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vatersein.de - Forum 23. Mai 2012, 23:33:32 *
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Autor Thema: Ein Jahresgespräch beim Jugendamt  (Gelesen 379 mal)
Hessentom
Nicht wegzudenken
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 482



« am: 16. Januar 2008, 12:01:57 »

Hallo in die VS Gemeinde!

Es kommt die "Jahresabrechnung 2007!

Ich hatte gestern mein " Jahresgespräch" beim Jugendamt.Man wollte wissen, wie es mir aus Sicht des seit Mai 2007 SR-berechtigten Vater geht. Also Alltagsfragen, den üblen Stress der Prozesse vom Hals , jetzt aber den Papastress am Hals exclamation_smile Ich wurde gefragt, wie ich meinen Sohn so erlebe, wie die Beziehung von uns sich aus meiner Sicht entwicklet hat. Und, ganz wichtig, wie die Kommunikation mit Mama läuft.

Rundweg kann man sagen, daß der Alltag nicht so krass ist, wie ich es mir vorgestellt hatte. Anfängliche Unsicherheiten bei mir, wurden mit Hilfe des JA bewältigt, von Seiten des Jungen gab es keinerlei nennenswerte Probleme. Sicherlich liegt es auch daran, daß ich mich an die im Gericht gemachte Zusage hielt, den Jungen auch zu seiner Mama und seinen Halbschwestern zu geben, wenn er will. Ein Kind in dem Alter (jetzt 5 1/2) hat natürlich spunghafte Ideen, was seine Wünsche und Bedürfnisse sind. Dem konnte ich mit wenigen Ausnahmen auch Rechnung tragen.

Wenn er also mal nicht zu mir wollte, war das aber auch sein Wunsch, den er mir auch so vortrug. War er bei mir, und wollte halt mit seiner Lieblingsschwester spielen, war das sein Wunsch und nicht von Mama gelenkt. Den Gerichtsbeschluß inzwischen verdaut, hat Mama auch einen Weg für sich gefunden, meine Position zu akzeptieren und redet auch auf der Elternebene mit mir. Der Kleine spürt das natürlich, und geht ganz entspannt mit dieser "komischen" Situation um.

Ich habe den Ärger natürlich auch ein wenig verdaut und kann fair mit Mama umgehen.

Das alles hat das JA auch so erlebt und mir gestern auch bestätigt. Die SB teilte mir mit, daß sie mal ein "Gespräch" mit Junior hatte, indem er mich regelrecht vergöttert hatte. Er kannte das Büro noch von den letzten BU`s und soll spontan/freudig
                                                 gefragt haben " Ist mein Papa auch hier?"

Ich denke, wir ( Mein RA und ich) haben den besten Weg gewählt was die Befindlichkeiten und Bedürfnisse des Jungen betrifft. Das das JA dem seinerzeit zugestimmt hatte, ist wohl die Ausnahme, aber für den Kleinen und mich der Idealfall.

Ich habe einen aufgeweckten, fröhlichen und unbeschwerten Sohn, der - nach seinen Worten - zwei Zuhause hat. Er findet das cool

Mama hat natürlich nun ihre finanziellen Probs, aber das hatte ich schon mal gepostet. Man hat ihr eine Erziehungshilfe aufgedrückt, die die Situation bei Mama begleitet und beobachtet. Sie empfindet das wohl auch nicht mehr als Unverschämtheit, sondern als Hilfe und Chance, mal wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen.

Die Erziehungshilfe und ich arbeiten, soweit es meinen Sohn bei Mama betrifft, sehr gut zusammen. Mein Sohn ist dort wohl das selbe Kind, wie bei mir.

Das Gespräch mit der SB dauerte über eine Stunde und hat auch die - noch vorhandenen - Wogen zwischen denen und mir geglättet. Wenn man sich auch nicht direkt bei mir entschuldigt hat, so wurde immerhin zugestanden, die Geschichte am Anfang falsch angegangen zu sein. Sie, die SB, ist ja die sechste SB, bestimmte Sauereien von damals hat sie eh nicht zu verantworten.

Mit dem Kiga läuft es auch prima, ich kann also rundweg zufrieden sein. Ich habe der SB zum Abschluss noch mitgeteilt, daß ich keine Pubertät bei meinem Jungen zulassen werde, die wird übersprungen  . Oh Mann, der hat soviel von mir, wenn ich da an meine arme Mutter denke.......

Nebenbei habe ich mich nun neu kennengelernt ,und eine Menge Potential in mir entdeckt, von dem ich nix wusste.

Danke fürs Lesen

Thomas
Gespeichert

Wer aufgibt, gibt sein Kind auf! 

Das Zeichen größten Misstrauens Gott gegenüber, ist ein Blitzableiter auf dem Kirchturm.
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