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vatersein.de - Forum 25. Mai 2012, 04:40:57 *
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Autor Thema: "Leben" im freien Fall...  (Gelesen 9814 mal)
Lausebackesmama
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Nichtabsteiger 2011/12


« Antwort #25 am: 13. Dezember 2009, 16:41:47 »

Hallo Markus,

wenn Du den Versuch nicht machst, kannst Du auch nicht herausfinden, woran Du bist. Wenn Deine Ex ihm einredet, Du hast eh kein Interesse an ihm, dann festigt sich dieser Gedanke mit jedem Tag, an dem Du Dich nicht meldest. Ich würde es probieren und selbst wenn er Dich ablehnt, würde ich es in gewissen Abständen immer und immer wieder versuchen.

Das was dann bleibt, selbst wenn er Dich ablehnt, ist die Gewissheit, dass DU ihn scheinbar doch nicht ablehnst und aufgibst..

Also, wie Milan schon schrieb: SchülerVZ, Facebook, Wer-kennt-wen, MSN, ICQ, Skype abklappern und dann einfach probieren.

LG LBM
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über den eigenen Schatten
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wenn wir ihn für jemanden wagen,
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(Ernst Ferstl)
freifall
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Darf ich mich vorstellen... ich bin "Woodstock"


« Antwort #26 am: 13. Dezember 2009, 16:58:27 »

Hallo LBM,

genau diese offensive Art und Weise habe ich in den letzten Jahren gemieden, weil ich nicht wusste was "richtig" oder "falsch" ist. Vermutlich gibt's kein Richig und kein Falsch!
Richtig ist auf jeden Fall, dass, wenn ich es nicht versucher heraus zu finden, ich nicht weiss woran ich bin!! Da kann ich Euch nur zustimmen!!

Denkt Ihr, dass es (mit 14) in einem Alter ist damit umgehen zu können (im weitesten Sinne)?

Gruß

Markus
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Lausebackesmama
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Nichtabsteiger 2011/12


« Antwort #27 am: 13. Dezember 2009, 17:20:20 »

Hallo,

Du, das ist wie ins Blaue schießen. Wir wissen ja nichts über den Entwicklungsstand Deines Sohnes. Ich denke nur, jeder Mensch will seine Ursprünge kennen. Er ist nun auch in der Pubertät, das sorgt bestimmt auch mal für Kämpfe mit Mutti, vielleicht wäre er über einen auftauchenden Vater auch total froh. Natürlich musst Du damit rechnen, dass er auch negativ reagieren kann, Marke "verpi** Dich! Du warst jahrelang nicht da, jetzt brauch ich Dich auch nicht mehr!" Aber - da musst DU durch. Und darfst Dich nicht gleich vertreiben lassen. Sonst ist er ja nur überzeugt darin, dass es richtig war, Dich in die Wüste zu schicken.

Aufgeben würde ich erst, wenn er Dir langfristig und immer wieder klar macht, dass er Dich nicht sehen will.

Und so lange musst Du eben um ihn werben und Dich bemühen. Versetz Dich in ihn, versuch zu sehen, was er sieht. Überlege Dir, was er gehört und erzählt bekommen haben könnte. Überlege Dir, was passieren muss, damit er merkt, er hat die Chance, sich ein eigenes Bild zu machen.

Das ist natürlich nicht einfach. Aber ein bißchen Kampfesgeist und Mühegebenwollen sollte er bei Dir sehen.

LBM
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oldie
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Bonnie 2


« Antwort #28 am: 13. Dezember 2009, 17:35:53 »

Hi

Überlege Dir, was er gehört und erzählt bekommen haben könnte. Überlege Dir, was passieren muss, damit er merkt, er hat die Chance, sich ein eigenes Bild zu machen.
Ganz genau. Er muss erfahren, dass er eine ehrliche unvoreingenommene selbstbestimmte Chance hat. Das heisst aber auch für Dich, seine Mutter ist für Dich tabu als Gesprächsstoff - jedoch nicht für ihn. Verstehst Du den Unterschied?
Der Junge ist 14. Unabhängig seines Entwicklungsstandes ist das Thema Partnerschaft, Ehe und Scheidung etc. nicht fremd für ihn. Und er weiss auch ganz genau die Bedeutung des Begriffes "Eltern". Davon bist Du ein Teil, nicht mehr und nicht weniger.
Also verhalte Dich auch so.

