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Titel: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 08. Oktober 2009, 16:17:55 Die Spatzen (http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/bundestagswahl/koalitionsvorhaben-kindergelderhoehung-trotz-haushaltsloch_aid_442880.html) Pfeifen es von den Dächern, wir sollen mal wieder reich beschenkt werden!
Wie man liest, will die Koalition den Kinderfreibetrag von von 6.024,-€ auf 8.004,-€, also um knapp 33% erhöhen. Und das Kindergeld von 164,- auf 200,-€ für das erste Kind. Schön. Was heißt das genau? Wie so oft, kommen uns solche Geschenke Teuer zu stehen. Wenn ich das nicht komplett nmissverstanden habe, bedeutet das zunächst mal wieder deutlich mehr Unterhalt zu bezahlen. Schließlich ist der Unterhalt seit 2008 fest an den Freibetrag gekoppelt. Steigt also der Freibetrag um 33% so steigt der Unterhalt ebenfalls um 33% Der niedrigste Tabellenbetrag der Zeile und Spalte 1 stiege dann von 281,- auf 373,- € Der höchste in Spalte 3 und Zeile 10 von 604,- auf 802,- Alle Anderen irgendwo dazwischen. Natürlich kann man davon wieder das halbe KG abziehen. Dann zahlt man statt 199,- nun 273,- und statt 522,- dann 702,-. Damit müsste ein Vater von 3 Kindern über 12 Jahren mit 2.000,- Netto, alleine 1.000,- € KU zahlen. 600,- € KG kommen noch oben drauf! Damit stehen alleine für die Kinder 1.600,- € zur Verfügung. Steuerfrei! Natürlich haben alle EU Zahler auch noch ihren Anteil an der KG Erhöhung mit der Berechtigten zu teilen, also nochmal 9,- mehr zu bezahlen. Selbstredend muss dieses Geschenk natürlich auch noch refinaziert werden, so dass noch so einiges an Steuer- und Abgabenerhöhungen auf uns zukommt. Da merkt man gleich, dass jetzt ein anderer Wind weht, und sich Leistung endlich wieder lohnt! Vielen Dank für dieses Geschenk! Timeo Danaos et dona ferentes! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: pappasorglos am 08. Oktober 2009, 16:30:12 Steigt also der Freibetrag um 33% so steigt der Unterhalt ebenfalls um 33% Also darüber nachgedacht hab' ich ja auch schon, aber ich glaube nicht, dass es so kommen wird. Gibt ja noch die Hintertür durch die Aufspaltung "des" Kinderfreibetrages von 6024€ in den "eigentlichen" Freibetrag und den für Erziehung und Gedöns. Der Unterhalt ist an ersteres gekoppelt, nicht an die Summe. Gibt also eine willkürliche Stellschraube, zu entscheiden, wo man die Erhöhung reinpackt. Aber eigentlich nicht mal willkürlich, weil der "eigentliche" Freibetrag ja an den Existenzmimimums-Bericht gekoppelt ist, und der unterliegt ja nicht einem Koalitionsbeschluss. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 08. Oktober 2009, 16:39:57 Hi beppo,
die Frage hatte ich vor der Wahl ja schon mal angeschnitten. Da war die Antwort, das dann wohl der Prozentsatz so angepasst wird das sich faktisch am KU nicht viel ändert. Die Wahrheit wird irgendwo dazwischzen liegen und uns wird nur noch das auswandern bleiben. Denn all das kann ja keiner mehr finanzieren. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 08. Oktober 2009, 17:32:59 Schließlich ist der Unterhalt seit 2008 fest an den Freibetrag gekoppelt. Steigt also der Freibetrag um 33% so steigt der Unterhalt ebenfalls um 33% Hallo, es ist laut Gesetz nur das sächliche Existenzminimum die Berechnungsgrundlage. Das liegt derzeit bei 3.864€ . Daraus ein Zwölftel ergibt die 322€ in Stufe 1 der DT für die Altersstufe 6-11. Angenommen, das steigt im gleichen Verhältnis, würden daraus: 8004/6024*3864=5134€. Ohne Anpassung der Prozentsätze würden daraus 428€. Abzüglich 100€ hälftiges Kindergeld wäre der Zahlbetrag 328€. Derzeit liegt er bei 240€. Nun traue ich aus langer Leidprüung zwar den Politzis alle möglichen Irrsinnigkeiten zu, aber so eine Erhöhung ist nicht durchsetzbar. Daher wird es wieder wie beim letzten Mal ein Überleitungsgesetz geben, das mit ein paar Euro hin oder her die Tabellen- und Zahlbeträge im Wesentlichen unverändert lässt. /elwu Titel: Kindergeld/-freibetrag ab 2010 Beitrag von: Black Knight am 10. November 2009, 16:24:01 Hallo zusammen,
ich habe gerade gelesen, dass die neue Regierung plant das Kindergeld um 20 EURO und den Kinderfreibetrag auf 7008 EURO zu erhöhen. Sollte das so durchkommen, gibt es doch sicherlich wieder per 1.1.2010 Änderungen, die gerade die betrifft, die einen dynamischen Titel anheften haben. Sehe ich das richtig? oder sollte man erst mal ruhig abwarten, was da au einen zukommt? Gruß Black Knight Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 10. November 2009, 17:11:35 *zusammengeführt*
Zitat hib - heute im bundestag Nr. 271 Neues aus Ausschüssen und aktuelle parlamentarische Initiativen Di, 10. November 2009 Redaktionsschluss: 10:05 Uhr 1. Koalition will Wirtschaftswachstum mit Steuerpaket beschleunigen Finanzen/Gesetzentwurf Berlin: (hib/HLE/TEP) Um ”den Einbruch des wirtschaftlichen Wachstums so schnell wie möglich zu überwinden und neue Impulse für einen stabilen und dynamischen Aufschwung zu setzen“, haben die Koalitionsfraktionen von Union und FDP den Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (>17/15< (http://dip.bundestag.de/btd/17/000/1700015.pdf), pdf) vorgelegt. Mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen im steuerlichen Bereich sollen Wachstumshemmnisse schnell und effektiv beseitigt ”und durch krisenentschärfende Maßnahmen der Weg aus der Krise geebnet werden“. Neben einer Entlastung von Familien mit Kindern gehören auch Korrekturen an der Unternehmen- und Erbschaftsteuerreform zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Zur steuerlichen Entlastung und Förderung von Familien mit Kindern soll der Freibetrag für Kinder ab 2010 für jedes Kind von derzeit 6.024 Euro auf 7.008 Euro angehoben werden. Damit auch Familien in unteren und mittleren Einkommensbereichen in den Genuss der Entlastung kommen, steigt das Kindergeld ab 2010 für jedes Kind um 20 Euro. ”Beide Maßnahmen sind Ausdruck einer besonderen Wertschätzung der Gesellschaft und sollen die wirtschaftliche und soziale Leistungsfähigkeit von Familien mit Kindern als Keimzelle derselben weiter stärken“, heißt es in dem Entwurf. Die Steuerausfälle durch diese Maßnahmen werden in der vollen Jahreswirkung mit 4,6 Milliarden Euro angegeben. ... Die durch das Gesetz im nächsten Jahr insgesamt entstehenden Mindereinnahmen für die Staatskasse werden mit 6,092 Milliarden Euro angegeben. Davon entfallen auf den Bund 3,869 und auf die Länder 1,358 Milliarden Euro. Die Gemeinden haben Mindereinnahmen in Höhe von 865 Millionen Euro zu verkraften. Die Mindereinnahmen erhöhen sich im Jahr 2011 auf 8,22 Milliarden Euro und im Jahr 2012 auf 8,972 Milliarden Euro. Die 6.024 € heute setzen sich zusammen aus 2 * 1932 € Existenzminimum plus 2 * 1080 € Freibetrag. Nun ist abzuwarten, welcher Teil erhöht wird, weil Der KU wird vom Existenzminimum berechnet wird. Das Existenzminimum basiert auf dem Armutsbericht, welcher alle zwei Jahre aufgelegt wird. Ich kann mir die Erhöhung hier nicht vorstellen, weil direkte Konsequenzen für ALG-2 zu prognostizieren sind. So insgesamt bin ich wirklich froh, dass Wachstum nun gesetzlich verordnet wird. Jetzt endlich wird's klappen. Und das Gastgewerbe freut sich darauf, die Senkung der Umsatzsteuer von 19% auf 7% an die Gäste weiterzugeben. DeepThouht Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: WE-Papa am 10. November 2009, 21:06:14 http://www.treffpunkteltern.de/article.php?sid=875
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 10. November 2009, 21:32:44 Merci :thumbup:
In von mir oben verlinkter pdf ist auf Seite 6 wie folgt zu lesen: Zitat 4. In § 32 Absatz 6 Satz 1 wird die Angabe "1 932" durch die Angabe "2 184" und die Angabe "1 080" durch die Angabe "1 320" ersetzt. Wichtig für den KU ist die Änderung des sächlichen Existenzminimums von 1.932 € auf 2.184 €. Damit ergibt sich beispielhaft für ein Kind gerechnet: Altersstufe 1: 87 % von (2.184 € * 2) / 12 = 317 € - 92 € KG-Anteil = 225 € (bisher 199 €) Altersstufe 2: 100 % von (2.184 € * 2) / 12 = 364 € - 92 € KG-Anteil = 272 € (bisher 240 €) Altersstufe 3: 117 % von (2.184 € * 2) / 12 = 426 € - 92 € KG-Anteil = 334 € (bisher 295 €) Die Steigerung bei dynamischen Titel zum Jahreswechsel beträgt durchweg mehr als 13 %. Na, das wäre doch der willkommene Anlass für eine oppulente Gehaltserhöhung. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 10. November 2009, 21:42:19 Hallo,
in den Foren zu spekulieren und zu vermuten erleichtert zwar, bringt aber nicht weiter. Hat schon jemand das zuständige Justizministerium angeschrieben oder muss das mal wieder ich machen? # /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 10. November 2009, 21:53:30 Nun lass mir doch wenigstens Zeit, mein Anliegen zu tippen :wink:
Zitat Sehr geehrte Damen und Herren, mir liegt der Gesetzentwurf "Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (Wachstumsbeschleunigungsgesetz)" in der Fassung vom 09.11.2009 vor. Auf Seite 6 zu den Änderungen des Einkommensteuergesetzes ist zu lesen: "4. In § 32 Absatz 6 Satz 1 wird die Angabe "1 932" durch die Angabe "2 184" und die Angabe "1 080" durch die Angabe "1 320" ersetzt." Somit wird das sächliche Existenzminimum für Kinder von bisher 1.932 € ab dem 01.01.2010 auf 2.184 € erhöht. Das sächliche Existenzminimum ist die Bemessungsgrundlage für den Kindesunterhalt. Auf Basis des Gesetzentwurfes ergäben sich folgende Änderungen: Altersstufe 1: 87 % von (2.184 € * 2) / 12 = 317 € - 92 € KG-Anteil = 225 € (bisher 199 €) Altersstufe 2: 100 % von (2.184 € * 2) / 12 = 364 € - 92 € KG-Anteil = 272 € (bisher 240 €) Altersstufe 3: 117 % von (2.184 € * 2) / 12 = 426 € - 92 € KG-Anteil = 334 € (bisher 295 €) Die Erhöhung des Kindesunterhaltes im Zahlbetrag beträgt somit durchgängig mehr als 13 %. Meine Fragen sind: 1. Ist dem Justizministerium diese Auswirkung bekannt? 2. Ist diese Auswirkung in von mir skizzierter Höhe gewollt? Mit der Bitte um rasche Beantwortung verbleibe ich mit freundlichem Gruß Titel: Re: ARGE will meine Vermögensverhältnisse prüfen Beitrag von: Baeri22 am 10. November 2009, 22:14:38 Hallo zusammen, werden die Ämter dann ab 01.01.2010 alle Leute wieder neu anschreiben für die Sie Zahlen wie bei mir gerade festgesetzt haben? Denn es sieht ja so aus als wenn der KU steigt... Da ich ja über dem Mindestunterhalt bisher liege und der neu Festgesetzt wird dann gibt es ja auch wieder neue Hochstufungen oder?
Bisher dachte ich das durch mehr Kindergeld sogar mein Unterhalt um 10 Euro sinken könnte ggf. Die hälfte der Erhöhung steht ja mir zu, sprich wird abgezogen. Gibt es bei der Gesetzesnovelle zum 01.01.2010 schon Meinungen? Danke ins Forum :) Anm.: Abgetrennt aus deinem Topic weil die Fragen allgemeingültig sind, Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 10. November 2009, 22:26:11 Danke Deep, hätte es gleich hier einstellen können war mein Fehler. Denke es ist auch für ander von Bedeutung. Habe aber im Gesetzesendwurf noch nichts wegen einer Mehrbelastung der Barunterhaltspflichtigen lesen können. Aber studiere gerade nochmal den Text...
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 10. November 2009, 23:12:29 Moin,
das hört sich ja übel an. Fällt das eigentlich auch unter die "mehr als 10Prozent"-Klausel und könnte damit auch vor Ablauf von zwei Jahren erneut Unterhalt festgesetzt werden? :puzz: LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Dibaa am 10. November 2009, 23:19:36 Hi,
na toll, jetzt hab ick Angst!! Noch mehr geht doch garnicht. MfG Dibaa Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 10. November 2009, 23:46:32 rehi,
meine Angst wächst auch grad. Ich habe mir in unserer Stadt angeschaut, wen ich von der FDP denn mal anschreiben könnte, schließlich ist es bei uns ja überschaubar. Also mal abgesehen davon, dass ich diese Partei nicht gewählt habe, bekam ich einen Riesenschreck, als ich die Vorstandsliste gesehen habe. In erster Front steht die Verantwortliche des Kinderschutzbundes und fordert mehr Geld für Kinder. Nein, nun wundert mich nichts mehr. Da war es ja fast tröstlich, den Vorsitzenden der Stadtwerke nur in zweiter Reihe zu sehen (auch solche Hals...*zensiert*) Also, um es mal sportlich auszudrücken: zahlt und sorgt dafür, dass die Kinderarmut abgebaut wird :ironie: LG eskima edit: bei der CDU sieht es nicht besser aus, auch hier sind sie Mitglieder im KSB. Was ich an sich ja auch nicht schlecht finde, aber ich ahne Pöhses. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 11. November 2009, 00:52:23 Anders ausgedrückt:
Zitat Da Familien mit geringerem Einkommen von der Erhöhung der Steuerfreibeträge nichts haben, soll zum Ausgleich das Kindergeld um 20 Euro angehoben werden. Für das erste und zweite Kind zahlt der Staat damit vom kommenden Jahr an monatlich 184 Euro, für das dritte 190 Euro und für jedes weitere je 215 Euro. Für eine Familie mit zwei Kindern macht das im Jahr beispielsweise 480 Euro mehr im Jahr. Quelle (http://www.tagesschau.de/inland/wachstumsbeschleunigungsgesetz104.html) Die 480 Euro mehr decken sich rechnerisch so ziemlich genau mit dem obigen Beispiel, also aus den Taschen des Unterhaltszahlenden. Dass dieser damit weniger Geld hat, scheint im Rahmen des WACHSTUMSBESCHLEUNIGUNGSGESETZ niemanden zu stören. Liest sich ja auch viel besser, wenn dieses Geld von der Regierung kommt. Ich glaub, ich hör ab sofort auf, mich für News zu interessieren, ist nicht gut für meine Nerven :phantom: LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 11. November 2009, 10:56:18 Hallo,
also so schlimm denke ich da nicht drüber momentan, obwohl ich mir jede Sauerei vorstellen kann die Sie beschließen werden. :crash: Es ist ja ein Gesetzesendwurf der muß noch durch Bundesrat und ...tag. Und was sollte das Gesetz eigentlich bringen? "Besserstellung und Entlastung der Wirtschaft -Unternehmen und des normalen Arbeitnehmers." Damit das Konsumverhalten bestehen oder verbessert wird. Mit weniger Geld bei den UH-Pflichtigen, sowie reell nicht mehr Geld bei Bedarfsgemeinschaften. Einzig da bin ich nicht so form drin bei zusammenveranlagten Familien etwas mehr Geld oder? Mit der Polit. Mehrheit in der Koalition wird es sicher so beschlossen. Nur sollte doch auch der Einkommenssteuersatz um 1% runtergenommen werden und die Krankenkassenbeiträge sollen noch steuerlich absetzbar werden. Das bedeutet also auch mehr Netto. Meines Erachtens sollte der Kindesunterhalt von Barunterhaltspflichtigen ebenfalls steuerlich absetzbar sein. Da wäre vielen mit geholfen. Mit dem Wissen das der Unterhalt wieder steigt werden Sie in Deutschland nicht dafür sorgen das die Geburtenrate wieder steigt. Somit auch der Generationenvertrag nicht mehr einhaltbar sein wird. Staat ist wiederum in der Pflicht. Die nicht geringe Zahl Unterhaltspflichtiger Väter oder Mütter kann ebenfalls weniger konsumieren. Der nächste Punkt wäre, ich gehe noch einen Schritt weiter, das bei mehr und höherem KU auch der Unterhaltsteil für den Ehepartner sinkt da ja weniger Einkommen übrig bleibt, betrifft mich jetzt zwar nicht, aber ist die logische Konsequenz des ganzen. Und geschiedene Paare gibt es in Deutschland noch genug. Der Staat da also auch hier wieder in der Pflicht wäre nachzubessern. Beste Grüße :) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 11. November 2009, 11:32:31 das bei mehr und höherem KU auch der Unterhaltsteil für den Ehepartner sinkt da ja weniger Einkommen übrig bleib Hallo, der KU kann nicht steuerlich geltend gemacht werden, Unterhalt für die Ex aber schon. Unterm Strich bleibt bei dieser Verschiebung der Unterhaltsleistungen mehr Geld beim Staat und weniger bei den Trennungsfamilien. Ich habe dazu vor der letzten Unterhaltsrechtreform einige Beispielrechnungen aufgestellt und ans Ministerium der Zypresse gemailt. Die Antwort war, sinngemäß, man sei sich dessen bewusst, das träfe aber nur sehr wenige Fälle. Ich weiß seither, dass einige hunderttausend oder gar Millionen Menschen für die SPD nur 'sehr wenige' sind. Vielleicht sollte man diese Rechnung bei der neuen Justizministerin noch mal aufmachen. Ich habe dazu keine Lust, machst du? /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: brille007 am 11. November 2009, 13:18:37 Moin,
Meines Erachtens sollte der Kindesunterhalt von Barunterhaltspflichtigen ebenfalls steuerlich absetzbar sein. Da wäre vielen mit geholfen. das ist nicht zu Ende gedacht: Wie sollte man "normalen" (also nicht geschiedenen/getrennten) Familien dann erklären, dass sie die Kosten für ihre Kinder nicht steuerlich geltend machen können, solange sie unter einem Dach leben - aber sofort ab dem Tag, an dem sie sich scheiden lassen bzw. vom kinderbetreuenden Partner trennen?Just my 2 cents Martin Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 12. November 2009, 10:50:01 Moin,
ihr habt natürlich beide Recht (elwu+brille) ganz zu Ende ist es nicht gedacht das stimmt. Eine Beispielrechnung an das Bundesministerium zu senden, fehlt mir sicherlich die Zeit. Die Frage ist welchen Sinn das macht. Sie werden sich nicht durch Beispielrechnungen umstimmen lassen. In der Realität wird es also sicher so werden das die die getrennt leben und wie die nun mal die mehrheit einen dynamischen Titel hat mehr Kindesunterhalt zahlen soll? Mir wurde Gott sei dank nur der KU berechnet. Es muß ja auch nicht der gesamte Kindesunterhalt absetzbar sein. Denn: Im KU ist "immer" ein Teil für die Betreuung des Kindes mit enthalten. Die KM bei mir meint ja auch das sie nur 2 Tage die Woche arbeiten kann und halt das Kind betreut obwohl er ganztags betreut wird. Also ist ein Teil des KU auch zur Betreuung gedacht wovon Sie sich finanziert(sagt Sie sogar selber). Also wenn es nur 50-80€ im Monat wären die absetzbar sind... das wäre schon ein großer Schritt und zusammenlebenden Familien nicht ungerecht aufgetan. Es ist ja gerade der Hohn, das ich wenn man zusammen lebt niemals knapp 500 Euro im Monat für sein Kind ausgibt. Wenn ein Kind so teuer wäre dann müssten ja Eltern mit 3 Kindern im Monat 1500 Euro nur für diese ausgeben. Genau das ist der Punkt. Ich glaube kaum das meine Eltern im Monat knapp 1000 Euro für uns als Kinder mtl. ausgegeben haben... sprich knapp 2000 DM!!!! Wir werden keinen Einfluß darauf haben wenn erhöht wird, ich hoffe selber bisher das die DDT die bisher existiert zumindest weiter Richtlinie sein wird. Sonst muß es ja schnell eine neue geben. Bisher kann ich da nichts finden... Beste Grüße an euch--> Elwu kann mir ja mal die Adresse mailen wo man an das Familienministerium per Mail schreiben kann... Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Hier hat schon mal iner gerechnet Beitrag von: ankor am 12. November 2009, 17:22:23 Hier hat schon mal einer gerechnet:
Quelle: www.ehescheidung24.de Autor: RA J. Christoph Berndt Kanzlei: Berndt, Schaar & Kollegen http://www.ehescheidung24.de/ratgeber/download.php?id=287&attachid=61 (http://www.ehescheidung24.de/ratgeber/download.php?id=287&attachid=61) Der Artikel dazu: http://www.ehescheidung24.de/ratgeber/dsseldorfer_tabelle_2010-287.html (http://www.ehescheidung24.de/ratgeber/dsseldorfer_tabelle_2010-287.html) Viele Grüße Ankor P.S: bei mir bedeutet das eine Steigerung von 2 * 352 = 708 auf 2 * 398 = 796. A. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 12. November 2009, 19:09:31 Mal ne Zwischenfrage:
Inwieweit führt die Erhöhung des Freibetrags zu einer Erhöhung des unterhaltsrelevanten Einkommens? Oder andersrum. Wenn durch die Erhöhung des KU der SB/BKB unterschritte nwird, was passiert dann? Muß der Unterhaltsschuldner dann mühselig abändern lassen. Wenn man durch ein evtl. höheres Netto noch ne Stufe höher müßte, wird gibt es dann mal wieder ein Auskunftsrecht, das außerhalb der 2-Jahrsfrist liegt? # Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: pappasorglos am 12. November 2009, 19:58:12 >> Meines Erachtens sollte der Kindesunterhalt von Barunterhaltspflichtigen >>ebenfalls steuerlich absetzbar sein. Da wäre vielen mit geholfen. das ist nicht zu Ende gedacht: Wie sollte man "normalen" (also nicht geschiedenen/getrennten) Familien dann erklären, dass sie die Kosten für ihre Kinder nicht steuerlich geltend machen können, solange sie unter einem Dach leben - aber sofort ab dem Tag, an dem sie sich scheiden lassen bzw. vom kinderbetreuenden Partner trennen? So ist es zuende gedacht, ohne Umklappeffekte, präzise die Gerechtigkeitslücke füllend und entsprechend preiswert (weit unter einer Milliarde pro Jahr): http://www.demokratieonline.de/modules/content/petition.php?PetID=390 Reicht aber nicht, wenn 1224 Petenten zuende denken, ein Ministerialbürokrat aber nicht. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: brille007 am 12. November 2009, 20:41:15 Moin pappasorglos,
ich erinnere mich an ein Gerichtsverfahren vor Jahren: Da hat sich ein Vater "selbständig" gemacht mit einer Firma, deren Geschäftszweck es war, (seine eigenen) Kinder grosszuziehen und in diesem Kontext die dafür anfallenden Kosten steuerlich als Betriebsausgaben geltend zu machen. Begründung unter anderem sinngemäss: Würde ich Hühner oder Schweine züchten, könnte ich die Kosten für Stall, Futter und Tierarzt ja ebenfalls steuerlich geltend machen. Nach meiner Erinnerung ist das Ganze unter anderem daran gescheitert, dass ihm - im Gegensatz zum Viehzüchter, der seine Viecher irgendwann mit Profit verkauft - "Liebhaberei ohne Gewinnerzielungsabsicht" vorgehalten wurde, denn dass seine "Investitionen" ihre Kosten irgendwann wieder einspielen würden, konnte er nicht belegen. Wäre ja auch zu schön gewesen: Millionen anderer Eltern hätten ansonsten sicher gerne und sofort ebenfalls eine Firma zum Steuernsparen gegründet... Grüssles Martin Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 13. November 2009, 13:56:01 Moin,
so wie es aussieht, ist jemand mit einem Einkommen von 1500 Euro und zwei Kindern zwischen 12 und 17 dann bereits ein Mangelfall. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: brille007 am 13. November 2009, 14:57:31 Moin,
ein steuerlich sinnvoller Weg wäre m. E. weiterhin nicht, Kindesunterhalt für Getrennte/Geschiedene steuerlich absetzbar zu machen, sondern ALLEN Eltern - unabhängig vom Familienstand - einfach die Steuerklasse 3 zu lassen bzw. zu geben. Grüssles Martin Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 13. November 2009, 15:00:11 Familiensplitting wie in Frankreich.
