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Autor Thema: Auswanderungspläne der Mutter  (Gelesen 1152 mal)
Rincewind1966
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2


« am: 04. Dezember 2009, 23:57:58 »

Hallo Zusammen

Ich bin Heute auf der Suche nach Tipps auf diese Seite gestoßen und hoffe einmal das mir jemand bei meinem Problem einen Rat geben kann.

Folgende Situation: Ich lebe derzeit noch (wurde gestern sozusagen beendet) in einer Partnerschaft. Ich habe in diese Partnerschaft vor 9 Jahren zwei Kinder (jetzt 16 und 15 Jahre) aus meiner ersten Ehe mitgebracht und es sind nun noch zwei Kinder (jetzt 7 und 5 Jahre) dazugekommen. Die Situation ist diese das meine Partnerin nächstes Jahr unbedingt nach Schweden auswandern möchte da ja dort eh alles besser ist als hier in Deutschland und meine zwei Jüngsten mitnehmen möchte. Gescheitert ist diese Beziehung unter anderem daran das sie das unbedingt machen möchte, zu mir einfach sagt "sie geht" ohne sich einmal mit mir darüber zu unterhalten und ich auf keinen Fall in dieses Land auswandern möchte. Mal Urlaub machen schön und gut, aber nicht dort leben. Abgesehen davon das sie die Vorstellung hat in Schweden ohne einen Cent Eigenkapital eine eigene Pension aufzumachen und unter anderem davon sowie dem Verkauf von selbstgebackenem Brot zu leben (sie ist gelernte Bürofachkraft), habe ich Angst das meine Kleinen in einem fremden Land erstens nicht glücklich sind und zweitens den Kontakt zu mir zwangsläufig durch die Entfernung verlieren. Ich möchte meine Jungs aber nicht verlieren. Hat jemand von Euch Erfahrung mit solch einer Situation und kann mir eventuell einen Tipp geben ob ich gegen diese Pläne etwas unternehmen kann? Kann ich sagen ich behalte die Kinder bei mir?

Ich danke Euch schon einmal vorab.

Andreas

P.S.: Ich habe auch das Sorgerecht
Gespeichert
Malachit
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2.262



« Antwort #1 am: 06. Dezember 2009, 22:52:33 »

Hallo Andreas,

ich hab' zwar nicht wirklich Ahnung, was solche Fälle betrifft, aber wie wäre es ...

Abgesehen davon das sie die Vorstellung hat in Schweden ohne einen Cent Eigenkapital eine eigene Pension aufzumachen und unter anderem davon sowie dem Verkauf von selbstgebackenem Brot zu leben (sie ist gelernte Bürofachkraft),

... wenn du mal beim schwedischen Konsulat anrufst und dir haarklein erklären lässt, welche Schwierigkeiten ihr bei der Umsetzung dieses gar köstlichen Planes blühen dürften? So ganz ohne bürokratischen Krimskrams wird das freie Unternehmertum ja auch in Schweden nicht abgehen - oder hat sie das alles bereits haarklein durchgeplant? Wenn nein, dann könnten ein paar gezielte Fragen, ob sie schon an dies und das und jenes gedacht hat, die Begeisterung bei der frisch zu backenden Geschäftsfrau eventuell ein wenig abkühlen lassen.

Nebenbei gefragt, warum ausgerechnet Schweden? Kommt sie ursprünglich von dort, oder ist ihre Begeisterung eher so ein Fall von "schönen Urlaub dort verbracht und früher zu viel Pippi Langstrumpf gelesen"?

Kann ich sagen ich behalte die Kinder bei mir?

Sagen kannst du erst mal viel, aber ich fürchte fast, vor unseren **tsts - ID 48** durchseuchten Familiengerichten hättest du eher schlechte Karten.

Vielleicht lässt sich aber mit dieser Idee direkt bei deiner Ex ein Fuß in die Tür kriegen, indem du ihr ungefähr dieses sagst: "Liebes Ex-Schnuckelchen, ich bewundere deinen Mut, dich in einem fremden Land selbstständig zu machen. Das wird bestimmt anstrengend für dich werden - und um dir den Rücken frei zu halten, was hältst du davon, wenn die Kinder im ersten Jahr noch bei mir bleiben und hier in die Schule gehen? Dann kannst du dich erst mal voll und ganz auf deine Pension und deinen Backwarenladen konzentrieren, und holst die Kinder nach, wenn die schwierige Anlaufphase deiner Geschäfte überwunden ist."

Falls sie drauf einsteigt - sag' nichts, aber überlege dir, wie du nach Ablauf dieses ersten Jahres auf Zeit spielen kannst ...

Für den Fall der Fälle: Wie ist dein Plan, Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen?

