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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 04:43:39 *
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Autor Thema: Verhandlung ABR Antrag der KM  (Gelesen 5550 mal)
Lausebackesmama
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Nichtabsteiger 2011/12


« Antwort #25 am: 06. Mai 2010, 21:35:47 »

David, Du hast all meine Daumen.

Alles Gute!

LBM
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über den eigenen Schatten
gelingt leichter,
wenn wir ihn für jemanden wagen,
der Licht in unser Leben bringt.

(Ernst Ferstl)
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« Antwort #26 am: 06. Mai 2010, 21:50:54 »

Moin David,

auch wenn die Voraussetzungen nicht die besten zu sein scheinen, drücke ich dir absolut
die Daumen für den Termin am Montag.

Hoffen wir, dass der Termin etwas gutes mit sich bringt.

Gruss
Agent
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Mantra:

NEIN, NICHT nächste Woche. Heute noch oder morgen. Und schreib jetzt nix vom Anwalt (...), sondern heb Deinen Hintern samt Eiern hoch und werde aktiv.


Zitat Brille007, 22. August 2008, 22:44:25
DavidOL77
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« Antwort #27 am: 09. Mai 2010, 11:26:54 »

Vielen Dank für eure guten Wünsche!

Ich kann sie gut gebrauchen.
Ich werde euch danach über den Ablauf berichten.

Beste Grüße

David
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DavidOL77
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« Antwort #28 am: 10. Mai 2010, 20:33:54 »

Hallo zusammen.

Heute Verhandlung mit folgendem Ergebnis: Keins

Die mittlerweile 3. Richterin wies zu Beginn kurz darauf hin, dass sie es für ein Verfahren nicht gut findet, dass der Richter so oft wechselt, aber sie hat sich gut eingearbeitet.
Sie befragte zuerst die KM über ihre neue berufliche Situation und über den Verlauf der Mediation.
Sie wies darauf hin, dass sie es für den Kleinen nicht für gut hält, wenn ein Urteil gesprochen werden muss. Sie würde den Kleinen dann auch hören wollen, wobei dies nicht bedeutet
wenn man ihn fragt wo er bleiben möchte und er sagt :Mama, dass er dann zu Mama kommt. Sie möchte sich nur von ihm ein Bild machen.
Sie würde dann einen Verfahrenspfleger bestellen (Was hat der für eine Aufgabe? weiß das einer von euch?) und anschließend ein Urteil sprechen. Dies geht dann womöglich
wieder vor das OLG und es geht wertvolle Zeit verloren.
Anhand der Unterlagen hat sie festgestellt, dass wir mittlerweile fast ein Wechselmodell betreiben. Der Kleine ist zeitlich ca. 40% bei der Mutter mit Ferien und verlängerten Wochenenden
seit Januar. Sie fragte, ob es hier keinen Ansatz gibt, dass auszubauen.
Wir kamen auf meinen Einigungsvorschlag zu sprechen, der ja von mir während der Mediation vorgeschlagen wurde. Der Kleine ab Schule zur KM unter Bedingung einer weiteren Beratung.
Es wurde von der Richterin und dem Mitarbeiter vom JA zu bedenken gegeben, dass egal wo der Kleine in die Schule geht, er hier vorher auch in den Kindergarten gehen solllte.
Somit wurde der Hebel jetzt natürlich bei mir angesetzt, ob ich mir vorstellen könne. der Kleine ginge schon ein Jahr vor der Schule bei der KM in den KiGA und verbringt in dem Jahr dann
viel Zeit bei mir. Ich konnte dem natürlich nicht sofort zustimmen ohne darüber nachzudenken.
Der MA vom JA sagte, er könnte sich es vielleicht so vorstellen, dass mal jeder notiert was er sich vorstellt und dann versucht man eine Elternvereinbarung zu treffen.
Ich war damit einverstanden.
Jetzt sieht es so aus: wir treffen uns am Pfingst-Dienstag beim MA vom JA und versuchen eine Lösungzu finden.
Mein Gefühl bei der ganzen Sache: Man reicht den kleinen Finger und es wird gleich die ganze Hand genommen. Immerhin würde ich den Kleinen genauso gerne in meinem Haushalt behalten
und im Stillen gesagt wäre dass für den Kleinen entwicklungstechnisch wahrscheinlich sogar besser.
Das die KM kein Stück Kooperationsbereitschaft gezeigt hat, interessiert mittlerweile keinen mehr. MAn hat das Gefühl, mehr und mehr an Boden zu verlieren.
Am Ende darf man wohl noch froh sein, dass man die Möglichkeit bekommt der KM den Kleinen freiwillig zu geben.
Werden wir uns nicht einig, so befürchte ich weiter, dass meine jetzige Haltung: Er kann wechseln ab Schule - als Grund genommen wird, dass der Vater scheinbar einem Leben bei der
KM positiver gegenüber steht als umgekehrt und somit der Kleine zu ihr wechselt.

Trotz allem beste Grüße

David
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Bart
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« Antwort #29 am: 10. Mai 2010, 21:52:52 »

Hallo David,
beim Lesen bekomme ich den gleichen Eindruck.

Vater kann sich vorstellen das das Kind im Haushalt des anderen Elternteil lebt. Mutter kann sich das nicht vorstellen.
Also geht man den Weg des geringsten Widerstandes und forciert einen Wechsel zur Mutter.