Wenn ich mich richtig erinnere gibt es für jeden Unterhaltsberechtigten einen Freibetrag. Egal ob verheiratet oder nicht. Aber kein Ehegattensplitting, landläufig Stk. 3 genannt. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 18. November 2009, 23:03:51 Na dann bezahl ich ja bald 38,00€ im Monat mehr Unterhalt. Ich werde jedenfalls keine Auskunft geben. In 2 Jahren können Sie sich melden. Was ich an Geld nicht überhabe gebe ich auch nicht aus. Heißt durch die Masse an Unterhaltszahlern die es nun mal gibt wird die Konjungtur nicht anziehen. Der einzige Trost ist das ich irgendwann wie alle anderen auch mit diesem KU durch bin/sind.
Der Staat nimmt mir 38 Euro mehr weg, gut, die kann man sich auch wiederholen :) Bsp. möchte ich jetzt hier nicht darlegen. Beste Grüße Baerri Titel: Neue Regierung->neuer Kinderfreibetrag->Erhöhung des Kindesunterhalt->ab 2010 Beitrag von: Zahlmeister ohne Ende am 25. November 2009, 19:13:26 Ich weiss nicht ob schon ein Thread existiert.
Ich möchte keinen den Abend versauen oder das neue Jahr 2010 aber habt Ihr euch schon mal Gedanken gemacht über die neue Regierung? Wir Väter sind wieder die Deppen der Nation. Da der Kindesunterhalt vom Kinderfreibetrag ebhängt und dieser ja auf 8004 € steigen soll heisst das eine Erhöhung der jeweiligen Beträge in der DDT. Die genauen Beträge kann uns dann bestimmt Frau Hahne nennen. Danke Deutschland. ;( ;( :gunman: :gunman: Titel: Re: Neue Regierung->neuer Kinderfreibetrag->Erhöhung des Kindesunterhalt->ab 2010 Beitrag von: oldie am 25. November 2009, 20:51:02 'n Abend
Ich weiss nicht ob schon ein Thread existiert. Ja, >>hier<< (http://www.vatersein.de/Forum-topic-17008.html).Gruss oldie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: nero070 am 25. November 2009, 21:08:43 Guten Abend,
ob es hilft oder nicht, hier ein Link zu einer Petition: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8403 Wer mag kann mitzeichnen. Ich habe mich bereits an alle MdB der Parteien aus meinem Wahlkreis gewendet und dieses Problem aufgezeigt. Keiner der Herren wusste davon. Muss ja auch keiner wissen, denn schließlich hat der Staat ja durch die dadurch entstehenden Einsparungen bei den Sozialleistungen, die Mehrausgaben für die Erhöhung des Kinderfreibetrages bereits schon wieder raus. Unterhaltspflichtige Elterteile finanzieren die Steuerentlastungen. Das Medieninteresse geht gegen Null. Viele Grüße Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 30. November 2009, 21:34:37 Wenn wir als Barunterhaltspflichtige mehr zahlen müssen dann werden wir das müssen... das Licht am Ende des Tunnels ist die Gewissheit irgendwann mal mit dem KU durch zu sein... denn der Staat hilft uns betimmt nicht :knockout:
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 04. Dezember 2009, 20:10:08 Moin,
heute wurde abgestimmt und das Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums mit 322 zu 246 Stimmen angenommen. Der Bundesrat soll auch noch seine Meinung sagen. Die eingebrachten Änderungsvorschläge betrafen die Nichtanrechnung der KG-Erhöhung bei Bezug von ALG-2 und eine Änderung des Altersteilzeitgesetzes. In diesem Kontext zu vernachlässigen. Detaillierte Informationen gibt es >hier< (http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2009/27983628_kw49_wachstum/namabst.html). Auf meine obige auf den 10.11.2009 datierte E-Mail an das BMJ erhielt ich bis heute keine Antwort. Die MdB's meines Wahkreises erhielten daher selbige E-Mail. DeepThought Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Dibaa am 04. Dezember 2009, 21:02:13 Hi,
Au man, wieder weniger in der Börse. :mad: :mad: So langsam habe ich das Gefühl das die Sache mit Straßburg nur ein kurzzeitiges Ablenkungsmanöver war um dieses hier zu vertuschen. MfG Dibaa Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: nachtigall am 04. Dezember 2009, 22:29:40 hi,
ich habe in meiner sache ein aktuelles urteil aus dem september diesen jahres (alterstufe 3, 120%). da sich zwischen september und januar weder bedarf noch leistungsfähigkeit ändern werden, werde ich im ernstfall natürlich mit eben dieser begründung auf abänderung klagen; der neu festgesetzte mindestbedarf ist ja jetzt schon gedeckt. rufe mal zu einem brainstorming zu begründungs-, formulierungsideen auf. danke, nachtigall at admin: falls hier nicht passend bitte in einen neuen thread verschieben, thx. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 04. Dezember 2009, 22:31:46 Wieso willst du ne Änderungsklage einreichen?
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: nachtigall am 04. Dezember 2009, 23:25:04 hi,
ähms, weil ich zu 120% des soontobe um 13% erhöhten mindestbedarf verpflichtet bin?! ziel der abänderung wird sein, den %-satz dem derzeitigen betrag anzupassen. greetz, nachtigall Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 06. Dezember 2009, 10:59:51 Auf deutsch wird das heißen wir die Barunterhaltspflichtigen bekommen wieder nette Post. Aber eine neue Auskunft über Einkommen gebe ich erst wieder in 2 jahren!!! 100%ig.
Wenn es aufgrund der Gesetzes zum Wirtschaftswachstum der Fall ist das wir mehr zahlen müssen, bin nur gespannt wann die erste reelle Tabelle vorhanden ist, also angepaßt wurde. Wir können doch unser gesamtes Einkommen gleich dem Staat aushändigen und er teilt uns einen kleinen Brocken für Wohnen, NK, Essen und Kleidung zu. Den Rest erhält das Kind!!!! Bei 2000 Netto als Bsp. 700 wir und 1300 das Kind, was es natürlich auch kostet im Monat!!!! Klar ein Kind kostet nun mal 1300,00 im Monat... Darum haben Familien mit 3 Kindern auch mtl. Ausgaben für die 3 von 3900,00 mtl. ganz klar!!!! Beste Grüße aber für mich ist das ganze nur noch eine Abzahlung... eben noch 10 Jahre!!! Dann war es das Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 06. Dezember 2009, 20:14:06 Wer Lust auf einen Zahlenfriedhof hat, kann sich ja die Gegenüberstellung der DT 2009 zu 2010 ansehen (>hier< (http://www.vatersein.de/pdf/Vergleich_DT_2009-2010.pdf), pdf).
*edit Jahreszahl korrigiert Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Furbie30 am 07. Dezember 2009, 14:43:50 Hallo
Also wenn ich pech habe muss ich dann ab Jamuar mehr KU zahlen und darf aber weiterhin auch noch EU zahlen. Abänderung zwecks EU wird sich bestimmt nicht lohnen, oder? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 08. Dezember 2009, 21:01:27 Hallo,
nach der Tabelle von Deep sind es keine rosigen Aussichten. Ein schönes Willkommensgeschenk an alle Barunterhaltspflichtigen. Frag mich bloß wer all die Briefe rausschickt!!!! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: anfree72 am 08. Dezember 2009, 22:05:20 .... wenn das so eintrifft was machen all die die jetzt schon über den Selbstbehalt zahlen und einen dynamischen Titel haben? Es ist echt zum ;(
Andrea Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: schlaflos am 09. Dezember 2009, 08:13:04 Hallo zusammen,
die RA´s dieses schönen Landes rühren auch schon ordentlich mit folgendern Verlautbarungen die Klagetrommel bei ihrer Kundschaft, obwohl noch nichts entschieden ist. "Die Unterhaltssätze für eheliche und uneheliche Kinder werden wahrscheinlich ab dem 01.01.2010 angehoben. Auch der Mindestbehalt für den i. d. R. unterhaltspflichtigen Vater wird auf 1.000 € heraufgesetzt, gemäß den Vorgaben der neuen Regierung. Vorgesehen ist ein Mindestsatz für: Ein Kind bis zum 6. Geburtstag: 317,00 € ./. hälftiges Kindergeld: 92,00 € Restbedarf: 225,00 € bisher 199,00 € Kind bis zum 12. Geburtstag: 364,00 € ./. hälftiges Kindergeld: 92,00 € Restbedarf: 272,00 € bisher 240,00 € Folge: Es sind immer 10% mehr, d. h. die Wesentlichkeitsgrenze für ein Abänderungsverfahren eines alten Urteils ist immer gegeben. Sorgen Sie also für eine Erhöhung des Kinderunterhalts ab dem 01.01.2010" Ist halt auch ein riesen Geschäft, heißt doch Konjunkturpaket, oder....... lg Schlaflos Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 09. Dezember 2009, 08:15:42 Moin,
Wo hast du denn den Stuss "Auch der Mindestbehalt für den i. d. R. unterhaltspflichtigen Vater wird auf 1.000 € heraufgesetzt, gemäß den Vorgaben der neuen Regierung. " gefunden? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: schlaflos am 09. Dezember 2009, 08:27:39 das schreiben so einige Ra´s ihren klagefreudigen Kundinnen und Kunden....
In meinem ersten Satz hatte ich aber bereits erwähnt, das noch nichts entschieden ist. Das Paket muss ja noch durch den Bunderat abgesegnet werden. Termin hierfür ist der 18.12.2009. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 09. Dezember 2009, 08:53:20 In meinem ersten Satz hatte ich aber bereits erwähnt, das noch nichts entschieden ist. Das Paket muss ja noch durch den Bunderat abgesegnet werden. Ich meinte ja auch nicht dich mit Stuss, sondern den Advokaten.Oder hat jemand irgendwo was von einer SB-Erhöhung auf 1.000,- gehört? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 09. Dezember 2009, 09:14:09 Morgen Beppo,
weder gehört, noch gelesen. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: schlaflos am 09. Dezember 2009, 09:31:11 Da dieser "Werbebriefbrief" mit dem obig genannten Inhalt wohl von einigen RA´s so genutzt wird, scheint die Quelle für den "Stuss" wohl bei deren Informationssystem zu liegen. :phantom:
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 09. Dezember 2009, 12:58:35 Moin,
ich konnte keinen Anwalt finden, der im Internet sowas verbreitet. Aber ich habe eine Petition (https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=8403) mit interessanter Diskussion (https://epetitionen.bundestag.de/index.php?PHPSESSID=68f769eea63fca757da6fa535ea29dce&topic=3352.msg60644#msg60644) gefunden. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 10. Dezember 2009, 07:29:55 Danke Eskima,
also wenn es ohne Regulierung durch geht dann sehe ich es so das man sich doch als Barunterhaltspflichtiger mal zusammenfinden und über einen guten Anwalt wie in der Disskussion beschrieben ein " Sammelklage" Zw. Gleichberechtigung einreichen sollte. Die Erfolgsaussichten werden Zitat: Ansonsten würden sich die Chancen einer erfolgreichen Klage vor dem Bundesverfassungsgericht durch die immer stärker werdende einseitige Belastung des Barunterhaltspflichtigen im Vergleich zum betreuenden Elternteil schon immens erhöhen. erhöhen. Und bei mir ist das Maß solangsam voll. Denn bei mir tritt genau das ein, KM Harz4 und der Höhere Unterhalt kommt nicht dem Kind zugute sondern der Bedarfsgemeinschaft. Im Endeffekt stehen nicht mehr Geld sondern nur durch mich ein höherer Anteil des Pozentsatzes meiner Unterstützung der gesamten Bedarfsgemeinschaft in Zahlen da. Ich bin langsam stinksauer :gunman: Die 32 Euro mehr jol ich mir definitiv vom Staat wieder!!!!!!!!!!!!!!!! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 10. Dezember 2009, 07:35:06 Hallo Baeri,
ein weiteres mal. Amerikanische Anwaltsserien spiegeln nicht unser Rechtssystem. Unser System kennt nach wie vor keine Sammelklagen. Das wurde hier, glaub ich, schon öfter erwähnt. Jeder muß für sich Klage einreichen und jeder bekommt dann seine Enzelfallentscheiden. Gäbe es Sammelklagen wären derzeit die "Sozialgericht" wegen Hartz IV nicht so überlaufen :wink: Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: cicero73 am 10. Dezember 2009, 09:05:38 Ja und mit Maenner die in Ausland arbeiten? sie haben keine moeglichkeit die zusaetzliche KU belastung in die Steuer geltend zu machen! Nur Kurze vergleich...
In England eine Kollege von mir, mit aenlicher Gehalt bzw. Einkommen wie ich, zahlt knapp 470 Englische Pfund (550€) pro Monat KU fuer zwei minderjahrige Kinder. Ich zahle ab Januar 2010 ueber 1.230,-€ pro Monat fuer meine 3 Minderjahrige Kinder. So einen Unterscheid in der Lebenshaltungskosten/index zwischen England und Deutschland gibt selbstverstaendlich nichts! Eine Sache ist sicher - Vaeter Deutsche Kinder sind lebenslang abgezockt! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 10. Dezember 2009, 21:38:25 *vollquoting gelöscht Aber eine Klage mit einer Erfolgsaussicht, die dann gewonnen und mit einem Urteil belegbar ist hat weitreichende Folgen für andere Fälle. Die Gerichte ich kenne es aus der Planungsbranche sind dann angehalten sich einem rechtsgültigem Urteil anzulehnen. Jeder Anwalt wird darauf für seinen Mandanten hinwirken. Die Frage ist was ist der Streitwert gegen ein Gesetz was eben nicht der Gleichstellung gegenüber zusammen veranlagten Paaren betrifft. In der Petition wurde erwähnt das sich die sog. "Günstigerprüfung" durch das FA erst ab 31000€ Jahreseinkommen zum Vorteil ergibt. Also auf meine Person auf alle Fälle. Wenn man durch die Steuerfreibeträge im endeffekt einen teil der mehrkosten zurück bekäme wäre es ja auch nicht weiter schlimm. Aber dann doch auch für alle Barunterhaltspflichtigen die dem nachkommen oder? warum erst ab 31t€? Die Politik muß nachbessern... ich würde klagen ist nur die Frage mit welchen Beträgen man dann nachher vielleicht sitzen bleibt wenn man kein Recht bekommt. Und nen Anwalt einen guten bräuchte ich dann auch. Aber klagen würde ich für meine Person auf alle Fälle wenn Erfolg in Aussicht wäre!!!!!!! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 13. Dezember 2009, 20:19:26 Am 18.12.2009 schlidert das Gesetz vor den Bundesrat... kann man da noch irgendwas zum umdenken in der Politik herantragen? Nach allem was ich lese ist gerade in Hinblick auf die Barunterhaltspflichtigen extremer Handlungsbedarf das Gesetz nachzubessern und eben den Anstieg des Unterhalts zu verhindern...