Sehe es selber als Chance, etwas zu tun, etwas wieder entstehen zu lassen. Denn mehr ist es nicht, aber es lohnt sich.

Gruss oldie
« Letzte Änderung: 13. Dezember 2009, 17:38:43 von oldie » Gespeichert

Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
brille007
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« Antwort #29 am: 13. Dezember 2009, 17:42:36 »

@ Markus,

in Ergänzung zu den Ausführungen von LBM: Nur wer nichts tut, macht keine Fehler. Sofern man vernachlässigt, dass auch das Nichtstun an sich ein kapitaler Fehler sein kann...

Du bist der Ältere von Euch beiden; Du hast mehr Lebenserfahrung. Auch Väter mit "normalem" Kontakt und Umgang zu ihren Kindern haben kein wie auch immer geartetes Recht, beim ersten Widerspruch der Kinder mit einem entsetzten "Huch!" den Kopf ein- und sich in eine Höhle zurückzuziehen.

Ein fortlaufendes "es könnte ja aber passieren, dass..." ist jedenfalls keine Rechtfertigung dafür, sicherheitshalber und jahrelang einen Zustand zu beklagen, zu dessen Veränderung man selbst nichts beiträgt; das ist im Zweifelsfall nicht mehr als heisse Luft.

Grüssles
Martin
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     Der einzige Mensch, den man ändern kann, ist der, den man heute morgen geduscht und angezogen hat
Milan
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« Antwort #30 am: 13. Dezember 2009, 18:04:13 »

Moin!
Zitat
genau diese offensive Art und Weise habe ich in den letzten Jahren gemieden, weil ich nicht wusste was "richtig" oder "falsch" ist.
Richtig oder falsch gibt es da nicht. Jedoch solltst Du jetzt mal feststellen, dass Dich die "Taktik" der letzten Jahre nicht weiter gebracht hat. Also isses an der Zeit mal was anderes auszuprobieren. Und ausserdem finde ich das nicht "offensiv" sondern einfach nur "aktiv". Offensiv hat sowas kämpferisches. Es geht hier nicht um Kampf.

Es geht hier darum, dass Du Deinem Sohn ein Angebot machst. Nämlich das Angebot wieder einen Kontakt zu seinem Vater aufzubauen. Und dabei würd ich gar nicht so sehr auf seine erste Reaktion schielen. Es ginge mir viel mehr darum in mehreren Schritten wieder ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen.

Der erste Schritt muss dafür Dein Angebot sein. Von einem 14jährigen kannste nicht erwarten, dass er das selbst anleiert. Dafür ist er zu vielen anderen Einflüssen ausgesetzt. Aber wenn er erstmal weiss, dass er könnte wenn er wollte ... dann hast Du ihm sein Leben schon mal ne ganze Ecke leichter gemacht.

Mach´s doch auch für Dich schrittweise. Versuch doch erstmal, ob Du ihn irgendwo im WWW findest. Musst ihn ja nicht gleich anmailen. Erstmal finden. Dann sehen wir weiter.

Greetz,
Milan
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« Antwort #31 am: 13. Dezember 2009, 20:47:56 »

hallo freifall,

ich kann die eines versichern, dein sohn war 11 jahre alt, als du entsorgst wurdest.
in diesem alter , weiss er, wer sein papa ist.

und wenn du, dich nicht, wie ein a......loch ihm gegenüber verhalten hast, dann sei dir 100% sicher, er liebt dich und braucht dich.

kämpfe um deinen jungen!!!!!

lg
noah
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Horschti
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« Antwort #32 am: 15. Dezember 2009, 16:47:08 »

Moin ff,

hatte bis heute keinen Zugan zum internet. Ist ja ´ne Menge Lesestoff in Deinen Thread aufgelaufen...

Ich versuche mich mal kurz zu fassen.

Zum Thema Gemütszustand:

Wenn ich das so überblicke, was Du hier so geschrieben hast (was sehr schwer ist), dann kann ich bei Dir eigentlich eine durchgreifende Selbsterkenntnis sehen. So platt es sich anhört - das ist die wichtigste Voraussetzung seine Probleme anzugehen - sie als solch zu erkennen.