Mensch, wach auf! Es gibt doch jede Menge Argumente warum der Kleine bei dir bleiben sollte. Das Hauptargument ist doch die Kontinuität. Außerdem mangelnde Bindungstoleranz bei der Mutter und und und.

Lass dir deine bisherigen Erfolge nicht Stück für Stück aus der Hand nehmen.

Gruß
Bart
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DeepThought
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« Antwort #30 am: 11. Mai 2010, 10:00:58 »

Moin,

du bist von der Angst getrieben, bei einer Blockadehaltung deinerseits das Kind zu verlieren. Ich kann das nachvollziehen.

Allerdings wirst du das Kind potenziell so oder so verlieren. Aufgrund der Entfernung wird der häufige Umgang runter gefahren. und plötzlich sind irgendwelche Termine wichtiger als der Umgang mit dir.

Du musst dich klar positionieren und das durchdrücken, was du für dein Kind als am Besten festlegst. Das ist deine Marschrichtung.

Mach dirch gerade, steh auf und formuliere deinen Willen.

DeepThought
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Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06 als "professionell anmutend".
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« Antwort #31 am: 11. Mai 2010, 21:54:54 »

Hallo und vielen Dank für eure Antworten.

Ihr habt recht, denn ich habe bei der ganzen Angelegenheit auch ein schlechtes Gefühl.
Wie schon geschrieben, bin ich eigentlich der Meinung, dass unser Sohn es in meinem Haushalt besser haben wird.
Gerade aufgrund des Verhaltens der Kindesmutter.

Aber wie gehe ich jetzt sinnvoll vor?

Ich habe ja einem Einigungsversuch beim Jugendamt zugestimmt. Verschrecke ich jetzt den Richter, wenn ich sage, aus
folgenden Gründen geht es nicht. Ich will eine Entscheidung?
Die Richterin hat klar betont, dass Sie ein Verfahren für den Kleinen nicht gut findet. Sie malte etwas den Teufel an die Wand
mit Befragung des Kleinen und Verfahrenspfleger, sowie langer Zeitdauer, gerade wenn es danach noch vor das OLG geht.

Oder stelle ich meine Forderungen im Gespräch, auf die die KM sicher nicht eingehen wird?
Mein Vorschlag sollte ungefähr wie folgt lauten:
Wechsel ca. Anfang 2012. Besuch Kindergarten dort. Bedingung: ABR bleibt bei mir, regelmäßige Beratung. Halbe Fahrten.
Halbe Ferien. Sommer 4 Wochen. Allerdings: Wie soll man sich gemeinsam beraten lassen, wenn der andere es nicht für notwendig hält?

Also was mache ich? Gleich Position beziehen, oder aufweisen, dass sich die Kindesmutter nicht auf meinen Vorschlag einlässt?

Vielen Dank für eure Mühen im Voraus.

Beste Grüße

David

PS: Man muss ja bedenken, sollte die KM sich auf meine Forderungen einlassen, so würden wir eine Elternvereinbarung unterschreiben.
Wenn die KM sich jetzt nicht entsprechend in der Zukunft verhält, könnte die Vereinbarung von mir gekippt werden. (z.B. Beratung kein Fortschritt o.ä.)
Wie wäre dann der Verlauf? Neues Verfahren? wieder ungewisse Monate?

Und was bedeutet die Sache mit einem Verfahrenspfleger? Ich habe nur soviel in Erfahrung bringen können, dass er als Anwalt des Kindes fungiert.
Was würde er hier für eine Rolle spielen? Besuche in beiden Haushalten etc. mit anschließender Stellungnahme ähnlich wie die Gutachterin?
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Bart
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« Antwort #32 am: 11. Mai 2010, 22:44:50 »

den Richter verschrecken? Na ich weiß nicht. ich glaub ein Richter oder Richterin erschreckt so leicht nichts, auch keinen Meinungswechsel eines Elternteils.

In groben Zügen würde ich argumentieren. Sohn bei Dir. KiGa und Schule in deiner Nähe. Optional Wechselmodell mit KM. Allerdings fändest du es sinnvoll wenn KM evtl ihren Wohnort dafür mehr in eure Nähe legen würde. Und dann die Gründe dafür ausführen. Grund ein natürlich Kindeswohl.

Das Szenario das dir die Richterin an die Wand gemalt hat halte ich für ein Säbelrasseln. Und selbst wenn der Gang zum  OLG nötig wird, darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an.

Gruß Bart

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« Antwort #33 am: 11. Mai 2010, 23:20:04 »

Moin,

zwei Punkte habe ich im Kopf:

1. Damals wurde das ABR Dir zugesprochen, da KM nach Oldenburg ging und Du so das Kind bis zum Abschluss des Referendariats bei Dir haben solltest
2. Kontinuität, Bindungstoleranz

Zu 1) Grundsätzlich sollte die Entscheidung, dass der Kleine bei Dir bleibt, ja nur "vorübergehend" sein. Diesbezüglich halte ich es für "fair", dass das ABR neu verhandelt wird. Das ist ja im Grunde genau das, was man sich bei solchen "vorübergehenden" Entscheidungen auch tatsächlich wünscht, dass eine einmalige Entscheidung nicht unumstößlich ist.