Wer bitte schafft sich dann in Deutschland freiwillig nich Kinder an???? Grüße Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 13. Dezember 2009, 20:39:04 Jeder, der dieses Topic liest und sich aufregt, möge doch bitte die Liste der Personen hier einstellen, die er in dieser Sache angeschrieben hat.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: nachtigall am 13. Dezember 2009, 21:03:24 hi,
angeschrieben habe ich lediglich per leserbrief die lokale zeitung, saarbrücker z. ich werde wie o. a. beschrieben klage einreichen, sobald das ding durch den bundesrat ist. argumentationslinie: mindestbetrag ist gesichert, inflation hat nicht stattgefunden, leistungsfähigkeit und bedarf hat sich nicht geändert. eine düsseldorfer tabelle, die noch aktuelle dt weist andere werte aus, als diejenigen, die sich dann aus meinem titel (dynamisch) ergeben. daneben werde ich natürlich next jahr bei der eksterkl den vollen sächlichen freibetrag beantragen, da lediglich ich den sächlichen bedarf sichere. im letzten bverfg urteil zur thematik findet sich allerlei argumentationshilfe für das dann zu erwartende finanzgerichtsverfahren. greetz, nachtigall Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 13. Dezember 2009, 22:12:28 Jeder, der dieses Topic liest und sich aufregt, möge doch bitte die Liste der Personen hier einstellen, die er in dieser Sache angeschrieben hat. Hallo, ich rege mich in dieser Sache nicht auf aber habe dennoch das BMJ angeschrieben, bislang ohne jedwede Reaktion. Dass ich allerdings von einer Ausgestaltung der Gesetze ausgehe, die eine derart grotesk sprunghafte Anhebung der Unterhaltssätze verhindert, habe ich ja schon vor langem oben im Thread geschrieben. Bereits jetzt über mögliche Klagen der Betroffenen zu spekulieren ist IMO verfrüht, da noch gar keine Tatsachen geschaffen wurden. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 13. Dezember 2009, 23:08:34 Es wird schon jubiliert: http://www.anwalt24.de/rechtsanwalt/simone-graute-fachanwaeltin-fuer-familienrecht-597186/blog/15/6778/achtung-kindergelderhoehung-und-neue-duesseldorfer-tabelle-ab-2010-01-01
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 13. Dezember 2009, 23:23:06 Aber da steht auch:
Zitat Sowie die neue Tabelle offiziell in Kraft getreten ist, werden wir sie mit den weiteren Änderungen (Selbstbehaltsänderungen des Pflichtigen) selbstverständlich auf unserer Homepage veröffentlichen. Bleibt die Frage, ob es eine reine Vorsichtsmaßnahme ist, ein Gerücht oder was auch immer. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 13. Dezember 2009, 23:25:40 Mit den neuen Selbstbehaltsen wird natürlich Hoffnung geschürt und Bereitschaft erhofft. Nur, ein höherer Selbstbehalt führt nicht zwangsläufig zu niedrigerem KU oder Einfrieren des bisherigen.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 13. Dezember 2009, 23:48:15 Klingt logisch. Wenn das Einkommen 1500€ beträgt und für zwei Kinder der Stufe 3 gezahlt werden muss, dann ist nach aller Voraussicht im nächsten Jahr bei einem SB von 900€ bereits eine Mangelfallberechnung vorzunehmen, bzw. fiktives Einkommen, Haushaltsführung etc. anzusetzen. Wenn nun der SB auf 1000€ steigen würde, dann würden die Kinder noch weniger Unterhalt bekommen, die Kinderarmut größer werden und die Väter müssen noch mehr fiktiv beurteilt werden.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 13. Dezember 2009, 23:57:59 Moin,
ich habe sowieso nie begriffen, wie die DDT, ausgehend von drei Unterhaltsgläubigern bei einem Einkommen bis 1.500 Euro von einem Zahlbetrag von 199 Euro ausgeht, wo doch jeder, der tatsächlich drei Unterhaltsgläubiger hat und unter 1.500 Euro verdient ein Mangelfall wird. Aber ich muss ja nicht alles verstehen, oder? LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 14. Dezember 2009, 00:34:34 Hallo LBM,
es gibt Dinge, die hinterfragt man nicht, die nimmt man einfach so hin. Ich hab es auch nie verstanden. Aber um mal in der Gegenwart zu bleiben: die Kaufkraft wird um 42 Euro voraussichtlich sinken: http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/gfk-studie-die-krise-kommt-2010-in-den-portemonnaies-an;2499060 (http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/gfk-studie-die-krise-kommt-2010-in-den-portemonnaies-an;2499060) Zitat Das im Durchschnitt verfügbare Einkommen sinkt demnach um 42 Euro pro Einwohner Bei den Einwohnern werden die Kinder mitgezählt und brauchen natürlich höheren Unterhalt, um das Defizit auszugleichen. Mein Ironieschild hab ich schon vor längerer Zeit verloren. Also: Vater verliert 42 Euro bei gleichbleibendem Einkommen, Kinder verlieren 42 Euro, die durch KU wieder reingeholt werden müssen. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 14. Dezember 2009, 08:55:44 Moin,
[ironie] wenn ich es richtig gelesen habe, beziehen sich die 42 € auf das verfügbare Jahreseinkommen, gerade mal 3,50 € pro Monat. Das ist der Betrag, den ein ALG-2-Bezieher für die tgl. Ernährung zur Verfügung hat. Das ist ja nun nicht wirklich viel. Das wuppen wir doch mit Begeisterung [/ironie] DeepThought Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 14. Dezember 2009, 11:23:56 Moin,
so langsam könnte man über ein Zynismus-Schild nachdenken :puzz: Ich hab mal mit freundlicher Genehmigung des Verfassers die mail auf Seite 1 dieses threads kopiert und gestreut. Und ich denke je mehr Leute das tun, desto mehr würde die mail auch wahrgenommen werden, nach dem Motto: steter Tropfen höhlt den Stein. Meist ärgere ich mich bei sowas ja über die Antworten, weil die so völlig am Thema und an der Fragestellung vorbei gehen. Nagut, die Opposition werde ich auch noch füttern, vielleicht haben die ja Bock, da mal ein Auge drauf zu werfen. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Black Knight am 15. Dezember 2009, 09:09:33 Moin zusammen,
ich hab mal beim JA angerufen und um Aufklärung gebeten. Hintergrung: Barunterhaltspflichtiger für 3 Kinder (100 %) dy. Titel seit 10/08. Sollte also das Gesetz durch den Bundesrat kommen, würde das für mich bedeuten, dass ich keinen Selbstbehalt mehr von 900 Euro hätte sondern ca. 90 EURO mehr zahlen müsste. Dies würde mich allerdings finanziell total aus den Socken hebeln. Die nette (ernst gemeint) Dame vom JA erklärte mir wie bereits im letzten Jahr, dass sie beim JA auf exakte Zahlen warten. Sie rechnen allerdings auch mit der hier diskutierten Änderung. Darüber hinaus erwarten sie ebenfalls eine Anpassung des SB auf 950 evtl. 1000 EURO. Hierzu konnte sie allerdings nichts genaues sagen - versteht sich!!! Allerdings muss ich - wenn alles so eintritt - ein Antrag auf Neuberechnung des KU stellen, sie selbst kommen nicht auf einen zu, außer, das man besagte Informationpost nach Inkrafttreten des G bekommt. Sie würden dann dem Antrag entsprechen und nach Prüfung mit der KM in Kontakt treten, falls des zu einem Mangelfall kommt. Ich denke, dass das alles für uns sehr sehr ärgerlich ist und von Gerechtigkeit kann ich keine Spur erkennen. Doch man kann aus solchen Vorgaben nur das beste machen. Ich warte jetzt erst mal ab und werde meine Excel-Datei über die Feiertage bemühen, damit ich für mich schon mal abschätzen kann wie hoch der KU so oder so sein wird. LG Black Knight Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 15. Dezember 2009, 18:19:43 Eine erste Antwort trudelt ein und erübrigt damit alle weiteren:
Zitat Sehr geehrter Herr DeepThought, Dank für Ihre Mail zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz. Vorneweg: Ich habe - wie die gesamte SPD-Bundestagsfraktion - am 4. Dezember im Deutschen Bundestag gegen das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz gestimmt. Der von Ihnen genannte Zusammenhang zwischen dem Anstieg des sächlichen Existenzminimums einerseits und dem Mindestunterhalt minderjähriger Kinder andererseits ist zutreffend. Durch die Erhöhung des Kinderfreibetrages im Zuge des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes dürfte auch der zu zahlende Mindestunterhalt ansteigen. Hier muss allerdings eine Gesamtbetrachtung gemacht werden: Höhere Unterhaltszahlungen werden - zumindest anteilig - durch das erhöhte Kindergeld bzw. die steuerliche Ersparnis durch den erhöhten Kinderfreibetrag ausgeglichen. Ich teile Ihre Kritik, dass in der Darstellung der Bundesregierung zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz nicht erwähnt wird, dass hier durch die erhöhten Unterhaltsbelastungen für bestimmte Personengruppen zusätzliche Belastungen entstehen können anstelle der von der Bundesregierung propagierten Entlastungen. Die geplante Anhebung der Freibeträge für Kinder und des Kindergelds ist insgesamt kritikwürdig. Sie entspricht weder den Anforderungen einer gerechten Familienförderung noch denen einer effektiven Wachstumsförderung. Um den Familien zu helfen, die dies am dringendsten brauchen, wären eine Erhöhung der Kinderregelsätze in der Sozialhilfe, ein weiterer Ausbau der Kindertagesstätten und Ganztagsschulen, Gebührenfreiheit der Einrichtungen sowie kostenlose Mittagstische in Kitas und Schulen erforderlich. Mit freundlichen Grüßen Hans-Peter Bartels ________________________________________ Deutscher Bundestag Dr. Hans-Peter Bartels, MdB Platz der Republik 1 11011 Berlin Tel: 030-227-77638 Fax: 030-227-76052 www.hans-peter-bartels.de Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 15. Dezember 2009, 19:16:56 Danke Deep, ist alles klar jetzt. Denke da gibt es wenig hinzuzufügen. Wie schon erwähnt das Geld was wir mehr zahlen müssen steht der Wirtschaft nicht mehr zur Verfügung, die 32 Euro mtl. ca bei mir mehr hole ich mir auf andere weise doppelt wieder.
VG an euch :) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 15. Dezember 2009, 20:51:17 Wie schon erwähnt das Geld was wir mehr zahlen müssen steht der Wirtschaft nicht mehr zur Verfügung, Hi Baeri, das ist ein Denkfehler. Das Geld das Unterhaltspflichtige mehr zahlen müssen steht durchaus der Wirtschaft zur Verfügung. Aber eben nicht mehr aus deinem Geldbeutel, sondern aus dem Geldbeutel deiner Ex :wink: Und genau deshalb dürfte es der Politik auch so völlig egal sein. Denn wer das Geld ausgibt ist denen egal. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 15. Dezember 2009, 21:00:58 Stimmt da gebe ich Dir recht, werde daher Klage wegen den in Aufstellung befindlichen Zielen einleiten. Klage auf jeden Fall gegen das Gesetz... Spreche demnächst mit meinem Anwalt. Erfolgsaussicht usw. Das Gesetz verstößt eindeutig gegen das Gleichstellungsgesetz von Zusammen Lebenden und Getrennt Lebenden Paaren!!!
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 15. Dezember 2009, 21:01:21 Ich teile Ihre Kritik, dass in der Darstellung der Bundesregierung zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz nicht erwähnt wird, dass hier durch die erhöhten Unterhaltsbelastungen für bestimmte Personengruppen zusätzliche Belastungen entstehen können anstelle der von der Bundesregierung propagierten Entlastungen. Hallo, wie immer bei den Roßtäuschern aller Parteien: genau lesen. Da steht nicht, dass er die Tatsache an sich kritisiert! Wäre auch von dieser Partei nicht zu erwarten, denn die hat noch stets geschaut, dass einer ihrer Zielklientel, alleinerziehenden Müttern, immer mehr KU zukommt. Er kritisiert nur das diesbezügliche Kommunikationsverhalten der Regierung. Großer Unterschied. Und wenn ich mir die Darstellungen der SPD in den vergangenen 11 Jahre ihrer Regierungsverantwortung ins Gedächtnis rufe, etwa zu den Hartz-Gesetzen... Seine Meinung 'Die geplante Anhebung der Freibeträge für Kinder und des Kindergelds ist insgesamt kritikwürdig' teile ich in keiner Weise. Abzulehnen ist an diesem Gesetzesmurks vieles, etwa der Einkommenssteigerungsbonbon für Hoteliers. Nicht aber die kindbezogenen Steuererleichterungen. Davon ab: die meisten KU Titel sind an die DT gekoppelt. Nicht an das Gesetz, an zwölftel von Freibeträgen usw. Solange sich die DT nicht ändert, wird also auch wenig passieren. In welche Richtung die DT wandert muss man abwarten. Ach ja, was mal wieder auffällt: selbst wenn der Selbstbehalt angehoben wird, hilft das nur Zahlemännern mit geringerem Einkommen. Die mit mittlerem haben davon goar nüscht, die müssen halt (noch) mehr zahlen. Wie stets wird also die Einkommensmitte noch mehr ausgepresst, während die weiter unten geschont werden. Die oberen... Müsste man mal rechnen, ob und wenn ja in welchen Konstellationen die höheren Freibeträge bei der Steuer mehr Ersparnis ausmachen als der Unterhalt steigt. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 15. Dezember 2009, 21:40:33 Hallo Elwu, danke dir erstmal
die Rede war von einer günstigeren Stellung bei Einkommen über 31000 Jahresverdienst... find das jetzt nur auf die schnelle nicht. PS: Eines wir aber dabei vergessen. Bei den Unterhaltswerten für ein Kind werden die meisten nicht im mehr im geringsten weitere Zugeständnisse drin sein, wie Geburtstage, das erste Moped oder einen Zuschuß zum Führerschein. Damit ist dann echt alles abgedeckt. Zumindest sehe ich das jetzt so. VG an euch.... aber erst mal sehen was die aus der DDT machen. Bestimmt nichts gutes :mad: Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 15. Dezember 2009, 22:17:31 Müsste man mal rechnen, ob und wenn ja in welchen Konstellationen die höheren Freibeträge bei der Steuer mehr Ersparnis ausmachen als der Unterhalt steigt. Hallo elwu - jetzt wo du's schreibst, fällt mir auf: Da ist ja sogar ein Doppelmoppel für höheren Unterhalt drin! Durch den höheren Freibetrag hat man erst mal etwas mehr Netto, dadurch landet man ggf. gleich mal eine Zeile höher in der Düsseldorfer Tabelle, und wenn dann noch die Tabellenbeträge als solche angehoben werden ... hm, irgendwer in unserer Regierung hat da entweder überhaupt nicht - oder sogar besonders gründlich nachgedacht! PS: Eines wir aber dabei vergessen. Bei den Unterhaltswerten für ein Kind werden die meisten nicht im mehr im geringsten weitere Zugeständnisse drin sein, wie Geburtstage, das erste Moped oder einen Zuschuß zum Führerschein. Damit ist dann echt alles abgedeckt. Zumindest sehe ich das jetzt so. Hallo Baeri - mach dir da mal keine Sorgen. Die Richter vom BGH in ihrer unermesslichen Weisheit werden bestimmt noch irgendetwas finden, wo sie das ganz anders sehen als du und ich ... Nix für ungut, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 16. Dezember 2009, 07:21:39 Malachit hat Recht, wenn das Gesetz so durch geht steht es auf so wackeligen Beinen das schon der Grundsatz "Gleichberechtigung" einen Hebel zum Ansatz gibt. Zusammenvernlagte Partner mit Kind besser zu stellen als nun mal getrennt lebende, aus welchem Grund auch immer, ich habe ja nicht mal zusammengelebt.
Meine Klage wird gegen die Verfassungswidrigkeit dieses Gesetzes gehen. Zumal in der Harz 4 Apparat ja den hohen Anteil Unterhalt und Kindergeld für die Bedarfsgemeinschaft schluckt. Das Kind also reell gar nicht mehr finanz Mittel zur Vefügung hat. Wenn die das so beschließen dann komm ich 100% mit einer Klage durch, die Gerichtskosten gehen dann an den Staat. Habe das schon einmal mit einem Amt durch. 13000 Euro Gerichtskosten die wurden dann vom Staat/Land getragen weil die zu dämlich sind Ihre Gesetze so zu beschl. das eben kein Widerspruch dagegen mehr greift. Vielleicht auch ein Fall für den Bund der Steuerzahler... Die 13000 GK bei mir die ein Bundesland trug hätten weiß Gott besser eingesetzt werden können... Werde auch erstmal sollte ein höherer Betrag gefordert werden an KU ab 2010 den alten weiterzahlen und den Widerspruch wegen anliegender Klage begründen. VG Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 16. Dezember 2009, 08:02:05 Unsere Nachbarn haben noch was bei den anderen Nachbarn (http://www.treffpunkteltern.de/foren/viewtopic.php?t=22891&postdays=0&postorder=asc&start=225) ausgebuddelt:
Es ist die Antwort von Jutta Puls, der Vorsitzenden der Unterhaltskommission beim deutschen Familiengerichtstages und ehemalige OLG-Richterin. Eigentlich sollte man man meinen, sie versteht was davon. Zitat Ihre Besorgnis, mehr Unterhalt bei gleich gebliebenem Einkommen ab1.1.2010 zahlen zu sollen, ist gut nachvollziehbar. Ob allerdings der Bundesrat das Wachstumsbeschleunigungsgesetz , das eine Anhebung der Mindestunterhaltssätze für Minderjährige per 1.1.2010 zur Folge haben würde, am 18. 12. 2009 verabschieden wird, ist noch offen. Die Zuwendungen aus dem Staatssäckel an die Länder werden es schon richten.Damit erhöhen die Geschenke, die der Staat anderen auf unsere Koste macht, auch noch unsere Schulden, bzw. die unserer Kinder weiter. Zitat Sollte es dazu kommen, muss die Düsseldorfer Tabelle entsprechend angepasst werden. Dazu müssen sich die Oberlandesgerichte und die Mitglieder der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e.V. überlegen, ob auch der Mindestselbstbehalt der Unterhaltsschuldner von derzeit 900,00 € erhöht wird. Eine der Erhöhung des Mindestunterhalts entsprechende Erhöhung des Mindestselbstbehalts um 13 % kommt nicht in Betracht, denn der Kindesunterhalt war in der Vergangenheit nicht ausreichend, das Existenzminimum von Kindern zu sichern, wie u.a. aus dem Bericht 2009 der Bundesregierung über das Existenzminimum hervorgeht. Aha! Ich dachte, der Mindestunterhalt ist schon das doppelte des sächlichen Existenzminimums plus KG. Warum sind dann die Kinder vor 10 Jahren nicht reihenweise verhungert als der Unterhalt nicht mal halb so hoch war?Warum darf Hartz4 Kindern auch im Jahr 2010 ein noch größerer Teil ihres Existenzminimums vom Staat wieder weggenommen werden, wo ihnen doch so schon nicht genug zum Leben bleibt? Und welchen Verfassungsrang nimmt eigentlich die Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e.V. ein, dass sie sich anmaßen darüber zu bestimmen? Zitat Hingegen deckt der in der derzeitigen Rechtsprechung übliche Mindestselbstbehalt von 900 € das Existenzminimum von Erwerbstätigen ab, und zwar nach der im erwähnten Bericht angestellten Prognose auch im Jahr 2010. Immerhin ist ein gegenüber Minderjährigen und privilegierten Volljährigen Unterhaltspflichtiger kraft Gesetzes (§ 1603 Abs. 2 BGB) gehalten, sich besonders hart anzustrengen, damit er den Mindestunterhalt für die Kinder aufbringen kann. Die Unterhaltslast wird durch die im erwähnten Gesetz vorgesehene Kindergelderhöhung erleichtert. Wieso sollte der Selbstbehalt erhöht werden, wo doch Frau Puls schon festgestellt hat, dass das gar nicht nötig ist?Und vielen Dank für die Erleichterung! Meine Hälfte der Kindergelderhöhung habe ich ja schon meiner Frau zu geben. Wie üblich 10,-€ wegnehmen, 1,-€ zurück geben und Dank erwarten. Timeo danaos... Zitat Wie auch immer eine Neufassung der Düsseldorfer Tabelle ausfallen mag, kann die Anpassung an eine neue Gesetzeslage nur vorläufig sein, denn im Frühjahr 2010 ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Bemessung des Existenzminimums zu erwarten, die voraussichtlich eine grundlegende Änderung der Düsseldorfer Tabelle erforderlich machen wird. Bei etwaigen Anträgen von Kindern auf Erhöhung ihres bisherigen Unterhalts wird daher der Bemessung des Selbstbehalts für den Unterhaltsverpflichteten im Einzelfall besondere Bedeutung zukommen. Aha! Die nächste Gelegenheit für eine Erhöhung der Unterhaltssätze nach nur 3 Monaten.Zitat Sollten also Ihre berufsbedingten Aufwendungen oder die Belastungen für warme Unterkunft seit der letzten Unterhaltsfestsetzung gestiegen sein, können Sie diese einem Unterhaltserhöhungsverlangen Ihrer Kinder entgegenhalten. Aha! Aufgrund welcher Rechtsgrundlage kann man das?Zitat Die Kosten des Umgangsrechts sind nach der neuen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich von beiden Elternteilen im Verhältnis ihrer beiderseitigen Einkünfte aufzubringen. Notfalls können die Kosten des Umgangsrechts durch öffentliche Hilfeträger übernommen werden........ Aha! Aufgrund welcher Rechtsgrundlage kann man das?Zitat Mit freundlichen Grüßen Jutta Puls Vorsitzende der Unterhaltskommission des Deutschen Familiengerichtstages e.V. Deutscher Familiengerichtstag e.V. c/o Fachhochschule des Bundes Willy Brandt Straße 1 Das Richtergesocks vertröstet uns zunehmend mit Rechten, die sie uns gar nicht zubilligen! Der Mittelstand wird vollständig zu Fürsorgeempfängern. Allerdings bekommt man für die ganze Schweineherde die sie einem vom Hof treiben, kein Schnitzel mehr zurück gegeben, sondern nur noch ein Kauknochen. Warum soll man da noch arbeiten? Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 16. Dezember 2009, 11:37:36 Eine Antwort des BMJ ist gelandet:
Zitat Sehr geehrter Herr DeepThought, ich danke Ihnen für Ihr Schreiben, in dem Sie die geplante Erhöhung des Kinderfreibetrages ansprechen. Der Entwurf des Gesetzes zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (Wachstumsbeschleunigungsgesetz) sieht in der Tat eine Erhöhung des Kinderfreibetrages in der von Ihnen benannten Höhe zu. Lassen Sie mich bitte hierzu folgendes anmerken: Der Kinderfreibetrag bildet das sächliche Existenzminimum eines Kindes ab und wird vor allem auf Grundlage der sozialhilferechtlichen Bedarfssätze für Kinder ermittelt. Im Sozialrecht gab es im Verlauf dieses Jahres jedoch eine wesentliche Änderung, die bei der letzten Feststellung des sächlichen Existenzminimums von Kindern noch nicht berücksichtigt werden konnte (vgl. hierzu auch 7. Existenzminimumbericht der Bundesregierung vom 21.11.2008, Bundestags-Drucksache 16/11065, einsehbar unter www.bundestag.de) So wurde dort eine dritte Altersstufe für Kinder eingeführt. Folge dessen war ein Anstieg des Regelsatzes für 6- bis 13jährige Kinder von 60 auf 70 Prozent des für Erwachsene maßgeblichen Regelsatzes. Auch vor diesem Hintergrund hat sich die Bundesregierung - wegen der Auswirkung auf das Unterhaltsrecht nach durchaus kontroverser Diskussion - letztlich für eine Erhöhung des Kinderfreibetrages nach Maßgabe des vorliegenden Gesetzentwurfes ausgesprochen. Dem ist der Deutsche Bundestag kürzlich gefolgt und hat dem Gesetzentwurf in 2./3. Lesung zugestimmt. Das Gesetzgebungsverfahren ist gleichwohl noch nicht abgeschlossen. Es bedarf - wie Sie vielleicht schon der Presse entnommen haben - noch der Zustimmung des Bundesrates. Ich bitte daher um Verständnis, dass mir abschließende Aussagen derzeit nicht möglich sind. Sollten Sie daher weitere grundätzliche Fragen zum Wachstumsbeschleunigungsgetz oder zu den Steuerfreibeträgen für Kinder haben, bitte ich Sie, sich an das hierfür federführend zuständige Bundesministerium der Finanzen zu wenden. Weitergehende Informationen zum Wachstumsbeschleunigungsgesetzim Internet unter www.bmf.bund.de zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag (Eterni) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 16. Dezember 2009, 11:47:50 Um das mal in Zusammenhang mit deinen Fragen zu stellen und etwas zu komprimieren:
Zitat 1. Ist dem Justizministerium diese Auswirkung bekannt? Ja!Zitat 2. Ist diese Auswirkung in von mir skizzierter Höhe gewollt? Ja!Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 16. Dezember 2009, 12:10:59 ...denn: Familie ist da, wo Kinder sind
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 16. Dezember 2009, 12:59:43 Eine Antwort des BMJ ist gelandet: Hallo, da bin ich mal gespannt auf die neue DT. Zu den Auswirkungen bzgl. Selbstbehaltanhebung habe ich ja schonw as angemerkt. So oder so stellt sich natürlich die Frage, ob Unterhaltsvorschuß auch angehoben wird. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 16. Dezember 2009, 13:33:02 Moin,
ja, der UHV wird ebenso angehoben. Durch die Erhöhung des KFB und die Kopplung dessen an das BGB (oder auch umgehrt) wird der KU auch für den Staat steigen. Diese nicht zu verkennende Belastung ist im Gesetzesentwurf auch benannt. DeepThought Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 17. Dezember 2009, 07:27:27 So sehe ich das auch, Zitiere Beppo´s letzten Satz: "Warum soll man dann noch Arbeiten"
Weiß ich auch nicht, also wenn ich nur noch 900 Euro mtl. haben sollte und da die Miete usw. noch abgeht dann werde ich morgens definitiv nicht mehr aufstehen. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken wie weit man die Unterhaltspflichtigen von der Politik her in die Ecke drängen möchte. Denn eines ist sicher irgendwann ist der Punkt eines jeden Menschen erreicht an dem er sich zur Wehr setzt... :gunman: Unterhaltsflucht sag ich nur, sollen sei mich doch suchen!!!! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Agent_Zero am 17. Dezember 2009, 08:15:02 Hi,
normalerweise müssten wir gesammelt mal vor dem Bundestag auflaufen und demonstrieren. Das Problem ist das unter der Woche ja jeder arbeiten muss. Solange wir uns nicht zur Wehr setzen können, machen die mit uns, was sie wollen. Also ich wäre sofort dabei und investiere gerne einen Tag Urlaub und die Fahrt. "Sollte" der neue Unterhalt so festgelegt werden, hätte ich knapp 100 Euro mehr zu zahlen, da die große in die neue Stufe rutscht. Dann wären es von meinen 1000 Euro netto, 500 Euro die ich zahlen müsste. Gruß Agent (der die Hoffnung auf Gerechtigkeit nicht aufgibt) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 17. Dezember 2009, 10:37:38 Zitat Sehr geehrte Frau Ministerin, (Leutheusser-Schnarrenberger) am 4.12.2009 hat der Bundestag mit den Stimmen der FDP das Wachstumsbeschleunigungsgesetz beschlossen. Wesentlicher Bestandteil soll die Absicht sein, Familien zu entlasten. Statt dessen werden die Unterhaltssätze, für getrennte Väter Netto um 13% erhöht. Sind sie der Meinung, dass unterhaltspflichtige Väter nicht Bestandteil der Familie sind? Hinzu kommt, dass die zusätzliche Belastung der Väter vielen Kindern gar nicht zu Gute kommt, da dieses Geld den Kindern im Rahmen der Hartz4 Bestimmungen von der Arge gleich wieder genommen wird um damit andere Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft, z.B. Stiefväter zu unterstützen. Damit wird das Geld den Vätern und Kindern zur Entlastung der Sozialkassen entzogen. Verstehen sie das unter Entlastung? Zudem ist der geforderte Unterhalt zukünftig schon rein rechnerisch und nach den Maßstäben der Düsseldorfer Tabelle gar nicht mehr aufzubringen: Bei einem Einkommen bis 1.500,- müsste der Unterhaltszahler bei der Standardannahme von 3 Berechtigten schon in der niedrigsten Stufe 675,- € zuzügl. Kindergeld bezahlen, womit aber bereits sein Mindestselbstbehalt von 900,- unterschritten würde. Sollte er nur einen Euro mehr verdienen, so erhöht sich der Zahlbetrag sogar noch auf 723,-€ und vergrößert das Defizit weiter. Sind die Kinder älter als 12 müsste er sogar 1.001,- € bzw. 1.068,- € bezahlen, ihm blieben nur 433,-€ zum Leben. Jeder kann sehen, dass das nicht funktionieren kann. Warum verabschieden Sie Gesetze, die so offensichtlich gegen den alten Rechtsgrundsatz: Ultra posse nemo obligatur, bzw. den §275 BGB verstoßen? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 17. Dezember 2009, 20:56:28 Super Beppo das Schreiben bringt es auf den Punkt, und ja ich wäre auch dabei einen Tag Urlaub für eine DEMO gegen das Gesetz zu verrichten, es trifft einfach alle Barunterhaltspflichtigen sehr hart. Und ich denke das sollte dirngend gehandelt werden sonst macht mir meine Arbeit nämlich Arbeit keinen Sinn mehr!!! Wenn man mit seiner Arbeit nur um Unterhalt zu zahlen auf dem Harz 4 Nieveau ankommt dann kann man auch Harz 4 beantragen und eben nichts tun oder ggf etwas tun wovon der Fiskus nichts mitbekommt. Dier schaufeln sich doch mit diesem Gesetz ihr eigenes Grab!!!!!! Also ich bin dafür dagegen anzugehen...
