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Themen => Umgangrecht/-pflicht => Thema gestartet von: Samson1978 am 03. Oktober 2016, 18:22:43



Titel: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 03. Oktober 2016, 18:22:43
Hallo und Guten Abend!

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich mir hier Hilfe, Rat und Unterstützung erhoffe für meinen Fall.

Die KM und ich sind seit Dez 2015 getrennt und solange ist auch der Streit um das Umgangsrecht über unseren gemeinsamen Sohn (wird jetzt 2) im Gange.
Wir waren nicht verheiratet, haben beide das Sorgerecht und haben ca. 1 Jahr zusammen das Kind versorgt und betreut bis es zur Trennung kam.

Anfangs bekam ich ihn nur für 2,5h. Da wollte sie auch dabei sein. Mit der Begründung, sie dürfe das.
Damals klärte sie die Beistands-MA des JuA auf und stellte klar, dass diese Regelung meist genommen wird, wenn Vater und Kind noch nie Kontakt hatten. Ist ja hier nicht der Fall.
Später konnte ich die Stunden auf 7 erhöhen. Also am Sonntag 10Uhr bis 17.00Uhr.
Seit ein paar Monaten nun auf 9 Stunden von 8-17.

Ich möchte einfach mehr Zeit mit meinem Sohn verbringen, weil ich merke, dass wir uns gut tun. Ein Wechselmodell (1 Woche bei Mama, eine bei Papa) kommt für mich noch nicht in Frage, aber ein ganzes WE wäre ein großer Fortschritt.
Nur leider spielt die KM in keiner Weise mit. Vor einem halben Jahr habe ich nach 2 zusammen hängenden Tagen gefragt. Da verneinte sie und meinte er sei zu klein. Wenn er 2 ist bzw. am Ende des Jahres, wäre eher möglich.
Daraufhin habe ich ein Vermittlungsgespräch beim JuA angeleiert.
Herausgekommen ist nur, dass die Mitarbeiterin auch gesagt hat, dass es mit (damals noch) 7h zu wenig Umgang ist.
Ein Kompromiss bzw. konstruktive Vorschläge kamen nicht zu stande. In meinen Augen hätte die MA da mit mehr Nachdruck agieren müssen.

Die KM arbeitet mit der Salamitaktik. Nur kleine Schritte frei geben. Das sichert ihren Bezug zum Kind und selbst wenn ich vor Gericht gehe, dann kann sie ja beweisen, dass sie mir entgegenkommt.
Das das nicht im Sinne des Kindes ist, steht auf einem anderen Blatt.

Ich fühle mich halt so hilflos. Hilfe vom JuA kann ich in der Pfeife rauchen. FamG ist der letzte Schritt und da scheue ich mich davor. Ich bin der Meinung, dass es dadurch nur schlimmer wird und erwachsene Leute das eigentlich vernünftig regeln müssen können.

Was kann ich noch machen um meinem Sohn mehr Umgang mit seinem Vater zu ermöglichen?

VG
Steve


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Susi64 am 03. Oktober 2016, 18:37:22
Hallo,

für eine 2jährigen ist ein volles Wochenende aller 14 Tage durchaus Standard, das Wochenden kann dabei Freitagnachmittag anfangen und Du bringst ihn dann Sonntag zurück oder ggf. auch erst Montagfrüh .

Durchsetzen kannst Du das letzlich nur mit Hilfe eines Gerichts. Du kannst zwar das JA um Vermittlung bitten und dies auch mehr als einmal, aber das JA kann hier nur vermittelnd tätig sein und die KM muss zu einem Gespräch gar nicht kommen. Als Argumente können der Standardumgang dienen, dass Du eine entsprechend eingerichtete Wohnung hast und vielleicht auch das Argument, dass die KM gelegentlich auch etwas Freiraum braucht.

Eine gerichtliche Kärung kannst Du als Drohung anbringen oder tatsächlich bei Gericht einfordern. Mit Sicherheit leidet das Verhältnis zumindest zeitweilig darunter. Sinnvoller würde ich deshalb einen Plan erachten wie Du den Umgang ausweiten willst, also jeden Monat etwas mehr bis Du ein volles Wochende hast. Versuche Dich mit der KM darauf zu einigen.
Wenn die KM damit nicht einverstanden ist, dann bleiben nur JA und definitiv Gericht.

VG Susi


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 03. Oktober 2016, 19:22:09
Hallo Susi,

vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich hatte bereits Mitte Sept den Vorschlag gebracht, dass ich unseren Sohn am Freitag nachmittag aus der Krippe hole und ihn abends zurück bringe. Und dann wieder am übernächsten Sonntag komplett.
D.h. ich würde ihn jede Woche für einen Tag sehen.
Hat die KM abgelehnt, weil sie selbst nur am Freitag etwas mehr Zeit für ihn hat. Sonst sei er müde, wenn sie abends nach Hause kommt.

Die KM hat auf meinen alten Vorschlag für ein fast volles WE nur einen Gegenvorschlag von zwei 2h am Samstag gemacht.
Das ist aber nicht praktikabel, da es jetzt kälter und ungemütlicher draußen wird. Da möchte ich schon zu mir fahren. Mit Hin- u Rückfahrt bleiben uns dann nur ca. 1h effektive gemeinsame Zeit.

Wie kann ich beim JuA entsprechend intervenieren, wenn ich merke das die zuständige MA zu wenig Engagement zeigt bzw. die KM nicht in ihre Schranken weist?

Da die Kommunikation nur über Email läuft, möchte ich folgenden Text zitieren: "Ich habe gestern noch einmal kurz Rücksprache mit meinem Anwalt genommen und es ist wohl auch durchaus nicht unüblich, dass eine Übernachtung erst im 4. Lebensjahr erfolgt. Ich würde es gern Kind-abhängig machen wollen…"

Wie soll man gegen solche Behauptungen angehen? Das ist doch totaler Quatsch!




Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: papajo am 03. Oktober 2016, 19:52:35
moinsen,
das:

Rücksprache mit meinem Anwalt genommen und es ist wohl auch durchaus nicht unüblich, dass eine Übernachtung erst im 4. Lebensjahr erfolgt.

e Zeit.

ist ja wohl völliger Schwachsinn.
Es gibt keine Gründe, warum 2-jährige nicht bei einem Elternteil übernachten können, geht doch bei der Mutter auch!

Eventuell mal mit anwaltlicher Hilfe drohen?
Samstag auf Sonntags für 1 - 2 Monate alle 7 Tage dazwischen Sa oder So. danach alle 1 Tage komplettes WE.
Basta.
Gruß
jo


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Papa Markus am 03. Oktober 2016, 20:18:51
Hi Samson,

Meine Ex zieht auch alle Register. Du hast bereits das JA eingeschaltet. Das dies meisst nur pro Forma ist ist klar.
Auch mir konnte dort keiner helfen wenn dir Frau bockt. Ich habe durchaus gute Erfahrungen mit Familiengerichten.
Es gilt der juristische Grundsatz, desto Jünger die Kinder desto häufiger Umgang. Nutze dies und klage. Ich habe leider keinen anderen Weg für dich.
Mein Boykott hörte erst nach Richterspruch und Strafandrohung auf. Glaube bitte nicht an das Gute wenn du all das schon versucht hast. Und der Dummschmuß von ihrem Anwalt, vergiss das. Wenn du ihn bezahlen würdest, würde er sagen das du gestern das alleinige Sorgerecht bekommst. Familienrichter entscheiden immer im Sinne des Kindes...gehe den Weg und spare dir nerven.
Bitte gerne nochmal schriftlich um einen Kompromiss, dann würde ich losgehen...das Kind wird nicht jünger...euer Band ist da. Los!

Mit welchem Recht sich Mütter nach der Trennung anmaßen zu entscheiden wie oft du das Kind siehst, erschliesst sich niemanden. Viele Mütter würden sich umschauen, wenn man Unterhaltszahlungen abhängig von deren Verhalten machen würde.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 03. Oktober 2016, 21:38:14
@ papajo

mit Hinzuziehung einer anwaltlichen Beratung habe ich bereits gedroht und auch in Aussicht gestellt, dass ich das Thema vor Gericht bringe.
Seit dem hat sie gewisse Textpassagen (siehe oben) mit dem Hinweis gespickt, dass sie sich auch anwaltlich beraten läßt. Und ich kenne sie eigentlich selten bluffend.

@ Papa Markus

Ich habe vor 2 Wochen eine Email an die MA vom JuA geschrieben, die kommt aber erst morgen aus dem Urlaub zurück.
Daher muss ich ihre Antwort abwarten.

Gleichzeitig werde ich schriftlich letztmalig den Vorschlag unterbreiten.

Und mit dem Unterhalt hast Du völlig recht. Leider ist das Geld ja für das Kind, daher sind die Druckmittel über die Mutter sehr begrenzt.
Mütter besitzen sehr oft Narrenfreiheit und kommen damit durch. Aber wenn du die Unterlagen für Kindesunterhaltsneuberechnungen (bei laufenden Unterhaltszahlungen) nicht firstgerecht einreichst, droht das JuA mit gerichtlichen Schritten.
Es wäre schön, wenn das JuA beim Umgangsrecht gleichen Einsatz zeigen würde.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: 82Marco am 04. Oktober 2016, 08:20:43
Servus Samson!
Seit dem hat sie gewisse Textpassagen (siehe oben) mit dem Hinweis gespickt, dass sie sich auch anwaltlich beraten läßt. Und ich kenne sie eigentlich selten bluffend.
Lass Dich einfach nicht beirren...Anwälte (auch Deiner) sagen und schreiben das, wofür sie bezahlt werden; es muss nicht immer "wahr" oder richtig sein.

Zitat
Es wäre schön, wenn das JuA beim Umgangsrecht gleichen Einsatz zeigen würde.
Falls noch nicht erwähnt: in Sachen Umgangsregelung hat das JA nichts zu bestimmen, es darf bestenfalls beraten.
Wenn hierbei keine befriedigende Umgangsregelung zu Stande kommt, muss halt eben ein Gericht beschließen und dieser Beschluss ist erst mal bindend für BEIDE Elternteile.

Grüßung
Marco



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: PaulPeter am 04. Oktober 2016, 09:39:39
Hi,

ein paar Gedanken zum Thema:
Eine gerichtliche Einigung dauert lange und ist kostspielig. Niemals wird es passieren, dass Du 4 Wochen, nachdem Du Deinen Wunsch vor Gericht vorgetragen hast, einen vollstreckbaren Beschluss in der Hand hälst, in dem Dein Wunsch zu Papier gebracht wurde. Wenn es nicht gelingt, eine Sanktion, also ein Ordnungsgeld bei Umgangsverweigerung in dem Beschluss unterzubringen, ist er ohnehin das Papier nicht wert, auf dem er steht.
Es wäre nicht das erste Mal, dass das zarte Pflänzlein der Bindung zum Kind durch den Gang zum Gericht zunichte gemacht wird, da die Mutter den Umgang dann komplett boykottiert, bis eine Regelung vor Gericht erzielt wurde. Die bisherige Regelung war ja streitig, und eine neue Regelung gibt es nicht.
Das Forum hier ist voll von Geschichten des mühsamen Kampfes der Väter gegen die Windmühlen der Justiz. Rein menschlich kann man die Reaktion der Mutter ja auch irgendwie nachvollziehen (aber nicht entschuldigen), denn ich kenne niemanden, der sich über einen vom Zaun gebrochenen Streit freut und mit Begeisterung in ein Gerichtsverfahren geht. Die rein natürliche Reaktion der Mutter wird eine Abwehrhaltung und eine Aversion sein. Zudem kostet ein Umgangsverfahren Unsummen an Geld für Anwälte, Gerichtskosten und am Ende auch Gutachten.

Wenn aber ein Gerichtsbeschluss viel Zeit und Geld kostet, bis man am Ziel ist, gibt es vielleicht auch einen anderen Weg:
Runter von Deiner Maximalforderung (die Du über Nacht nicht vor Gericht bekommst, sondern wenn überhaupt nach Monaten, wenn nicht Jahren) und hin zu einer schrittweisen Ausweitung, in der Du Dir Schritt für Schritt das Vertrauen der Mutter und den Umgang erkämpfst. Mein Rat an dieser Stelle: Man muss nicht buckeln vor der Mutter und sich verbiegen, aber Stolz ist bei dem, was Du vorhast ein schlechter Verbündeter.

Konkret schlage ich vor: Schaffe Dir ein Umfeld, in dem der Umgang sofort auf Deine Maximalforderung ausgedehnt werden kann: Feste Schlafstätte für das Kind, mit einem vernünftigen Bettchen und ausreichend Spielsachen. Dann ist diese Flanke gedeckt. Lade die Mutter zu Dir nach Hause zu einem Gespräch ein. Wenn Sie nicht zu Dir kommen will, frage sie konkret, wo ihr euch dann treffen könnt, frage, ob beim nächsten Umgang noch Zeit besteht, um bei Ihr ein Gespräch über den Umgang zu führen, oder von mir aus in einem Cafe. Führe die Verhandlungen nicht über SMS oder Email oder Whatsapp.

Bereite für Dich eine umsetzbare Umgangsforderung vor und überlege Dir, welche Kompromisse Du bereit bist, einzugehen, um ans Ziel zu kommen: Ziel muss sein: Umgang von Freitag bis Sonntag Abend, mit 2 Übernachtungen. Frage zunächst die Ex, wie sie sich alles weitere vorstellt, wie sie sich den Umgang übers Jahr gesehen konkret, live und in Farbe vorstellt. Frage sie, in welchem Zeitraum sie gedenkt, den Umgang auszuweiten. Der Ball ist dann in ihrem Spielfeld, und sie sollte sich äußern.  Sei Dir bewusst, dass ihr handelt, das erfordert Kompromisse von beiden Seiten.

Wenn Du merkst, dass eine außergerichtliche Einigung erreichbar ist, die aber vorsieht, den Umgang über Monate hinweg auszudehnen, nimm als Etappenziel eine Nacht bei Dir ab Jahresende und als weiteres Etappenziel beide Nächte bei Dir ab Frühjahr. Es wird noch viele Weihnachten und Ostern geben, das zu verhandeln kann man sich für später aufheben. 
Es mag klug sein, wenn Du Dein Etappenziel von einer Nacht Umgang erreicht hast, dieses in einer schriftlichen Vereinbarung zu zementieren, die Verhandlungen vorerst zu beenden und in ein paar Monaten wieder aufs Tapet zu bringen (Dann hat die Ex Gefallen an dem freien Abend gefunden, an dem sie machen kann, was sie will und ist eher bereit, diesen Luxus auf 2 Abende auszudehnen).
Überlege, ob Du als Verhandlungsmasse ein wenig Geld ins Spiel bringst, mit dem Du Dich beteiligst: Beitrag zur Tagesmutter, Kita, Zahnzusatzversicherung (kann Dir helfen, die  Kosten für eine Zahnspange in 10 Jahren gering zu halten. 2 Jahresbeiträge kosten soviel wie die Erstberatung beim Anwalt) o.ä. Drohe nicht sofort mit einer gerichtlichen Regelung und dem Gang zum Anwalt, aber sei bereit die Karte auszuspielen: Das wichtigste, dass Du das Gespräch so führst, dass sie den schwarzen Peter bekommt:
Nicht: "Dann geh ich eben zum Anwalt"
sondern: "Ich merke, dass wir hier nicht zum Ziel kommen. Ich bin aber nicht einverstanden, den Umgang so fortzuführen wie bisher, Ich will eine Regelung haben, auf der sich aufbauen lässt, und die eine Übernachtung vorsieht.  Aber es kann doch nicht in Deinem Interesse sein, dass wir Anwälte aufeinander hetzen und Gerichte bemühen. Oder ist das Dein Wunsch? Willst Du das wirklich?"

Gib Dir ein paar Wochen Zeit, die Sache durchzuziehen und die Verhandlungen zu führen. Wenn es dann nicht fruchtet, dann bemühe die Justiz.
Verlier das Ziel nicht aus den Augen: Umgang von Freitag bis Sonntag mit 2 Übernachtungen. Die bekommst Du vor Gericht bei einem Zweijährigen mit Glück, und wenn dann erst nach Wochen und Monaten (oder Jahren) mit langwierigen Verhandlungen und mit dem Risiko des Boykottes.
Wenn Die Mutter schon bereit ist, Dir den Umgang schrittweise auszuweiten (Du schreibst es so), dann brich diese Brücke nicht ab sondern lass Dich darauf ein. Du kommst über das Gericht nicht schneller zum Ziel. Es wird aber ungleich mehr Porzellan zerschlagen. Auch wenn es Paradox klingt: In Sachen Umgang darf die Mutter nicht Dein Feind werden. Sondern muss Dein Verbündetet bleiben.

Gruß, PP







Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 04. Oktober 2016, 10:35:54
Moin!

PP schreibt sehr viel richtiges! Auch zum Vorgehen.
Aber bei einem Punkt möchte ich einhaken:

Runter von Deiner Maximalforderung
Das hängt von der Maximalforderung ab.  :phantom:
Wenn dies bspw. WM wäre (was für TO aber derzeit nicht in Frage kommt ;(, wie er selbst schreibt und die Gründe dafür mich interessieren würden...), dann würde ich zustimmen, denn das bekommst Du nicht vor gericht durchgesetzt.
Ebenso nicht so abstruse Ideen wie wir sie hier manchmal lesen, wie jedes Wochenende Umgang, denn die KM hätte ja genug Zeit mit dem Kind unter der Woche...

Aber das was der TO hier erreichen möchte, nämlich Wochenendumgang mit Übernachtung ist mE bei einem zweijährigen Kind nicht verhandelbar!!!
Maximal eine kurze, klar definierte Ausbauphase wäre für mich akzeptabel.

Insofern wäre mein Ratschlag bei der Forderung die beim JA diskutiert wird eher etwas draufzupacken (zB WE mit drei Übernachtungen od. eine zusä. Übernachtung jeder Woche von Di auf Mi), um davon dann abzurücken und der KM einen Verhandlungserfolg zu lassen.

gruß, toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 04. Oktober 2016, 17:23:46
Vielen Dank erstmal an alle für die zahlreichen Hilfestellungen.

@TotoHH

Das WM ist weder für die KM noch für mich derzeit ein Thema. Die Konstellation ist derart schlecht, dass es unter heutigem Gesichtspunkt einfacher für alle ist, wenn man den Rhythmus beständig ausbaut. Was in ein paar Jahren ist, kann man dann besprechen.

@ PaulPeter

Danke für die ausführlichen Worte.
Ich bin mir bewusst, dass ein Gang vor Gericht deutlich verherrender ist, als ein Dranbleiben an meinen Forderungen nach dem Motto "Steter Tropfen höhlt den Stein".
Mir ist ein Miteinander im Sinne des Kindes wichtig. Es kommen noch ganz andere Aufgaben als Eltern auf uns zu. Da müssen wir jetzt die Saat legen um später gemeinsam für ihn da zu sein.

Leider ist sie auf dem Trip, dass sie ihn auch völlig allein groß ziehen würde. Sie hatte mir auch mal angeboten, dass ich das gemeinsame Sorgerecht auflöse. Never ever.
Ich denke es fällt ihr schwer zu verstehen, dass ich trotz aller Beziehungsdifferenzen meiner Vaterrolle gerecht werden will. Das hat sie noch nicht verstanden.
Sie blockt viel ab und hofft, dass ich das Interesse verliere. Wenn ich nicht dran bleibe, habe ich auf jeder Ebene verloren.

Eine vernünftige Kommunikation ist derzeit nur per Email möglich. Weder persönlich noch per Telefon sind lange Gespräche bezüglich Absprachen möglich.
 
Folgende Schritte werde ich eingeleiten:
Ich habe mich erneut an das JA gewendet und um ihre Mithilfe gebeten. Vielleicht kann ein Gespräch ohne meine Anwesenheit entspannter und konstruktiver verlaufen. Sie wahrt da eher ihr Gesicht.

Zudem habe ich eine Email an sie (geht ja nicht anders) geschrieben und den Vorschlag unterbreitet, dass wir (Sohnemann und ich) an Sa/So eines WE je von 8-17 Uhr zusammen sind.
Das bis Jahresende als Versuch. Ab Januar 2017 dann mit Übernachtung.
Ich komme ihr entgegen und sie kann dieses Jahr ihn an seinem Geburtstag und an Weihnachten u. 1. Feiertag mit ihm feiern. (Das hatte sie bereits schon festgelegt.  :mad:)

Gleichzeitig bitte ich um ein regelndes Gespäch auf neutralem Boden. Ich vermute aber, dass sie da keine Notwendigkeit sieht und auch weiterhin stur das Kind und sein Wohl wie ihr persönliches Eigentum behandelt.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 04. Oktober 2016, 20:20:54
den Vorschlag unterbreitet, dass wir (Sohnemann und ich) an Sa/So eines WE je von 8-17 Uhr zusammen sind.
Das bis Jahresende als Versuch. Ab Januar 2017 dann mit Übernachtung.
Ich komme ihr entgegen

Also ich finde das viel zu lange als "Eingewöhnungsphase".
Glaubst Du nicht, dass es das Kind viel mehr verwirrt, nach einem schönen Tag mit Dir wieder rausgerissen zu werden. Und am kommenden Tag das gleiche nochmal. Ich höre jetzt schon die KM lamentieren, dass das Kind am Sa und am So Abend immer so überdreht sei nach einem Tag bei Dir  :mad: (alternativ wenn passender: das Kind sei soooo überanstrengt...)
Und dann wird sich das mit dem Versuch sich schnell erledigt haben...
Apropos: Was soll da eigentlich versucht werden?? Schon das Wort impliziert doch, das es schief gehen kann, ein Versuch kann abgebrochen werden...  ;( Rate mal, wie KM argumentieren wird?!

Wenn es noch nicht zu spät ist, hätte ich folgendes vorgeschlagen, ausgehend von dem heutigen 9-Stunden Umgang:
- Das noch ein/ zwei WE weiter
- und dann klar ein WE ausschauen, an welchem die erste Übernachtung ansteht. Muss dann ja am nä Tag nicht gleich bis abends 17 Uhr sein. Vielleicht der Km ein gemeinsames spätes Frühstück zu Dritt bei Dir in der Whg vorschlagen
- Zwei Wochen später dann bis Sonntag Mittag
- Und einen weiteren Monat später dann bis Sonntag Abend
- und dann - nach Weihnachten/ vielleicht zwischen den Jahren auf 2 Übernachtungen ausdehnen.

Nur so meine Idee, Toto

Kann es sein, dass Du selbst Dir noch nicht ganz ein ÜbernachtungsWE mit einem Kleinkind zutraust??   


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 04. Oktober 2016, 21:45:35
Ich habe ja bereits alle möglichen Varianten ins Spiel gebracht. Diese Zwei-Tages- Regelung ist ein Kompromiss um überhaupt mehr Zeit zu haben. Übernachten geht nicht, weil laut KM noch zu klein.

Zudem behauptet sie, dass er nach dem Tag mit mir so aufgedreht u müde ist. Sie versteht nicht oder will nicht verstehen, dass sie mit ihrer Weigerung einen wesentlichen Anteil daran trägt. Hätte ich mehr Umgang, wäre er weniger aufgeregt, weil es nicht alle 14Tage so viel neues zu erleben gibt. Ich wäre keine Ausnahme, sondern Routine. Ich wäre ein fester Punkt in seinem Leben an den er sich gewöhnt. Und nicht die Besonderheit, die ihn durcheinander bringt.
Das habe ich ihr mehrmals versucht zu erklären. Da herrscht nur schweigen.

Was willst du gegen Ignoranz, Verbohrtheit u kurze Denkweise machen?


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 04. Oktober 2016, 21:54:39
Das mit Frühstück oder Kaffee trinken ist zwar grundsätzlich ne gute Idee. Wird aber in meinem Fall nicht fruchten. Sie hat klar gesagt, dass es außer dem Sohn sonst keine Verbindung geben wird. Klare Kante.
Ich muss sämtliches Material für ihn nochmal anschaffen ( außer Kleidung). Egal wie oft es im anderen Haushalt bereits vorhanden ist.
Mit Geld kann ich sie nicht ködern. Sie hat ein gutes Einkommen.
Ich bin mir sehr sicher, dass sie mich für das Scheitern der Beziehung bestrafen möchte. Und dazu nutzt sie jede Option um mir den Umgang zu erschweren. Vernünftige Argumente verpuffen einfach.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 05. Oktober 2016, 14:24:29
Zudem behauptet sie, dass er nach dem Tag mit mir so aufgedreht u müde ist.

sagte ich doch  :phantom: (und ich wünschte, ich hätte kein Recht gehabt...):
Ich höre jetzt schon die KM lamentieren, dass das Kind am Sa und am So Abend immer so überdreht sei nach einem Tag bei Dir  (alternativ wenn passender: das Kind sei soooo überanstrengt...)

Deine Argumentation ist richtig. Aber offensichtlich will KM es nicht hören - ob sie Dich bestrafen will, Dich einfach nicht als Vater braucht, anderweitig auf heile Familie machen will, Angst hat, dass Kind Dich lieber mag als sie oder (fälschlicherweise) annimmt, dass sie Gefahr läuft weniger KU zu erhalten - ist letztendlich alles wurscht...

Ich habe ja bereits alle möglichen Varianten ins Spiel gebracht. Diese Zwei-Tages- Regelung ist ein Kompromiss um überhaupt mehr Zeit zu haben.
Wenn Dir das erstmal ausreicht, dann ist gut. Und dann genieße die Zeit zusammen mit dem Kind. Das Problem was ich erahne ist nur, dass es keine Grund gibt, der die KM dazu bewegen könnte, das auf absehbare Zeit zu ändern (das Kind wird noch länger zu klein sein (was Schmarrn ist), dann immer krank von Dir zurück kommen (typisch für die Kiga-Phase) und dann immer zu aufgedreht sein (was aus KM schädlich für die Schule ist).  :mad: KM lernt dadurch jetzt, dass sie bestimmen kann.

