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vatersein.de - Forum 24. Mai 2012, 14:40:01 *
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Autor Thema: Abgetrennt: Meine Geschichte  (Gelesen 690 mal)
Aiwaras
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« am: 02. September 2008, 19:26:45 »

Hallo!
Ich habe mit Interesse die Beiträge hier gelesen und wollte auch mal mein "Schicksal" erzählen!
Die KM und ich waren sehr kurz zusammen. Wir haben uns dennoch sehr auf unser Kind gefreut und wollten unsere Tochter gemeinsam erziehen, aber in getrennten Wohnungen.Da wir beide im Schichtdienst gearbeitet hatten wäre das möglich gewesen. Schon in der Schwangerschaft wurde sie immer merkwürdiger und teilweise ablehnend. Sie lehnte dann auch ab das ich bei der Entbindung dabei sein sollte. Sie zog ihre beste Freundin vor!?
Sie stammte urspr. aus den neuen Bundesländern. Ich habe sie dann gefragt ob sie vor hat dorthin zurück zu gehen, sie hatte mir immer versprochen das sie das niemals tun würde. Nach der Geburt war ich regelmäßig bei Ihr und hatte "Umgang" mit meiner Tochter. Ich durfe sie auch stundenweise zu mir nehmen als Baby. Mit der Zeit häuften sich Fahrten in ihre ehemalige Heimat mit meiner Tochter. Mir ahnte schlimmes. In der weiteren Zeit kam es dann immer mehr zu Unstimmigkeiten und sie überließ mir meine Tochter nur noch selten.
Als meine Tochter 6 Monate alt war bekam ich eine Mail von ihr, das sie nun in ihre Heimat gezogen ist. 500km entfernt! Ich könne sie ja jederzeit besuchen kommen und könnten gemeinsam in den Zoo gehen. Das war ein Schock. Mir ging es damals hundeelend.

Was blieb mir übrig, am Anfang besuchte ich meine Tochter alle 6 Wochen und duirfte unter Aufsich der Mutter und deren Familie mit meiner Tochter spielen, aber nicht alleine. Im Verlauf habe ich darum gebeten, aber die KM wollte nicht.
Also ging ich zum Anwalt. Der schrieb sie an. Sie lehnte weiter ab. So ging es vors Familiengericht als meine Tochter 2 Jahre alt war.
Ich habe erreicht das ich unbegleiteten Umgang mit meiner Tochter haben darf, ihr Einspruch wurde abgewiesen.
Ich besuche meine Tochter derzeit alle 8 Wochen am WE von 9.00-15.00! Viel zu wenig, ich weiß, aber es ist nicht einfach. Fahrtkosten, Hotelkosten etc.
Einmal in der Woche darf ich mit meiner Tochter telefonieren. An den WE unternehmen wir immer schöne Dinge und ich soüre die Nähe zu ihr und es gibt keine Probleme. Sonntags sind wir immer recht traurig und geknickt.

Jetzt ist meine Tochter schon 4 1/2 und ich würde sie endlich gerne mal bei mir haben, z.B in den Ferien. Das wäre ein großer Wunsch.
Denn die WE sind einfach zu wenig und die Umgebung ist nicht geeignet zu einen intensiven Umgang. Sie soll ja auch mein Umfeld kennenlernen und wissen das sie auch ein zu Hause bei mir hat. Ich habe der KM geschrieben. Sie fängt jetzt an das meine Tochter klammern würde und Verlustängste ihr gegenüber hätte. Auf mein Angebot hin das ich bereit wäre ab nächstes Jahr, wenn sie dann 5 ist begleitete Flüge zu bezahlen , damit sie dann bei mir Ferien machen darf, schreibt sie das sie sich sicher ist das meine Tochter niemals alleine in ein Flugzeug steigen wird.
Außerdem würde meine Tochter ein intensives Eislauftraining absolvieren, mit eigener Trainerin und da müßte sie 4-5 in der Woche ins Training und später auch Trainingslager. Sie meint das die Umsetzung von festen Ferienzeiten bei mir sehr schwer umzusetzen sei.
An meinen Umgangskosten könne sie sich nicht beteiligen, da sie selber im Jahr 1500,- Euro für das Eislaufttraining bezahlen würde!
Was soll man dazu sagen? Die ganzen jahre sagte sie sie hätte kein Geld, und dann finanziert sie so ein kosten und zeitaufwändiges Hobby, was ich im übrigen recht überzogen finde, einen 4 jährigen Kind so Strapazen zuzumuten. Laut der Mutter hätte meine Tochter Spass daran?!

Generell würde sie mir eine Woche im Juni 2009 und eine Woche im Oktober 2009 Aufenthalt bei mir zugestehen. Wie meine Tochter zu mir kommen soll hat sie mir nicht mitgeteil, denn Flug hält sie ja für unmöglich!

Sie schreibt eben sehr subtil! Morgen früh habe ich einen Termin bei meiner Anwältin, dann werden wir sehen wie wir weiter verfahren. Ich traue der KM nicht, zumal sie ihren Brief noch nicht einmal unterschrieben hat.