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 17. Dezember 2009, 21:47:28 Hallo Baeri,
Dier schaufeln sich doch mit diesem Gesetz ihr eigenes Grab!!!!!! Langfristig, ja. Aber glaubst du allen Ernstes, dadurch würde sich in absehbarer Zeit irgendetwas ändern? Voraussetzung dafür wäre ja, dass bei einem nennenswerten Anteil unserer Politiker so etwas wie langfristiges Denken oder vorausschauendes Planen vorhanden ist - und da habe ich persönlich so meine Zweifel. Meiner Meinung nach denkt der Großteil dieser Horde nicht viel weiter als bis zum nächsten Wahltag ... Nix für ungut, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 17. Dezember 2009, 21:53:27 Auch dir gebe ich Recht Machalit. Weiß bei den Sachen außer einer Klage vielleicht von mehreren Betroffenen auch keinen Rat. Nachgebessert werden muß jedenfalls dringend. Es besteht Handlungsbedarf, aller höchste Eisenbahn. Bin leider kein Verwaltungsrechtler aber das Gesetz schreit förmilich nach Klage!!!! Allein das das Gleichstellungsgebot was im BGB nun mal verankert ist nicht eingehalten wird ist der erste Hebel. Den sehe selbst ich als leihe. Ansonsten ziehe ich einfach ab 01.01.2010 die hälfte des höheren Kindergeldes vom Unterhalt ab und zahle den Betrag.... mal sehen was passiert.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 17. Dezember 2009, 23:24:07 Der Widerstand im Bundesrat gegen das Reichtumfüralle Gesetz ist umgefallen und damit die KU-Erhöhung kaum noch aufzuhalten.
http://www.tagesschau.de/inland/wachstumsbeschleunigungsgesetz122.html (http://www.tagesschau.de/inland/wachstumsbeschleunigungsgesetz122.html) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 18. Dezember 2009, 12:14:16 Und nun ist das Ding im Kasten:
http://www.tagesschau.de/inland/wachstumsbeschleunigungsgesetz126.html Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 18. Dezember 2009, 12:40:01 Tja,
was soll ich dazu sagen. Das macht bei uns 76 € weniger in der Tasche. Könnte sich ausgleichen, falls der KV meiner Töchter bereit ist ohne Streit seinen dynamischen Titel zu erfüllen. Die KM hat keinen Cent mehr in der Tasche, weil diese 76 € mehr in der Hartz IV-Bedarfsgemeinschaft verschwinden werden. Mit der Neutitulierung von gestern sind das ab Januar ingesamt 106 € mehr an die KM. Die hier fehlen, dort nicht ankommen und dazu führen das der KV die Ausbildungsversicherung der Kinder nicht mehr bezahlen kann und auch die KM diese nicht bezahlen wird... Danke liebe Regierung, damit sind nun 2 Familien in keinster Weise entlastet. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 18. Dezember 2009, 12:53:06 Hallo Tina,
bei uns macht das 75 Euro im Monat, den mein Mann mehr zahlen muss. Zahlen kann er das nur aus dem Splittingvorteil, denn wenn er nicht verheiratet wäre, würde er ab 1. Januar wieder Mangelfall sein. Aber das ist ja so gewollt, dass Familien entlastet werden und er gehört ja nicht mehr zu der Familie, für die er KU zahlt. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 18. Dezember 2009, 13:11:18 Hi eskima,
richtig. Wenn wir nicht verheiratet wären, würde er im Januar von Stufe 2 in den Mangefall rutschen. Und ich glaube nicht, das die Familie der KM damit entlastet wird. Denn sie bezieht Hatz IV und die Kinder bekommen KU Stufe 2. Also mehr als ihr Existenzmimimun und somit wird doch das Geld der Bedarfsgemeinschaft wieder abgezogen, oder? Und damit darf man wohl sagen: And the winner is: DIE STAATSKASSE Vielleicht auch nicht. Laut Rechner würde uns nun sogar 86 € Wohngeld zustehen :knockout: ich glaub wir beantragen da mal was... Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 18. Dezember 2009, 13:35:32 Moin,
Da ich keinen dynamischen Titel habe, sondern 3 statische und einmal gar keinen, ändert sich bei mir erst mal nichts. Das ist aber nur eine Frage der Zeit und ich bekomme sicher spätestens am 2.1.2010 RAttenpost. Dann steigt mein KU um 182,- von 1.394,- auf 1.576,- Da ein Kind auch gerade einen Altersstufensprung gemacht hat, kommen nochmal 80,- dazu und im Sommer wieder. Macht zusammen: 342,- € Erhöhung. Zuzügl. der Justizkosten für die Reduktion des EU und der sich daraus ergebenden steuerlichen Nachteile. Da ich ja leider Arbeitslos bin, werden aber leider weder meine Frau, noch der Staat viel davon haben. Sehr bedauerlich und ich fühle mich schon sehr entlastet. Die Kinder haben natürlich auch keinen Vorteil davon und die Wirtschaft wächst dadurch natürlich auch nicht. Es macht mal wieder alles nur noch schlimmer. Wie fast alles, was dieses Pack macht. Gruß Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 18. Dezember 2009, 14:06:32 Der in meinem Wahlkreis tätige FDP-Mann hat geantwortet und ich stelle mir die Frage, wie konjugiert man "hirntot".
Zitat Sehr geehrter Herr DeepThought, vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Fragen. Zu Ihren Fragen: Der von Ihnen aufgezeigte Zusammenhang zwischen der Erhöhung des sächlichen Existenzminimums und dem Mindestunterhalt minderjähriger ist zutreffend. Wie sich das im Zahlbetrag äußert, ist aber von weiteren Faktoren abhängig. Da in dem von Ihnen gelesenen Entwurf zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz auch der Kinderfreibetrag sowie das Kindergeld angehoben werden sollen, würden höhere Unterhaltszahlungen anteilig ausgeglichen. So würde sich z.B. durch die geplante Kindergelderhöhung beim ersten Kind von 164 auf 184 Euro monatlich der zu zahlende Unterhaltsbetrag um die Hälfte der Erhöhung, also um 10,-- Euro, verringern. Bei entsprechender Einkommenshöhe haben Sie durch den höheren Kinderfreibetrag (+ 984,-- EUR) entsprechend höhere Steuererleichterungen (welche Entlastungsmöglichkeit im konkreten Fall günstiger ist, wird durch das Finanzamt gemäß dem Günstigerprinzip errechnet). (Bei der vorherigen Kindergelderhöhung hat die Auswirkung z.B. so ausgesehen, dass die unterhaltsverpflichtete Person bei der ersten Altersgruppe (0-5 Jahre) 6,-- EUR weniger, bei der zweiten Altersgruppe (6-11 Jahre) 5,-- EUR weniger und bei der dritten Altersgruppe (über 12 Jahre) 7,-- EUR mehr zu zahlen hat.) Der Punkt, der hier aber im Vordergrund steht und auf den ich auch ganz besonders hinweisen möchte, ist der, dass die steuerlichen Entlastungen und die Kindergelderhöhungen vor allem den Kindern zugute kommen sollen. Herzliche Adventsgrüße und schöne Feiertage Ihr Sebastian Blumenthal Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 18. Dezember 2009, 14:15:10 Ich finde das ziemlich offen:
Zitat Der Punkt, der hier aber im Vordergrund steht und auf den ich auch ganz besonders hinweisen möchte, ist der, dass die steuerlichen Entlastungen und die Kindergelderhöhungen vor allem den Kindern zugute kommen sollen. denn das zeigt deutlich, dass die zahlenden Väter denen sonstwo vorbei gehen. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 18. Dezember 2009, 14:17:15 Also dieses Gesindel ist für Zuchtzwecke einfach nicht geeignet und sollte in der Futter- oder Düngemittelproduktion als Rohstoff eingesetzt werden.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Agent_Zero am 18. Dezember 2009, 14:22:21 oder gepresst und perforiert für das, womit wir täglich unsere Notdurft verrichten. :wiking:
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 18. Dezember 2009, 14:27:37 Hier wird es noch direkter, Deep hat die entschärfte Variante bekommen:
Zitat Es ist mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese steuerliche Entlastung und das erhöhte Kindergeld vor allem den Kindern zugute kommen soll, nicht in erster Linie den Unterhaltspflichtigen. (...) http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_maria_flachsbarth-575-37563.html Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 18. Dezember 2009, 14:34:13 Tja, dann werden wir den Kindern eben erklären müssen, das es der Wille der Regierung ist, das Väter ihnen nun zwar mehr Geld geben "dürfen. Dafür aber selbst kein Geld mehr für ein Eis mit ihnen, Schwimmbad oder ein kleines Geschenk zum Geburtstag haben werden.
Wir müssen ihnen wohl erklären, das das mehr Geld zu ihrem Wohle ist und es ja gar nicht schlimm ist, wenn sie Papa weniger sehen können ,weil der das nicht mehr finanzieren kann. Denn das Wohl eines Scheidungskindes hängt nicht am Kontakt zum Vater.... Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 18. Dezember 2009, 14:36:33 Tina, aber wie erklärst du das den Vätern? :redhead:
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 18. Dezember 2009, 14:53:47 Das Frauenministerium verhöhnt die unterhaltsverpflichteten Väter:
Zitat BMFSFJ Internetredaktion Meldung: Aktuell Veröffentlicht am 18.12.2009 Thema: Familie Familien werden ab 2010 stärker entlastet Ab dem 1. Januar 2010 werden das Kindergeld, der Kinderfreibetrag sowie der Unterhaltsvorschuss erhöht. Die Bundesregierung baut damit die Förderung für Familien im kommenden Jahr weiter aus. "Wir helfen den Familien in Deutschland ganz gezielt da, wo sie Unterstützung brauchen", erklärte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Köhler zu den beschlossenen gesetzlichen Änderungen. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir den Familien finanziell unter die Arme greifen. Ich freue mich insbesondere, dass es uns gelungen ist, den Unterhaltsvorschuss zu erhöhen. Denn hier zählt wirklich oft jeder Euro", betonte Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Köhler. Die Maßnahmen sind Teil des sogenannten Wachstumsbeschleunigungsgesetzes, dem der Bundesrat am 18.12.2009 zugestimmt hat. Wesentliche Änderungen ab dem 1. Januar 2010 im Überblick Das Kindergeld steigt für das erste und zweite Kind monatlich von 164 Euro auf 184 Euro, für das dritte Kind von 170 Euro auf 190 Euro und für alle weiteren Kinder von 195 Euro auf 215 Euro. Auch der Unterhaltsvorschuss für Kinder getrennt lebender Eltern wird angehoben: Von 117 Euro auf 133 Euro für Kinder bis fünf Jahre und von 158 Euro auf 180 Euro für die 6- bis 11-Jährigen. Der Kinderfreibetrag wird ebenfalls erhöht - von derzeit 6024 Euro auf 7008 Euro. Die Erhöhung der Freibeträge für Kinder wirkt sich auch auf die Unterhaltsansprüche von Kindern von allein erziehenden Eltern aus. Der gesetzliche Mindestunterhalt wird angepasst und beträgt ab Januar 2010 * für Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres 317 Euro * für Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres 364 Euro und * für Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 426 Euro. Änderungen im Steuerrecht Weitere steuerliche Änderungen sehen das sogenannte Faktorverfahren für Ehepaare vor. Dieses bietet die Möglichkeit, die Vorteile des Ehegattensplittings gerechter als bisher untereinander aufzuteilen. Außerdem können Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ab 2010 in größerem Maße als bisher steuerlich geltend gemacht werden. So steigen die Abzugsvolumina für Arbeitnehmer wie für Selbständige um 400 Euro, darüber hinaus wird sichergestellt, dass die für eine Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung gezahlten Beiträge voll abziehbar sind. Verbesserungen für Zivis und in der Schwangerenberatung Die Bundesregierung verstärkt mit Beginn des neuen Jahres den Schutz des ungeborenen Lebens: Das Gesetz zur Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes soll für eine bessere Beratung von Schwangeren sorgen, die ein möglicherweise behindertes Kind erwarten. Eine der Neuerungen: Der Diagnose stellende Arzt muss die Schwangere zukünftig zu den psychosozialen und medizinischen Aspekten, die sich aus dem Befund ergeben können, beraten und - je nach Befund - entsprechende Fachärzte hinzuziehen. Die Indikation darf erst nach drei Tagen gestellt werden, wobei der Arzt die Schwangere über die Folgen eines Schwangerschaftsabbruchs aufklären muss. Die Schwangere selbst muss dokumentieren, dass sie beraten wurde oder auf die Beratung verzichtet hat. Auch im Zivildienst treten Neuregelungen in Kraft: Die bisherigen Seminare für Zivildienstleistende werden neu strukturiert und durch neue Seminarangebote ergänzt, die der künftige Zivi zusammen mit seiner Dienststelle zum Teil selbst buchen kann. Am Ende seines Zivildienstes erhält jeder Zivi ein qualifiziertes Dienstzeugnis, welches seine im "Lerndienst" erworbenen persönlichen, sozialen und fachlichen Kompetenzen für seine weitere berufliche Entwicklung dokumentiert. Links: Leistungen und Förderung http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/familie,did=12084.html Beratung nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/gleichstellung,did=88118.html Video Verbesserte Familienleistungen 2010 http://www.bmfsfj.de/Kategorien/aktuelles,did=133208.html Audio Kristina Köhler: "Wir helfen Familien ganz gezielt da, wo sie Unterstützung brauchen" http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publikationen,did=133162.html Pressemitteilungen Bundesministerin Kristina Köhler: "Wir helfen den Familien in Deutschland ganz gezielt da, wo sie Unterstützung brauchen" http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Presse/pressemitteilungen,did=133216.html Externe Links zum Thema Magazin ImFokus Nr. 21 / 18. Dezember 2009 - Leistungen für Familien 2010 http://www.bmfsfj.de/mag/root-dezember-21.html Serviceportal Familien-Wegweiser http://www.familien-wegweiser.de/ Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de Internet: http://www.bmfsfj.de Servicetelefon: 01801 90 70 50 Wann können Sie anrufen? montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 18. Dezember 2009, 14:54:26 *seufz* eskima,
das kann man doch gar nicht mehr erklären. Es ist nur noch Menschenverachtend. Es wird halt grad mal so getan ,das die Mehrzahl der Unterhaltszahler soviel verdient, das sich über den Steuerfreibetrag ein Teil der mehrkosten KU abfedern lässt. Das die Realität anders aussieht, das bei den meisten diese Entlastung gar nicht zum tragen kommt, weil die KG-Variante besser ist, wird ignoriert. Der einzige "Trost". Irgendwann ist das Thema KU durch und irgendwann wird die ARGE bei den Kindern anklopfen und Unterhalt für den früher zahlenden Vater verlangen, weil der mit der staatlichen Rente zu wenig hat und durch den hohen KU nicht in der Lage war eigene Rentenvorkehrungen zu treffen. Nein, Vätern kann man das nicht erklären. Mein Mann ist eben völlig gefrustet die Kleine holen gefahren. Durch die ingesamt 106 € mehr, wenn nicht auch mehr Netto durch die angepriesene Entlastung auf seinem Lohnzettel steht, wird es eben in Zukunft keine Ausflüge und Geschenke für seine Kinder geben können. Er kann das dann schlicht und einfach nicht mehr leisten. Irgendwie wird die Variante die obere Wohnung anzumieten und die nächsten Jahre in einem Haus offiziell getrennt zu leben, immer attraktiver. :wink: Tina *ich befürchte ja schon fast, das man nicht nur die DT anpassen wird, sondern gleich auch die im BGB vorgegeben Prozentsätze anhebt, macht ja nix, wenns dann keine 13% Steigerung sind, sondern 25%* Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 18. Dezember 2009, 15:06:43 Zitat Kinderfreibeträge wirken sich erst bei einem Grenzsteuersatz von 31,5 % und damit einem zu versteuernden Elterneinkommen ab 60.000 EUR aus. Bei Singles reicht dafür die Hälfte. Die Erhöhung des Kinderfreibetrags macht sich im Lohnsteuerabzugsverfahren zwar nicht bei der Höhe der Lohnsteuer, wohl aber bei der Höhe der Annexsteuern (Solidaritätszuschlag, Lohnkirchensteuer) bemerkbar. http://www.haufe.de/SID141.f7cbtEsri0M/steuern/topIssueDetails?view=themeName&objectIds=1257489139.66&b_start:int=1 Am meisten ärgert mich eigentlich, dass vorher keine Informationen zur Sache zu bekommen waren und nun auf einmal schon klar ist, dass wir Recht hatten. Da wurde doch ganz gezielt verschleiert. Für mich ist das eine ganz klare verlogene Mogelpackung und war als diese auch von vornherein geplant. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 18. Dezember 2009, 15:31:08 :thumbup: Weniger als 0 € Kirchen steuer geht ja eh nicht. Und die paar € Soli machens sicher, vor allem ,da dieser ja evtl. auch gekippt wird...