Was willst du gegen Ignoranz, Verbohrtheit u kurze Denkweise machen?
Wenn KM sich nicht ändern will, wirst Du nur übers Gericht die Chance haben, eine annähernd adäquate Umgangsregelung zu erwirken. Mit allen Schwierigkeiten, die weiter oben anklangen.

Ok - wenn Du jetzt erstmal nehmen willst, was Du hast (also den 2maligen Tagesumgang), dann wäre mein konkreter Ratschlag:
1. das jetzt erst mal ein paar Wochen so laufen lassen. aber auch nicht mehr lamentieren oder argumentieren. Ziel ist, einen regelm. Umgang beweisbar etabliert zu haben und nach außen hin später sagen zu können, Du warst ja schon kompromissbereit
2. Dir selbst ein Datum setzen, an dem Du stringent und nachhaltig das Thema Übernachtungen angehst und dann auch durchziehst (übers JA zu einer gerichtlichen Lösung) - zB nach Weihnachten. Bis dahin schweigst Du aber ggü. der KM.
3. Und bei jeglicher Abweichung der KM von dem vereinbarten, gerade auch mit dem Hinweis es sei ja ein Versuch, einmal auf Einhaltung Eurer Vereinbarung hinweisen und dann, wenn das nicht hilft, sofort zu 2.

Gruß. toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 05. Oktober 2016, 17:13:11
KM lernt dadurch jetzt, dass sie bestimmen kann.


Genau das ist meine Befürchtung und mein Gefühl. Nur wo ist der Dreh- und Angelpunkt um ihr diesen Mist auszutreiben?
Die große Keule Gericht mag wirken, aber langsam und teuer.
Jugendamt fühlt sich nicht wirklich zuständig. Verweist auf den gerichtlichen Weg.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 05. Oktober 2016, 17:21:14
Nur wo ist der Dreh- und Angelpunkt um ihr diesen Mist auszutreiben?
Nennt sich Umgangs3Sprung:
1. Zunächst bilateral zw. KM und KV -> hier wohl offenbar gescheitert eine ausreichende Umgangsvereinbarung aufzusetzen
2. JA um Vermittlung bitten - dazu sind sie zuständig, sie können aber letzten Endes niemanden zwingen. Also weder die KM, im Übrigen aber auch keine Vereinbarung, die Du nicht mittragen willst. Der Schritt ist aber zwingend, sonst verweist Schritt wieder zurück
3. Gerichtliche Umgangsregelung


Ja, mag teuer sein und Geld kosten. Aber das ist nunmal immer so, wenn ein Vertragspartner sich nicht an die Vereinbarungen hält. Im Geschäftsleben ist die Ausgangslage häufig etwas besser, weil es einen Vertrag gibt, um deren Auslegung man sich zankt. Hier geht es um die Durchsetzung des Anspruch des Kindes auf angemessenen Umgang mit seinem Vater. Was angemessen ist, steht leider nirgendwo geschrieben. Aber es ist mehr als 2x 9 Std. ohne Übernachtung. Und es sollte es Dir für Dein Kind wert sein!

toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 05. Oktober 2016, 19:22:19
Danke für die Hilfestellung, Toto.

Mir sträubt es aber gewaltig mit der Gerichtskeule zu kommen. Da ist schon genug Porzellan zerschlagen worden und der Kleine hat gewiss einiges mitbekommen.
Ich will Ruhe in die Sache bekommen und hoffe auf einen vernünftigen Ausgang.

Ein Gericht mag zwar langfristig eine Lösung bringen, aber wie PaulPeter schon schrieb, kann das erst richtig böse werden. Weil die Mutter eine Art Trotzreaktion anfängt.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 05. Oktober 2016, 19:36:11
der Kleine hat gewiss einiges mitbekommen.

Naja, vom Umgangsverfahren vor Gericht wird ein 2 jähriges Kind nichts mitkriegen...

Wenn Du KM hohl dreht, wirst Du das nicht verhindern können.

Ich will Ruhe in die Sache bekommen und hoffe auf einen vernünftigen Ausgang.
Naja,ruhig wird es sicherlich, wenn Du nichts machst. Dann aber auch nicht beschweren, wenn selbst der wenige Umgang auch von der KM sabotiert  wird (oder nur nach Lust und Laune der KM mal aufflammt...). Und ohne Umgang wird es noch ruhiger.  :exclam:

Was ist wohl ein "vernünftiger Ausgang" - insbesondere aus Sicht der KM...

Mensch Männer - ich bin bestimmt niemand, der Leute auf Teufel komm raus in Gerichtsverfahren treibt. Aber wenn KM genau weiß, das Du nicht Ernst machst, dann ist mir auch klar, warum sie so handelt wie sie handelt. Sie kennt ihren Hasenfuß (sorry  :redhead:) ja durchaus ein wenig...

Und ein Gerichtsverfahren auf Umgang ist nicht aussichtslos. Vielmehr hat sich ein gewisser Standardumgang der ausgeurteilt wird herauskristallisiert. Ja, je kleiner das Kind ist, desto unsicherer ist es, was genau raus kommt... Und es gibt eine weitere Unsicherheit - wenn KV und Kind keine Bindung haben... Und jetzt rate mal, woran die KM bereits jetzt arbeitet...  :exclam: Die Zeit arbeitet m.E. nicht für Dich!

toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 05. Oktober 2016, 19:58:18
Ich warte mal ab, was das Gespräch zw. JA u KM bringt.

Kann jemand einen guten Anwalt in Leipzig empfehlen?


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Pinkus am 05. Oktober 2016, 21:48:20
Hallo,
Ich warte mal ab...
Das machst Du schon viel zu lange!
Schon vor einem Jahr, direkt nach der Trennung, hättest Du konsequenter das Recht Eures Kindes durchsetzen müssen.
Ihr habt zusammengelebt! Es gab keinen Grund den Umgang so zu beschneiden und die Anwesenheit der KM war nicht nötig, für Euer Kind warst Du kein Fremder! Selbst Übernachtungen wären da ohne Probleme gegangen.
Nun wirst Du langsam ein Fremder, bei so wenig Umgang.  Euer Kind hat die Hälfte seines Lebens nicht beim Papa geschlafen, dummerweise die Hälfte, die für Euer Kind nah und greifbar ist. Es kann sich nicht mehr an Eure Normalität erinnern. Diese Normalität muss erst wieder hergestellt werden. Je länger Du wartest umso schwieriger wird es. Nicht nur für das Kind, sondern auch für Dich, dieses Recht durchzusetzen.

LG Pinkus, mein Sohn hat das erste Mal mit 6 Monaten alleine beim KV geschlafen (wir haben nie zusammengelebt), er ist jetzt 15 und hat eine sehr innige Bindung zu seinem Vater


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 05. Oktober 2016, 21:55:26
Ich kann jetzt aber schlecht das JA erneut einschalten und gleichzeitig einen RA ins Spiel bringen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 05. Oktober 2016, 23:18:27
Ich hab Dir oben einen Vorschlag gemacht, wenn Du jetzt nicht unmittelbar losschießen willst

Ok - wenn Du jetzt erstmal nehmen willst, was Du hast (also den 2maligen Tagesumgang), dann wäre mein konkreter Ratschlag:
1. das jetzt erst mal ein paar Wochen so laufen lassen. aber auch nicht mehr lamentieren oder argumentieren. Ziel ist, einen regelm. Umgang beweisbar etabliert zu haben und nach außen hin später sagen zu können, Du warst ja schon kompromissbereit
2. Dir selbst ein Datum setzen, an dem Du stringent und nachhaltig das Thema Übernachtungen angehst und dann auch durchziehst (übers JA zu einer gerichtlichen Lösung) - zB nach Weihnachten. Bis dahin schweigst Du aber ggü. der KM.
3. Und bei jeglicher Abweichung der KM von dem vereinbarten, gerade auch mit dem Hinweis es sei ja ein Versuch, einmal auf Einhaltung Eurer Vereinbarung hinweisen und dann, wenn das nicht hilft, sofort zu 2.

Und für den ersten Schritt bei 2. (Einschaltung des JA) brauchst Du auch gar keinen Anwalt. Da geht es ja noch um Vermittlung (vielleicht hilft ja auch schon das anstehende Gespräch der KM mit JA - wobei ich darauf nicht so viel Hoffnung setzen würde...)

toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 06. Oktober 2016, 07:22:36
Ich suche mir mal nen Anwalt und lasse mich beraten.

Informiere euch sobald es was Neues gibt.

@Pinkus

Klar, das hätte ich konsequenter verfolgen müssen. Ich hatte das erste halbe Jahr noch ein paar "Baustellen", die mich viel Kraft gekostet haben. Da ist man froh, wenn man.zusätzlichen Streß vermeidet.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: 82Marco am 06. Oktober 2016, 08:43:19
Servus!
Klar, das hätte ich konsequenter verfolgen müssen. Ich hatte das erste halbe Jahr noch ein paar "Baustellen", die mich viel Kraft gekostet haben. Da ist man froh, wenn man.zusätzlichen Streß vermeidet.
Ich denke, Du solltest Dir zwei Dinge bei Deiner weiteren Vorgehensweise vor Augen halten bzw. verinnerlichen:
- Euer Kind hat ein Recht auf möglichst umfangreichen und regelmäßigen Umgang; BEIDE Eltern sind verpflichtet, dies zu fördern
- Eure Vater-Kind-Beziehung könnt Ihr im Wesentlichen nur in der gemeinsamen Umgangszeit wahrnehmen und verstärken, daher: je mehr desto besser. Kämpfe dafür!

Weiter oben wurde bereits der "Dreisprung" erläutert; sofern nicht geschehen, fange mit einem schriftlichen Vorschlag (hab gerade nicht auf dem Schirm, ob Deine bisherigen Vorschläge schriftlich erfolgten)  für eine aus der Sicht machbaren Umgangsvereinbarung an.
Sollte innerhalb einer angemessenen Frist leine befriedigende Antwort kommen, ab zum JA usw.

Grüßung
Marco


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 06. Oktober 2016, 10:14:00
Moin S.

Ich hab ein Anliegen:
Ich suche mir mal nen Anwalt und lasse mich beraten.
Ja, klar kannst Du Dir schon mal einen Anwalt ausgucken. Vielleicht auch mal ein Gespräch führen, wie der so drauf ist und ob die Chemie zw. Euch stimmt.

Aber für das, was nun unmittelbar ansteht (nämlich ausreichenden Umgang mit KM abstimmen, ggf. sukzessiven Ausbau festlegen, Umgang wahrnehmen und leben, falls nötig Vermittlung durch JA) brauchst Du keinen Anwalt. Das kostet im Moment nur Zeit und Geld.

Was an Umgang durchsetzbar ist, kannst Du auch hier erfahren (bzw. steht schon in diesem Thread). Je nach Anwalt, wird er Dir etwas erzählen, was seine eigenen INteressen (nämlich an möglichst viel und langwidriger Beauftragung) entspricht...

Dein obiger Quote liest sich ein wenig so, dass es für Dich ein exzellenter Ausweg ist, ersteinmal nichts zu tun.

gruß toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 06. Oktober 2016, 12:08:03
Nicht das wir uns falsch verstehen. Ich habe nicht vor den Kopf in den Sand zu stecken.
Mir fehlt nur derzeit eine langfristige Strategie.
Ihr habt mir ja einen Weg aufgezeigt.
Schritt 1 - mit KM verhandeln - das mach ich seit der Trennung und hab es in kleinen Schritten zu den 9h geschafft.
Gleichzeitig gab es bereits Ende Mai ein Vermittlungsversuch durch das JA. Aufgrund meiner Bitte. Nur leider ohne großen Erfolg. Ein neuer Versuch läuft derzeit. Sollte der nicht ziehen, bleibt nur das Gericht.

Da ich vermute, dass die KM genau Bescheid weiß, was sie darf u was nicht, werde ich mit vernünftigen Worten und weiterem Schriftverkehr per E-Mail nicht groß weiterkommen.
Wenn jetzt nicht ein Schuss vor den Bug erfolgt, dauert das Spiel noch ewig. Und sie bestimmt weiterhin die Regeln. Obwohl BEIDE Eltern Pflichten u Rechte haben. Und das Kind hat auch ein Recht auf BEIDE Eltern.
Das schreibe ich ihr jedes Mal und jedes Mal ignoriert sie solche Hinweise.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: play with fire am 06. Oktober 2016, 19:03:20
Und sie bestimmt weiterhin die Regeln. Obwohl BEIDE Eltern Pflichten u Rechte haben. Und das Kind hat auch ein Recht auf BEIDE Eltern.
Das schreibe ich ihr jedes Mal und jedes Mal ignoriert sie solche Hinweise.
Sie denkt sicher, Du gestattest ihr doch gerne, es folgenlos ignorieren zu können.

Daher
ein Schuss vor den Bug
kein Zögern, keine Angst, keine Zweifel (Ninja-like :froihand:)


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 06. Oktober 2016, 19:28:50
Also ein Schreiben vom Anwalt wäre ein Schuss vor den Bug?


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: play with fire am 06. Oktober 2016, 19:48:01
Anschreiben mit Fristsetzung. Kommt tatsächlich keine Reaktion, Antrag beim zuständigen Amtsgericht (Du musst dabei nicht anwaltlich vertreten sein).


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 06. Oktober 2016, 20:36:33
Kannst du mir bei der Formulierung helfen?


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: dolijay am 07. Oktober 2016, 08:39:10
huhu,

mein anwalt hat damals geraten eine umgangsvereinbarung zu machen. kv und ich hatten auch vor vielen jahren mal krieg gespielt. diese lautete 1-2 nachmittage die woche mit einer übernachtung und jedes zweite we von fr-so. auch ferien und feiertage waren da schon mit eingearbeitet.

kv wollte allerdings wechselmodell. dies wollte ich aber nicht. somit landeten wir vor gericht, wo ein vergleich geschlossen wurde, nach umgangsvereinbarung. unser sohn war damals 2 jahre alt. die sache unter der woche verschwand irgendwann - aber jedes zweite we ist geblieben und mittlerweile so verwaschen, dass kind eigentlich immer dann geht, wenn es möchte und papa zeit hat. die anwälte meinten, dass wäre eigentlich eine super lösung für beide seiten.

1. mediation beim jugendamt
2. im zweiten schritt das gerichtliche im hintergrund planen.
3. ganz wichtig, stelle die kommunikation des säbelrasselns ein und fordere nur immer wieder nachdrücklich umgang. lass dich nicht auf sinnlose diskussionen ein über anwälte oder drohungen. sei du der erwachsene in der geschichte und lass sie sich selbst zerfleischen, wenn sie das braucht.

leidtragender in der geschichte ist das kind, welches stück für stück bezug verliert. ich wünsch dir viel kraft.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 07. Oktober 2016, 13:45:58
Mittlerweile erstellt sich für mich ein Fahrplan für die nächsten Wochen und Vorgänge. Habe mit dem FamGericht telefoniert. Brauche für Antrag keinen Anwalt.

1. Gespräch zw. JuA und KM - Ausgang ungewiss, kann nur hilfreich sein
2. hatte der KM noch eine Email vor ein paar Tagen geschrieben wegen Umgang inkl. Übernachtung (wird sie sicherlich ablehnen)
3. Ich setze schonmal pro forma ein Einschreiben mit Fristsetzung auf. Darin bestehe ich auf 2 Tage inkl. Übernachtung. Bis auf weiteres. Sollte sie bis zum Fristtag weder diesen Umgang bestätigen oder sich gar nicht melden, werde ich Antrag/Klage auf Umgangserweiterung beim FamG stellen. Ich nehme dazu die Antragsstelle vor Ort zu Hilfe.

Und dann heisst es abwarten.



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 07. Oktober 2016, 15:06:20
1. Gespräch zw. JuA und KM - Ausgang ungewiss, kann nur hilfreich sein
2. hatte der KM noch eine Email vor ein paar Tagen geschrieben wegen Umgang inkl. Übernachtung (wird sie sicherlich ablehnen)
3. Ich setze schonmal pro forma ein Einschreiben mit Fristsetzung auf. Darin bestehe ich auf 2 Tage inkl. Übernachtung. Bis auf weiteres. Sollte sie bis zum Fristtag weder diesen Umgang bestätigen oder sich gar nicht melden, werde ich Antrag/Klage auf Umgangserweiterung beim FamG stellen. Ich nehme dazu die Antragsstelle vor Ort zu Hilfe.
:thumbup:
(geht doch  :wink: )

Brauche für Antrag keinen Anwalt.
Das hätten wir Dir auch sagen können (wenn es gar nicht irgendwo geschrieben wurde...)
Ich habe mich dabei aber zurück gehalten, da ich mir nicht sicher war, ob Du Dir das zutraust....  :wink:
Aber wir helfen Dir gerne!!  :)

Schönes WE, Toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 07. Oktober 2016, 15:40:28
Hey, ich bin sonst nicht so ein Hasenfuß. Aber ihr habt mir deutlich gemacht, dass ich mit der vernünftigen defensiven Argumentation nicht weiter komme.
Ich wollte eine vernünftige Kommunikation und Handlungsweise anstreben mit dem Ziel, dass sich beide Eltern im Sinne des Kindes verständigen.
Scheinbar verstehe nur ich das so.
Dann packen wir jetzt mal die Geschütze aus.  :gunman:

Das mit der Klage auch ohne Anwalt war mir neu. Lieber investiere ich die Kohle (soweit es ohne Anwalt geht) direkt in mein Kind.

Ich halte Euch auf dem laufenden.
Vielen Dank an alle Hilfestellungen. 


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 07. Oktober 2016, 16:08:31
Ich wollte eine vernünftige Kommunikation und Handlungsweise anstreben mit dem Ziel, dass sich beide Eltern im Sinne des Kindes verständigen.
Das ist sehr sehr richtig. Nur wenn die "Gegenseite" sich dabei nicht in einer angemessenen Weise bewegen will, dann musst Du an dieser Stelle eben die Dir verfügbaren Hebel in Bewegung setzen!

Das ist nervig, ja.
Das kostet leider vielleicht auch etwas Geld.
Aber beides (Zeit und Geld) wird investiert für mehr KV-Kind-Zeit und wird es deshalb wert sein!

Gruß, toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: play with fire am 07. Oktober 2016, 19:16:37
Hi Samson
Hey, ich bin sonst nicht so ein Hasenfuß.
Jaja... Das haben bei solchen Sachen schon ganz andere Jungs gesagt...
Das geht nun mal an die Substanz.

Dann packen wir jetzt mal die Geschütze aus.  :gunman:
Pack bloß die Kalaschnikow wieder ein. Diese innere Haltung bringt Dich nicht weiter. Du fügst Dir auf Dauer Schaden damit zu. Ratschläge in Bezug auf das Kind (hier sind echt gute dabei) stoisch umsetzen, sonstige Nebenkriegsschauplätze ausblenden. Innere Ruhe kannst Du trainieren, wenn Du es Dir vornimmst und Zeit dafür investierst.
Kurz und prägnant
ganz wichtig, stelle die kommunikation des säbelrasselns ein und fordere nur immer wieder nachdrücklich umgang. lass dich nicht auf sinnlose diskussionen ein über anwälte oder drohungen.
Schlucken!

Kannst du mir bei der Formulierung helfen?
Antrag

des Samson

gegen

Frau Tiffy

wegen: Umgang

Es wird beantragt,

dem Antragsteller, Samson, Umgang mit seinem minderjährigen Kind, geb. am..., alle 14 Tage von freitags bis montags sowie die Hälfte der (fiktiven) Urlaubszeiten zu gewähren (Anmerkung: z. B. so, auch wenn das für ein zweijähriges Kind schon nicht wenig ist).

Begründung:

Die Beteiligten sind leibliche Eltern von... und getrennt. Frau Tiffy verweigert nunmehr dem Antragsteller grundlos des Kontakt zur gemeinsamen Tochter... Die Mitarbeiterin Frau... vom Jugendamt legte dem Antragsteller nahe, das Familiengericht anzurufen.
Der letzte Kontakt des Antragstellers zu... fand am ... statt
Gerichtliche Geltendmachung ist daher geboten. Sollte weiterer Sachvortrag erforderlich sein, wird um einen richterlichen Hinweis gebeten.

MfG
Samson         
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
 In dieser Art würde ein von Dir beauftragter RAtterich einen Antrag beim AG stellen. Sodann wird es zur mündlichen Verhandlung kommen, zu der Samson und die Kindsmutter geladen werden. Dein RA würde ebenfalls dort erscheinen. Das wäre dann mehr körperliche als geistige Präsenz, da mit dem Antragsschreiben das Meiste, wenn nicht alles gesagt ist. Es müsste dann wohl kaum etwas sagen. Nur in der Robe da sitzen.
Allein dafür würde er Dir ca. 850 Euro in Rechnung stellen (Streitwert wird auf 3.000 Euro festgelegt, kommen also noch Gebühren dazu).

Ach ja, die Frau vom JA wird auch da sein und um Vortrag gebeten werden. Meine Erfahrung ist, dass dieser positiv zugunsten der KM verklärt wird. Das muss nicht bei Dir auch so sein. Es beeinflusst den Richter auch nicht wirklich, glaube ich.
Entscheidend ist ja, dass Dir grundlos der Kontakt/Umgang verweigert wird.

Wie Dir hier auch bereits gesagt wurde, kannst Du einen solchen Antrag bei Gericht auch eigenständig stellen. Und das musst Du nicht mal auf dem Postweg machen. Ich persönlich fühle mich da unsicher, weil ich nicht weiss, wo meine Post gerade ist/ob das jemand zeitnah bearbeitet.
Nimm Dir einen Tag Urlaub und stell Dich beim zuständigen Amtsgericht mit samt Deinem Anliegen vor (Information). Du wirst dann weitergeleitet zum Rechtspfleger, dem Du Auge in Auge alles schilderst und dabei zusiehst, wie er es protokolliert. Du lässt Dir Namen und Durchwahl von dem Knaben geben und - wenn er schon hat - auch ein Aktenzeichen.

Das ist nervig, ja.
 
Kann so sein. Du musst wohl Zeit mitbringen ("... ziehen Sie sich da schon mal 'ne Nummer, Sie werden dann reingerufen")
Aber denk daran, Deine Zeit
wird investiert für mehr KV-Kind-Zeit und wird es deshalb wert sein!
Sagt mir auch meine Erfahrung.

Ich wollte eine vernünftige Kommunikation und Handlungsweise anstreben mit dem Ziel, dass sich beide Eltern im Sinne des Kindes verständigen.
Scheinbar verstehe nur ich das so.
Ehrlich gesagt bin ich mir da bei Dir nicht so sicher. Du musst erst mal Deine Erfahrungen mit Gericht, Umgang, lügender KM machen, damit Du allmählich abgeklärter auftreten kannst. 
Wenn Du in der Verhandlung bist, kannst Du Dich ja auch nicht aus Ruhe bringen lassen, egal was für Stories/Lügen von der KM kommen. Meine Erfahrung ist, dass Mütter trotz aller fadenscheinigen "Erklärungen" vom Vorsitzenden in keiner Weise getadelt werden. Das, obwohl ich das Gefühl hatte/habe, dass dieser die technischen Details samt Lügen im seinem Kopf sehr wohl entlarvt. Es interessiert ihn in Hinblick auf die Sache nicht wirklich. Er will es meistens zügig abarbeiten.
Ordnungsgeld wird erst ernsthaft angedroht, wenn mehrmals nachgewiesener- und arglistigerweise Umgang vereitelt wurde. Daher rate ich Dir, wann immer Deine Umgangs-/Kontakttermine ohne Begründung "ausfallen", jedes Mal wieder einen neuen Antrag bei Gericht zu stellen bzw. das Verfahren wieder aufzunehmen.   
     



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 09. Oktober 2016, 12:39:39

3. Ich setze schonmal pro forma ein Einschreiben mit Fristsetzung auf. Darin bestehe ich auf 2 Tage inkl. Übernachtung. Bis auf weiteres. Sollte sie bis zum Fristtag weder diesen Umgang bestätigen oder sich gar nicht melden, werde ich Antrag/Klage auf Umgangserweiterung beim FamG stellen. Ich nehme dazu die Antragsstelle vor Ort zu Hilfe.


Nur mal zur Überlegung für mich: Mit der Frist entweder die Vereinbarung zu akzeptieren oder abzulehnen/ignorieren hat sie ja wenig Optionen. Sie kann ja in ihren Augen bzw. mit ihrem Verständnis der Lage ja nur ablehnen und einen Gerichtsvorgang auslösen.
Dadurch habe ich aber derzeit ja nicht mehr Zeit mit dem Kleinen.



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 09. Oktober 2016, 15:43:20
Sie kann ja in ihren Augen bzw. mit ihrem Verständnis der Lage ja nur ablehnen und einen Gerichtsvorgang auslösen.
Dadurch habe ich aber derzeit ja nicht mehr Zeit mit dem Kleinen.

Ja, das ist so. Nur eins ist doch auch offensichtlich: wenn KM partout nicht mehr und angemessenen Umgang gewähren will, brauchst Du eben einen Dritten, der die Mittel und Wege hat, Druck und Zwang auszuüben. Wenn Du deshalb tats. den Gerichtsweg beschreiten musst, dann hast Du nicht sofort mehr Umgang, aber anderweitig bekommst Du ihn ja auch nicht. Dafür wird dann idR ein für alle mal klargestellt, dass dem Kind und Dir mehr Umgang zu steht. Und wenn Du es geschickt anstellst, ist das dann eben auch Ordnungsgeld bewährt!

Vielleicht würde ich aber die Fristsetzung etwas offener formulieren: Also nicht, dass alles andere als ein "ja" zu Deinen Forderungen zum sofortigen Gerichtsweg führt. Vielleicht so ne Formulierung einbauen, dass Du selbstverständlich offen bist, über Alternativen/ Anpassungen bereit bist zu reden, die Dein Ziel, nämlich dem Kind mehr Umgang mit seinem Vater, auch Übernachtungen, schnell näher bringen. Die Gefahr ist, dass KM zur Abwendung einer gerichtlichen Lösung, Dich dann hin hält. Hier musst Du genau zwischen ernsthaften Verhandeln und Pseudo-Diskussionen unterscheiden.

gruß., toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 09. Oktober 2016, 16:37:07
Ich befürchte, wenn ich nicht eine harte Linie fahre, wird sie die gereichte Hand (die ja immernoch da ist) aber wieder nutzen um mich hinzuhalten.

