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Autor Thema: Bitte um Hilfe  (Gelesen 1243 mal)
Papa2009
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« am: 26. Januar 2010, 18:37:10 »

Guten Tag...

Habe nun, wie so viele hier, das Problem mich von meiner Frau trennen zu sollen, weil sie der Meinung ist mit mir nicht mehr das gleiche Ziel zu verfolgen, bzw. erreichen zu können.

Hier ein paar Daten

Zusammen seit dem 13.02.2005 (5 Jahre)

Verheiratet seit dem 20.08.2008 (1.5 Jahre)

1 Kind seit dem 05.07.2009 (7 Monate)

Soweit so schlecht...

Da wir in einer gemeinsamen Wohnung leben und ich zu der Erkenntnis gelangt bin, Frauen haben immer Recht und setzen durch, was sie sich vorgenommen haben (egal mit welchen Mitteln) ist es das sinnvollste Ihrer Bitte nachzukommen und auszuziehen...

Welche Schritte muss ich einleiten, um nicht ganz so unwissend an die Sache ranzugehen, bzw. was kann mich erwarten?

Die Scheidung selbst ist (nach ihrer Aussage) der letzte Schritt den sie angehen möchte, jedoch die häusliche Trennung ist unabwindbar...

Soll ich jetzt schon anfangen (nach Auszug) Kindergeld zu zahlen? Wann und muss ich überhaupt nach einer Kurzzeitehe Unterhalt für die Mutter zahlen usw.

Verfolgt sie noch eventuell andere Ziele die ich jetzt noch gar nicht absehen kann?

Was ich halt jetzt schon mitbekomme ist... Sie läuft fleißig zu Ämtern um Wohngeld zu beantragen

Vieleicht noch die Info zu Verdiensten:

Ich ca. 1000,-€ netto (Festanstellung) und bis Mitte 2013 in der Privatinsolvenz

Sie im Mutterschutz mit ca. 900 € MutterschutzGeld (noch ca. 5 Monate) und dem Erziehungsgeld von 184,-€

Wäre super ein bisschen Infos zu erhalten.

Wenn zur Beantwortung noch einige Fragen eurerseits auftauchen, nur zu...

LG und Danke im Vorraus,

Papa2009
Gespeichert
Beppo
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 11.157


Ich bin nicht Deutschland. Ich bin Griechenland.


« Antwort #1 am: 26. Januar 2010, 18:59:06 »

Hallo Papa2009

Das Wichtigste vorweg:

Du ziehst (vorerst) auf keinen Fall aus!

Wenn sie gehen will, kann sie gehen.

Zunächst musst du dir überlegen, ob du euer Kind vielleicht bei dir haben möchtest und die Betreuung sicherstellen kannst.

Wenn du in der Wohnung bleibst, ist das zwar schwierig aber wenn du erstmal draußen bist, ist es praktisch unmöglich.

Selbst wenn du das nicht willst und ausziehen möchtest, so muss sie dich zunächst aus dem Mietvertrag entlassen, sonst zahlst du weiter obwohl sie drin wohnt! Deine neue Wohnung zahlst du dann natürlich auch!

Wenn du voreilig gehst, des lieben Frieden willens, wirst du erleben, dass du ab dem Moment zum rechtlosen Melkvieh mutierst.
Solange du da bist, hast du noch eine gewisse Augenhöhe um wichtige Fragen, wie z.B. eine Umgangsregelung zu klären.

Finanziell sieht es für deine Ex schlechter aus als für dich.
Von deinen 1.000,- € musst du, theoretisch nur 100,- € Kindesunterhalt (KU) bezahlen und gar Keinen für die Mutter (EU) allerdings werden sie dir vor Gericht die Fingernägel ausreißen, die Augen ausstechen und dich auf die Streckbank legen um zu ermitteln, ob du nicht doch in der Lage bist, den Mindest-KU in Höhe von 225,- € zu bezahlen.