Ja es ist verlogen und ich mag gar nicht wissen was sich hinter Schäubles Sparplänen für 2011 steckt. Ich wäre dafür, das man endlich alles Geld von Arbeitnehmern enzieht, unterhaltszahlenden Vätern eine weitere Familie verbietet und sie ihm Wohnheim e einweist und allen Bürgern mit Lebenmittel-, Kleidungs- u.ä. marken ihr Leben finanziert und Wohnraum wird eben auch übers Amt zugewiesen und bezahlt. Jeder Bürger bekommt dann noch 50 € pro Monat für den eigenen Gebrauch. Ach ja und Kinder bekommen dann Coupons für Schulbedarf. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 18. Dezember 2009, 17:08:43 Hallo zusammen,
Der in meinem Wahlkreis tätige FDP-Mann hat geantwortet und ich stelle mir die Frage, wie konjugiert man "hirntot". Die Steigerungsformen der Eigenschaftswörter sind ein wirklich spannendes Teilgebiet der deutschen Grammatik. Manche Eigenschaftswörter haben regelmäßige Steigerungsformen; z.B. "schlecht - schlechter - die schlechtesten". Andere haben unregelmäßige Steigerungsformen, bei denen der ursprüngliche Wortstamm in den Steigerungsformen gar nicht mehr auftaucht; z.B. "gut - besser - die besten" (und nein, liebe CSU, es heißt definitiv nicht "gut - guter - die guttenbergsten"). Der oben genannte Begriff "hirntot" ist allerdings besonders unregelmäßig, und damit wohl das faszinierendste Eigenschaftswort der deutschen Sprache. Nach allem, was ich weiß und sagen kann, steigert man es wie folgt: "hirntot - politiker - die femifaschisten". Nur mit der Groß- und Kleinschreibung komme ich dabei immer mal wieder durcheinander ;-) Nix für ungut, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 18. Dezember 2009, 22:16:37 Fassen wir doch mal zusammen und gehen von zwei pubertären Kindern aus
- lebt die Familie von Hartz IV, dann gehen sie leer aus - lebt die Familie zusammen (Vater, Mutter, Kinder), dann ist für die Familie 40 Euro monatlich mehr vorhanden - lebt der Vater getrennt von seinen Kindern, dann bekommen die Kinder 40 Euro Kindergeld plus Zitat * für Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres 426 Euro. 78 Euro mehr KU als vorher, also 118 Euro mehr.Damit ist das: Zitat Zitat Es ist mir wichtig, darauf hinzuweisen, dass diese steuerliche Entlastung und das erhöhte Kindergeld vor allem den Kindern zugute kommen soll, nicht in erster Linie den Unterhaltspflichtigen. (...) schon ad adsurdum geführt. edit: Zahlen überprüft und korrigiert Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Uli am 19. Dezember 2009, 11:01:24 Ja es ist verlogen und ich mag gar nicht wissen was sich hinter Schäubles Sparplänen für 2011 steckt. Das, was wir schon in elwu´s Wahlkampfthread diskutiert haben: Die Umverteilung von unten nach oben. :ironie: Es heißt doch Wachstumsbeschleunigungsgesetz! Was sollen wir da den "Hartzern" mehr Geld geben, die könnten sich dann n´ bisschen mehr zu beissen kaufen. Dann wird weniger weggeschmissen oder an die Tafeln abgegeben. Das kurbelt die Wirtschaft nicht an. Kindergeld, Kinderfreibetrag und Krankenkasse könnten z.B. bei mir etwa 200,- EURO/Monat ausmachen. Da könnte ich mir etwa überlegen, mit ein neues Mopped zu kaufen. Das schaffte Arbeitsplätze bei BMW, die Arbeiter dort konsumieren dann auch wie die Blöden, die Wirtschaft springt an, die Banken zahlen ihre Schulden zurück, alle sind glücklich und am Ende bleibt auch für die "Hartzer" wieder was übrig! :phantom: Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: brille007 am 19. Dezember 2009, 11:12:11 @ Uli,
die hast die armen Scheichs vergessen, die Du mit dem per neuem Mopped verblasenen Sprit wieder reich machen wirst. Du rettest damit also nicht nur unsere heimische Wirtschaft, sondern sanierst nebenbei auch noch Dubai... :wink: Grüssles Martin Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 19. Dezember 2009, 11:39:36 Lieber Uli,
Kindergeld, Kinderfreibetrag und Krankenkasse könnten z.B. bei mir etwa 200,- EURO/Monat ausmachen. Da könnte ich mir etwa überlegen, mit ein neues Mopped zu kaufen. Das schaffte Arbeitsplätze bei BMW, die Arbeiter dort konsumieren dann auch wie die Blöden, die Wirtschaft springt an, die Banken zahlen ihre Schulden zurück, alle sind glücklich und am Ende bleibt auch für die "Hartzer" wieder was übrig! :phantom: Siehst du, genau hier ist der Unterschied: wir sind Deutschland und du bist Familie :phantom: :rofl2: LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 19. Dezember 2009, 12:16:36 Das, was wir schon in elwu´s Wahlkampfthread diskutiert haben: Die Umverteilung von unten nach oben. Hallo, naja, genaugenommen habe ich die These vertreten und begründet, dass bisher stets von der Mittelschicht nach unten und oben und partiell seitwärts umverteilt wurde, und das auch künftig so bleibt. In Sachen Unterhalt ab 2010 habe ich das auch bereits kurz erläutert. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Uli am 19. Dezember 2009, 13:28:11 naja, genaugenommen habe ich die These vertreten und begründet, dass bisher stets von der Mittelschicht nach unten und oben und partiell seitwärts umverteilt wurde, und das auch künftig so bleibt. Moin elwu, die Welt lebt von den Menschen, die bereit sind mehr zu geben als sie müssten. Mit dieser Einstellung kommt man allerdings selten nach ganz oben. Ich habe mir von der Politik keine Steuererleichterungen gewünscht und wenn ich ganz ehrlich bin, brauche ich sie auch nicht. Warum mehr Wachstum die Wirtschaft beleben soll, verstehe ich auch nicht. Seit Wirtschaftswunderzeiten wächst unsere Wirtschaft und seit Ende der 60er Jahre die Schulden mit ihr. Warum sollte das heute anders sein fragt sich, Uli Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 19. Dezember 2009, 13:38:09 Mit meinem Einkommen lag ich bisher am oberen Rand der Mittelschicht und mir werden ca. 90% meines Einkommens weg genommen.
Wenn meine Lohnfortzahlung endet, werden mir ca. 150% meines Einkommens genommen. Wenn ich einen neuen, schlechter bezahlten Job finde, werden mir ca. 95% meines Einkommens zur Umverteilung gestohlen. Es ist also völlig egal, in welcher Schicht man sich als Unterhaltszahler befindet, es wird sowieso immer von einem weg verteilt. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 19. Dezember 2009, 13:42:10 Warum mehr Wachstum die Wirtschaft beleben soll, verstehe ich auch nicht. Hallo auch meine Tochter hat schon vor Jahren, als ich ihr mal angerissen habe wie das ist mit Wachstum und Potenzen usw. sofort zu Recht festgestellt, dass das ja nicht unendlich so weitergehen kann. Die Politiker in aller Welt samt Wirtschaftsfürsten und Managern usw. sind dieser Erkenntnis bislang noch nicht habhaft geworden. Vielleicht ist es ja auch sowas ähnliches wie das Beamtenmikadoprinzip: wer sich als Land, Gesellschaft, Unternehmen zuerst in Richtung Nachhaltigkeit bewegt und damit von der grotesken Wachstumsanbetung abwendet, verliert im globalen Ratrace nach 'immer mehr'. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Uli am 19. Dezember 2009, 13:54:09 Vielleicht ist es ja auch sowas ähnliches wie das Beamtenmikadoprinzip: wer sich als Land, Gesellschaft, Unternehmen zuerst in Richtung Nachhaltigkeit bewegt und damit von der grotesken Wachstumsanbetung abwendet, verliert im globalen Ratrace nach 'immer mehr'. :thumbup: So wird es wohl sein. Ich frage mich nur, wann diese Erkenntnis bei den Verantwortlichen reift: Vor oder Nach dem wirtschaftlichen Supergau. Vielleicht bekommen wir ja auch noch mal einen Kriegt. Das war bisher doch immer die wirksamste RESET-Taste. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: brille007 am 19. Dezember 2009, 14:32:32 Ich schüttle über diesen Wachstumswahn schon seit Jahren den Kopf. Zumal unterm Strich nicht mehr Lebensqualität für den Einzelnen herauskommt, sondern weniger. Das ist vermutlich eines der Relikte der Nachkriegs- und Wirtschaftswunder-Zeit. Damals war's ja auch logisch: Wenn alles kaputt ist und der Wiederaufbau beginnt, geht es ständig nach oben, sogar steil. In gesättigten Märkten sieht es anders aus.
Kriege haben tatsächlich eine Reset-Funktion; das hat in Mitteleuropa über Jahrhunderte ja auch prächtig funktioniert: Was eine Generation aufgebaut hat, hat die nächste wieder zerdeppert. 65 Jahre ohne Krieg - also fast 3 Generationen am Stück - hat es in der deutschen Geschichte noch nie gegeben. Eine wesentliche Rolle spielt allerdings auch die sinkende Wertschöpfung im eigenen Land; da hat die "Geiz-ist-geil-"Mentalität tiefe Spuren hinterlassen. Handelsbilanzen sind nicht besonders aussagekräftig; sie sehen oft ausgeglichener aus als sie sind. Denn 100 billige Fernseher aus Asien beispielsweise (Stückpreis 500 EUR) stehen auch für 100 Fernseher, die in Deutschland nicht gebaut werden, weil sie dann vielleicht 1.000 EUR pro Stück kosten würden. Es ist allerdings auch jeder selbst mitverantwortlich. Zumindest, wenn er der Ansicht ist, sein Einkommen müsse - bei gleicher Arbeitsleistung - jedes Jahr automatisch steigen. Inflation ist nicht nur eine Ursache, sondern auch eine Folge dieser Erwartungshaltung. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 19. Dezember 2009, 19:10:58 Hallo zusammen, ja nun ist es durch...
eben für die Kids wird es vom Umgang her wesentlich schlechter. Werden wir wohl alle wieder post erhalten... Schön von der ARGE weil KM ja nicht arbeiten geht. Ich frage mich nur was ist mit dem Unterhalt von getrennten Paaren die nicht Mittel der ARGE beziehen, also meine damit ja meist die KM. Der Großteil Unterhaltszahler sind ja nun mal Männer. Wenn die berufstätigen Mütter also der Meinung sind nicht mehr Unterhalt zu wollen dann trifft es ja nur die, wo Kinder in einer Bedarfsgemeinschaft leben oder? Es sei denn die berufstätigen Exen bestehen auf mehr... Zum Gesetz: es sagt ja auch aus das z.Bsp. Krankenkassenbeiträge steuerlich absetzbar sein sollen... heißt durch diese Absetzbarkeit kann man vielleicht einen kleinen Erhöhungs Betrag wieder auffangen. Hat schon mal wer gerechnet. ELWU vielleicht, die macht das ja immer so schön:o)Weiß nicht ob ich da richtig liege... Und mal ganz ehrlich, wenn den meisten hier mtl. ca 30-40euro mehr unterhalt abverlangt wird pro kind dann muß ich die auch wieder sparen irgendwie. Sprich wie hier schon erwähnt wird gar keine Konjungtur angekurbelt. Warten wir ab wie lange das all die Unterhaltszahler noch mitmachen... weiß nicht wieviele wir mitlerweile in deutschland haben aber ich denke das Maß ist langsam voll!!! :gunman: Was ist eigentlich mit den Vätern die auch EU zahlen, betrifft mich gott sei dank nicht aber durch den höheren Unterhalt für das Kind bleibt ja auch weniger für die Exen da? Oder die nehmen es den Kids für sich weg... Sie erhalten es ja als Gesamtsumme... Noch eins: und es ist richtig, wenn der Staat erhöht dann bleibt eben weniger für sonstige Sachen für das Kind über. Hatte ja schon erwähnt bei mir ist mit dem Unterhalt alles aber auch wirklich alles abgegolten. Keine Geschenke oder zur Volljährigkeit ein kleines Startkapital nichts!!! Und eben, irgendwann ist man mit dem KU durchund von den dann plötzlich 300-400,00€ mehr kann man dann sicher fein was machen.... und die Harz Mütter bleiben Harz 4, lebenslang nur dann ohne KU als Zuschuß um sich zu finanzieren:o) Vielleicht sollte man diese Unkenntnis der Kehrseite des Gesetzes mal ganz schnell offensiv publizieren, an all die jungen Leute die noch Familie gründen wollen. Und blauäugig alles rosa sehen. Ich denke da besteht Aufklärungsbedarf und viele werden sich das mit dem Gesetz im Rücken wohl eher 3x überlegen. Das fände die Politik sicher überhaupt nicht lustig!!!! Beste Grüße Baerri Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Furbie30 am 19. Dezember 2009, 20:37:31 Ach ist das schön meine liebe Ex bekommt nun schon wieder mehr Geld von mir :mad:
Mein Gott warum gehe ich den erst vor Gericht um Abänderung wegen EU zu klagen, wenn nach nicht mal 2 Jahren der Ku erhöt wird, es aber nicht für eine Abänderungsklage zwecks EU reicht? Zumal ich ab Januar auch meinem Sohn zu mehr Barunterhalt verpflichtet bin und meine Stieftochter nun auch zu KU erpflichtet bin. Tochter 1 272 KU Ex 120€ EU Sohn 225€ Stieftochter 272€ Zwar bleibt das Geld für Stieftochter und Sohn in unserer Kasse, dennoch kann ich keine EU Abänderung beantragen Ich frage mich wirklich wo das alles noch hin führen soll? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 19. Dezember 2009, 21:44:53 Ich weiß es auch nicht wann das Ende der Fahnenstange erreicht ist :) es führt dahin das Väter einer getrennten Beziehung/Ehe immer unzufriedener sind und irgendwann nur noch für Ihre Kinder arbeiten werden. :)
Das Kinder nun mal Geld kosten ist ja klar aber das Kinder soooooooooviel kosten war wohl niemanden bisher klar... Verstehe auch bis heute nicht warum Einzelkinder teurer sind als wenn man 3 hat. Diese Höherstufung ist doch schon der größte Witz bei nur einem Unterhaltsberechtigten... Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 19. Dezember 2009, 23:44:39 Moin Baeri,
Verstehe auch bis heute nicht warum Einzelkinder teurer sind als wenn man 3 hat. Diese Höherstufung ist doch schon der größte Witz bei nur einem Unterhaltsberechtigten... Und ich verstehe nicht, warum es bei drei Kindern keine Haushaltsersparnis gibt. Erfahrungsgemäß gibt es diese Einsparung durch große Portionen beim Essen kochen (Strom sparen, große Mengen sind im Einkauf im Verhältnis oft preiswerter als kleine Mengen). Auch einem Unterhaltszahler kann eine Haushaltsersparnis angerechnet werden, wenn er mit einer/m Partner/in zusammen lebt. Und ich kenne es nur so, dass Klamotten teilweise auch vom älteren Kind zum jüngeren Kind durchgereicht werden und Spielzeug sowieso. Genauso wie Kinderwagen, Buggy, Hochstuhl, Babybett, Kinderfahrrad, Laufrad, Dreirad, Roller, Rollschuhe, Gleitschuhe, Schlittschuhe, etc. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: julia468 am 20. Dezember 2009, 12:06:00 Und ich verstehe nicht, warum es bei drei Kindern keine Haushaltsersparnis gibt. Erfahrungsgemäß gibt es diese Einsparung durch große Portionen beim Essen kochen (Strom sparen, große Mengen sind im Einkauf im Verhältnis oft preiswerter als kleine Mengen). Auch einem Unterhaltszahler kann eine Haushaltsersparnis angerechnet werden, wenn er mit einer/m Partner/in zusammen lebt. Und ich kenne es nur so, dass Klamotten teilweise auch vom älteren Kind zum jüngeren Kind durchgereicht werden und Spielzeug sowieso. Genauso wie Kinderwagen, Buggy, Hochstuhl, Babybett, Kinderfahrrad, Laufrad, Dreirad, Roller, Rollschuhe, Gleitschuhe, Schlittschuhe, etc. Hallo eskima, wenn dieser Dein Beitrag in den öffentlichen Medien stehen würde, gäbe es ordentlich Zunder. Bei 3 Kindern hast Du keine Haushaltsersparnis-eher im Gegenteil. Was Du schreibst, ist eine Abwertung der Kinder aus grösseren Familien. Denn ich verstehe Dich so, das das erste Kind alles neu bekommt und nachfolgende Kinder abgetragene, abgespielte und kaputte/reparierte Sachen bekommen, um einen finanziellen Vorteil für Familien mit mehreren Kindern vorzutäuschen. Oder habe ich Dich falsch verstanden? Ich versuche mal, auf die genannten Beispiele einzugehen: 1. Stromkosten - 1 kg Fleisch braucht ca. 1 Stunde, 3 kg Fleisch braucht ca. 3 Stunden... das kann man beliebig fortsetzen. Von den Stromkosten in anderen Bereichen, wie Wäsche waschen, Computerstrom, Warmwasseraufbereitung etc., usw. gar nicht zu reden. 2. grosse Mengen sind preiswerter als kleine Mengen - welche Familie mit 3 Kindern bekommt Rabatt, wenn sie statt 500 g Nudeln 1,5 kg kauft? Nicht jeder hat eine Einkaufsberechtigung für den Grosshandel, und - aus eigener Erfahrung- dort ist es nicht zwingend günstiger. Und wenn dann die Grosspackung 10 Cent im Vergleich billiger ist, musst Du gerechterweise die Sprit- und kmKosten gegenrechnen. Ersparnis? Bei den Familien, die ich kenne, nicht! Vom grösseren Auto, das Eltern mit mehreren Kindern benötigen, gar nicht zu sprechen. 3. Klamotten durchreichen - ein Junge wird sich bedanken, wenn er die rosa Unterhose seiner Schwester anziehen soll. Oder die zu grosse Hose seines Bruders, der leider schneller gewachsen ist. Kinder, die kurz hintereinander geboren sind, benötigen oft die gleiche Kleidungsgrösse, So das es nicht zum Weiterreichen kommt. Nach 2 Kinder ist die Kleidung so verschlissen, das selbst das rote Kreuz nicht mehr zugreift-nach Deinen Worten soll das noch ein 3. Kind anziehen, vorausgesetzt, es hat das passende Geschlecht. Von Modetrends rede ich hier gar nicht, das bleibt selbstverständlich den ersten Kindern vorbehalten, gell? Die Kleidung von Einzelkindern noch bei Internetauktionshäusern oder Second-Hand Läden gutes Geld bringen kann, ist auch nicht unbekannt. 4. Spielzeug - Klar, zum Geburtstag bekommt das zweite Kind die Sachen, die das erste Kind vor 1,2,3...6.. Jahren bekommen hat. Und Weihnachten wird wieder zurückgetauscht-sollte es noch brauchbar sein. Vorausgestzt immer, das Geschlecht der Kinder passt zum Spielzeug. Oder verstehe ich Dich gänzlich falsch und Du meintest, das das unterhaltsberechtigte erste Kind, das in dem anderen Haushalt lebt, seinen nachfolgenden Stiefgeschwister sein Spielzeug durchreicht und somit zur Haushaltsersparnis beiträgt? 5. Kinderwagen, Buggy, Hochstuhl, Babybett, Kinderfahrrad, Laufrad, Dreirad, Roller, Wie gross sind eigentlich die Lagerflächen einer Familie in Deutschland? Deine Meinung setzt voraus, das man eine perfekte Familienplanung betreibt und möglichst auch noch das Geschlecht der Kinder im Sinne der Haushaltsersparnis festlegt. Wenn die Familien richtige Grossfamilien sind, ist vielleicht das ein oder andere weiterreichfähig, aber ob diese Dinge dann noch benutzbar sind - vom unterschiedlichen Geschmack der Kinder einmal abgesehen- und noch den Sicherheitsanforderungen entsprechen, sei dahingestellt. 6. Rollschuhe, Gleitschuhe, Schlittschuhe, etc. Wenn zur entsprechenden Jahreszeit vielleicht die Schuhgrösse passt und vielleicht das Alter der Kinder dann zu den Schuhen und vielleicht zu den Aktivitäten passt.... Mir das etwas zu viel "vielleicht", um damit eine Haushaltsersparnis zu unterstellen. Nicht umsonst macht der Gesetzgeber ab dem 3. Kind Unterschiede im Kindergeld. Übrigens können auch Ein-Kind-Haushalte gebrauchte Dinge erwerben, ob es nun Babybetten, Fahrräder, Roller, Kinderstühle usw. sind, wird denen jetzt auch eine Haushaltsersparnis entgegengehalten? Aber warum steigen jetzt die Unterhaltsbeträge ab 2010 voraussichtlich um 13 %? Das einem Unterhaltszahler Haushaltsersparnisse bei Zusammenleben angerechnet werden, ist die eine Sache. Ich habe bis heute noch keine Rechnung gesehen, die diese Haushaltsersparnis tatsächlich belegt. Warum soll denn Kindern aus grösseren Familien eine Haushaltsersparnis angerechnet werden? Um den Unterhalt für das Stiefkind zu erhöhen? Das aber Kinder Deiner Meinung nach jetzt auch für eine Haushaltsersparnis herhalten sollen, obwohl auf der anderen Seite noch nicht einmal das steuerliche Existenzminimum gewährt wird, finde ich diskriminierend. Ich finde es schon gut, das alle Kinder inzwischen gleichgestellt sind. Ich persönlich freue mich für die grösseren zweiten Familien. Wie baeri22 schrieb kann ich es auch nicht verstehen, wieso überhaupt nach oben gestuft wird. Ein Kind ist ein Kind und dem Unterhaltspflichtigen sollte doch es doch bitteschön freigestellt sein, wie er nach Unterhaltszahlung sein Geld verwendet. Hat er ein gutes Verhältnis zu diesem Kind, wird es auch ohne Zwang vom Geldbeutel des Vaters profitieren. Oder habe ich Dich komplett falsch verstanden und Du meinst es eigentlich ganz anders? VG Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 20. Dezember 2009, 12:19:44 Julia, entweder gibt es eine Ersparnis, dann gibt es die beim Pflichtigen und beim Berechtigten oder es gibt sie bei beiden nicht.
