vatersein.de - Forum

Themen => Deine Geschichte => Thema gestartet von: matraj63 am 29. Mai 2007, 11:59:34



Titel: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 29. Mai 2007, 11:59:34
Hallo Forum!

Da dies mein erster Beitrag ist, hier kurz etwas zu meiner Person:
Ich heisse Frank, bin 37 Jahre alt, seit 08/2002 verheiratet, seit 10/2001 Vater von zweieiigen Zwillingen, beides Jungen.
Zur Zeit bin ich wie paralysiert - ich weiß nicht mehr ein noch aus, daher erzähle ich euch mal meine Geschichte, in der Hoffnung auf Rat und Beistand.

Unsere Ehe krieselt schon lange vor sich hin, viel zu lange haben wir den Entschluß zur Trennung aufgeschoben, statt dessen wie in einer WG zusammengewohnt. Ich hatte immer noch Hoffnung auf Besserung, die letzte Zeit sah eigentlich ganz positiv aus - wir haben vor einem halben Jahr ein neues Haus gekauft, ich bin gerade fertig mit den letzten Renovierungsarbeiten, das Klettergerüst für die Kinder ist aufgebaut, die Kinder haben erste Spielkameraden kennengelernt. Nun der Bruch - sie hat keine Lust mehr, eigentlich schon lange nicht mehr. Warum wir denn dann noch ein neues Haus gekauft hätten habe ich gefragt. Ob wir uns nun aus diesem oder aus unserem alten Haus trennen sei doch wohl egal hat sie geantwortet.

Drei Monate habe ich renoviert, kurz vor dem Umzug ist sie noch mit einer Freundin für eine Woche in die Türkei geflogen, ich hab die Zeit für Umzugsvorbereitungen genutzt, hab mit den Kindern schon die ersten improvisierten Nächte im neuen Haus verbracht. Als sie zurück kam, konnte ich mir annhören, das ja kaum noch was für den geplanten Umzugstag da sei, wie sie denn jetzt vor ihren Freunden dastünde, jetzt könne sie ja alle wieder ausladen. Letztenendes sind alle gekommen, wir haben trotzdem den ganzen Tag gebraucht - aber das nur am Rande.

Egal was ich getan habe, es war immer verkehrt - sie ist durch nichts zufriedenzustellen. Irgendwann habe ich resigniert, dacht immer, vielleicht wird es ja mit uns doch noch was. Ausserdem waren da ja unsere Kinder, zu denen ich ein sehr inniges Verhältnis habe- aber dazu gleich mehr.

Nun bin ich durch den Entschluss, das es jetzt vorbei ist, eher erleichtert, auch wenn ich den Zeitpunkt sehr gemein finde, wenn es für sie eigentlich schon lange klar war. Die Aufteilung der materiellen Dinge ist bis jetzt auch noch nicht zum Problem geworden (wahrscheinlich, weil wir uns noch nicht explizit auf Details geeinigt haben).
Was aber jetzt zum Streitpunkt wird, sind leider die Kinder, die doch eh schon die größten Leidtragenden sind.
Im ersten Schock habe ich zu ihr gesagt, das die Kinder bei mir bleiben können, sie könnte ja ausziehen, wenn alles so schrecklich ist. Sie meinte, ich wolle ihr die Kinder wegnehmen, so gab ein Wort das andere, ein vernünftiges Gespräch war nicht mehr möglich.

In den nächsten Tagen habe ich mich dann auf die Such nach Antworten, evtl. Lösungen gemacht, wie läuft eine Scheidung, zu wem gehen die Kinder, wie sieht es mit Unterhalt aus, wie sagen wir es den Kindern etc. pp - dabei bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe schon vieles gelesen, einiges gelernt aber immer noch viele Probleme.

Ich bin hier auf das Wechselmodell gestoßen, das mir spontan Hoffnung gab, eine Lösung für die Kinder gefunden zu haben, zu beiden - Mama und Papa -einen innigen Kontskt zu behalten. Zudem las ich noch von der Mediation, in meinen Augen ein gutes Instrument, unsere Interessenkonflikte zu bereinigen.
In der mir innewohnenden Naivität und Gutgläubigkeit habe ich ihr dieses vorgestellt. Anfangs schien sie auch interessiert, hat auch einige Mediatoren angerufen, als sie jedoch hörte, dass diese Honorar für ihre Tätigkeit nehmen, wollte sie davon nichts mehr wissen. Auch das WM, das sie erstmal nicht schlecht fand, wird nun mit einem kategorischem NEIN abgelehnt. Sie hat jetzt für sich den Plan gemacht, das die Kinder zu ihr sollen, bei ihr gemeldet sind, ich könne sie aber besuchen, wann immer ich will, Unterhalt wolle sie nicht von mir. Die Kinder sollten wissen, wo ihr zuhause ist. Ich soll sie Abends dann immer zu Ihr bringen, schlafen dürften sie nur alle zwei WE bei mir.

Sie arbeitet Teilzeit als Krankenschwester im Schichtdienst und sie geht gerne und viel mit ihren Freundinnen und ständig wechselnden Bekanten raus. Wenn sie Spätdienst hat, könne ich ja dann die Kinder von der Kita abholen, den Tag mit ihnen verbringen und bei ihr zu Bett bringen und auf sie warten. Ich habe geantwortet, das sie das nicht von mir verlangen könnte, in ihrem Haus oder Wohnung zu warten, das wir doch nach der Trennung auch getrennte Wege gehen, ein neues Leben aufbauen müssen. Na gut, in solchen Fällen dürften die Kinder dann doch bei mir schlafen.

Nun ist es so, das ich wie bereits erwähnt ein sehr inniges Verhältnis zu den Kindern habe, das nicht von ungefähr kommt. Als meine Ex nach 6 Monaten wieder begonnen hatte zu arbeiten, war ich durch Krankheit (Rücken) fast ein Jahr arbeitsunfähig und habe mich um die Kinder gekümmert, um den Haushalt - naja, das alltägliche Leben eben.
Auch danach, als ich wieder zu arbeiten begonnen hatte, habe ich sowohl im Haushalt als auch bei der Kinderbetreuung mitgeholfen, wir hatten einige Zeit sogar eine Putzfrau zur Entlastung, die Kinder gehen seit sie 3 sind in eine Kita mit Übermittagsbetreuung, davor schon in eine Krabbelgruppe. Ihr war trotzdem immer alles zu viel. Nicht einen schönen Tag habe sie gehabt, seit die Kinder da sind - das musste ich mir oft anhören. Wir hätten nie Kinder haben sollen, war ein anderer häufiger Satz.
Anfangs habe ich versucht den Kindern Mutter und Vater zugleich zu sein, habe versucht die Spannungen zu nehmen, habe viel mit den Kindern unternommen und mache das auch heute noch. Ich habe ihr viel Freiraum zugestanden, Party, Disco, rausgehen - ich selbst habe immer weniger gemacht, bis es fast ganz versiegte. Nur gemeinsame Unternehmungen fanden kaum statt - wenn mal mal von Geburtstagspflichtbesuchen absieht. Irgendwann habe ich nicht mehr versucht mit ihr und den Kindern etwas gemeinsam zu unternehmen, ich bin halt mit den Kindern allein gefahren, ab und zu ist sie auch allein mit den Kindern zu einer Freundin gefahren.
Um aber wieder auf das Wechselmodell zurückzukommen: Ich habe die Befürchtung, das ich, wenn ich auf ihren Vorschlag eingehe, sie mich danach einfach in der Hand hat. Sie weiß, daß ich die Kinder so oft wie möglich nehmen würde, wenn ich keine Zeit hätte, hätte sie ja genug Freunde und Bekannte, die auf die Kinder aufpassen. Ich befürchte einfach, dass sie wenn es ihr grad nicht in den Kram passt, sie die Kinder zu mir oder anderen abschiebt, das es ihr nicht ausschliesslich um die Kinder geht, sondern um Macht, um das Gewinnen, darum, gut dazustehen.

Ausserdem befürchte ich, das ich dann zwar die Kinder häufig sehen kann, aber rechtlich nicht abgesichert bin, das sie danach noch soviel Macht über mich behält, meine Gutmütigkeit ausnutzt. Zu oft hat sie Versprechen gemacht und nicht gehalten, Vertrauen habe ich nicht mehr zu ihr, daher möchte ich diesen Weg nicht einschlagen. Ich möchte das Beste für die Kinder, in meinen Augen ist es das WM.

Nun war sie über das Pfingstwochenende (Fr. morgen bis Mo. Nachmittag) mit ihren neuen Bekannten Motorradfahren, ich wie schon so häufig mit den Kindern zuhause und habe die Zeit mit ihnen genossen. Gestern kommt sie zurück, natürlich eingefrorene Stimmung zwischen uns. Ich frage sie, nachdem wir die Kinder ins Bett gebracht haben, ob sie sich denn was neues hat einfallen lassen, ob wir in Bezug auf das Wechselmodell zu einer Lösung kommen - Nein, sie hätte was anderes zu tun gehabt, als darüber nachzudenken. Natürlich haben angefangen zu streiten. Irgendwann kam L runter, ich sage zu ihr "Halt den Mund, L kommte runter", sie keift mich an sie liese sich den Mund nicht verbieten. Ich habe mich für meine Wortwahl entschuldigt. Ich wollte nicht, das er unseren Streit mitbekommt. In der Zwischenzeit hat sich L in mein Bett gelegt, das macht er häufig, das er noch zu mir kuscheln kommt, oder getröstet werden will oder einfach Nähe braucht.
Wir streiten zwar nicht direkt vor den Kindern, aber ich denke sie merken das trotzdem, immer weider bekunden sie ihre Liebe zu uns, fragen nach Mama oder Papa und haben bestimmt große Sorgen in ihren kleinen Herzen, die sie nichteinmal formulieren können.
Meine Frau geht ins Schlafzimmer und schimpft lauthals weiter vor sich hin, L zieht sich die Decke über den Kopf - ich weiß nicht ob sie ihn gesehen hat, daher weise ich sie darauf hin, das das Kind im Raum sei. "Der hat hier nichts zu suchen, bring ihn rauf ins Zimmer" herrscht sie mich gehässig an "Weisst du eigentlich was in dem kleinen Kopf vorgeht? In so einer Situation hat er nichts zu suchen? Wann dann?" konnte ich noch antworten und "Wie kann man nur so sein", dann sind alle möglichen Gefühle über mir zusammengebrochen, ich musste das Zimmer verlassen. Das hat sie schon immer versucht, die Kinder, wenn sie Nähe suchen, aus unserem Bett zu vertreiben, weil sie dann nicht schlafen kann.
Als ich mich wieder gefasst hatte, brachte sie L gerade ins Bett und sagte er wolle mit mir kuscheln - ich hab mich dann noch zu ihm gelegt.

Ein weiteres Gespräch war uns nicht möglich Der letzte Stand ist, dass sie sich erkundigen will, beim JA, beim Anwalt, etc. ich glaube, sie will mich nur hinhalten, bis ihre Position gefestigt ist. Ich glaube auch nicht, das sie von ihrer Position abweicht, ich weiß nicht wie ich vorgehen soll. Ich mache heute einen Termin mit einem Mediator (gleichzeitig RA), um zu sehen was er mir rät.  Ich fühle mich völlig Kopflos, ich weiß nicht mehr weiter, weiß nicht wie oder wo ich Anfangen soll.
Was könnt ihr mir raten? Soll ich das ABR beantragen, um ein WM durchzuboxen, oder mach ich alles schlimmer? Vielleicht doch nachgeben und mal wieder auf das Beste hoffen?

Traurige Grüße
Frank

P.S. Jetzt habe ich soviel geschrieben, hoffe das schreckt nicht ab. Ich habe trotzdem noch das Gefühl, nicht mal annähernd die Situation beschrieben zu haben.


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: papi74 am 29. Mai 2007, 12:41:13
Hallo,


das ist nartürlich jetzt erstmal eine unschöne Situation.

ich finde es gut, dass du das Wechselmodell in betracht ziehst.

Ich denke aber, dass die KM Dir da einen Strich durch die Rechnung machen wird.

Es wird Ihr irgendwann auffallen, dass ihr eine Menge Geld verloren gehen wird und Sie dann die Kinder dazu nutzen wird Dich auszunutzen.

Besteht Deinerseits nicht die Möglichkeit die Kids alleine zu versorgen?

Prüfe das für Dich ab und wenn das dann alles klappen wird, dann schaffe Du Tatsachen.

Sprich stelle Ihr die Koffer vor die Tür und tausche die Schlösser aus.  Suche Dir einen guten RA und sicherlich wäre es weiterhin gut, wenn du erstmal 2-3 Wochen Urlaub nimmst.


Desweiteren würde ich auch erstmal keine Forderungen an Sie stellen. Erst wenn einige Zeit vergangen ist dann stellst du Deine Forderungen KU/TU.

mfg

papi74


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: SteMa am 29. Mai 2007, 13:09:29
hallo matraj63,

die geschichte ist einigen/vielen mit kleine abänderungen ebenso passiert. suche dir umgehend einen familienanwalt. wenn km tatsächlich auf ihren unterhalt verzichtn will fixiert das schriftlich. eine trennungsvereinbarung ist sehr sinnvoll, solange ihr noch einigermaßen sprechen könnt. das kann sehr schnell vorbei sein. wie wohnt ihr im moment. wenn sie dich bittet auszuziehen, aus rücksicht auf die kinde, lehne das ab. du schaffst sonst recht feste voraussetzungen, dass du das haus ihr "aufgedrängt hast. denke in diesem moment nur an dich und wie nah du denn kindern sein kannst. ist zwar eine komische vorstellung, aber ihr hattet vorher ja auch schon eine wg....

also, ab zum fam.ra und alles durchsprechen. besorge dir unterlagen über ihr gehalt, gemeinsame steuererklärungen, kontoauszüge, usw. . du ahnst gar nicht, wie schnell die sachen plötzlich nicht mehr da sind, wo du sie hingelegt hast..

lass dir nicht die haut abziehen und denke auch mal an dich, die kinder werden es dir irgendwann mehr als danken.

stema, der diese sachen genau falsch gemacht hatte und lange kämpfen musste. mittlerweile hat er aber einiges auf die reihe bekommen...immerhin nach 2,5 jahren  :exclam:


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: 82Marco am 29. Mai 2007, 13:45:59
Servus Frank!
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir Folgendes empfehlen:
Setz Dich erst mal in Ruhe hin und versuche, Deine zukünftigen Ziele zu definieren ... wenn Du die hast, überlege Dir,ob Du in der Lage und bereit bist, für diese mit aller gebotenen Konsequenz und Durchhaltevermögen zu kämpfen.

Du mußt Dich selber schlau machen (nicht warten, bis KM sich schlau gemacht hat), rede mit dem Jugendamt, zeige die Situation (auch die berufsbedingte) auf und frage um deren Rat. Das hat unter anderem auch den Vorteil, daß z.B. im JA schon mal gespeichert ist, daß Du die Betreuung während ihres Schichtdienstes (wenn nicht sogar vollumfänglich) übernehmen kannst, was auf lange Sicht evtl. ein Pluspunkt für Dich und Dein Konzept sein kann.

Versuche, selbst nun Fakten zu schaffen (papi74 hat schon ein paar Vorschläge eingebracht) und sorge dafür, daß diese konsequent eingehalten/beachtet werden ... Du solltest versuchen, zumindest auf "amtlicher-Hilfe-Ebene" Deiner Noch-Frau ein bis zwei Schritte voraus zu sein, dann kannst Du agieren und bist nicht gezwungen, zu reagieren. Wenn Du Dir die Zügel aus er Hand nehmen lässt, hast schon verloren...

Eure Paarbeziehung ist offensichtlich zu Ende, Du hast selber damit abgeschlossen... abwarten, ob sich irgendwas wieder einrenkt, ist keine Lösung ... damit hilfst Du weder Dir noch den Kindern, ganz im Gegenteil. Gutmütigkeit sollte ab jetzt der Vergangenheit angehören...

Zu guter Letzt: schau, daß Du unter die Leute kommst, geh laufen oder radeln, sammle Kraft, rede mit Freunden oder schreibe hier (friss nix in Dich rein!!). Du wirst ab jetzt hellwach und in Vollbesitz Deiner geistigen und körperlichen Kräfte sein müssen ... tanke diese, wo und wann Du nur kannst!


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: Skorpion am 29. Mai 2007, 14:29:01
Guten Morgen Frank,

die Trennungsphase geht mit einem seltsamen Zustand einher, um den ich dich nicht beneide. Daher lautet dein Titel wohl auch "Ich weiß nicht mehr weiter", obwohl du ja eigentlich ziemlich konkrete Vorstellungen hast:

- du willst die Kinder mindestens hälftig weitererziehen
- du willst dort wohnen bleiben
- du willst strittige Punkte mH von Mediation klären und nicht gleich zum Gericht.

Das ist alles sehr klar und sehr vernünftig. Natürlich machst du dir Sorgen um die Umsetzbarkeit - das kann vorher keiner orakeln, aber wenn du jetzt dein Möglichstes tust, um alles so hinzukriegen, bist du später mit dir im Reinen, ob es nun erfolgreich ist oder nicht.

Was du machen kannst:

- Sei bestimmt. Du forderst ja nichts Übertriebenes, sondern nur "deinen" Anteil. Die KM sollte wissen, daß du klare Vorstellungen hast und bereit bist diese umzusetzen. Torpediere ihren Egotrip ruhig öfters mal mit den Bedürfnissen eurer Kinder und dir.

- Sei aktiv. Frage nicht: "Wollen wir einen Termin beim Mediator machen" sondern mache einen Termin. Zur Not gehst du eben alleine hin. Es gibt auch kostenlose Paarberatungen, zB bei Diakonie und Caritas. Auch Freunde oder andere Dritte können bei Gesprächen zugegen sein, wenn es mit dem Mediationstermin zulange dauert.

- Suche deiner Frau eine Wohnung. Wenn sie partout das Haus halten will, nimmst du die eben, aber: Zieh nicht aus, bevor das mit den Kindern geklärt ist. Und zwar wasserdicht und verläßlich geklärt. Ziehst du ohne Kinder aus, bist du sie los. Dann lieber noch ein bißchen Zähne zusammenbeißen und gemeinsam wohnen bleiben.

- Mache ihr verschiedene Vorschläge zum WM. Biete ihr verschiedene Konzepte an, die auf ihren Schichtdienst passen. Mache es aber nicht zu wirr - evtl 3-4 verschieden Konzepte zur Wahl stellen.  Auch wenn sie das WM im Ganzen noch ablehnt - zeig ihr Machbarkeiten auf und laß sie das Thema nicht einfach beenden.