Zu 2) Aus Deinen Schilderungen - und nichts anderes haben wir ja hier zur Verfügung - verfügst Du über die höhere Bindungstoleranz und das Kind hat bei Dir ein verlässliches und stabiles gewachsenes Umfeld. Der Begriff "Kindeswohl" fällt mir hier ein und auch einen Schwenk zu meinem eigenen Kind mag man mir hier bitte gewähren: Mein Sohn hat mit drei Jahren den Wechsel des Umfeldes und der Kita wunderbar verkraftet. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass der dabei stabile Personenkreis, nämlich ICH und OMA ihm dabei geholfen haben. Mein Sohn war als Kleinkind ein "Ritualtierchen" und ist das mit Abstrichen auch heute mit 6,5 Jahren noch: Es gibt Dinge, die sich nicht ändern dürfen, damit sein kleiner Kosmos nicht durcheinander gerät. Daher finde ich, dass vermeidbare Veränderungen nicht nur aus "weil es eben mal besprochen war" durchgesetzt werden dürfen.

Eben da entsteht aber ein Konflikt: Theoretisch muss die Entscheidung neu gefasst werden, weil sonst vorübergehende oder befristete Lösungen von vornherein unsinnig sind, praktisch darf aber der "Anspruch auf Recht und Gleichberechtigung" nicht dazu führen, dass ein für ein Kind gutes und funktionierendes Lebensmodell gekippt wird. Daher wäre natürlich für das Kind optimal, wenn diese 60/40 Lösung weiter liefe, wenn auch spätestens zum Schulbeginn eine Lösung her muss (und die Zeit kommt schneller, als man denkt). Die Frage ist jetzt, ob die Kontinuität und Deine wohl größere Bindungstoleranz jetzt mehr wiegen dürfen, als das Recht der Mutter auf eine neue Entscheidung.

Für das Kind wäre wohl fraglos das beste, wenn es beides haben kann. Das kannst Du besser gewährleisten, weil es in Deinem Interesse ist. Ich würde daher auch den Fokus dahingehend verschieben, dass Du für die "Beibehaltung" der Situation plädierst, weil es "mehr Eltern" für das Kind bedeutet. Mein Gefühl kommt dem von Bart nahe: Du wirst das Kind verlieren, wenn Du zu sehr signalisierst, es zur Mutter ziehen zu lassen. Denn das ist für das Gericht die einfachste Entscheidung.

LBM
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« Antwort #34 am: 24. Mai 2010, 22:59:03 »

Hallo zusammen,

ich möchte mich nochmal für eure Unterstützung bedanken.
Morgen ist der Termin beim JA und ich habe in den vergangenen 2 Wochen
viel nachgedacht mit dem Ergebnis, eine klare Position formuliert zu haben.
Es wird für mich immer deutlicher, dass es nur zum Wohle des Kleinen sein kann,
wenn er seinen Lebensmittelpunkt weiterhin in meinem Haushalt hat.
Die KM zeigt sich nicht kooperativ, der Kleine kommt gut mit der jetzigen Situation klar
und ich wünsche mir für ihn als Vater, dass er bei mir bleibt, weil nur so auch ein maximaler
Umgang zu beiden Eltern gewährt ist.

Ich werde diese Ansicht morgen formulieren und fühle mich damit sehr gut.
Mal sehen, was morgen passiert. Ich werde dann mal berichten.

Bis dann

David
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« Antwort #35 am: 24. Mai 2010, 23:03:50 »

 thumbup thumbup thumbup
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« Antwort #36 am: 24. Mai 2010, 23:20:35 »

Ich schließe mich Deep an! Meine Daumen sind gedrückt und ich wünsche Dir alles Gute!!

LG LBM
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« Antwort #37 am: 25. Mai 2010, 17:16:28 »

Hallo zusammen,

kurze „längere“ Zusammenfassung des Gespräches beim Jugendamt.

Großes Fiasko!!!

Kurz vorweg:
Gleich nach der letzten Verhandlung hatte ich die KM telefonisch per E-Mail, SMS und Telefon gebeten, mir den Kindergarten in Hannover mitzuteilen, um mich mit der Materie auseinanderzusetzen.
Zunächst hat die KM nicht reagiert und mir einen Tag später am Telefon die Information nicht gegeben. Ich hätte mich schließlich damals bei der KiGa Anmeldung auch nicht fair verhalten.
Da war für mich die Sache eigentlich klar: Der Kleine muss bei mir bleiben, an problemlose Gespräche und Kooperation ist hier bei der KM nicht zu denken.
Nach dem Himmelfahrts- WE am Montag um 9Uhr die große Wende der KM. (eindeutiges Gespräch mit ihrem Anwalt). Habe dir Kindergarten per E-Mail zugesandt. Das Konzept folgt. Wenn Fragen, dann bitte an mich, immerhin habe ich wegen dir schon einmal einen KiGa Platz in Hannover verloren.
Zu diesem Zeitpunkt war für mich der Drops allerdings schon gelutscht.
Ich hatte dann am vergangen Freitag noch mal eine Beratungsstunde bei der JA Mitarbeiterin, die ganz am Anfang für uns zuständig war und die freiberuflich in Trennungssituationen mit Kindern etc. berät. Sie war mit dem Fall vertraut. Ich wollte mich mit ihrer Hilfe klarer positionieren und wir sprachen darüber, was ich denke, was meinem Sohn alles gefällt in seinem Leben und was er sich wohl für seine Eltern wünscht.
Dabei kam noch mal bestätigend heraus, dass sich der Kleine in der jetzigen Situation sehr wohl fühlt und das ich mir für ihn wünsche, dass es so bleibt. Viel Umgang mit beiden Eltern und Lebensmittelpunkt bei mir.