Deine Ex muss aber sehen wie sie ohne Unterhalt klar kommt.
Sie wird allerdings, anders als du, eine zahlreiche Schar hilfreicher Geister finden, die selbstlos über dich herfallen, um der armen Alleinverziehenden zu helfen.

Dir helfen nur wir!

So weit erstmal, ich denke, es werden noch so einige Fragen auftauchen.

Gruss Beppo
« Letzte Änderung: 27. Januar 2010, 09:58:49 von Beppo » Gespeichert

"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
Meo-Micaela Hahne, Vorsitzende Richterin am BGH
Papa2009
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« Antwort #2 am: 27. Januar 2010, 09:53:08 »

WOW- Mit diesem Tip, in der Wohnung zu bleiben, um nicht ganz die Kontrolle zu verlieren, habe ich nicht gerechnet.

Wäre jetzt am Sonntag ausgezogen (vorerst zu einem Kollegen), aber bleibe natürlich jetzt erst mal in der Höhle des Löwen!

Ausserdem gibt es ja noch meine Tochter, die mir das Hierbleiben auf jedenfall Leichter macht.

Danke vorab für die Hilfe und werde (falls aktueller Stand es erfordert) Euch weiter mit Fragen löchern.

Schön zu wissen, dass man nicht alleine da steht ( auch wenn nur virtuell)

DAS BERUHIGT MICH und STÄRKT UNGEMEIN!!!

DANKE
Gespeichert
staengler
Spezialgruppe
*****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.791


entsorgter Vater nach DIN 0815 dt. Familienrecht


« Antwort #3 am: 27. Januar 2010, 10:00:35 »

 thumbup Papa2009,

anstatt Umzugskartons zu packen, nutze die jetzt freie Zeit um Dich schnell von Deiner Erkenntnis:
Zitat
und ich zu der Erkenntnis gelangt bin, Frauen haben immer Recht

zu trennen!

Es wird noch hart genug für Dich werden. Und auch Du wirst merken, dass man als Mann oft genug automatisch der Verlierer sein kann.
Aber der Kampf lohnt sich trotzdem. Und Frauen haben mit Sicherheit nicht immer recht. Sie bombadieren Dich nur mit unzähligen "Argumenten", denen Du oft spontan nichts entgegenzusetzen hast.

HIER WIRST DU GEHOLFEN

Michael
Gespeichert

sol lucet omnibus - die Sonne scheint für alle
Papa2009
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« Antwort #4 am: 21. März 2011, 08:46:41 »

Zitat
Es wird noch hart genug für Dich werden. Und auch Du wirst merken, dass man als Mann oft genug automatisch der Verlierer sein kann.
Aber der Kampf lohnt sich trotzdem. Und Frauen haben mit Sicherheit nicht immer recht. Sie bombadieren Dich nur mit unzähligen "Argumenten", denen Du oft spontan nichts entgegenzusetzen hast.

Über ein Jahr später stehe ich nun in der gleichen (und emotional geschädigteren) Situation

BIN NICHT AUSGEZOGEN, was aber kein Zuckerschlecken war und ist

Sind nun an dem Punkt das meine Frau sich wohl intensiv über ihre Möglichkeiten erkundigt hat und mir gestern angekündigt mit mir diese Woche das abschließende "Trennungsgespräch" zu führen, nachdem sie die restlichen "Infos" vorliegen hat.

Meine Frage:

ABWARTEN, WAS KOMMT???
SELBER SCHLAU MACHEN UND ZU IRGENDWELCHEN ÄMTERN RENNEN???

HILFE die Ungewissheit, was einen erwartet ist Schrecklich


Gespeichert
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.262



« Antwort #5 am: 21. März 2011, 09:39:30 »

Hallo Papa2009,

aktualisiere bitte mal deine Angaben - was hat sich seit Januar vorigen Jahres getan?!? Insbesondere: Wie ist im Moment die Kinderbetreuung geregelt - ist einer von euch beiden zu Hause mit Bambino, oder ist das Kind in einer Kinderkrippe o.ä.? Und: Wer verdient derzeit das Geld?

