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Titel: Beratungstellen Beitrag von: DieMystiks am 11. November 2003, 14:56:16 Hallöchen,
ich wusste nicht genau, wo genau jetzt das reinpasst, was ich schreiben möchte. Ich fange einfach an. Meinem Sohn geht es seit mehreren Wochen nicht gut. Es scheint , als käme jetzt der ganze Schmerz der Trennung erst hoch. Seit einiger Zeit leidet er unter einem Hautausschlag. Wir sind in hautärztlicher Behandlung, damit abgecheckt wird, ob er allergisch ist. Wie eine Neurodermitis sieht es nicht aus. Wir haben hier zu Hause wieder einige Rituale eingeführt, wie z.B. die Gute-Nacht-Geschichte. Seitdem schläft er zumindest besser ein. Im Hort habe ich ein langes Gespräch gehabt und die Leiterin empfahl mir doch mal bei der AWO anzurufen und ein Beratungsgespräch in Anspruch zu nehmen. Bei dem Wort AWO allein, bekomme ich schon Magengrummeln. Wir haben mit den Damen und Herren schlechte Erfahrungen gemacht, was Micha, seine Ex und die Kids angeht. Naja, dachte ich mir: schaden kann es ja nicht. Ich rufe vor einer Woche dann dort an und spreche aufs Band. 2 Std. später kam der Rückruf. Eine Dame stellte sich mit Namen vor und sagte weiter nichts. Ich erzählte ihr keine Einzelheiten, sondern nur, daß ich ein Beratungsgespräch haben möchte, um zu sehen, was wir hier zu Hause noch machen können. Als Antwort kam immer nur ein"hm" oder einfach nichts. Ich merkte schon, wie ich langsam rappelig wurde und sagte dann noch einen Satz: " Lukas kam bisher ziemlich gut zurecht aber in letzter Zeit kümmert sich sein Vater kaum um ihn!" Ohhhhhhhhhhhhhh, sie stürtze sofort auf ihr Terminbuch, sagte da müsste man unbedingt drüber reden , knallte mir Mittwoch den 12.11., 15.00 um die Ohren, die Wegbeschreibung per Straßenbahn und veranbschiedete sich. Bum!! Gespräch beendet. Den Nachmittag spukte das Gespräch in meinem Kopf herum. Abends dann habe ich mit Micha überlegt, daß ich überhaupt nicht dort hingehen möchte. Erstens war die Frau mir am Telefon total unsympatisch und zweitens bin ich jetzt noch wütend darüber, daß sie sich erst interessierte, als es um den Ex-Mann ging. Nun ist mir klar, warum Michas Ex soooo gut mit der AWO zurecht kommt. Das scheint ein mega männerhassender Verein zu sein, zumindest hier in der Stadt. Da Micha zur Zeit krank ist, rief er am nächsten Vormittag unsere Kinderärztin an. er schilderte das Problem und das es uns wichtig ist, daß die Schweigespflicht eingehalten wird und wir deshalb nicht zu den öffentlichen Beratungsstellen gehen möchten. Die Kinderärztin macht nach der üblichen Sprechstunde selbst diese Beratungsgespräche. Ja prima!!! Ich habe dort jetzt einen Termin am 17.11., 14.0Uhr. Das passt mit meiner Arbeitszeit und Lukas Schul -und Hortzeiten zusammen. Aber gerade vor 10 Minuten habe ich dann bei der AWO angerufen, um den Termin morgen abzusagen. Auweia, ich wusste gar nicht, daß sich diese "geschulten" Leute so schnell auf den Schlips treten lassen. Sie versuchte auf Biegen und Brechen den Termin aufrecht zu halten. Ich könnte mich nicht auf ein Gespräch mit der Kinderärztin verlassen, da diese ja wohl kaum eine Erziehungsberatung machen könnte. Ich habe sie gefragt, wie sie das behaupten könne, da sie ja nocht mal wüsste wie diese Kinderärztin heißt und über welche Kompetenzen sie verfügt. Sie wurde immer patziger und meinte, ich hätte ja wenigstens das Erstgespräch in Anspruch nehmen können. Als ich das verneinte und erzählte, daß Lukas auch körperlich nicht fit sei und ich denke, daß er bei der Ärztin genau richtig aufgehoben sei, sagte sie, sie fände es nicht richtig aber ich müsste das ja selbst wissen. Eben....sagte ich und verabschiedete mich. Das musste ich jetzt