Mir bleibt ja nur die Fristsetzung.
Meine Argumentationskette habe ich übrigens hierher: http://trennungmitkind.com/trennen-mit-kind-aber-richtig/umgangsrecht-umgangsregelungen-und-umgangsmodelle/umgangsrecht-umgangspflicht-umgangsgestaltung (http://trennungmitkind.com/trennen-mit-kind-aber-richtig/umgangsrecht-umgangsregelungen-und-umgangsmodelle/umgangsrecht-umgangspflicht-umgangsgestaltung)


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 09. Oktober 2016, 17:33:28
Ich befürchte, wenn ich nicht eine harte Linie fahre, wird sie die gereichte Hand (die ja immernoch da ist) aber wieder nutzen um mich hinzuhalten.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Du musst eine harte Linie signalisieren und fahren, ansonsten wirst Du nicht durchdringen (ich unterstelle: KM will partout nicht).

Nur halte ich es für ein taktisch falsches Vorgehen, jetzt - beim erstmaligen Inspielbringen der Gerichtsvariante - zu schreiben: "Sag zu meinem Vorschlag 'ja', sonst gehe ich vor Gericht."
Deshalb solltest Du natürlich eine Tür öffnen, dass man mit Dir reden kann.
Deine Kunst wird sein, zu erkennen, ob die KM tats. nur reden will (um Zeit zu gewinnen und Gericht zu vermeiden) oder ob KM tats. angesichts der gerichtlich drohenden Schlappe, bereit ist, Deine Hand zu nehmen und etwas objektiv Gutes für das Kind (= mehr Umgang) zu erreichen. Deshalb hat sich auch bewährt, in einer solchen Forderung zunächst etwas mehr zu verlangen, was man sich dann abverhandeln lassen kann. Das "Mehr" darf natürlich nicht zu einer pauschalen Unannehmbarkeit führen (zB wenn Du hier angesichts Eurer Umstände gleich mit einem WM um die Ecke gekommen wärst).

Gruß. toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 09. Oktober 2016, 18:22:24
Dann formuliere ich einen Satz hinzu, der weiterhin Gesprächsbereitschaft signalisiert.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 12. Oktober 2016, 09:45:46
So, es wird ernst. Meinen vorletzten Vorschlag hat sie wieder abgelehnt. Auch ging sie mal wieder auf die emotionale Ebene u meinte, dass mein Sohn mich nicht vermisst u nie vermissen wird.
Arrogante und ignorante Einstellung in meinen Augen.

D.h. nur, dass ich sie nun per Einschreiben zu einer Umgangsforderung bringen werden. Mit den Argumenten, dass sie nicht über Art und Umfang zu entscheiden hat. Sollte sie ablehnen u kein anderer Dialog zustande kommen, dann geht das vor Gericht.



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 12. Oktober 2016, 11:52:04
Auch ging sie mal wieder auf die emotionale Ebene u meinte, dass mein Sohn mich nicht vermisst u nie vermissen wird.
Arrogante und ignorante Einstellung in meinen Augen.

Nicht drüber aufregen - das sind Argumente, die eh nicht zählen.

D.h. nur, dass ich sie nun per Einschreiben zu einer Umgangsforderung bringen werden. Mit den Argumenten, dass sie nicht über Art und Umfang zu entscheiden hat. Sollte sie ablehnen u kein anderer Dialog zustande kommen, dann geht das vor Gericht.
Das verstehe ich nun nicht.  :question:
Du hast ihr nachweisbar einen Vorschlag zur Ausgestaltung des Umgangs unterbreitet? -> d.h. Schritt 1 des Umgangs3sprungs ist damit abgearbeitet

Schritt 2 ist die Bitte an das JA bzgl. Vermittlung. Ob das mit den von Euch geführten Einzel(?)gesprächen schon abgearbeitet ist, das kann ich aus Deiner bisherigen nicht ganz erkennen. Hängt so ein bisschen von den Themen ab und was dazu dokumentiert ist. Im Zweifel, diese Schleife nochmal offiziell auf Basis des nun abgelehnten Vorschlags zur Umgangsgestaltung durchlaufen.

Schritt 3 ist dann die Einreichung einer Klage auf gerichtl. Regelung des Umgangsrechts vor dem zuständigen AG (am Wohnsitz des Kindes). Dazu können Dir die Experten hier sicherlich noch etwas mehr Input geben.
toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: 82Marco am 12. Oktober 2016, 14:19:47
Servus und noch mal zur Erläuterung:
Gerichte sehen es gerne, wenn alle Möglichkeiten der einvernehmlichen und friedlichen Lösung vom Antragsteller ausgeschöpft wurden, daher ist die Einhaltung und Abfolge des Dreisprunges so wichtig.
Wenn das Gericht Zweifel daran hat, schicken die Dich zurück auf LOS, Du ziehst keine 400 € ein und stehst möglicherweise auch noch als Querulant da...

Grüßung
Marco


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 12. Oktober 2016, 20:45:25
Es gab über ein halbes Jahr ein zähes Ringen um mehr Umgang. Ende Mai ein gemeinsamer Termin beim JuA. Jetzt habe ich noch mal die Dame vom JuA eingeschaltet. Da sie einen Termin allein mit der KM macht und die KM es gewiss nicht eilig hat bzw. den Termin ina Nirvana verschieben kann...
Heute ging das Einschreiben an die KM mit der Fristsetzung raus. Sollte sie nicht der Vorgabe zustimmen, werde ich den Antrag stellen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: play with fire am 13. Oktober 2016, 03:48:32
Wenn das Gericht Zweifel daran hat, schicken die Dich zurück auf LOS
stehst möglicherweise auch noch als Querulant da...
Selbst wenn, geht er nicht mit komplett leeren Händen. Sonst bräuchte ja kein Termin angesetzt werden. Es wird wohl eine kurzfristige Umgangsvereinbarung geben. Beide Elternteile könnten die Auflage erhalten, sich im Beisein des JA über die weitere Umgangsregelung abzustimmen.
Funktioniert das nicht, gibt's eben auf Antrag wieder einen Termin.

Bei der Vorgeschichte und der vom TO beschriebenen KM wird er sicher nicht als Querulant wahrgenommen.

Auch ging sie mal wieder auf die emotionale Ebene u meinte, dass mein Sohn mich nicht vermisst u nie vermissen wird.
Kompletter Unsinn. Daran merkst Du, mit welcher Emotionalität sie involviert ist. Bei Gericht und beim JA ist so was total außen vor. Daher lass Dich nicht auf diese Ebene ziehen.
Wenn das wieder vorkommt, nickst Du einfach ("okay, können wir dann jetzt anfangen?").   


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 13. Oktober 2016, 18:21:30

Kompletter Unsinn. Daran merkst Du, mit welcher Emotionalität sie involviert ist. Bei Gericht und beim JA ist so was total außen vor. Daher lass Dich nicht auf diese Ebene ziehen.
Wenn das wieder vorkommt, nickst Du einfach ("okay, können wir dann jetzt anfangen?").   

Ich lasse mir sowas nicht anmerken. Innerlich hat sie zwar damit einen Treffer gelandet, aber ich geh auf sowas nicht ein. Das will sie doch nur erreichen. Sie hat ja sonst keinen Punkt wo sie mir weh tun kann.
Das ist allein unser Sohn, wo sie ansetzen kann.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 13. Oktober 2016, 18:49:14
Innerlich hat sie zwar damit einen Treffer gelandet, aber ich geh auf sowas nicht ein. Das will sie doch nur erreichen. Sie hat ja sonst keinen Punkt wo sie mir weh tun kann.

Wie gesagt -  das Argument ist keins!

Und Du solltest Dich auch innerlich davon nicht treffen lassen!!
Zum einen aus Selbstschutz!
Aber vielmehr weil es mit Sicherheit Quatsch ist!!
Natürlich vermisst Dein Sohn Dich! Wie bitte schön will sie denn was anderes festgestellt haben?!  :puzz:
Vielleicht hat der 2jährige das ja in sein Tagebuch geschrieben  :phantom:
Nee Du - lass Dich davon bitte nicht beeindrucken!!!

toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 13. Oktober 2016, 18:52:19
Ich weiß das das Quatsch ist. Es zeigt nur deutlich auf welch unterschiedlichen Ebenen wir an die Thematik rangehen.

Sie auf der rein emotionalen Ebene und ich auf der vernünftig, sachlichen. Da ist ja schon fast klar, dass man so keinen Konsens findet...


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 16. Oktober 2016, 12:24:54
Als ich heute morgen meinen Sohn abholte, herrschte ihrerseits eine eisige Stimmung. Sie wirkte ziemlich angepasst aufgrund meines Einschreiben mit Fristsetzung von Mitte der Woche. :)


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 16. Oktober 2016, 12:42:33
angepasst

angepisst


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: play with fire am 16. Oktober 2016, 17:08:27
Zwischen beidem ist hier wohl kein Unterschied.  :wink:
Gut möglich, dass sie Dich nichts Manns genug eingeschätzt hat, nunmehr zielstrebig vorzugehen. Dranbleiben.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 16. Oktober 2016, 19:16:07
Dranbleiben.

Klar. Die Frist läuft bis 20.10.
Ansonsten bin ich die Woche drauf beim FamG.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 18. Oktober 2016, 18:40:22
Ich nehme noch Wetten an, wie die Reaktion der KM ausfällt.

1. Sie akzeptiert meine Forderung (alle 2 Wo von Fr abend bis So nachmittag, inkl. Übernachtung)
2. Sie ignoriert das Schreiben
3. Sie blockt ab
4. Sie kommt mit einem akzeptablen Gegenvorschlag

Heute war übrigens der Termin zwischen KM und der Dame vom JuA. KM ist nicht erschienen. Da sie vor kurzem aber umgezogen ist, kann es natürlich sein, dass die Einladung an die alte Adresse ging.
Eine Handy Nr. hatte die Dame auch nicht...
Obwohl ich diese bereits beim letzten Termin mit angegeben habe. Naja, ich sag da nichts dazu. Das passt leider zur kompletten Erscheinung der Dame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 19. Oktober 2016, 11:20:43
Ich habe heute eine E-Mail von ihr erhalten.
Sie könne das ganze nicht verstehen. Erst wolle ich das Kind nicht und sei überfordert. Dann habe ich sie sitzengelassen (sie ist jedoch ausgezogen). Ständig stelle ich Forderungen u wolle immer mehr. Sie komme mir entgegen, aber der Sohn schläft halt schlecht ein. Da wolle sie das Thema Übernachtung kindesbedingt ansehen. Es drehe sich alles nur um mich und ich schiebee das Recht des Kindes nur vor.

Kurz: in der E-Mail ist kein Hinweis auf ein Kompromissangebot oder Dialog. Und wenn ich vor Gericht gehe, wird ja das angestrebte entspannte Verhältnis zur KM deutlich schlechter.
Aber hat sie nicht aktiv am schlechten Verhältnis gearbeitet???


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 24. Oktober 2016, 17:45:27
Es gibt einen Erfolg zu verbuchen.

Mein Sohn wird ab Dezember von Sa bis So bei mir übernachten.  :)


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 22. Januar 2017, 17:22:39
Hallo zusammen!

Nachdem es in den letzten Wochen ruhiger wurde und die Situation sich m.M.n. entspannt hatte, kam es heute zum Super-GAU.
Unser Sohn wurde mir nicht zum Umgang ausgehändigt.

Ich fasse mal etwas weiter aus.
Ab Dez sollte er ja bei mir übernachten. Das hat auch alles gut funktioniert und ich sah auch schon Fortschritte was das Thema Töpfchen anging.
Nun stand auch Weihnachten an. Regulär wäre der 24.12. mein Termin gewesen.
Die KM hat direkt den 26./27.12. als Termin angegeben und ich habe in Freude auf die "gewonnene Schlacht" hinsichtlich Übernachtung zugestimmt.
Ende November habe ich ihr aber noch eine Email geschickt und angefragt ob man die Zeit am 27.12. von 10 auf 15 Uhr ausweiten könne. Keinerlei Reaktion für ganze 3 Wochen.
Kurz vor Weihnachten kam dann ihre Absage mit der Begründung, da habe sie bereits etwas mit Kind vor.

Ich habe es letztlich darauf ankommen lassen und ihn erst um 15 Uhr zurück gebracht, weil ich ebenfalls innerhalb der 3 Wochen etwas mit ihm geplant habe.

Der nächste Umgang am WE 4./5.Jan verlief ohne Probleme.

Gestern waren die 14 Tage rum und ich wollte ihn wie normal vereinbart abholen. Keiner da, verschlossene Türen und keine Reaktion auf meine Anrufe.
Also bin ich zu ihrer Mutter gefahren um mehr zu erfahren. Dort erfuhr ich nur, dass die KM ein Einschreiben mit Rückschein mir zugesandt hat. Hab ich aber nicht abgeholt, weil ich keine Notwendigkeit für sowas sah und auch nicht wusste wer mir sowas schicken sollte.
In dem Schreiben steht angeblich (ich kenne den konkreten Inhalt bis heute nicht) ihre Sichtweise und ihre Umgangsvereinbarung für 2017.
Unser Sohn soll beim letzten Umgang abends gezittert haben und auch schlecht geschlafen haben in der Folgenacht.

Am gestrigen Abend erhielt ich von der KM noch eine SMS mit der Info, dass sie sich auf ihr Schreiben beruft und ich ihn nun zum verkürzten Umgang am So von 8-17 Uhr holen kann.
Also war ich heute 8.00 da. Die KM wollte mir unseren Sohn nur gegen eine Unterschrift auf einem Übergabeprotokoll aushändigen. Habe ich mehrfach abgelehnt, weil erstens nicht verpflichtet und zweitens sind ihre Argumente hinsichtlich der Unzuverlässigkeit unhaltbar. Bis jetzt habe ich jeden Termin äußerst pünktlich eingehalten. Der "Ausrutscher" war die Verlängerung am 27.12.

Auf meine Erwiderung, dass die Umgangsverweigerung betreibt, hat sie nicht reagiert.
Auf weiteres Klingeln meinerseits hat sie nicht reagiert.

Was soll ich denn nun machen.
Klar kann ich mich erneut ans JuA wenden, aber das ist doch verlorene Zeit. Oder?
Ich muss doch jetzt gerichtlich aktiv werden. Erstmal durchatmen und dann eine Strategie entwickeln.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Ingo30 am 22. Januar 2017, 18:36:54
Moin Samson,

natürlich ist das Verhalten der KM so wie Du es beschreibst, nicht in Ordnung.

Nicht in Ordnung ist es aber auch, sich um Schriftverkehr jeglicher Art zu können. Hättest Du das Schreiben gelesen, wären die Probleme vielleicht im Vorfeld zu beheben gewesen.
Aus der Forenerfahrung ist bekannt, dass viele KMs gerade wegen der Unzuverlässigkeit was Schriftstücke / benötigte Unterschriften sehr erbost sind und dies die Konflikte weiter anheizt. Vielleicht auch ein Punkt für Dich noch mal zu reflektieren.

Die Nummer mit dem schlecht Schlafen ist typischer Kindsbesitzerinnen Bla Bla.

Wahrscheinlich braucht ihr eine gerichtliche Umgangsvereinbarung, die auch Ordnungsmittel enthalten sollte. Der Weg zum guten Anwalt für FamRecht ist bei dieser kompromisslosen Haltung wohl notwendig. Gruß Ingo


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 22. Januar 2017, 19:39:06
Ich habe mir auch überlegt was ein Wissen über den Inhalt des Schreibens geändert hätte.

Da ihre vorherigen Emails sich auch nur um das genannte Thema drehten, hätte es vermutlich wenig geändert.
Mit dem Unterschied, dass ich eine Woche im Unklaren geblieben wäre, inwieweit sie ihre Umgangsvorstellung wirklich umsetzt.
Und da sie zuletzt alle (haltlosen) Vorwürfe per Email zusandte, sah ich nicht die Möglichkeit, dass das Einschreiben von ihr kam.



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 22. Januar 2017, 21:05:30
Guten Abend,

In einer komplizierten Situation mit einer KM, deren Bildungstoleranz sehr gering ist, solltest du in den Stabilisierungsphasen eines neu ausgehandelten Umgangs kein Risiko eingehen.
Entweder kannst Du sie noch einmal überzeugen, dass das letzte ausgehandelte Modell ein Fortschritt ist, da es dem Kind die Möglichkeit gibt, die dringend notwendige Bindung zum Vater aufzubauen oder es geht zügig vor Gericht.
Zügig, da der Sohn Dich das letzte Mal am 4./5. Januar gesehen hast. Es nicht sicher ist, dass er Dich in zwei Wochen seitens der KM sehen darf und die Aussicht auf eine Gerichtsverhandlung KM zur totalen Umgangsverweigerin werden lassen könnte.
Zittern, Einnässen, Nichteinschlafen nach dem Umgang sind alles vorgeschobene Argumente.
Wie sieht denn das Alltagsleben des Kindes aus ? Leben Mutter und Kind in einer fusionellen Beziehung oder sieht der Kleine regelmässig noch andere Menschen ?
VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 23. Januar 2017, 08:03:29
Laut ihrer Aussage ist sie regelmäßig mit ihm bei anderen Leuten mit Kindern. In die Krippe geht er ja auch.

Soll ich mich von einem Anwalt beraten lassen?
Mir kam gestern noch der Gedanke für einen Antrag auf alleiniges Sorgerecht. Kommt zwar nicht durch, ist aber ein Pfund als Argument.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Susi64 am 23. Januar 2017, 08:43:39
Hallo,

Du solltest den Umgang (mit Androhung von Ordnungsmitteln) von einem Gericht klären lassen, wie Ingo schon schrieb.
Einene Antrag auf Alleinsorge halte ich für gefährlich. Zum einen kann die KM argumentieren, dass Du ihr das Kind wegnehmen willst und die Belange des Kindes nicht berücksichtigst und zum anderen kannst Du genau deshalb das Sorgerecht verlieren.

VG Susi


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 23. Januar 2017, 14:28:37
Hallo,

Ein Antrag auf alleiniges Sorgerecht ist falsch.
Hast Du den Brief und ihre Vorschläge zum Umgang mttlerweile gelesen ?
Du kannst ihr antworten (auch per Einschreiben), dass diese Vorschläge nicht dem Kindeswohl entsprechen.
Hier geht es um ein Kind, welches ein Jahr lang von Mutter und Vater gemeinsam betreut wurde und durch die Trennung zwölf Monate fast ganz auf den Vater verzichten musste. Ein Kind, welches in die Krippe geht, vielleicht den ganzen Tag, und damit keine Probleme hat.


Es ist an der Zeit, Dir einen guten Anwalt zu suchen und eine ausbaufähige Umgangsvereinbarung einzuklagen.
VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 23. Januar 2017, 17:40:18
Ich habe jetzt noch mal einen Termin beim JuA iniziert. Andere Mitarbeiterin diesmal.
Ich sehe es als letzten Versuch einer gütlichen Einigung.

Aber das Gespräch beim RA mache ich trotzdem. Der kann mir zumindest die Optionen aufzeigen und die Sache rechtlich einschätzen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 30. Januar 2017, 16:38:38
Ich hab ne gute und ne schlechte Nachricht. Auf die erneute Einladung vom JuA hat die KM zumindest mal reagiert.
Leider hat sie den Termin um ganze 3 Wochen verschoben.

D.h. nachdem ich ihr geschrieben habe, dass ich zum Schutz des Kindes und zur Beruhigung der Situation vorerst auf Papi-WE verzichte, hat sie nun den Termin gleich mal ganz nach hinten geschoben.
Ich habe unseren Sohn seit 3 Wochen nicht gesehen. Plus die nächsten 3 Wochen vermutlich auch nicht.

Termin beim RA ist am 01.02. um mich zu informieren.



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 30. Januar 2017, 17:07:00
Ich hab ne gute und ne schlechte Nachricht.

Hi,

und was ist die gute Nachricht?


VG
WNV


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 30. Januar 2017, 17:47:47
Hallo,

Es ist völlig unterverständlich, warum Du "zum Schutz des Kindes und zur Beruhigung der Situation auf Papi-Wochenenden verzichtest" ? Das ist ein völlig falscher Ansatz.

KM hat es sich nach der von Dir geglaubten "gewonnen Schlacht" anders überlegt und will nicht auf "ihr" Kind verzichten. Sie erfindet und erzählt irgendeinen Käse und Du schluckst den. Sie ist es, welche in sich gesehen sollte und Ruhe und Bindungstoleranz dem Kind gegenüber zeigen.

Hallo,

Du solltest den Umgang (mit Androhung von Ordnungsmitteln) von einem Gericht klären lassen, wie Ingo schon schrieb.


VG Susi

Das ist der einzige Weg, damit das Kind das Recht erhält, seinen Vater regelmässig zu sehen. Alles andere ist Erpressung und Umgangsverweigerung der KM.
VG,
Tsubame


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 30. Januar 2017, 18:43:19
Die gute Nachricht war, dass sie sich überhaupt beim JuA auf deren Terminvorschlag gemeldet hat. Ich bin davon ausgegangen, dass sie das Schreiben/ die Einladung ignoriert.

Natürlich empfinde ich die Terminverschiebung in 3 Wochen als Hinhaltetaktik.
Leider habe ich nun mal den erneuten Weg übers JuA gewählt. Anderfalls hätte ich direkt zum RA gehen müssen.

Den Käse, den die KM erfindet, glaub ich keineswegs. Nur wenn sie mit dem Protokoll wedelt und mich erpressen will, dann ist das eine nicht akzeptable Sache.
Leider stand unser Sohn angezogen neben der Tür und hat das alles mit bekommen. Daher war der schnelle Termin beim JuA (am 31.1.) noch akzeptabel.
Mit dem neuen Termin spielt sie auf Zeit.

Meine Intension war, die Sache nicht wieder vor **** zu diskutieren und hinter den Kulissen trotzdem die volle Bandbreite meiner Möglichkeiten zu nutzen.

**edit: Realname Kind entfernt


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 30. Januar 2017, 18:44:18
Du solltest den Umgang (mit Androhung von Ordnungsmitteln) von einem Gericht klären lassen, wie Ingo schon schrieb.

Hi,

Genauso...ohne wenn und aber!

Dein momentanes Verhalten ist ein "ängstliches Kuschen" vor der KM..

VG
WNV


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 30. Januar 2017, 18:48:05
Ich bin davon ausgegangen, dass sie das Schreiben/Einladung ignoriert.

Wenn Du sowieso schon davon ausgehst, warum beschreitest Du dann überhaupt noch den Weg über das JA? :puzz:

Das Ergebnis hast Du nun vorliegen, nämlich eine erneute, mehrwöchige Hängepartie, in der die KM das Kind weiter beeinflussen und manipulieren wird...


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 30. Januar 2017, 18:53:49
Der Termin beim RA steht.
Das JuA war nur ein weiterer Versuch eines Handreichens.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 30. Januar 2017, 18:59:28
Ich verstehe, dass Du die Hand reichen willst.
Das wollte ich damals auch...habe mich absurd devot verhalten, bis mir klar wurde, dass auf jedes Handreichen ein weiterer Tritt kam.
Irgendwann - spät, aber zum Glück nicht zu spät - habe ich sehr konsequent den Schalter umgelegt.

An diesem Punkt bist auchDu jetzt angelangt...
Du schreibst hier jetzt seit fast 4 Monaten...und aus allem was Du schreibst, kann man rauslesen, dass Deine Ex nicht an einem "Hand reichen" interessiert ist - im Gegenteil.

Handreichen sollte für Dich jetzt vorbei sein - ab zum (hoffentlich guten?) Anwalt und dann direkt zum Familiengericht.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 30. Januar 2017, 19:07:48
Der Weg steht ja fest. Was sage ich dem JuA. Schliesslich habe ich den Weg iniziert.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 30. Januar 2017, 20:04:14
Was sage ich dem JuA

Du sagst es so, wie es ist und wie Du es hier beschrieben hast

"Sehr geehrtes Jugendamt,
hiermit sage ich den zwischen uns vereinbarten Termin am xyz ab

Durch das Verhalten meines ExFrau in den vergangenen Wochen ist deutlich geworden, dass von ihrer Seite kein Interesse an einer einvernehmlichen und kindeswohlorientierten Regelung des Umganges für unser gemeinsames Kind xy besteht.

Um meinem Kind möglichst zeitnah den Umgang mit mir wieder zu ermöglichen, werde ich daher umgehend einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht einreichen"


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 31. Januar 2017, 11:25:28
Das JuA rät mir dazu bis zum Termin das Protokoll von der KM zu unterschreiben.

Dann kommt die KM vor Lachen nicht in den Schlaf. Terminverschiebung und Übergabebedingungen nach ihrer Nase.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 31. Januar 2017, 11:31:41
Hallo,

Warum solltest Du das Dokument unterschreiben ?

Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 31. Januar 2017, 11:46:26
Warum solltest Du das Dokument unterschreiben ?

Sehe ich genauso!

Die KM will nicht.
Und Du unterschreibst keine Dokumente, die ihre Verzögerungs- und Verweigerungshaltung sogar noch legitimieren!


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: AnnaSophie am 31. Januar 2017, 11:53:33
Hallo,

kennt das Jugendamt das Schreiben der KM?
Ansonsten würde ich erklären, dass es bei dem Gespräch am xx.xx.2017 ja darum geht eine beiderseitige akzeptable Umgangsvereinbarung zu entwickeln, die das Kindeswohl und das Recht des Kindes auf Umgang berücksichtigt.

Deswegen würdest du das nicht vor dem Gespräch unterzeichnen, gerne könne aber das Ergebnis des Gespräches, so es allen Wünschen und Bedürfnissen des Eltern und des Kindes Rechnung trägt schriftlich fixiert werden.