Mit euren guten Wünschen und gut vorbereitet ging ich nun heute in dieses Gespräch.
Zum Verlauf:

Es gab zunächst die Darstellung der KM:
-   Hälfte Ferien
-   Verlängerte WE für KV
-   Lebensmittelpunkt Hannover
-   ABR bei ihr
-   Zum Sommer Kindergarten in Hannover
-   Später Schule in Hannover

Des Weiteren:
-   Seit der Mediation gibt es keine Kommunikation mehr außerhalb
-   Terminabsprachen mit KV nicht möglich (KV will nur bei Beratung sprechen)
-   Übergaben am Bahnhof (Hatten wir eigentlich bei der Mediation abgemacht) findet sie nicht gut, der Kleine soll ihr auch mal sein Zimmer beim KV zeigen können und umgekehrt
-   Sie darf die Wohnung des KV nicht betreten, allerdings umgekehrt schon

Es folgte meine Darstellung:
Ich legte dar, was ich in den vergangenen 2 Jahren alles getan habe, dass die KM nicht kooperieren will, sie möchte keine weiteren regelmäßigen Beratungen etc.
Ich fühlte mich oft kontrolliert und hilflos etc.
Ich habe ständig auf die Notwendigkeit zur Einigung gedrängt, was abgelehnt wurde.
Ich habe in der Mediation einen Einigungsvorschlag gemacht, der abgelehnt wurde.
Ich habe die Hälfte der Fahrten übernommen, den Umgang auf 40% ausgedehnt, bin immer zur Mediation nach Hannover gefahren etc.

Ich habe die KM vor 2 Wochen auf den KiGa in Hannover angesprochen und erhielt keine Infos. Aus meiner Sicht ist jetzt Schluss. Aus Sicht des Kleinen kann ich sagen, dass er sich wohl fühlt. Er kommt mit der Situation gut klar. Er hat viel Umgang mit beiden Elternteilen.
Er hat Sicherheit im Alltag und bei den Übergaben. Ich wünsche mir für ihn, dass er seinen Lebensmittelpunkt in meinem Haushalt behält.

Allgemeines Schweigen.

Der Ja- Mitarbeiter beginnt:
Also wir sind ja hier, da wir die Aufgabe vom Gericht haben, dass jeder seinen Einigungsvorschlag definieren und anschließend vergleichen soll, um am Ende eine Lösung zu finden.
Sein Vorschlag: Wechselmodell: Die Richterin wies bereits darauf hin. Nach seinem Verständnis bedeutet dies einen regelmäßigen Wechsel.
Wie ist dieser zu vollziehen.
1.   Wöchentlicher Wechsel, schlecht, weil dann kein KIGA
2.   3,5 Tage bei KM und 3,5 Tage bei KV, bei KM (oder natürlich auch KV) im KIGA. Ferien hälftig

Mein Einwand: Ich möchte wie umgekehrt die KM den KiGa bei mir weiterhin.
Des Weiteren halte ich einen so kurzen Wechsel neben der doppelten Fahrbelastung für den Kleinen nicht so gut. Er hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er mit längeren Aufenthalten besser klar kommt. Außerdem möchte ich nicht nur WE´s oder nur Wochentage.

KM fand die Idee super, zumal wir immer nur davon sprachen, dass der Kleine dabei in Hannover in den KIGA gehen wird und zwar nach den Sommerferien.
Bedeutet für sie: Kleiner bei Ihr jede Woche, in 2 Jahren bei Einschulung ist der Drops dann geluscht und der Kleine komplett bei ihr. Super, ist ja eigentlich alles was sie wollte.

Es wurde gegenseitig argumentiert.
Der JA Mitarbeiter meinte, wir hängen in klassischen Positionen. Jeder denkt immer für die anderen: Bsp. Der KV hat beruflich keine Zeit, oder die KM könnte ihn doch von der Mutter des besten Freundes betreuen lassen etc.
Er wies darauf hin, wenn es geklärt ist, dann ist es Sache des betreuenden ET, wie er es gestaltet.

Es gab noch mal eine lange Diskussion, in der ich noch mal meinen Standpunkt versucht habe darzulegen, dass die KM bis jetzt eigentlich nicht kooperiert und dass es ohne Beratung nicht funktioniert.

Die Mediation hat immerhin klar gezeigt, dass die KM sich auf nichts festlegt und jetzt klar sagt, wir haben alles besprochen und wir brauchen keine Beratung.
Ich bin dabei auch sehr laut geworden, da ich hier die eigentliche Brisanz sehe.
Dinge wie eine einfache Kleiderliste waren nicht möglich.
Übergaben am Bahnhof will sie eigentlich nicht. Gespräche sind wie bereits dargelegt nicht möglich.
Die Argumente der KM waren, dass es irgendwann mal gut sei. Wir haben uns jetzt ein Jahr beraten lassen. Wir müssen über wesentliche Dinge sprechen. Der KV will ständig Beratung und braucht immer wieder Zeit. Wir haben hier eine klare Aufgabenstellung vom Gericht.

Der JA Mitarbeiter resümierte, dass der KV also zunächst Details wie Kleiderlisten besprechen möchte und dann das Wesentliche, die KM hingegen genau anders herum.