Viele liebe Grüße,

Malachit.
Gespeichert

Es gibt in unserer sogenannten Demokratie keinerlei Opposition, sobald es um Frauenpolitik geht.
Rincewind1966
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 2


« Antwort #2 am: 07. Dezember 2009, 13:02:24 »

Hallo Malachit

Dann versuche ich mal ein wenig mehr zu erklären.

... wenn du mal beim schwedischen Konsulat anrufst und dir haarklein erklären lässt, welche Schwierigkeiten ihr bei der Umsetzung dieses gar köstlichen Planes blühen dürften? So ganz ohne bürokratischen Krimskrams wird das freie Unternehmertum ja auch in Schweden nicht abgehen - oder hat sie das alles bereits haarklein durchgeplant? Wenn nein, dann könnten ein paar gezielte Fragen, ob sie schon an dies und das und jenes gedacht hat, die Begeisterung bei der frisch zu backenden Geschäftsfrau eventuell ein wenig abkühlen lassen.

Werde mich sicherlich einmal mit dem Konsulat in Verbindung setzen, auf diese Idee bin ich nun wirklich noch nicht gekommen. Bestimmt braucht sie für eine Aufenthaltsgenehmigung oder dergleichen ein Zustimmung von mir.

Nebenbei gefragt, warum ausgerechnet Schweden? Kommt sie ursprünglich von dort, oder ist ihre Begeisterung eher so ein Fall von "schönen Urlaub dort verbracht und früher zu viel Pippi Langstrumpf gelesen"?

Gute Frage, nächste Frage. Sie war bis jetzt 3x dort in Urlaub und das auch erst seit sie die Pläne hat, vorher noch nie. Aber wenn man hier in Deutschland alles schlecht sehen möchte, dann ist auch alles schlecht. Zumal man ja die ganze Zeit auf allen möglichen Fernsehsender verfolgen kann wie toll es doch ist auszuwandern. Schockiert(

Sagen kannst du erst mal viel, aber ich fürchte fast, vor unseren **tsts - ID 48** durchseuchten Familiengerichten hättest du eher schlechte Karten.

Da muss ich sagen das ich bisher negative, aber auch positive Erfahrungen gemacht habe. Werde nun mal ein wenig ausgreifen. Eh ich meine jetzige Ex-Beziehung begonnen habe, lebte ich mit meine beiden großen Söhnen 4 Jahre alleine, da die Mutter sie nicht wollte und ich sie haben wollte. Wir haben diese Beziehung sozusagen also zu viert begonnen. Vor sieben Jahren waren die Beiden dann in den Ferien bei ihrer Mutter und sollte eigentlich Samstags wieder nach Hause kommen. Freitagabends klingelt dann das Telefon und die Mutter meiner Großen war dran, sie hätte eine einstweilige Anordnung das die Kinder wegen Gefahr für ihre Gesundheit bei ihr bleiben. Dies hat sie in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erwirkt, da sie dem JA allen möglich Mist vorgelogen hat. Ich natürlich erst einmal aus allen Wolken gefallen, meine Lebensgefährtin im 9 Monat schwanger, dementsprechend ging die Post ab. Tja, Freitagabends kann man dann natürlich nicht mehr viel machen und ich Montag direkt beim Jugendamt angerufen und die „gute“ Frau zur Rede gestellt wieso ich vor so einer Entscheidung nicht wenigstens einmal gehört werde. Kurz und gute, da ich das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder habe wurde die Verhandlung über das Bleiberecht dann bei uns vor dem Amtsgericht verhandelt und meine Ex-Frau so gewaltig wegen ihren Lügengeschichten von der Richterin auf die Mütze bekommen und die Kinder sollen unverzüglich wieder zurück gebracht werden. Ergo, Vorsicht bei Jugendämter (wobei ich mich nur lobend über mein zuständiges JA äußern kann, ausgenommen es geht um den Unterhalt für die Kinder auf den ich nun seit 13 Jahre warte),  aber mit Gerichten habe ich durchweg positive Erfahrungen.

Falls sie drauf einsteigt - sag' nichts, aber überlege dir, wie du nach Ablauf dieses ersten Jahres auf Zeit spielen kannst ...

Für den Fall der Fälle: Wie ist dein Plan, Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen?

So etwas in der Art habe ich mir auch schon überlegt, müsst mir allerdings dann da ich derzeit beruflich öfters Unterwegs bin mir einen anderen Job suchen. Mir hat aber vor Jahren mal ein Mitarbeiterin des Jugendamtes gesagt das es im Grunde egal ist wenn ich arbeit und die Kinder z.B. im Kiga, Schule und Tagesmutter sind, die Hauptsache wäre das sie eine regelmäßige Versorgung haben.


Vielen Dank noch einmal,
Andreas
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