Dein Haupaugenmerk scheint darauf zu liegen, den Nutzen bzw. das Motiv der notwendigen Veränderungen in Frage zu stellen. Du schaffst damit die Begründung für Dich, Therapien, Hilfestellungen, Kontakt zu anderen Menschen (Freunden) etc. nicht oder nicht ernsthaft zu nutzen. Geschieht es aus Angst - aus Schwäche - aus Bequemlichkeit - gar aus Selbstherlichkeit? Ich weiß es nicht. Du vielleicht?

Wenn Du irgendwann noch einmal an Deinen Sohn herankommen willst, erscheint mir eine gefestigte Persönlichkeit die Grundvorausstzung dafür zu sein. Speziell Dein Suchtverhalten steht Dir nachhaltig im Weg. Stell Dir vor, Dein Sohn kommt irgendwann auf Dich zu und erlebt Dich so wie Du Deine gegenwärtige Situation beschreibt? - Soll er von Schuldgefühlen getrieben ein Mitleidsverhältnis zu Dir aufbauen?

Zum Thema Motto:

Traust Du Dich in die Nähe Deines Sohnen? Weißt Du wie er jetzt aussieht? Besteht die Möglichkeit, ihn auf der Straße einfach mal anzusprechen, wenn er alleine ist? Hast Du das in letzter Zeit einmal versucht?

So, morgen mehr, wenn Du interesse hast.

Schonen Feierabend und Gruß

Holger
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Darf ich mich vorstellen... ich bin "Woodstock"


« Antwort #33 am: 15. Dezember 2009, 19:36:00 »

Hallo @ all,

(...) Denkt Ihr, dass er (mit 14) in einem Alter ist damit umgehen zu können (im weitesten Sinne)?
Gruß
Markus

Danke für Eure Einlassungen – Ihr habt mich dahingehend bestärkt dass ich endlich weiß, dass ICH was tun kann und "darf"!!
Jetzt geht es mir wirklich besser (!), denn ich weiß auch, dass es nun an mir liegt (wieder) auf ihn zu zugehen, und ich kann das! Weil ich den Wunsch, den Willen und das dringende Bedürfnis habe ihn wieder zu sehen- und Kontakt zu ihm haben zu wollen und diesen zu pflegen!

So sehr ich den Kontakt auch möchte – Nichts desto Trotz bin ich mir auch dessen bewusst, dass die Euphorie "hinten an stehen muss", und dass Sensibilität gefragt ist. Dazu würde ich mir wünschen, dass Ihr mir dahingehend noch ein wenig bei steht:
Mir wurden mögliche Wege aufgezeigt, z.B. über das WWW.
Wie/was denkt Ihr über eine persönliche Kontaktaufnahme, z.B. nach Schulunterricht auf ihn (vor seiner Schule) zu "warten"…?
Währe er mit dieser plötzlichen Konfrontation ggfls. überfordert? Könnte dieses für ihn eine unangenehme Situation (Scham, Pein, …) vor seinen Klassenkammeraden sein? …?

Gruß

Markus
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« Antwort #34 am: 15. Dezember 2009, 20:00:44 »

Hi Markus,

erst mal Glückwunsch zu deinem Entschluss

Ich denke schon das er überfordert sein wird, allerdings ja nicht unbedingt negativ.
Vor seinen Kollegen würde ich persönlich es nicht machen, denn in diesem Alter wollen sie cool sein.
Habe selber einen 13 jährigen Sohn, und die wissen genau was los ist.

Würde ihn ein wenig beobachten, dann abwarten bis er alleine ist.

Vielleicht sagst du ihm dann einfach, nur kurz wie sehr du ihn vermisst hast, und gibst ihm deine Handynummer, oder so ähnlich.....

Schwierige Situation, aber du schaffst das thumbup

Wenn er , dann auf dich zukommt, dann würde ich, vielleicht auch mal mit den Lehrern sprechen, ihr habt ja das gemeinsame Sorgerecht.

viele Grüße

Noah
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« Antwort #35 am: 17. Dezember 2009, 09:34:54 »

Moin Markus,

ich würde erst mal nur in seine Nähe gehen und mal schauen, wie er so aussieht und was er macht. Wann er wo ist und wann es am günstigsten ist, auf ihn zuzugehen.
Weißt Du in welche  Schule und in welche Klasse er gegenwärtig geht. Vielleich kannst Du aus der Internetseite der Schule seinen Stundenplan herausbekommen, damit Du nicht umsonst in der Nähe seiner Schule herumlungern musst.