Sind nun an dem Punkt das meine Frau sich wohl intensiv über ihre Möglichkeiten erkundigt hat und mir gestern angekündigt mit mir diese Woche das abschließende "Trennungsgespräch" zu führen, nachdem sie die restlichen "Infos" vorliegen hat.

Schön für deine Frau.

Und du? Weißt DU denn schon, wie du selbst die Trennung gestalten möchtest? Davon lese ich nämlich exakt gar nichts, das wäre aber für uns hier ziemlich wichtig zu wissen!

Je nach deinen Absichten könntest du die Demnächst-Ex z.B. durchaus mal mit folgender Stellungnahme konfrontieren: "Trennung? Ist gut, Schnucki. Such dir 'ne Ein-Zimmer-Wohnung, das Kind bleibt nämlich hier bei mir. Und berücksichtige bei der Miethöhe bitte auch, dass du neben deinen eigenen Lebenshaltungskosten auch noch die 225 Euro Mindestunterhalt fürs Kind aufbringen musst ..."

ABWARTEN, WAS KOMMT???
SELBER SCHLAU MACHEN UND ZU IRGENDWELCHEN ÄMTERN RENNEN???

Kollege - für das "schlau machen" hattest du inzwischen mehr als ein Jahr Zeit. Anders als bei vielen anderen Paaren ist diese Trennung ja nun nicht aus heiterem Himmel gekommen ;-(

Was die Ämter betrifft, von denen ist für dich als Mann wenig bis gar keine Hilfe zu erwarten. Schon gar nicht, so lange du selbst nicht weißt, was du willst. Für das "schlau machen" kannst du dich gerne an uns hier wenden, aber dazu musst du dann schon konkrete Fragen stellen.

Und nein, passives Abwarten ist keine Option:

HILFE die Ungewissheit, was einen erwartet ist Schrecklich

Dann tue was gegen die Ungewissheit, indem du selbst das Heft des Handelns in die Hand nimmst. Im Moment bestimmt nämlich deine Demnächst-Ex, welche Musik gespielt wird; du selber reagierst nur - und das wird nicht gutgehen. Hilfe kannst du zu einem gewissen Grad hier bei uns kriegen, aber dazu müssen wir wirklich erst mal wissen, auf welche Art und Weise du geholfen werden möchtest. Nur herumzujammern bringt dich nämlich keinen Millimeter voran ;-(

Viele liebe Grüße,

Malachit.
Gespeichert

Es gibt in unserer sogenannten Demokratie keinerlei Opposition, sobald es um Frauenpolitik geht.
tarek
_tarek
***
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 140


« Antwort #6 am: 24. März 2011, 15:09:54 »

Hallo Papa2009,

ich stand vor einigen Jahren in einer ähnlichen Situation wie Du.

Ich schliesse mich Malachits dringenden Empfehlungen an.

Was ich Dir aber ausserdem noch dringend raten würde:

Nimm persönlichen Kontakt mit einer Vätergruppe in Deiner Nähe auf. Wenn Du keine kennst, schau einfach mal im Internet nach, es gibt einige Anlaufstellen, die Dir bei der Suche weiterhelfen können (Väteraufbruch, Väternotruf etc.). Oder frag doch hier im Forum nach, wo die nächste ist.

Vätergruppen sind nach meiner Erfahrung der beste Ort, um Wissen über das zu sammeln, was auf Dich zukommt und was Du für Dich und Dein Kind tun kannst. Und Du bekommst persönlichen emotionalen Rückhalt, den man in solchen Situationen dringend braucht. Zugleich hast Du dort die Möglichkeit, Dein Verhalten kritisch zu reflektieren. Das alles kann man in solchen Situationen meiner Erfahrung enorm gut gebrauchen.

Gruss
Tarek



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