Heute greift das nur beim Pflichtigen. Beim Berechtigten greift es nicht mal beim Zusammenleben mit einem LG. Die Forderung nach Gleichbehandlung nun wieder ungerecht zu nennen, kann ich nicht nachvollziehen. Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 20. Dezember 2009, 12:31:27 Moin,
ich hab ein Problem: keine Lust zum Zanken :rofl2: Und ich denke, dass hier wie so oft die Wahrheit in der Mitte liegt. Natürlich kann man nicht jedes Kleidungsstück "vererben" und Schuhe schon mal gar nicht (sollte man jedenfalls nicht). Auch die geschlechtlichen Vorlieben spielen sicherlich eine Rolle. Nudeln kochen 12 Minuten, egal ob 125g für eine Person oder 1 kg für 8 Personen (oder vier Erwachsene und sechs Kinder). Bei Strom und Heizung zahlt man eine Grundgebühr für egal wieviele Personen und beim Internet/Telefon hat mittlerweile fast jeder eine Flatrate. Das sind für mich Haushaltsersparnisse, weil es mehr kosten würde bei zwei Haushalten. Und ja, entweder es gibt dieses Haushaltsersparnis grundsätzlich und für beide Seiten oder eben nicht. Warum in der DT bei nur einem Kind hochgestuft wird, finde ich genauso unsinnig. Vielleicht ist ja tatsächlich der Umkehrschluss, dass die Haushaltsersparnis für drei Personen schon in den Sätzen der DT mit enthalten ist und deshalb bei einem Kind hochgestuft wird? Wer weiß das schon. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 20. Dezember 2009, 12:38:13 Warum in der DT bei nur einem Kind hochgestuft wird, finde ich genauso unsinnig. Vielleicht ist ja tatsächlich der Umkehrschluss, dass die Haushaltsersparnis für drei Personen schon in den Sätzen der DT mit enthalten ist und deshalb bei einem Kind hochgestuft wird? Wer weiß das schon. Naja, dass die DT auf die Anzahl der Berechtigten Rücksicht nimmt ist ja schon mal nicht falsch. Zumindest bin ich, der 5 Berechtigte zu versorgen hat, dieser Meinung. Dass die Macher der DT nun nicht bei 1 anfangen und Rabatte für mehr Berechtigte gewähren, sondern willkürlich bei 3 und dafür nicht nur Rabatte, sondern auch Zuschläge definieren, dient sicher nicht der Übersichtlichkeit sondern ist vermutlich nur ein billiger Marketingtrick, der die Tabelle optisch etwas bekömmlicher aussehen lassen soll. Ansonsten ist es nur die justizübliche Vernebelungstaktik. Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: julia468 am 20. Dezember 2009, 14:40:39 Du hast Recht Beppo, aber Äpfel und Birnen zu vergleichen bringt auch nichts. Ich habe Eskima so verstanden, das mehrere Kinder in EINEM Haushalt weniger Unterhalt benötigen, als das Einzelkind im anderen Haushalt. Angenommen, der Unterhaltspflichtige ist (meist) der Vater und der Unterhaltsberechtigte ist das Kind. Jetzt zu sagen, das die vielen Kinder sich mit weniger Unterhalt begnügen sollen, da sie eine Haushaltsersparnis hätten aufgrund der im gleichen Haushalt lebenden Geschwister und das Einzelkind hätte diese nicht, weil es das Einzel-Kind ist, finde ich halt vermessen.
Gleichbehandlung beim Bar- und Betreuungspflichtigen und bei allen (KU)Berechtigten gern und sofort, aber unterschiedliche Behandlung der gleichrangigen (KU)Berechtigten-ganz klar nein. Das hatten wir schon einmal und zum Teil "tut" sich das ein oder andere Richterlein damit immer noch schwer. Das die DT-Stufung nach unten bei mehreren Berechtigten keine Schenkung darstellt, ist der Lohntüte des Pflichtigen geschuldet. Aber die Stufung nach oben ist immer reine Willkür-darf man das so sagen? Eskima-ich würde mich zum 4.Advent niemals zanken :wink: :wink: :wink:- die 125 g Nudeln benötigen weniger Wasser und damit weniger Strom als die 1 kg für 8 Personen :). Du weisst schon, für 125 g Nudeln benötige ich 1 l Wasser und für die 1 kg dann 8l. Ehe 8 l Wasser kochen, das dauert...und dann die Wasser-und Abwassergebühren. Hm, komme ich jetzt besser, wenn ich 8 mal 125g gleichzeitig oder doch lieber hintereinander koche? Hintereinander ist sicher gut, dann ist die Platte schon mal warm und ich hab `ne Haushaltsersparnis. :wink: :wink: :wink: Grundgebühren für Heizung und Strom zahle ich schon lange nicht mehr-es gibt ja auch noch andere Anbieter als die Stadtwerke. Bleibt noch die Flatrate :yltype:- ist eine Flatrate eigentlich im KU enthalten? So, und damit ist heute Feierabend für mich. Ich wünsche allen einen schönen 4. Advent. VG Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 20. Dezember 2009, 14:53:34 Hallo Julia,
ach weißt du. Wenn man auf der einen Seite immer wieder dem zahlenden Vater eine Haushaltsersparnis von bis zu 25 % auferlegt, weil er mit einer anderen erwachsenen Person in einer Wohnung lebt und damit ja postuliert, das somit weniger Kosten anfallen, warum sollte das nicht auch umgekehrt dann gelten, wenn mehrere gleichberechtigte Kinder in einem Haushalt leben? Da müßte es ja dann auch eine Ersparnis geben. Nach Logik der Rechtssprecher ist ja eine Singlehaushalt teurer als der Haushalt eines Paares, also müßte auch der Haushalt von einer Mutter mit 2 der 3 Kindern pro Kopf gerechnet günstiger sein als der Singlehaushalt eines Vaters :wink: Wie auch immer. Ich bin mir sicher, das sich die heutigen Ausbeutungen bitter rächen werden. Nämlich dann, wenn die Ämter bei den erwachsenen Kindern, die jetzt KU erhalten anklopfen und um Unterhalt für die nun bedürftigen Väter ersuchen. Ich bin mir ziemlich sicher, das man in ein paar jahren da die Freigrenzen heruntersetzen wird, um das Ganze noch finanzierbar zu machen und die Kinder irgendwann den gezahlten Unterhalt sozusagen dem vater ein Stück weit zurückerstatten dürfen. Wahrscheinlich aber auch für die Mutter zahlen dürfen ,da diese ja wegen ihnen nie richtig Berufstätig war. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Aldruper am 20. Dezember 2009, 15:11:08 Ein schönen 4 Advent.
Wie sieht das aus bei einen Mangelfall wird ihm durch den KU Erhöhung in 2010 der SB gekürtzt. Oder bleibt alles beim alten?? Aldruper Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: brille007 am 20. Dezember 2009, 15:11:44 @ julia,
es geht ja nicht in erster Linie darum, wieviele Nudeln man pro Person benötigt, ob man da Mengenrabatt bekommt und wie lange Nudelwasser kocht. Aber bei den grossen Batzen - beispielsweise beim im Unterhalt enthaltenen Wohn- und Nebenkostenanteil - gibt es durchaus eine erhebliche Ersparnis, da diese Kosten nicht linear zu den Bewohnern einer Wohnung ansteigen; eine Wohnung für 4 Personen kostet nun einmal nicht doppelt so viel wie eine für 2. Der Gesetzgeber hat dies auch längst erkannt und beim Selbstbehalt Unterhaltspflichtiger berücksichtigt, sofern diese mit einem neuen Partner zusammenleben: Da wird ganz selbstverständlich eine Haushaltsersparnis abgezogen. Die hier im Raum stehende Frage lautet daher schlicht: Warum sollte das nicht auch bei Unterhaltsberechtigten gelten? Und diese Frage ist weder Unsinn noch ein Verstoss gegen irgendeinen "Gleichbehandlungsgrundsatz". Just my 2 cents Martin Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 20. Dezember 2009, 15:18:48 Moin,
Wie sieht das aus bei einen Mangelfall wird ihm durch den KU Erhöhung in 2010 der SB gekürtzt. Oder bleibt alles beim alten?? Die Erhöhung des KU geht weitestgehend automatisch. Für die Absenkung des EU oder gar die Abänderung des KU-Titels unter den Mindestbedarf wegen SB-Unterschreitung wirst du auf eigene Kosten (Anwaltspflicht!) gerichtlich sorgen müssen. Dabei würde ich schon mal davon ausgehen, dass diese Verfahren mit deutlich geringerer Priorität von den Gerichten abgearbeitet werden. daher kann sich das schon mal mehrere Monate hinziehen, bis eine Senkung, wenn überhaupt, durchgesetzt werden kann. Viele werden das deswegen auch gar nicht versuchen, weil sie sich das gar nicht mehr leisten können. Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Aldruper am 20. Dezember 2009, 17:29:33 Hi Beppo,
und wie sieht das aus bei einem bestehenden Titel? Muß da Exchen nicht einen Abänderungsklage einreichen? Unterm strich müste mein jetziges Kind ja auch mehr von dem Kuchen bekommen? Gruß Aldruper Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 20. Dezember 2009, 17:33:33 Ja, wenn du einen statischen Titel hast, müsste sie klagen und du könntest immerhin deine Gegenposition vertreten.
Bei EU Zahlern geht das erstmal durch und danach kann man dann in die Tretmühle der Abänderungsklage für den EU. Da kommt einem allerdings die FGG-Reform zugute. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Aldruper am 20. Dezember 2009, 17:52:44 Hi
ich muss erstmal abwarten,was es gibt mit der Klage (beschrieben in einen anderen Thema) Ex muß dem Gericht nachweissen das ich doch mehr Verdiene wie die behaupten.Wird schwierig werden :) Habe ein statischen Titel Gruß Aldruper Titel: Re: Kindesunterhalt ab 01.01.2010 Beitrag von: stepps77 am 21. Dezember 2009, 18:52:29 Hallo,
hab mit Familienrechstanwältin wegen KU gesprochen. Ihre Aussage "Halbes Kindergeld vom bisherigen Zahlbetrag abziehen". Die Erhöhung der Freibeträge kann sich frühestens 2011 auswirken, da die Düsseldorfer Tabelle erst angeglichen werden muß. Erfahrungsgemäß wird sich kaum eine gravierende Erhöhung ergeben. Sie sprach von 3 bis 5 Euro im Vergleich zu 2009. Ich hoffe es ist dann auch so. Grüße Stepps Titel: Re: Kindesunterhalt ab 01.01.2010 Beitrag von: Beppo am 21. Dezember 2009, 18:54:02 Na also da halte ich gegen!
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: ginnie am 21. Dezember 2009, 22:54:35 Hallo allerseits, will mal mitmischen. Bzw. habe ich auch Fragen.
Das Gesetz mit der Erhöhung des Kindergeldes ist doch schon beschlossen oder? Aber die DDT ist noch nicht erschienen? Spricht also viel dafür, bei dynamischen Titel für Januar erstmal das neue hälftige Kg abzuziehen, also 10 € je Kind. So wird es mein Mann dann wohl auch tun, hat er mir gerade gesagt, und ich finde es auch ok. :wink: Jedenfalls sehe ich nichts was dagegen spricht?! Die Überweisung ist ja meist im voraus fällig, also geht schon Ende Dez für Januar raus, und da ist die neue DDT auf keinen Fall schon da. Kann Ex ja weinen gehen beim Anwalt...aber leicht gehässig bemerke ich an dieser Stelle, dass sie ja immer auf überpünktliche Zahlung besteht. Wird die neue DDT dann rückwirkend gültig oder ab dem nächsten Monat nach Erscheinen, also vrsl. ab Februar? ligr ginnie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: anfree72 am 22. Dezember 2009, 11:18:15 Hallo,
ich hofe die AW von Stepps 77 hat Recht. Sind hier auch schwehr am Uberlegen und abwiegen was man macht. Mit seinen dynamischen Titel für zwei Kiddies bleiben ihm jetzt schon nur noch 720€ nach UH zahlung EK noch nicht mal berreinigt, dazu die hohen Umgangskosten. Die 20€ Ersparniss ab Januar wären da echt toll. Doch wird die Tabelle erhöht bleibt ja noch weniger. Wenn man mit KM reden könnte dann lässt man halt den Kindergeldabzug um sie bei Laune zu halten bis jetzt hat es ja mehr schlecht als Recht gereicht auch bei ihr, doch wie sie drauf ist schickt sie falls er nicht erhöht den Gerichtsvollzieher. Ist doch eigentlich Rechtswiedrig so viele sind schon am Selbstbehalt da hat es gerade noch so für Mindestunterhalt gereicht, so das der Selbstbehalt gewart war. Die müßten doch jetzt alle auf Titelabänderung klagen? Oder gibt es einen andren Weg? LG Andrea Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 22. Dezember 2009, 11:42:05 Moin,
die DT ist unerheblich für die Feststellung des neuen KU und ich bitte darum, meine Darlegungen in http://www.vatersein.de/Forum-topic-17674.html zu lesen. Es kommt also einzig und allein darauf an, ob noch in diesem Jahr das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wird. In der aktuellen Ausgabe vom 22.12.2009 ist es jedenfalls nicht enthalten. DeepThought Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 22. Dezember 2009, 12:39:34 Moin,
hier eine Information vom 19. November 2009. Wer jetzt noch denkt, dass es nicht geplant war den Unterhalt so immens zu erhöhen, dem ist nicht mehr zu helfen: http://www.dijuf.de/documents/DIJuF-Information_WachstumsbeschleunigungsG_19.11.2009.pdf Zitat III. Schlussbemerkung Im direkten Vergleich der Zahlbeträge für 2009 und 2010 fällt auf, dass diese trotz Erhöhung des Kindergelds deutlich höher ausfallen als bisher, nämlich 26 EUR in der ersten Altersstufe, 32 EUR in der zweiten Altersstufe und 39 EUR in der dritten Altersstufe. Ob aufgrund dieser Erhöhung eine Änderung der Düsseldorfer Tabelle zB durch Anhebung der Selbstbehaltssätze erwogen wird, ist derzeit noch nicht bekannt und muss daher abgewartet werden. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 22. Dezember 2009, 12:59:11 Hi eskima,
interessant ist auch die Info dort vom 4.11. In dieser wird davon gesprochen, das der Kinderfreibetrag erhöht wird, man aber bisher keine Aufteilung gemacht hat, ob nur der sächliche oder der Betreuungsanteil oder ein Mischmasch aus beiden diese Erhöhung ergibt. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand wurde demnach wohl nur der sächliche Steuerteil erhöht, damit mehr KU, der andere bleibt unverändert, was ja, wenn man es zu Ende denkt bedeutet. Das der finanzielle Anteil am Kind mit höheren Freibeträgen, also auch als höherwertig gewertet wird, als der Steuervorteil durch Betreuung u.s.w. :wink: Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: ginnie am 22. Dezember 2009, 17:55:15 Hi deep
die DT ist unerheblich für die Feststellung des neuen KU und ich bitte darum, meine Darlegungen in http://www.vatersein.de/Forum-topic-17674.html zu lesen. Es kommt also einzig und allein darauf an, ob noch in diesem Jahr das Gesetz im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wird. In der aktuellen Ausgabe vom 22.12.2009 ist es jedenfalls nicht enthalten. das habe ich nun getan, und auch gerechnet, es kommen für meinen Mann für 2 Kinder 85 € mehr raus trotz höherem Kindergeld. Das frustriert mich dann doch ein wenig, weil es heißt dass alle extras (Unternehmungen, reisen ect.) auch für seine Kinder von mir getragen werden müssten. Na ja ich sage nix. Hoffe, die veröffentlichen es erst zu späterer Zeit, so dass es wenigstens 1 Monat später wirksam wird. Ich selbt könnte ja theoretisch auch mehr KU fordern von meinem ex, aber sehe nicht den Sinn, weil ich ja 20 € mehr bekomme durch das höhere Kindergeld, ist ja auch schon was. Und wir haben keinen Titel, sondern uns so geeinigt. Na ja, was solls. ligr ginnie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 23. Dezember 2009, 21:56:01 Hallo zusammen,
also ich bin auch der Meinung das man den Unterhalt zum ersten Januar ruhig einfach um die 18 Euro kürzen soll wenn man das hälftige Kindergeld angerechnet bekommt. Und alles was dann passiert... solange keine neue DDT da ist halte ich mich zumindest an diese bestehende. Also kürze ich den höheren Kindergeldanteil solange bis diese Rechtskräftig vorhanden ist. Sollte das eben erst zu 2011 passieren dann um so besser. Die Verwaltung war schon immer sehr sehr langsam mit ihren Ändereungen also geh ich erst einmal ganz gelassen an meine persönliche Kürzung heran. Und das sind nun mal 18Euro weniger mtl. für mich als Unterhaltspflichtiger. Denn was an KM überwiesen ist bekommt man nicht wieder zurück, zumeist jedenfalls nicht so einfach:o) Ich wünsche allen hier ein schönes Weihnachtsfest Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 23. Dezember 2009, 22:01:20 *seufz*
's scheint wirklich schwierig zu sein :puzz: Das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist kein Gesetz in sich sondern ein Gesetzänderungsgesetz. Es wird z.B. das BGB geändert, ebenso das EStG und, horche auf, das BKGG (Bundeskindergeldgesetz). Mit der Änderung des Letzteren wird dann das KG erhöht. Erhöht wird es, wenn das Wachstumsbeschleunigungsgesetz Rechtskraft erlangt. Wann erlangt es Rechtskraft? Mit der Verkündung im Bundesgesetzblatt. Was erreicht damit noch Rechtskraft? Richtig! Die Änderungen des BGB und damit die Höhe des KU. Du kannst nicht auf der einen Seite einen Vorteil zücken und den Nachteil dann "vergessen". Das fliegt dir dann sowas von um die Ohren. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 23. Dezember 2009, 22:06:14 Aber es ist ja noch nicht erschienen Deep, daher kann man doch auch erstmal abwarten und solange nichts veröffentlicht wird ist es die alte Rechtskraft. Ich habe erst vor 8 Wochen meinen Bescheid über meine Unterhaltshöhe erhalten. Dann soll mir doch KM oder die ARGE das wieder mitteilen, jedenfalls gebe ich keine Auskunft mehr vor 07/2011!!!
Danke Deep Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 23. Dezember 2009, 22:20:21 Mit den genannten Gesetzen ändert sich ja auch zunächst mal nur der Mindestunterhalt, sprich die Zeile 1 der DT.
Alle übrigen Zeilen ändern sich doch eigentlicher erst, mit Änderung der DT oder? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 23. Dezember 2009, 22:28:23 Ja Beppo so sehe ich das erst die Tabelle muß abgeändert werden. Aber Deep hat natürlich ebenfalls mit seiner Rechnung unter o.a. Link und Thread hier Recht.
Der Unterhalt wird sich erhöhen, bei mir EK Gruppe 4 und Alter 6-12 um 38 Euro mtl. aber eben "erst" wenn diese Tabelle Rechtskraft hat. Ich weiß auch nicht was da zu tun ist, man sollte jedenfalls nicht zum 01.01. mehr überweisen ohne darauf hingewiesen wurden zu sein. Denn für einen "Laien" würde zunächst klar sein, mehr Kindergeld= weniger Unterhalt da ja die Hälfte abgezogen wird. Den Rest soll doch die Politik/ oder die Ämter entscheiden. Aber die Berechnungsgrundlage von Deep ist schon 100%ig. Aber man muß es den Exen ja nicht auf dem silberenen Tablett servieren. Wie gesagt meine Mitteilung vom Amtswegen ist nicht mal 1/4 Jahr alt Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 23. Dezember 2009, 22:34:38 *doppelseufz*
Die Tabelle hat niemals Rechtskraft gehabt und wird sie als solche auch nicht erlangen. Es ist eine Richtwerttabelle. Dummerweise steht in dynamischen Titeln der Prozentsatz des zu leistenden Unterhaltes. Wenn da 133,785 % steht, ist die von mir genannte Formel eben mit exakt diesem Prozentsatz auf den Mindestunterhalt anzuwenden. Dies ist ein Bestandteil eines dynamischen Titels. Der andere Bestandteil ist die Erhöhung nach Kindesalter. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 23. Dezember 2009, 22:36:58 Da hast du natürlich auch wahr!
