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vatersein.de - Forum 24. Mai 2012, 04:03:44 *
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Autor Thema: (M)eine Gratwanderung  (Gelesen 1226 mal)
DerausdenWolkenfiel
Schon was gesagt
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 14



« am: 21. März 2008, 14:40:43 »

Hallo Ihr Lieben,

ich habe Euer Forum recht spät entdeckt und bin begeistert und schockiert welche Höhen und Tiefen hier herauszulesen sind. Einiges davon kann ich emotional sehr gut nachvollziehen, wobei die eigentlichen Entscheidungen, die ich dann getroffen habe immer wieder mit Wehmut zustande kamen.

Eigentlich bin ich mit meiner Scheidung fast durch... Na ja nicht wirklich, jedenfalls nicht wirklich endgültig - nicht so wie man(n) es gerne hätte, um für die Zukunft alle weiteren Bedrohlichkeiten zu eliminieren........

..... und so fing es an:  2 tun sich zusammen um Großes zu reißen. Wie bei vielen Geschichten hier hatte das Ganze auch vorzüglich geklappt. Aus kleiner Mietswohnung mit einem Kind wurde eine respektable Mietswohnung und dann mit 2 Kinder ein bezahlbares Reihenhäuschen und ein paar Haustiere dazu. Karriere läuft gut und die Entscheidung für die Kinderbetreuung wird einvernehmlich getroffen. "Du wirst ja mehr Geld verdienen können, also bleibe ich zu Hause". Außerdem war Ihr Arbeitsplatz von Kündigung bedroht und die Abfindung des Arbeitgebers kam zur Zwischenfinanzierung gerade recht.

Die Dinge entwickeln sich in Richtung Selbstständigkeit und das „große“ Geld fließt nur so in Strömen (vorbehaltlich FA). Wie es anders nicht kommen konnte, kam es halt auch. Im Überfluß der ersten Jahre wird mehr Geld ausgegeben als "wirklich" verfügbar ist und die gemeinsamen Ansprüche etablieren sich auf einem recht hohen Niveau.

Nachdem ich das erkannt hatte begann ich auf ein realistisches Niveau zurückzugehen, welches die Sünden der Vorjahre Stück für Stück abbaut. Und - was vielleicht mein Fehler war – ich war häufiger zu Hause und änderte meine Einstellung zum Beruf. Sprich, ich fing an mitzureden und den Haushalt mitzuorganisieren. Was sich in Anbetracht von Exchens Vorliebe für Chaos, mehr oder weniger wie eine Sisyphosarbeit darstellte und nicht wirklich eine Erleichterung für den Alltag mit sich brachte, sondern scheinbar eher das ‚jähe’ Erkennen der Unterschiede. Auch meine berufliche Umorientierung zum Zwecke der regelmäßigen täglichen Anwesenheit zu Hause, hat Exchen scheinbar eher in Bedrängnis gebracht, denn erleichtert.

Sei’s drum. Als lösungsorientierter Mensch gibt es überall Möglichkeiten das Zusammenleben zu verbessern. Z.B. Aus der Enge des Reihenhauses in eine noch größere Höhle umzuziehen bzw. zu bauen, in der dann noch mehr Platz ist, sich aus dem Wege zu gehen - auch wenn man unter dem gleichen Dach lebt . 

Also auf zu neuen Ufern, die, wie ich heute erst weiß, auf Treibsand gebaut wurden. Erst versanken diese Träume im Grund ohne Boden und zweitens verhinderte der Sand in den Augen den klaren Blick auf die Realitäten. Wir gingen also los und ich machte, von Rücklagen meiner Tätigkeit (Auf die das FA noch einen Anspruch erheben wird – aber dazu später), einen Bausparvertrag (natürlich Ihren, allein auf Exchens Namen ausgestellt ! ) zuteilungsreif. Dann noch schnell eine kleine Zwischentilgung auf das bestehende kleine Reihenhäusschen ( aus ebengleichem Topf ) und schon war alles so weit vorbereitet, daß nach diesem fruchtbaren Frühjahr ein Sommer mit reicher Ernte winkt…..

