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vatersein.de - Forum 24. Mai 2012, 05:24:14 *
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Autor Thema: Vater möchte aufgeben  (Gelesen 2342 mal)
schischni
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Beiträge: 22



« Antwort #25 am: 17. Juli 2008, 12:20:12 »

Hallo Leute,

ich hätte da mal eine Frage, weis jemand wenn geteiltes Sorgerecht, ist dann auch geteiltes Aufenthalsbestimmungsrecht??

Wir hatten uns ja mit dem JA in Würzburg in Verbindung gesetzt, als die KM dann eine schriftliche Einladung bekam, musste das Kind hier anrufen und sagen das es nicht in den Ferien zu uns will, sie möchte lieber mit ihrer Freundin spielen.
Wir sind nicht sicher ob die KM schon den Termin hatte oder ihn erst an diesem Freitag hat.
Gestern haben wir dann Post bekommen von einer ev. Beratungsstelle, da war wohl erst die Mutter und dann das Kind.
In dem Brief stand unter anderem: das die KM ja eigentlich  möchte das M. den Kontakt zum Vater hält, das Gespräche stattgefunden haben und es das Beste wäre
wenn wieder mal ein Gespräch bei der Beratungsstelle mit Vater und Kind gemacht wird. Und das nach diesem Gespräch auch das Kind mit uns nach Hause fahren wird.

Die Antwort darauf vom KV, in einem Brief, weil Telefonisch keiner zu erreichen war, das er das Kind wie im Richterbeschluss am 3.08. um 12 Uhr abholen wird, da die KM ja den Kontakt aufrecht erhalten möchte. Und hat angeboten das man dann per Telefon über Lautsprecher reden könnte, ansonsten hat der die Dame von der Beratungsstelle an das JA und dem Gutachten und dem Beschluss verwiesen, weil sie es ja nicht kennt, könne sie gerne dort Einsicht nehmen.

Bitte um ehrliche Meinungen dazu. Wenn noch jemand Fragen hat, immer raus damit, werde sie Beantworten.
Ach, in dem Beschluss steht übrigends das die Km das Kind dazu anhalten muss den Kontakt zum KV aufrecht zu erhalten, sonst Zahlung eines Strafgeld. Der KV kämpft ja auch schon seit Jahren wegen Umgang.

LG  schischni
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Beppo
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Ich bin nicht Deutschland. Ich bin Griechenland.


« Antwort #26 am: 17. Juli 2008, 12:26:45 »

Solange nicht vom Gericht etwas anderes beschlossen wurde, heißt GSR auch gemeinsames ABR.
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"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
Meo-Micaela Hahne, Vorsitzende Richterin am BGH
nichtplatt
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Beiträge: 155


« Antwort #27 am: 17. Juli 2008, 12:38:23 »

Hi Beppo

Zitat
Solange nicht vom Gericht etwas anderes beschlossen wurde, heißt GSR auch gemeinsames ABR.

Rein theoretisch.

Gruß

nichtplatt
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Beppo
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Ich bin nicht Deutschland. Ich bin Griechenland.


« Antwort #28 am: 17. Juli 2008, 12:50:47 »

@nichtplatt,

selbstverständlich!

Rechte des Vaters sind grundsätzlich rein theoretisch!

Gruss Beppo
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"Wer Kinder hat, wird bis auf die Haut ausgezogen!"
Meo-Micaela Hahne, Vorsitzende Richterin am BGH
schischni
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 22



« Antwort #29 am: 17. Juli 2008, 12:55:04 »

was könnte im Schlimmsten Fall passieren wenn wir das Kind nicht wieder zurück geben, z.B. hier zum Ja gehen damit die Kleine bei uns bleibt??
Denke gerenne und Ärger gibt es eh, auf die eine oder andere Art.

LG
schischni
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Joti
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« Antwort #30 am: 17. Juli 2008, 18:06:59 »