Sophie


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 31. Januar 2017, 12:27:47
Um den Umgang nicht zu gefährden. Vermutlich in dem Sinne gemeint, dass der Umgangsabstand nicht zu groß wird.

Ich denk ich bin im falschen Film. Jetzt soll ich mich der Erpressung fügen bis auf weiteres. Und wenn der Termin ran ist, verschiebt die KM erneut ins Nirvana und ich darf weiter die Übergabe bestätigen. Als wäre unser Sohn ein Paket.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 31. Januar 2017, 12:41:08
Hallo,

Du sagst es so, wie es ist und wie Du es hier beschrieben hast

"Sehr geehrtes Jugendamt,
hiermit sage ich den zwischen uns vereinbarten Termin am xyz ab

Durch das Verhalten meines ExFrau in den vergangenen Wochen ist deutlich geworden, dass von ihrer Seite kein Interesse an einer einvernehmlichen und kindeswohlorientierten Regelung des Umganges für unser gemeinsames Kind xy besteht.

Um meinem Kind möglichst zeitnah den Umgang mit mir wieder zu ermöglichen, werde ich daher umgehend einen entsprechenden Antrag beim Familiengericht einreichen"

So solltest Du jetzt an die Sache herangehen. Nägel mit Köpfen machen. Und alles dokumentieren (Terminverschiebung, Übergabebedingungen, Umgangsverweigerung ...)

Morgen siehst Du ja auch den Anwalt.

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 31. Januar 2017, 13:15:54
Jetzt soll ich mich der Erpressung fügen bis auf weiteres. Und wenn der Termin ran ist, verschiebt die KM erneut ins Nirvana und ich darf weiter die Übergabe bestätigen.

Natürlich fügst Du Dich der Erpressung nicht!
Deswegen unterschreibst Du ja auch nicht und reichst zusanmmen mit Deinem Anwalt einen Antrag auf Regelung des Umganges beim Familiengericht ein. :thumbup:


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Susi64 am 31. Januar 2017, 14:25:08
Hallo,

als erstes beräts Du Dich mit dem Anwalt und besprichst mit ihm das weitere Vorgehen.

So ein Übergabeprotokoll ist Mist. Es macht aber Sinn ein Übergabeheft zu haben, wo die wesentlichen Dinge drinstehen, z.B. Kind war in der Woche krank, Kind muss Medikamente nehmen, nachste Woche ist, soll/kann ich ..... ? Fuß tut weh. .....
Wenn die KM es will kann sie gern die Übergabedaten eintragen. Unterschreiben musst Du gar nichts.

Das hat den Vorteil, dass Du die Handlungshoheit behälst und auf den Wunsch der KM eingehst.

VG Susi


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 31. Januar 2017, 17:39:36
Ich bin auf das morgige Gespräch beim Anwalt gespannt.

Habe auch gerade noch mal mit der Dame vom JuA telefoniert. Sie rät zu dem Kompromiss mit dem Protokoll, weil es um den Umgang mit meinem Sohn geht. Das hat vorallem Vorrang. Die Machtspielchen kann man dann bei dem gemeinsamen Gespräch beenden. Jetzt gilt es aber, dass unser Sohn wieder seinen Papa sieht. Notfalls ist für den Zeitraum halt ein Kompromiss meinerseits notwendig.
Das waren ihre Worte als Rat.

Grundsätzlich hat sie völlig Recht. Es geht um den Punkt, dass unser Sohn in der Zeit trotzdem seinen Papa sehen kann und mit mir Zeit verbringt. Klare Sache.
Ich trau nur der KM nicht. Entweder wird der Termin verschoben oder es gibt bei der Vermittlung nur böses Blut und man kommt nicht wirklich weiter.
Ich bin halt nicht gewillt 3 Wochen zu warten. Aber ohne Unterschrift bekomm ich ihn in der Zeit auch nicht.




Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 31. Januar 2017, 21:01:27
Dann wedele halt auch mit einem Umgangsprotokoll (was schreibt Dir dieses Protokoll denn eigentlich vor ?), wenn Du das Kind abholst. In dem Du Deine Vorgaben für den Zeitraum bis zum Gespräch darlegst. Umgangsprotokoll gegen Umgangsprotokoll ... Ansonsten verstehe ich nicht, warum es sich hier um einen Kompromiss handeln soll.
Die KM geht ja ihrerseits keinen Kompromiss ein.

Wenn sich in drei Wochen herausstellt, dass die KM nicht gewillt ist einem das Kindeswohl fördernden Umgang zuzustimmen und die Vermittlung (noch einmal mindestens vier Wochen) des Jugendamtes (Gespräche etc.) auch nichts bringt, dann sind zwei Monate vergangen. Da hättest Du mehr von einem Antrag beim Familiengericht.

Wie lange wartest Du nun schon auf einen normalen Umgang? Und die KM veranstaltet dieses Theater, weil Kind nicht um 15 Uhr sondern um 17 Uhr zurückgebracht wurde.



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 01. Februar 2017, 05:41:42
was schreibt Dir dieses Protokoll denn eigentlich vor ? ... Ansonsten verstehe ich nicht, warum es sich hier um einen Kompromiss handeln soll.
Die KM geht ja ihrerseits keinen Kompromiss ein.

Moin,
das frage ich mich auch: was steht da eigentlich genau drin? Stell das bitte hier mal ein.
Und aufgrund welcher konkretenSituation ("Kompromiss"?!) kam das zustande?

Ich sehe genau wie @Tsubame die Gefahr, dass Du (wieder) viel Zeit verlierst, ohne dass es zu eine angemessenen Umgang kommt...
Deine KM hält Dich hin!

In Umgangssachen gilt § 155 FamFG Vorrang- und Beschleunigungsgebot....da kommt es innerhalb von ca. 4 Wochen zur Verhandlung

Berichte mal, wenn Du beim Anwalt warst.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 01. Februar 2017, 18:15:08
In dem Übergabeprotokoll stand eigentlich nur "Übergabeprotokoll für Kind XYZ" und dann eine Tabelle wo man das jeweiligen Datum eintragen konnte und meine Unterschrift. Mehr nicht.

War heute beim Anwalt. Ich soll ihm meine Umgangsvorstellungen inkl. Feiertage und Urlaub zusammen stellen und zudem noch eine grobe Übersicht was bis jetzt passiert ist (oder auch nicht).
Das soll die Argumentationsbasis sein, warum ich vor Gericht gehe.

Er wird dann einen Antrag auf Umgangserweiterung einreichen mit Beschleunigung. Beim Thema Übergabeprotokoll musste er lachen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 01. Februar 2017, 19:06:48
Er wird dann einen Antrag auf Umgangserweiterung einreichen mit Beschleunigung. Beim Thema Übergabeprotokoll musste er lachen.

Dein Anwalt scheint zu wissen, was zu tun ist....  :thumbup:

Mach weiter so und lass Dich nicht beirren!
Bleib sachlich und eng am Thema.

P.S. Auch wenn es eigentlich gar nicht zum Lachen ist, kann ich die Reaktion des Anwaltes bzg. Übergabeprotokoll nachvollziehen.
Das ist Quallenfett, auf das Du nicht ansatzweise anspringen solltest....


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 01. Februar 2017, 19:42:44
Ich lasse mich nicht erpressen. Seinen Sohn dafür nicht sehen dürfen ist aber auch ein hoher Preis.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 01. Februar 2017, 20:04:27
Seinen Sohn dafür nicht sehen dürfen ist aber auch ein hoher Preis.

Ja, das ist so....

Du must jetzt für ein paar Wochen auf die Zähne beißen und das durchziehen.
Der Lohn wird sein, dass Du Deinen Sohn häufiger und auch über Nacht bei Dir haben wirst

Halte durch.
Bleib klar, konsequent und aufrech...für Euer Kind! :thumbup:


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 02. Februar 2017, 07:17:02
Moin,

noch ein Hinweis/Vorschlag:
Lass Dir den Schriftsatz des Anwaltes zum Gegenlesen geben, bevor er an das Gericht rausgeht.

Du kannst das dann hier einstellen und wir schauen mit rüber...und können kommentieren/ergänzen, wenn uns etwas auffällt.

Für den Fall des Verstoßes gegen den Beschluss sollten auf jeden Fall Ordnungsmittel enthalten sein.
Manche Menschen verstehen nur so....


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 02. Februar 2017, 17:35:31
Okay, so machen wir das. Das mit den Ordnungsmitteln hat er aber auch schon angesprochen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 05. Februar 2017, 08:43:08
Kurze Zwischenanekdote, die im Grunde nur die Situation noch klarer stellt.

Ich habe am Mi per Email der KM angekündigt, dass ich unseren Sohn am Sa abholen werde. Es wäre ein WE im normalen Rhythmus gewesen.
Keine Reaktion auf die Email. Am Sa war keiner da und heute morgen (alte reguläre Zeit ohne ÜN) war auch niemand da. Auf Anrufe keine Reaktion.

Das ist jetzt echt schon Umgangsverweigerung bzw. -vereitelung usw. im großen Stil.
Ich schick gerade dem RA meine Aufstellung und werde die aktuelle Sache mit einfliessen lassen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 05. Februar 2017, 17:14:15
Hallo,
Es ist gut, dass Du den Weg über das Gericht gehen wirst.
Und nicht nur auf die Vermittlung des Jugendamtes wartest.
Ich wünsche Dir viel Kraft.
VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 05. Februar 2017, 17:31:44
Danke, die Kraft kann ich gut gebrauchen.

Nicht zu wissen, wann ich den kleinen Kerl wieder sehen kann, ist echt nicht einfach.
Zumal ich ja nicht ausschliessen kann, dass sie mit Worten und Gesten die emotionale Verbindung zu mir untergräbt.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 05. Februar 2017, 19:09:49
Hi,
Du bist auf dem richtigen Weg! :thumbup:
Lass Dich nicht beirren.

Dein Anwalt sollte morgen früh in seinem Mail-Postfach alle relevanten Infos zu Deiner Geschichte vorliegen haben.
Wichtig: Du solltest keine "Jammerei" produzieren, sondern kurze, knappe Aussagen: Was wurde wann mit wem vereinbart und wer hat sich wann wie verhalten und welche Konsequenzen hatte das für den Umgang.
Dein Anwalt ist Fachanwalt für Familienrecht?

Frage ihn, bis wann er Dir einen ersten Entwurf des Antrages vorlegen kann und bis wann er glaubt, dass an das Gericht geben zu können.
Länger als 2 Wochen sollte das in Summe keinesfalls dauern.

VG
WNV


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 06. Februar 2017, 17:37:47
Er ist Familienanwalt und wird mir bis Di 7.2. den Antrag zusenden zum Drüberlesen. Dann kann der Antrag noch diese Woche zum FamG.

Nebenbei erhielt ich heute Post von ihrem Anwalt. Darin verwies der RA auf die postalische Korrespondenz, die ich ignoriere.
(Komisch, die Emails lese und beantworte ich alle. Da ist keine Rede davon.  :knockout:)

Dann wurde auf das ominöse Einschreiben verwiesen, dass ich nun mehr endlich erhalten habe, dank ihres RA.
Der Inhalt ist sehr ausführlich das, was ich mir schon gedacht habe. Mit jeder ÜN bei mir ging es dem Kind deutlich schlechter danach. Schlecht schlafen, mal überdreht, mal in sich gekehrt.

Einen Umgangsvorschlag für 2017 hat sie auch beigelegt. Obwohl das kein Vorschlag ist. Ich solle bis dato X den Vorschlag unterzeichnen und zurück schicken.  :knockout:
Der Vorschlag sah für 2017 nur den So von 8-17Uhr vor. Kein Feiertag, kein Urlaub, keine Übernachtung. Von Jan bis Dez nur alle 2 Wochen für 9h.
Das ist nicht wirklich erst zu nehmen.

Und dann erhielt ich noch eine Email von ihr, da hat sie mir Willkür und verbale Angriffe auf ihre Person vorgeworfen.
Wie man sich irren kann. Der Begriff Willkür bedingt eine gewisse Machtposition, von wo aus ich Willkür betreiben kann.
Und verbale Angriffe sind Beleidigungen, Nötigung usw. Und da ist sie ja eher vorn. Aber vielleicht seh ich das zu eng.  :knockout:




Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 06. Februar 2017, 17:56:31
Hi,

nicht aufregen!

Stell diesen Schrott Deinem RA asap zur Verfügung, damit er das angemessen in seinen Schriftsatz einfließen lassen kann.

Ab sofort antwortest Du auf keine Email mehr von der KM und schreibst auch selbst keine Emails mehr an Sie!
Auch keine Telefonate mehr!

Du gehst vor Gericht. Sämtliche Kommunikation nebenher ist momentan kontraproduktiv, weil der RA bzw. die KM versuchen werden, dies negativ auszulegen.

Gruß WNV


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 06. Februar 2017, 18:07:43
Hab alle Schreiben bis auf die Email weitergeleitet.

Es gab heute noch eine schriftliche Aufforderung seitens der Dame vom JuA, das beide Eltern sich verständigen sollen einen Umgang sicherzustellen bis zum Termin am 21.2.2017.

Darauf habe ich mit konkreten Terminvorschlägen berufen und an die KM geschickt. Auf ihre persönliche Schiene bin ich nicht eingegangen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 06. Februar 2017, 18:57:40
Darauf habe ich mit konkreten Terminvorschlägen berufen und an die KM geschickt. Auf ihre persönliche Schiene bin ich nicht eingegangen.

Und was genau hast Du an die KM geschickt?
Was waren das für Vorschläge von Deiner Seite?

Mein Rat. Du solltest parallel zu den Aktivitäten Deines Anwalts nichts tun, was nicht mit ihm abgestimmt ist!

Ich an Deiner Stelle hätte auf die schriftliche Aufforderung des JUA gar nicht mehr geantwortet.
Der außergerichtliche Einigungsversuch ist doch erkennbar gescheitert! Warum springst Du jetzt nochmal über das Stöckchen?

Wir hatten Dir oben einen Formulierungsvorschlag für die Absage des nächsten JA-Termines empfohlen.
Hat Du das so umgesetzt?
Genauso hättest Du jetzt dem JA auf seine Nachfrage antworten müssen.

Du agierst immer noch nicht konsequent!

Stell doch Deine geplanten Aktivitäten hier rein, BEVOR du etwas tust!


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 06. Februar 2017, 19:05:44
Der Inhalt ist sehr ausführlich das, was ich mir schon gedacht habe. Mit jeder ÜN bei mir ging es dem Kind deutlich schlechter danach. Schlecht schlafen, mal überdreht, mal in sich gekehrt.
..........

Und dann erhielt ich noch eine Email von ihr, da hat sie mir Willkür und verbale Angriffe auf ihre Person vorgeworfen.

Schon mal zur Vorbereitung:
Exakt DIESEN Tenor wird die Replik des gegnerischen Anwaltes auf Deinen Antrag haben.

Der Angriff wird auf zwei Ebenen erfolgen.

1., Ebene:
Du bist ein ganz schlechter Vater, unempathisch, unzuverlässig, übergriffig und willkürlich. Du bist keinesfalls dafür geeignet, Euer Kind über Nacht zu betreuen.
Du schadest dem Kind.

2. Ebene:Das Kind ist klein, möglicherweise krank und schutzbedürftig und es geht ihm in Deiner Gegenwart immer schlechter. Daher darf es nicht sein, dass das Kind längere Zeit bei Dir ist

Merkst Du was?


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 06. Februar 2017, 19:20:52
Die ganze Sülze, die da auf Dich zukommen wird, kontert Dein Anwalt mit:

"Die Antragsgegnerin hat von Anfang an versucht, den Antragssteller durch haltlose Vorwürfe persönlich zu diskreditieren und auf diese Weise vom Umgang mit seinen Kind auszuschließen. Ihr gesamter Vortragsstil entspricht dem klassischen Arsenal umgangsverweigernder Mütter, das dem Senat aus einer Vielzahl von Verfahren bekannt ist."
(entnommen aus OLG Düsseldorf · Beschluss vom 5. September 2005 · Az. II-4 UF 129/05...und in meinem Fall sehr wirkungsvoll eingesetzt)


Das wars. Mehr nicht!
Keine Erklärungen oder Rechtfertigungen

Danach kommt nur noch Dein möglichst präziser Antrag auf Umgang.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 06. Februar 2017, 22:17:15
Ich habe 4 Termine innerhalb der nächsten 2 Wochen vorgeschlagen um der drohenden Entfremdung entgegen zu wirken. Einen soll sie mir bestätigen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 07. Februar 2017, 05:50:34
Moin,

ich kann Deine Gefühle und Gedanken nachvollziehen....
Sie wird Dir keinen Termin bestätigen.

Du musst jetzt ein paar Wochen durchhalten, bis der Umgangsbeschluss vorliegt




Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 07. Februar 2017, 10:05:22
Hier der Entwurf von meinem RA:

Zitat
Seit der Geburt kümmerte sich der Antragsteller im Rahmen des Zusammenlebens ebenso um sein Kind wie die Antragsgegnerin.

Dennoch verweigert die Kindesmutter seit der Trennung einen regulären Umgang.

Bereits im Januar 2016 gab es diesbezüglich Gespräche beim Jugendamt, wobei die Kindesmutter lediglich bereit war, Umgang 1h aller 2 Wochen zu gewähren. Hierbei bestand diese auch noch darauf beim Umgang mit anwesend zu sein.

Im weiteren zeitlichen Verlauf wurde dann eine geringe Anpassung auf 9h aller 2 Wochen vorgenommen.
Wünsche des Kindesvaters nach Übernachtungen und Erweiterung des Umgangs mit seinem Kind auf ein normales Maß blieben ungehört.
Der Antragsteller suchte diesbezüglich ebenso die Vermittlung über das Jugendamt, welches jedoch nicht fruchtete.

Auch Vorschläge der Inanspruchnahme einer Mediation, wurden durch die Antragsgegnerin abgelehnt.
Der Umgang des Antragstellers mit seinem Kind, wurde allerdings durch die Kindesmutter massiv weiter eingeschränkt.
Letztendlich versucht diese das Umgangsrecht so gering wie möglich auszugestalten, welches einer Verhinderung gleichkommt. Der Kindesvater hat den Eindruck, dass die Antragsgegnerin nach jedem Umgang nahezu unerschöpflich Gründe findet, welche einem weiteren Umgang entgegenstehen sollen, welchen diese dann einseitig sanktioniert.

Nachdem alle Versuche ergebnislos verliefen, teilte der Antragsteller  im Oktober 2016 seine tatsächlichen Vorstellung, welche (wie üblich) 2 Übernachtungen aller 2 Wochen beinhaltete, nochmals mit. Geeinigt wurde sich dann wiederum zunächst auf 1 Übernachtung, beginnend ab Dezember 2016. Eine tatsächliche Festlegung lehnte die Kindesmutter auch hier wieder ab.
Ein Umgang dann vom 7./8. Januar 2017 verlief ohne Probleme.

Dennoch erfolgte dann  im Januar 2017 auch wieder die einseitige Festlegung  der Kindesmutter auf die  alte Regelung ohne Übernachtung 8 bis 17 Uhr Sonntag im 14 tägigem Rhythmus.
Als der Kindesvater zunächst gemäß der ersten Absprache sein Kind abholen wollte, öffnete diesem niemand. Mitteilungen wie Anrufe etc. erfolgten nicht. Erst auf ständigen Nachfrageversuchen erhielt der Antragsteller am Abend eine SMS mit der Mitteilung, dass nun wieder die alte Regelung ohne Übernachtung gelte. Also machte sich dieser zu einem weiteren Versuch  am 22.01.2017 zur Antragsgegnerin auf.
Dort wurde dann, man kann es kaum glauben, dem Antragsteller ein Übergabeprotokoll für Kind X hingehalten, welches dieser unterschreiben sollte. Als dieser sich weigerte, verweigerte die Antragsgegnerin den Umgang vollends.  

Auch Mi. den 01.02.2017 noch, kündigte der Kindesvater via Email Umgang regulär zum Sonnabend auf Sonntag an. Auch hier stand dieser wieder einmal für umsonst vor der Türe der Antragsgegnerin. Auf Anrufe erfolgte ebenso keine Reaktion. Als der Kindesvater dann am Sonntag 8.00 Uhr einen weiteren Versuch unternahm, geschah  Gleiches, nämlich gar nichts,  
so dass nunmehr von einer strikten Umgangsverweigerung die Rede sein kann.

Obige Schilderung macht die Notwendigkeit einer zeitlich konkreten Umgangsregelung deutlich.
Offensichtlich ist die Kindesmutter im Glauben, die Umgangsgewährung hänge von ihrem guten Willen ab. Bewusst, dass das Umgangsrecht ein gesetzlich verbrieftes Recht ist, ist dieser nicht.
Diese bestimmt nahezu willkürlich  und hat dabei alles andere als das Kindeswohl im Blick. Anderenfalls würde dieser bewusst sein, dass hierzu auch ein ausreichender Umgang mit seinem Vater gehört.  
Insbesondere braucht diese eine strikte Klarstellung darüber, dass diese gegenüber dem Kindesvater keinerlei Eigentumsrechte, was das Kind betrifft, innehat und dass dieser gleichberechtigter Elternteil und kein Bittsteller ist.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 07. Februar 2017, 10:16:29
Seit der Geburt kümmerte sich der Antragsteller im Rahmen des Zusammenlebens ebenso um sein Kind wie die Antragsgegnerin.

Dennoch verweigert die Kindesmutter seit der Trennung einen regulären Umgang.

Bereits im Januar 2016 gab es diesbezüglich Gespräche beim Jugendamt, wobei die Kindesmutter lediglich bereit war, Umgang 1h aller 2 Wochen zu gewähren. Hierbei bestand diese auch noch darauf beim Umgang mit anwesend zu sein.

Im weiteren zeitlichen Verlauf wurde dann eine geringe Anpassung auf 9h aller 2 Wochen vorgenommen.
Wünsche des Kindesvaters nach Übernachtungen und Erweiterung des Umgangs mit seinem Kind auf ein normales Maß blieben ungehört.
Der Antragsteller suchte diesbezüglich ebenso die Vermittlung über das Jugendamt, welches jedoch nicht fruchtete.

Auch Vorschläge der Inanspruchnahme einer Mediation, wurden durch die Antragsgegnerin abgelehnt.
Der Umgang des Antragstellers mit seinem Kind, wurde allerdings durch die Kindesmutter massiv weiter eingeschränkt.
Letztendlich versucht diese das Umgangsrecht so gering wie möglich auszugestalten, welches einer Verhinderung gleichkommt. Der Kindesvater hat den Eindruck, dass die Antragsgegnerin nach jedem Umgang nahezu unerschöpflich Gründe findet, welche einem weiteren Umgang entgegenstehen sollen, welchen diese dann einseitig sanktioniert.

Nachdem alle Versuche ergebnislos verliefen, teilte der Antragsteller  im Oktober 2016 seine tatsächlichen Vorstellung, welche (wie üblich) 2 Übernachtungen aller 2 Wochen beinhaltete, nochmals mit. Geeinigt wurde sich dann wiederum zunächst auf 1 Übernachtung, beginnend ab Dezember 2016. Eine tatsächliche Festlegung lehnte die Kindesmutter auch hier wieder ab.
Ein Umgang dann vom 7./8. Januar 2017 verlief ohne Probleme.

Dennoch erfolgte dann  im Januar 2017 auch wieder die einseitige Festlegung  der Kindesmutter auf die  alte Regelung ohne Übernachtung 8 bis 17 Uhr Sonntag im 14 tägigem Rhythmus.
Als der Kindesvater zunächst gemäß der ersten Absprache sein Kind abholen wollte, öffnete diesem niemand. Mitteilungen wie Anrufe etc. erfolgten nicht. Erst auf ständigen Nachfrageversuchen erhielt der Antragsteller am Abend eine SMS mit der Mitteilung, dass nun wieder die alte Regelung ohne Übernachtung gelte. Also machte sich dieser zu einem weiteren Versuch  am 22.01.2017 zur Antragsgegnerin auf.
Dort wurde dann, man kann es kaum glauben, dem Antragsteller ein Übergabeprotokoll für Kind X hingehalten, welches dieser unterschreiben sollte. Als dieser sich weigerte, verweigerte die Antragsgegnerin den Umgang vollends.  

Auch Mi. den 01.02.2017 noch, kündigte der Kindesvater via Email Umgang regulär zum Sonnabend auf Sonntag an. Auch hier stand dieser wieder einmal für umsonst vor der Türe der Antragsgegnerin. Auf Anrufe erfolgte ebenso keine Reaktion. Als der Kindesvater dann am Sonntag 8.00 Uhr einen weiteren Versuch unternahm, geschah  Gleiches, nämlich gar nichts,  
so dass nunmehr von einer strikten Umgangsverweigerung die Rede sein kann.

Obige Schilderung macht die Notwendigkeit einer zeitlich konkreten Umgangsregelung deutlich.
Offensichtlich ist die Kindesmutter im Glauben, die Umgangsgewährung hänge von ihrem guten Willen ab. Bewusst, dass das Umgangsrecht ein gesetzlich verbrieftes Recht ist, ist dieser nicht.
Diese bestimmt nahezu willkürlich  und hat dabei alles andere als das Kindeswohl im Blick. Anderenfalls würde dieser bewusst sein, dass hierzu auch ein regelmäßiger und umfangreicher Umgang mit seinem Vater gehört.  
Insbesondere braucht diese eine strikte Klarstellung darüber, dass diese gegenüber dem Kindesvater keinerlei Eigentumsrechte, was das Kind betrifft, innehat und dass dieser gleichberechtigter Elternteil und kein Bittsteller ist.

Hi,

nur kurz und spontan, da im Büro:
- Das Schreiben ist m.E. im großen und ganzen ok, wenn auch teilweise etwas "altbacken" in den Formulierungen
- Was konkret beantragt Dein RA denn nun an Umgang? Das sollte konkret drinstehen; ebenso die Regelung von Feiertagen und den Ferien!
- Ich vermisse die Ordnungsmittel!