Ich würde gerne eine feste Umgangsregelung erwirken, an denen sich beide halten müssen. Ich würde meine Tochter gene die hälftigen Ferien bei mir haben und das mit begleiteten Flug. Die alle zwei monatigen WE Besuche möchte ich nicht mehr machen, weil es in keiner Relation steht.
Ich möchte lieber längere Zeit mit ihr verbringen damit der Kontakt sich intensiviert und das in meiner Umgebung.
Denn ich habe den Eindruck das wenn es so weitergeht wie bisher eine Entfremdung entsteht!

Würde mich freuen von euch zu hören.

Finde es erstaunlich das manche Väter es schaffen alle 2- 3 Wochen hunderte von KM zu fahren..ich finde die Fahrten immer sehr anstrengend, gerade wenn man vorher gearbeitet hat und fix und fertig ist und dann soll man beim Umgang voll da sein und den glücklichen spielen...
Und dann der finanzielle Aspekt, bei den Spritkosten!
Aber Kompliment an alle Väter die dies leisten können!

Wie schafft ihr es eigentlich das eure Seele keinen Schaden nimmt?
Wie verarbeitet ihr den Abschiedsschmerz, die Sehnsucht, die Ungewissheit, die Ängste? Das würde mich interessieren.
Für mich ist das alles eine große Belastung und es fällt mir sehr schwer auch mal abzuschalten!
Gespeichert
Lion1971
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10



« Antwort #1 am: 03. September 2008, 09:52:08 »

Hallo,

wieder mal ein Fall wo die KM keinerlei Rücksicht auf das Kind oder den Vater nimmt. Eigentlich sollte ja immer alles zum wohle des Kindes ablaufen aber darüber zu reden...................... mad Ich finde es auf jedenfall super von dir das du die weiten Strecken immer auf dich nimmst um die Kleine zu sehen. Du willst die Wochenendbesuch jetzt einstellen und dafür lieber die Kleine 1-2 mal im Jahr über längere Zeit ( 2-3 Wochen) bei dir haben. Finde ich ja auch nicht verkehrt aber ihr seht euch dann 2 mal im Jahr und da ist die Gefahr, wie ich finde, recht groß das dein Kind das Interesse verliert. Ich sehe das so, ihr seht euch 2-3 Wochen wenn es die Ferien erlauben und dann monatelang gar nicht!!! Sie wird sich im voranschreitenden Alter einen gewissen Freundeskreis aufbauen und Hobbys finden, dann noch die KM die anscheinend alles dafür tut das ihr euch nicht seht  mad Wenn das klappt dann fände ich es klasse nur wie schon oben beschrieben sehe ich die Gefahr das die Zeitabstände zu groß werden!!

Wünsche dir viel Erfolg bei deinem Anwalt!!!
Gespeichert
Aiwaras
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« Antwort #2 am: 03. September 2008, 14:16:24 »

Hallo!
Ich wollte sie ja nicht nur 2x im Jahr zu mir holen?
In den hälftigen Ferien, und das ist nicht nur 2x im Jahr.

Ich war heute bei meiner Anwältin und wir gehen das nochmals an. Eine Erweiterung des Umgangs in meiner häuslichen Umgebung wird gefordert.
Sie wird angeschrieben wann sie Urlaub in 2009 eingereicht hat und ihr werden Termine meinerseits vorgeschlagen ab Oktober dieses Jahres in dem ich mich bereit erkläre meine Tochter 14 Tage zu mir zu holen.
Da sie ja noch nicht 5 Jahre ist werde ich sie dann per Auto, besser Zug abholen und wiederbringen. Eine ganz schöne Anstrengung, aber für meine Tochter würde ich das tun damit sie mir nicht entfremdet! Denn was ist die Alternative? Alle 8 Wochen 1000km fahren für ein paar Stunden ..was soll das bringen !

Gruß an alle!
Gespeichert
Aiwaras
Frischling

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 3


« Antwort #3 am: 03. September 2008, 14:48:21 »

Hallo!
Wer hat denn Erfahrung mit "Kindergartenferien"? Ich dachte immer das wäre gleich wie die Schulferien!
Im Internet fand ich nichts geregeltes! Macht jeder Kindergarten seine eigenen Ferienzeiten?
Weil wenn ich meine Tochter zu mir hole muß das doch in den Kindergartenferien sein. Die KM kann sie ja nicht aus dem Kindergarten holen?

Wer hat diesbezüglich Erfahrungen gemacht?
Danke!
Gespeichert
brille007
Globaler Moderator
******
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 10.388



« Antwort #4 am: 03. September 2008, 14:59:56 »

Moin Aiwaras,

Weil wenn ich meine Tochter zu mir hole muß das doch in den Kindergartenferien sein. Die KM kann sie ja nicht aus dem Kindergarten holen?

wer sagt denn sowas? Kindergarten ist keine Pflichtveranstaltung. Wenn ein Kind mal eine Woche nicht im Kindergarten ist, stirbt es nicht und verpasst auch sonst nichts Wesentliches. Das Problem werden in ein paar Jahren eher die Schulferien sein: Das sind über's Jahr etwa 12 Wochen, und ob Du 6 Wochen Urlaub zusammenbekommst?

Aber die Kindergartenferien kannst Du in diesem Zusammenhang ganz schnell wieder vergessen (was nicht bedeuten soll, dass sie nicht trotzdem als "Argument" kommen).

Grüssles
Martin
Gespeichert

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