Gestalte einen Kontakt so, als wenn Du ihm zufällig über den Weg laufen würdest, wenn er alleine unterwegs ist. Leg dir am besten ein paar Worte zurecht und vermeide Tränen und Vorwürfe.

Ja - schlau dahergeredet, was? Ich weiß auch nicht, wie es am besten wäre. Überfordere Euch nicht gleich am Anfang. Wenn er so von der KM geprägt ist, wie Du schreibst, könnte er evtl. denken, etwas Verbotenes zu tun.
Verbotene Sachen haben aber auch ihren Reiz...

Schön, dass Du langsam in die Gänge kommst. Lass Dich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen. Betrachte es nicht als Deinen letzten Versuch. Vielleicht bringt ein Hallo von ihm auch Deine Gemütskurve in Richtung Anstieg...

Gruß und alles Gute

Holger
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minna289
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es wird heller, versprochen!


« Antwort #36 am: 17. Dezember 2009, 10:38:28 »

hallo lieber ff,

ich wünsche dir das alles gut wird und du den mut dazu findest und dein vorhaben umsetzt.

wir sind hier alle bei dir wenns soweit ist.

es gibt nichts gutes ausser man tut es  und  thumbup

minna
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Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht werfen selbst Zwerge lange Schatten...
freifall
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Darf ich mich vorstellen... ich bin "Woodstock"


« Antwort #37 am: 17. Dezember 2009, 12:59:16 »

Hallo,

@ ALL
Erst mal vielen Dank für Eure Anteilnahme und Euren Zuspruch!

So sind WIR halt – UNS sind die Menschen mit ihren spezifischen Nöten und Ängsten nicht egal, obgleich wir selbst, mitunter extrem, belastet sind…
Umso mehr weiß ich die Einbringung eines Jeden zu schätzen und zu respektieren!
 
Diese Aufmerksamkeit hätte man sich auch gerne mal aus seinem unmittelbaren Umfeld erhofft und gewünscht. Aber wenn man erstmal mit dem Rücken an der Wand steht, dann kann man sehen wo man bleibt… Ach, wenn ich weiter darüber nach denke, kann ich einfach nur kotzen… - dazu fällt mir nur eins noch ein (frei nach Kurt Cobain):
"Ihr lacht über mich, weil ich anders bin. Ich lache über Euch, weil Ihr alle gleich seid!"


So, Ihr lieben:

Ich habe das www durch stöbert, leider erfolglos.
Meine werte Frau Mutter hat mir vor einiger Zeit mal gesagt, dass sie ihn zu einer gewissen Tageszeit mehrfach an einer Bushaltestelle (in Schulnähe) gesehen hat.
Darauf hin habe ich mich gestern nachmittag in der Nähe der Bushaltestelle platziert, und abgewartet. Leider auch vergebens.

Gut, das sind für mich keine "Rückschläge" – ich freue mich über meine Kraft, das nun überhaupt so angehen zu können!

Ich habe mich mit all Euren Ratschlägen wirklich eingehend und ernsthaft auseinander gesetzt, und bin Euch sehr dankbar dafür…!! Alles was Ihr aufgeführt und auch erklärt habt ist für mich voll nachvollziehbar. Das werde ich auch genau SO umsetzen!

Momentan bin ich emotional (noch) nicht stabil, aber dennoch derart gefestigt, dass ich weiß keine Wunder erwarten zu dürfen.
Und ich weiß vor allem (jetzt auch), dass ich ihm nicht die Ohren voll jammern darf – denn, er kann nun mal gar nichts dafür, dass ich kein Kontakt zu ihm haben konnte; und er kann auch nichts dafür, dass er keinen Kontakt zu mir haben durfte…!

… und es geht mir auch noch besser dabei, zu wissen, dass es Euch hier gibt!