….Erntezeit……

Du , ich muß Dir mal was sagen…. Ab hier hat wahrscheinlich jeder eine etwas Anderer Version, aber mit dem gleichen Fazit: Scheidung. Das war genau der Moment, in dem ich aus den Wolken fiel.

Die folgenden Phasen von Unverständnis, Kummer, Wut, Rachsucht, Trauer wechselten immer schneller, je verzweifelter ich versuchte dieses Blatt zu wenden. Wenn ich wenigsten ein Schwein gewesen wäre ( so mit Schlägen, Betrug, oder anderen Frauen nebenbei…) hätte ich ja ansatzweise verstehen können warum das hier so passierte. Aber das Warum habe ich bis heute nicht verstanden.

Die Ernte liegt seit 3 Monaten im Silo.
Ich sage ( weil ich grade garstig war und mal wieder ein Rettungsversuch ins Leere gelaufen ist) : „Dann zieh doch aus!.“
Exchen: „Mach ich auch“
Ich (säuerlich und ansatzweise überheblich):“Und wann bitte schön darf ich damit rechnen?“
Exchen:“Nächste Woche – und die Kinder nehme ich mit.“
--- Einschlag der Atombombe – grenzenloses Dröhnen in den Ohren – alle Sinne taub. Die Woche vergeht.

Nun jetzt muß man wissen, das wir häufiger während meiner Rettungsversuche derartige Themen besprochen hatten und ich von Exchen gebeten wurde, diese nicht mit den Kindern zu bereden, sondern erst dann, wenn wir Lösungen gefunden haben. Nun also wurde mir klar, dass die Kinder komplett eingeweiht waren, denn Sie waren bei der Wohnungssuche dabei.

Mmmmhh. Merkwürdig, denkt jetzt bestimmt der Eine oder Andere, dass die Kinder kein Vertrauen zu Ihrem Papa haben. Das mag ich gerne aufklären. Meine Lüdde war mit Ihren 9 Jahren komplett auf die Mama fixiert und hat ihr jedes Wort geglaubt und auch die Begründung, warum sie mit Papa ‚noch’ nicht drüber reden darf, weil das eine Überraschung werden soll.

Mmmmhh. Für die Tochter kann man das so weit nachvollziehen. Aber der Große mit seinen 14 Jahren lässt sich doch nicht die Butter vom Brot nehmen. Hier war das Verhältnis wirklich nicht gut zu dieser Zeit. Ich war nämlich gerade der erzieherische Buhmann. Auf Grund der Computerabhängigkeit hatte ich zu drastischen Maßnahmen wie Computerentzug und Fernseh-Reduktion gegriffen und für den Junior konnte es damit in der neuen Wohnung ohne den Alten ja nur besser laufen.

Nachdem ich wieder denken konnte – eine Woche später – war mir bewusst, dass der wichtigste aller Gründe, warum ich in dieser Zeit und auch vorher trotzdem gerne nach Hause gekommen bin, meine Kinder sind. Und wie ich heute feststelle, auch die Anwesenheit der 2 Hunde, von denen Einer mich abgöttisch liebte.

Zwischenbilanz:
Ich war immer noch unter Woche Deutschland weit unterwegs, um Geld zu verdienen, Mein Exchen zieht mit den Kindern aus, hat meinen Lieblingshund weggeben und den Anderen mitgenommen mit. - - Stille im Haus - -

Das mit dem Hund war auch so ein Ding. Der Stress in der Familie war kaum durch den Stress im Projekt auf der Arbeit zu toppen. Meine 2. Burnout drohte am Horizont und zu Beginn der Woche – ich stand mit dem Koffer in der Tür um meinen Job zu erledigen – begab sich folgender Dialog:
Sie:“Willst Du den Hund behalten?“
Er:“Gerne ja, aber das geht nicht, weil ich ihn nicht auf Geschäftsreisen mit nehmen kann.“
Sie:“Ok.“
Und als ich am Wochenende wieder zu Hause war, waren Alle da, bis auf meinen Lieblingshund. Die Kinder waren traurig und betreten und bei mir zerbrach erneut etwas, wovon ich dachte, es würde mir nicht soooo viel ausmachen. Hier hielten dann Bitterkeit und Schicksalsergebenheit Einzug.