Gruß
WNV


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 07. Februar 2017, 10:21:44
Ja, es gibt im Vortext einen konkreten Umgangsplan für den regulären Bereich, Feier- u. Urlaubstage. Habe ich weggelassen, aber er existiert.

Ordnungsmittel kann ich ja erwähnen. Wird das nicht im Urteil hinterlegt. Wir beantragen ja derzeit nur.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 07. Februar 2017, 10:27:17
Hallo,

Du musst Dir ein dickes Fell zulegen und lass alle ihre an den Haaren herbeigezogenen "Argumente" an Dir abprallen.

Deine Haltung im Kopf sollte von folgenden Gedanken geprägt sein :
Als "Betreuungselterteil" ist die Kindsmutter verpflichtet den Umgang mit dem Vater nicht nur zu ermöglichen, sondern auch positiv zu beeinflussen. Das "Umgangsrecht" dient dem Wohl des Kindes, in dem es ihm einen regelmäßigen und ausreichenden Kontakt mit beiden Elternteilen ermöglicht.
Übernachtungen stehen dem Kindeswohl nicht entgegen – im Gegenteil: eine ausgewogene Übernachtungsregelung dient vielmehr der Entwicklung des Kindes.
Ein pauschaler Verweis auf eine bestimmte Altersgrenze wird nicht mehr vertreten – so "dürfen" auch Kleinkinder von unter 3 Jahren regelmäßig bei ihrem Vater übernachten. Du hast ja ein gutes und vertrautes Verhältnis zu Deinem Sohn. Im ersten Lebensjahr wurde er von Euch Eltern gemeinsam betreut. Mit der Trennung hat die KM dieses Modell unterbunden und versucht dem Kind den Vater zu entziehen und zu entfremden, eine Absicht, welche ihr jetztiger Umgangsvorschlag untermauert, da die gemeinsame Zeit, die Kind und Vater verbringen, viel zu gering ist und nicht dem Kindeswohl entsprechen.
Denke immer daran, dass nicht Du Dich rechtfertigen musst, sondern die KM. Du willst als "moderner" Vater im Leben des gemeinsamen Kindes so viel es möglich ist präsent sein um mit der KM gemeinsam Erziehung und Betreuung dem Kindeswohl entsprechend wahrzunehmen. Es ist für die weitere Entwicklung des Kindes verhängnisvoll, dass die KM sich gegen diesen am Kind orientierten Ansatz sperrt.

VG?

Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 07. Februar 2017, 10:28:27
Entschuldigung, dass ging jetzt zu schnell für mich.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 07. Februar 2017, 10:36:24
Ordnungsmittel kann ich ja erwähnen. Wird das nicht im Urteil hinterlegt. Wir beantragen ja derzeit nur.

Es wird nur dann im Beschluss erwähnt, wenn Ihr es expizit für den Fall der Zuwiderhandlung beantragt bzw. der Richter es selbst hinzugügt.

Um sicherzugehen, würde ich die "sofortig vollstreckbare Anordnung von Ordnungsmittel für den Fall der Zuwiderhandlung" in den Schriftsatz aufnehmen!


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 07. Februar 2017, 10:36:57
Danke für die gedankliche Motivation. Das hilft echt.

Derzeit ist es halt so, dass ich mir Versagen vorwerfe. Weil ich zu wenig gemacht habe um die Situation nicht eskalieren zu lassen.
Aber ich weiß auch, dass die KM sehr bemüht ist, mich aus dem Leben des Kleinen herauszudrücken. Unterhalt bitte ja, ansonsten alle 14 Tage nur der nette Onkel.
Und ich weiß, dass ich kämpfen muss, wenn ich seine und meine Rechte sicher stellen möchte.

Das Schreiben des RA hat mir Mut gemacht. In meinen Augen ein klare Breitseite an den Gegner (peinlich, dass man seine Ex so bezeichnen muss)


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 07. Februar 2017, 10:41:53
Und ich weiß, dass ich kämpfen muss, wenn ich seine und meine Rechte sicher stellen möchte.

Das Schreiben des RA hat mir Mut gemacht. In meinen Augen ein klare Breitseite an den Gegner (peinlich, dass man seine Ex so bezeichnen muss)

 :thumbup: zu Deiner 1. Aussage

zu Deiner 2. Aussage:
es wird als Antwort auf Deinen Antrag auch eine "Breitseite" auf Dich zukommen.
Dafür solltest Du Dich jetzt schon "abhärten"...

Die Worte von @Tsubame sind dafür gut geeignet! :thumbup:


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: MutterzuBesuch am 07. Februar 2017, 11:09:08
Hm, also ich finde das Schreiben deines Anwaltes nicht so gut. Er wird persönlich, was meiner Meinung nach völlig unprofessionell und kontraproduktiv ist. Es ist nicht seine Aufgabe kund zu tun, ob etwas kaum zu glauben ist oder nicht.
Desweiteren schreibt er sehr einfach strukturierte Sätze, da könnte man deutlich mehr draus machen, was aber wohl nicht weiter relevant sein dürfte, solange er sich vor Gericht gut präsentieren kann. Grammatikfehler würde ich aber überarbeiten lassen, denn das macht wirklich keinen guten Eindruck.

Dass aktuell kein Umgang stattfindet endet hoffentlich für dich gut. Sie hat genug Zeit euer Kind gegen dich aufzuhetzen. Da du bislang größtenteils nur sonntags Umgang hattest bist du darauf angewiesen ihn bei ihr abzuholen, was sie ja momentan verweigert. Zukünftig würde ich einer langen Umgangsunterbrechung versuchen vorzubeugen, indem der Umgang (teilweise) mit dem Abholen von der Kita beginnt.
Also beispielsweise freitags nach der Kita abholen. Oder, falls das vor Gericht nicht durch geht mit dem Wochenende ab Freitagnachmittags, würde ich versuchen einen zusätzlichen Nachmittag unter der Woche zu bekommen, ebenfalls mit Abholung von der Kita.
Machen wir uns nichts vor, wenn die Mutter Umgang verhindern will, wird sie es wieder versuchen, Urteil hin oder her. Dann hast du aber immerhin die Möglichkeit, deinen Sohn nachmittags aus der Kita zu holen, denn die werden dir dein Kind nicht verweigern bei gemeinsamem Sorgerecht. Super wäre natürlich, wenn du dir bereits ab mittags frei nehmen kannst, damit das Kind nicht plötzlich bereits abgeholt ist.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 07. Februar 2017, 11:58:58
Übrigens wird seit einiger Zeit bei einem Urteil oder Vergleich der Hinweis auf die Ordnungsmittel automatisch hinterlegt. Da ist jetzt kein extra Antrag mehr nötig.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 07. Februar 2017, 15:07:42
Hallo Samson,

Ich habe versucht den Antrag etwas zu korrigieren.
ich hoffe, es hat technisch geklappt.
VG,
Tsubame.

Hier der Entwurf von meinem RA:

Seit der Geburt kümmerte sich der Antragsteller im Rahmen des Zusammenlebens ebenso um sein Kind wie die Antragsgegnerin.

Dennoch verweigert die Kindesmutter seit der Trennung einen regulären Umgang (einen Umgang, welcher es dem Kind und dem Vater erlaubt, die wechselseitige Verbundenheit zu pflegen).

Bereits im Januar 2016 gab es diesbezüglich Gespräche beim Jugendamt, wobei die Kindesmutter lediglich bereit war, Umgang 1h aller 2 Wochen zu gewähren. Hierbei bestand diese auch noch darauf beim Umgang mit anwesend zu sein.

Im weiteren zeitlichen Verlauf wurde dann eine geringe Anpassung auf 9h aller 2 Wochen vorgenommen.
Wünsche des Kindesvaters nach Übernachtungen und Erweiterung des Umgangs mit seinem (dem gemeinsamen) Kind auf ein normales Maß blieben ungehört.
Der Antragsteller suchte diesbezüglich ebenso die Vermittlung über das Jugendamt, welches jedoch nicht fruchtete.

Auch Vorschläge der Inanspruchnahme einer Mediation, wurden durch die Antragsgegnerin abgelehnt.
Der Umgang des Antragstellers mit seinem (dem gmeinsamen) Kind, wurde allerdings durch die Kindesmutter massiv weiter eingeschränkt.
Letztendlich versucht diese das Umgangsrecht so gering wie möglich auszugestalten, welches einer Verhinderung gleichkommt. Der Kindesvater hat den Eindruck, dass die Antragsgegnerin nach jedem Umgang nahezu unerschöpflich Gründe findet, welche einem weiteren Umgang entgegenstehen sollen, welchen diese dann einseitig sanktioniert.

Nachdem alle Versuche ergebnislos verliefen, teilte der Antragsteller  im Oktober 2016 seine tatsächlichen Vorstellung, welche (wie üblich) 2 Übernachtungen aller 2 Wochen beinhaltete, nochmals mit. Geeinigt wurde sich dann wiederum zunächst auf 1 Übernachtung, beginnend ab Dezember 2016. Eine tatsächliche Festlegung lehnte die Kindesmutter auch hier wieder ab.
Ein (Der) Umgang dann vom 7./8. Januar 2017 verlief ohne Probleme.

Dennoch erfolgte dann  im Januar 2017 auch wieder die einseitige Festlegung  der Kindesmutter auf die  alte Regelung ohne Übernachtung 8 bis 17 Uhr Sonntag im 14 tägigem Rhythmus.
Als der Kindesvater zunächst gemäß der ersten Absprache sein Kind abholen wollte, öffnete diesem niemand. Mitteilungen wie Anrufe etc. erfolgten nicht. Erst auf ständigen (mehreren) Nachfrageversuchen erhielt der Antragsteller am Abend eine SMS mit der Mitteilung, dass nun wieder die alte Regelung ohne Übernachtung gelte. Also machte sich dieser zu einem weiteren Versuch  am 22.01.2017 zur Antragsgegnerin auf.
Dort wurde dann, man kann es kaum glauben, dem Antragsteller ein Übergabeprotokoll für Kind X hingehalten, welches dieser unterschreiben sollte. Als dieser sich weigerte, verweigerte die Antragsgegnerin den Umgang vollends. 

Auch Mi. den 01.02.2017 noch, kündigte der Kindesvater via Email Umgang regulär zum Sonnabend auf Sonntag an. Auch hier stand dieser wieder einmal für umsonst vor der Türe der Antragsgegnerin. Auf Anrufe erfolgte ebenso keine Reaktion. Als der Kindesvater dann am Sonntag 8.00 Uhr einen weiteren Versuch unternahm, geschah  Gleiches, nämlich gar nichts,  stand er wieder vor der geschlossenen Tür.
so dass nunmehr von einer strikten Umgangsverweigerung die Rede sein kann.

Obige Schilderung macht die Notwendigkeit einer zeitlich konkreten Umgangsregelung deutlich.
Offensichtlich ist die Kindesmutter im Glauben, die Umgangsgewährung hänge von ihrem guten Willen ab. Bewusst, dass das Umgangsrecht ein gesetzlich verbrieftes Recht ist, ist dieser nicht. Es ist der Kindsmutter nicht bewusst, dass das Umgangsrecht ein gesetzlich verbrieftes Recht ist. Einen Kleinkrieg ums Kind soll die so genannte Wohlverhaltensklausel in Paragraf 1684 Absatz 2 BGB verhindern. Sie verlangt von Mutter und Vater "alles zu unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt oder die Erziehung erschwert".
Die Kindsmutter bestimmt nahezu willkürlich  und hat dabei alles andere als das Kindeswohl im Blick. Anderenfalls würde dieser bewusst sein, dass hierzu auch ein regelmäßiger und umfangreicher Umgang mit seinem Vater gehört.  Die Antragsgegenerin als betreuender Elternteil überträgt unbewusst oder bewusst ihre aktuelle Haltung dem zweiten Elternteil gegenüber auf das Kind über.
Insbesondere braucht die Kindsmutter eine strikte Klarstellung darüber, dass diese (sie) gegenüber dem Kindesvater keinerlei Eigentumsrechte, was das Kind betrifft, innehat und dass dieser (letztere) gleichberechtigter Elternteil und kein Bittsteller ist.







Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 07. Februar 2017, 15:26:30
Hallo,

Und hier noch etwas "gedankliche Munition" zum Abhärten :

Wie viel Umgang ist gut für das Kind ?
Das heisst eigentlich, und ist befremdlich : wie viel Kontakt mit dem eigenen Vater/der eigenen Mutter hält das Kind aus, bevor es dadurch Schaden nimmt ?

Der Gesetzgeber macht keine Vorgaben. Es existieren weder Empfehlungen zum Umgangsumfang im Gesetzestext noch Einschränkungen bezüglich der Gestaltung.

Mit sachlichem Blick zeigt sich rasch, dass es oft weniger darum geht, wie viel Mama/Papa das Kind “ertragen” kann, sondern darum, wieviel Mama/Papa der andere Elternteil ertragen kann.

Umso schlechter das Verhältnis der Eltern untereinander, umso wahrscheinlicher ist es, dass der anwesende Elternteil nicht in der Lage ist, den abwesenden Elternteil in "wohlwollender Präsenz" für das Kind zu halten und somit die Bindung zum abwesenden Elternteil aktiv zu unterstützen.
Und daraus folgt, dass das Kind zwingend  umso mehr Umgang mit dem anderen Elternteil haben muss, um diese Bindungsarbeit kompensieren zu können.
Tatsächlich braucht das Kind umso mehr eigene Erfahrung und Begegnung mit dem abwesenden Elternteil, umso weniger der anwesende Elternteil den Expartner/die Expartnerin in seiner/ihrer Eltern-Kind-Bindung unterstützen kann.

Viel Glück,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 07. Februar 2017, 16:46:35


Umso schlechter das Verhältnis der Eltern untereinander, umso wahrscheinlicher ist es, dass der anwesende Elternteil nicht in der Lage ist, den abwesenden Elternteil in "wohlwollender Präsenz" für das Kind zu halten und somit die Bindung zum abwesenden Elternteil aktiv zu unterstützen.
Und daraus folgt, dass das Kind zwingend  umso mehr Umgang mit dem anderen Elternteil haben muss, um diese Bindungsarbeit kompensieren zu können.
Tatsächlich braucht das Kind umso mehr eigene Erfahrung und Begegnung mit dem abwesenden Elternteil, umso weniger der anwesende Elternteil den Expartner/die Expartnerin in seiner/ihrer Eltern-Kind-Bindung unterstützen kann.

Und das ist auch meine Sichtweise warum unser Kind nach der Rückgabe solche Erscheinungen zeigt.
Daher ist es der völlig falsche Ansatz den Umgang zu reduzieren. Nein, er muss erweitert werden um genau das zu zu kompensieren. Das ist meine Wahrnehmung und Sicht der Dinge.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 07. Februar 2017, 18:08:41
Hallo,

Genau so ist es.
Denn Kinder begreifen das Konstrukt Trennungsfamilie nicht und müssen es erst erlernen.
Die Angst, dass ein Elternteil sie verlässt, muss erst durch die Erfahrung kompensiert werden, dass beide Eltern nach wie vor da sind, verfügbar, ansprechbar und mit dem Kind in Liebe verbunden.

Häufig sperren sich vorwiegend die Elternteile, bei denen das Kind nach der Trennung überwiegend lebt gegen umfangreiche Umgangsvereinbarungen mit dem Argument, das "Kind müsse zur Ruhe kommen". Ebenso oft wird die Befürchtung angebracht (wie bei "Deiner KM"), durch zu häufige und umfangreiche Umgänge mit dem anderen Elternteil werde das Kind irritiert.

Was bedeutet das ? Laut der Ansicht Deiner Kindsmutter soll/muss sich Euer Sohn daran gewöhnen, dass der andere Elternteil “weg” ist ? Aus welcher Notwendigkeit heraus? Für Euer Kind ist der andere Elternteil nicht weg – nur für den ehemaligen Partner. Hier liegt eine Vermischung von Eltern- und Paarebene mit den Interessen des Kindes.
VG,
Tsubame


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 07. Februar 2017, 18:54:19
Hier liegt eine Vermischung von Eltern- und Paarebene mit den Interessen des Kindes.

Das habe ich bereits in Emails an die KM vor 6 Monaten geschrieben. Sie kann sauer auf mich sein, aber das muss sie trotzdem von den Bedürfnissen des gemeinsamen Kindes trennen können.
Scheinbar nicht. Sonst wären wir nicht an diesem Punkt.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: SteMa am 07. Februar 2017, 19:52:58
Moin Samson 1978,

da hast Du aber auch ein Exemplar par excellence an der Backe, aber ich versuche Dir Mut zu machen.

Wir, Kind und ich, haben vor 10 Jahren durch den gleichen Müll waten müssen. Das ist unsagbar schwer und langwierig, aber es lohnt sich durchzuhalten. Auch bei uns wurde aus irgendwelchen Gründen mehrfach der Umgang durch die KM und deren RAtte ausgesetzt/eingestellt. Meine RA hatte dann sofort die richtigen Mittel eingesetzt. Das scheint Deiner auch zu tun; zieh das genauso durch!!!

Ergebnis war jedes Mal: Kontaktaufnahme ohne Begleitung, jedes Mal Ausweitung und nach dem letzten Boykottzeitraum ASR zu mir sowie Umzug in meine neue Familie. Seit dem ist alles schick, KM hat sich mittlerweile gefangen und hat akzeptiert, dass es so kam wie es heute noch ist. Druckmittel waren die Ordnungsmittel! Das klappt nicht immer, ich weiß, aber es lohnt sich durchzuhalten.

Kopf hoch und gute Nerven. Zieh das durch. Und wenn Dir oder Deinem Umfeld Bedenken wegen Kindesempfindungen durch den Kopf schießen.... Du bist der Vater, für immer. Blende die Gedanken " was wäre, wenn..." möglichst aus.

Gruß
SteMa


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 11. Februar 2017, 11:20:21
Hi,

wie schaut es bei Dir aus?

Hat Dein RA den Schriftsatz wie geplant diese Woche an das Gericht gesandt?

VG
WNV


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 11. Februar 2017, 12:14:41
Hi,

der Antrag liegt seit Do bei Gericht. Auf meine Bitte hat er die Formulierung ein bisschen förmlicher gestaltet.

Von der Gegenseite kam als Antwort auf sein Schreiben (das er jetzt mich vertritt und eine weitere Diskussion vor Gericht statt finden wird) nur ein erneutes Schreiben.
Darin bekräftigt man das das Schreiben der KM Vorschläge sind und keine Vorgaben. (So 8-17Uhr alle 2 Wochen, ohne ÜN, ohne Feiertage, ohne Urlaub) Mhm, is klar.

Dann warf man mir vor, dass ich keine eigenen langfristigen Vorschläge bringe, sondern nur die Vorschläge der KM ablehne.

Okay, dann sollten sie den Antrag abwarten der übers Gericht reinschneit. Da ist dann alles ausführlich als Vorschlag dokumentiert. 


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 11. Februar 2017, 16:09:02
Hi,

hört sich alles gut an - weiter so. :thumbup:

Und hierzu:
Dann warf man mir vor, dass ich keine eigenen langfristigen Vorschläge bringe, sondern nur die Vorschläge der KM ablehne.

...dann sollten sie den Antrag abwarten der übers Gericht reinschneit. Da ist dann alles ausführlich als Vorschlag dokumentiert.  

...manchen Menschen muss bzgl. der Wahrnehmung von Selbst- und Fremdbild eben durch Dritte ein Spiegel vorgehalten werden, bevor sie verstehen...
Und das wird das Familiengericht jetzt tun.

Es wird jetzt ggfs noch eine richtig schmutzige Antwort des anderen RA auf Deinen Antrag kommen,...
Darauf solltest Du Dich emotional schon mal einstellen und entsprechend abhärten...

Führe Dir dafür immer vor Augen, dass Du wichtig für Euer Kind bist!
@Tsubame hat Dir dazu einige sehr wchtige Dinge geschrieben.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 11. Februar 2017, 17:20:20
Hallo,

Du bist auf dem richtigen Weg.
Denke daran, dass Euer Kind eine ausbaufähige Umgangsvereinbarung braucht.
Behalte die Ruhe (!) in allen Situationen. Argumentiere immer vom Kind aus. Sage nie, ich will, ich möchte, ich habe ein Recht, sondern durchgehend das Kind hat ein Recht auf..., es ist allgemeint anerkannt, dass ... , Trennungskinder brauchen ...., ich bin enttäuscht, dass die KM, welche ich als moderne Frau kenne und schätze, in dieser für unser gemeinsames Kind so wichtigen Sache, nicht mit mir an einem Strang zieht, dass es soweit kommen muss, dass ein Gericht entscheiden muss ....
Ich bin gespannt, ob sie zu dem Termin beim Jugendamt kommt.
Jedes Geschreibsel vom Rechtsanwalt wegatmen. KM wegatmen.
VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 11. Februar 2017, 22:19:50
Der Termin beim JuA ist doch nun überflüssig.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 13. Februar 2017, 18:46:55
Ich hab heute mal eine Email an KM und deren RA gschickt und Termine für Umgang genannt, bis der endgültige Umgang durch das gericht geregelt wird.
Kann mir nicht vorstellen, dass die Gegenseite nun komplett den Umgang einstellt. Sie ja, ihr Anwalt wird das gewiss nicht akzeptieren weil keine Begründbarkeit vorliegt.

Leider hat mein Anwalt nur die gerichtliche Vollmacht, eine außergerichtliche kostet extra.  :knockout:


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 14. Februar 2017, 08:32:49
Hi,

warum hältst Du Dich nicht an unsere Vorschläge und stellst Deine Aktivitäten hier zur Prüfung ein, BEVOR Du so etwas lostrittst?
Warum schreibst Du die KM und den gegnerischen Anwalt an und unterläufst damit das Schreiben Deines eigenen Anwaltes, der doch gerade erst der Gegenseite geschrieben hat, dass die weitere Diskussion vor Gericht stattfinden wird? Damit machst Du Deinen Anwalt zum Papiertiger....

... auf sein Schreiben (das er jetzt mich vertritt und eine weitere Diskussion vor Gericht statt finden wird) nur ein erneutes Schreiben.

Und warum sorgst Du nicht dafür, dass Dein Anwalt Dich auch außergerichtlich vertritt, wenn Du weiterhin außergerichtlich Kontakt aufnehmen willst?
So viel Extra-Kosten können das ja wohl nicht sein.

Grüße
WNV


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 14. Februar 2017, 17:43:28
Es kann doch aber nicht sein, dass ich meinen Sohn bis zur Verhandlung nun gar nicht sehe. Es ist doch sein gutes Recht, trotzdem Kontakt zu seinem Vater zu haben.
Die KM kann doch nicht alles ignorieren und ihr Anwalt deckt das auch noch.

Das Schreiben mit den kommissarischen Terminen geschah mit Rücksprache meines Anwalts.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 17. Februar 2017, 13:38:42
So, es kommt Bewegung in die Sache. Heute kam Post vom Amtsgericht.
Verhandlung am 28.03.2017 und es wurde ein Verfahrensbeistand für das Kind bestimmt. Ist vielleicht keine schlechte Idee. Das kann eine Stimme mehr sein, die mir zu gute kommt.

Erfreulich ist zudem, dass die KM heute auch das Schreiben erhalten wird und ihr WE vermutlich damit gekillt ist.  :wink:
Zumindest hole ich ihn am Sonntag ab. Sind zwar nur ein paar Stunden, aber erstens überhaupt wieder Kontakt und man kann mir nicht völlige Ablehnung aller Vorschläge vorwerfen.
Ich muss aber bis zur Verhandlung noch eine Übergangsregelung organisiert bekommen, damit es nicht zum Nebengefecht wird.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wasserfee am 17. Februar 2017, 13:53:23
hi

es wurde ein Verfahrensbeistand für das Kind bestimmt. Ist vielleicht keine schlechte Idee. Das kann eine Stimme mehr sein, die mir zu gute kommt.

kann aber genauso gut andersrum sein.

Erfreulich ist zudem, dass die KM heute auch das Schreiben erhalten wird und ihr WE vermutlich damit gekillt ist.  :wink:

Mit Schadenfreude ist die Elternebene schwerer zu erreichen.

Wasserfee


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 17. Februar 2017, 14:11:12
Das schreibe ich nur hier. Der KM gegenüber bin ich freundlich und ohne Aggression. Egal ob unser Kind dabei ist oder nicht.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: oldie am 17. Februar 2017, 21:10:05
Moin liebe Wasserfee - oder was auch immer  :wink: :phantom:

Es kann genauso gut auch gaaanz ganz anders kommen. Diese leichte Berücksichtigiung Deinerseits wäre ebenso angebracht zu betrachten, wenn Du denn neutral sein möchtest. Schadenfreude - ob zustehendes Recht zu empfangen - ist die Streicheleinheit der kleinen Leute. Nur - leider fallen zu viele darauf rein und denken tatsächlich, es wird Recht gesprochen.

Und mal anders gesagt: Solltest Du erneut in 'altgewohnter' Weise auftreten, nun ja: Du kennst den Ausgang.  :)

Gruss oldie

PS: Es wird nach HILFE gefragt - nicht nach Anmache. Danke einer eventuellen Überlegung.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 18. Februar 2017, 13:41:50
Zumindest hole ich ihn am Sonntag ab. Sind zwar nur ein paar Stunden, aber erstens überhaupt wieder Kontakt und man kann mir nicht völlige Ablehnung aller

Hi,

wenn Du Deinen Sohn morgen holst, könnte es folgendes Szenarien geben, auf die Du Dich gedanklich und emotional vorbereiten solltest.
Hierbei "Vorsicht Falle"!!

- Deine Ex ist plötzlich besonders freundlich zu Dir und will Dich überreden, die Klage zurückzunehmen, da Ihr Euch doch eigentlich gut versteht und auch einigen könnt. Hierbei stellt sie eine Ausweitung der jetzigen Regelung in den den Raum, die Du "selbstverständlich" in Anspruch nehmen kannst, wenn Du nur die Klage zurücknimmst.