mal loswerden. Ich habe noch den Satz in den Ohren vom ersten Telefongespräch. Ich müsste nicht in den schönen Eingang 12a oder 12b hinein,dort wo all die Mütter mit ihren Kinder hineingehen, sondern um die Ecke 12c, wo die Mülltonnen stehen und es nicht so schön sei. So weit wäre ich ja noch nicht. Ich komme mir im Moment vor, als wäre ich gerade noch einmal aus den Krallen irgendeiner Institution entwischt. Ich warte jetzt ab, was das Gespräch bei der Kinderärztin ergibt und dann sehen wir weiter. Lieben Gruß Tina Titel: Re: Beratungstellen Beitrag von: Leines_fun am 11. November 2003, 21:45:53 Hallo Tina,
hier ein kleiner tipp, bei www.dajeb.de könnt ihr euch einen beratungsführer über beratungsstellen in deutschland bestellen, es gibt band1 und band 2, ich selber habe band 1 ist für deutschland west, wenn ihr aber möchtet schaue ich gerne für eueren bereich nach, könnt mir ja eine nachricht zukommen lassen, dann sende ich euch gerne die adi für die bei euch in frage kommenden beratungstellen. gruß leines_fun Titel: Re: Beratungstellen Beitrag von: DieMystiks am 27. November 2003, 15:04:46 Hallöchen,
wir haben nun einen Weg ohne Beratungsstelle eingeschlagen. MIcha und ich waren gemeinsam bei einem langen Gespräch unserer Kinderärztin. Da sie den Kleinen nun schon fast 9 Jahre kennt, erschien uns das sinnvoll. Nachdem wir ihr sagten, daß wir uns bei den bekannten Beratungsstellen nicht wohl fühlen, gab sie uns dann einige Tips. Wir werden dem Kleinen erzählen müssen, was mit seinem Dad los ist. Vorher sprechen wir noch mit seinem Dad, weil er natürlich dabei sein kann. Ob er das auch möchte wissen wir nicht, wenn nicht, werden wir das Gespräch ohne ihn führen. Es wird auch für ihn nicht einfach sein. Sohnemann sollte also jetzt erfahren (kindgerecht) warum sein Dad keine "Zeit" hat. Die Ärztin erklärte uns, daß Kinder in dieser Situation ein Ablehnugsgefühl aufbauen. Sohnemann hat ja auch schon geäußert, daß sein Dad ihn bestimmt nicht mehr liebt und auch nciht zu ihm wolle. Das schwierige ist, daß er, wenn er die Wahrheit nicht erfährt dieses Ablehnuhgsgefühl mit in die Pubertät nimmt. Sie drückte das mit den Worten aus: das Bild, was er jetzt von seinem Vater hat, verschiebt sich dann. Im Moment denkt er sein Vater lehnt ihn ab und baut so sein "Feindbild " auf. Wenne r weiss, warum alles so gekommen ist, verschiebt sich dieses Bild ( also das "Feindbild") auf die Drogen. Wir haben zusätzlich eine Adresse von einer Gemeinschaftspraxis für Kinder -und Jugendpsychiatrie bekommen. Die Ärztin kennt diese Praxis und was sie uns erzählt hat, hört sich ganz gut an. Wir müssen uns allerdings auf die Warteliste setzen lassen. Das kann bis zu 3 Monaten dauern. So lange ist die Kinderärztin für uns da. Wir können sie jeder Zeit anrufen und auch wenn der Kleine einen Durchhänger hat, sofort zu ihr kommen. Das ist nun unser Entschluß und mich befällt Panik, wenn ich an das bevorstehende Gespräch mit unserem Lütten denke. Er kann aber nicht mehr mit Antworten leben, die da nun lauten: ich weiss nicht, wissen wir auch nciht, wissen nicht warum Papa nicht gekommen nicht usw. usw. Froh sind wir darüber, daß wir nun nicht in die Beratungsstellen laufen müssen. Wie wir ja aus eigenen Erfahrungen wissen, läuft das hier in Düsseldorf ziemlich einseitig ab und zwar im Sinne der Mütter. Ich bin zwar Mutter *gg*, möchte aber nicht von den Sachbearbeitern dort bearbeitet werden, um meinen Ex fertig zu machen. Der nächste Termin bei der Kinderärztin findet am 22.12. statt, sollte vorher nichts außergewöhnliches sein. Dann werden wir schon einen Schritt weiter sein und ich wünsche mir, daß der Schritt dann in die richtige Richtung ging. Lieben Gruß Tina |