Es kam dabei auf die Übergaben am Bahnhof zu sprechen.
Der JA Mitarbeiter machte deutlich, dass er es für einen vierjährigen Jungen nicht gut finden würde, wenn die Übergaben am Bahnhof statt fänden. Es wäre schön, wenn wir dies eines Tages vor der Haustür schaffen würden.
Die KM blies natürlich ins gleiche Horn. Aber wenn der KV es so wünscht, dann fügt sie sich natürlich.
Der Mediator sprach da noch ganz anders.

Der JA Mitarbeiter wies noch mal darauf hin, dass die Richterin sich klar nach dem
2. Gutachten richten wird (Kind wegen höherem Zeitanteil zur Mutter).
Sie hält es nur für den Kleinen für besser, wenn man sich einigt.
Ich fragte, was mit der beanstandeten Kooperationsfähigkeit der KM wäre.
Er entgegnete, dass er das erste Urteil sowieso nicht verstanden habe. Das ABR klar auf einen Elternteil zu übertragen wäre eigentlich überflüssig gewesen, es hätte eine richterliche Anordnung über den vorübergehenden Aufenthalt des Kleinen genügt.
(Bedeutet für mich: Jetzt haben wir leider das Problem, dass wir hier einen sturen Vater sitzen haben, der das Kind nicht zu seiner Mutter lässt.)

Alles ging in die Richtung:
Ich kann verstehen, dass sie als Vater aufgrund ihrer Erfahrungen Bedenken haben, allerdings geht es hier um Wichtigeres.
Der Vater will offensichtlich Details klären und die KM will lieber erst den grundlegenden Aufenthalt klären.
Die KM zeigt sich gegenüber dem Wechselmodell auch weitaus kooperativer.
Der Vater ist derjenige, der auf den Kompromiss (halbe/halbe) nicht eingeht, weil er an der Kleinigkeit des Kindergartens festhält.

Auf einmal ist man der neurotische Vater, der sich wenig Kompromissbereit gibt, wenn es hart auf hart kommt.

Wie ich mich fühle, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Beste Grüße

David.
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« Antwort #38 am: 25. Mai 2010, 22:32:28 »

Nochmal kurz als Ergänzung:

Ich kann sagen, dass ich mich eindeutig vom Ja- Mitarbeiter unter Druck gesetzt fühlte.
Die Anzweiflung  des ABR Urteils oder auch die Aussage, die Richterin hat ihren Fahrplan schon geäußert, Kind zur Mutter.

Des Weiteren macht er quasi unsere Ergebnisse der Mediation zunichte.
Übergaben am Bahnhof für einen 4-jährigen? Finde ich nicht gut.
Dass das Ganze auf einer Entwicklung und einer gemeinsamen Lösungsfindung basiert, wurde völlig ignoriert.
Man hat da Gefühl, alles was existent ist und was funktioniert hat keinen Bestand mehr.
Man steht vor einem Trümmerhaufen und der MA vom JA hat einiges dazu beigetragen.

Ich soll mich morgen nochmal telefonisch bei ihm melden, falls es ggf. neue Ansichten gibt.
Ich würde ihm meine Gefühle über das Gespräch gerne mitteilen.

Grüße

David
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Bart
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« Antwort #39 am: 26. Mai 2010, 09:46:01 »

Hallo David,

tut mir wirklich leid das es so eine ungünstige Wendung genommen hat.

Für das Telefonat hab ich dir keinen konkreten Tipp.

Ich würde höchstens anbringen das scheinbar die Bedürfnisse der Mutter vor das Kindeswohl gestellt wurden.

Gruß
Bart
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« Antwort #40 am: 26. Mai 2010, 11:06:13 »

Hallo zusammen,

ich werde dem Mitarbeiter vom Jugendamt folgenden Brief senden:

Sehr geehrter Herr .....,

wie besprochen melde ich mich heute bei Ihnen und möchte gerne noch mal das gestrige Gespräch aus meiner Sicht schildern.

Mittlerweile liegt auch mir das Protokoll der letzten Verhandlung vom 10.05.2010 vor.
Demnach war eine Voraussetzung des gestrigen Gespräches die Erörterung eines Wechselmodells auf Basis der bisherigen Handhabung.
Wie wir gestern gemeinsam feststellten, war weder Frau B. (KM) noch mir diese Voraussetzung eines Wechselmodells - im wöchentlichen Wechsel - klar.

Insgesamt bin ich mit dem Verlauf des gestrigen Gespräches sehr unzufrieden.
Es wurden viele Dinge gesagt, die mit dem eigentlichen Thema und Auftrag nichts zu tun hatten. Leider hat man sich dazu hinreißen lassen. Ein objektives Gespräch über einen möglichen Lösungsansatz rückte nicht zuletzt auch durch die festen Standpunkte von Frau B. und mir in weite Ferne.

Eine Diskussion über ein mögliches Wechselmodell hätte neutral aus B.´s  Sicht (Kind) und ohne angenommene Ortsangaben besprochen werden müssen.
Mit dieser Betrachtung wären wir zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Wechselmodell im halbwöchentlichen Wechsel für B. nur sehr schlecht durchzuführen gewesen wäre.
B. würde die doppelte Zeit unterwegs sein. Er hätte sehr kurze Wechsel und er braucht Erfahrungsgemäß mindestens einen Tag um sich wieder einzugewöhnen und es hat sich gezeigt, dass B. die längeren Aufenthalte in den jeweiligen Haushalten besser bekommen. Er ist dann eindeutig zufriedener.