- Laß dich nicht verrückt machen. KM weiß, daß du ein Recht auf die Kinder und die Kinder ein Recht auf dich haben, und daß ihre Vorschläge diese Rechte empfindlich beschneiden würden. Sie pokert. Sie weiß auch, daß zwischen den Kindern und dir eine intensive Beziehung besteht und daß sie Schicht arbeitet und alleine die Betreuung daher nicht voll abdecken kann. So sicher wie sie tut, daß im Falle eines Gerichtsurteils die Kinder bei ihr landen, ist sie innerlich bestimmt nicht.

- Unternimm nichts vorschnelles. Mancher in der Diskussion errungene Kompromiß erscheint am nächsten Tag in einem ganz anderen Licht, wenn ein "neuer" Fakt hinzutritt. Laß dich also nicht zu übereilten Zusagen von irgendwas aus dem Eifer des Gefechtes heraus drängen - wenn der Kompromiß die nächsten Jahre halten soll, wird es auch möglich sein, nochmal eine Nacht drüber zu schlafen.

- Informiere dich über die ortsansässigen Anwälte. Wer kann von denen Familienrecht und hat evtl sogar einen guten Ruf. Kann ja sein, daß du bald doch schnell einen brauchst.

- Gewichte deine Ziele. Die (hälftige) Zeit mit den Kindern hat Priorität vor allem anderen. Letztendlich werden alle anderen Einigungen davon beeinflußt. Laß dich lieber auf einem anderen Schlachtfeld fertig machen, aber bei den Kindern muß die Front bis zum Schluß halten.

- Halte bei euren Gesprächen mal zwischendurch kurz inne und überlege, ob ihr noch beim Thema seid, und wielange du schon in der Defensive steckst. Frauen haben das Talent, mit Gegenfragen Gespräche zu lenken. Probier das auch mal, es ist verblüffend! Also immer den imaginären roten Faden im Auge behalten, drauf achten, daß dein Defensivanteil nicht zu groß wird und auf das Thema zurücklenken.



Diese Liste ist unvollständig, aber mir fällt gerade nicht mehr ein. Bei mir hat es aus einer ähnlichen Situation heraus geklappt.

Es gibt auch Sachen, wenn du die machst, kannst du dir gleich alles abschreiben:

- Du ziehst ohne die Kinder aus.

- Du vertraust mündlich versprochenen Gegenleistungen und gehst in Vorleistung.

- Du läßt dich durch das Vertraute an der KM beeinflussen. Sie ist jetzt nicht mehr dein Freund. Versuche sie so objektiv wie möglich zu betrachten.

- Du machst die KM im Gespräch oder vor anderen schlecht. Auch wenn sie es "verdient hat", lieferst du ihr damit nur Munition. Über KMs darf grundsätzlich nur gut geredet werden.

- Du läßt dich auf vage Absprachen ein. Etwa "Wir machen es ungefähr hälftig" und "Du kannst sie sehen wann immer du willst". Alles Käse, du wirst sie dann nur sehen, wann immer SIE will. Du brauchst belastbare Vereinbarungen, schriftlich, nachvollziehbar, am besten bezeugt.

Soviel erstmal von mir. Nur Mut.


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 29. Mai 2007, 14:56:03
Moin Frank,

meine Vorschreiber haben schon einiges zum Thema gesagt. Auch aus meiner Sicht machte es Sinn, dass Deine Noch-Gattin mit der Mitteilung ihrer Trennungspläne gewartet hat, bis es ein Haus gibt. Da dürfte glasklares weibliches Kalkül dahinterstehen: Eine Ehe verlässt man besser mit einem eigenen Haus als mit einer gemieteten Wohnung.

Demnächst wirst Du möglicherweise Anwaltsbriefe kriegen, in denen Du zum Auszug aufgefordert wirst und in denen Dir der künftige Umgang mit Deinen Kindern zugeteilt wird (rechne mit Vorschlägen von der Sorte "jedes zweite Wochenende von Freitag bis Sonntag"). Man wird Dir diesen Vorschlag übrigens als grosszügiges Entgegenkommen Deiner Noch-Gattin verkaufen...

Garnieren wird der Anwalt das Ganze mit Zahlen. Möglicherweise sollst Du dann tatsächlich keinen Unterhalt für Madame bezahlen - aber stattdessen ein Haus weiterfinanzieren, das Du nicht einmal mehr betreten darfst. Und natürlich Unterhalt für die Kids bezahlen. Rechne zu all diesen Kosten eine ortsübliche Miete für eine eigene Wohnung für Dich hinzu - dann weisst Du, was Dir nach Ansicht der Dame zum Leben bleibt.

Was Deine Noch-Ehefrau zum Thema "Kinder" irgendwann mal gesagt haben mag, spielt dabei übrigens keine Rolle - im Augenblick der Trennung wird der "Besitz" der Kinder eklatant wichtig. Der Anwalt wird Dir daher möglicherweise auch mitteilen, dass die Kinder eine praktisch ausschliessliche Beziehung zu ihrer Mutter haben, die sich die letzten Jahre rührend um sie gekümmert hat, während Du praktisch nie anwesend warst. Und noch einige andere Perlen mehr. Aber der gegnerische Anwalt weiss ja nicht, dass Du bei vatersein.de profunde Hilfe bekommst...

Das alles hört sich schlimm an - und ist es auch. Allerdings ist das ein in Deinem Fall recht wahrscheinliches Szenario. Wenn Du darauf vorbereitet bist, kann man Dich damit schlecht aus der Fassung bringen. Ich an Deiner Stelle würde Madame also glasklare Vorgaben machen: Sie möchte diese Ehe beenden - kann sie, indem sie selbst auszieht. Ein Naturgesetz von der Sorte, dass sie dabei die Kinder mitnimmt, gibt es nicht. In Sachen elterliche Sorge strebst Du eine Sorgerechtsmediation mit dem Ziel eines Wechselmodells an. Dass das etwas kostet - so what? Sind Madames Motorradausflüge umsonst? Unterm Strich kommen für eine Mediation ein paar hundert Euro zusammen - das ist der kleinste Posten, denn eine streitige Scheidung kostet tausende und dauert im Zweifelsfall Jahre. Lass Dich auch über die Kinder nicht weichkochen - die brauchen stabile emotionale Verhältnisse, aber keinen Papa ohne Eier in der Hose. Zusammenfassend: Übernimm selbst die Regie über das jetzt beginnende Theater, bevor es andere für Dich tun....

Ermutigende Grüsse
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 29. Mai 2007, 21:28:38
Hallo ihr alle!

Ich kann erstmal nur Danke sagen für eure Tipps und euren Beistand.  :)
Ich habe heute mit einer Anwaltskanzlei hier telefoniert, die auch Mediation anbietet. Für Freitag habe ich einen Termin, dummerweise habe ich den von der Arbeit gemacht und hatte den Terminkalender nicht zur Hand - nun überschneidet sich der Termin mit dem Sommerfest der Kita. Ich hatte ihn als Erstgespräch für die Mediation geplant, sollte meine Ex nicht mitwollen, so würde ich den Termin als Rechtsberatung nutzen. Mal sehen, wenn Ex weiterhin Mediation ablehnt, nehme ich ihn war, ansonsten muss ich doch verschieben, wobei ich dann schon wieder in der nächsten Woche bin.

@papi74
Urlaub sitzt im Moment leider nicht drin, mal sehn was geht
Die Möglichkeit, die Kinder alleine zu versorgen, bestünde unter Einbeziehung meiner Mutter, die heute in Rente gegangen ist. Sie ist für die Kinder sowieso eine wichtige Bezugsperson. Allerdings scheue ich diesen krassen Schritt, da ich das WM aus Sicht der Kinder für angemessener halte - ich hoffe ich bereue es nicht.

@stema
Das mit dem Kontinuitätsprinzip hatte ich schon mal irgendwo aufgeschnappt, daher denke ich auch nicht daran auszuziehen.
Und zu den Kontoauszügen - tja, den Zugriff auf ihr Konto (wir hatten getrennte Konten, wobei ich alle verwaltet habe) hat sie gesperrt, war für mich zumindest mal das Zeichen meine Kontodaten zu sichern...

@82marco
OK, guter Vorschlag, werde morgen direkt nen Termin mit dem JA machen, für Donnerstag habe ich schon einen Termin zur Trennungsberatung

@Skorpion
- Gewichte deine Ziele. Die (hälftige) Zeit mit den Kindern hat Priorität vor allem anderen. Letztendlich werden alle anderen Einigungen davon beeinflußt. Laß dich lieber auf einem anderen Schlachtfeld fertig machen, aber bei den Kindern muß die Front bis zum Schluß halten.

Du sprichst mir aus der Seele - alles andere ist mir fast egal.

- Mache ihr verschiedene Vorschläge zum WM. Biete ihr verschiedene Konzepte an, die auf ihren Schichtdienst passen. Mache es aber nicht zu wirr - evtl 3-4 verschieden Konzepte zur Wahl stellen.  Auch wenn sie das WM im Ganzen noch ablehnt - zeig ihr Machbarkeiten auf und laß sie das Thema nicht einfach beenden.

Habe ihr schon verschiedene Vorschläge gemacht, sind alle am kategorischen NEIN abgeprallt. Sie will ihre Version - ich könnte die Kinder ja nehmen wann ich will. Die Aussage ist ja schon albern, denn alle Terminvorschläge Vorschläge des WM könnte ich ja auch in ihrer Version wollen , und den Willen lässt sie ja schon nicht zu. Hoffe sie lenkt bei Trennungsberatung oder Mediator (wenn sie mitkommt) ein, sonst rechne ich mit dem schlimmsten.

- Du machst die KM im Gespräch oder vor anderen schlecht. Auch wenn sie es "verdient hat", lieferst du ihr damit nur Munition. Über KMs darf grundsätzlich nur gut geredet werden.

Danke für den Tipp, werde ihn beherzigen.

@brille007
Das alles hört sich schlimm an - und ist es auch. Allerdings ist das ein in Deinem Fall recht wahrscheinliches Szenario. Wenn Du darauf vorbereitet bist, kann man Dich damit schlecht aus der Fassung bringen. Ich an Deiner Stelle würde Madame also glasklare Vorgaben machen: Sie möchte diese Ehe beenden - kann sie, indem sie selbst auszieht. Ein Naturgesetz von der Sorte, dass sie dabei die Kinder mitnimmt, gibt es nicht. In Sachen elterliche Sorge strebst Du eine Sorgerechtsmediation mit dem Ziel eines Wechselmodells an. Dass das etwas kostet - so what? Sind Madames Motorradausflüge umsonst? Unterm Strich kommen für eine Mediation ein paar hundert Euro zusammen - das ist der kleinste Posten, denn eine streitige Scheidung kostet tausende und dauert im Zweifelsfall Jahre. Lass Dich auch über die Kinder nicht weichkochen - die brauchen stabile emotionale Verhältnisse, aber keinen Papa ohne Eier in der Hose. Zusammenfassend: Übernimm selbst die Regie über das jetzt beginnende Theater, bevor es andere für Dich tun....

Shit das wollte ich nicht hören - Danke für deine Ehrlichkeit, hoffe das meine Ex die Regie nicht schon übernommen hat, sie hat leider mehr Zeit als ich, vielleicht würde ein Krankenschein helfen...

Achso, habe noch garnicht erwähnt, das mein Sohn L ein (fragliches) ADHS hat, habe direkt noch nen Termin mit der Frühförderstelle gemacht, da ich befürchte, das Ex mir nicht alles über die Therapie etc. mitteilt. In letzter Zeit häufen sich so Aussagen wie, "hab ich doch gesagt", "das steht alles in der Mappe, kannst ja lesen, wenn es dich interessiert". Da lässt die Kommunikation zu wünschen übrig.

Heute war sie komischerweise, nachdem wir uns gestern ziemlich gezofft hatten, total freundlich zu mir - Holzauge sei wachsam.
Wir haben uns nach der Arbeit beim Arzt getroffen, weil L einen neuen Gips bekommen hat. Sie tat so, als sei nichts gewesen. Ich bin dann mit den Kindern zur Oma gefahren.
Ich hoffe echt, ich habe nicht schon zu spät reagiert...

LG
Frank



Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 30. Mai 2007, 09:30:24
Kleines Update:

Ich habe gestern Abend nochmal bei meiner Ex nachgefragt, ob sie sich denn die Mediation immer noch nicht vorstellen kann - Antwort war NEIN. Sie scheint sich ihrer Sache sehr sicher zu sein. Sie rückt nicht einen Millimeter von ihrer Position ab - naja, was habe ich erwartet, war ja schon immer so. Eine Diskussion habe ich nicht begonnen, aus Angst das wir uns wieder lautstark streiten.

Habe gerade einen Termin mit dem JA gemacht, nächste Woche Dienstag.

Ich kann das alles nicht glauben, das muss doch ein Traum sein, lass mich bitte aufwachen...

Grüße
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 30. Mai 2007, 16:48:00
Hallo!

Morgen früh haben wir ja einen Termin zur Trennungsberatung. Hat da schon jemand Erfahrung mit, wie läuft das ab? Soll, kann, muss ich mich darauf irgendwie vorbereiten? Fühle mich "etwas" unwohl und hilflos bei dem Gedanken, hab gerade wieder die große Leere im Kopf. Setze mich jetzt erstmal aufs Rad, vielleicht hilft es.

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 30. Mai 2007, 17:02:57
Moin Frank,

vor einer Trennungsberatung musst Du keine Angst haben. Diese soll Dir und Deiner Frau helfen, die jetzt anstehenden Fragen möglichst sachlich und "un-emotional" abzuarbeiten - also etwas zu tun, zu dem Ihr beide (!) derzeit allein kaum in der Lage seid.

Nimm Dir einen Block und einen Stift mit - nein, am besten zwei, denn auch Deine Frau muss Dinge aufschreiben. Dann sollte es - allem anderen voran - um die Kinder gehen. Dabei kannst Du auch das Wechselmodell als einzigen für Dich gangbaren Weg in den Raum stellen und hoffen, dass der "Trennungsberater" dieses als das Optimum für die Kinder erkennt und Deiner Frau das auch vermittelt.

Die "Berater" werden Deiner Frau längst geflüstert haben, dass sie die Kinder in ihren Besitz bringen muss, um ordentlich Unterhalt zu kassieren. Aus taktischen Gründen (und nicht etwa, weil Du das tatsächlich vorhättest) empfiehlt es sich daher, Deiner Frau die negativen Seiten des "Kinderbesitzens" aufzuzeigen: Beispielsweise, dass ihre persönliche Freiheit stark beschnitten wäre, wenn Du nur noch 2-wöchiger Besuchspapa bist, ansonsten Deine neuen Freiheiten geniesst und nicht mehr als Babysitter auf Abruf bereit stehst. Die Alternative hierzu, von der alle Beteiligten profitieren, ist das Wechselmodell...

Daneben kann man auch Unterhalts-, Zugewinn- und Hausratsfragen klären. Wichtig ist das Mitschreiben, gerade, weil Ihr derzeit nicht den klarsten Kopf habt: Wer macht was bis wann? Und wichtig ist auch, gleich einen Anschlusstermin zu vereinbaren, bei dem die "Hausaufgaben" besprochen werden. Auf diese Weise kann man eine Trennung sehr sauber und ohne Streit über die Bühne bringen. Und Lösungen, die man gemeinsam findet, sind meist auch tragfähiger als die, zu denen man von einem Gericht verurteilt wird.

Ganz wichtig: Die Vergangenheit spielt hierbei keine Rolle; es geht auch nicht um die Klärung irgendwelcher Schuldfragen. Es geht nur um die jetzt anstehende Trennung. Falls entsprechende Vorwürfe kommen ("...Du hast immer..." oder "Du warst ja nie...") bügelst Du diese also freundlich ab und sagst "das gehört nicht zum Thema".

Munter bleiben!

Grüssles
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 31. Mai 2007, 13:32:32
Hallo!

Wir hatten gerade den Termin zur Trennungsberatung. Ich war ganz schön angespannt. Der Herr von der Trennungsberatung hat uns nach kurzer Einleitung zum Ziel dieses Besuches befragt. Wir waren uns einig, eine Lösung zur Betreuung der Kinder zu erlangen zu wollen und uns über das "wie vermitteln wir es den Kids" einigen zu wollen.
Er hat sich dann unsere Ansichten angehört, ich möchte 50:50 WM, habe zwei Modelle angesprochen (7-7, 2-3-2, jeweils mit der Möglichkeit von Ausnahmeregelungen), meine Nochgattin strebt eine individuelle Lösung an, festes Zuhause bei ihr, ich darf die Kinder häufiger sehen als alle 2 WE, individuelle Absprache jeden Monat. Wir haben beide unsere jeweiligen Vor- und Nachteile zumindest im Ansatz dargelegt.
Weiterhin hatte ich erwähnt, dass wir eine Mediation in Betracht gezogen hatten, dass meine Frau dazu im Moment aber nicht mehr bereit sei. Als Gründe nannte sie die Kosten, außerdem seien einige am Telefon sehr unsympathisch gewesen, einige seien nur auf Kundenfang aus. Wir sollten halt jemanden aus unserem Umfeld nehmen. Ich sagte, dass diese Personen nie parteilos sein könnten und auch nicht die Erfahrung hätten, solche Konflikte zu lösen.
Wie es der Zufall so wollte, ist der Herr von der Trennungsberatung auch ausgebildeter Mediator, allerdings nicht frei praktizierend, sondern im Zuge seiner Tätigkeit in der Beratungsstelle, sprich kostet nix - schonmal ein Argument meiner Nochgattin vom Tisch. Er bot uns eine Mediation zur Klärung der Umgangs- und Sorgerechtsfragen an. Ich stimmte zu, meine Ex sagte, dass sie sich "nicht sträuben würde". Wir haben direkt einen neuen Termin vereinbart in 2 Wochen.
Übrigens will meine Frau nur die Trennung, weil Scheidung ja kostet, RA und Gericht und so, die Scheidung wolle ich ja. Mmmh, bin ich wirklich so altmodisch? Wenn wir uns trennen, also unsere Paarebene aufheben, ist es für mich die logische Schlussfolgerung das die Scheidung folgt. Schliesslich wollen und werden wir beide ein neues Leben aufbauen. Und die Kohle - mein Gott, wenn wir uns über die Mediation einig werden und dies dem RA, JA Gericht etc. als tragfähigen Beschluss präsentieren, kann sowas doch wohl nicht die Welt kosten, oder? Schließlich geht es um unsere und vor allem um die Zukunft der Kinder.
Ich würde mich echt freuen, wenn wir es mit dieser Methode schaffen. Bin mal gespannt.