Exchen zieht aus, die Kindern gehen mit, der verbleibende Hund geht mit und ich bleibe allein in einem Haus und arbeite mehr um mich zu betäuben.

 -- Trennung --

Die Kinderwochenenden lassen sich schwierig an. Es sind kaum Möbel da, der Hausrat wurde einvernehmlich geteilt („nimm mit was Du brauchst – aber stress mich nicht“). Das Ehebett ist als erstes rausgeflogen und eine zeitlang geht’s auch mit `ner Matraze. Bei den Kinderzimmer ist das schon schwieriger. Die Lüdden kann ich nicht so auf dem Boden schlafen lassen und ständig im Wohnzimmer ein gemütliches Picknick auf ausgebreiteten Deck zu veranstalten wird auf Dauer auch unglaubwürdig. Mittlerweile kommt mein Großer - zwar widerwillig – auch zum Wochenende vorbei. Und wir reden zusammen. alle miteinander und jeder mit jedem und die Kinder merken, dass der Papa gar nicht üble Bursche ist, der alle rausschmeißt und Ihre Mama ärgert. – Dinge entwickeln sich halt erst langsam über die Zeit.

Mittlerweile hatte ich die ersten Projekte im Umfeld meiner Heimat, so daß ich regelmäßig auch unter der Woche zu Hause war. Es war jedoch klar, daß selbsständige Arbeit und regelmäßiges und verlässliches ‚zu Hause sein’ sich auf Dauer ausschließen. Also begann ich mit der Suche nach einer festen Anstellung, denn ich möchte mich mit den wenigen Zeiten für meine Kinder (alle 14 Tage – Pah das ich nicht lache !) nicht abfinden und auch unter der Woche den Kontakt halten.

Zwischenzeitlich geht der Hickhack um den Unterhalt los. Derzeit liegt mein Exchen mit einer erklecklichen Summe bei den Bar- und Nettoeinnahmen deutlich in Führung. Ca 1.400,- zzgl. Kindergeld finde ich schon stattlich. Parallel versuche ich mit Exchen eine Einigung bzgl. Haus, Auto und Bausparvertrag zu besprechen, bei denen alle Beteiligten gut wegkommen. Kurz gesagt: Alles halbe halbe und Unterhalt bleibt wie er ist. Und oh Wunder – es sieht nach einer einvernehmlichen Scheidung aus. HaHaHa. Glaubt Ihr noch an den Weihnachstmann ? Wir hatten sogar einen Notartermin und vorformulierte Verträge. In denen nur noch die exakten Beträge hätten eingesetzt werden müssen.

Pustekuchen. Nun ja, noch mal zurück zu meiner eigen Dummheit. Wohlglaubend, dass die Lösung über den Notar sicher erreichbar wäre, kaufte ich von meinen noch verbliebenen Geld aus den Rückstellungen ( ja genau die Rückstellungen, über die das FA noch herfallen wird) das Auto für Exchen. Ich Idiot. Denn nachdem das unter Dach und Fach war, hat Sie ihren RA eingeschaltet – ich hatte bis dato nur Internetrecherchen, bzw. ein rechtliches Beratungsgespräch und wurde daher ziemlich überrollt. Nun kam dieser RA zu dem glorreichen Schluss daß ich Ihr mehr (das 3-fache) überlassen müsste als abgesprochen war – und alle Absprachen gingen den Bach runter – zumal die Projektsituation nicht ganz so rosig war, wie in den Anfangszeiten und der Wechsel in eine feste Anstellung noch lange nicht unter Dach und Fach.