Der Gesprächsverlauf zeigte aus meiner Sicht ganz deutlich, dass ein gemeinsames Gespräch zwischen uns als Eltern nach wie vor nicht möglich ist.
Aus diesem Grund bin ich der Ansicht, dass wir lernen müssen miteinander zu reden.
Diese Möglichkeit sehe ich nur in einer langfristigen Beratung und in einem Kommunikationstraining. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ich mich von einer Kommunikation außerhalb einer Beratung distanziere. Diese Kommunikation fand bisher statt und dies soll auch in Zukunft so sein. In diesem Punkt wurde von mir ein falsches Bild deutlich.

Des Weiteren muss ich sagen, dass ich mich von Ihnen unter Druck gesetzt fühlte.
Ihre Äußerungen, die damalige ABR- Übertragung auf mich durch Herrn Richter G. nicht verstanden zu haben darf ja Ihre persönliche Meinung sein, aber in einem Gespräch mit zwei Eltern, die sich gerade in einem entsprechenden Verfahren befinden wirkt es auf mich schon als eine sehr einseitige Sicht. Immerhin darf man nicht vergessen, dass B. sich in der Zwischenzeit sehr gut entwickelt hat, und dass er bisher einen maximalen Umgang zu beiden Elternteilen hatte. Dies ist nicht zuletzt auch diesem Urteil zu verdanken.

Auch Ihre Äußerung über die aus Ihrer Sicht eigentlichen Absichten von Frau Richterin H., dass sie sich im Falle einer „Nicht- Einigung“ an das Ergänzungsgutachten halten würde, empfinde ich als Beeinflussung der Beteiligten und normalerweise erwarte ich das nicht von einem neutralen Vermittler.

Was ich als sehr bedauerlich empfinde, ist Ihre Einschätzung, dass sie für einen vierjährigen Jungen die Übergaben am Bahnhof nicht als empfehlenswert empfinden, und dass Sie sich wünschen würden, dass es eines Tages möglich ist, die Übergaben vor der Haustür zu vollziehen.
Diesen Wunsch habe ich auch, jedoch basiert die Entscheidung einer Übergabe am Bahnhof vor allem auf der Entwicklung und den Umständen der letzten zwei Jahre.
Frau B. ist überwiegend mit der Bahn gefahren. Aus diesem Grund gibt es die Übergaben am Bahnhof. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass Übergaben vor der Haustür eskalierten. Aus diesem Grund haben wir gemeinsam –auch auf Rat des Mediators- die Übergaben auf feste Orte festgelegt. Im Fall von Frau B. ist es der Bahnhof, da sie nach wie vor auch mit der Bahn fährt und B. diese Situation seit zwei Jahren kennt und gut damit zurecht kommt. B. stellt es nicht in Frage.
Leider empfinde ich Ihren Standpunkt und Ihre Äußerungen diesbezüglich als Abwertung der Ergebnisse, die wir in den vergangenen zwei Jahren und in der vergangenen Mediation geschaffen haben.
Es fühlt sich für mich so an, dass alles bisherige in Frage gestellt wird, was mittlerweile gut funktioniert und womit B. sehr gut zurecht kommt.
Zustände und Abmachungen die zwischen Frau B. und mir zu B.´s Wohl getroffen wurden, werden durch solche Bewertungen völlig nichtig.

Ich kann aus meiner Sicht nur sagen, dass ich mich nach wie vor für einen maximalen Umgang (auch über die Kindergartenzeit hinaus) einsetzen werde und bereits eingesetzt habe, denn das sehe ich als eigentlichen Wunsch B.`s.
In welchem Haushalt B. lebt ist ihm nicht wichtig, aber der intensive Kontakt zu beiden Eltern.
Leider können wir als Eltern nach wie vor in wichtigen Angelegenheiten nicht miteinander reden. Ich hoffe, dass auch Frau B. eines Tages diese Notwendigkeit erkennt.
Ich werde mich auf jeden Fall, jetzt wie auch in Zukunft, für einen Lernprozess einsetzen, in dem wir lernen miteinander konstruktiv zu kommunizieren.

Mit freundlichem Gruß
« Letzte Änderung: 26. Mai 2010, 11:26:55 von Beppo » Gespeichert
DavidOL77
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« Antwort #41 am: 26. Mai 2010, 19:55:13 »

Übrigens Bart,

vielen Dank für die Antwort!

Ich habe nochmal mit meiner vorherigen JA- Mitarbeiterin Kontakt aufgenommen.
Sie zeigte nochmal die Möglichkeit auf, dass man sich im Falle eines parteilichen oder überforderten JA- Mitarbeiters
schriftlich oder mündlich an die Leitung des sozialen Dienstes wenden kann und um ein erneutes Gespräch mit der Leitung
bitten kann.
Des weiteren weist sie aber nochmal daruaf hin, dass mein eigenes Handeln klar und nachvollziehbar für mich und meinen Sohn bleibt.
Sie sieht es grundsätzlich nicht als schlimm an, dass man einer anderen Meinung als der JA Mitarbeiter ist und sich klar positioniert.
Wenn man sich positioniert ist man anfangs natürlich unsicher, da man ja auch nun andere Reaktionen aus dem Umfeld erhält.

Ihr Rat: Neuen Verhaltensweisen darf man auch mal ein wenig Genuss abgewinnen.

