im Auge zu haben als das Wohl der Kinder. Tu wasm tu es richtig, konsequent und unnachgibig. Knickst du auch nur ein einziges mal nur ganz wenig ein, hast du verloren.

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!
flyaway
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« Antwort #10 am: 14. November 2004, 21:48:50 »

Zitat
Ich habe mich beraten lassen: Immer schön ruhig bleiben und an die Kinder denken.
Ich weiß ungefähr, was auf mich zukommt: Unterhalt, Besuchsregelung, Umgang und der ganze Kram.

 


Hi heelpain,
wahrscheinlich wird das auf dich zukommen, richtig. Doch meinst du, das ist das Beste für die Kinder? Wenn ich es recht verstanden habe, scheinst du mehr am Wohl der Kinder zu arbeiten,  als die KM.  Also, wenn es nun mal nicht zu vermeiden ist, dass die Kiner einen Elternteil "verlieren", warum sollst du das sein?
Und was die "Beratungen" angeht: Klar, immer an die Kinder denken, aber nicht nur bis  morgen, sondern bis übermorgen, in einem und in zehn Jahren!! Denn wen kümmert es, wenn du in ein paar Monaten oder Jahren deine Kinder nur noch 2x im Monat, wenn überhaupt noch siehst, außer dich und evtl. die Kinder selbst?
DU stellst die Weichen JETZT!
Alles Gute

Flyaway
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Es ist besser beizeiten Dämme zu bauen, als darauf zu hoffen, dass die Flut Vernunft annimmt (E. Kästner)
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« Antwort #11 am: 15. November 2004, 13:58:46 »

Hallo Heel,
schon allein die Art, wie Du schreibst (SIE) zeigt mir, dass Dein Denken zur Zeit von Deiner Wut bestimmt wird. Das ist zwar völlig normal, bringt Dich aber leider kein bisschen weiter, im Gegenteil. Zunächst einmal gilt es, die Situation zu akzeptieren, dass Deine Frau einen neuen Partner hat. Das ist zwar schwer, denn die Eifersucht ist ja da, aber je gelassener Du damit umgehst, desto schneller wirst Du auch sehen, dass das nur gut für Dich ist, denn so hast Du, wie es ja schon der Fall ist, einfach den Vorteil, viel Zeit mit Deinen Kindern zu haben. Und wie die anderen schon gesagt haben - warum versuchst Du nicht, das ABR zu "erstreiten"? Die besseren Argumente liegen doch auf Deiner Seite.
Und noch was - psychologische Hilfe kann ich Dir nur dringendst empfehlen. Ich hab mich auch nach Monaten dazu entschlossen, zum Arzt zu gehen, nachdem ich Woche für Woche an Gewicht verloren hab und jeder, der mich gesehen hat, nur noch sagte, Du siehst aber schlecht aus... Und dann bin ich für 6 Wochen in Kur gefahren, in eine Super-Klinik im Allgäu und das kann ich Dir nur empfehlen. Jetzt bin ich zwar irgendwie wieder im Alltag drin, aber ich lass mir nicht Alles durch meine eigene Wut kaputt machen, auch wenn das oft sehr schwer ist. Wenn Du Dich dazu entschließt, kann ich Dir in dieser Richtung gerne Unterlagen zur Verfügung stellen.
Ansonsten wünsche ich Dir viel Glück, einen guten Anwalt (!), nen weisen Richter und Alles Gute. Roman  ;)
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Liebe Grüße

Roman
heelpain
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« Antwort #12 am: 19. November 2004, 16:49:35 »

Hi @all,
danke für Eure Unterstützung, kann ich weiterhin gut gebrauchen.

Das ABR für die Kinder werde ich nach meiner Einschätzung nicht bekommen.
Ich bin seit vielen Jahren Alleinverdiener, z. Zeit in einer anspruchsvollen und zeitintensiven Tätigkeit. Realistisch betrachtet habe ich auch nicht genügend Zeit. Wenn ich den Job wg. der Kinder schmeiße, bekomme ich in meinem Alter nicht Vergleichbares mehr.
Die KM hat sich seit Jahren überwiegend um die Kinder gekümmert (klar, was sonst) und beabsichtigt dies auch nach der Trennung wieder intensiver zu tun. Ich werde dies natürlich kritisch beobachten. Ein Streit um die Kinder ist momentan also sinnlos.