Gruß

Markus
« Letzte Änderung: 17. Dezember 2009, 13:08:21 von freifall » Gespeichert

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« Antwort #38 am: 17. Dezember 2009, 16:41:19 »

Hallo freifall,
deine Geschichte berührt mich sehr, dabei stehe ich erst am Anfang der Trennung, nur habe ich auch eine Tochter 10j und einen Sohn 5j alt. Ich kann Dir im Prinzip nur sagen das es nie zu spät ist!!! Die Idee im etwas über das www zu schreiben finde ich gut, so hat er Zeit über das geschriebene Nachzudenken. Eine plötzliche Konfrontation vor der Schule z.B. würde ihn vielleicht nur überfordern, obwohl es sicherlich ein Versuch allemal wert wäre!!!
Mir fällt da gerade StayFriends ein, hast Du dort mal nach der Schule/Schüler geforscht?

Gruß
Michael
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Darf ich mich vorstellen... ich bin "Woodstock"


« Antwort #39 am: 18. Dezember 2009, 18:31:56 »

Hallo,

Mir fällt da gerade StayFriends ein, hast Du dort mal nach der Schule/Schüler geforscht?

Im Bezug auf das Wissen über die Existenz dieser ganzen "Freundschafts-Communitys" lebe ich ein wenig hinter'm Mond...
War ne gute Idee von Dir, habe ich dann auch gestern mal gemacht - leider auch ohne Erfolg.

Gruß

Markus
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« Antwort #40 am: 18. Dezember 2009, 20:51:52 »

Hallo Markus,
in den meisten Schulen gibt es sog. Vertrauenslehrer, vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit etwas über ihn herauszufinden.

Du bist sorgeberechtigter Vater!!!!!

Wenn man etwas will findet man Wege, wenn man etwas nicht will findet man Gründe.

Du wirst einen Weg zu ihm finden.

gruß

Noah
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« Antwort #41 am: 18. Dezember 2009, 21:37:25 »

Moin Markus!

zwar kann ich Deine Angst gut verstehen, aber versuch es mal durch eine objektive Brille zu sehen. Dann stellst Du fest, dass es gar keinen Grund zur Angst gibt. Ein Vater nimmt wieder Kontakt zu seinem Sohn auf. Gibt es etwas schöneres?

Zitat
Gestalte einen Kontakt so, als wenn Du ihm zufällig über den Weg laufen würdest, wenn er alleine unterwegs ist. Leg dir am besten ein paar Worte zurecht und vermeide Tränen und Vorwürfe.
Sehe ich genauso. Tu doch so, als wärest Du gerade sehr eilig auf dem Weg zum Bus und rennst ihn dabei -zufällig- fast um. Sagst ihm 2 oder 3 nette Worte und musst dann schnell weiter. Bus nicht verpassen. Natürlich schiebst Du ihm noch schnell ne Karte von Dir mit Deinen Nummern in die Hand ... und weg biste.
 

Und ich würde nicht auf seine ersten Reaktionen schielen. Die können so oder so sein. Er wird anfangs eher aufgeregt und unsicher sein. Wir alten Säcke wissen nur zu gut, dass man in Aufregung und Unsicherheit oft nicht unbedingt das sagt, was man wirklich denkt. Also bewerte ihn nicht und "erlaube" ihm sich so zu geben, wie die Situation es in diesem Moment für ihn zulässt.

Wenn Ihr mal wieder mehr Kontakt hattet, vielleicht ein paar Mails oder Telefonate oder Treffen, DANN wirst Du sehen, wie er wirklich drauf ist. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es überhaupt einen Jungen gibt, der nicht gerne Kontakt zu seinem Vater hätte. Besonders in diesem Alter. Aber der Anfang ist natürlich immer am schwersten...

Greetz,
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« Antwort #42 am: 18. Dezember 2009, 21:55:00 »

in den meisten Schulen gibt es sog. Vertrauenslehrer (...)
Ich falle steif hinten rüber - danke noah - auch die Vertrauenslehrer gibt's an seiner Schule (mein Sohn ist auf einer Gemeinschaftsschule)!!
Darauf bin/währe ich NIEMALS gekommen!!
Das ist ein super guter Ansatz...!! den ich sofort am kommenden Montag (vor den Schulfereien in NRW) verfolgen werde!!!