Hallo,
wenn ich die letzten Beiträge richtig verstehe, "kämpft" er grad mal wieder, der Vater oder es gibt Hoffnung. Das liest sich gut. Was sich  dahinter verbirgt,  die Monate und Jahre zermürbenden Streits,  ewige Auseindersetzungen mit KM, Gutachtern, JA, und Gericht  um ABR und UGR undosweiter, konnte man weiter oben nur erahnen.  Mein großer Sohn ist inzwischen 16 und wir haben ein sehr schönes und gutes Verhältnis. Als er vier war, trennten sich seine Mutter und ich. Wir waren nicht verheiratet, ich hatte im Prinzip keinerlei rechtlichen "Zugriff". Die Mutter teilte mir mit, wann ich den Jungen sehen kann und wann nicht und hat ihre eigenen "Regeln" oft genug einfach nach eigenem Gutdünken über den Haufen geworfen. Der Unterhalt musste aber pünktlich eintreffen. Das ging ungefähr 10 Jahre  und ich habe ungefähr 10 Jahre still und jede Willkür ausge- gehalten. Einmal musste ich meinem Sohn nach Italien in den Urlaub nachfahren, weil ich ihn sonst den ganzen Sommer nicht gesehen hätte. Ansonsten  ging´s oft irgendwie, oft auch nicht. Aber ich hab´ ihn nie ganz aus den Augen verloren. Es hat sich in all diesen Jahren nicht ein einziges Mal eine juristische Instanz gemeldet oder eingeschaltet, kein Rechtsanwalt, kein Gericht, kein Jugendamt. Die Mutter hat getan, was sie für richtig hielt. Aber, und das möchte ich hier nicht verschweigen, sie hat mich nie grundsätzlich abgewürgt (vielleicht auch grade deswegen, weil ich ihr in der Postion als "nichtehelicher" Vater gar nicht gefährlich werden konnte). Und sie ist nicht weggezogen, die Entfernung zwischen Sohn und Vater betrug 25km, das war auch spontan zu machen. Ich hab´ mir immer gesagt, nie wieder, das machst du nie wieder, so schlimm war das trotzdem manchmal. Jetzt lese ich hier und andernorts, dass es überall Rechte gibt , zumindest für Verheiratete, dass man Rechte einfordern und einklagen kann, dass es Gutachter gibt, Jugendämter  und und und. Ich hatte diese vermeintliche Unterstützung bei meinem ersten Sohn nicht, nicht einen einzigenTag. Und letzten Sonntag war er nach langen Wochen wieder mal da und es war gut. Wenn ich zusammenrechne, was ich alles bezahlt hab´ in all diesen Jahren, wieviel ich meinen Sohn gesehen hab´, wieviel ich ihm von der Welt zeigen und erklären konnte, dann gibt´s im Grunde nur dunkle Löcher und Sargdeckel. Aber jetzt ist er immer noch da und ich auch, und wenn der Sargdeckel nicht zufällt, dann bleibt das auch noch eine Weile. Mag ein wenig überheblich klingen, aber vielleicht besteht unser Vatersein  doch oft genug auch einfach "nur"  in dem klaren und aufrechten Gefühl  der Hinwendung zu unseren Kindern. Und der "Kampf" wäre dann, sich wenigstens dieses Gefühl zu bewahren, auch wenn wir es oft genug gar nicht  zeigen können und dürfen und deswegen natürlich einfach nur Briefe  schreiben, Bilder  schicken, Angebote  machen, einladen, meinetwegen auch  fordern und einklagen. Und ob wir unsere Kinder nach einem Scheitern überhaupt sehen oder regelmäßig sehen oder gar erziehen dürfen, hängt doch oft genug nur von den Umständen, Glücksfällen, Geld und guten Anwälten oder dem Gutdünken von KM ab. Aber wer will uns denn "entsorgen", wenn nicht wir selbst. Und ich weiß heute, es kann Jahre dauern, diese Gewissheit zu bekommen und zu behalten. Das ist schlimm, aber es geht.   Was ich sagen wollte: Angeln find ich klasse. Wasser, viel Ruhe und Natur, Zeit, Einsamkeit, Warten, Schauen, wieder Warten und im richtigen Moment an der Schnur ziehen ... Und dann kommt er schon auch wieder der Moment, an dem dein Mann auftaucht, die Angel beiseite legt,  zum Telefon greift und seine Tochter anruft oder eine CD schickt. Und wenn´s gutgeht, und warum sollte es das nicht, wird irgenwann die Tochter ihn anrufen, - dann vielleicht ohne ABR, JA und KM. Aber bis dahin unbedingt angeln, angeln find ich klasse!
Liebe Grüße und alles Gute für euch!
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schischni
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 22



« Antwort #31 am: 17. Juli 2008, 19:04:25 »