Achja, der Mediator fragte, ob schon RA oder JA involviert seien. Wurde von uns beiden verneint. Er meinte, dass dies im Moment auch nicht nötig sei.  Allerdings habe ich morgen einen Termin mit RA (siehe einen der letzten Posts), nächste Woche steht ein Termin mit dem JA an. Soll ich das wahrnehmen, will die Mediation nicht gefährden durch evtl. Vertrauensbruch. Wenn ich es heimlich mache, würde ich das Vertrauen, das sie angeblich noch in mich hat, unterlaufen, wenn ich es ihr sage, weiss ich echt nicht wie sie reagiert Mmmh, ich zweifel schonwieder, brauch mal wieder euren Rat. Vielleicht kann ich ihr ja anbieten, gemeinsam zum JA zu gehen und nehme den RA Termin zur reinen Rechtsberatung. Oder die Termine canceln?  Was meint ihr?

Mal wieder zaudernde Grüße
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 31. Mai 2007, 13:54:11
Moin Frank,

das sieht alles im Moment gar nicht schlecht aus. Und ich kann Dich in Deinen Scheidungsabsichten nur bestärken - wenn man sich getrennt hat, ist es logisch, das auch komplett zu tun und nicht eine halbgare Ehe auf dem Papier bestehen zu lassen.

Rein taktisch solltest Du Dich vom Wechselmodell NICHT abbringen lassen - es ist ein guter Start, auch wenn sich im Lauf der Zeit herausstellen sollte, dass die anfänglich gefundene Regelung überarbeitet werden sollte (alle 2 Tage den Wohnsitz zu wechseln muss für Kinder nicht unbedingt prickelnd sein; da sind längere Intervalle dann tatsächlich besser). Falls Deine Noch-Frau weiter auf dem "Die Kinder wohnen bei mir" beharrt, stellst Du einfach mal die umgekehrte Lösung in den Raum: Was sie davon halten würde, wenn die Kids bei Dir sind und sie von Dir "grosszügigen Umgang" zugeteilt bekommt. Das öffnet manchen Frauen die Augen, denn ein wirkliches Argument gibt es nicht dagegen; es ist ja nichts anderes als ihr eigener Vorschlag, nur eben mit umgekehrten Vorzeichen...

Wichtig ist: Sorge dafür, dass jede Sitzung beim Mediator protokolliert wird. Wenn der es nicht macht: Tu es selbst und lasse ihm und Deiner Noch-Frau jeweils ein Exemplar zukommen. Wenn darauf kein energischer Widerspruch erfolgt, gilt das Protokollierte als "gegeben". Das Ganze nennt sich "die Macht des Protokollführers" (diesen Tipp hat mir Deep Thought vor längerer Zeit mal gegeben...  :wink:) In jedem Fall können diese Protokolle von Bedeutung sein, falls Madame es sich irgendwann anders überlegt und einfach eine streitige Scheidung will: Sie dokumentieren Deine Bereitschaft, das Ganze aussergerichtlich und im Interesse der Kinder zu lösen. Da ist ein trotziges "Ich bin aber die Mutter und ich will das alles nicht" dann kein wirklich gutes Argument vor Gericht.

Solange eine Mediation läuft, gilt das ungeschriebene Gesetz, dass die Waffen zu schweigen haben. Ich würde daher an Deiner Stelle den Anwaltstermin canceln: Wenn Deine Noch-Frau davon Wind bekommt, wäre das ein willkommener Anlass für sie, sich ebenfalls an keine der getroffenen Vereinbarungen zu halten. Und dann ziehst Du den Kürzeren... Abgesehen davon: Alles, was der Anwalt Dir im Moment sagen kann, erfährst Du auch hier...

Grüssles
Martin

PS: Selbst wenn der Mediator Geld kostet: Das sind peanuts im Vergleich zu dem, was eine streitige Scheidung kostet. Und bei der trägt jeder seine Kosten selbst (es sei denn, er bekommt PKH)


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 31. Mai 2007, 20:32:32
Hi Martin!

Ich hatte auch den Eindruck, dass das heutige Gespräch durchaus konstruktiv war.
Ich hatte bei beiden W-Modellen meine Bedenken, das eine hat im Moment noch zu große Intervalle denke ich, das andere könnte evtl. noch passen, aber wenn die Kinder älter werden, könnte man es verlängern, bzw. sollte mal sehen, wie die Kinder reagieren und was sie wollen. Wir haben dabei auch gleich festgehalten, das man diese Modelle nach einiger Zeit, evtl. mit Hilfe des Mediators, erneut besprechen und anpassen könnte.
Ich bin jetzt zumindest mal etwas erleichtert, das der, wie ich finde, richtige Weg der Problemlösung eingeschlagen ist, hoffentlich gehen wir ihn bis zum Ende. Zumindest konnten wir heute etwas vernünftiger miteinander umgehen - ist ja auch schon was. :)

RA Termin werde ich dann canceln, supi, dann schaffe ich es ja noch zum Sommerfest in die Kita- doll freu;-)  :laola:

Das mit dem Protokoll ist ein sehr guter Tipp, habe heute gar nicht daran gedacht zu fragen, ob er das, was er mit geschrieben hat, uns als Protokoll zur Verfügung stellt.

-PS: Selbst wenn der Mediator Geld kostet: Das sind peanuts im Vergleich zu dem, was eine streitige Scheidung kostet. Und bei der trägt jeder seine Kosten selbst (es sei denn, er bekommt PKH)
Hatte ich ihr auch gesagt, ich glaube sie hat einfach darauf spekuliert, dass ich ihrem Willen nachgebe.

So, heute kann ich mal zur Abwechslung etwas erleichterter ins Bett.

Grüße
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 31. Mai 2007, 22:02:44
Moin Frank,

Wechselmodelle sind noch kein wirklich justiziables Ding (obwohl sie als "Doppelresidenzmodell" zumindest schon mal einen amtlichen Namen haben). Aber man kann sie nicht einklagen; es braucht zu ihrer Umsetzung die Bereitschaft beider Eltern, halbwegs miteinander vernünftig zu kommunizieren. Hierfür ist ein Mediator ein gutes Medium, vor allem am Anfang. Aber auch in das (immer vorläufige) Ergebnis einer Sorgerechtsmediation wird man reinschreiben, dass beide Eltern sich verpflichten, im Falle von Streitigkeiten nicht einfach zum Anwalt zu rennen, sondern den Mediator erneut aufzusuchen und das Problem mit seiner Hilfe zu lösen.

Die Intervalle eines WM hängen von vielen Faktoren ab: Alter der Kinder, Entfernung der Wohnorte, Grösse der Wohnungen, Tagesablauf etc. Es gibt da keine Faustregel; man muss es schlicht ausprobieren. Wenn man als Eltern feststellt, dass ein 3-tägiger Turnus zu stressig ist, macht man eben einvernehmlich eine Woche daraus und beobachtet das Ergebnis. Wenn die Kinder grösser sind, kommen zusätzlich auch Freunde und Freizeitbeschäftigungen ins Spiel. Am besten würde so ein Modell natürlich funktionieren, wenn beide Eltern räumlich sehr nahe beieinander wohnen. Freunde von mir haben nach ihrer Scheidung ihr Haus verkauft und zwei nebeneinander liegende Doppelhaushälften erworben - sowas ist natürlich ideal. Aber auch zwei Mietwohnungen in erreichbarer Nähe, die so ausgestattet sind, dass die Kids nicht zu "Kofferkindern" werden, die ständig umziehen müssen, sondern an beiden Wohnorten eine entsprechende Ausstattung haben, funktionieren hervorragend - wenn die Erwachsenen das wollen.

Wichtig ist, dass Du darauf BESTEHST, nur dieses Modell praktizieren zu wollen; alternativ bestenfalls den ständigen Aufenthalt bei Dir mit Mutter als "Besuchs- und Zahlmama". Lass Dir nichts anderes einreden! Denn es werden ungefragte Berater aus dem Off kommen, die Deiner Noch-Frau flüstern, dass Wechselmodelle Käse sind, die Kinder verwirren und den Fluss von Kindesunterhalt behindern, der armen Müttern doch schliesslich zustehe. Lass Dich nicht beirren - IHR BEIDE trefft die Entscheidungen über das Lebensglück Eurer Kinder und nicht irgendwelche frustrierten "Freundinnen" Deiner Frau.

Lasst Euch in nächster Zeit auch nicht auf "private" Streitereien ein, sondern notiert eventuell strittige Fragen für das nächste Gespräch mit dem Mediator und pflegt ansonsten einen sachlich-respektvollen Umgang miteinander. Vielleicht vereinbart Ihr zusätzlich auch, Euch von niemandem reinreden zu lassen und entsprechende Versuche mit einem freundlichen "Danke, wir kriegen das selbst hin!" abzubügeln. Man kann eine Scheidung nämlich auch geräuschlos über die Bühne bringen - und vor allem: Ohne Verletzung von Kinderseelen.

Lade Dir ausserdem unter http://www.vatersein.de/pdf/20WuenscheVonScheidungskindern_A4.pdf die "20 Wünsche von Scheidungskindern" herunter, drucke sie aus und häng sie von innen an die Toilettentür: Dann seht Ihr beide sie jeden Tag mindestens drei Mal...

Grüssles
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 01. Juni 2007, 10:27:08
Guten Morgen!

@ Martin
- Lasst Euch in nächster Zeit auch nicht auf "private" Streitereien ein, sondern notiert eventuell strittige Fragen für das nächste Gespräch mit dem Mediator und pflegt ansonsten einen sachlich-respektvollen Umgang miteinander.

Da wir bei Gesprächen im Moment immer zu unrationellen Äusserungen neigen und die Gespräche daher nach kurzer Zeit entarten, habe ich meiner Nochfrau vorgeschlagen, heikle Themen evtl in schriftform anzugehen, da überlegt man sich die Wortwahl immer dreimal. Bisher kam noch keine Antwort von ihr.

- Lade Dir ausserdem unter http://www.vatersein.de/pdf/20WuenscheVonScheidungskindern_A4.pdf die "20 Wünsche von Scheidungskindern" herunter, drucke sie aus und häng sie von innen an die Toilettentür: Dann seht Ihr beide sie jeden Tag mindestens drei Mal...

Schon ausgedruckt;-)

Ich hab zwar schon einiges über das WM gelesen, auch der Mediator meinte, dass es ein zwar neues Modell sei, aber wohl gute Erfolge erziele. Um es meiner Ex aber näher ans Herz zu bringen, würde es vielleicht helfen, wenn es da schon empirische Untersuchungen zu gäbe. Hat da jemand einen Link? Finde gerade nix, bin auf der Arbeit.

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: Skorpion am 01. Juni 2007, 10:52:38
Guten Morgen!würde es vielleicht helfen, wenn es da schon empirische Untersuchungen zu gäbe. Hat da jemand einen Link?

Für das was dazu im Netz ist kommt das Wort "spärlich" einer schamlosen Untertreibung gleich. Leider. Ich hatte hier mal einen thread gestartet "Wechselmodell-Erfahrungen", vielleicht hilft dir das erstmal. Desweiteren hatte haddock mal eine angelsächsische Seite verlinkt. Ansonsten bleibt nur längeres Googeln mit unbefriedigendem Ergebnis.


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 02. Juni 2007, 13:04:10
Hallo allerseits!

Nach einer kurzen Phase der Entspannung verhärten sich die Fronten wieder. Gestern nachmittag waren wir zum Sommerfest, da war alles noch recht entspannt. Abends dann sagt Exe, dass das Essensgeld für den Kindergarten ansteht, ob ich noch Geld da habe. Nein sage ich, muss auch erst welches holen. Wie wir dass denn jetzt erstmal regeln sollen, fragt sie, ob wir je 200 € in eine Kasse packen und schauen, ob wir damit hinkommen? Ich stimme zu. In der Nacht, ich kann mal wieder nicht schlafen und die Gedankenmühlen drehen sich wie wild, fällt mir ein, dass das Kindergeld doch auf ihr Konto geht und das ich den Kindergartenbeitrag von meinem Konto bezahle - mmh also 308 € Eingang bei ihr, 132 € Ausgang bei mir, jeder von uns packt 200 € in eine Kasse, macht bei mir dann minus 332 €, bei ihr plus 108 €. Die Rechnung leuchtet mir nicht ein, ich spreche sie gerade darauf an, schlage vor ein Extrakonto für die Kinder einzurichten für KG, jeder von uns zahlt 200 € dazu, davon sollten wir für den Monat für die Kinder locker hinkommen. Sie lehnt ab. Wäre unnütz, das könnte man doch nachher, wenn alles geklärt ist, verrechnen - ne is klar (irgendwie schrillen bei mir die Alarmglocken, 82marco hatte ja schon geschrieben, was denn Kardinalfehler seien, u.a.

"- Du vertraust mündlich versprochenen Gegenleistungen und gehst in Vorleistung."

Also versuche ich mich mal etwas vorzutasten, bleibe erstaunlich ruhig. Wenn wir uns doch eventuell auf das WM einigen, sage ich, würden doch auch die Kosten geteilt, das KG würde beiden zustehen, da wäre ein gemeinsames Konto für die Kinder doch auch hilfreich.
Sie sagt, dass das WM nicht feststehen würde (hat sie Recht), das sie davon nichts hält, dass wir ihr Ding durchziehen, dass ihr das mit der Mediation eh zu lange dauert, dass sie eine Lösung in spätestens 1-2 Monaten haben will. Als nächstes kommt dann wohl die Aufforderung, im Sinne der Kinder auszuziehen...
Außerdem sei das WM absolut schlecht für die Kinder. Auf die Frage warum, woher sie denn ihre Kenntnis bezieht, ob sie sich denn endlich mal hierzu kundig gemacht habe, sagt sie, sie hätte ihre Quellen, die mich aber nichts angehen würden. Argumente hatte sie jedoch nicht - ausser, ich bin Mama, das ist dann so, ich würde mich ja ausserdem hauptsächlich um die Freizeit der Kinder kümmern, sie spricht wohl auf die WE an, da ich in der Woche arbeite, sie halt meist (aber nicht ausschliesslich) am WE arbeiten ist. Sie würde 80% der Zeit für die Kinder sorgen - mmh, da haben wir irgendwie ein unterschiedliches Zeitempfinden...Sie arbeitet halt im Schnitt 8-10 Tage im Monat, ich halt alle Werktage. Dabei übersieht sie, dass ich in der Woche ab 16:30 daheim bin, die Kids von 09:00 bis 15:00 oder 16:00 in der Kita sind, das ich mit den Kindern esse, sie ins Bett bringe, Geschichten vorlese, Nachts auch für sie aufstehe, wenn was ist. Natürlich haben wir unterschiedliche Schwerpunkte, aber kann man die denn so unterschiedlich gewichten? Klar, sie leiert Therapien an (Logopädie, Ergo, Frühförderung, wobei ich dazu eine etwas andere Meinung habe als sie. Ist aber eine eigene Geschichte, würde jetzt den Rahmen sprengen), die Termine teilen wir aber so halbwegs. Logopädie ich, Ergo meist sie, Frühförderung kommt in die Kita.

Perfiderweise ist es seit sie die Trennung ausgesprochen hat so, dass ich nach Hause komme und sie mit den Kindern auf dem Spielplatz oder bei einer Freundin ist, erst spät heimkommt (20:00 Uhr), ich mich dann abhetzen darf, die Kinder bettfein zu machen, kurze Geschichte, das wars dann. Die Kinder maulen schon, dass wir kaum noch was machen können (auch eine eigene Geschichte, vielleicht mal bei Gelegenheit). Jetzt fängt der Kampf schon an, wann ich was mit den Kindern machen darf, muss ich nun immer anmelden, war natürlich vorher  so gut wie nie so, da war sie froh, wenn ich nach der Arbeit direkt die Kurzen übernommen habe, und sie Einkaufen konnte, zu ner Freundin, aufs Moped oder sonstwas. Wenn ich das so schreibe und mir überlege, kocht die Wut in mir hoch, ich fühle mich so hilflos...

Dann eröffnet sie mir ihre Rechnung, was mir denn zustehen würde aus unseren Vermögenswerten und Haus. OK, zumindest da sind wir etwa auf die gleichen Zahlen gekommen. Sie hätte schon mit ihrem Bruder gesprochen, mit ihrem Vater wolle sie noch, sie könnte mich auszahlen. OK sage ich,auf das Haus bestehe ich nicht, auch wenn ich es auch gerne behalten würde und sie auszahlen könnte. Irgendwann erwähnt sie, dass sie kein Geld auf dem Konto habe (komisch, wir haben gerade erst Gehalt bekommen) und dass es ihr bewusst sei, dass ihr 40 % Gehalt nicht ausreichen wird und das sie keineswegs bereit sei mehr zu arbeiten, da sie sich ja weiter so liebreizend (sorry -Ironie) um die Kinder kümmern will- die Alarmglocken werden lauter, beinahe unerträglich laut - hiess es doch noch bis vor ein paar Tagen, sie wolle keinen Unterhalt, für sich nicht und für die Kinder nicht, dass könne ich schriftlich haben.

Da das Gespräch wieder anfing uns zu entgleiten, weil wir beide auf unseren Modellen beharrten, verwies ich auf die Mediation.
Sie ist dann mit unterdrücktem Zorn zu ihrer Freundin gefahren (welche übrigens der Meinung ist, dass die Kinder natürlich zur Mutter gehören - halt ein Naturgesetz oder Massenhypnose, ein Axiom halt - was soll ich da sagen?)

So sehr mir die zumindest nicht komplett verweigerte Mediation noch ein wenig Hoffnung gibt, sehe ich aber bisher eher die Probleme anwachsen, als das wir uns annähern. Zumindest hat sie die Katze aus dem Sack gelassen - ich weiß woran ich bin. Wenn es nach ihr geht endet es so:
Haus weg, ich habe meinen Selbstbehalt oder knapp drüber, nehme die Kinder wann es ihr passt (sprich abhängig von ihrem Dienstplan), tanze nach ihrer Nase wie bisher, bin ihr "dienlich"
Das Wohl der Kinder hat sie übrigens mit keiner Silbe erwähnt, nur immer sich selbst - typisch für sie. Der Ausdruck des Online Familienhandbuchs zum Thema "Trennung vom Partner - wie sage ich das meinen Kindern?" hängt noch unberührt an der Spickwand, die "20 Wünsche von Scheidungskindern" direkt daneben.