Gruß

Markus
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« Antwort #43 am: 18. Dezember 2009, 22:02:08 »

In Schule anrufen (Sekretäriat), sagen wer Du bist (Papa von...), nach dem Namen vom Vertrauenslehrer fragen und abchecken, wann/wie Du ihn erreichen könntest. Und wenn Du dann mit ihm sprichst, dann schenkste ihm reinen Wein ein und hoffst, dass er ein guter V-Lehrer ist. Denn dann wird er Dir bzw Deinem Sohn helfen.

Jedoch solltest Du auch im Auge haben, dass der V-Lehrer sich u.U. genötigt sieht, Mama zu informieren. Wie würde diese reagieren, wenn sie erführe, dass Du wieder auf die Bildfläche trittst?

Greetz,
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« Antwort #44 am: 23. Dezember 2009, 21:04:52 »

Hey Markus,

alles ok bei dir???

Lange nichts mehr von dir gelesen?

hoffe es geht dir gut??

Gruß

Noah
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« Antwort #45 am: 28. Dezember 2009, 18:10:53 »

Hallo zusammen,

und, hallo Noah - tja, mir geht's wieder so einigermassen gut.

Ich hab ne Odyssee hinter mir…, das war echt krass.

Habe mich am 20.12. freiwillig in eine Fachklinik für Psychiatrie/Psychotherapie einliefern lassen!
Habe heute dort ausgecheckt.
Kann ja mal kurz erzählen wie es dazu kam:
(Der Gedanke, mal wieder Weihnachten -wohl bemerkt: zum 4. Mal!-, ohne jeglichen Kontakt zu meinen Sohn, verbringen zu müssen, ist mir dieses Jahr extrem an die Nieren gegangen).

Am besagten 20.12. ging es mir echt dreckig, und ich war kpl. verzweifelt. Zum Quatschen hatte ich (mal wieder) niemanden.
Habe zu Hause Musik gehört, und ein wenig auf meiner Bass-Gitarre geübt. Da ich ja ein totaler Musik Freak bin, ist Musik immer ein probates 'Mittel' um mich wieder ein wenig runter zu fahren.
Keine ½ Std. verging, da klingelten auch schon die Nachbarn an meiner Türe…
Und dann war Schluss mit lustig…! M.a.W. ich hatte die Wahl, ob die Nachbarn die Polizei rufen – und dann währe ich mit Sicherheit kpl. abgedreht – oder ob ich es selbst tue, (um mich vor mir selbst zu schützen), und mich in eine Klinik einliefern lasse.

Also, ich habe die Polizei angerufen, mit der Bitte mich in diese Klinik (s.o.) einliefern zu lassen, und mit der weiteren Bitte, mir meine Waffen (zum Verständnis: ich bin Jäger, und habe rechtmäßig etliche Waffen zu Hause) zu konfiszieren.
Die Polizei kam mit einem, für mich völlig unverständlichen, riesen Aufgebot hier an. Ich habe denen meine Tresor Schlüssel ausgehändigt. Der Einsatzltr. hat sich meine (Kurz-)geschichte und meine „Beweggründe“ mit Interesse angehört. Sodann wurde ich, freiwillig, zur Wache verbracht, wo auch schon ein Transportfahrzeug der Feuerwehr auf mich gewartet hat, um mich in die Klinik zu verbringen.

In der Klinik hat man mich emotional aufgefangen, wofür ich total dankbar war/bin!!
Ich habe heute die Klinik auf eigenem Wunsch verlassen.

Tja, es war für mich dieses Mal ein Weihnachtsfest der anderen Art – aber dennoch eine Art, die für mich, und die Zukunft für mich und meinem Sohn, DAS Mittel der Wahl war…!
Hätten die Polizeibeamten MICH und MEIN BEGEHREN nicht für Ernst genommen, dann weiß ich nicht, ob ich HEUTE noch hier hätte schreiben können!

Auf Grund der Vorkommnisse werde ich, nach Sylvester, meinen Therapeuten wieder aufsuchen. Zu dem Menschen habe ich Vertrauen, der Mensch tut mir gut!

Und, auch IHR, jeder Einzelne hier, tut mir gut!!