Also klassische Situation:
Barreserven gehen zu Ende, die monatliche Belastung mit Unterhalt und Hypotheken ist kaum zu wuppen, Exchens Forderungen werden weiter erhöht und als Folge bricht die Kommunikation zusammen und es geht alles nur noch über: „Du hörst von meinem Anwalt! Mit Dir streite ich mich nicht mehr.“

- - Der Scheidungsantrag - -

Wir sind jetzt seit mehr als einem Jahr getrennt und alle Zeichen deuten weiterhin auf ein Ende.
Ich sage:“Lass uns vernünftig sein, Du hast einen Anwalt, lass ihn die Scheidung einreichen, dann trage ich die Hälfte Deiner Kosten und wir regeln alles weitere.
Sie sagt : „Nö“
Ich sage:“Ich will nicht mehr, Du hast mich verlassen und wolltest die Scheidung, ich will Sie auch, wenn ich jetzt auch noch einen Anwalt zahlen muß, bekommen die RA das Geld und es bleibt gar nix mehr zu verteilen.“.
Sie sagt : „Nö“

Also gehe ich zum RA, trage vor was angesagt ist, und der fordert mich auf alle möglichen Unterlagen vorzulegen und auch das Geld für das Gericht zu überweisen, damit überhaupt der Scheidungsantrag überhaupt bearbeitet wird. Also bin ich wieder der, der die Zeche zahlt. Mein Konto rutscht langsam tiefer und tiefer in die Miesen. Zwischenzeitlich habe ich das Haus schätzen lassen, damit es wenigstens auf dem Problembereich keinen Interpretationsspielraum gibt. Wieder falsch – denn das was da geschätzt wurde ist ja lange nicht das, was wir hineingesteckt haben; also
Sie sagt:“So billig speist Du mich nicht ab – Ich will mehr!“
Ich sage:“Aber der Markt zahlt diesen Preis nicht für dieses Haus – Wenn Du einen findest, der Deinen Preis zahlt, ziehe ich hier sofort aus….“
Auf den Käufer warte ich heute noch. Das Problem ist nur, das mittlerweile Hypothekendarlehen ausgelaufen sind und neue abzuschließen waren. Exchen meint, Du willst dich sowieso das Haus behalten, dann kannst Du doch auch den neuen Vertrag abschließen – und ich sage dazu nur:“Wenn Du zur Hälfte im Grundbuch stehst, zeichnest Du auch für die Anschlussverträge und für die Schulden“. Also mussten wir variablen Zins vereinbaren und das tut derzeit sehr weh. Aber eine Annäherung bzgl. Zugewinnausgleich und Haus ist noch nicht in Sicht.

Die Situation stabiliert sich.
Meine Kinder kommen gerne zu mir und wir (Exchen und ich) – jedenfalls aus meiner Sicht – kommunizieren nicht über den Rücken der Kinder. Dann – ein Anruf von meinem Sohn; die Stimme tränenerstickt und am Boden zerschmettert. Der übliche Generationenstreit eskaliert in einem zerrütteten Verhältnis zwischen Mutter und Kind.

Mittlerweile habe ich eine Festanstellung angetreten und mein Sohn zieht probeweise für 3 Monate zu mir. Das lässt sich alles super an, Der Stresspegel des Großen normalisiert sich, die Schulnoten werden besser, Das Sozialverhalten (Kumpels treffen…) verbessert sich und ich bin ein superglücklicher Papa. Nunmehr Alleinerziehend  auch wenn meine Tochter nicht bei mir wohnt  und ich sie nur alle 14-Tage und in den Ferien sehe.

Das vormals großzügige Trennungsgeld konnte ich nun auf keinen Fall mehr zahlen. Vorher ging es bereits von den Reserven ab und nun geht das gar nicht mehr. Also bleiben meiner Ex nicht allzu viele Kröten übrig, denn ich trage ja immer noch die Schuldenlast des gemeinsamen Hauses und damit liege ich mittlerweile auch im Selbstbehalt, vor Berechnung des TG. Einzig für meine Tochter gibt es den KU wie es die Tabellen vorsehen. Mehr ist jetzt nicht drin.