Ich hab ja nächste Woche einen Termin beim JA, wollte ihn eigentlich canceln wegen Waffenstillstand durch die angestrebt Mediation. Ich denke ich geh doch mal hin?!

Ich erwäge schon fast denn Tipp von papi74, aber eigentlich fehlt mir der Mut.

"Prüfe das für Dich ab und wenn das dann alles klappen wird, dann schaffe Du Tatsachen.

Sprich stelle Ihr die Koffer vor die Tür und tausche die Schlösser aus.  Suche Dir einen guten RA und sicherlich wäre es weiterhin gut, wenn du erstmal 2-3 Wochen Urlaub nimmst."

Bin für jede Hilfe und Zuspruch dankbar.

Wenig hoffnungsvolle Grüße ;(
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 02. Juni 2007, 13:58:47
Moin Frank,

vorab eine Frage: Bist Du sicher, dass Deine Noch-Ehefrau sich nicht längst in intensiver anwaltlicher Beratung befindet? Die von Dir beschriebenen Umstände weisen nämlich ziemlich eindeutig in Richtung des "üblichen" Drehbuches, an dessen Ende Du tatsächlich ohne Kinder, ohne Haus und mit dem Selbstbehalt dastehst. Allerdings gibt es auch genügend frustrierte "Freundinnen", die entsprechende Tipps geben...

Zu dieser Dramaturgie würde dann auch gehören, Dich in vermeintlicher Sicherheit zu wiegen ("...jaja, wir machen die Mediation, jaja, ich will keinen Unterhalt von Dir, jaja, Du kannst die Hütte übernehmen..."), denn alles, was Madame Dir heute mündlich erklärt oder auch verspricht, ist ohne jeglichen Wert, wenn sie es sich morgen anders überlegt. Und das wird sie tun - bzw. hat es längst getan. Ich kann nur immer wieder wiederholen:

Diese Frau hat NICHTS zu tun mit der Frau, die Du mal geheiratet hast und mit der Du bisher Probleme lösen konntest! Diese Frau geht nur noch IHREN EIGENEN Weg und dabei notfalls über Leichen (auch Deine), wenn es ihren Zielen dient. Wenn sie Dich dafür belügen oder täuschen muss - nun, dann ist das eben so. Wenn die Kinder darunter leiden - nun, da müssen sie durch - sie ist die Mutter; sie allein weiss, was für ihre (nicht Eure!) Kinder gut ist.

All dem kannst Du jetzt nur kompromisslose freundliche Härte entgegensetzen. Kinder bei ihr und Du Besuchspapa? Indiskutabel! Sie übernimmt die Hütte? Vollkommen ausgeschlossen! Du ziehst aus? Nicht daran zu denken! Ganz egal, was Du später tun wirst: Im Moment machst Du KEINERLEI Zugeständnisse grundsätzlicher Art. Denn auf Deine Versprechen wird Madame Dich absolut festzunageln versuchen!

Ansonsten: Sorge dafür, dass der nächste Mediationstermin schnellstmöglich stattfindet. Es bringt nichts, wenn Ihr zuvor wochenlang Krieg führt. Bis dahin: Kein lautes Wort, kein Türenknallen, distanzierte Freundlichkeit. Aber auch kein Nachgeben - mit jedem Zugeständnis, das Du im Moment machst, schaufelst Du das Grab Deiner aktiven Vaterschaft.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 02. Juni 2007, 15:43:34
Hallo Martin!

Ich verfalle gerade in Panik, hab die Kinder gepackt und zur Oma gebracht.
Doch der Reihe nach.
Sie ist vorhin, nach der Geschichte mit dem Geld, zu ihrer Freundin gefahren, genau die, die nichts vom WM hält (eigentlich eine nette Frau, aber ich weiß nicht mehr was ich glauben soll, hatte mal kurz mit ihr telefoniert, sie steht natürlich auf Exes Seite, habe einiges angedeutet, warum unsere Ehe nicht funktioniert hat, wußte sie nichts von, Exe erzählt ihr natürlich nur IHRE Version, lässt unschöne Dinge einfach mal aus.). Ich wollte eigentlich mit den Kids raus, habe hier aber noch den letzten Post geschrieben. Sie kam wieder rein, als ich ihn gerasde abschickte. War total kalt. Das Telefon schellte, ihre besagte Freundin am Aparat, sonst ist sie immer freundlich zu mir, hat immer ein zwei Sätze für mich, jetzt wirkt sie reserviert, will Exe sprechen. Meine Nochgattin sagt kaum ein Wort, nur "Mh, ja, ok überleg ich mir, wir sehen uns dann morgen", Morgen wollten sie sich mit den Kindern zusammen trefen - eigentlich normal, aber ich hab so ungutes Gefühl, klar sie können über alles geredet haben, aber ich befürchte jetzt, dass sie mit den Kids erstmal zu ihr ziehen könnte. Sie ist dann aufs Moped, ich noch "Tschüß, bis später", sie hat es kaum geschafft zu antworten, so wütend war sie. Ich hab die beiden Jungs geschnappt, bin spazieren. Hab meine Mutter angerufen, gesagt, das ich das schlimmste befürchte, dass ich ihr die Kinder bringen würde. Wieder nach Hause, überhastet einige Sachen gepackt - mir kommt die Idee die Konten der Kinder zu sichern, sie hatte so komische Andeutungen gemacht, das die das Geld auf ihren Konten behalten sollen und bliblablu. Siehe da, Konten sind weg, Die Mappe über das Haus ist weg, vielleicht hab ich sie übersehen, aber an dem angestammten Ort war nichts mehr. Zumindest meine Konten hatte ich schon vor ein paar Tagen versteckt. Die bleiben jetzt bei meinen Eltern.
Verdammt, bin völlig ratlos und neben der Spur, Hilfe! ;(

PS: das mit dem Anwalt könnte cih mir durchaus vorstellen, mitlerweile kann ich leider alles vorstellen, sie gibt ja in keinem Punkt auch nur einen Millimeter nach


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 02. Juni 2007, 16:11:30
Moin Frank,

es ist verständlich, dass Du gerade neben der Spur bist: Deine Ex zieht - wie von mir befürchtet - ihr Ding möglicherweise bereits durch und könnte damit schon weiter sein als Du ahnst. Wenn das so ist, müsste sie allerdings auch schon in anwaltlicher Beratung sein; sowas macht man nicht allein.

Das kann man mit einer direkten Frage herausbekommen - oder mit einem Trick: Man versucht, herauszufinden, wer im lokalen Einzugsgebiet die "grösste Sau" ist. Es gibt bundesweit ein richtiges Netzwerk anwaltlicher "Frauenversteher", die gute Geschäfte damit machen, bei Scheidungen nicht de-eskalierend auf ihre Mandanten einzuwirken, sondern besonders gerne Mandate von weiblichen Mandanten zu übernehmen, die ihre Ehemänner bis auf's Hemd ausziehen wollen. Deren Adressen und "Erfolgsgeschichten" werden auf Kaffeekränzchen heiss gehandelt. Vielleicht hast Du vertrauenswürdige weibliche Freunde, die Du mal danach fragen könntest...

Wenn Du den Namen des für Dein Einzugsgebiet zuständigen "Frauenverstehers" (ggf. auch 2 oder 3) hast, machst Du dort einen Termin für eine Erstberatung. Kostet im Zweifelsfall knapp 200 EUR, aber hat gleich mehrere Vorteile: Entweder sagt man Dir gleich bei Nennung Deines Namens "Tut mir leid, wir können Sie wegen eines Interessenkonflikts nicht beraten" - dann weisst Du, dass Madame schon da war. Oder es kommt zumindest zu dieser Erstberatung - dann ist dieser Anwalt für Madame blockiert, denn dann hast Du diesen Interessenkonflikt selbst provoziert, auch wenn Du hinterher einen ganz anderen Anwalt nimmst.

Davor, dass Deine Demnächst-Ex samt Kindern auszieht, musst Du nicht wirklich Angst haben - sie hat kein Recht dazu, da Ihr gemeinsames Sorgerecht habt. Also wäre das Kindesentziehung - mit allen Möglichkeiten, den vorherigen Zustand wieder herzustellen. Sofern begründete Anzeichen bestehen, dass sie das vorhat, erklärst Du nett und freundlich, dass sie allein hinziehen kann, wo sie möchte - aber dass die Kinder im Haus bleiben. Sollte sie sich nicht daran halten, sagst Du hier Bescheid; Du bekommst dann die entsprechenden Hinweise.

Hüte Dich allerdings vor allem, was Dir als "Gewalt" oder "Drohung" ausgelegt werden könnte - auch da sind trennungswütige Damen und ihre Freundinnen nämlich sehr erfinderisch. Als schlag nie mit der Faust auf den Tisch oder gegen eine Tür und schrei nicht herum. "Distanzierte Freundlichkeit" lautet die Devise; sonst machst Du sehr schnell mit dem Gewaltschutzparagraphen Bekanntschaft und wirst - mit etwas Pech - aus der ehelichen Wohnung verwiesen. Ich selbst war jedenfalls die Freundlichkeit in Person, als ich mitbekam, dass Madame fast täglich mit der Leiterin des Frauenhauses telefonierte. Ich glaube, das hat sie besonders wütend gemacht...  :wink:

Zusammenfassend: Du musst Regie führen in diesem Spiel. Und Du musst ihre Spiele stören. Das ist der beste Weg, Verhandlungsbereitschaft herzustellen.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 02. Juni 2007, 16:26:30
Hi Martin!

Du schreibst:

"Hüte Dich allerdings vor allem, was Dir als "Gewalt" oder "Drohung" ausgelegt werden könnte - auch da sind trennungswütige Damen und ihre Freundinnen nämlich sehr erfinderisch. Als schlag nie mit der Faust auf den Tisch oder gegen eine Tür und schrei nicht herum.

hab ich vor ein paar Tagen gemacht, gegen die Wand geschlagen, als sie so total abgef***t und kalt dem L gegenüber war, es nicht wollte, dass er bei mir Trost sucht. Ich war allerdings schon nicht mehr im Zimmer mit ihr und dem Kind, biun raus, hab gehult und gegen die Wand geschlagen.

"Distanzierte Freundlichkeit" lautet die Devise; "

Zumindest im Momment gelingt mir das relativ gut, auch heute, war freundlich, wenn das Gespräch aus dem Ruder zu laufen schien, habe ich auf den Mediationstermin verwiesen, mit der Begründung, das wir uns nicht streiten sollten. Sie wurde glaube ich innerlich total wütend, hat kaum noch ein Wort rausgepresst bekommen.

"Davor, dass Deine Demnächst-Ex samt Kindern auszieht, musst Du nicht wirklich Angst haben - sie hat kein Recht dazu, da Ihr gemeinsames Sorgerecht habt. Also wäre das Kindesentziehung - mit allen Möglichkeiten, den vorherigen Zustand wieder herzustellen. Sofern begründete Anzeichen bestehen, dass sie das vorhat, erklärst Du nett und freundlich, dass sie allein hinziehen kann, wo sie möchte - aber dass die Kinder im Haus bleiben. Sollte sie sich nicht daran halten, sagst Du hier Bescheid; Du bekommst dann die entsprechenden Hinweise."

Danke, das gibt mir Kraft. Wusste nicht, inwieweit sie sowas durchziehen kann und damit evtl. durchkommt.
Bin einfach nur glücklich euch alle hier getroffen zu haben. Drücker übers www.



Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 02. Juni 2007, 16:46:31
Hi Frank,

die Dinge, die Dir als "Gewalt" ausgelegt werden könnten, solltest Du vor allem in Gegenwart Dritter unterlassen. Es gab/gibt da ein beliebtes Spiel, das zumindest als Beispiel dienen kann: Madame tauscht die Schlösser aus, während Männe bei der Arbeit ist. Wenn der abends nach hause kommt und feststellt, dass sein Schlüssel nicht passt, haut er vielleicht gegen die Tür und/oder brüllt "Blöde Kuh!" Da Madame das bereits vorhergesehen hat, ist ganz zufällig ihre beste Freundin anwesend, die die Gewalttätigkeit von Männe - not falls auch eidesstattlich - bezeugen kann.

Deshalb ist die distanzierte Freundlichkeit das beste Rezept - vor allem, wenn geplant war, Dich zu irgendwelchen Ausfällen zu provozieren. Du sagst einfach: "Lass uns das für den nächsten Mediationstermin auf die Agenda setzen" und schreib es auf.

Mache aber gleichzeitig ganz klar, dass Du irgendwelche Alleingänge nicht tolerieren und vor allem sofort darauf reagieren wirst. Viele Väter scheuen sich davor, aus Angst, die Kinder könnten dadurch negativ beeinflusst werden. Aber das muss man gelegentlich einfach mal in Kauf nehmen. Wenn sie mit den Kindern auszieht, holst Du die Kinder zurück; notalls mit gerichtlicher und/oder polizeilicher Hilfe. Das muss dann allerdings sofort geschehen; wochenlanges Warten ist kein Indiz für eine von Dir erkannte Gefahr.

Also: Selbst, wenn Du zu Ehezeiten ein "Softie" warst, solltest Du jetzt zielbewusst und tough sein. Nicht Madame löst Eure Probleme durch ihre Direktiven und Alleingänge - Ihr löst sie gemeinsam! Im Moment heisst die Schiene dafür "Mediation"; falls sie diese eigenmächtig verlässt (oder schon verlassen hat), wirst Du eben angemessen darauf reagieren.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: babbedeckel am 02. Juni 2007, 17:53:17
Hi Frank,

meine Einschätzung; verlasse dich nicht auf die Mediation...is klar....Leider.
Brille hat eigentlich alles schon gesagt ...
Dein BaldEX ist schon "gut" beraten, und du reagierst nur noch ...
Hast du einen Kumpel, der ´ne Weile bei dir bleiben kann (Zeuge, Beistand etc.) ?
Ich sage das deshalb, weil spätestens in einer Woche solltest du die BaldEX rausschmeißen weil EX möchte nun nur das was ihr zusteht !
Mache krank...nimm Urlaub ....tausche Schlösser aus.
Imho hat der Krieg begonnen...PASS AUF.
...und noch was ...kein Alk in dieser Zeit  :note:

kraftschickende Grüße
babbedeckel


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 02. Juni 2007, 22:06:36
Hi @ all!

Bin so langsam wieder runtergekommen, hatte echt die wildesten Vorstellungen. Als ich nach Hause kam, flötete sie mir wieder in die Ohren, die liebenswerte, besorgte Ex. Kein Wort zu den heutigen Ereignissen. Da sie direkt wieder los ist, hab ich nix mehr versucht zu erfahren. Werde morgen mal direkt anfragen, ob sie schon nen Anwalt hat. Die subtile Methode scheitert daran, dass ich jetzt niemanden wüsste, der von diesen speziellen Anwälten weiß, außerdem bietet der Großraum Dortmund ne Menge RAs.

Werde Dienstag den Termin beim JA wahrnehmen, nen neuen Termin beim RA machen und ihr klar und deutlich machen, dass ich ihre Lösung nicht mitmache, dass ich gerne an einer gütlichen Einigung per Mediation bereit bin, mit dem Ziel des WM, das aber nur das WIE des WM verhandelbar ist. Mal sehen, ob ich den Termin zur Mediation vorziehen kann, bis zum 14.6. ist es noch lang hin...Ihre Reaktion kann ich mir schon vorstellen...

Aber wie geht es weiter, wenn ich sie tatsächlich rausschmeiße, was kommt dann als nächstes? Ist das denn nicht auch ne Art Kindesentziehung? Ist ja auch ihr Haus!? Sollte meine Anwältin dann schon was vorbereiten - ABR oder so? Sorry für die wahrscheinlich dummen Fragen, aber solche Gedanken gehen mir echt ab, hab da noch nie drüber nachgedacht, überhaupt keine Erfahrung mit und zudem noch immense Bauchschmerzen mit der Idee. Als ultima ratio würde ich es tun - aber wie läuft sowas? Wirft das nicht ein schlechtes Licht vor JA und Gericht auf mich? Da zaudere ich echt heftig - Mist, hätte ich da mal ein bisschen von ihrer Abgezocktheit...und wäre nicht son Weichei.
Allerdings hat der Gedanke "Schatz, ich glaube du schläfst erstmal ein paar Tage bei ner Freundin, um mal zu innerer Ruhe zu gelangen." schon einen gewissen Charme :)
Garniert mit der Forderung meiner RA auf KU, Angebot eines großzügigen Umgangsrecht ihrerseits etc.pp., vielleicht kommen wir dann ja doch noch in Verhandlung, sprich Mediation.
Wurde hier im Forum eine Erfahrung damit schonmal beschrieben, evtl Link?

"...und noch was ...kein Alk in dieser Zeit  achtung"

trinke seit einiger Zeit fast ausschließlich alkfreies Bier :wink:

LG
Frank



Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 03. Juni 2007, 12:17:30
Guten (?) Morgen!

Hab gerade die Kinder von Oma abgeholt, war ca 10:45 zu Hause. Nochgattin hat sich tierisch aufgeregt, wir seien zu spät, schließlich wolle sie um 11:00 bei ihrer Freundin sein (keine 5min Fahrt, sie kommt jetzt eventuell 15min zuspät), nun ja manchmal kann man mit Kindern nicht immer 100%ig pünktlich sein. Kennt sie ja auch von ihren Freundinnen, die Kinder haben - passiert denen auch, ist halt mal so.  Tut mir ja jetzt schon wieder leid für die Kinder, weil neben mir als Haupttäter haben auch sie ihr Fett abbekommen, weil sie nicht sofort gespurt haben und mit dem Anziehen nicht in 30sek fertig waren. Dabei habe ich den Kids noch geholfen beim Anziehen, den Bollerwagen noch mit ins Auto geladen. Naja eine Spitzfindigkeit folgt der nächsten. Jetzt versucht sie mir daraus einen Strick zu drehen, unterstellt mir böse Absicht, hat mir mit vor kaltem Zorn unterdrückter Stimme gedroht, ich solle jetzt ganz vorsichtig sein was ich tue, ich würde schon sehen was ich davon habe. Sie würde das nicht mehr lange mitmachen und ich solle ihr aus den Augen gehen. Ich habe ihr angeboten, dass sie doch gehen könnte und das sie mir nicht zu drohen braucht. Umso mehr sie merkt, dass ich diesmal meine Position nicht zu ihren Gunsten aufgebe und ihr nachgebe, desto härter wird ihre Position, desto kompromissloser wird sie, verstärkt den Druck auf mich. Sie ist so voller Zorn, so kalt und berechnend - ohne Sch**ß, die macht mir Angst. Ich denke, die Zeit des Verhandelns ist vorbei und wir befinden uns tatsächlich schon in der heißen Phase des Krieges.
Ich sollte jetzt wohl anfangen zu agieren, aber wie stelle ich das am besten an?
Einige hatten gepostet, sie rauszuschmeißen, aber wie geht es dann weiter, was muss ich dann als nächstes tun? - bin in so einer Kriegsführung nun wirklich kein Genie oder Held, da brauch ich Hilfe...