Andererseits tut es mir auch wiederum Leid, dass ich HIER, über die Feiertage, niemandem Mut zusprechen konnte cry_smile!
Aber ich hoffe auf Verständnis, da ich gar keine Möglichkeit hatte zu posten.


OK, liebe Leute, ich werde mich jetzt mal (tiefgründiger) auf den aktuellen Wissensstand Eurer Threads/Postings machen!

LG

Euer Markus
« Letzte Änderung: 28. Dezember 2009, 18:15:08 von freifall » Gespeichert

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« Antwort #46 am: 29. Dezember 2009, 09:08:04 »

Servus freifall,

Wenn ich das so lese, dann freut es mich einfach nur, dass Du wieder hier schreibst.
Alter, mach keinen Blödsinn!!

Denk an noah`s vorschlag mit dem Vertrauenslehrer. Geh da hin!! Hab ich auch gemacht, und meine Tochter hat auf diesem Weg mitbekommen, dass ich Interesse an ihr habe. Das gilt auch bei Dir. Was daraus wird, kann Dir keiner sagen. Aber Dein Kind weiß, dass Du für ihn da sein willst.

Und was ist eigentlich aus der Zahnärztin von damals geworden  ?

Michael
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« Antwort #47 am: 29. Dezember 2009, 19:34:11 »

Hi,

ich habe ja den genannten Weg gewählt, um gar nicht erst in die Verlegenheit zu kommen, Blödsinn zu machen.

Die Sache mit dem Vertrauenslehrer werde ich auf jeden Fall verfolgen!
Das war ein echt total super genialier Einfall von Euch! Mom sind ja Schulferien. Aber danach werde ich den Weg über den Vertrauenslehrer gehen!!!

Zitat
Und was ist eigentlich aus der Zahnärztin von damals geworden   ?
Ach, Michael - ist ne andere Welt!! (Beide Eltern und Großeltern sind allesamt Ärzte...)
Sie ist zwar recht bodenständig, aber dennoch - ich komme damit nicht klar!
Das ist genau die "Welt" (ich habe ja auch mal 5 Semester Humanmed. studiert...)  in die meine Eltern mich über viele Jahre hinweg versucht haben "rein zu prügeln"...
Aber, ich bin ein stink normaler Typ der keinen Wert auf den ganzen materiellen Rotz-, und gesellsch. Ansehen, legt - mein eigenes Seelenheil steht mir wesentlich näher

Gruß

Markus
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« Antwort #48 am: 29. Dezember 2009, 20:10:41 »


Ach, Michael - ist ne andere Welt!! (Beide Eltern und Großeltern sind allesamt Ärzte...)
Sie ist zwar recht bodenständig, aber dennoch - ich komme damit nicht klar!


Da soll noch einmal einer sagen, FRAUEN seien kompliziert!  men_ani
Kann man mit ner Zahnärztin nicht trotzdem nett nen Kaffee trinken gehen, ins Kino, zum Weihnachtsmarkt, auch wenn man sich nicht verliebt oder zusammenpasst?

Du musst doch die Dame nicht gleich als zukünftige Ehefrau und Mutter abscannen, sondern einfach als einen vielleicht bereichernden Menschen in Deinem Umfeld?!

LG LBM
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« Antwort #49 am: 29. Dezember 2009, 20:39:56 »

hallo markus,
hut ab, vor deiner entscheidung dich in die klinik zu begeben. ehrlich, dazu gehört mut und verantwortung.
also, diese beiden eigenschaften hast du, was kann dich jetzt noch davon abbringen, dein kind zurückzugewinnen.

Du hast ein ziel vor augen, und darum kämpfst du, das hast du bewiesen.

ich bin echt stolz auf dich!

Und das mit dieser ärztin kann ich irgendwie verstehen, du hast den kopf für soetwas nicht frei.

du hast momentan andere prioritäten.

ich könnte auch losziehen und mir ne neue beziehung suchen, will ich aber nicht!

gruss

noah

Wer nicht um das kämpft, das einem lieb ist, soll sich nicht beklagen.
aber kämpfen bedeutet auch wunden zu bekommen.
aufgeben zu kämpfen soll man erst, wenn man weiss das man verloren hat.

Aber selbst verloren heisst nicht, das man schlecht ist.
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