- Deine Ex versucht eine Situation zu schaffen, in der sie Dich zu einem Streit oder gar Handgreiflichkeiten provozieren will. Sie will damit Stoff sammeln für das Gericht....dort wird Dir dann von ihrem Anwalt um die Ohren gehauen, dass Du beim letzten Umgang "gewalttätig" warst.

Daher:
- Du bist in jeder Situation ausgewählt höflich und zurückhaltend - ausschließlich auf Euer Kind fokussiert
- Du holst Euer Kind ab, mehr nicht! Keine Gespräch mit der Ex, dass über Begrüßung/Verabschiedung und unverfänglichen Smalltalk hinausgeht
- Erst recht keine Diskussion über das anstehende Verfahren!
- Keine Zusagen machen zu irgendwelchen Vorschlägen - außer zu Umgangsterminen bis zum Verfahren. Hierbei nicht diskutieren; Du akzeptierst ihre Vorschläge und kannst maximal sagen, dass eine umfassende, dauerhafte Regelung bei Gericht erarbeitet wird.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wasserfee am 18. Februar 2017, 21:18:30
@oldie:
fängt das schon wieder an?

Er schrieb doch schon, dass es ihm zugute kommen kann.....das muss ich dann nicht nochmal hervorheben.
Es war lediglich meine Intention darauf hinzuweisen, dass VB auch zuweilen eben ganz und gar nicht neutral sondern recht parteiisch agieren.
Und das TO das in Betracht ziehen sollte. Damit er im schlimmsten Fall nicht emotional überfahren wird.

Was soll deine "Drohkulisse?

Dein Auftreten hier könnte durchaus freundlicher sein aber was sag ich, es gibt ja auch keine Glitzereinhörner

Wasserfee


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 19. Februar 2017, 12:34:48
Ich habe die Worte von Wasserfee nicht bedrohlich aufgefasst. Mit so einer Situation muss ich auch rechnen.

Übergabe heute morgen war kurz und nur auf Begrüßung beschränkt. Alles gut. Der kleine Mann hat mich lächelnd begrüßt u sich an mich gedrückt. Das tat mal richtig gut.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 19. Februar 2017, 13:45:30
Übergabe heute morgen war kurz und nur auf Begrüßung beschränkt. Alles gut. Der kleine Mann hat mich lächelnd begrüßt u sich an mich gedrückt. Das tat mal richtig gut.

Hi,
hört sich doch gut an.
Ich wünsche ich Euch heute eine schöne gemeinsame Zeit :)

Berichte dann mal kurz, ob bei der Übergabe heute Abend auch alles gut geklappt hat.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 19. Februar 2017, 16:40:01
Hallo,

Es freut mich sehr für Deinen Sohn und für Dich, dass Ihr diese innige Beziehung habt.

Für heute abend bei der "Übergabe" wünsche ich Dir alles Gute.
VG,
Tsubame


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 19. Februar 2017, 18:28:25
Rückgabe war auch oihne Probleme. Wir haben es vorerst bei 9h alle 2 Woche gelassen. Ich spare mir die Kraft und werde keine weiteren Vorschläge für mehr Umgang machen.
Es gibt die Verhandlung Ende März und bis dahin mache ich keinen neuen Kriegsschauplatz auf.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wasserfee am 19. Februar 2017, 18:50:46
hi Samson,

auch von mir : ich freue mich für euch.

Dass du jetzt keine Kriegsschauplätze aufmachst ist ein weiser Entschluss.

Sorge dafür, dass die Übergaben so friedlich und kurz bleiben (klar, wenn KM tilt kannst du nix für, aber nicht drauf eingehen und die Situation verlassen) und du und dein Sohn eine tolle Zeit habt.

Dann kann sie auch nicht sagen, sie will den Umgang nicht ausweiten weil Kommunikationsprobleme/Stress bei den Übergaben/Kind will nicht.

Was besseres kann die gar nicht passieren, als dass es jetzt reibungslos läuft.
Auch im Hinblick auf den Verfahrensbeistand nicht.

Aber natürlich mit einem Vorschlag für erweiterten Umgang (evtl. gestaffelt) in der Anhörung gehen.

Toitoitoi.

Wasserfee


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: nurpa am 20. Februar 2017, 09:26:26
Zitat
Es gibt die Verhandlung Ende März und bis dahin mache ich keinen neuen Kriegsschauplatz auf.

Die Eröffnung des Krieges beim Termin überlässt du aber der Frau Mama. Und das  kann dann auch so stehen bleiben.

 


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 21. Februar 2017, 17:48:33
Mittlerweile verstehe ich ihr Handeln nun gar nicht mehr.

Es gab ja einen Termin zur Vermittlung seitens des JuA. Diesen Termin hat sie selbst auf den heutigen 21.2. verlegt aus Termingründen.

Zwischenzeitlich wurde ja durch meinen RA der Antrag auf Umgangsregelung bei Gericht eingereicht.
Dazu hatte ich der MA vom JuA geschrieben, dass ein Vermittlungstermin nun nicht mehr erforderlich ist.

Darauf hat diese geantwortet, dass sie trotzdem an dem Termin festhalten möchte, weil sie auch vor Gericht gehört wird und sich einen persönlichen Eindruck von den Eltern verschaffen will.
Okay, nachvollziehbar. Daher hat sie an KM und mich eine Email (gestern 20.2.) geschickt und den Termin für heute bekräftigt hat.

Leider kam die KM nicht zum Termin und hat sich auch nicht entschuldigt oder sonst eine Form der Kommunikation gezeigt.

Das ist echt nicht nachvollziehbar.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 21. Februar 2017, 17:59:21
Leider kam die KM nicht zum Termin und hat sich auch nicht entschuldigt oder sonst eine Form der Kommunikation gezeigt.

Mit derartigem Verhalten sammelt die KM weitere Minuspunkte für die Gerichtsverhandlung...


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 21. Februar 2017, 18:26:19
Seh ich auch so. Leider hatte ich sie für intelligenter gehalten. Derzeit liefert sie einiges, aber es kommt einem Schuss ins eigene Knie gleich.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 21. Februar 2017, 21:12:48
Hallo Samson,

Gut, dass Du alles in die Wege geleitet hast und der Gerichtstermin steht.

Die MA des JA hat völlig korrekt an dem Termin festgehalten, auch weil sie vor Gericht gehört wird und hat Dich heute kennengelernt. Wie ist das Gespräch verlaufen ?

Ich hoffe sehr, dass Gericht und JA sich nicht jahrelang von der KM hinhalten lassen werden bis sie sich zu den Terminen bequemt. Das könnte auch eine Taktik sein.

Du musst die KM nicht mehr verstehen. Die Zeiten sind vorbei. Und das ist gut so.

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 22. Februar 2017, 08:39:37
Gespräch bei JuA war entspannt, aber ohne KM natürlich ohne Ergebnis.

Ziel der ganzen Angelegenheit muss aber auch sein, dass eine entspannte Kommunikation u Zusammenarbeit zw den Eltern entsteht oder aufgebaut wird. Da war ich mit der MA vom JuA einer Meinung.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 01. März 2017, 17:54:53
Kurze Info zum Zwischenstand.

Der Verfahrensbeistand unseres Kindes hat sich mit beiden Eltern in Verbindung gesetzt. Nächste Woche besucht die Dame zuerst Kind/KM und kommt am nächsten Tag dann zu mir.
Vielleicht kommt da schon im Vorfeld zur Verhandlung etwas Bewegung in die Sache.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 01. März 2017, 19:01:05
Danke für das Update.

Berichte dann mal


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 02. März 2017, 10:08:12
Hallo,

Vom VB würde ich mir nicht viel Bewegung erhoffen. Bitte denke an die vom Forum gegebenen Ratschläge, wie Du nicht argumentieren solltest.

Viel Glück.
Tsubame



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 14. März 2017, 18:01:42
So, kurzes Update.

Die VB war letzten Mi bei mir. Am Vortag bei der KM. Natürlich hatte jeder eine andere Version der Wahrheit.
Letztlich kamen zwei Dinge zum Vorschein.
1. die Kommunikation muss schnellstmöglich stabilisert werden. Schliesslich wird das Aufgabenfeld umfangreicher und da braucht es eine gute Absprache. Mal von Notfällen ganz abgesehen.
2. die KM hat null Vertrauen in meine Person und Angst um "ihr" Kind. Ich sei vorher überfordert gewesen und sei es gewiss jetzt auch. Dabei hat sie einen Wissenstand von vor über einem Jahr und kennt viele Veränderungen (Therapie, neue Lebensgefährtin, Einstellung) nicht. Zumal ich auch mit der Verantwortung wachse, wenn der Kleine wächst.
(Mein Vater hat auch einige Jahre gebraucht, bis er mit mir was anfangen konnte.)

Es hat sie überrascht, dass ich sie vors Gericht ziehe.
Die VB hat angeregt, dass schnellstmöglich eine Beratungsstelle parallel ins Boot kommt. Darum habe ich mich auch gekümmert und sowohl KM als auch VB informiert. Mehr kann ich jetzt auch nicht machen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 15. März 2017, 08:02:36
Hallo,
Danke für das Update.

Sachliche auf das Kind bezogene Kommunikation ist gut.

Lass Dich von der Kindsmutter argumentativ nicht in die "ich muss mich rechtfertigen"-Ecke stellen. Ihr seid Eltern auf Augenhöhe. Ihr bildet eine Erziehungspartnerschaft. Das Kind hat ein Recht darauf.

Die Kindsmutter muss an ihren Ängsten arbeiten. Das ist ihr Problem. Sie hindert das Kind eine intensive Bindung zum Vater aufzubauen. Beide Eltern sind in einem Lernprozess, auch die Kindsmutter.

Aufgrund der Verweigerungshaltung der Kindsmutter muss ein Gericht entscheiden, wie der Umgang zu gestalten ist. Sie ist nicht in der Lage gemeinsam mit dem Vater in der Trennungssituation dem Kind einen ausreichenden Umgang zu ermöglichen.

Sie wird hoffentlich ihrer Verantwortung gerecht werden und an ihren Aufgaben wachsen.
VG,
Tsubame.





Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 26. März 2017, 12:24:39
So, nun liegt die Stellungnahme des VB vor.

Die Person hat mit beiden Eltern gesprochen, mit der Mutter der KM und der Krippe.
Da die Mutter der KM dem KV nicht wohlgesonnen ist, ist deren Aussage natürlich nicht ansatzweise neutral und kann auch keinerlei Bewertung der Beziehung zwischen KV und Kind treffen, weil nie dabei.

Zudem sind die aktuellen Umgangszeiten falsch angegeben. Derzeit 9h alle 2 Wochen,  VB schreibt mehrmals etwas von wöchentlichem Umgang.

Was macht man mit so einem Wisch?


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 28. März 2017, 09:22:14
Gestern legte mir mein RA noch ein Schreiben von der Gegenseite vor. Datiert vom 09.03. und über das Gericht vermittelt. Ich hatte also einen Tag Zeit mich mit dem Inhalt zu beschäftigen.
Den Inhalt kann man mit einerm Wort beschreiben: Schlammschlacht.

Heute 13.00 ist die Verhandlung am FamG. Ich geh davon aus, dass die Gegenseite mit Dreck wirft und nach dem Schreiben des VB wird es nicht den gewünschten Umgang geben.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Susi64 am 28. März 2017, 10:01:27
Hallo,

bezüglich der Stellungnahme der VB sollte Dein Anwalt klarstellen, dass die Umgangszeiten unrichtig sind und die Mutter der KM als nicht unabhängige Kontaktperson einszutufen ist.
Bei falschen Anschuldigungen Ruhe bewahren, nicht mehr als nötig sagen Deinen Anwalt machen lassen.
Es ist nicht klar wie das Gericht die Sache einschätzt, aber eine zu emotionale Beteiligung deinerseits macht die Sache in aller Regel schlimmer.

VG Susi


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 28. März 2017, 11:17:45
Das habe ich gerstern mit dem RA schon besprochen. Ich halte erstmal das Plädoyer "warum wir hier eigentlich sind" und er wird dann an die Gegenseite und VB Fragen stellen bzw. deren Aussagen gerade rücken.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Dat_Eulchen am 29. März 2017, 15:22:37
Und, wie lief es???


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 29. März 2017, 17:23:42
Fazit

Von derzeit 9h an einem WE-Tag alle 2 Wochen wird wie folgt erhöht:
alle 2 Wochen Samstag 9h u. Sonntag 9h
und einen Tag (wenn keine Einigung möglich gibt es einen Fixtermin) in der Woche hole ich ihn von der Krippe ab und bringe ihn dann später heim. Also auch nochmal ca. 2h.

Beide Eltern (Pflichtsache) gehen zur Beratungsstelle und lernen dort das kommunizieren neu. Dort wird dann auch das Thema Übernachtung, Urlaub u Feiertage thematisiert.
Sollte bis 30.06. kein spürbarer Fortschritt zu sehen sein, gehts zurück zum Richtertisch.

Die Schlammschlacht der KM war dem Richter egal bzw. ist er nicht darauf eingestiegen. Der gegn. RA war der Knaller.
Erst sprach er das Wechselmodell unbeabsichtigt an, dann wollte er nicht davon gesprochen haben.
Zudem sagte er wortwörtlich, dass ich nicht in der Lage bin für meine Sohn zu sorgen.  :thumbdown: Meine Antwort in bester Gerichtsmanier: reine Spekulation  :)

Mein Anwalt meinte, dass die Gegenseite ziemlich gekocht hat...

Nun ja, jetzt gilt es die Details zu besprechen und auch die Beratung nutzen um endlich Ruhe rein zu bekommen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 31. März 2017, 07:48:34
Moin.

Finde ich eigentl gar nicht so schlecht - angesichts der Vorgeschichte. Und letztlich sehr stark in die Richtung, was wir Dir bereits im verg. Herbst geraten haben.

Über die recht lange Zeit bis 30.6. kann man sich aufregen - lohnt aber vermutlich nicht.
Aber es geht dabei ja nicht um ein Ausprobieren für das Kind, sondern das die Eltern lernen miteinander zu kommunizieren und Übernachtungen, urlaub und Feiertag selbst auskaspern - was natürlich besser ist, wenn es denn klappt. Ansonsten gehe ich davon aus, dass der Richter es (im Sinne des Kindes und Deiner Wünsche) festlegen wird. und dies auch unmissverständlich klar gemacht hat. Vielleicht hat KM es ja kapiert... ansonsten wirst Du vermutlich feststellen, dass KM im Sommer mit allerlei Dreck schmeißt. Cool bleiben...

toto 


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 31. März 2017, 12:59:01
Hallo,

Ich bin auch der Meinung, dass das ein gutes, ausbaufähiges Ergebnis ist.
Jetzt muss dieser "Umgang" so schnell wie möglich umgesetzt werden. Gab es einen Zeitpunkt, ab wann das so laufen soll ?

Der Richter gibt Euch in einem zweiten Schritt die Möglichkeit, Euch ohne Gericht zu einigen. Hoffentlich kommt die KM zur Vernunft. Lass Dich nicht über den Tisch ziehen und bleibe immer ruhig und freundlich.

VG,

Tsubame


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 31. März 2017, 14:51:07
Die zeitliche Umsetzung der Vereinbarung wurde leider bei Gericht nicht besprochen. Ich habe aber bereits eine Lösung mit der KM gefunden um die Vereinbarung in den bisherigen Rhythmus einzufügen.

Ansonsten setze ich halt viel Hoffnung auf die Beratung.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 31. März 2017, 16:40:17
Das ist doch schon ein Fortschritt, wenn ihr hier gemeinsam eine Einigung gefunden habt.
Das wird schon.
VG,
Tsubame


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 02. Mai 2017, 12:44:02
Hier mal ein kleiner Zwischenbericht.

Die Erweiterung der Umgangszeiten haben eine deutliche Verbesserung der Vater-Sohn Beziehung bewirkt. Er taut viel schneller auf und wirkt insgesamt entspannter.

Das Info- Buch wird von beiden Eltern geführt. Auch wenn die KM Infos rein schreibt, die erst nach Rückgabe am So geschehen. Also seh ich sie erst beim nächsten Umgang. Aber es sind eh wieder nur indirekte Anschuldigungen ala "schläft schlecht", "isst nur wenig"...

Was eher ein Problem ist: sie sieht das Buch als Dauerzustand an und zweifelt den Sinn des Beratungsgespräches an.
Der erste gemeinsame Termin ist in 2 Wochen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 02. Mai 2017, 13:55:27
Moin.

sie [...]zweifelt den Sinn des Beratungsgespräches an.
Der erste gemeinsame Termin ist in 2 Wochen.

Naja, zweifeln kann sie ja. Aber das war doch Vorgabe des Gerichts. Also mach Dir zunächst keine Gedanken darüber was sie wohl denkt. Sei bereit das Gespräch zu führen. Wenn KM sich dem Gespräch entzieht oder nicht konstruktiv mitarbeitet, sollte das festgehalten werden.

sie sieht das Buch als Dauerzustand an
Ist doch nicht schlimm. Ich führe mit der KM von unserem Kind im WM seit 7 Jahren oder so ein solches Buch. Das hilfrt auch mal Infos dem anderen mitzugeben, die trotz guter Kommunikation bei Übergabe oder zwischendurch via Email/ WA auf der Strecke bleiben! Natürlich darf in Deinem Fall das Buch nicht das Beratungsgespräch ersetzen!

Auch wenn die KM Infos rein schreibt, die erst nach Rückgabe am So geschehen. Also seh ich sie erst beim nächsten Umgang. Aber es sind eh wieder nur indirekte Anschuldigungen ala "schläft schlecht", "isst nur wenig"...
Das verstehe ich jetzt nicht  :puzz:
Die Info, dass das Kind schlecht geschlafen hat oder nur wenig gegessen hat, ist doch genau so etwas, was dort festgehalten werden. Dann weisst Du, dass Du darauf achten sollst, wenn das Kind bei Dir ist. Und umso schöner, wenn Du dann reinschreiben kannst, dass beides bei Dir nicht aufgetreten ist, das Kind viel Spaß mit und bei Dir gehabt hat und nun gesund und propper und frisch gebadet zurückgegeben wird.

Die Erweiterung der Umgangszeiten haben eine deutliche Verbesserung der Vater-Sohn Beziehung bewirkt. Er taut viel schneller auf und wirkt insgesamt entspannter.
:thumbup: :thumbup:

toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 02. Mai 2017, 15:04:02
Hallo,

Das sind doch gute Nachrichten.

Die sogenannten "Verhaltensauffälligkeiten" des Kindes insbesondere wenn es "vom anderen wiederkommt“ sind ein wohlbekanntes Phänomen. Schlechtes Einschlafen/Durchschlafen in der darauffolgenden Nacht ist so ein Phänomen, aber nicht das Einzige.

Schnell konstruiert sich aus dieser Beobachtung die Idee, der Kontakt mit dem anderen Elternteil müsse in irgendeiner Form belastend oder sogar schädlich für das Kind sein. Meist unbegründet.

Kinder müssen die Situation Trennung erst verarbeiten und insbesondere wieder Sicherheit finden, dass beide Eltern nach wie vor erreichbar sind, dass niemand verschwindet, niemand verloren geht.

Deshalb sind sinnvolle, zeitgemäße Umgangsregelungen hierbei ebenso hilfreich wie bindungstolerantes Verhalten der Eltern gegenüber dem jeweils anderen Elternteil und eine kooperative Elternebene, auf der Mutter und Vater im Sinne des Kindes trotz Trennung konstruktiv miteinander umgehen können. Konflikte zwischen den Eltern, Abwertungen des anderen Elternteils, Vorwürfe oder auch stete Bekundungen, wie sehr man das Kind doch vermisse, wenn es fort ist, erschweren dem Trennungskind die Situation erheblich und halten es in steter Sorge und Unsicherheit.

Die wichtigste Erkenntnis ist jene, dass solchen Verhaltensauffälligkeiten, die vornehmlich durch Verlustängste entstehen, auf gar keinen Fall mit einer Reduktion des Kontaktes zu einem Elternteil ( also in diesem Fall zu Dir) begegnet werden darf. Oft wird hier projeziert, dass die Belastung des Elternteils durch die Auffälligkeit des Kindes auch eine Belastung des Kindes durch ein "zu viel" sein müsste, denn dem Elternteil ist es "zu viel".

Oft ist das Gegenteil der Fall, grade bei Auffälligkeiten immer nach Rückkehr zum betreuenden Elternteil. Gerade dann kann oft eine konkrete und zeitnahe Ausweitung der Kontakte mit dem anderen Elternteil zu einer deutlichen Entspannung des Kindes führen, weil Verlustängste (also Dir gegenüber) abgebaut werden.

Wie könnt Ihr Eurem Kind helfen ? - umfangreiche Betreuung durch Dich - ein sogenanntes Übergangsobjekt, also ein Gegenstand, welches das Kind daran erinnert, dass beide Eltern da sind : z. Bsp. ein Teddybär, den Ihr gemeinsam mit dem Kind genau zu diesem Zweck kauft und das mit dem Kind wechseln kann oder auch ein in diesem Fall von Dir gertragenes Kleidungsstück zum Kuscheln und Schnuppern.

Das Umgangsbuch ist meiner Meinung nach sehr wichtig und sollte weitergeführt werden.

Wie @totoHH schon schrieb, ist das Beratungsgespräch eine Vorgabe des Gerichtes und diese Möglichkeit einer Verbesserung der Kommunikation sollte von Euch beiden wahrgenommen werden. Eltern, welche sich verstehen sind gut für das Wohl des Kindes (siehe oben). Das sollte die KM im Blick haben.

VG,

Tsubame.




Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 02. Mai 2017, 16:24:05
Die KM betrachtet das Buch als alleiniges Kommunikationsmittel zw den Eltern.
Und ihre Nachträge sind eher als Anklage zu deuten als ein Hinweis für mich. Das kommt schon mit der Anzahl der Ausrufezeichen rüber.
Nach dem Motto: seht was hier schief läuft wenn das Kind nicht bei mir ist.
Ist zwar totaler Quatsch, aber was solls.
Gestern stand etwas drin, das sein Hintern entzündet sei u ich nicht eingecremt habe.
Unter Zeugen fand ich eine kleine Rötung. Man kann aber auch echt nen Elefanten aus ner Mücke machen. 


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 02. Mai 2017, 17:56:30
Nach dem Motto: seht was hier schief läuft wenn das Kind nicht bei mir ist.
Ist zwar totaler Quatsch, aber was solls.
Gestern stand etwas drin, das sein Hintern entzündet sei u ich nicht eingecremt habe.
Unter Zeugen fand ich eine kleine Rötung. Man kann aber auch echt nen Elefanten aus ner Mücke machen. 

Lass Dich nicht ärgern.
Cremst Du noch ein bisschen ein. Und gut ist.

Und wenn es extrem kommt, dann kann natürlich das Buch (zunächst) eine weitere mdl. Kommunikation ersetzen Aber das soll dann bitte schön die Beratung entscheiden.

Denn dies
Dort wird dann auch das Thema Übernachtung, Urlaub u Feiertage thematisiert.
Sollte bis 30.06. kein spürbarer Fortschritt zu sehen sein, gehts zurück zum Richtertisch.
kann ja wohl kaum über das Buch geregelt werden.
Ich wäre an deiner Stelle recht entspannt und gute Miene zum Spiel machen  :wink:
.
Toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 02. Mai 2017, 18:31:34
Ja, mittlerweile seh ich das auch entspannter. Auch wenn die Anschuldigungen weh tun.
Ich setze große Hoffnung in die Beratung. Die Dame dort ist Psychologin und wird schon im Sinne des Kindes aktiv werden. Und somit auch in meinem Sinne.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 02. Mai 2017, 18:58:25
Die KM betrachtet das Buch als alleiniges Kommunikationsmittel zw den Eltern.
Und ihre Nachträge sind eher als Anklage zu deuten als ein Hinweis für mich. Das kommt schon mit der Anzahl der Ausrufezeichen rüber.
Nach dem Motto: seht was hier schief läuft wenn das Kind nicht bei mir ist.
Ist zwar totaler Quatsch, aber was solls.
Gestern stand etwas drin, das sein Hintern entzündet sei u ich nicht eingecremt habe.
Unter Zeugen fand ich eine kleine Rötung. Man kann aber auch echt nen Elefanten aus ner Mücke machen. 

Ich habe schon verstanden, dass die KM das Heft als Anklageschrift gegen Dich ansieht und ihre Fähigkeit mit Dir zu kommunizieren sich darauf beschränkt. Das ist aber ihr Problem, welches Du dann in dem Beratungsgespräch thematisieren wirst. Dann wird man sehen, ob sie in der Lage ist, ihr Defizit zu erkennen, es sich einzugestehen und sich zum Wohle des Kindes zu ändern. Der Richter hat ihr/Euch hier eine Chance gegeben, welche vernünftige Eltern ergreifen. Ergreift Sie diese Chance nicht, ist das ihr Pech. Du gehst Deinen Weg mit Sohn weiter.

Du wiederum musst an Dir arbeiten und Dein Selbstbewusssein und Selbstvertrauen aufbauen. Es ist völlig egal, was die KM von Dir denkt und was sie schreibt. Im Ernst, ihr Verhalten ist doch lächerlich. Du siehst doch, wie Dein Sohn jetzt beginnt, eine gesunde Bindung zu seinem Vater aufzubauen und zu leben. Zieh Dein Ding durch und denke nicht daran, was die KM dann wieder schreiben wird. Wenn Du mit Deinem Sohn zusammen bist, gibt es KM nicht.

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 03. Mai 2017, 08:38:13
Moin Sams.

Du schriebst in einem anderen Thread:
So ein Exemplar an KM habe ich auch. Die ist extrem übervorsichtig. Da kommt man mit vernünftigen Argumenten nicht weit.