Gleichzeitig weist sie nochmal auf Herrn Wolfgang Flodman vom Winnicott Institut in Hannover hin, der auf dem Fachkongress
"Trennung und Scheidung" (veranstaltet vom www.kinderschutzzentren.org im Mai 2010) davon berichtet,
dass sie in deren Institut Eltern mittlerweile vom Wechselmodell spätestens ab der Schule abraten, da es den Kindern aus psychoanalytischer Sicht
damit nicht gut geht, bzw. regelrechte Störungen nach sich zieht.


Auch führte ich heute nochmal ein Gespräch mit dem JA Mitarbeiter, der nochmal darauf hinwies, dass wir in sofern mit unterschiedlichen Voraussetzungen
in dieses Elterngespräch gegangen wären, dass eine Grundvoraussetzung gewesen wäre, dass der Kindesvater mit einem Wechsel nach Hannover
grundsätzlich einverstanden wäre. Dies habe ich allerdings so nicht in der Verhandlung signalisiert.
Ich bin zwar gefragt worden, ob ich es mir vorstellen könne und habe dies nicht verneint. Es mußten dafür ja nur bestimmte Grundvoraussetzungen
geschaffen sein, die ja leider nicht geschaffen wurden. Z.B. ein weiterer Beratungswille der Kindesmutter.

Beste Grüße

David

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« Antwort #42 am: 26. Mai 2010, 20:29:31 »

Moin David,

ich hätte einen grundsätzlichen Vorschlag: Punkte wie "Kleiderliste" oder vor allem die Kindesübergaben haben - zumindest für einen externen Berater - durchaus den Geschmack von kleinlicher Rechthaberei. Ich an Deiner Stelle würde bei so etwas einfach nachgeben; dabei vergibst Du Dir doch nichts. Und was soll passieren, wenn Deine Ex sieht, wie Euer Kurzer wohnt? Diese Viertel -oder halbe Stunde in Deiner Wohnung kostet Dich nicht mehr als ein bisschen Selbstbeherrschung, aber Du nimmst ihr damit viel Wind aus den Segeln und schaffst mit einer Tasse Kaffee zudem den Rahmen für eine erwachsene und lockere Gesprächsatmosphäre. Deine persönlichen Befindlichkeiten müssen für diese (kurze) Zeit eben mal ruhen. Eine Kindesübergabe am Bahnhof, vergleichbar einem Postpaket, ist wirklich nicht prickelnd, auch für Euer Kind nicht - schon gar nicht in der kalten Jahreszeit. Und Du zeigst damit Kooperationsbereitschaft zum Wohle des Kindes. Denn auch das hat bereits feine Antennen für die Stimmung zwischen Euch.

Bei Eurer derzeitigen Nicht-Kooperationsbereitschaft kann man die gerichtliche Umgangsregelung schon riechen. Und die muss nicht zu Deinen Gunsten ausgehen. Wo genau liegt der Vorteil beim Beharren auf einem sturen "Die KM darf nicht einmal in die Nähe meiner Haustür kommen - und schon gar nicht durchgehen!"?

Grüssles
Martin
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« Antwort #43 am: 26. Mai 2010, 21:07:21 »

Hallo David,

auch ich habe ein ähnliches Empfinden wie Brille bei Deiner Schilderung. Imo unnötiges Gezanke um Kleinigkeiten.

Beiß´ Dir auf die Zunge.

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« Antwort #44 am: 26. Juni 2010, 11:40:15 »

Hallo zusammen!

zur aktuellen Entwicklung in unserem Fall:

Es ist kurzfristig eine Verfahrenspflegerin bestellt worden.
Aufgrund der Ferien in unserem Bundesland, die am Do. begannen und
den verlängerten Wochenenden bei der KM, welches vor den Ferien statt fand,
ist der Kleine bereits seit einer Woche bei der KM. (Mal schnell aus 6 Wochen Ferien 7 Wochen gemacht)

Die Verfahrenspflegerin war gestern bereits dort. Sie möchte in der kommenden
Woche zu uns, somit haben wir die Zeit des Kleinen in den Ferien bei uns verlegt.
Er wäre normal genau in der Mitte für eine Woche bei uns gewesen. Jetzt wird diese Planung
leider völlig ungünstig zerissen.

Ich habe gerade von der KM erfahren, dass die VPfl. eine Übergabe sehen möchte. Normal hätte ich den Kleinen
morgen geholt, jetzt bringt die KM ihn mit der Bahn zu uns. Übergabe am Bahnhof.
Ich bin gespannt, wie sich der Kleine verhalten wird. Ich werde jedenfalls nichts anders machen, als sonst.
Am kommenden Mittwoch ist die VPfl. dann bei uns.

Kennt sich jemand von euch damit aus? Ich habe schon viel darüber gelesen, aber wenn man hier in den
Foren schaut, so scheint dies nicht oft praktiziert zu werden.
Ich werde dann berichten.

Beste Grüße

David

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« Antwort #45 am: 09. August 2010, 20:04:56 »

Hallo zusammen,

es ist seit der Bestellung der Verfahrenspflegerin einige Zeit vergangen und ich möchte euch nochmal kurz berichten.