Mal wieder hoffnungslos
LG
Frank





Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 03. Juni 2007, 23:02:59
Guten Abend!

Ich habe heute mal wieder sehr viel im Forum gelesen und noch mehr nachgedacht. Dabei ist mir bewusst geworden, was ich eigentlich wirklich will.
Ich will wieder ein selbstbestimmtes Leben, MEIN LEBEN. Ich will von dieser Frau nicht mehr abhängig sein, mir ihren Willen nicht mehr aufdrücken lassen, die Kinder nicht mehr zum Druckmittel machen lassen. Die ganze Zeit hat sie nur mit den Kindern jongliert, um mich in die Ecke zu drängen. Sie weiß, dass sie die Kinder immer gut als Druckmittel gegen mich benutzen kann. Um die Kinder geht es ihr so wie ich sie einschätze überhaupt nicht, sondern um Macht, evtl. Geld, ein "einfaches Leben", Geld von mir, ihr Job, KG, Kinder zu mir oder Freunden wann sie es braucht. Und gut dazustehen vor anderen.
 Bei so viel Freiraum, den sie in ihrem Leben braucht, stehen ihr die Kinder eigentlich doch nur im Weg - standen sie bisher ja auch schon häufig genug, obwohl ich fast jeden Tag ab 16:45 Uhr  zuhause war und die Kids in der Kita bis 15:00 oder 16:00 Uhr...

Irgendwo habe ich hier heute gelesen, dass man runter kommen muss von dem "Ich will doch nur das beste für die Kinder" Geschwafel (nicht böse gemeint). Klar will ich, wie wohl jeder Vater hier,  das beste für die Kinder, aber die Fixierung auf diesen einen Gedanken vernebelt einem das Hirn. In meinen Augen kann ich den Kindern nur ein wirklich guter Vater sein, wenn ich mich selbst noch (oder wieder) achten kann, selbst über mein Schicksal bestimme. Agiere und nicht reagiere. Und wenn es darauf hinauslaufen sollte, dass ich die Kinder nur jedes 2 WE sehe, kann ich mir aber im Spiegel in die Augen sehen und sagen "OK, die Kinder siehst du nicht so häufig, wie du es wünscht, aber du hast gekämpft, und die Freiheit über dich selbst - die kann sie dir nicht nehmen. Und die Kinder haben einen Vater, zu dem sie aufblicken können."
Es kommt nicht auf die Quantität, sondern auf die Qualität des Umgangs an, irgendwann würden die Kinder wohl realisieren, wer wirklich hinter ihnen steht.

Ich verändere meine Strategie jetzt.
Mein Hauptinteresse ist nun ein Leben, über das ich selbst bestimme, damit nehme ich ihr die Kinder als Druckmittel.
Das Wechselmodell ist ein Angebot an sie, eine Art der Unterhaltsleistung, die weit über die paar Hundert Euro hinausgeht, die sie sonst bekommen würde. Die auch ihr Freiheit gibt und die ich sehr gerne bereit bin zu leisten, weil ich die Kinder liebe, achte, respektiere und schätze. Aber ich bin nicht erpressbar. Was habe ich zu verlieren? Geld und Luxus vielleicht - aber das sind Peanuts im Vergleich zur Selbstachtung, die ich zurückgewinne. Ich war sonst immer stark, nur hat sie es über Jahre (sehr geschickt) hinbekommen, mein Selbstbewusstsein zu unterhöhlen, mich in ein Abhängigkeitsverhältnis zu bugsieren, meine Sinne zu vernebeln - ich bin wie mit Scheuklappen durchs Leben gelaufen. Aber jetzt sehe ich das alles klarer - und ich werde das schaffen, ich habe schon so vieles geschafft! Sollte diese Taktik nicht unmittelbar zum Erfolg führen, spiele ich auf Zeit, denn so wie ich meine Nochgattin kenne, wird die Zeit für mich spielen...

Bin schon gespannt, wie sie reagiert...

In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne Nacht


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: LadyAlexx am 04. Juni 2007, 15:42:43
Hallo! :)

Schön zu lesen, dass du scheinbar "aufgewacht" bist.  :thumbup: Kann sehr gut nachvollziehen, wie du dich fühlst. Man beginnt erst langsam, wieder zu begreifen, wer man selbst eigentlich ist, welche Wünsche und Bedürfnisse man hat.

Ich hoffe, du hast heute auch gleich die richtigen, wichtigen Schritte unternommen, um nicht weiterhin nur zu reagieren! Für alles was noch vor dir liegt, wünsche ich dir die nötige Kraft und viel Durchhaltevermögen. So wie du es beschreibst, spielt die Zeit scheinbar tatsächlich für dich. Auf Dauer kann niemand eine Person spielen, die er nicht ist.  :wink:



Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 05. Juni 2007, 12:34:21
Hallo LadyAlexx!

Danke für die bestätigenden Worte, das tut im Moment wirklich gut. Ich komme gerade vom JA, der Sachbearbeiter war sehr nett, ist auch nicht gleich erschrocken beim Thema Wechselmodell (wobei ich jetzt anfange, lieber Doppelresidenzmodell zu sagen, klingt irgendwie nicht gleich negativ, hat eher etwas von Stabilität. Man darf glaube ich die psychologische Kriegsführung nicht ausser Acht lassen.). Im Gegenteil hat er sogar auf die Vorzüge hingewiesen, Mama und Papa bleiben erhalten, entlassten sich gegenseitig etc.. Ich habe ihm sehr deutlich gemacht, dass ich einerseits eine starke Bindung zu den Kindern habe und dass ich mehr als bereit bin, meine Unterhaltspflicht nicht auf die Zahlung von Geld zu reduzieren. Anderseits aber auch MEIN LEBEN leben will und werde, ohne mich unter Druck setzen zu lassen.
Raten konnte er mir leider auch keine weiteren Schritte, weil wir schon in der Trennungsberatung seien und eine Mediation anstreben würden. Ich müsse nun leider abwarten, ob meine Nochgattin dahin mitkäme.

Naja, meiner Ex hatte ich auch deutlich gemacht, dass ich nicht erpressbar sei.
Kurzer Auszug aus unserer SMS Kommunikation,
Sie: "Du willst den Alltag mit den Kids? Dann wähle die tage an denen Therapien laufen. Mach doch früher Feierabend und setz dich mit den Kids 3 Stunden zum Chirurgen...zur Homäopathie, räum mit ihnen die Zimmer auf, geh einkaufen. zwing mich nicht dazu mehr arbeiten zu müssen..."

Dann gehts kurz um den Wert des Hauses und darum, dass sie selbstverständlich darin wohnen bleibt. Sie scheint aber langsam in die Realität zu finden.

Summe XXX, die im Raume steht "...wie soll ich das schaffen?"  und "ich wollte keinen Unterhalt von dir" - naja, dass sie es nicht finanziell schafft, glaube ich, aber das mit dem Unterhalt irgendwie nicht...
weiter schreibt sie"ich will für die Kids da sein ohne finaziellen Sorgen, ohne 100 % Schichtdienst"

Ich habe geantwortet, dass ich deswegen das Doppelresidenzmodell vorgeschlagen habe, dass alle davon profitieren, dass wir uns gegenseitig entlasten, dass den Kids Mama und Papa erhalten bleiben etc. pp. Ausserdem würde ich jetzt als Hauptziel mein selbstbestimmtes Leben ansehen, ohne Druck über die Kinder auf mich zuzulassen.

Darufhin antwortet sie:"dann habe ich den termin am 14.06 wohl missverstanden. Du treibst mich mit deinen vorwürfen und deiner Art in die Ecke, sodass ich trete und...abschalte"

Ich verstehe nicht, was es an einem Mediationstermin nicht zu verstehen gibt., schließlich war sie beim Gespräch zumindest mal physisch anwesend. Und zu den Vorwürfen und in die Ecke drängen - was meint sie, dass sie sagen kann, "Du, ich hab keinen Bock mehr auf dich, ich nehm die Kinder, das Haus, Unterhalt will ich nicht (ABER ich komme mit dem Geld nicht hin...), ich arbeite ca 10 Tage im Monat im Schichtdienst,( + Rufdienste + Party), du kannst die Kinder sehen, wann du willst (aber nicht über Nacht. Wenn sie Spätdienst hat, soll ich die Kinder bei Ihr ins Bett bringen, und auf sie warten), wir können uns ja am Anfang des Monats hinsetzen und schauen, wann wer die kinder hat." Das war so in kürze die Quintessenz dessen, was sie mir vorgeschlagen hat. Und jetzt dräng ich sie in die Ecke? Weil ich nicht jubelnd und dankend sage "Jawohl Teuerste, so hab ich mir mein Leben immer vorgestellt, dafür hab ich garbeitet, um DIR alles zu bieten, Kinder (wenns gerade passt), Freizeit, Haus, Geld..."? - Ne, es geht um UNS (inkl. Kinder), und darin gibt es auch ein ICH, einen L... und einen N..., deren Wünsche und Bedürnisse sie scheinbar ignoriert.

Nun hoffe ich, daß sie aufwacht und auf die Mediation. Und hoffe zudem, dass sie nun nicht zum "Angstbeisser" wird (weiß grad nicht, wie ich es besser formulieren soll) und unrational reagiert.

Aber ich fühle mich gut bei dem Gedanken, nicht mehr ihr Hampelmann zu sein - und das kann sie mir nicht mehr nehmen. Ich bin mir der möglichen Konsquenzen bewußt, die aber alle besser sind als ein Abhängigkeitsverhältnis!

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: frauenversteher am 06. Juni 2007, 23:35:59
 Hallo Frank,

ich bin über google auf diese Seite gestossen und habe mit Interesse und teilweiser grosser Angst und Verwunderung gelesen, wie sich so eine Lebenssituation entwickeln kann. Ich selber stehe vielleicht noch nicht am Anfang einer Trennung, zumindest ist es noch nicht offiziell ausgesprochen, aber ich versuche schon jetzt auf diesem Weg mit ein paar Eindrücke zu verschaffen, was da auf einen zukommen kann und wie schnell man von dem Weg abkommt, den man im "Guten" noch zu einer anderen Zeit mit seiner Frau besprochen hatte. Ich kann nur für Dich hoffen, dass Du Deinen roten Faden nicht verlierst und durchhälst, was Du Dir als Ziel gesetzt hast.

Gruss
:yltype:


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 07. Juni 2007, 21:14:14
Hallo !

Jetzt wird das ganze Schauspiel irgendwie abstrakt.
Gestern war meine Nochgattin ausgesprochen nett zu mir (weil eine Freundin bei uns war?), hatte sich, als sie zur Nachtschicht musste, verabschiedet und mir zärtlich über den Arm gestreichelt. Später klingelte das Telefon - ihr Vater war dran. Er hätte von ihrem Bruder und ihrer Schwester gehört, dass bei uns irgendwas nicht stimmt, dass es sich so anhöre, als würde eine Trennung unausweichlich sein. Ich habe versucht ihm die Situation zu schildern, von der Schwierigkeit mit seiner Tochter zu reden bzw. einer Lösung nahe zukommen. Und ich habe ihm gesagt, dass ich keine Möglichkeit mehr sehe, dass wir wieder zueinander finden, da schon im Vorfeld zu viel geschehen sei. Später habe ich noch mit seiner Frau gesprochen (=Stiefmutter meiner Nochgattin). Wir haben sehr offen über die jetzige Situation und Probleme, etwas über die Vorgeschichte und mögliche Lösungen gesprochen. Aus meiner Sicht war es ein sehr offenes, freundschaftliches Gespräch, das mir sehr gut getan hat.
Allein schon deswegen, weil meine Schwiegereltern auch meine Sichtweise hören wollten, sie auch verstehen und nicht den Eindruck vermittelten, einem schwarz- weiß -Denken zu verfallen - das rechne ich ihnen sehr hoch an.
Heute war ich mit den Kindern unterwegs, da klingelt mein Handy. NochFrau am Apparat: "Das war das allerletzte, dass du mit meinem Vater gesprochen hast. Ich rede kein Wort mehr mit dir!" - aufgelegt. Ich rufe zurück, stelle fest, dass erstens ihr Vater bei mir angerufen hat, das ich zweitens  dann selbstverständlich  mit ihm rede, und das es drittens verdammt traurig ist, dass er die Nachricht unserer Trennung von ihren Geschwistern erfahren muss. Danach war Funkstille. Als ich mit den Kindern nach Hause kam, war sie mit dem Motorrad weg, ist bis jetzt noch nicht wieder aufgetaucht. Gesprächen geht sie die letzten Tage sowieso aus dem Weg - ob da was im Busch ist?
Morgen hab ich den RA Termin, mal sehen, was der mir rät.

Ganz schön verwirrte Grüße :question:
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 11. Juni 2007, 10:48:22
Hallo!

Kleiner Zwischenbericht:
Am Freitag war der RA Termin, meine Anwältin hat angesichts der Forderungen meiner Frau gemeint, dass diese sich mal anwaltlichen Rat holen sollte, um auf den Boden der Tatsachen zu kommen. Somit gehe ich jetzt mal davon aus, dass ihr bisheriges Kettengerassel eben auch nur dieses ist.
Da für den 14.06. der Mediationstermin ansteht, hat mir meine Anwältin geraten, diesen ersteinmal abzuwarten.  Ihrer Ansicht nach ist das Erreichen eines Doppelresidenzmodells fast nur durch eine Einigung der Eltern möglich. Sobald dies auf Ebene der Anwälte (und Gericht) geregelt wird, sind die Aussichten hierauf verschwindend gering. Sollte die Mediation nicht zustandekommen oder im Laufe der Zeit abgebrochen werden, würde ich meine Nochgattin durch meine Anwältin auffordern, auszuziehen, das ABR beantragen mit dem Ziel: Kinder zu mir, Besuchregelung für meine Nochgattin.  Viele Tipps, die mir auch schon hier im Forum geraten wurden, bestätigte sie, z.B. auf keinen Fall auszuziehen oder sie mit den Kindern ausziehen zu lassen. Allerdings sei es keine gute Option, Tatsachen in der Form zu schaffen, wie z.B. Schlösser austauschen und Nochgattin vor die Tür zu setzen oder mit den Kindern auszuziehen.Sollte meine Noch-Frau zu solchen Maßnahmen greifen, soll ich unverzüglich per Eilantrag ABR beantragen.
Ich überlege mir nun verschiedene handfeste und praktikable Konzepte für das WM und für das eventuelle Scheitern der Mediation und werde die Dinge, die ich schriftlich fixieren kann, niederlegen und bei Gelegenheit dem JA vorlegen.

An der heimatlichen Front herrscht im Moment eine angespannte Stimmung, meine Nochgattin geht mir aus dem Weg, ist häufig weg. Vorgestern ohne mich zu benachrichtigen, hab auf einmal festgestellt, dass ich mit den Kindern alleine war - sie muss mir ja nicht sagen wohin sie geht, aber dass sie geht sollte doch wohl drin sein...
Was mich nervt, sind die kleinen Gemeinheiten, mit denen sie versucht, die Kinder auf ihre Seite zu ziehen. Z.B. wollte ich den Kindern ein Taschenmesser (gibt da extra ein Schweizer Taschenmesser, dass für Kinder geeignet ist) kaufen. Wir hatten uns eigentlich auf den 6ten Geburtstag geeinigt. Nun hat sie L schon eins geschenkt...als ich den Kindern gestern noch ihre Gute-Nacht-Geschichte vorlas, kam sie ins Zimmer und gab den Kids noch ein normales Schweizer Taschenmesser mit den Worten:"Nur zum Anschauen". Die Geschichte war erstmal vergessen. Ich hab den Kindern erklärt, dass ich das nicht gutheisse, dass wir eigentlich eine Abmachung hatten, auf ihren Geburtstag verwiesen und dass dieses Messer für sie zu gefährlich sei. Ich habs dann weggenommen und weitergelesen. Mit ihr konnte ich nicht mehr sprechen, weil sie schon wieder weg war...
Was mich allerdings gefreut hat, war ein Telefongespräch mit ihrem Bruder. Er hatte uns beiden für die Trennung seine Hilfe angeboten. Er erzählte mir, dass sie wollte, dass er mich auffordert auszuziehen. Er lehnte diese Art von "Hilfestellung" ab und meinte, dass man im Leben Kompromisse eingehen müsse und dass wir zusammen eine Lösung finden müssten - wie Recht er hat.
Ihr Vater hatte sich auch noch einmal bei mir gemeldet - mittlerweile hatte sie wohl mit ihm gesprochen und versucht ihn einzunorden. Ich habe ihm meine Position nocheinmal ganz deutlich gemacht, auf die Mediation verwiesen, auf die zur Zeit fehlende Kompromissbereitschaft seiner Tochter. Und ich habe einige "Missverständnisse" (Fehlinformationen seitens meiner Nochgattin) versucht aufzuklären (z.B. dass nicht SIE, sondern WIR das Haus gekauft haben, das WIR uns um die Kinder kümmern etc, pp. Ich staune immer wieder, dass scheinbar alle Leute ihr abkaufen, dass alles was WIR erreicht haben, IHR zuzuschreiben ist - und dass bei einem 40% Job, intensiver Ausschöpfung ihrer Freiheiten = Abwesenheit - was meinen die und vor allen SIE eigentlich, was ich gemacht habe, wo ich dabei war?) - ich hoffe, dass es bei ihm angekommen ist, wenn es auch für den Ausgang der ganzen Geschichte nicht wirklich von Bedeutung ist.

So, genug gejammert, ich muss noch arbeiten und einige Dinge regeln

LG
Frank

P.S. Hab noch eine Seite im I-Net zum Wechselmodell gefunden. Liefert imho einige gute Argumente für das WM. Werde meine Argumentation darauf aufbauen
http://www.system-familie.de/wechselmodell.htm


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 12. Juni 2007, 21:30:19
Hallo!