Ich würde Dich gerne darauf aufmerksam machen, dass "Deine KM"  nicht übervorsichtig sonder besitzend ist.
Führe Dir das bitte vor Augen! Du musst nicht auf sie Rücksicht nehmen. Selbst bei eigener Vorsicht und dem Versuch das Kind in Watte zu packen, wirst Du sie nicht gewinnen.
Sie will das Kind und die Macht besitzen!  :mad:
Und ja, auch da werden Dir die vernünftigen Argumente sie zu überzeugen ausgehen.
Aber deshalb umso wichtiger:
Du wiederum musst an Dir arbeiten und Dein Selbstbewusssein und Selbstvertrauen aufbauen. Es ist völlig egal, was die KM von Dir denkt und was sie schreibt. Im Ernst, ihr Verhalten ist doch lächerlich. Du siehst doch, wie Dein Sohn jetzt beginnt, eine gesunde Bindung zu seinem Vater aufzubauen und zu leben. Zieh Dein Ding durch und denke nicht daran, was die KM dann wieder schreiben wird. Wenn Du mit Deinem Sohn zusammen bist, gibt es KM nicht.

Kleiner Gedankenanstoß zur Wochenmitte  :wink:

Gruß. toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 25. Juni 2017, 17:41:51
Dann will ich hier mal den aktuellen Stand übermitteln.

Es gab ein erstes gemeinsames Gespräch bei der Beratungsstelle.
Jeder sollte die Punkte ansprechen, die in der Beratung angegangen werden sollen.
Okay, von ihr kamen letztlich nur Vorwürfe, die nur in die Vergangenheit führten. Das war nur eine erneute Abrechnung bzw. der Versuch davon.

Ich habe Sachen angesprochen, wie
- Kind wurde mal von ihrem neuen LG übergeben, ohne mich vorher zu informieren.  (sie hatte sich den Fuß geprellt) Sie sah es nicht für notwendig, mich zu informieren. Ich kenne weder den Typ noch will ich Infos an sie über ihn übermitteln.
- Kind sagt Papa zu LG und sie unterbindet es nicht
- Gesundheitsanfragen meinerseits werden ignoriert oder stark zeitversetzt beantwortet

Das erste Gespräch war ein Schlagabtausch, aber ich denke, dass man dort im Gespräch etwas erreichen kann.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 25. Juni 2017, 17:59:10
In den letzten Wochen ist es recht ruhig und ich traue nicht so recht dem Frieden. Manchmal ist sie sehr freundlich und es kommt ein kleiner Smalltalk zustande.
Das macht mich misstrauisch.

Aktuell gab es ein Vorkommnis, da brauch ich eure Einschätzung.

Gestern konnte ich den Umgang nur nachmittags wahrnehmen, aufgrund eines betrieblichen Lehrgangs.
Sie war bereits seit 2 Wochen darüber informiert. Zuletzt haben wir am 21.06. vereinbart, dass ich ihn nach dem Mittagsschlaf abhole. Sie schickt ne SMS wenn er wach wird.
Okay, soweit gut.
Laut ihrer Aussage legt sie ihn Punkt 12.00Uhr hin und er schläft i.d.R 2-2,5h. Manchmal ein bissel länger. Geht aber dafür um ca. 18Uhr schon ins Bett.

Also fahre ich zu ihrem Haus und schreibe ihr 14.50 das ich bereits vorm Haus stehe. Kurz nach 15Uhr kommt per SMS die Antwort, dass er noch schläft und es ca. 20min noch dauert.
Zudem war er vorher im Zoo und war knülle/fertig.

Kurz vor 15.30 kommen ihre Großeltern mit dem Kind angefahren. Er hat gar nicht im Haus geschlafen, sondern bei denen.
Wäre auch alles nicht so relevant, aber ich muss ihn ja 17.00 bereits zurück bringen.
Man hat also mit ihm etwas anstrengendes unternommen, worauf er länger schläft und ich habe somit weniger Zeit mit ihm.
Das hat mich masslos geärgert. 

Kind wollte natürlich nicht mit mir mit, weil ihn die Situation überforderte. Er wollte von den Großeltern direkt zu Mama. Er weigerte sich richtig und weinte.
Einen dummer Satz von Oma habe ich ignoriert. Aber als die KM zum Kind sagte, dass er "mit muss" und dann mich nicht Papa nannte, sondern nur meinen Rufnamen, war ich kurz vorm austicken.
Ich habe ihn dann auf den Arm genommen und zu ihm gesagt, dass wir jetzt Ball spielen und ein Eis essen könnten. Hab ihn verabschieden lassen und als er bei mir im Auto saß, hat er sich schnell beruhigt.



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Lausebackesmama am 25. Juni 2017, 18:43:45
Dass er den Neuen Papa nennt würde ich klären.

Den Vorfall aber würde ich nicht hoch hängen. Du warst zum regulären Umgang verhindert und diese Zeit hat jemand Anderes abgedeckt. Da jetzt eine Absicht zu unterstellen, dass die Beschäftigung des Kindes bewusst so gestaltet wurde, dass er a) zu platt war und b) seine Schlafzeit manipuliert wurde, finde ich etwas weit her geholt.

Oder anders: es kann auch dir passieren, dass KM nach deinem Umgang den Zustand des Kindes ausbaden muss. Zumal viele Kinder in dem Alter nicht wie ein Uhrwerk schlafen.

Klär das mit "Papa" und vergiss den Nachmittag.

LG LBM



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 25. Juni 2017, 19:01:25
Das wäre ein Fall für die nächste Beratung Anfang August. Ich hatte es ja beim Erstgespräch bereits auf die Agenda gesetzt.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Susi64 am 25. Juni 2017, 19:22:55
Hallo,

es tut mir leid für Dich. Das war ganz großes Theater. Du hast aber abolut richtig gehandelt und den Umgang durchgeführt.  :thumbup:
Du kannst aber sicher sein, dass die KM das auch thematisieren wird.

Den Rest würde ich auch erst einmal abhaken. Wer hat Dich beim Vornamen genannt? Die KM? Was sagt denn Dein Sohn?

VG Susi


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 25. Juni 2017, 20:04:41
Die KM sagte, dass er mit XXX mit gehen solle.
Sie hat nicht Papa gesagt.
Das Kind sagt ausschließlich Papa zu mir.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 25. Juni 2017, 22:20:42
Hallo,

Schön, dass Du dem Kind gezeigt hast, dass es nicht seine Aufgabe ist, zwischen Mama und Papa zu entscheiden. Papazeiten sind Papazeiten. Sobald er im Auto bei Dir war, war die Welt in Ordnung.

Dass der neue Lebensgefährte das Kind übergibt, würde ich nicht kritisieren. Je entspannter Du mit der Situation umgehst, umso entspannter ist das Kind. Begrüsse den Mann mit seinem Namen (Kind lernt, dass Papa ihn X nennt), bedanke Dich und gut ist es. Habt Ihr noch das Umgangsbuch ?

Atme die Oma weg. Sie ist die Mutter von der Mutter. Du kannst den Herrschaften aber auch den Wind aus den Segeln nehmen und sie nach irgendwelchen dummen Aussagen Dir gegenüber einfach loben. So vielleicht : "Das ist ja schön, Sohni, dass Oma und Opa mit dir im Zoo waren." Auch hier gilt, sei entspannt - das Kind fühlt das - aber setze Deine Anliegen um.

Bei der nächsten Besprechung würde ich die Übergaben thematisieren. Die Kindesmutter und Du, Ihr müsst kooperieren. Das tat letztere hier nicht. Sie erschwerte dem Kind die Übergabe, da sie Dich absichtlich mit Deinem Vornamen ansprach. Das ist dem Kind gegenüber hinterhältig. Du sagst ja zum Kind auch nicht, jetzt bringe ich Dich zu Ursula zurück. Sie versucht ihn auch zu manipuliere, mit dem Wörtchen "muss".

Dass Kind den Lebensgefährten als Papa anspricht, würde ich thematisieren, in dem ich frage, warum das nicht von der KM oder dem Lebensgefährten korrigiert wird. Gibt es dafür einen Grund ? Will die KM oder der Lebensgefährte das so ? Wird letzterer dem Kind als Papa vorgestellt ? Musst Du dann darauf hinarbeiten, dass das Kind Deine Lebensgefährtin mit Mama anspricht, falls mit dem Kindeswohl argumentiert wird ?

Falls Ihr das Umgangsbuch noch habt, sollte die KM alle wichtigen Sachen notieren (Arzt etc.). Aber ich würde mich selbst bei dem Arzt vorstellen und mich regelmässig  informieren. Das ist Deine Aufgabe als Vater.

Die Hauptsache aber ist, dass die Umgänge stattfinden. Und dass es bald zu den Übernachtungen kommt.

Falls die Kindesmutter in den Elterngesprächen mit mangelndem Vertrauen zu Dir argumentiert, frage zurück, ob sie glaubt, dass Du Vertrauen in sie haben kannst, was Euer gemeinsames Kind anbelangt.

VG,
Tsubame




Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 02. August 2017, 19:50:18
Ich möchte euch über den aktuellen Stand informieren. Mittlerweile gibt es Neuigkeiten, die es in sich haben.

Es gab ja eine gerichtliche Einigung, worin sich beide Eltern einer Beratung unterziehen. Umgangsbuch ebenso.
Die Frist zum 30.06.2017 wurde gesetzt, damit beide Eltern sagen können wie es weitergehen soll. Entweder fruchtet die Beratung und das Verfahren kann eingestellt werden. Oder die Frist muss verlängert werden. Oder beide brechen ab und es geht zurück vor Gericht. Soweit haben das Verfahrenspflegerin (VP), Beraterin, mein RA und ich verstanden.
Da bis dato nur ein (1) Beratungstermin möglich war, haben mein RA und ich bei Gericht eine Fristverlängerung beantragt, weil keine wirkliche Aussage möglich.
Bis hierhin ist noch alles einigermaßen verkraftbar.

Jetzt kommts.  :note:
Die KM hat sich eine neue RAin genommen und einen Antrag auf Abänderung des Vergleichs eingereicht. Der Antrag ist vom 27.6.
Darin wird einerseits die zeitliche Begrenzung des Vergleichs angenommen (der wurde erst vor 3 Monaten getroffen) gleichzeitig die Beratung als überflüssig angesehen und die Kommunikation der Eltern als sehr gut bezeichnet.
Man beruft sich also auf einen Vergleich, der im selben Schreiben als nicht mehr gültig angesehen wird.
Aber es geht noch besser. In dem 23-seitigen Antrag plus Fotos wird im Grunde behauptet, dass ich das Kind schlagen würde und ihn so einschüchtern würde, dass er teilweise stottert.
Die RAin nimmt einfach etwas an, spekuliert und konstruiert etwas hinein und schwups wird da ne Wahrheit darauf. So ist ihre Argumentation.
Absoluter Müll wird da konstruiert. Und die Fotos zeigen ein weinendes, nacktes Kind, wo ein roter Fleck am Arm mit Zollstock vermessen wird. Darauf stützt die ganze Gewaltargumentation.  :knockout:
Einfach nur Wahnsinn.

Meine LG ist bei fast jedem Umgang dabei und kann 100% bezeugen, dass ich mit meinem Kind korrekt umgehe. Es gibt keinerlei Anlaß für so eine Unterstellung.
Der Richter hat den Antrag bereits kommentiert und schrieb sinngemäß " wenn die Kommunikation ja so toll ist, wozu dann der Antrag?".
Auch das JuA hat Mitte Juli Stellung genommen und fragt "Wenn die Sache so wichtig ist, hat denn die KM die Sache in der Beratung angesprochen? Die Kommunikation ist ja so toll."

Aufgrund weil das Kind natürlich gestresst ist und Angst vor diesem Wechsel hat, zeigt er das natürlich auch und will nicht zu mir.
Klar, der neue LG der KM wird als Papa installiert und damit ist seine Welt sauber. Und logisch will er nicht hin und her gerissen werden. Das verkraftet er einfach nicht. Er will nicht unterscheiden müssen ob er Papa oder Mama lieber hat. Oder den neuen Papa. Er will nicht Angst haben müssen, warum der eine/ die eine mal da ist und mal nicht. Das ist einfach alles zu viel für ihn.

Nur leider sieht die KM nicht die wahren Hintergründe. Sie sieht nur: Kind kommt von KV zurück, ist aufgelöst, in sich gekehrt. Schläft schlecht, hat Albträume usw.
Daher hat sie in ihrem Antrag den Umgang deutlich reduziert. Sa u So jeweils von 8-12. Noch mehr Wahnsinn.

Und wenn ich mich nicht ihren neuen "Vorschlag" zustimme, bekomm ich ihn nicht.
Aber für mich zählt der immer noch gültige Vergleich und daran halte ich mich.
Das bedeutet nun auch, dass bereits seit Androhung der Sanktionen der Umgang zweimal ausgefallen ist, weil Kind und KM nicht da.

Es gibt nun einen (letzten) Versuch der VP und des JuA. Am nächsten Dienstag gibt es einen Termin zwischen VP, JuA, KM und mir. Sollte es zu keiner Einigung kommen, geht der Spaß zurück vor Gericht.
Ich habe heute mit der VP telefoniert ( zweiter Umgang ausgefallen). Sie ist mittlerweile nicht mehr so neutral, weil sie die Aussagen der KM nicht mehr für bare Münze nehmen kann.
Einerseits sagt die KM der VP Dinge zu um dann durch ihre RAin eine andere Version verlauten zu lassen.


 







Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wegnachvorn am 02. August 2017, 20:31:42

Die RAin nimmt einfach etwas an, spekuliert und konstruiert etwas hinein und schwups wird da ne Wahrheit darauf. So ist ihre Argumentation.
Absoluter Müll wird da konstruiert.

Hi,

es kommt gerade genauso, wie ich es Dir vor einem halben Jahr unter Beitrag  Nr. 99 geschrieben habe...
Deine KM will NICHT!

Also musst Du jetzt schwerere Geschütze auffahren...
Dazu hatte ich Dir einen Formulierungsvorschlag unter Beitrag Nr. 100 geschrieben.

Worauf wartest Du.
Ich würde jetzt Vollgas geben - sonst hast Du bald keinen Umgang mehr!

Alle einschalten!

Gruß
WNV


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Papa Markus am 03. August 2017, 08:25:41
Hallo Samson1978,

ohne jetzt noch einmal den gesamten Chatt zu lesen und auch auf die Gefahr hin, dass sich mein Rat wiederholt...Nimm alle dir zur Last gelegten Vorwürfe erst einmal als bloße Behauptung gegen dich auf. Glaube mir, deutsche Richter kennen ihr (Mutter-) Klientel und auch den (scheinbar standardisierten) Vorwurfskatalog. Also keep Calm! Ich weiß es ist nicht einfach (habe selbst einen unsäglichen Kriegt hinter mir mit 6 bis 8 Prozessen, Amtsgericht, Landgericht, Oberlandesgericht, Umgangspflegschaft, Gutachter) aber am Ende wirst du Umgang haben, ob DIE will oder nicht :-)

Was ich in meiner an Unglaublichkeiten strotzender Schlacht aber unterlassen habe ist es, gg. solche Behauptungen eine Unterlassung anzustrengen. Mein Rat also...wird eine bewusst unwahre Behauptung oder eine in der Art gestaltete Behauptet, welche dazu geeignet ist dich zu diskreditieren aufgestellt, muss dies auch belegt werden. Ansonsten muss eine Unterlassung gg. Geldauflage unterzeichnet werden. Mein Tipp (auch für deine Nerven), sprich dies mit deinem RA durch und mache dies auf jedenfall. Achte aber darauf, dass viele Familienawälte faule Schweine sind. Vergiss nicht, es ist für die lediglich ein Job. Also kann es passieren, dass man es versucht dir auszureden. Da diese Behauptungen Abstrakt sind und den Bereetich des StGB tangieren, rede mal mit einem Anwalt aus diesem Fach darüber...wetten der hört sich anders an?!

Bei mir waren es angeblich Drogen, Alkohol, Gewalt etc. Und ich habe lediglich gesagt, nein, stimmt nicht. Die log dauernd weiter. Glück gehabt, dass mein Richter den standardisierten Lügenkatalog kennt. Damit aber solchen Gifthexen endlich ein Riegel vorgeschoben wird, solltest du DIE da treffen wo es am meißten weh tut...es ist meißt gar nicht das Kind, sondern das liebe Geld. Unterlassung mit Androhung einer Geldstrafe.

Ferner verstehe ich das Pamphlet der nassgeschwitzten RAin deiner Ex nicht..."ihr habt eine hervorragende Kommunikation" (du und die Ex) aber anscheinend schlägst du das Kind (nach deren Aussage)...Na wenn deine Ex immer noch "Dicke" mit dir ist nachdem du das Kind misshandelt haben sollst, scheint ja hier auch ein geistiges Vakuum vorhanden zu sein.

Und Scheißhausparolen, wie...wenn du nicht zustimmst, dann bekommst du das Kind nicht mehr zu sehen, dem schiebst du natürlich auch einen Riegel hervor in dem du alle Vereinbarungen mit DER titulierst. Einmal so einen herrischen Anflug und es kostet ganz schnell mal einige hundert Euro bis 25.000 ;-) ALSO...ALLE VEREINBARUNGEN AM ENDE PER DURCHSETZBARKEIT BEI GERICHT BEANTRAGEN OB DIE WILL ODER NICHT!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

HÖRT ENDLICH AUF MIT DEM GUMBA JA MY LORD-LAGERFEUERROMATIK ZEUGS

Zu was eine Frau in der Lage ist vor lauter Hass habe ich bitter lernen müssen. Ihr werdet sicherlich euer ganzes oder den größten Teil eures Hab und Gut verlieren aber was ist den die Kehrseite? Eure Kinder!
Also alles gerne einmal anbieten (Lagerfeuergespräche, Namen singen und Klatschen, etc.) und dann die nächste Eskalationsstufe zünden. Man ziel mit Raketen auf uns und wir setzen uns sicherheitshalber in ein Zelt  :puzz:

Es mag sich sehr rabiat anhören und bei dem einen oder anderen Norwegerpulliträger von uns Kopfschütteln verursachen, es mag auch daran liegen, dass ich nach nun über zwei Jahren endlich ein Gutachten vorliegen habe aus dem hervorgeht, dass DIE nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, ebenso der Anwalt von DER klare Anzeichen von Verwirrung aufweist...aber so what...Meine Kinder (3, 8) sehe ich nun jede Woche Mi auf Do sowie alle zwei Wochen Fr bis So. Sowie die halben Ferien.
Der Antrag DIESES BIESTES lautete Umgang ganz aussetzen und ihr das alleinige Sorgerecht übertragen. Noch ein Tipp...da diese Frauen meißt staatlich allimentiert werden und nachdem ihr inzwischen aufgrund der Anwaltskosten verarmt wurdet...denkt bitte daran weiter im Hintergrund zu prüfen ob diese Frau an GEld gelangt. Bis auf ein Sockelbetrag, muss die Allimentierte in den nächsten vier Jahren alles an das GEricht zurückzahlen (Bspw. kann sowas passieren wenn ihr eine gemeinsame Immobilie mit Gewinn verkauft...da wird schnell Vermögen frei was die Dame für ihre Kriegsgeilheit zu Lasten der Kinder dem Staat erstatten darf) Ebenso muss sie das freiwillig angeben...wenn DIE das nicht macht wird es gar ein Fall für den Staatsanwalt. Man darf solche Veräußerungsgewinne gerne dem Rechtspfleger am Familiengericht mit genau diesem Hinweis nennen...ich habe es gemacht. ca. €16.000 Euro wird meine geliebte EX nun an die Gerichtskasse nachzahlen.
Ein kleiner Trost für die seelischen Schäden die allen entstanden sind...

Also gib nicht auf Samson...wichtig ist, dokumentiere alles sauber. Das Kind wird es irgendwann lesen wollen und sich sein Bild machen. Viele Mütter werden so irgendwann einsam Alt werden


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 03. August 2017, 18:48:53
Also wenn der Richter, das JuA und die VP die Argumentation der KM befremdlich finden, wird doch wohl die KM nicht völlig frei agieren können. Das die RAin einen großen Sprung im Keks hat, ist ja eindeutig.
Meine Hoffnung legt sich auf eine zielgerichtete Diskussion am Dienstag, wobei die Ergebnisse schriftlich fixiert werden. Nicht das die KM oder deren verrückte RAin im Nachhinein wieder was anderes interpretieren.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 08. November 2017, 10:32:06
Nur mal der Vollständigkeit halber der Wortlaut der gerichtlichen Vereinbarung vom 17.10.2017.

Zitat
Dem Vater wird ein Umgang mit dem gemeinsamen Kind wie folgt gewährt.
Alle 14 Tage von Sa 8-15Uhr und am So von 9-16Uhr, in den geraden Wochen
Zudem jeden Mittwoch nach Kita bis 17.30Uhr
Darüberhinaus besteht die Möglichkeit, diesen Umgang auch für den Fall, dass sich der KV ggü der KM dahingehend äußert, ausgedehnt werden kann und der Vater das Kind als Mittagskind von der Kita abholt.
Hierfür wird ausdrücklich eine Verständigung zw den Eltern erfolgen (mind 1 Woche vorher).

Die Eltern sind einig, dass perspektivisch die ÜN des Kindes beim KM spätestens ab April 2018 ins Auge gefasst wird.
Eine konkrete Ausgestaltung wird zw. den Eltern vorgenommen werden. Die Eltern werden hierzu enstprechende Gespräche führen.

Das Thema Beratungsstelle wurde ja vehement von der KM verweigert. Die Ausredenliste ist länger als das Vorstrafenregister von Al Capone.


 
 


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 08. November 2017, 10:38:10
Nachdem es nun aufgrund der Verschiebung von ungerade zu gerade Woche Terminschwierigkeiten bei mir gab, musste ich den Umgang am letzten WE ausfallen lassen, weil ich einen lange gesetzten Termin nicht verschieben konnte.
Diese Info und auch die Ankündigung zur Abh als Mittagskind liegen ihr seit 19.Okt per Email vor.

Nun kam diese Email am 5.11. und letztlich wollte ich ihn heute abholen, aber er ist nicht in der Kita.

Zitat
bei meinem Einverständnis für die Mittagsabholung am 08.11.17 bin ich davon ausgegangen, dass Du den Umgang am vergangenen WE wahrnimmst.
Da Du den Umgang (4.11./5.11.) hast ausfallen lassen, würde es für *** eine große Umstellung bedeuten, die nicht seinem Wohl entspricht. Er hätte Probleme damit, sich von null auf hundert auf einen außerplanmäßigen GanztagsUmgang einzustellen, zumal er sich in letzter Zeit des öftern äußert, von Dir nicht abgeholt werden zu wollen.
Daher kommt keine Einigung hinsichtlich der Mittagskindabholung gemäß Gerichtsprotokoll vom 25.10.17 zustande. Du kannst jedoch *** gern am Mittwoch 16:00 Uhr von uns zu Hause abholen.

Hier dreht doch jemand völlig frei und interpretiert die gerichtliche Vereinbarung nach eigenem Ermessen. Hier werden Sachen zusammen geworfen, die nicht zusammenpassen und auch kein Grund sind den Umgang eigenmächtig zu gestalten.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 08. November 2017, 11:43:35
Hallo,

Dokumentieren und wegatmen. Hol das Kind heute ab. KM ist ... wie sie ist. Bindungsintolerant.

Ich würde diese Mittagsabholung so oft es geht wahrnehmen. Bei dreimaligem nicht kooperativen Verhalten der KM dann die notwendigen Stellen anschreiben.

Die Mittagsabholung ist nicht ausserplanmässig, so wie ich sie verstehe. Du äusserst dich dementsprechend und KM sagt ja, es sei denn sie hat mind. eine Woche vorher einen Besuch bei Tante Frieda geplant. Verständigen, Einigen, Vereinbaren sind drei Paar Schuhe.

Ich würde heute nichts sagen. Falls KM dazu etwas sagt, antworte nur, dass du dich an die gerichtliche Vereinba rung hältst und sie zeitnahe über die nächste Mittagsabholung verständigen wirst. Sagt sie irgendeinen Quatsch, dass Kind sich über das Abholen oder über sonstiges, was dich betrifft, äusserst, teile ihr freundlich mit, dass du sehr gerne mit ihr darüber bei einer Beratungsstelle, wie es der Richter wünscht, sprichst.

Was die Übernachtungen anbelangt, würde ich Gespräche darüber schriftlich ab Januar mit ihr vereinbaren.

VG,
Tsubame.

P.S. Es sollte dir immer bewusst sein, dass dein Sohn dich liebt und braucht. Er hat ein Recht zu lernen, dass er ausser seiner Mutter einem anderen Menschen völlig vertrauen kann ; dass er einen anderen Menschen ausser letzterer innig lieben kann und der ihn innig liebt. Für seine Entwicklung ist das 1000mal wichtiger als das Geschwafel der KM über "ausserplanmässig".



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 08. November 2017, 12:08:41
Danke für deine aufbauenden Worte.

Mit solchen Aktionen bestärkt sich nur das Gefühl, dass die KM Vorgaben macht und diese von ihr als Gesetz angesehen werden. Weder habe ich dabei eine Möglichkeit um einen Hebel anzusetzen, noch ist der Richter gewillt ihr Einhalt zu gebieten.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 08. November 2017, 12:42:04
Das ist leider so. Das Verhalten der KM kannst du nicht ändern. Und auch ein Richter nicht.

 Aber du kannst ändern, wie du damit und mit ihr umgehst. Dir Strategien überlegen. Aber auch Abstand gewinnen. Nicht das Kind will nicht, dass du es abholst. Die KM will das. Nicht das Kind will von dir keine Umarmung, die KM will das es so ist.
Die KM will nicht nur das Kind besitzen mit Haut und Haaren, sie will dir auch weh tun (und benutzt das Kind als Instrument). Deshalb sei ihr gegenüber immer sachlich und freundlich. Zeige ihr nie, dass du durch ihr Verhalten verletzt bist. Es gibt Fälle, wo dieses emotionale Mobbing dann langsam abgebaut wird, wenn das Opfer nicht über das Stóckchen springt. Zeige ihr in diesen Fällen indirekt, dass sie das Problem ist und ein grosses Problem hat. Wie unten beschrieben, weise sie auf den Richter und die Beratungsstelle hin.