Hallo Joti,

ganz lieben Dank für deine Worte. Und keine Sorge ich verstehe sie richtig. Und du hast auch nicht ganz Unrecht, aber wenn die Mutter das Kind nicht zu ihren Zwecken Missbrauchen würde und es "normal" erziht, wäre alles eine menge Endspanter. Das Kind leidet, es würde sehr gerne mit dem Vater Telefonieren, wurde auch einige Zeit eingehalten, jedes WE haben die beiden Telefoniert.
Aber das ging nur wenn der KV anrief, auch darf das Kind kein Brief schreiben oder so, kostet ja. Selbst wenn wir dem Kind ein Päckchen schicken, das landet im Müll. Genau wie der nagelneue Nintendo DS, den das Kind von uns zur Kommunion geschenkt bekommen hat, der wurde einfach mal so vom Balkon geworfen.
Der KV wird nur nieder gemacht, von mir ganz zu schweigen. Das wäre auch noch nicht mal das schlimmste, wenn die Km mit ihrem Mann Streit hat, meist Nachts, wacht das Kind auf und versteckt sich vor lauter Angst im Kleiderschrank oder zieht sich die Bettdecke übern Kpof. Oder wenn die Km ihren Mann mal wieder aus der Wohnung wirft, weckt sie das KInd und holt es zu sich ins Ehebett um sich bei dem Kind auszuweinen. Die Km sagt dann zu dem 10j Kind. Ich trenne mich von dem, alle Männer sind doof, und das Mädchen darf dann die Mutter trösten.
Ich könnte hier schreiben bis die Festplatte platzt, so geht es ewig weiter. Das Kind hat kein Selbstwertgefühl, traut sich nix zu und ist in der Schule schlecht. Das Kind ist zur moralischen Unterstützung der Mutter da und voll abhängig gemacht worden. Es ist kein Kind sondern, Freundin, Feindin und Sklave.
Sorry, es liest sich hart, aber das ist die Wirklichkeit und das ist auch DER Grud warum der KV kämpft, kämpft und nochmal kämpft.
Nun ist ihm die Puste ausgegangen und ich wusste nicht mehr wie ich ihn weiter motivieren konnte, darum habe ich hier ins Forum gepostet.
Denn der KV kann nicht damit so umgehen wie ich, er mag hier nicht schreiben, also mach ich es.
Und ich danke den Usern das alles hier so weit es sgeht zusammen durchstehen.
Puh, das zur besseren Verständnis. Sind aber weiterhin für jeden Tipp, Ratschlag oder Kopfwäsche offen.

LG
schischni
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Joti
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Beiträge: 8


« Antwort #32 am: 17. Juli 2008, 23:13:44 »

... ja ja, das ist schon auch klasse, dass du schreibst, dass überhaupt einer schreibt, dass überhaupt einer hinter dem Vater steht und, mit Verlaub, dass dein Mann eine Frau an seiner Seite weiß, die den ganzen Schmerz mitfühlt und den Kampf mitkämpft, auch wenn es nicht ihr Kind ist, das da ganz offensichtlich zugrunde gerichtet wird. Und wenn man noch ein bisschen nachfühlt, was du da eben schreibst und beschreibst und wenn man diese Abgründe, die sich da auftun, nicht nur aus der Zeitung kennt, dann landet man doch wieder bei den geschätzten Vorschreibern, die da sagen, dass einer einfach dranbleibt an seinem Kind, solange es eben geht und so gut es eben geht. Aber auch die Kämpfer - oder vielleicht gerade die -  wissen um die Momente tiefer Verzweiflung und auch die werden einräumen, dass sie letztlich nicht alles und oft genug noch viel weniger selbst in der Hand haben. Und wehe dem, der dann alleine oder mit nix im Beutel im Regen steht. Und das irgendwann anzuerkennen, ist auch eine Pflicht und eine Aufgabe, denn keiner kommt mehr weiter, wenn er sich Tag für Tag fürs Umgangsrecht, für den Kontakt mit dem Kind, für dessen Wohl und Wehe aufreibt und wenig oder nichts erreicht. Ich kann leider nicht angeln und schreibe auch lieber, aber was immer einer tut, um nicht aufzugeben, das ist es wert, getan zu werden. Und bei euch, wieder mit Verlaub, habe ich eher den Eindruck es geht ums "Dranbleiben" und nicht ums "Aufgeben". Das ist in der Qualität und in der Ausrichtung kein kleiner Unterschied! Trotzdem, wer gerade deine letzten Zeilen liest , der versteht auch, dass euch in diesem Gefüge klare Grenzen gesetzt sind. Da geht´s ja doch ganz ganz viel um die KM und deren persönliche "Schwierigkeiten", um das mal ein bisschen zurückhaltender zu formulieren. Und die Erfahrung mussten sicher schon genügend Väter machen. An diese Schwierigkeiten kommen sie nicht ran und sie sollten es tunlichst auch gar nicht erst versuchen. Grade um der Kinder willen. Klingt nicht nach Trost, stimmt. Aber Grenzen haben erstmal auch nix Tröstliches.
Nochmalgrüßeundwünsche
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