Wenn da keine Zeile sondern ein Multiplikator steht, kann man das natürlich auch knicken. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 23. Dezember 2009, 22:38:10 Aber die Berechnungsgrundlage von Deep ist schon 100%ig. Aber man muß es den Exen ja nicht auf dem silberenen Tablett servieren. Wie gesagt meine Mitteilung vom Amtswegen ist nicht mal 1/4 Jahr alt Es wird deiner Ex u.U. ein Vergnügen sein, den Gerichtsvollzieher mit einem sibernen Tablett zu deinem Arbeitgeber oder deiner Bank zu schicken und den Pfändungs- und Überweisungsbeschluss zu servieren. Mal abwarten, wer dann noch kluge Reden schwingt. Deine Auskunft in diesem Zusammenhang zu sehen vermitteln einen ähnlich vernünftigen Eindruck wie ein Goldfisch auf dem Mond.Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 23. Dezember 2009, 22:40:57 Bei mir steht kein Multiplikator nur das der Mindestunterhalt 135% nicht unterschreiten darf sonst das hälftige Kindergeld nicht in Abzug zu bringen ist... Aber in der jetzigen Tabelle zahle ich 115% nach EK Stufe 4!!! Es wurde als kein Prozentsatz genommen. Seit der ersten Unterhaltsberechnung nach Geburt des Kindes... da war es genau der Mindestunterhalt mehr nicht, keine Einkommensprüfung nichts...
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 23. Dezember 2009, 22:43:33 Kann sie doch tun sie kennt weder meine Kontoverbindung noch meinen Arbeitgeben!!!!!!!!
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 23. Dezember 2009, 22:45:11 Aber behalte erstmal den alten mir mitgeteilten Betrag bei!!! Senke aber erhöhe auch nichts!!!
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 24. Dezember 2009, 12:15:01 Hallo Bäri,
ach um die 18 Euro kürzen soll wenn man das hälftige Kindergeld angerechnet bekommt. Wie kommst du auf 18 €? Das KG erhöht sich um 20 € pro Kind. Davon darfst du höchstens die Hälfte, als 10 € abziehen. Das wären bei mir 10 € bei einem Kind oder 20 € bei 2 Kindern. Aber keine 18 €. Zitat Kann sie doch tun sie kennt weder meine Kontoverbindung noch meinen Arbeitgeben!!!!!!!! Bekommt sie von dir das Geld in die Hand? Sollte das JA im SPiel sein oder ins Spiel komme darf das JA inzwischen beim FA und anderen staatlichen Stellen nachfragen, außer du hast in der letzten Auskunft eben diesem Passus durchgestrichen. Daher ist es für das JA ein leichtes an deinen Arbeitgeber bzw. deine Kontoverbindung zu kommen. Soltle die Ex selber pfänden lassen dann steht eben der GV vor deienr Tür und der hat dann auch ein nettes Zettelchen in dem du deine Kontoverbindung und den Arbetigeber nebst sonstigen Vermögenswerten angeben darfst. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 24. Dezember 2009, 13:27:06 Hab es ja verstanden mir ging es nur darum nicht gleich mit Beginn ohne gesetzliche Veröffentlichungen nach Festlegung des Wachstumsbeschl.gesetzes einen höheren Unterhalt zu zahlen. Bin schließlich kein Verwaltungsrechtler und schaue jeden Monat nach ob sich was ändert. Werde den bisherigen daher weiterzahlen oder ggf. eben max um 10,00 Euro kürzen. Wohlgemerkt nur den Januar, dann abwarten ob was kommt. Irgendwann muß man ja mal informiert werden was nun zu zahlen ist... Sollen sich jetzt alle Barunterhaltspflichtigen die Zahlwerte selber ausrechnen.
Aber Ok: Ich schreibe meine Zuständige ARGE an was ich tun soll!!! Zudem glaube ich kaum das wegen 10 Euro Kürzung von einem Monat ein GV vor der Tür steht. Und die Auskunft ist erst 4 Monate her. Daher gibt es vor 2011 auch keine neue. :) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: anfree72 am 24. Dezember 2009, 13:33:40 Hallo Bäri,
stimme dir insoweit zu das ein Laie den zusammenhang mit Kinderfreibetrag und Uh nicht kenntund nicht weiß wie die Düsseldorfer Tabelle berechnet wird. Zumindest wusste ich das nicht, erst durch das Forum ist man jetzt schlauer(Danke!). Bis jetzt hat man auch nur etwas über die Kindergelderhöhung gelesen Wenn also der Titel lautet 100 % des Regelbetrags der jeweiligen Alterstufe abzüglich halbes KG sollte man das, zumindest bis eine neue Tabelle erscheint auch abziehen können ohne Probleme zu bekommen. Das heißt bei 2 Kindern 20 € weniger UH. LG Andrea Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 24. Dezember 2009, 13:48:51 Hallo Andrea,
danke und genau das meinte ich auch, hab ausversehen statt der 184(neu) die 200 angenommen sorry. Aber denke auch solange es keine neuen Zahlen gibt muß man doch nicht schon vorläufig 10,00Euro mehr verschenken. Die Tabelle wird sicher schnell aufgestellt werden nur solange das die Verwaltung eben nicht tut sollte jeder UH-Pflichtige seinen Anteil mehr Kindergeld "abziehen". Habe auch keine Lösung parat wie man es macht. Einerseits kann man Deep´s Thread nehmen, daraus seinen Unterhalt berechnen und den ab 01.01.2010 überweisen. Andererseits kann man ja ersteinmal eben nur die "Erhöhung Kindergeld" wahrgenommen haben. Das wir eben mehr zahlen müssen ist klar aber eben ab wann??? Denke auch nicht das da Ärger entsteht wenn man den Januar zumindest erst einmal kürzt(bei mir 10,-). Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Dibaa am 24. Dezember 2009, 14:02:42 Hi,
ich handhabe das so, das der Mehrunterhalt erstmal mit auf das Unterhaltskonto überwiesen wird. Der jetzige Unterhalt den ich zahle bleibt erst mal so wie er ist, bis die KM das auch mitbekommt (wer Weiß, vielleicht freut KM sich ja bloß um das höhere KG). Werde auch nicht´s abziehen weil dann werden die KM ja erst hellhörig. MfG Dibaa Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 24. Dezember 2009, 14:09:23 Naja aber das das hälftige Kindergeld in Abzug zu bringen ist wissen wohl die meisten KM. Die Anderen 10,00 kommen ja Ihr eh zugute. Aber auch eine Mglkeit!! :wink:
Titel: Kindesunterhalt ab 01.01.2010 Beitrag von: Leines am 26. Dezember 2009, 13:49:00 Hallo zusammen, habe da was gefunden,
die voraussichtliche Düsseldorfer Tabelle ab Januar 2010 (in klammern: die bisherigen Zahlbeträge, Stand 01.01.2009) http://www.ehescheidung24.de/ratgeber/dsseldorfer_tabelle_2010-287.html (http://www.ehescheidung24.de/ratgeber/dsseldorfer_tabelle_2010-287.html) Gruß Leines Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 27. Dezember 2009, 17:30:43 Und plötzlich merken es auch die Medien
http://www.focus.de/finanzen/recht/duesseldorfer-tabelle-mehr-unterhalt-fuer-scheidungskinder_aid_465932.html http://www.bild.de/BILD/politik/2009/12/26/mehr-geld-fuer-scheidungskinder/unterhalt-steigt-um-13-prozent.html Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 27. Dezember 2009, 18:28:45 Hallo Deep Weihnachten gut überstanden... :thumbup:
wenn die Presse das jetzt schon publizieren bin ich schon gespannt ob da nicht doch noch nachgearbeitet wird, schließlich soll es ja ein Wachstumsbeschl. gesetz sein. Zumal eben genau den Kindern die mit in eine Bedarfsgemeinschaft gerechnet werden nicht mehr finanz. Mittel zur Verfügung stehen!!!! Beste Grüße Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Black Knight am 28. Dezember 2009, 12:46:13 Hallo zusammen,
lt. diesen Presseberichten soll das B.-Verfassungsgericht irgendeine Entscheidung zum Selbstbehalt treffen. Kann mir oder auch einigen anderen Unwissenden erklären was da genau hintersteckt? Vielleicht gibt es ja auch irgendein Hintergrund-Link. Ist an mir bis jetzt völlig vorbei gelaufen. Gruß Black Knight Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 28. Dezember 2009, 13:35:31 Hallo blackknight,
ich kann dir nur das sagen, was ich selbst gelesen habe. Danach soll Mitte des Jahres geprüft werden, ob der derzeitige geltendend SB von 770 € für Erwerbslose, 900 € für Erwerbstätige, bzw. die Staffelung des Bedarfkontrollbetrag der einzelnen Tabellenstufen von 900 - 1800 € dem Bedarf des Unterhaltspflichtigen gerecht wird. Allerdings wurde nirgends von einer Erhöhung, sondern überall von einer Überprüfung und evtl. Anpassung gesprochen. Mit der Aussage, das die jetztige Erhöhung des KU um 13% ja nicht so dramatisch wäre, weil der KU bisher ja eh sehr knapp berechnet wäre, würde ich eher mal nicht mit einer Erhöhung des SB rechnen. Das Teil bleibt wohl eher gleich oder sinkt im schimmsten Fall noch weiter :wink: Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 28. Dezember 2009, 13:38:05 Neue Tabelle wird am 6.1.2010 vorgestellt (http://www.olg-duesseldorf.nrw.de/presse/05presse2009/2009-12-28_pm_duesseldorfer_tabelle_2010/index.php)
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 28. Dezember 2009, 17:04:31 Damit dürfte dann alles gesagt sein, da die Tabelle am 06.01.2010 vorgestellt wird kann Sie auch erst Ihre Bestimmung zum 01.02.2010 finden.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 28. Dezember 2009, 17:13:19 Hi Baeri,
falsch gedacht. Auch wenn sie zum 6.1. vorgestellt wird tritt der höhere Unterhalt bereits zum 1.1 in Kraft. Da zu diesem Zeitpunkt auch der Steuerfreibetrag erhöht wird. Du darfst dann für Januar nachzahlen. Denn vorsorglich steht schon in der Pressemitteilung: Zitat Die ab 1.1.2010 geltende Tabelle wird auf einer Pressekonferenz am Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 28. Dezember 2009, 17:14:15 Damit dürfte dann alles gesagt sein, da die Tabelle am 06.01.2010 vorgestellt wird kann Sie auch erst Ihre Bestimmung zum 01.02.2010 finden. Das kann sie eben nicht! Wie oben schon dargelegt wurde, beziehen sich die meisten dynamischen Titel nicht auf die DT, sondern auf einen Prozentsatz des Regelbetrages. Dieser entspricht der Zeile 1 der DT und ist schon heute bekannt. Statische Titel gelten weiter, bis er selbst geändert ist. Lediglich dynamische Titel, die sich explizit auf eine Zeile der DT als die erste beziehen hätten ggf. diese Schonfrist. Wenn es denn solche Titel überhaupt gibt. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: ginnie am 28. Dezember 2009, 18:47:21 Das kann sie eben nicht! Wie oben schon dargelegt wurde, beziehen sich die meisten dynamischen Titel nicht auf die DT, sondern auf einen Prozentsatz des Regelbetrages. Dieser entspricht der Zeile 1 der DT und ist schon heute bekannt. Statische Titel gelten weiter, bis er selbst geändert ist. Lediglich dynamische Titel, die sich explizit auf eine Zeile der DT als die erste beziehen hätten ggf. diese Schonfrist. Wenn es denn solche Titel überhaupt gibt. Hi, das bedeutet für dynam. Titel, wenn im Titel 105 % steht, dann ist der höhere Ku schon ab Januar fällg, wenn drin stehen würde, zeile 2 der DTT, dann nicht? (die letztere Variante gibt es bestimmt extrem selten). Na Klasse. Für die Ex meines Mannes bedeutet das 120 € netto mehr Einkommen. Jeden Monat (KU und KG). Was es für meinen Mann bedeutet, ist ja jedem hier klar. BTW: Als ich das letzte Mal so eine Einkommensteigerung hatte, da war daran gebunden, viel mehr Verantwortung im Job zu übernehmen :puzz: Die kriegt es einfach so ... das hat sich die "Frauen-an-den-Herd-Regierung" ja toll ausgedacht, und gleichzeitig die leichten Veränderungen die die Unterhaltsreform so mit sich brachte, deutlich gebremst. Ist doch der arbeitsfernen Frau egal ob sie es als EU oder KU bekommt. Kohle ist Kohle. Grummel, grummel. ligr ginnie PS: und ist das neue Gesetz denn nun wirklich schon im Bundesanzeiger erschienen? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 28. Dezember 2009, 18:54:28 und ist das neue Gesetz denn nun wirklich schon im Bundesanzeiger erschienen? Stand jetzt: Nein.Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: anfree72 am 28. Dezember 2009, 19:05:39 Na denn .... Happy New Year! ;(
Mein LG wird nicht einfach so den UH erhöhen bzw Kindergeld abziehen, warten jetzt mal ab seine Hexe bzw. ihre AW wird sich bestimmt melden , dann muß er halt nachzahlen bzw wenn sie vollstreckt was auch nicht abwegig ist was solls. Vielleicht wäre das mit dem Gerichtvollzieher eigentlich das kleinere übel, der kann doch nur so viel ich weiß nur bis zum Selbsbehalt pfänden im Moment zahlt er ja 100% bis über den Selbstbehalt (660€ bleiben ihn).Ich arbeite auch nur Teilzeit mit 2 Kids. Entweder dass oder doch eine Abänderungsklage mit ungewissen Ausgang.... :exclam: Andrea Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: ginnie am 28. Dezember 2009, 19:20:50 Stand jetzt: Nein. Danke, deep. na dann wird es ja erstmal für Januar den alten KU geben. Solange es noch keine Gesetzeskraft hat...aber das Jahr hat ja noch einige Tage... ligr ginnie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 28. Dezember 2009, 20:06:48 Na Klasse. Für die Ex meines Mannes bedeutet das 120 € netto mehr Einkommen. Jeden Monat (KU und KG). Was es für meinen Mann bedeutet, ist ja jedem hier klar. Hallo, ich kann mir das zumindest vorstellen. Allerdings, auch wenn das hier niemandem hilft: es gibt auch Fälle, wo diese Änderungen gut und richtig und vor allem gerecht sind. Einen solcher Fälle kenne ich persönlich sehr gut... Wie immer ist es wegen der unendlich unterschiedlichen Sachverhalte nicht möglich, ein Gesetz so aufzusetzen (schon gar nicht so fix hingepfuscht wie dieser Murks von schwarzgelb), dass es allen Einzelfällen gerecht wird. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: oldie am 29. Dezember 2009, 00:06:58 Hi
Na wenn es wenigstens nicht diejenigen treffen würde, welchen es am meisten weh tut bzw. wo nichts an kommt. Gemeint sind erstens die knapp überschrittenen Mangelfälle und zweitens die Hartz IV - Empfänger, wo ein erhöhter KU allenfalls den Arge-Bedarf des Kindes schmälert bzw. wo das (überschüssige da EK des Erwachsenen) KG dann letztendlich nur der Arge = Kommune = Staat zufliesst. Das nenne ich Kreislaufwirtschaft. :mad: Schreibt eigentlich irgendeine Zeitung/Zeitschrift darüber? Gruss oldie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: staengler am 29. Dezember 2009, 09:17:23 Schreibt eigentlich irgendeine Zeitung/Zeitschrift darüber? Ne oldie, die singen höchstens das hohe Lied davon, dass die Familien profitieren. Von höheren Freibeträgen und höherem Kindergeld. Interessant auch die politische Stimmung dazu im Lande. Alles schimpft und schreit wegen schlechter Regierungsarbeit, aber die Schwarzen leiden im Ergebnis nicht darunter. Ich versteh das langsam nicht mehr. M. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 29. Dezember 2009, 09:42:12 Schreibt eigentlich irgendeine Zeitung/Zeitschrift darüber? Hallo, nicht dass ich wüsste. Das war ja sinngemäß schon ebenso bei der letzten Unterhaltsrechtsreform. Da habe ich Zeitungen/Zeitschriften und auch die Ministerinnen angeschrieben, dass durch die Umschichtung von TU/EU auf KU unterm Strich bei vielen weniger herauskommt, da ja KU nicht steuerlich absetzbar ist. Wurde von den Ministerinnen als irrelevant abgetan, da ja nur einige wenige Fälle betroffen wären. Die Zeitungen/Zeitschriften fanden das auch nicht berichtenswert. Davon ab: was die Hauptbetroffenen der nun anstehenden Änderung betrifft sind das IMO mal wieder die Unterhaltsverpflichteten mit mittleren bis besseren Einkommen, dort ist halt was zu holen. Es findet mal wieder eine Umverteilung aus der Mitte sonstwohin statt. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Agent_Zero am 29. Dezember 2009, 09:42:22 Moin,
es ist schon komisch, dass alle nur Schreiben, es gibt mehr für die Kinder und die Kindsmütter. Von den Vätern, die geprellt werden und die sich Unterhalt fast nicht leisten können und damit auch Umgangskontakte in Gefahr sind, schreiben wenige. Vielleicht sollten wir mal einen Aufruf starten und sammeln, damit so etwas auch in den Medien mal publiziert werden kann. Gruss Agent Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 29. Dezember 2009, 10:08:09 Hi Agent,
es ist schon komisch, dass alle nur Schreiben, es gibt mehr für die Kinder und die Kindsmütter. Von den Vätern, die geprellt werden und die sich Unterhalt fast nicht leisten können und damit auch Umgangskontakte in Gefahr sind, schreiben wenige. Vielleicht sollten wir mal einen Aufruf starten und sammeln, damit so etwas auch in den Medien mal publiziert werden kann. Du meinst so etwas wie die gestrige Schlagzeile der BLÖD-Zeitung: "So viel kriegen Scheidungskinder jetzt mehr" - die ja statt dessen genau so gut heißen könnte/müsste: "So viel ZAHLEN Scheidungsväter jetzt mehr"? Viele liebe Grüße, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 29. Dezember 2009, 10:27:06 Moin,
hier werden die Väter zumindest erwähnt: http://www.sueddeutsche.de/leben/486/498774/text/ LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 29. Dezember 2009, 11:04:17 hier werden die Väter zumindest erwähnt: Hallo, aber auch nur als Zahlemänner. Ach ja, die Online-Redaktion der SZ ist die zensurfreudigste die ich kenne. Ich kenne kein anderes großes Blatt, dass derart schnell und umfassend unliebsame Beiträge kommentarlos verschwinden lässt. Und was für die SZ unliebsam ist, lässt sich beim mitverfolgen dieser Putzaktionen z.B. hier (http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/wirtschaft/484/498772/text/) leicht feststellen. Liberalsoziale und arbeitnehmerfreundliche Kommentare sind ihre jedenfalls nicht wirklich lieb # /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 29. Dezember 2009, 11:10:54 Ich weiß nicht eskima,
da steht ein kleiner Satz, der aussagt ,das die Erhöhung des KU zulasten des EU für die KM geht. Richtig wird gefolgert, das die Verteilmasse gleich bleibt und dadurch ja nicht mehr Geld zur Verfügung steht. Dann wird aber gefolgert, das durch den steigenden KU wengier Geld an die Madame zu zahlen ist. Leider wird dabei nicht beachtet ,das der KU durch einen dynamischen Titel einfach mal so steigt und das der KV dadurch mehr zahlt, denn es gibt ja keinen Automatismus, der besagt, das dann an die KM weniger überwiesen wird. Das geht dann ja wieder über eine langwierige Abänderungsklage des EU/BU. Da hat einer wieder mal was nicht verstanden. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Agent_Zero am 29. Dezember 2009, 11:25:06 Hi,
@ Malachit Zitat Du meinst so etwas wie die gestrige Schlagzeile der BLÖD-Zeitung: "So viel kriegen Scheidungskinder jetzt mehr" - die ja statt dessen genau so gut heißen könnte/müsste: "So viel ZAHLEN Scheidungsväter jetzt mehr"? :nagelaufkopf: Ganz genauso war es gemeint.... :thumbup: Gruss Agent Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 29. Dezember 2009, 11:29:54 Moin,
da war gestern eine Anfrage der besagten Zeitung zu genau dem Thema bei mir im e-mail-Fach. Es steht jedem frei, sich zu bewerben :) LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Agent_Zero am 29. Dezember 2009, 11:45:15 Hi,
@eskima Also auf.... Ich wäre dabei. Je mehr, desto besser. Ich wäre äußerst amüsiert, reale Sichtweisen (unzensiert) über Unrechtssprecher usw. zu lesen. (Da kommt mir gerade Beppos Satz mit dem " ...die kann (sollte) man gerade mal als Dünger verwenden" in den Sinn) :rofl2: Es wäre schön, wenn "wir" vielleicht mal einen Beitrag verfassen, der dann an die Presse geht. Gruß Agent Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: NurFrust am 29. Dezember 2009, 11:49:24 Hallo zusammen!