Deine gerichtliche Vereinbarung ist sehr gut, meine ich, da sie in die Zukunft weist.

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wasserfee am 08. November 2017, 12:55:12
Samson,

es gibt einen gerichtlich gebilligten Vergleich, dessen Tinte nicht mal trocken ist und du läßt einen der allerersten Umgangstermine ausfallen?
Und mokierst dich nun,dass die Ex das auch nicht tut?

Wasserfee


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 08. November 2017, 13:18:45
Moin Samson.

Lass Dich von wassergetränkten Feen hier und im Real life nicht ärgern!  :phantom:

Wobei es in der Tat nicht sonderlich klug war, den WE-Umgang nicht wie im Gericht vereinbart wahrzunehmen! So hast Du der KM eine Steilvorlage gegeben mit dem Finger auf Dich zu zeigen - egal ob berechtigt oder nicht! Gab es keine Gelegenheit, Deinen Termin zu verlegen, nicht wahrzunehmen oder das Kind von Verwandten "fremd"betreuen zu lassen?! (wobei vermutlich die KM dazu auch wieder gekreischt hätte...  :knockout: )

Egal - lies die Beiträge von Tsubame, denen ich mich anschließe!  :thumbup:

toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wasserfee am 08. November 2017, 13:25:02
na Toto, wieder mal unausgeglichen?

Interessant...Vergleiche gelten für ddich und Samson also nur einseitig...

und da wundert ihr euch, wenn es mit den Exen nicht rund läuft  :phantom:

Wasserfee


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 08. November 2017, 15:25:17
Interessant...Vergleiche gelten für ddich und Samson also nur einseitig...

... überhaupt nicht, wie käme ich dazu... s. durchaus meine Anmerkung an den TO dazu! Ich finde es äußerst unglücklich bis nicht akzeptabel, dass Samson den Umgang nicht wahrgenommen hat.
Wir wissen aber beide nicht, wieso und ob dieses Problem vorher kommuniziert war... Wenn es die Auswärtsfahrt des Lieblingsfußballvereins war, dann geht das gar nicht. War es ein lfr. angesetzter berufl. Termin, dann ist ein Thema der Kommunikation und des vernünftigen Miteinanders (was bei dieser verbitterten KM offensichtlich schwierig bis unmöglich ist)


Ich fand nur Deinen "Tonfall" und die eklatante Vereinfachung nicht angemessen - und das sollte gesagt sein. Offensichtlich hat es ja gepieckst...
Und auch wenn der TO hier äußerst unklug gehandelt hat, löst das bei mir immer noch kein Verständnis für das Handeln der Ex. Warum maßt sie sich an, den Umgang zu verweigern?!?!


Und wenn es Dich beruhigt:
Ich bin sehr ausgeglichen heute - sonst würde ich mich hier nicht enagieren.
Und zum Glück habe ich mit der Organisation des WM mit der Mutter unseres Kindes so was von überhaupt kein Problem, dass ich jdem hier das WM ans Herz lege... Allerdings braucht es dazu stets zwei erwachsene Menschen, die sich als gemeinsame Eltern begreifen...

toto



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Kakadu59 am 08. November 2017, 16:52:55
Hallo,
Nur mal der Vollständigkeit halber der Wortlaut der gerichtlichen Vereinbarung vom 17.10.2017.
Zitat:
[...]
Die Eltern sind einig, dass perspektivisch die ÜN des Kindes beim KM spätestens ab April 2018 ins Auge gefasst wird.
[...]
Fett: Soll wahrscheinlich KV heißen?


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 08. November 2017, 18:40:21
Ja, sollte KV sein.

Der WE Termin war rein privater Natur und über ein Jahr gesetzt. Wäre alles gut gegangen, hätte die KM nicht den Wochenwechsel angebracht. Verschieben ging leider nicht.

Tja, was soll ich zum heutigen restlichen Umgang sagen. Der Wille der KM geschehe, alle müssen folgen.
Ich konnte mich entscheiden. Entweder den Lampionumzug meines Sohnes in Begleitung der KM und ihres LG mitgehen (als fünftes Rad). Oder darauf verzichten.
Es war weder angekündigt, dass sie mitkommen noch konnte ich unter den Bedingungen meinen Umgang wahrnehmen. Das Kind war nur bei der KM.

Also hat sie aus einem geplanten (bereits bestätigtem) Umgang von ca. 6h ein kurzes Sehen von 5-10min gemacht. Und auch noch unter Tränen des Kindes, weil natürlich die Situation durch die Eltern emotional und akustisch geladen war.



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 08. November 2017, 19:24:23
Hallo Samson,

Bleibe am Ball und plane so schnell wie möglich die nächste Mittagsabholung. Dein Sohn wird es dir auf mittlere und längere Frist danken.
Ich hoffe, du bist in der Kita ein Ansprechpartner und dass alle Termine auch an dich weitergeleitet werden.

Die KM schikaniert das Kind. Du musst stark sein und dich nicht emotional und akustisch mit ihr auseinandersetzen. Weder vor dem Kind noch ohne Kind.

Du bist durch das gemeinsame Kind zwar mit der KM auf Lebenszeit verbandelt, du selbst als Mensch hast dich aber frei schwimmen können und bist frei. Das ist schon sehr viel wert.

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 08. November 2017, 20:52:55
KITA weiß, das ich der Vater bin. Mehr nicht. Kind hat in die nächste Gruppe gewechselt. Es wird ein Entwicklungsgespräch in den nächsten Wochen geben.

Diese ständige Willkür, die Eigenmächtigkeiten, die Verletzungen - das halte ich auf Dauer nicht aus. Auch wenn ich ihn nicht im Stich lassen kann, ist es irgendwie wie David gegen Goliath. So fühlt es sich an.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 08. November 2017, 21:37:16
Hallo,

Dann mach vor dem Entwicklungsgespräch einen Termin bei der Kita aus und stelle dich vor. Sprich nicht negativ über die KM.
Falls bei dem Entwicklungsgespräch irgendwelche "Auffälligkeiten" beim Kind angesprochen werden und die KM auf den Zug aufspringt und eben dich als "Täter" darstellt, dann wiederhole immer wieder, dass du offen für Gespräche bei einer Beratungsstelle bist um die Kommunikation mit der KM zu verbessern.

 Lass sie auflaufen mi ihrem Geschwafel, in dem du in jeder Situation dieses Mantra wiederholst.

Du musst an deinem Selbstbewusstsein arbeiten. Sei stolz darauf, dass die Frau grosse Teile deines Lebens nicht mehr dirigieren kann. Was für ein armseliges Menschlein muss man sein, wenn man sein Kind instrumentalisiert, wie sie es tut. Du musst lernen, sie richtig einzuordnen. Dann kann sie dich nicht mehr verletzen. Sie ist "nur" die Mutter deines Kindes. Nicht dein ganzes Leben. Arbeite daran.
Hat am Ende David nicht Goliath besiegt ?

VG,
Tsubame.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 20. Dezember 2017, 22:05:30
Aller Guten Dinge sind drei. Also streben wir jetzt Gerichtsverhandlung Nr.3 an.
KM ignoriert seit fast 4 Wochen meine E-Mails bzgl Weihnachten. Und nun sehe ich unser Kind nicht zu Weihnachten. Weil es nicht in der gerichtlichen Vereinbarung drin steht.
Auch sonst wird der Umgang weiterhin nach good-will der KM ermöglicht, oder auch nicht. Und die Ausreden werden immer schlechter und billiger.
Okay kein Thema, dann klärt das endgültig das Gericht. Vorher geh ich nicht raus. Und mein RA macht es diesmal kostenlos.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 20. Dezember 2017, 23:27:26
Hallo,

Wegen Weihnachten : nimm es gelassen. Sohni ist es in dem Alter egal, wann er mit dem Papa Weihnachten feiert. Und es wird noch viele Weihnachten geben. Bitte rege Dich darüber nicht auf.

Dass die vereinbarten Papazeiten an der Willkür der KM scheitern, ist das eigentliche Problem. Geht es zum Gericht, sollte auch herausgearbeitet werden, dass Du immer für eine Beratung bereit bist/warst, welche die KM verweigert.

Der Richter muss überzeugt werden, dass die KM nur das "erlaubt", was schwarz auf weiss im Urteil steht. Deshalb sollte Dein Betreuungsplan dieses Mal alle Situationen umfassen (Übergabe vielleicht auch Deine Eltern angeben, wenn Du verhindert bist etc....). Und auch beinhalten, wie und wann er an das Alter des Kindes angepasst wird. Natürlich auch Sanktionen.

VG,
Tsubame.







Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 21. Dezember 2017, 06:11:56
Ich hab damit schon gerechnet. Daher bin ich emotional gefasst.

Das nächste Verfahren wird dann halt bis ins letzte Detail besprochen und festgelegt werden müssen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wasserfee am 21. Dezember 2017, 08:54:29
Der Richter muss überzeugt werden, dass die KM nur das "erlaubt", was schwarz auf weiss im Urteil steht. Deshalb sollte Dein Betreuungsplan dieses Mal alle Situationen umfassen (Übergabe vielleicht auch Deine Eltern angeben, wenn Du verhindert bist etc....). Und auch beinhalten, wie und wann er an das Alter des Kindes angepasst wird. Natürlich auch Sanktionen.

VG,
Tsubame.

Aber das genau ist doch der Sinn eines Beschlusses. Wenn flexible Absprachen möglich wären, hätte es keines Beschlusses bedurft.

Wasserfee


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 21. Dezember 2017, 11:13:37
Aber das genau ist doch der Sinn eines Beschlusses. Wenn flexible Absprachen möglich wären, hätte es keines Beschlusses bedurft.

Wasserfee

Wenn ich mich recht erinnere, wollte der Richter den Eltern noch einmal die Möglichkeit geben zu lernen sich abzusprechen. Aber die KM ist von ihrer geistigen Struktur her dazu unfähig (meine Interpretation).

Der Themenöffner wusste das, das Jugendamt (haben Mediation vorgeschlagen, von der KM abgelehnt) wusste es, die KM weiss es. Jetzt muss alles schwarz auf weiss vorliegen (d.h. eine von der KM - mehr oder weniger anerkannte - Autorität muss es ihr wie einem Kleinkind vorkauen, dass sie es schlucken kann).

VG,
Tsubame


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 21. Dezember 2017, 11:22:17
So ist es. Besser kann ich den Plan aufgrund der Situation nicht erklären.

Es braucht jetzt einen äußerst detaillierten Beschluss mit Sanktionsandrohung um klare Verhältnisse zu schaffen. Der Versuch, die Kommunikation der Eltern zu fordern u fördern, ist gescheitert.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Wasserfee am 21. Dezember 2017, 11:27:44
aber auch ein detaillierter Beschluss hilft nicht mmer bei renitenten Menschen.
Mein Ex hat auch schon wieder einen Umgang "vergessen", dabei war der Beschluss nichtmal trocken.

Rechne also nicht damit, dass ab detailliertem Beschluss alle Probleme beseitigt sind.

Wasserfee


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Kasper am 21. Dezember 2017, 11:39:53
Es braucht jetzt einen äußerst detaillierten Beschluss mit Sanktionsandrohung um klare Verhältnisse zu schaffen. Der Versuch, die Kommunikation der Eltern zu fordern u fördern, ist gescheitert.
Nehme dem Gericht etwas arbeit ab und erstelle selber eine klare, strukturierte Formulierung der Umgangszeiten. Damit hat das Gericht die Möglichkeit dieser zu folgen und muss sich nicht selber einen Kopf machen. Wenn diese nicht zu unrealistisch sind, dann hast du gute Karten damit durchzukommen.

Es könnte z.B. so aussehen, dass (ganz grober Rahmen) Du es auf die Ewigkeit formulierst. Macht zukünftige Verfahren überflüssig bzw. die KM muss sich was neues überlegen.

1) Umgang, jedes ungerade Kalenderwochenende, von Freitag 12 Uhr, bis Sonntag 18 Uhr.
2) Feiertage wechselseitig:
Weihnachten 2017:
Heiligabend, erster Feiertag bei KM
zweiter Feiertag bei Dir (vielleicht noch Uhrzeiten? Sicher ist sicher)
Im nächsten Jahr dann umgekehrt, Heiligabend und erster Feiertag bei Dir, zweiter Feiertag bei KM ...

Dann Ostern, Geburtstag.

3) sollte ein Umgangswochenende auf einen Feiertag/Geburtstag fallen, der nicht beim Umgangselternteil gefeiert wird, wird das Umgangswochenende an dem darauffolgenden Wochenende nachgeholt.

4) Ferien:
Frühjahrs, Sommer, Herbst und Winterferien.
Ich würde dies FEST verankern, dass Du (z.B.) immer die erste Hälfte der Ferien nimmst.

Es wird, schon allein wegen des Alters, genügend Gegenmeinungen geben. Aber diese Forderung entspricht dem Standard-Zeiträumen als Minimallösung und so würde ich es auch kommunizieren.

Ich bin der Meinung, wenn Du dem Gericht eine fertige Lösung vorträgst, dass es zwar Gegenwind von der KM geben wird, aber ein großer Teil übernommen werden wird.
Dann einen Passus mit Ordnungsgeld aufnehmen, wenn dieser boykottiert wird und dieser Ordnungsgelder auch beantragen, sollte ein Umgang muttwillig ausfallen. Vielleicht noch aufnehmen, dass auch ein krankes Kind bei Dir sein kann und Du es gesund pflegen kannst.

Gruß
Kasper


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 21. Dezember 2017, 12:08:31
So stelle ich mir das auch vor. Mit der Begründung, dass die KM bisher gegen alles arbeitet, stehen die Chancen nicht schlecht.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 21. Dezember 2017, 13:59:59
Nehme dem Gericht etwas arbeit ab und erstelle selber eine klare, strukturierte Formulierung der Umgangszeiten. Damit hat das Gericht die Möglichkeit dieser zu folgen und muss sich nicht selber einen Kopf machen. Wenn diese nicht zu unrealistisch sind, dann hast du gute Karten damit durchzukommen.

Es könnte z.B. so aussehen, dass (ganz grober Rahmen) Du es auf die Ewigkeit formulierst. Macht zukünftige Verfahren überflüssig bzw. die KM muss sich was neues überlegen.

1) Umgang, jedes ungerade Kalenderwochenende, von Freitag 12 Uhr, bis Sonntag 18 Uhr (bis Montag) Jjede gerade Kalenderwoche oder was auch immer : Mittwoch nachmittags Abholung aus der Kita/ab April 2018 Übernachtung Mittwoch-Donnerstag Du bringst ihn in die Kita
Übergabe : soweit möglich über die Kita/ ansonsten LG der KM und KV Falls Kindesvater verhindert : Eltern des KV oder seine LG Letztere werden alle drei in der Kita, Schule, Gymnasium, Universität auf die Abhollisten gesetzt ohne dass KM im wöchenlichen Rhythmus diese wieder rausstreicht.

2) Feiertage wechselseitig: (oder ein Jahr Weihnachten KM und Du Silvester nächstes Jahr umgekehrt)
Weihnachten 2017:
Heiligabend, erster Feiertag bei KM
zweiter Feiertag bei Dir (vielleicht noch Uhrzeiten? Sicher ist sicher)
Im nächsten Jahr dann umgekehrt, Heiligabend und erster Feiertag bei Dir, zweiter Feiertag bei KM ...

Dann Ostern, Geburtstag.

3) sollte ein Umgangswochenende auf einen Feiertag/Geburtstag fallen, der nicht beim Umgangselternteil gefeiert wird, wird das Umgangswochenende an dem darauffolgenden Wochenende nachgeholt. (Ist das Kind krank und nicht transportfähig : Attest vom Kinderarzt, dass es nicht transportfähig ist und Wochenende wird in der darauffolgenden Woche nachgeholt)

4) Ferien:
Frühjahrs, Sommer, Herbst und Winterferien.
Ich würde dies FEST verankern, dass Du (z.B.) immer die erste Hälfte der Ferien nimmst. (oder im Wechsel)

Übernachtungen :
ab April 2018 (wie im vorigen Berschluss geurteilt !
Freitag auf Montag
Mittwoch auf Donnerstag

Es wird, schon allein wegen des Alters, genügend Gegenmeinungen geben. Aber diese Forderung entspricht dem Standard-Zeiträumen als Minimallösung und so würde ich es auch kommunizieren.

Ich bin der Meinung, wenn Du dem Gericht eine fertige Lösung vorträgst, dass es zwar Gegenwind von der KM geben wird, aber ein großer Teil übernommen werden wird.
Dann einen Passus mit Ordnungsgeld aufnehmen, wenn dieser boykottiert wird und dieser Ordnungsgelder auch beantragen, sollte ein Umgang muttwillig ausfallen. Vielleicht noch aufnehmen, dass auch ein krankes Kind bei Dir sein kann und Du es gesund pflegen kannst.

Gruß
Kasper

VG,
Tsubame


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 21. Dezember 2017, 20:05:32
aber auch ein detaillierter Beschluss hilft nicht mmer bei renitenten Menschen.

Rechne also nicht damit, dass ab detailliertem Beschluss alle Probleme beseitigt sind.
Deshalb ja mit Ordnungsgeldandrohung und dieses dann auch konsequent einfordern. Vielleicht lernt sie es dann schneller ...

Mein Ex hat auch schon wieder einen Umgang "vergessen", dabei war der Beschluss nichtmal trocken.
Ich vermute mal Dein Ex war UmgangsET. Ohne sein Vergessen entschuldigen zu wollen oder gar Verständnis dafür aufzubringen - der Fall ist ja anders herum... und zum Umgang zwingen kann (und sollte) man solche Exemplare nicht...

toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 30. Dezember 2017, 20:50:47
Nach Rücksprache mit der VPin werden wir einen gerichtlichen Schritt abwarten. Die 3 Verstösse sind anscheinend noch nicht schlimm genug, dass es einen Beschlusss vom Gericht ergeben würde.
Es besteht die Gefahr, dass der Richter die Eltern mit einem Du-Du nach Hause schickt.

Ich habe meinem Anwalt einen 3-seitigen Text verfasst mit Argumenten und detaillierten Forderungen. Dies nur für den Fall, dass es doch noch vor Gericht geht.

Er wird jetzt erstmal an die gegn. RAin einen Brief schreiben, wie die Gegenseite sich solche Sachen wie Feiertage, Umgänge bei geschlossener Kita vorstellt und ob man erneut den gerichtlichen Weg beschreiten möchte. Schliesslich hat die RAin erst Öl ins Feuer gekippt um dann im Gerichtssaal ganz verhandlungsbereit die Friedenspfeife rumzureichen.
Das ist bei Richter und VPin gar nicht gut angekommen.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 15. Januar 2018, 18:17:19
Und es geht weiter. Nachdem mein RA die Gegenseite bezgl. des "ausgefallenen" Umgangs an Weihnachten angesprochen hat und für die Zukunft um Vorschläge für eine Regelung an hohen Feiertagen und in den Ferien gebeten hat, kam nun die Antwort.
Andernfalls geht es erneut vor Gericht.

Heute schrieb die RAin der KM: die Thematik Feiertage, Ferien wurde nicht explizit besprochen oder vereinbart. Also ist es nicht Teil der Vereinbarung. Da hat es ihr Mandant wohl versäumt dies als Agenda anzubringen.



Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 16. Januar 2018, 11:29:43
Moin.

Im Prinzip kannst Du sogar dankbar sein, dass die KM wohl regelm. gegen Eure Vergleichsvereinbarung verstösst. Denn das ist das Futter, mit dem Du einen gerichtlichen Beschluss anstreben solltest, der dann auch  die bisher vergessenen Feiertage und Ferien regelt. Und mach gleich Nägel mit Köpfen für die nä. ca. 12-14 Jahre - es geht um die hälftigen Schulferien (also 6(!) Wochen), nicht um irgendwelche Kita-Ferien. Stellt vorab sicher, dass Du 6 Ferienwochen abdecken kannst (wenn in den nä. Kita während Deiner Ferien offen hat, dann ist das auch in Möglichkeit der Abdeckung, wenn Du das organisatorisch auf die Kette kriegst!)

toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 16. Januar 2018, 11:33:45
Moin.

Im Prinzip kannst Du sogar dankbar sein, dass die KM wohl regelm. gegen Eure Vergleichsvereinbarung verstösst. Denn das ist das Futter, mit dem Du einen gerichtlichen Beschluss anstreben solltest, der dann auch  die bisher vergessenen Feiertage und Ferien regelt. Und mach gleich Nägel mit Köpfen für die nä. ca. 12-14 Jahre - es geht um die hälftigen Schulferien (also 6(!) Wochen), nicht um irgendwelche Kita-Ferien. Stellt vorab sicher, dass Du 6 Ferienwochen abdecken kannst (wenn in den nä. Kita während Deiner Ferien offen hat, dann ist das auch in Möglichkeit der Abdeckung, wenn Du das organisatorisch auf die Kette kriegst!)

toto

Genauso sollst Du es machen.

Habt Ihr Euch schon wegen der Übernachtungen unterhalten ?

Und wie geht es dem Sohn ? Läuft es gut ?

VG,
Tsubame


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 16. Januar 2018, 15:06:34
Unterhalten? Sie lässt über ihren LG die Anweisungen laufen... :)

Ich wollte diese Woche das Thema ÜN per E-Mail ansprechen.

Wie ist das mit den gerichtlichen Vereinbarungen wenn Feiertage u Ferien nicht vereinbart wurden? Wie soll mir das weiter helfen. Aussage der KM ist doch: steht nicht drin, also nicht verbindlich.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 16. Januar 2018, 18:07:39


Und wie geht es dem Sohn ? Läuft es gut ?

Die Bindung wird stärker und ich suche mir am Umgangs-WE ein mittleres oder größeres Highlight um ihm die Zeit zu versüssen.
Ich weiß, dass er mich als sein Papa sieht. Aber ich habe oft das Gefühl, dass er den Umgang wie "zu Besuch bei netten Leuten" wahrnimmt.

Das muss schon noch besser werden. Aber die regelmäßigen Termine in kurzen Abständen machen sich positiv bemerkbar. 


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: TotoHH am 16. Januar 2018, 22:55:06
Wie ist das mit den gerichtlichen Vereinbarungen wenn Feiertage u Ferien nicht vereinbart wurden? Wie soll mir das weiter helfen. Aussage der KM ist doch: steht nicht drin, also nicht verbindlich.

NAch meinem Verständnis habt ihr einen (gerichtlich gebilligten) Vergleich geschlossen (korrigiere bitte, wenn ich den Faden verloren habe). Den abzuändern, gerade wenn er noch so frisch ist, ist fast unmöglich, da Du ihn ja mit unterschrieben hast (und im Nachhinein seine Meinung zu ändern sind halt wenig überzeugende Gruende). Bei Euch scheint der Vergleich ja aber nicht zu funktionieren, da die KM sich nicht dran hält. Und genau das ist der Grund eben einen Beschluss bei Gericht zu verlangen, der durchsetzbare Sanktionen wie Ordnungsgeld enthält, wenn die KM sich nicht dran hält. Naja, und wenn der Vergleich eben sowieso mit guten Gründen angegangen werden muss, dann gleich eine vernünftige und die nä 12 Jahre haltbare Ferien- und Feiertagsregelung mit beantragen.

toto


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Samson1978 am 17. Januar 2018, 07:00:03
Das mit dem Vergleich ist ja richtig.
Aber sie verstößt ja nicht dagegen. Sie hält sich exakt daran. Alles was nicht drin steht, ist nicht relevant. Das ist moralisch verwerflich und gewiss nicht im Sinne des Kindes.

Der Richter hat (so verstehe ich das) den Ball an die Eltern zurück geworfen mit den Hinweis miteinander die Themen zu klären. Siehe Übernachtung. Daher ist der Vergleich so wenig detailliert was Fragen zu Feiertagen u Ferien angeht.


Titel: Re: Umgangsrecht für 2jährigen Sohn
Beitrag von: Tsubame am 17. Januar 2018, 09:37:02
Die Bindung wird stärker und ich suche mir am Umgangs-WE ein mittleres oder größeres Highlight um ihm die Zeit zu versüssen.
Ich weiß, dass er mich als sein Papa sieht. Aber ich habe oft das Gefühl, dass er den Umgang wie "zu Besuch bei netten Leuten" wahrnimmt.

Das muss schon noch besser werden. Aber die regelmäßigen Termine in kurzen Abständen machen sich positiv bemerkbar.  

Hallo,

Das wird sich ändern, wenn die Übernachtungen beginnen. Und ihm auch kindgerecht erklärt wird, dass er zwei zu Hause hat, zwei Familien wie Omas, Opas, Cousins und Cousinen. Falls letztere geographisch greifbar und ungefähr im gleichen Alter sind, ist es für den Sohn schön, hier eine Verbindung herzustellen. Die wächst dann gleichsam mit den Kindern (bei Papa sehe ich X und Y)und kann manchmal auch mit 20 noch bestehen. Auch deren Geburtstage oder Deinen kann man mit Kindern in dem Alter feiern. Das muss keinesfalls am Tag X sein. Nachfeiern und vorfeiern hat in den Augen der Kinder die gleiche Bedeutung. Auf die Regelmässigkeit und Rituale kommt es an.

Wenn Du die Übernachtungen ansprichst, solltest Du auf den Vergleich verweisen. Da die KM sich ausschliesslich auf den bezieht. Mache einen Vorschlag, wie Kind darauf vorbereitet wird. Sie ist gesetzlich verpflichtet hier mitzuarbeiten.

Ich bin auch der Meinung, dass der Richter hoffte, dass die Eltern sich einigen können. Andererseits ist ein Vergleich für ihn weniger Arbeit.

Ich würde jetzt beobachten, ob die KM sich auf die Übernachtungen einlässt. Falls hier nichts läuft, dann sich zu gegebener Zeit wieder an das Gericht wenden. Mit der Aussage, dass KM den Weg der persönlichen Abmachungen nicht gehen will und nur richterliche Beschlüsse akzeptiert. Dafür bietet Dir die RA ja jetzt eine Steilvorlage.

VG,
Tsubame.