Manchmal nagt ja doch noch ein gewisser Zweifel an mir...daher eine wohl besch***te Frage :redhead:
Nochgattin hat mir heute einen Zettel hingelegt, dass ich doch 200€ in die Haushaltskasse legen soll, um das Mittagessen in der Kita zahlen und einkaufen zu können. Ihren Anteil habe sie schon bezahlt.
Nun ist es so, dass das Kindergeld auf ihr Konto geht und das ALLE sonstigen Ausgaben von meinem Konto abgebucht werden (Strom, Gas, Wasser, Grundbesitzabgaben, Kitagebühr). Ich finde es jetzt gerechtfertigt, alle Kosten zu teilen, nicht nur die Haushaltskasse. Schließlich könnte sie sich ja auch ne Wohnung suchen, da wären die Kosten wohl höher. Sehe ich das falsch? Oder sollte man das anteilig vom Gehalt berechnen?

Schonmal Danke für eure Antworten

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 13. Juni 2007, 08:36:02
Guten Morgen!

Und die Sorgen gehen weiter...
Ich habe meiner Nochgattin auf ihren "lieben" Zettel mit der Forderung nach Haushaltsgeld vermerkt, dass wir darüber nochmal in Ruhe sprechen müßten. Auf dem Weg zur Kita/Arbeit rief sie mich zornesentbrannt an, wie ich es wagen könnte kein Haushaltsgeld beisteuern zu wollen. Ob ich denn nicht sähe, das sie zur Zeit noch wohlwollend zu mir sei und das sie am liebsten zum Anwalt gehen würde um ihr Recht einzuklagen...Als ich etwas erwiedern wollte, hat sie aufgelegt!

Später dann kam eine SMS mit folgendem Inhalt:
- ich solle zum Anwalt gehen, um die Scheidung einzureichen
- das Haus könne sie nicht halten, also soll ich es nehmen
- alles weitere hätte ich mir nun verspielt
- Haushaltsgeld zu verweigern sei echt arm
- ich sei kompromisslos und solle mein Verhalten überdenken

Ich habe geantwortet, dass sie zu vergessen scheint, das zum alltäglichen Bedarf auch Gas, Strom, Wasser, Grundbesitzabgaben etc. gehören, die allesamt von mir bezahlt werden und imho auch geteilt werden müssen. Ausserdem habe ich nicht behauptet, kein Haushaltsgeld zahlen zu wollen, sondern dies mit ihr bereden zu wollen.

Wenn ich das mal versuche nüchtern zu betrachten (was mir vielleicht aufgrund der Situation nicht so ganz gelingt?), so würde ich sagen, dass wir nun in einer WG leben - und da werden auch alle Kosten geteilt.

Ist denn meine Logik so fern der Realität? Oder gibt es da tatsächlich advokatische Winkelzüge, die ihr Recht geben würden?

Ich schieb ihr Verhalten mal ein wenig auf  "Morbus Nachtwache", dass sie so auf mein "renitentes" Verhalten reagiert. Morgen ist ja der Mediationstermin, ansonsten sehe ich nun tatsächlich keinen anderen Weg mehr als die Sache durch Anwälte zu regeln.

Was meint ihr? Freue mich über jede Anregung / Kritik.

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: 82Marco am 13. Juni 2007, 08:56:18
Servus Frank,
jetzt Anwälte einzuschalte wäre m.E. mit Kanonenkugeln auf Spatzen zu schießen, ergo rausgeschmissenens Geld.
Ihr befindet Euch gerade in der Trennungsphase, getrennt von Tisch und Bett, wie man so schön sagt. Dies wird ein Jahr andauern, dann sollte erst ein Scheidungsantrag eingereicht werden.

Getrennt von Tisch und Bett heisst, dass jeder von Euch beiden zukünftig sich selbst um die Wäsche, um den Inhalt des Kühlschranks, etceterapepe auf eigene Kosten kümmert. Demzufolge wären alle Kosten, die Du vorhin angesprochen hast, zu teilen.


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 14. Juni 2007, 21:43:53
Hi @ all!

Heute war der Mediationstermin. Wir haben zwei Stunden verhandelt und sind einem Ergebnis recht nahe gekommen. So kompromisslos war meine Nochgattin dann doch nicht, allerdings habe ich noch nicht so wirklich in allen Punkten ein gutes Gefühl im Bauch und es sind noch viele Detailfragen offen.

 :) Aber wir haben uns auf das Wechselmodell verständigt! :)

Damit ist für mich der Hauptpunkt schon mal erledigt. Wir haben erstmal 10 feste Tage plus 5 bewegliche Tage im Monat anvisiert. Ich könnte mir z.B. jede 2 Woche Mi-So vorstellen plus die freien Tage (nach Möglichkeit nicht als Einzeltage), Ferien hälftig. Überprüfung und ggf. Korrektur nach einem halben Jahr.
Das Haus wird sie behalten und mich auszahlen. Auf die Summe müssen wir uns noch einigen. Die Summe wird aber unter dem Wert liegen (Minimum aber der gezahlte Preis), dafür würde ich bei einem eventuellen Verkauf die Hälfte des Gewinns erhalten (naja, sofern der Kaufpreis offiziell dann auch höher liegt...da muss ich noch ein Vorkaufsrecht oder ähnliches vereinbaren).
Kindergeld will sie ganz, um ihre Arbeitszeit nicht allzu sehr aufstocken zu müssen, dafür würde sie mehr Zeit für die Kinder haben, z.B. um Einzuspringen bei Krankheit oder ähnlichem, wenn ich arbeiten bin und Kita ruft an , Termine der Kinder während meiner Arbeitszeit etc.pp. Dem sehe ich noch mit gemischten Gefühlen entgegen. Vor allem, da die Geschichte, das Haus auszubezahlen und es zu halten ein ziemlicher finanzieller Kraftakt für sie wird. Prinzipiell ja nicht mein Problem, aber ich möchte auch nicht in einem Jahr dastehen und der schöne Kompromiss war für die Katz.
Wie sieht es denn mit Unterhalt für sie aus? ich hab ja nen 100% Job, sie 40%. Wäre ich ihr denn noch unterhaltsverpflichtet? Sie sagt zwar, sie will nichts, aber wie sieht das rechtlich aus?

Erleichterte Grüße
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: LadyAlexx am 14. Juni 2007, 22:04:06
:) Aber wir haben uns auf das Wechselmodell verständigt! :)


Hey, das klingt doch prima!! Glückwunsch! Ich hoffe, dass auch wirklich alles so klappt, wie es vereinbart wurde!  :)


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 02. Juli 2007, 12:27:02
Hallo erstmal!

Diesen Thread hab ich etwas vernachlässigt, da ich in anderen Bereichen noch geschrieben bzw. gefragt hatte. Jetzt mal ein kurzes Update. Dem WM hat meine Nochgattin mündlich zugestimmt, Haus und Zugewinnausgleich ist noch ein Thema, das es zu klären gilt - mal sehen...wobei ihre Rechnung nicht aufgehen wird - ihr Problem. Seit Tagen geht sie einem Gespräch schon aus dem Weg, vorm Wochenende hatte ich ein Gespräch angeregt, dem sie erst zustimmte, abends war dann aber eine Freundin da und sie hatte keine Zeit...

Heute rief sie mich im Büro an und sagte, ich solle ihr einen schriftlichen Vorschlag machen zwecks Ausbezahlung Haus. Mit dem WM sei sie, wie gesagt einverstanden. Da wir ja nun so etwa in gleichen Bahnen seien, schlug ich vor, endlich den Kindern von der bevorstehenden Trennung zu erzählen.

Sie ist der Meinung, dass dies UNNÖTIG sei!
Schliesslich hätten wir uns bisher ja auch meist abwechselnd um die Kinder gekümmert, dann halt demnächst auch noch räumlich getrennt. Und wenn sie dann Fragen stellen, könnte man es ihnen ja sagen...Ausserdem hätte ein befreundetes Ehepaar, die sich auch gerade Trennen, es ihren Kindern (2 Mädels, 3 und 6) gesagt und die kleinere von beiden hätte es nicht verstanden und nicht weiter zugehört, die größere hätte geweint und wäre zu den Nachbarn gelaufen...

Ja verdammt, es wird ihnen wehtun, genauso wie es mir fast das Herz zerreißt, ich könnte jetzt beim Gedanken daran schon wieder anfangen zu heulen es den beiden sagen zu müssen, aber es war IHRE Entscheidung, IHRE Idee sich zu trennen, aber vor den Konsequenzen schreckt sie zurück...

Ich habe ihr gesagt, dass die Kinder ein Recht auf diese Information haben, dass spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt sei (ich finde eigentlich schon zu spät) und dass ich es den Kindern gerne zusammen mit ihr sagen möchte, dass ich es aber auch allein mache, weil ich den Kindern keine Lüge vorleben will - Bedenkzeit habe ich ihr bis heute Abend gelassen.

Ich könnte mich tierisch aufregen (naja tue ich auch), was meint sie eigentlich wer sie ist und was meint sie wer die Kinder sind? Klar werden die weinen und traurig sein, gerade deshalb sollten wir es ihnen gemeinsam halbwegs vernünftig (wenn sowas in so einer Situation überhaupt geht) erklären.
Diese , diese FRAU will sich trennen ohne Scheidung, will keine finanziellen Einbußen durch die Trennung aber auch nicht zusätzlich arbeiten, will Haus und Hof aber den Gegenwert nicht bezahlen, will das ich schnellstmöglich ausziehe aber den Kindern nichts von der Trennung sagen - es sei denn sie fragen direkt danach. Wie gnädig ihro Hoheit heute wieder zu sein beliebt - mich gruselt vor dieser Frau - man was war ich blind!
Die will sich waschen ohne nass zu werden - f*ck,  ko**t mich das an.



Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 02. Juli 2007, 13:29:28
Moin Frank,

Du hast in diesem Thread in den vergangenen fünf Wochen - nicht zuletzt von mir - eine Menge Warnungen und Vorschläge bekommen. Auch meine Excel-Tabelle habe ich Dir geschickt. Aber wirklich bewegt hat sich nichts bei Euch; Ihr eiert nur herum und kommt nicht von der Stelle. Ein Faktum von der Sorte

Zitat
abends war dann aber eine Freundin da und sie hatte keine Zeit...

hindert Euch über Wochen an einem Gespräch (wobei man jetzt darüber spekulieren kann, warum die Freundin da war), und ansonsten scheinst Du Dich mit mündlichen Aussagen zum Wechselmodell zufrieden zu geben  - Hauptsache, Du ziehst endlich aus.

Schon am 2. Juni hatte ich Dir geschrieben:
Zitat
Diese Frau hat NICHTS zu tun mit der Frau, die Du mal geheiratet hast und mit der Du bisher Probleme lösen konntest! Diese Frau geht nur noch IHREN EIGENEN Weg und dabei notfalls über Leichen (auch Deine), wenn es ihren Zielen dient. Wenn sie Dich dafür belügen oder täuschen muss - nun, dann ist das eben so. Wenn die Kinder darunter leiden - nun, da müssen sie durch - sie ist die Mutter; sie allein weiss, was für ihre (nicht Eure!) Kinder gut ist.

Wann bewegst Du Dich endlich? Sage ihr, dass Du allein mit den Kindern redest, wenn sie zu feige dazu ist. Lass sie selbst schriftliche (!) Vorschläge machen, wie nach ihrer Ansicht die Kinderbetreuung, Hausratsteilung, Zugewinnausgleich, Haus etc. geregelt werden sollen. Und zwar alles in einem Aufwasch, so dass man es später auch in eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung giessen kann. Ansonsten ziehst Du demnächst freiwillig aus, weil sie Dir irgendwas "mündlich versprochen" hat - und kannst danach zusehen, wie Anwälte und Berater dafür sorgen, dass die Kiste nach dem Drehbuch Deiner Ex läuft.

Man kann alles einvernehmlich regeln - aber dann sorge endlich dafür, dass es auch geregelt wird!

Just my 2 cents
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 02. Juli 2007, 14:20:05
Hi Martin!

Zitat
Wann bewegst Du Dich endlich? Sage ihr, dass Du allein mit den Kindern redest, wenn sie zu feige dazu ist.

Habe ich getan, Frist bis heute abend

Zitat
hindert Euch über Wochen an einem Gespräch (wobei man jetzt darüber spekulieren kann, warum die Freundin da war), und ansonsten scheinst Du Dich mit mündlichen Aussagen zum Wechselmodell zufrieden zu geben  - Hauptsache, Du ziehst endlich aus.

Da hast du mich falsch verstanden - ich habe zwar bisher nur eine mündliche Zusage, ich werde aber garnichts ohne schriftliche Zusage (per Notar, und das habe ich ihr auch in aller Deutlichkeit gesagt) machen - schon garnicht ausziehen. Davon bin ich meilenweit entfernt! Auf mündliche Vereinbarungen verlasse ich mich überhaupt nicht mehr. Ein Termin beim Notar zur Klärung steht an  - allerdings wollte ich einige offene Dinge gerne vorher klären. OK, das wird wohl nichts, also Klärung der offenen Fragen beim Notar. Und da hab ich deinen Hinweis

Zitat
Diese Frau hat NICHTS zu tun mit der Frau, die Du mal geheiratet hast und mit der Du bisher Probleme lösen konntest! Diese Frau geht nur noch IHREN EIGENEN Weg und dabei notfalls über Leichen (auch Deine), wenn es ihren Zielen dient. Wenn sie Dich dafür belügen oder täuschen muss - nun, dann ist das eben so. Wenn die Kinder darunter leiden - nun, da müssen sie durch - sie ist die Mutter; sie allein weiss, was für ihre (nicht Eure!) Kinder gut ist.

auch immer im Hinterkopf.

Daher

Zitat
Ansonsten ziehst Du demnächst freiwillig aus, weil sie Dir irgendwas "mündlich versprochen" hat - und kannst danach zusehen, wie Anwälte und Berater dafür sorgen, dass die Kiste nach dem Drehbuch Deiner Ex läuft.

werde ich dies auf keinen Fall machen!

Aber ich gebe zu, dass ich noch immer gezögert habe, weil ich mir in einigen Punkten absolut unsicher war. Jetzt ist einiges klarer (durch Mediation, Rechtsberatung, dieses Forum) - ein wenig Zeit hab ich leider gebraucht um mich wieder zu fangen und zu mir zu finden. Und es ist ja nicht so, dass in der Zeit nichts passiert wäre - sprich Mediation, Rechstberatung etc., aber so von jetzt auf gleich geht das nicht. Glaub mir, ich verlasse mich nicht auf sie!

Und du hast absolut Recht

Zitat
abends war dann aber eine Freundin da und sie hatte keine Zeit...
hindert Euch über Wochen an einem Gespräch (wobei man jetzt darüber spekulieren kann, warum die Freundin da war)

dafür hab ich mir auch schon tierisch in den Hintern gebissen, dass ich die Freundin nicht einfach nach Hause geschickt habe - aber ich denke ich bin lernfähig, auch wenn es manchmal etwas dauert.

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: hamburg2000 am 02. Juli 2007, 15:48:34
Hi matraj63,

als stiller Leser gewinne ich den Eindruck das Deine ExFrau ein Spielchen spielt.

Erst wenn Du verloren hast, ist das Spiel beendet.

Wer berät Deine ExFrau stillschweigend im Hintergrund ?


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 02. Juli 2007, 16:16:00
Hi Hamburg2000!

Ein Spiel spielt sie bestimmt, sie pokert.
Berater sind denke ich einige Freundinnen, angeblich hatte sie einen Termin zur Rechtsberatung. Nur sind ihre Forderungen / Ansichten laut meiner Anwältin total überzogen und fern der Rechtssprechung (Zitat meiner Frau:"Ich schei*e aufs Recht"), dass ich denke sie blufft und das auf sehr hohem Niveau.
Daher habe ich mich beraten lassen und weiß, dass der in der Mediation erarbeitete Kompromiss, so denn er notariell abgesichert wird, durchaus ein guter ist.
Und das weiß sie wohl auch, sie versucht nun, möglichst viel Kohle für sich rauszuschlagen.
Mal sehen, was sie beim Notar dazu sagt.
Weil eins ist klar - eine Zukunft mit den Kindern, bei dem ich Wochenendspaßpapa bin, will sie garnicht. Bestimmt erst recht nicht, wenn sie hört, was ich dann "nur" zahlen müsste. Dazu ist ihr ihr Job und ihre Freizeit zu wertvoll und die Kinder zu sekundär, hat sie nur zu oft bewiesen.
Was denkst du, könnte sie als nächstes versuchen? Freiwillig gehe ich nicht aus dem Haus, bis ein Kompromiss notariell abgewunken ist. Rausschmeissen?, Schlüssel austauschen? - so what. Bin dort gemeldet, komme mit Schlüsseldienst wieder rein, vor Gericht kommen solche Sachen glaube ich ganicht gut an...
Mit den Kids ausziehen? - Fällt mir schwer daran zu glauben, dass sie dies lange durchhielte...
Darauf bauen, dass die Situation für mich unerträglich wird? Hab mir ein dickes Fell in unserer "Ehe" zulegen müssen...da geht eher sie denke ich...

Mal sehen, was sie nachher zu sagen hat

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: hamburg2000 am 02. Juli 2007, 16:36:47
Was denkst du, könnte sie als nächstes versuchen?

... bei uns gibt es leider seit Monaten eine unnötige verbale Nerverei wegen zahllosen Kleinigkeiten.

ABER: Seit dem ich in diesem Forum mitlese geht es mir deutlich besser und entspannter.

Vermutlich wird Sie dich in diesem Sinne ebenfalls überwiegend verbal und leicht versponnen attackieren.

Vielleicht auch noch ein wenig mit Selbstmord oder Jobverlust drohen.



Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: Jemmy am 02. Juli 2007, 18:12:54

Hallo Frank !

Deine Vorsätze sind alle richtig und gut, wenn sie denn auch umgestzt werden. Aber in sehr vielen Schilderungen ergehst du dich in , größten Teils, unwichtigen Kleinkram,der dich nicht weiterbringt, sondern dich gedanklich beschäftigt und dich somit von wichtigen Dingen ablenkt.
Ich möchte dir raten, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und dieses auch eiskalt durch zu ziehen. Wenn deine EX von " Beraterinnen " umgeben ist kann dir das nutzen, da sie, wie du selbst ja schon bemerkt hast, völlig überzogene Forderungen stellt. LASS sie. Konzentrier dich auf die Torte und nicht auf die Garnierung.


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 02. Juli 2007, 21:03:10
Hallo Foris!