Ich fange auch langsam an mich mit der Situation abzufinden, plane für die Zukunft, versuche Vorteile zu entdecken. Ich suche direkten Kontakt zu Menschen in ähnlicher Situation, will mich dabei aber nicht in die "Jammerecke" drücken lassen.

Ich gehe natürlich weiter arbeiten, weil es Spaß macht und ablenkt.
Ich war auch beim Therapeuten, aber der hatte noch mehr Problem als ich.

Man kann auch schon wieder miteinander reden, obwohl Emotionen nicht ausbleiben.
SIE ist ja noch nicht ausgezogen, räumlich getrennt wird es bestimmt noch besser.

Es gibt viel zu regeln, dabei muss man sachlich sein. Ich habe auch das Gefühl, daß es fair bleiben wird. Ich werde es ohne Anwalt versuchen, aber schriftlich fixiert.

Man ist ja schon allein wg. der Kinder aufeinander angewiesen.
Und wer weiß, was noch alles passieren kann (oje .....).

Der Dezember wird aber bestimmt noch schwierig, der Auszug, die ganzen Familienfeiern, Advent, Weihnachten, ...

Bye Heel








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Taccina
Gehört zum Inventar
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1.813



« Antwort #13 am: 19. November 2004, 18:14:52 »

Hallo Heelpain,

sicher steckst Du grade in einer ganz miesen Lage. Es tut weh sich zu trennen, nd jeder der mal geliebt hat, wird Dir das nachempfinden und mit Dir fühlen können. Es ist nicht einfach, nach so langer Zeit sein Leben komplett umzukrempeln und dann allein da zu stehen.

Aber bitte lass Dich von so vielen schlimmen Beispielen an Schiksalen, wie eine Scheidung enden kann, nicht entmutigen.

Meine beste Freundin ist seit fast 10 Jahren "glücklich" geschieden. Es war sozusagen eine Traumscheidung. Sie haben beide zusammen einen Anwalt genommen, haben den Hausrat ordentlich und ohne streit geteilt, sind sich recht schnell übers finazielle einig geworden und und und ... und das alles außergerichtlich. Wenn es nicht das Gesetz so wollte, hätten sie sogar zur Scheidung kein Gericht gebraucht.
Er hat ihr das alleinige Sorgerecht und das ABR für das gemeinsame Kind übertragen (da er holländer ist und nicht wußte ob er wieder nach Holland zurück geht, hielt er dies für besser). Es gibt auch keine regelung, an welchen Tagen er das Kind sehen soll.
Aber meine Freundin hat dies nie ausgenutzt. DIe Tochter kann nach wie vor zum Vater wann sie will (es sei denn es liegt ein Arzttermin an oder sowas an..aber das ist ja auch klar). Sind Probleme mit dem Kind, ruft meine Freundin ihren EX an und dann wird gemütlich bei ner Tasse Kaffe das ganze besprochen (der neue Mann meiner Freundin auch dabei). Bei Geburtstagen wird auch der Vater inklusive neuer LG eingeladen....alles richtig toll.....
Jeder hat seinen neuen Partner, vergessen aber beide nicht (und auch die neuen Partner stehen voll dahinter und verstehen sich untereinander) das die beiden eben immer noch Mutter und Vater des Kindes sind....wenn auch schon lange nicht mehr Mann und Frau.

Aber ich glaube, viele können von so einer Scheidung echt nur Träumen....vor allem die Kids die ja meist mitten drinstehen

Kopf hoch!Du schaffst das!

Liebe Grüße
Taccina

[Editiert am 19/11/2004 von Taccina]
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Bevor man das Vertrauen eines Menschen mißbraucht, sollte man sich im Klaren darüber sein, das man dann einen Menschen auf dem "Gewissen" hat.
Oder wie würdest Du es finden, Dein ganzes Leben lang nicht mehr wirklich vertrauen zu können?
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