Die Übergabe, welche die Vpfl. sehen wollte verlief gut. Die KM kam mit dem KLeinen am Bhf. an
und er ist direkt auf mich zu gerannt.
Drei Tage später war die V.Pfl. dann bei uns. Verlief einigermaßen.
Wie haben gefühlt am Ende soviel über Hannover (den Wohnort der KM) gesprochen, dass ich
später nicht mal mehr wußte, ob ich eigentlich deutlich gemacht habe, dass der Kleine bei mir bleiben soll
(dass ich den Wunsch habe).
Sie fragte mich "ganz hinterlistig", welche Umstände und Bedingungen ich mir wünschen würde,
wenn der Fall eintritt, dass der Kleine wechseln muss. Da bleibt einem nicht viel Spielraum zum antworten.
Man kann ja nicht sagen, diesen Fall wird es nicht geben.
Naja und so entwickelte sich das Gespräch weiter.
Nach dem Gespräch war ich so aufgewühlt, dass ich die V.pfl. nochmal anrief um sie zu fragen,
ob eigentlich rüberkam, dass ich mir wünsche, dass der Kleine bleibt. Sie hat es dann nochmal bestätigt, dass sie es schon verstanden hat.

Mitlerweile ist einige Zeit vergangen und die Stellungnahme der V.pfl. ist eingetroffen.
Demnach gibt auch sie keine Empfehlung. Sie sagt nur, wenn ein Wechsel statt findet, dann spätestens ein Jahr, bevor
die Schule beginnt. Diesbzgl. gibt sie der KM recht, dass diese sich auch einen baldigen Wechsel wünscht, damit der Kleine
sich im Kiga integrieren kann und somit einen besseren Start in die Schule erhält.
Des Weiteren wird mir unterstellt, ich würde jetzt Forderungen stellen (regelmäßige Beratung), dessen Einhaltung schwer zu bewerten
wäre, um somit einen Wechsel zu verhindern.
Diese Forderung stelle ich allerdings schon seit das Verfahren läuft. Hier liegt der deutliche Nachteil, wenn sich zuvor Unbeteiligte
in ein Verfahren einarbeiten müssen und man selbst im persönlichen Gespräch immer wieder Probleme hat, seinen Standpunkt
deutlich zu formulieren. Ich bin da immer so schwammig.

Mittlerweile sind die Ferien bei uns vorbei und der Alltag ist zurück.
Heute war der Anhörungstermin unseres Sohnes vor Gericht. Ich bin mit ihm hingefahren und habe mich eine halbe Std. vorher mit
der V.Pfl. getroffen, damit man nochmal kurz "warm" wird bevor die Anhörung beginnt.
Der Kleine hat das Ganze echt toll gemacht.
Zum einen bin ich richtig stolz auf den Kleinen und zum anderen beschämt, dass der kleine Mann sich mittlerweile persönlich
äußern muss, da seine Eltern sich nicht einigen können.
Es gab im Amtsgericht ein Spielzimmer und es war ganz locker. Nach einer halben Std. kam die Richterin und ich bin dann mal "aufs Klo".
Die Befragung dauerte ca. eine  viertel Std.
Vor der Tür konnte man leider immer nur ein paar Wortfetzen aufschnappen, aber es wurde schon deutlich, dass der Kleine intensiv
befragt wurde und auch redseelig antwortete.
Anschließend bekam er dann noch ein kleines Pixi von der Richterin geschenkt.
Seinem Verhalten nach zu urteilen, hat er es ganz gut überstanden und es auch nicht in Frage gestellt.

Ich habe dann anschließend gefragt, worüber sie so gesprochen haben und er erzählte, dass er zwei Freunde hat: einen bei Mama
und einen bei Papa. Es gab Fragen zum KiGa, jedoch nicht zur Schule, welche in zwei Jahren beginnen würde.

Ich denke es wurde deutlich, dass er sich bei beiden Eltern wohl fühlt und dass er mit der Situation gut zurecht kommt.

Am kommenden Montag ist dann die Verhandlung. Mal sehen, wie die Richterin den Fall sieht.

Beste Grüße

David



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« Antwort #46 am: 09. August 2010, 20:15:35 »

David,

ich drücke Dir alle Daumen.

LBM
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über den eigenen Schatten
gelingt leichter,
wenn wir ihn für jemanden wagen,
der Licht in unser Leben bringt.

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« Antwort #47 am: 09. August 2010, 20:25:47 »

Hallo LBM,

vielen Dank!!
 

David
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« Antwort #48 am: 11. August 2010, 21:35:37 »

Hallo David,

von mir auch. Ich wünsch Dir das es diesmal endlich klappt !!!!

Gruß
Bart
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« Antwort #49 am: 13. August 2010, 10:08:15 »

Hallo Bart,

vielen Dank!

Ich war gerade beim Arzt, um mir für Montag ein Beruhigungsmittel zu besorgen...

Übrigens habe ich gestern das Protokoll der Befragung unseres Kleinen durch die Richterin erhalten.
Demnach hatte er keine Probleme mit der Befragung.
Auf die Frage: "Hast du gerne zwei Zuhause?" sagte er :"muss ich erstmal überlegen."
Ansonsten berichtete er vom Tagesablauf bei Papa und Mama.
Bei Papa Frühstücken, dann zu Oma, dann KiGa, dann holt Papa ihn wieder.
Bei Mama frühstücken und dann "schön spielen".
Er berichtete vom KiGa und das er eine neue Erzieherin hat.
Er hat zwei Freunde, einen bei Mama und einen bei Papa.
Er sagte auch, er habe keine Probleme mit den langen Fahrten.
Papa bringt ihn immer mit dem Auto, Mama mit der Bahn. Er fährt aber lieber mit dem Auto.
Papa sagt ihm immer vorher, wenn er zu Mama gebracht wird.

Die Frage nach einer Aufenthaltspräferenz wurde ihm bewusst nicht gestellt.

Beste Grüße

David
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