Weihnachten kommt, die ‚Probezeit’ meines großen bei mir ist abgelaufen und ich denke es wäre nur fair, wenn ich auch das Kindergeld bekomme und den Kindesunterhalt für meinen Sohn nicht mehr zahle. Das mit dem KU kann ich selber regeln: Schnell gerechnet und schon die Zahlung an meine Ex gekürzt– natürlich nach vorheriger Ankündigung. Das hatte natürlich einen Aufstand zur Folge, mit dem Ergebnis, daß ich meinen Sohn nicht bei Einwohnermeldeamt ummelden konnte. Dazu bedurfte es nämlich in 2007 noch der Zustimmung der Mutter. Wobei ich mich Frage, wie sie ihn ohne meine Zustimmung 2007 auf die neue Wohnung ummelden konnte?…. Aber was soll’s, bevor ich mich mit den Behörden streite, ziehe ich einfach das Kindergeld vom zu zahlenden Unterhalt ab und – Rumms wieder ging eine Bombe hoch.

Nun zieht es meine Ex zu Ihrem neuen Lebensgefährten und meine Tochter verschwindet komplett aus meinen  Wirkungskreis, bis auf die Wochenenden.

So viel ich jetzt über meine Ex weiß, ist der ‚fette Bausparvertrag’ mittlerweile alle, einzig das Auto ist noch als Vermögen vorhanden, Geld bekommt Sie von der ARGE, es wird Sozialhilfe beantragt, einen festen Job hat Sie nicht und nur geringe Einkünfte aus sonstigen Tätigkeiten.

Jetzt zieht Sie mit Ihrer Tochter wieder zurück an den alten Wohnort. Pleite, demoralisiert, finanziell abhängig und ich werde mit schrägen Blicken betrachtet. Als ob ich diesen Niedergang ausgelöst hätte. Ausgelöst nicht, aber es läst mich auch nicht kalt - es waren halt fast 20 Jahre der vermeintlichen Gemeinsamkeit. Derzeit wohnt auch meine Tochter bei mir, bis eine Wohnung gefunden ist.

Mittlerweile hat sich das FA geregt und fordert mich zur Abgabe der Steuererklärung für 2007 auf und dort sind etliche Nachforderungen am Horizont sichtbar die auf Grund der Aufgabe der Selbstständigkeit eine durchschlagende Wirkung haben werden.

Ich darf mich also damit auseinandersetzen, wie diese Steuerlasten aus alten Jahren nun in den Scheidungsvorgang eingebunden werden. Wäre das alles mit dem Zugewinnausgleich geregelt, gäbe es ja eine Planungsgrundlage und auch der jetzt anstehend erste Scheidungstermin würde nur das Thema Unterhalt und Versorgungsausgleich betreffen.

Ich habe festgestellt, das mein RA ziemlich überlastet ist und in Gesprächen stets genervt wirkt - weil ich wohl den Deckungsbeitrag Ihres RA-Honorares senke, wenn ich vorher frage, wie ich das alles in Einklang bringe.

Das ist irgendwie wie einer gegen Alle – und Alle wollen sie nur Dein Bestes: Dein Geld

Außerdem blicke ich noch nicht durch, in wie weit sich der Unterhalt verändert, durch die Tatsache, das ich dann zwar immer noch die gemeinsamen Schulden bediene aber mir höheres Wohngeld zugerechnet wird. Dazu meinte mein RA nur Erst mal Scheiden lassen und danach dann den Zugewinn regeln. Hat das denn keinen Einfluss auf die Höhe des Unterhaltes? Ich habe bei diesem Schritt ziemliche Bauchschmerzen, weil ich noch nicht abschätzen kann was da noch kommt. Ich habe aber auch keine Wahl, da der Termin recht kurzfristig ist und der RA nicht gewillt ist vorher noch mal einen Termin zu machen. Wir treffen uns quasi vor Gericht das nächste Mal wieder…..

Nun Fakt ist, das der Unterhalt aus den laufenden Einnahmen errechnet wird und wenn das FA mit einer saftigen Nachforderung kommt, die dann gestundet würden und mein Einkommen verringern … Unterhaltsrelevant im Zweifel auch für den Kindesunterhalt… Ich weiß nicht.