So, eine Tat ist umgesetzt, wir haben heute mit den Kindern gesprochen.
Als ich nach Hause kam, fragte ich Ex, wie sie sich entschieden hat in Bezug auf das Gespräch mit den Kindern, sie fragte nur:"Was willst du ihnen denn sagen?" - "na was wohl" habe ich nur kopfschüttelnd geantwortet (ist ja nicht so, als hätte ich ihr das nicht schon gesagt, mal abgesehen von den Tipps aus dem Familienhandbuch und den 20 Wünschen von Scheidungskindern an der Spickwand) und bin losgegangen und hab die Kinder reingeholt, mich mit ihnen aufs Sofa gesetzt und gesagt, dass Mama und ich mit ihnen etwas bereden müssen. Ex kam rein und setzte sich dazu. Ich habe es den Kindern gesagt, was passieren wird, unsere Pläne geschildert, dass wir sie beide lieb haben und sie beide uns lieb haben etc.pp. Meine Nochgattin hat still dagesessen und nichts dazu gesagt - schade, aber sie war dabei und hat nicht dagegen geredet - immerhin.
Die Kinder haben das erstaunlich gut weggesteckt, hatten auch Vorschläge für die Zukunft.
Die Kinder haben erstmal die Entscheidung akzeptiert , auch wenn sie traurig waren und es lieber hätten, wenn wir zusammenbleiben- aber alles ohne Tränen, ohne Wut, ohne Aggression, ohne Angst. Vielleicht (wahrscheinlich?) kommt das noch, aber ich hoffe, dass sie mit der Entscheidung, wenn sie die Tragweite anfangen zu begreifen, auch weiterhin gut leben können. Ohne die vielen Tipps hier im Forum wäre das Gespräch nicht so "gut" verlaufen.
Somit ist mir ein schwerer Stein vom Herzen genommen - jetzt kann ich mich an die anderen begeben, die mir noch auf der Brust lasten...

Jo, wir schaffen das

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: Jemmy am 02. Juli 2007, 21:26:13

Hallo Frank !

Du bist den richtigen Weg gegangen. Ohne Frage haben auch die Kiddys das Recht nicht in einer Lügenwelt leben zu müsse, so wie deine EX es aus Bequemlichkeit und Angst gerne gehabt hätte. Wir " Grossen " haben nur zu oft die Eigenschaft den vermeintlich " Kleinen " nicht zuzutrauen mit neuen Situationen klar zu kommmen.
Meiner Meinung nach, in den meisten Fällen, eine Fehleinschätzung erster güte.
Auch ist es sehr wichtig Fakten geschaffen zu haben, welche sich nicht mehr vom Tisch wischen lassen und somit kann der Blick auf die Dinge gerichtet werden, die noch kommen. Ich wünsch dir VIEL Kraft für die Zukunft und für alle mittel.- und langfristigen Probleme, welche möglicherweise noch deiner harren.


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 04. Juli 2007, 12:01:16
Hallo!

So, ich habe Madame nun aufgeschrieben, wie sich denn meiner Meinung nach die Summe, die sie für das Haus zahlen müsste, berechnet. Dazu noch die Berechnung des Zugewinnausgleiches. Dies habe ich ihr als Verhandlungsgrundlage vorgestellt, mit den Zugeständnissen, die wir in der Mediation schon besprochen hatten. Unter dem Strich würde ich die Summe fordern, die auch schon in der Mediation angesprochen wurde, nur halt mit allen Sicherheiten, die ich eingefordert habe. Einen konkreten Vorschlag von mir bezüglich des WM, inkl Entwurf einer Elternvereinbarung hatte sie schon von mir bekommen.

Sie ist total ausgerastet, ich wolle mich an ihr gesundstoßen, sie hätte schliesslich nichts zu verschenken - und wenn ich dabei bliebe, würde sie noch heute zum Anwalt gehen, dann würde sie die Kinder bekommen und ich könnte dann Unterhalt zahlen. Also immer wieder die gleiche Leier. Auf meinen Hinweis, dass dies eine Verhandlungsgrundlage sei, ist sie natürlich nicht eingegangen. Ich sagte, dass sie dann zum RA gehen muß.

Die "Verhandlungen" sind somit auf unserer Ebene vorbei. Eine "einvernehmliche" Lösung will sie offensichtlich nicht, zumindest ist unser beider Rechts- und Moralverständnis mal sehr weit auseinander...

Der (gemeinsame) Notartermin steht fest, um das Mediationsergebnis festzuhalten (aufgrund der Ferienzeit leider erst in 2,5 Wochen), ob sie den wahrnimmt steht in den Sternen.
Mit dem JA will ich nun auch nochmal sprechen, da sie immer die Kinder als Druckmittel nimmt, um einen finanziellen Vorteil für sich zu erpressen, obwohl wir uns auf das WM verständigt hatten (ich hab einen Vorschlag von ihr dazu auch schriftlich).
Noch ein Mediationstermin geht im Moment nicht, da der Mediator auch im Urlaub ist.

Was muss/kann ich noch tun, kann gerade mal wieder kaum einen klaren Gedanken fassen?!?

LG
Frank





Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: hamburg2000 am 04. Juli 2007, 12:38:46
Was muss/kann ich noch tun, kann gerade mal wieder kaum einen klaren Gedanken fassen?!?

Die Zeit nutzen und möglichst viel mit den Kindern unternehmen ...


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 04. Juli 2007, 12:43:59
Moin Frank,

Zitat
Was muss/kann ich noch tun, kann gerade mal wieder kaum einen klaren Gedanken fassen?!?

Wo steht, dass Du "noch etwas" tun müsstest? Du musst lediglich bei Deiner Linie bleiben, auch wenn Madame das nicht passt. Offensichtlich hat ihre Reaktion Dich aber schon wieder so erschreckt, dass Du Deine eigene Handlungsweise in Zweifel ziehst. Das wäre der total falsche Weg!

Deine Demnächst-Ex ist von einem Network umgeben, das sie berät. Wozu unter anderem auch gehört, dass jedes Angebot von Dir von vornherein nur negativ für sie sein kann. Selbst wenn Du ihr heute anbieten würdest, ihr künftig jeden Monat 5 Mille cash auf die Kralle zu bezahlen, käme keine Dankbarkeit, sondern umgehend der Gedanke "Wenn er das freiwillig anbietet, ist sicher das Doppelte zu holen." Du bist ein Feind, vergiss das nicht. Und bei Feinden vermutet man keine guten Absichten.

Wenn sie deswegen zum Anwalt rennen möchte, um - entgegen einer bereits zwischen Euch getroffenen und schriftlich fixierten - Vereinbarung die Kinder in ihren alleinigen Besitz bringen zu wollen: Lass sie doch! Denn auch wenn diese Vereinbarung nicht rechtsverbindlich ist, stellt sie zumindest eine Einverständnis- und Absichtserklärung dar, für deren einseitiges Canceln man gute "Gründe" vorbringen muss. "Ich will mehr Kohle" ist keiner, der einen Richter beeindruckt. Zumal ein bereits vereinbartes Wechselmodell dem Richter weniger Arbeit gemacht hätte als die Erwartung von Madame, jetzt das ABR zugesprochen bekommen zu wollen.

Also: Bleib um Himmels willen bei Deiner Linie. Deine Frau merkt gerade, dass Du doch nicht das Weichei bist, für das sie und ihr Network Dich immer gehalten haben. Sei nett und freundlich - und gehe einfach weiter geradeaus. Nach dem Notartermin sieht man weiter. Dort nicht zu erscheinen würde Madames Position nicht unbedingt verbessern.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 04. Juli 2007, 21:57:41
Guten Abend!

So, ich hab ja den Notartermin gemacht und einen JA Termin, der JA Mitarbeiter meinte, sinnig wäre nur ein gemeinsamer Termin mit meiner Nochgattin zusammen.
Nach der Arbeit habe ich ihr die zwei Termine mitgeteilt (viel Auswahl war da nicht, da ja Ferienzeit ist).
An dem Notartermin könne sie nicht, sie wolle weg - ihr Problem sage ich, muss sie ihre Pläne halt ändern, geht schliesslich um unsere Zukunft, ausserdem drängt sie ja immer darauf, alles schnell zu erledigen.
Bei JA wird sie stutzig - warum denn JA? Weil ich keine Lust mehr habe, mir die Pistole auf die Brust setzen zu lassen, jedesmal, wenn ich nicht pariere, das WM wieder in Frage zu stellen antworte ich ihr. Wenn du nicht willst, gehe ich halt allein. Punkt.

Dann folgt natürlich wieder eine leidige Diskussion über die Auszahlungssumme, die ihr zu hoch ist.
Ich schlage vor, das Haus zu verkaufen oder sie auszubezahlen - das will sie partout nicht, sie würde doch nicht in eine Mietswohnung ziehen...und ein anderes Haus kostet ja auch Geld....

Warum sie denn nie die Themen Kinder und Finanzen trennen würde will ich wissen.
Für sie gehört das halt zusammen, wenn ich soviel will oder mir soviel zusteht, kann sie das Haus ja nicht halten, dann müsste ich halt Unterhalt zahlen und die Kinder demzufolge zu ihr, damit sie ein Recht auf Unterhalt hat! Auch ne gewisse Logik...Naja - da sieht man ja wo ihre Prioritäten liegen...Ich schlage ihr dazu eine Aufstockung ihrer Arbeitszeit vor...will sie aber lieber nicht machen...

Und warum ich denn überhaupt soviel will, fragt sie. Schließlich hätte ich doch ohne sie eh nichts im Leben erreicht und würde wohl immer noch in einer WG leben...Ich hab sie nur gefragt, ob ich nun dankbar vor der segensreichen Göttin zu Boden fallen soll...

Ich bohre noch ein wenig nach, frage wie sie sich das überhaupt vorstellt, mit den Finanzen Haus zu halten, zu leben etc.
Da müssten wir sowieso noch eine Regelung treffen, meint sie. Die Kosten der Kinder zu teilen würde ja so nicht gehen - nachher würde ich womöglich NEUE Kleidungsstücke oder NEUE Schulranzen für die Kinder kaufen, bloß weil sie in der Schule gehänselt würden - das könnte sie sich dann aber nichtmehr leisten, außerdem hätte sie sowas auch nie gehabt...Sie würde NUR gebraucht auf dem Basar kaufen, wenn ich neue kaufe, würde sie die Kosten nicht einsehen zu teilen. Und Angst haben, dass die Kinder verhungern, müsste ich schon nicht, immerhin wären sie dann ja die Hälfte des Monats bei mir oder in der Kita...
(ich bin ja auch fürs sparen, aber darf auch mal was neues sein, dass den Kindern gefällt, die entwickeln so langsam ihren eigenen Geschmack - das muss man doch berücksichtigen! Naja, ich werde es zumindest berücksichtigen, soll sie doch an ihrer Gier und ihrem Geiz erst***en)

Ausserdem könne sie ja zum Amt gehen, wenn sie das Haus nicht halten kann, um dort um Unterstützung zu fragen!!!!! Hallo? Eigenes Haus, aber zum Amt wegen Wohngeld? Wie soll das denn funktionieren? Ach ja, das Geld für eine Auszahlung würde sie nicht von der Bank bekommen, dass würde sie sich bei Verwandten, Freunden und Bekannten leihen! (und dann in den nächsten 15-20 Jahren zurückzahlen mit 300€ monatlich?) Das ganze kommt mir irgendwie sehr krankhaft vor...(vorsichtig ausgedrückt)

Es würde mich mal interessieren, was ihre Berater zu solchen o.g. Äußerungen sagen...

Eine Stunde später, als die Kinder im Bett liegen, ist sie wieder sche** freundlich zu mir...eigentlich ist heute Ihr Kindertag, aber sie will nochmal weg...

Kurz vor der K**tzgrenze wegen des heute erlebten

Gruß
Frank



Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: Aniram am 05. Juli 2007, 01:17:34
Hallo Frank !

Zitat
...soll sie doch an ihrer Gier und ihrem Geiz erst***en)

Sprich es nur aus und das ohne Hemmungen... sie soll ersticken !!!!!

Solche Post's wie Deine machen mich immer umheimlich zornig.

Was sind das für Mütter, denen es im Fall der Trennung nur darum
geht, mit Hilfe der Kinder den eigenen Lebensstandard zu halten.

Oder eigentlich nur aufgrund deren, den Standard überhaupt halten
zu können - mit anderen Worten - sie (die Kinder) sind Mittel zum
Zweick.

Was denken sich diese Weiber... falls sie überhaupt denken !?!

Ich hör besser auf....

Gruß

Marina


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: weserfrosch am 05. Juli 2007, 08:24:06
Nur als kleine Info: auch bei eigengenutztem Haus- oder Wohnungseigentum kann es Wohngeld (heißt dann allerdings Lastenzuschuss) geben - ist nicht begrenzt auf Mietwohnungen. Der Gesetzgeber will nämlich, dass bei einem vernünftigen, angemessenen Wohneigentum nicht in jedem Fall unbedingt ein Verkauf ansteht....also theoretisch kann es auch bei eigengenutzem eigenen Haus eine monatliche Unterstützung geben!


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: hamburg2000 am 05. Juli 2007, 10:03:24
Gebrauchte Schulranzen - aber eigenes Haus ?

Tolle Mutter !

Mit den Prioritäten wird sie sicherlich jederman von ihren erzieherischen Fähigkeiten überzeugen.

Ist das evtl. relevant beim JA ?


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 06. Juli 2007, 18:00:47
Hallo!

Ich weiß nicht so recht, was ich von der derzeitigen Situation halten soll. Sie ist seit dem Gespräch am 04.07. total freundlich zu mir, kommt mit zum JA Termin, erzählt mir plötzlich wieder ganz alltägliche Dinge - so als sei nichts gewesen. :phantom:

Vielleicht ist sie tatsächlich mit dem Angebot für die Auszahlungssumme für das Haus zufrieden, dann wäre es ja OK, wäre ja dann ein Kompromiss mit dem wir alle leben können. Oder aber sie heckt was aus...ich werde langsam zum Paranoiker...Sie wollte nochmal die Aufstellung der Mama- und Papatage für das WM haben...mmmhhh?!? :phantom:

Naja, mal abwarten. Heute geniesse ich erstmal den Beginn des Wochenendes und gehe mal wieder seit langer Zeit mit nem Bekannten RAUS - weiß schon garnicht mehr, wie sowas funzt... :wink:

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 10. Juli 2007, 18:10:28
Hallo @ Foris!

Morgen ist der JA Termin, bin doch etwas aufgeregt, wie das läuft...falls ihr Tips habt - immer her damit (Die erste Hilfe hab ich schon gelesen;-))

Aber ich hab noch eine andere Frage. Wir hatten für den 27.07. einen Notartermin vereinbart. Im Vorfeld hat meine Nochgattin immer wieder darauf gedrängt, um endlich die ganze Sache zum Abschluss zu bringen, also hab ich den Termin gemacht, musste dazu den Urlaub mit den Kindern um einen Tag verkürzen. Nun passt ihr der Termin nicht, da sie da auch auf einmal weg will. Dies wäre mir ja egal - ist schließlich ihr Problem. Jetzt hat sie mir gerade einen Zettel hingelegt, ob wir den Termin verschieben können, da sie erst noch einen Anwaltstermin am 02.08. habe (wohl um zu klären, wie viel ich ihr zahlen soll). Der Notartermin ist seit dem 04.07 bekannt - kann doch nicht angehen, dass sie es vorher nicht schafft, einen Termin bei ihrem Anwalt zu bekommen? OK, jetzt ist Urlaubszeit und sie ist ab Samstag eine Woche weg...
Angeblich war sie schon bei zwei Anwälten (im Vorfeld), kommt jetzt der dritte? Anwalthopping, bis sie einen gefunden hat, der ihr alles schönrechnet? Irgendwie klingeln meine Alarmglocken...
Was meint ihr?

Mit einer Äußerung zu dem Thema warte ich auf jeden Fall erstmal bis nach dem JA Termin...

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: 82Marco am 10. Juli 2007, 18:56:05
Servus Frank!
Ich würde auf den Notartermin (ist ja schließlich auch in beidseitigem Einvernehmen vereinbart worden) bestehen, sie hat lange genug Zeit gehabt, sich schlau zu machen!
Hinhalten, damit sie vielleicht nochmal einoyrofuffzig mehr rausschlägt iss nich!


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 11. Juli 2007, 13:48:21
Hi @ all!

So, nun ist es geschehen.
Das WM ist beim JA auch von meiner Nochgattin (mündlich) bestätigt worden. Sie hat zwar wieder angefangen, die unterschiedlichen Themen zu verquicken, sprich das WM von der finanziellen Schiene abhängig zu machen, aber sie hat gesagt, daß das WM feststeht. Für die weiteren Streitpunkte werden wir auch auf Anraten des JA Mitarbeiters die Mediation wieder aufleben lassen. Notartermin ist zugunsten der Mediation erstmal verschoben.

Beim Thema RA hat sich meine Nochgattin in Widersprüche verstrickt - zu mir hatte sie gesagt, dass sie schon bei zweien war, die ihr meine Rechtsansicht nicht bestätigt hätten. Heute hat sie erzählt, dass sie noch bei keinem war, um dann zu erzählen, dass sie bei einer Anwältin war und einen Bekannten (angeblich Anwalt) angerufen hätte. Diese hätten meine Rechtsansicht bestätigt. ABER sie wolle ja nicht was ihr per Recht zusteht, sondern das, was ihr MENSCHLICH zusteht (wie jetzt, Verbannung auf eine einsame Insel, Stockschläge auf die Fußsohlen oder was?*Ironie aus*). Naja, jedesmal was anderes, so wird es wenigstens nicht langweilig...

Wie immer habe ich meine Verhandlungsbereitschaft signalisiert, mithilfe einer dritten, neutralen Person - entweder Notar oder Mediation.
Zum Thema "Wie sagen wir es den Kindern" hat sie auch ihre Ansicht zum Besten gegeben, dass es ein Fehler gewesen sei, es den Kindern zu sagen.
Dies hat der Mitarbeiter vom JA anders gesehen. Er hat mein Vorgehen befürwortet, die Kinder miteinzubeziehen, ebenso das weitere Vorgehen, sprich die Klärung der offenen Fragen per gemeinsamen Notar, oder (sein Vorschlag, da noch zu viel ungeklärt sei), mit der Mediation weiterzumachen.
Meine Frau war damit nicht so 100%ig einverstanden, da das Ergebniss der ersten Mediationsstunde ja von mir dann überdacht worden sei. Dies sei aber laut JA Mitarbeiter ein normaler Prozess bei der Kompromissfindung - da konnte sie dann schlecht die weitere Mediation ablehnen. Für sie immer noch die größere Chance, als direkt zum Notar und die Gefahr, ich könnte auf mein Recht pochen...was ich ja nicht will, hat aber scheinbar gewirkt, es mal anzudeuten...

