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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 06:37:20 *
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Autor Thema: Student und trotzdem zahlen...oder wie es bei mir lief.  (Gelesen 550 mal)
gessi2000
Frischling

Beiträge: 4


« am: 04. November 2004, 17:15:50 »

Meine Geschichte:
Ich war mit meiner damaligen Freunding ca. 8 Monate liiert (nicht verheiratet) bis ich aufgrund andauernder Streitereien mit Ihr den Schlussstrich zog.
Damals (2001) war ich bereits ca. 1 Jahr Student an einer Fachhochschule.
Als dann Schluss war, Ihr wisst ja wie das ist man zieht es noch einige Zeit hinaus, kam meine Ex zu mir und erzählte mir, dass sie von mir Schwanger sei (nach ca. 3 Monaten).
Ich sagte zu Ihr, dass es aber dabei bleibt und die Beziehung keine Chance mehr hat, ausserdem glaube ich es nicht ganz, dass sie von mir schwanger sein weil es dann schon "beim letzten Mal" passiert sein musst und ich auf jeden Fall einen Vaterschaftstest machen werde.

Ab dann gin es erstmal für 6 Monate los.
Ich wurde von ihr verfolgt, musste sämtliche Telefonnummern ändern, mein Auto wurde beschmiert und es wurden beleidigende Beiträge ins Gästebuch meines Fussballvereins geschrieben.
Nachdem mein Anwalt eine Unterlassungsklage schrieb, war auch kein Schluss, sie hatte ja kein Geld und wollte auch gar nicht arbeiten obwohl sie einen absolut sicheren Job hätte bekommen können.

Später habe ich von ihrer Freundin erfahren, dass sie absichtlich die Pille abgesetzt hat als sie gemerkt hat, dass die Beziehung vor dem Ende stand. Aber ich habe ja auch selber Schuld, es gehören ja immer Zwei dazu und dazu stehe ich auch.
Nach über einem halben Jahr wurde die Stalkerei weniger, da ich überhaupt nicht mehr auf sie einging. Sie hatte jedoch Alles menschenmögliche versucht.
Dann war es soweit und im September 2002 kam die Tochter zur Welt.
Was dann kam, wissen die Meisten von Euch ja!
Briefchen vom Jugendamt etc.

Ich wartete ca. 2 Monate ab und ließ einen Vaterschaftstest, über den Speichel, machen.
Es stellte sich heraus, dass ich auch der Vater der Kleinen bin.
Da ich jedoch Student war und kein Bafög etc. erhielt sondern von 280,--EURO Nebeneinkünften lebte und Gott Sei Dank noch zu Hause wohnen konnte, war ich eigentlich "zahlungsunfähig".
Ich versicherte jedoch dem Jugendamt, dass ich mein Studium so schnell wie möglich fertig machen würde und dass ich auch zu meiner Tochter stehe und dann bezahlen werde.

Dann ging Alles ganz schnell.
Als ich im Wintersemester 2004/2005 ein Urlaubssemester einlegte weil auch noch einige Prüfungen ausstanden, und das meine Ex mitbekam rannte sie natürlich sofort zum Jugendamt.
Anzeige und Verhandlung beim Landgericht.
Der Richter wusste weder wer oder was ich bin, noch hatte er sich vorher die Unterlagen angeschaut.
Er ließ mich auch fast nicht sprechen, sondern war in 5 Minuten fertig.
Ich wollte ihm erklären, dass ich auf das Geld achte und dass ich nebenbei arbeite.
Ausserdem hätte ich eine kaufmännische Ausbildung und wäre noch nie arbeitslos gewesen oder hätte Geld vom Staat kassiert.
Das ließ er nicht gelten und sagte, ich müsse 2 Jahre rückwirkend 192,--EURO, also über 4.000,--EURO, bezahlen da ich ja im Urlaubssemester wegen meiner hervorragenden Ausbildung leicht einen Vollzeit Job hätte bekommen können und das Geld wieder reinbekommen könne.
Als ich ihn auf die derzeitige wirtschaftliche Lage aufmerksam macht, lachte er nur.

Naja, auf jeden Fall legt ich vor dem Oberlandesgericht M dann wieder Einspruch ein, doch dieser wurde sofort abgelehnt.
Ich muss nun als Student 135% des Regelbetrages nachträglich bezahlen und ich frage mich ob das so alles gerecht ist.

Ein weiterer Einspruch hat auf jeden Fall keinen Sinn.

Bis zum heutigen Tage habe ich meine Tochter nur EINMAL gesehen und das beim Vaterschaftstest.
Wenn mir meine Ex begegnet, dann kommen nur wilde und wüste, eigentlich menschenunwürdige Beschimpfungen und deshalb hat es m.M. auch gar keinen Sinn mit ihr zu verhandeln.
Ich habe immer noch die Hoffnung, dass sie sich irgendwann mal ändern wird.
Heute ist sie verheiratat und schwanger.

Mir geht es eigentlich nur darum zu zeigen, dass man als ehrlicher Mensch eigentlich nur Nachteile hat.
Würde ich nicht Arbeiten, was als Student auch nicht meine Pflicht wäre, dann könnte man mir Nichts nehmen.
Aber so werde ich nur von allen Seiten niedergemacht.

Das Jugendamt interessiert nicht wie das Kind aufwächst oder wie die psychische Verfassung der Mutter ist.
Das Jugendamt wollte, und will, immer nur Geld. NICHTS anderes.

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