… Und da hatte ich gedacht, nach der Scheidung wäre alles klarer und einfacher …

Bis bald

J.
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« Antwort #1 am: 21. März 2008, 21:39:47 »

Hallo DadWf,

herzlich willkommen in unserer Mitte.

Und vielen Dank für die ausführliche Schilderung deiner Geschichte.
Leider ist sie, wie du schon selbst sagst, bei aller Einzigartigkeit keine Ausnahme.

Du hast deine Erfahrungen ja nun schon gemacht und ich kann im Moment keine offene Frage bei dir entdecken.

Ich hoffe du bleibst trotzdem noch ein bisschen da. Vielleicht ergibt sich doch noch die eine oder andere Frage oder du kannst anderen mit deinen Erfahrungen helfen.

Gruss Beppo
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« Antwort #2 am: 06. April 2008, 20:11:28 »

Hallo Beppo,

.. ungeplante Fortsetzung ...

In der Dreigroschenoper heißt es " Mache einen Plan und sei ein großes Licht, dann mache einen zweiten Plan - funktionieren tun sie beide nicht."

Fortsetzung:

Die gute Nachricht: Meine Tochter ist wieder an meinem Heimatort ! und wohnt auch vorläufig bei mir, *doppelgrinsundfreu*.

Andererseits:
2 Tage vor dem Gerichtstermin wurde von Exchen ein Antrag auf Zugewinnausgleich gestellt. Hätte man, wie ich mittlerweile weiß, und auch Exchens RA wissen sollte, auch noch bis 3 Jahre nach der Scheidung durchziehen können.

Na nun muß ich eine Bilanz aufstellen und darf dann munter geplündert werden - Ich bin ja gespannt Sie Exchen alles aufschreibt von Perlenkette bis hin zu Auto und Motorrad). MIt dem Steuerberater habe ich die letzten Jahre mal durchegerechnet, in denen ich Rückstellungen gebildet habe. Diese darf ich ja nun auflösen - komme was da wolle - mit dem Ergebnis einer kräftigen 5 - Stelligen Nachzahlung an das FA. Ich hoffe nur, daß ich das irgendiwe gegenrechnen kann.

Derzeit zahle ich noch alle Hypotheken während Exchen gar nix dazu löhnt. Ich glaube das ist ziemlich blöd von mir, weil ich damit Ihre Schulden abtrage, ohne auch nur einen Gegenwert dafür zu erhalten oder ? Na ja, dann werde ich mal mit der Bank reden und den Weg der Teil-Versteigerung (oder so ählich) gehen. Ist zwar eine recht komplexe Materie aber hilft vielleicht es, meinen monatlichen negativen Saldo von über 500 EUR abzubauen, weil nämlich mittlerweile alle meine Barreserven auch weg sind.

So und jetzt gilt es: Aufstehen und Gesicht in den Wind drehen.

Ciao J.
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« Antwort #3 am: 07. April 2008, 00:11:14 »

Derzeit zahle ich noch alle Hypotheken während Exchen gar nix dazu löhnt. Ich glaube das ist ziemlich blöd von mir, weil ich damit Ihre Schulden abtrage, ohne auch nur einen Gegenwert dafür zu erhalten oder ? Na ja, dann werde ich mal mit der Bank reden und den Weg der Teil-Versteigerung (oder so ählich) gehen. Ist zwar eine recht komplexe Materie aber hilft vielleicht es, meinen monatlichen negativen Saldo von über 500 EUR abzubauen, weil nämlich mittlerweile alle meine Barreserven auch weg sind.

Hallo Wolkenfaller,

Mich würde das mit der Tilgung für deine Ex auch stören.

Sprich doch mal der Bank, dass die Tilgung erstmal ausgesetzt wird.

Eine Teilungsversteigerung macht vor allem dann Sinn, wenn dir an einem möglichst geringen Verkaufserlös gelegen ist um das Haus selbst zu kaufen.

Eine Teilungsversteigerung gegen ihren Willen kann erstens sehr lange dauern, und bringt, wie gesagt, relativ wenig Geld.

Solange sie durch deine Tilgung immer reicher wird, hat sie natürlich keinen Grund etwas zu verändern.

Gruss Beppo
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