Ich hoffe, dass ihre mündliche Aussage vor dem JA schonmal was wert ist, sollte sie sich nocheinmal komplett umorientieren, wie gesagt, sowas wie eine Absichtserklärung habe ich ja auch schon...ich bin fast geneigt zu sagen, dieser Fisch ist geputzt (mal vorsichtiger Optimismus)

Nach langer Zeit das erste mal, dass ich mich nicht mehr ganz so besch***en fühle...und ein wenig optimistischer und mutiger in die Zukunft blicke...

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: nichtaufgeber am 11. Juli 2007, 14:05:32
ein Rat:
mach mal Deine Laune nicht an allzu kleinen Dingen fest. Erreicht und festgezurrt ist bei Dir meines Erachtens noch fast gar nix. Eine mündliche Vereinbarung ist soviel wie wertlos - manchmal nicht einmal schriftliche! Es wird der Tag kommen, an dem Deine Frau/ Ex einen Tip von einem Anwalt bekommt, der ihr zusagt. Bis jetzt ist sie noch am Suchen. Und glaube mir, es wird einer kommen, der ihr den Mund wässrig macht und das wird Dich aus den Latschen kippen. Dies ist nur eine mögliche Variante - aber es ist möglich! Und plötzlich kann sie sich gar nicht mehr an ein Wechselmodell erinnern, "war das nicht - du jedes 2. WE? - was anderes wollte ich noch nie ..."
Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Kraft und Glück hast - aber schau immer dahin, wo der Fall hingehen könnte ...
Grüße


Titel: Update
Beitrag von: matraj63 am 03. Dezember 2007, 13:10:59
Hi@all!

Tja, ich hab lange nichts mehr geschrieben, aber doch oft an dieses Forum und die Leute, die ihm Leben einhauchen, gedacht und es auch einigen Leidensgenossen aus meinem Umfeld weiterempfohlen.

Heute möchte ich mich mal bedanken - bedanken bei den Betreibern dieses Forums, bei den Leuten die mir geschrieben hatte, bei den Leuten, deren Geschichten ich lesen durfte - ohne euch würde ich nicht an dem Punkt stehen, an dem ich jetzt bin.

Der Schock der Trennung ist vorbei, der Kampf um die Kinder auch. Wir praktizieren das Wechselmodell nun seit einigen Monaten und seit heute ist L. bei mir gemeldet, N. bleibt bei seiner Mutter gemeldet. Das WM wird auch noch unterstrichen durch die Tatsache, das L. über mich krankenversichert ist, N. über meine Ex.
In der Praxis sieht es so aus, dass die Übergabe der Kinder in der Regel in der KiTa stattfindet, der eine bringt die Kids morgens hin, der andere holt sie nachmittags ab. Eine Praxis, die sich bisher bewährt hat, nicht zu viele Schnittpunkt zwischen meiner Ex und mir, keine Verabschiedungstränen bei den Kindern. Wir bemühen uns, das die Kinder nicht kürzer als 2 Tage und nicht länger als 5 Tage bei einem Elternteil sind, kommen uns da aber auch mal entgegen. Angedacht sind auch Tage, an denen man nur eins der Kinder hat, um so mal etwas intensiver  für einen der beiden Zeit zu haben. Telefonate der Kinder mit dem jeweils anderen Elternteil sind kein Problem, werden aber eher selten von den Kinder eingefordert.

Es schmerzt immer noch ein wenig, wenn die Kinder von Mamas neuem Freund erzählen. Weniger aufgrund der Tatsache, dass er meinen Platz an der Seite meiner Ex eingenommen hat, sondern eher weil er einen Platz an der Seite der Kinder eingenommen hat. Aber sie scheinen gut mit ihm auszukommen und ich denke, dass der Papa ("der beste Papa der Welt" laut meinen Kids ;-)) auch immer der Papa bleibt, und ich den Next nur als Freund der Kinder sehen muss/darf...da komm ich noch hin.

Zeitlich lässt sich das WM im Moment noch sehr gut mit meiner Arbeitszeit vereinbaren, da die Öffnungszeiten der Kita gut passen. Im nächsten Jahr, wenn die Kinder in die Schule gehen (OGTS) sieht das mit den Öffnungszeiten nicht mehr so gut aus, da werden mir morgens und nachmittags je eine gute halbe Stunde fehlen. Mal sehen wie sich das dann regeln läßt...

An dieser Stelle nochmal vielen Dank für eure Tips, Aufrufe zum Durchhalten und Standhaftbleiben - vor allem vielen Dank an brille007, dessen zwar oft harte aber umso ehrlichere Worte mich wachgerüttelt haben.

Ich habe den Eindruck, dass die Kinder mit der Situation gut  zurechtkommen. Klar möchten sie am liebsten wieder, dass wir eine Familie sind, aber da dies nicht geht, ist das Wechselmodell imo die beste Alternative.

Es sind viele Dinge, vor allem die finanzielle Seite, das Haus, noch im Detail ungeklärt, aber wir haben uns in der Mediation darauf verständigt, diese Geschichten mithilfe eines gemeinsamen Notars zu klären.

Gestern war ich bei der Taufe meines Neffen. Obwohl ich mich als Agnostiker bezeichnen würde, so hat der Diakon doch etwas sehr schönes gesagt.
Kinder haben ein nahezu unerschütterliches Vertrauen in ihre Eltern - und auch wenn dies Vertrauen mal erschüttert wird, so bauen sie es doch wieder neu auf. Und leider gibt es immer wieder Menschen, die das Vertrauen, welches man in sie setzt, missbrauchen. Dies kann dazu führern, dass man irgendwann niemandem mehr vertrauen kann. Er sagte, dass man sich dieses Vertrauen und das Vermögen, es neu aufzubauen, bei den Kindern wieder abschauen sollte.

Ich fühle, dass ich dies wieder können werde - Vertrauen. Etwas, dass ich schon als verloren angesehen hatte...

Hoffnungsvolle und freudige Grüße
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: midnightwish am 03. Dezember 2007, 13:17:33
Hallo Frank,

das hört sich ja durchweg positiv an. Das freut mich für euch. Ich hoffe das ihr das die näcshten Jahre weiterhin so gut auf die Reihe bekommt.

Tina


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: DeepThought am 03. Dezember 2007, 13:24:35
 :thumbup: :respekt:


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: Perle am 04. Dezember 2007, 08:44:03
Hallo Frank,

habe gerade erst Deine Geschichte gelesen.
Es ist schön zu lesen, daß es so auch funktionieren kann.

Wünsche Dir weiterhin viel Glück und Erfolg, bei allem, was noch kommt, und das alles weiter in guten Bahnen verläuft.

Viele Grüße
Perle


Titel: Update
Beitrag von: matraj63 am 29. Juli 2008, 17:38:49
Hallo liebe Foris,

nach langer Zeit schreibe ich hier mal weiter, hab grad mit Erschrecken festgestellt, das mein letzter Post hier in diesem thread von vor über einem halben Jahr war...wie die Zeit vergeht...

Tja, etliche Mediationstermine haben wir hinter uns gebracht, für jedes Themengebiet haben wir einen speziellen Mediator gehabt, in allen Punkten sind wir uns einig geworden, das Thema Kinder war ja schon lange durch, das WM funktioniert auch weiterhin sehr gut. Jetzt fängt die Schule an, mal sehen wie es dann bei mir zeitlich hinkommt mit Fulltimejob und OGTS...
Das Thema EU bzw. TU hatten wir geklärt...wir sind übereingekommen, daß niemand von uns dem anderen was zahlen muss, das Thema Haus war auch geklärt, sie wollte es ja von Anfang an behalten und mich auszahlen, die Auszahlungssumme stand fest - der Großteil sofort, den Rest in Raten innerhalb der nächsten 5 Jahre. Für den Versorgungsausgleich hatten wir beide schon bei der Rentenkasse einen Antrag auf Kontenklärung eingereicht.
Eigentlich schien der Rest reine Formalität zu sein...Pustekuchen...

Vor meinem Urlaub hatte ich meine Exe gebeten, mir einige Termine zu nennen, damit ich nun einen Notartermin machen könne, damit wir die ganzen Vereinbarungen aus den diversen Mediationen, insbesondere die Geschichte mit der Übertragung des Hauses, zum Abschluss bringen könnten. Tja, jetzt will sie nicht mehr. Wenn sie das Haus von mir "kaufen" würde, wäre die Notargebühr ja so hoch, das könne sie sich nicht leisten. Ich solle ihr das Haus doch schenken, das Geld würde sie mir dann schon zahlen...
Ich habe dankend abgelehnt und auf der vereinbarten Variante bestanden, ebenfalls darauf, das ich mit der Restsumme, die sie abstottern will, im Grundbuch stehen bleibe, um abgesichert zu sein. Sie will davon nichts wissen. Wenn ich es ihr schenken würde, wären die Notarkosten geringer, da diese dann nicht nach dem Wert des Hauses berechnet würden (keine Ahnung ob das stimmt). Ausserdem will sie jetzt schon allein im Grundbuch stehen, sonst hätte sie ja dort auch zweimal Kosten. Sie würde dann halt erst in 5 Jahren oder so zahlen. LOL.
Ich habe sie darauf hingewiesen, dass all diese Dinge bei der Scheidung geregelt werden müssen und das in dem Falle, das wir uns über noch nichts geeinigt haben, die Gerichtskosten, Anwaltskosten etc. auch höher ausfallen...naja, ich kann nicht behaupten das meine Argumente auf offene Ohren gestoßen sind.

Langer Rede kurzer Sinn, ich hab die Nase nun irgendwie voll, es ist soviel Zeit ins Land gegangen, von meinen Nerven mal ganz abgesehen. Ich würde nun eigentlich mit dem Scheidungsantrag die Teilungsversteigerung beantragen - ist das sinnvoll? Oder habt ihr noch andere Vorschläge?

LG
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 29. Juli 2008, 20:16:08
Moin Frank,

Deine Denk- und Handlungsweise ist die einzig richtige; alles, was Du jetzt nicht eintütest, kannst Du komplett knicken. Schenkung? Die Dame denkt wohl, du wärest erst gestern irgendwo von der Palme gefallen?

Nein, macht das JETZT mit dem Notarvertrag. Einer genügt allerdings, denn noch besser als Dein Verbleib im Grundbuch (für den Du Dir faktisch sowieso nichts kaufen kannst) ist die Aufstellung eines Tilgungsplanes mit festen Zahlungsterminen für die nächsten 5 Jahre, verbunden mit der Formulierung "für den Fall der Nicht-Zahlung einer Rate unterwirft sich Frau X mit ihrem gesamten Privatvermögen der sofortigen Zwangsvollstreckung des Gesamtbetrages." Glaub mir: Dieser Satz fördert die Zahlungsbereitschaft ungleich mehr als ein stiller Teilhaber.

Abgesehen davon: Wenn ein Immobilienkauf an den Notarkosten scheitert, kann man sich die Immobilie schlicht nicht leisten.

Ich hoffe, Du bezahlst auch nichts mehr an die Bank - jeder Betrag, der da jetzt noch von Deinem Konto in dieses Haus fliesst, ist nämlich unwiederbringlich weg. Und wirklich: Keine krummen Deals mit Schenkung, "ich zahl Dir das privat" etc. Die Zeiten, in denen Du den blauen Augen Deiner Beinahe Ex blind vertrauen konntest, sind längst Geschichte.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: Beppo am 29. Juli 2008, 20:49:17
Die Kosten des Notars richten sich, offiziell, nach dem Wert des Objektes und nicht nach dem Kaufpreis.
Sonst würde der Notar für Schenkungen nie etwas bekommen.

Mein, sehr guter, früherer Notar hat die Werte, unabhängig vom tatsächlichen Wert, immer sehr großzügig nach unten abgerundet, um uns Kosten zu ersparen.

Vielleicht kann sie so etwas ja auch mit ihm ausmachen, statt dich mit solchen substanzlosen Vorschlägen zu langweilen.

Wenn er bereit wäre, bei einer Schenkung auf seine Gebühren zu verzichten, könnte  er das das ja bei einem Verkauf auch tun.

Wenn du auch bereit und in der Lage wärst, das Haus zu übernehmen, ist eine Teilungsversteigerung tatsächlich eine Option.

Gruss Beppo



Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 29. Juli 2008, 21:10:02
Moinsen,

Die Kosten des Notars richten sich, offiziell, nach dem Wert des Objektes und nicht nach dem Kaufpreis.
Sonst würde der Notar für Schenkungen nie etwas bekommen.

Mein, sehr guter, früherer Notar hat die Werte, unabhängig vom tatsächlichen Wert, immer sehr großzügig nach unten abgerundet, um uns Kosten zu ersparen.

Hierzu noch eine Anmerkung: Es wird ja kein ganzes Haus übertragen und vermutlich nicht einmal ein halbes, sondern faktisch nur ein Miteigentumsanteil, der aus einem halben Haus abzüglich der halben Schulden besteht. Das dürfte kein Mega-Betrag sein. Schon gar keiner, der das Zocken zu Franks wahrscheinlichem Nachteil lohnt.

Grüssles
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 30. Juli 2008, 09:49:02
Moin,

danke erstmal für eure Ratschläge;-)

Es geht in der Tat um die halbe Immobilie, das Haus ist abgezahlt, Raten für die Bank fallen somit weg.

Wenn bei einer Schenkung die gleichen Notarkosten anfallen wie beim Verkauf, hat sie ja eigentlich keine Argumente mehr, somit werde ich einen Notartermin machen und einen Tilgungsplan mit reinnehmen, danke für den guten Tip.

LG
Frank



Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: brille007 am 30. Juli 2008, 09:52:31
Moin Frank,

wenn Du kannst: Stell den Text des Vertrages anonymisiert hier ein, bevor Du unterschreibst. Und bestehe unbedingt auf den Satz mit der "sofortigen Zwangsvollstreckung".

Grüssles
Martin


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 30. Juli 2008, 10:10:43
Hi Martin,

werds versuchen;-), kann aber etwas dauern, da sie jetzt erst in den Urlaub fährt. Mal sehen, wann wir einen Termin bekommen.

Mensch, du bist Gold wert, 1000 Dank!

...und den Satz mit der Zwangsvollstreckung habe ich mir schon ausgedruckt...gefällt mir;-)

Bis dahin
Frank


Titel: Re: Ich weiß nicht mehr weiter...
Beitrag von: matraj63 am 13. Oktober 2008, 10:45:57
Guten Morgen,

und schon wieder sind über zwei Monate ins Land gegangen. Der erste Notartermin zwecks Eigentumsübertragung liegt hinter uns, Exe will nun doch komplett in einem Rutsch zahlen, also nix mit Ratenzahlung. Trotzdem stelle ich mal den Notarvertrag hier ein. Ist der so OK? Für mich als Laien klingt das soweit gut. Unterschrieben haben wir noch nicht, der nächste Termin steht noch aus.



Übertragsnehmer…Exe
Übertragsnehmer…ich



Die Erschienenen erklärten vorab:

Wir haben am tt.mm.jjjj vor dem Standesamt XYZ geheiratet. Seit mm.jjjj leben wir in Scheidungsabsicht voneinander getrennt. Zur Regelung der Scheidungsfolgen schließen wir nachstehenden Scheidungsfolgenvertrag.

A.)
Grundstücksübertragsvertrag:

§1
Gegenstand

Der Übertragsgeber überträgt dem Übertragsnehmer seine ideelle Hälfte des im Grundbuch von …Blatt … verzeichneten Grundbesitzes der Gemarkung …

-   nachstehend: der Grundbesitz –

zu Eigentum

§2
Gegenleistung

Die Übertragung erfolgt im Rahmen des Zugewinnausgleichs gegen Zahlung von …€. Die Zahlung des Ausgleichsbetrages ist fällig zum 30.11.2008

§3
Gewährleistung / Lasten

Der Grundbesitz wird übertragen, wie er steht und liegt, ohne Gewähr für Grenzen und Größe, Güte und Beschaffenheit.

Der Grundbesitz ist derzeit unbelastet.

§4
Übergabe

Die Übergabe erfolgt zum 01.12.2008. Mit der Übergabe gehen zugleich Besitz, Lasten, Nutzen und Gefahren allein auf den Übertragsnehmer über.

§5
Auflassung

1.
Die Erschienenen erklären nachstehende Auflassung:

Übertragsgeber und Übertragsnehmer sind sich darüber einig, dass die ideelle Hälfte des im §1 näher bezeichneten Grundbesitzes auf den Übertragsnehmer übergehen soll. Der Übertragsgeber bewilligt, der Übertragsnehmer beantragt die Eintragung der Eigentumsänderung im Grundbuch.


2.
Zur Sicherung des Anspruchs auf Eigentumsverschaffung bewilligt der Übertragsgeber und beantragt der Übertragsnehmer die Eintragung einer entsprechenden Eigentumsvormerkung. Schon jetzt bewilligt und beantragt der Übertragsnehmer die Löschung, sobald die Umschreibung des Eigentums im Grundbuch vollzogen ist und sofern keine Zwischeneintragungen erfolgt sind oder beantragt wurden, an denen der Übertragsnehmer nicht mitgewirkt hat.

§6
Belehrung / Vollzug



§7
Vollmacht



B.)
Familienrechtliche Erklärungen:

1.
Mit der Durchführung des Vertrages ist der Zugewinnausgleich zwischen den Erschienenen geregelt. Die Erschienenen verzichten wechselseitig auf die Geltendmachung weiterer Zugewinnausgleichsansprüche und nehmen den Verzicht wechselseitig an.

2.
Die Erschienenen erklären übereinstimmend, dass der Hausrat aufgeteilt ist. Jeder Ehegatte wird Eigentümer der Gegenstände, die sich in seinem Besitz befinden.

3.
Der Versorgungsausgleich im Rahmen des Scheidungsverfahrens soll nach den gesetzlichen Bestimmungen durchgeführt werden.

C.)
Allgemeine Erklärungen:
Kosten

Die Kosten dieses Vertrages und seiner Durchführung trägt der Übertragsnehmer. Die Erschienenen geben den Wert der übertragenen Eigentumshälfte mit …€ an.




Danke im Vorraus für eure Mühen.

Gruß
Frank