Ja mich trifft die Erhöhung auch, da bei mir ein dynamischer Titel zum tragen kommt. Knapp 120,- Euronen mehr für die Exe; da kommt - zumindest bei ihr - Freude auf. Hoffentlich kommt jetzt mal was bei meinen beiden an! Bei den Besuchswochenenden kommen die beiden hier teilweise an, als wären die Sachen aus ner Altkleidersammlung. Teilweise schon peinlich so unter Leute zu gehen. Wir haben schon so oft erstmal Klamotten bzw. Schuhe gekauft bzw. meine Partnerin hat die Sachen genäht. Ich frage mich jedoch, ob ich Zahlungen erstmal unter Vorbehalt leisten soll. Als Hinweis könnten man(n) die "voräufigkeit der Tabelle" nennen oder evtl. auch das ausstehende Urteil im Sommer? Kann mir da vielleicht jemand nen Tip geben? Anfang des Jahres steht bei mir im übrigen auch wieder die Überprüfung der Finanzen an. Mal sehen, wann sich der Anwalt diese Jahr meldet :gunman: Gruß NurFrust Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 29. Dezember 2009, 12:10:06 Ich wäre dabei. Je mehr, desto besser. Du hast Post :) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 29. Dezember 2009, 14:17:25 Genau genommen ist ja ab 1.1.2010 praktisch jede "Standardfamilie mit Frau und 2 Kindern ab 12" ein Mangelfall wenn Vaddern nicht mindestens 3.700,- Netto nach Hause bringt:
Bedarf der Kinder nach Zeile 7 DT: 580,- mal 2 = 1.160,-€ Vadderns Bedarf ist 1.000,- Mudderns Bedarf als Hausfrau 770,- Zusammen: 2.930,- Zuzüglich 5% Erwerbskosten und 2 mal 4% vom Brutto für private AV beider Eltern ergibt locker 3.700,- Netto oder gut 6.000,- Brutto bzw. 35,-€ pro Stunde. Jeder der weniger verdient, kann sich nach DT keine 2 Kinder leisten! Wundert sich noch jemand, warum keine Kinder mehr geboren werden? Langsam fange ich an, den Verschwörungstheoretikern ala Zorro glauben zu schenken, dass die Deutschen ausgerottet werden sollen! Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: brille007 am 29. Dezember 2009, 14:23:52 Für XING-Mitglieder gibt's >>>HIER<<< (https://www.xing.com/opensocial/canvas;app=4;view-params={%22qId%22%3A%2235712%22}) einen entsprechenden Diskussionsfaden...
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Furbie30 am 29. Dezember 2009, 20:47:37 Huhu
Ichhabe zwar keinen Dynamischen Titel wegen KU, aber dafür läuft bei mir immer noch eine Pfändung wegen EU. Also proftiert meine holde EX schon von dem erhöten KU. :gunman: Ob eine Abänderungsklage bei 30€ vom gericht angenommen wird, wage ich zu bezweifeln. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: ginnie am 29. Dezember 2009, 21:56:06 Hi,
mein Mann hat sich jetzt überlegt am 31.12., wenn das Gesetz noch nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, den alten KU-Betrag zu überweisen, allerdings mit dem Überweisungstext "vorbehaltlich der neuen DDT, noch nicht veröffentlicht" oder so ähnlich. Und den Restbetrag für Januar dann, wenn es offiziell durch ist. (die Ex wird es ohnehin mitgekriegt haben, was da für ein Geldregen auf sie zukommt, er weckt also keine schlafenden Hunde...) Waas haltet ihr davon? Oder haben wir was falsch verstanden? @furbie, wenn du keinen dynamischen KU-Titel hast, brauchst du auch nicht mehr KU zahlen. @all, oder habe ich das etwa auch falsch verstanden? @elwu, du hast geschrieben, dass du Fälle kennst für die der höhere KU gut ist. Logischerweise ist er immer für die gut, die ihn bekommen. Ich kann es mir nicht vorstellen, dass es in den Einkommensgruppen bis ca. 1700€ (bei 2 Kindern) auch gleichzeitig für beide Seiten gut sein kann, einer ist doch der "Verlierer"? Ist doch doof, wenn der Unterhalssklave nun noch weniger Umgang oder Urlaub oder Geb.geschenke wahrnehmen/kaufen kann mit seinem/für seine Kinder, weil er es sich nun gar nicht mehr leisten kann?! Ich weiß, dass Jammern mich nicht weiterbringt, aber manchmal tut es einfach gut, Frust abzulassen. Und ich bin auch ein wenig depressiv wegen dieser Sache, obwohl es mich zwar nichts angeht, wofür mein Mann sein Geld ausgibt...Nur dass er zwangsläufig auf meins zurückgreifen muss...und wie vermeide ich das? Ich bemühe mich zwar, dass mein Lebensstandard und der meines Sohnes nicht darunter leidet, weil ich ja nunmal vorrangig für meinen Sohn sorgen muss/will, und nicht für mir fremde Kinder, und mein Sohn nicht finanziell darunter leiden soll, dass ich einen gebrauchten Mann habe. Das ist aber natürlich gar nicht so einfach, weitere Betrachtungen führen an dieser Stelle aber zu weit. Ich selbst werde keine Erhöhung von meinem Ex fordern, weil ich mich einfach über die 20 € Kindergeld mehr freue, und fertig. Und das liegt ehrlich nicht daran, dass ich keinen Titel habe. Den könnte ich jederzeit erwirken, bzw. hätte es schon machen können. Einfach weil ich die neuen Summen unverschämt finde. Darüber würde ich vielleicht nichts wissen, wenn ich nicht so einen Unterhaltssklaven geheiratet hätte... aber so ... will ich nicht aus meinem Ex auch so einen Selbstbehaltler machen, sondern er soll selbst auch noch freiwillig Geld für unseren Sohn ausgeben "dürfen", was er auch tut... So, musste ich mal alles loswerden. sorry. ich kriege mich auch wieder ein. Bin in keiner guten Verfassung, aber ich lasse es mal so stehen... ligr ginnie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Weisnich am 30. Dezember 2009, 02:49:30 Hallo Leute,
ich habe da ein ganz einfaches Problem: Ich habe 3 Kinder die ich immer möglichst gleich zu behandeln versuche. Nr. 1 bekam mit 3 ein Fahrrad (das die Mutter natürlich lieber verschenkte, als an die Halbgeschwister weiterzugeben), also bekam Nr 2 auch eins mit 3 und Nr 3 wird eben auch eines bekommen, oder zumindest ein Upgrade. Und jetzt beim Kindergeld? Die beiden Kleinen bei mir bekommen je 20€ mehr. Unsere Familie bekommt sonst nicht noch mehr, woher auch. Der Große bekommt auch 20€ vom Staat und als Zucker noch mal 32€ mehr von mir oben drauf (das wiederum in unserer Familie fehlt). Warum bekommt der große 52€ mehr und im Endeffekt die beiden Kleinen nur jeweils 4€? Fair sieht anders aus! Gruß, Michael Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: NurFrust am 30. Dezember 2009, 07:54:30 Hi, mein Mann hat sich jetzt überlegt am 31.12., wenn das Gesetz noch nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, den alten KU-Betrag zu überweisen, allerdings mit dem Überweisungstext "vorbehaltlich der neuen DDT, noch nicht veröffentlicht" oder so ähnlich. Und den Restbetrag für Januar dann, wenn es offiziell durch ist. (die Ex wird es ohnehin mitgekriegt haben, was da für ein Geldregen auf sie zukommt, er weckt also keine schlafenden Hunde...) Waas haltet ihr davon? Oder haben wir was falsch verstanden? Hallo! Genau das habe ich auch vorgehabt. Über den genauen Text mache ich mir auch noch Gedanken. Ich wolle aber vemeiden, dass Geld gezahlt wird auf das kein Anspruch besteht. Würde mich daher auch interessieren, was ihr dazu denkt. Gruß NurFrust Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 30. Dezember 2009, 09:01:27 Moin,
@all, oder habe ich das etwa auch falsch verstanden? Nein. Ich habe furbie's Anliegen auch nicht nachvollziehen können.mein Mann hat sich jetzt überlegt am 31.12., wenn das Gesetz noch nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, den alten KU-Betrag zu überweisen, allerdings mit dem Überweisungstext "vorbehaltlich der neuen DDT, noch nicht veröffentlicht" oder so ähnlich. Das ist ein gangbarer Weg. Allerdings heißt das Dingens "Bundesgesetzblatt". :wink:DeepThought Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 30. Dezember 2009, 09:07:48 Nun ist alle Hoffnung dahin - das Wirtschaftsbeschleunigungsgesetz ist per Datum heute veröffentlicht im Bundesgesetzbatt (>hier< (http://www.bgbl.de/Xaver/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl))
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: ginnie am 30. Dezember 2009, 09:51:21 Danke deep für die perfekte und kompetente Information.
Wäre ich nicht hier aktiv, hätten wir es evtl gar nicht gewusst, was aber nur auf den ersten Blick angenehm erscheint. Denn die gefahr der Pfändung ist ja groß :thumbdown: Also, Zähne zusammenbeißen und bezahlen. @weisnich, genau solche Fälle wie deiner zeigen wie bescheuert dieses gesetz ist, denn die Regierung weiß ja wieviele Patchworks es gibt, und tut so als würde sich nie jemand trennen... inkompetent oder? ligr ginnie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 30. Dezember 2009, 10:11:18 Michael. das hast du ganz falsch verstanden!
Du sollst das Geld für deinen Ältesten natürlich nicht deinen Kleinen weg nehmen, du Schuft, sondern du hast aus deinem Taschengeld die 92,- € aufzubringen, damit es den Kleinen genau so gut geht, wie dem Großen! Dann ist es auch wieder gerecht und die Wirtschaft wird in ihrem Wachstum gefördert. Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 30. Dezember 2009, 10:33:25 Und außerdem darfst du ja den Zählkindervorteil nutzen. Der bringt dir für den Kleinen als 3. Kind ein paar € mehr.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Weisnich am 30. Dezember 2009, 11:34:39 Und außerdem darfst du ja den Zählkindervorteil nutzen. Der bringt dir für den Kleinen als 3. Kind ein paar € mehr. Ääääh, verstehe ich jetz nich.Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 30. Dezember 2009, 11:42:01 Hi Micha,
du hast ja 3 Kinder. Eines mit deiner Ex und 2 in deiner jetztigen Beziehung. Wenn du nun den KG-Anspruch für die beiden bei dir lebenden Kinder auf dich überträgst (also bei der Familienkasse als Bezugberechtigter geführt wirst) kannst du das bei deiner Ex lebende Kind als Zählkind angeben. Da es das Älteste ist schiebt es die beiden anderen in Rang 2 und 3. Somit bekommt euer Jüngster das KG für ein 3. Kind, als ein wenig mehr. Wir haben das auch so gemacht. Ich habe meine Anspruch auf meinen Mann, also den Stiefvater übertragen. Seither bekomme ich für meine Mittlere das KG für ein 3. Kind, für meinen Kleinsten das für ein 4. Kind Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Black Knight am 30. Dezember 2009, 13:17:47 Dank der akribischen Arbeit im Forum und dem damit verbundenen Wissen, habe ich heute den erhöhten Unterhalt für 1-2010 ans JA überwiesen - damit es gar nicht zu irgendwelchen Spekulationen kommen kann - ich habe meine Pflicht erfüllt. Ob sich dann nach dem 6.1.2010 mit einem evtl. erhöhten SB noch eine andere Konstellation herausstellt soll mir erst mal egal sein, denn mein Zahlungstermin ist der 5. eines Monats. Hier mal ein dickes Dankeschön an alle!
Mit dem Zählkindergeld ist das allerdings auch so eine Sache: Die KM lebt mit meinen 3 Kids zusammen mit ihrem neuen Ehemann, der ebenfalls 3 Kinder bei sich, in einer für ihn günstigen 60-40%-Regelung. Ihr könnt euch denken, dass auch diese KG-Bevorteilung nicht mit auf irgendwelche Unterhaltszahlungen meinerseits mit angerechnet wird :mad:!!! Wie viele hier schreiben, muss man immer weiter und weiter gelassener werden - auch wenn diese ganze Gesetzmäßigkeit nach organisiertem Diebstahl klingt, denn ich fühle mich irgendwie tatsächlich bestohlen. Wenn mich eine Privatperson bestiehlt gibt's ne Anzeige - beim Staat? nur: akzeptieren :mad: :mad:! Ich hoffe, dass das Geld meinen Kindern irgendwie zu Gute kommt, der Staat irgendwann mal seine Quittung für sein uns gegenüber dargelegtes Handeln bekommt. Geld allein macht jedenfalls nicht glücklich und irgendwann ist es ja mit den UZ mal vorbei - irgendwann. In diesem Sinne. Gruß BK Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 30. Dezember 2009, 13:32:09 Hi Black Knight,
Mit dem Zählkindergeld ist das allerdings auch so eine Sache: Die KM lebt mit meinen 3 Kids zusammen mit ihrem neuen Ehemann, der ebenfalls 3 Kinder bei sich, in einer für ihn günstigen 60-40%-Regelung. Ihr könnt euch denken, dass auch diese KG-Bevorteilung nicht mit auf irgendwelche Unterhaltszahlungen meinerseits mit angerechnet wird :mad:!!! Richtig. Dazu gibt es sogar einen §. Darin ist geregelt, das ein evtl. Zählkindervorteil und das damit erhöhte KG bei der Unterhaltszahlung nicht mindernd berücksichtigt wird. Allerdings darfst du für euer 3. gemeinsames Kind durchaus das erhöhte KG für ein 3. Kind zur Hälfte abziehen § 1612 b GBG Zitat (2) Ist das Kindergeld wegen der Berücksichtigung eines nicht gemeinschaftlichen Kindes erhöht, ist es im Umfang der Erhöhung nicht bedarfsmindernd zu berücksichtigen. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Black Knight am 30. Dezember 2009, 13:55:43 Hallo Tina,
ich hätte es mir fast denken können. In diesem Staat wird wirklich alles unternommen, damit es eine Gerechtigkeit nur für die gibt, bei denen die Kids leben. Ist das eigentlich in ganz Europa so oder sind wir in Deutschland einzigartig? Ich hatte jedenfalls mal gehört, dass es in Schweden ab der Volljährigkeit keine gesetzlich geregelte U.-Verpflichtung mehr gibt. Dort soll man tatsächlich mit 18 ganz für sich allein verantwortlich sein. Gruß BK Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 30. Dezember 2009, 14:04:27 So pervers wie in D ist es sonst nur noch in Österreich und der Schweiz.
Alle anderen machen es besser. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Furbie30 am 30. Dezember 2009, 16:04:35 Hallo
Ich weiss das ich den erhöten KU noch nicht zahlen brauche,weil es keinen Titel gibt. Habe heute auch erstmal weiterhin 240€ Ku Überwiesen bis ich etwas schrieftliches von EX wegen mehr KU in den Händen halte. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Agent_Zero am 30. Dezember 2009, 16:39:46 Hi,
ich habe extra meinen RA angeschrieben, wie ich mich verhalten soll. Er meinte, ich soll den alten Unterhalt überweisen, da die neue DDT noch nicht offiziell greift. Ich hab das "auf sein Anraten hin" mal so gemacht und auch die 10 Euro pro Kind abgezogen. Jetzt heisst es abwarten. Nachdem die Abänderungsklage meinerseits am 29.12. eingereicht wurde, denke ich, dass die Ex nicht großartig auf die Trommeln haut, denn wir werden den Unterhalt dann wahrscheinlich vor Gericht eh neu klären. Gruss Agent Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 30. Dezember 2009, 20:38:13 Guck an, die Altherrenriege rafft sich auf. Natürlich zu spät. Aber so ist der Anschein gewahrt.
Düsseldorfer Tabelle - von Jahr zu Jahr ein ungerechter intransparenter Moloch zur autoritären Abzocke von Alimentenzahler Nürnberg (ISUV) Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) protestiert gegen die wohl bevorstehende Anhebung der Tabellenbeträge der Düsseldorfer Tabelle. Die Anhebung wird gleichsam automatisch mit der Anhebung des Kindergeldes bzw. des Kinderfreibetrages verbunden. Die Tabellenbeträge sind einfach zu hoch, darauf hat ISUV schon mehrfach hingewiesen. Der Verband kritisiert heftig, dass zwar die Beträge für Kinder um 13 Prozent angehoben werden, jedoch der Selbstbehalt auf dem gleichen Stand belassen werden soll. „Wir fordern eine entsprechende Anhebung des Selbstbehaltes um 13 Prozent, d.h. eine Anhebung des Selbstbehaltes auf über 1000 EURO.“, stellt der Verbandsvorsitzende Josef Linsler fest. Der Verband kritisiert auch, dass die Tabelle schon ab 1.1. 2010 gültig sein soll, aber erst am 6.1.2010 vorgestellt wird – was für ein Verhalten gegenüber Betroffenen. >Weiterlesen< (http://www.isuv.de/tiki-read_article.php?articleId=430) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 30. Dezember 2009, 20:56:03 Sagt mal,
auch wenn wir grade erst die Erhöhung verdauen... War da nicht ursprünglich was, das die Freibeträge in 2 Schritten also 2010 und 2011 angehoben werden sollten? Ist das noch aktuell, habe ich mich getäuscht oder bedeutet das schlicht und einfach, das das Theater zum nächsten Jahreswechsel nochmal passiert? Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 30. Dezember 2009, 21:22:22 Dumm ist auch die Formulierung, dass der Unterhalt um 13%, das Kinderged aber nur um 12% erhöht wird.
Das suggeriert, dass Netto nur 1% mehr zu bezahlen sei. In Wahrheit addieren sich aber die 12% KG und 13% KU beim Empfänger. oder bedeutet das schlicht und einfach, das das Theater zum nächsten Jahreswechsel nochmal passiert? Genau das! Mittlerweile hoffe ich auch darauf, dass der Bogen endlich überspannt wird. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 30. Dezember 2009, 21:34:07 Das war jetzt nicht die Antwort, die ich lesen wollte *grmpf*
Nagut. Ich fürchte der Bogen ist erst dann überspannt, wenn Väter mehr als 75 % ihren Einkommens an Kinder und evtl. Ex überweisen müssen. Vor allemn weiß ich nicht, wie man was ändern könnte. Unterhaltsflucht? massenahfte Arbeitsaufgabe der Unterhaltspflichtigen? Demos? Klagen darauf, die Kinder gleichberechtigt betreuen zu können... Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 30. Dezember 2009, 22:42:07 Ein Jugendamt informiert:
http://www.ladadi.de/landkreis-verwaltung/presse/mitteilungen/meldung/4923.html Auszug: "Die Einkommenssituation unterhaltspflichtiger Elternteile hat sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verbessert, so dass wir, auch wenn wir nur bundesgesetzliche Vorgaben umsetzen, massive Beschwerden und Unmutsäußerungen Betroffener erwarten", prophezeit Weber. und: Die Erhöhung der Unterhaltsvorschussleistungen, mit denen bei Ermittlung der Haushaltsansätze 2010 noch nicht gerechnet werden konnte, wird auf der Ausgabenseite voraussichtlich mit zusätzlichen 300.000 Euro zu Buche schlagen. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 30. Dezember 2009, 23:07:34 Na dann sollten wir diesen Erwartungen auch zahlreich und massiv entsprechen!
Wir wollen doch nicht, dass es später heißt: "Ach, das lief eigentlich alles ganz super!. Die haben das alle brav eingesehen und bezahlt. Das können wir ruhig nochmal so machen!" Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: ginnie am 30. Dezember 2009, 23:22:01 Also mein Mann stänkert nur ein bißchen. Er sagt sich dass er die Formel von deep ja nicht kennen MUSS, und überweist für Januar erstmal den alten Betrag. Mit dem Zusatz "vorbehaltlich der neuen DDT". Dann kann er ja immer noch die Differenz nachzahlen.
Abänderungsklage hat leider keine Erfolgsaussicht, weil er doch noch vom Selbstbehalt ein wenig entfernt ist, und er sicher in 105 % statt der titulierten 107 % ankommen würde (also Stufe 2 der DDT statt 2,5), aber diese differenz bringts echt nicht für eine Klage...muss er warten, ob der Selbstbehalt erhöht wird, und dann evtl. klagen... Urlaub mit seinem Sohn hat er schon gedanklich gestrichen. ligr ginnie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 31. Dezember 2009, 10:14:02 Guck an, die Altherrenriege rafft sich auf. Natürlich zu spät. Aber so ist der Anschein gewahrt. Hallo, mit diesem dubiosen Verein habe ich ja auch so meine Erfahrungen... Ach ja, putzig mal wieder: 'Wir fordern eine entsprechende Anhebung des Selbstbehaltes um 13 Prozent, d.h. eine Anhebung des Selbstbehaltes auf über 1000 EURO.' Die haben bisher nur einmal etwas gefordert das dann auch ins Gesetz kam. Und das war die Abschaffung der für TU/EU Pflichtige günstigen Anrechnungsmethode zugunsten der für TU/EU - Empfängerinnen günstigen Differenzmethode. Davon ab fordere ich nicht nur eine Anhebung des SB, denn das hilft nur den unteren Einkommen, sondern einen wirkungsvollen Schutz von Beziehern mittlerer und höherer Einkommen. Der Bedarfskontrollbetrag muss dazu weiterentwickelt und verbindlich werden. Nur, wen interessiert, was ich fordere... /elwu, ISUV, VAMV, alles dieselbe Mischpoke geltungsgei*er Wichtigmacher. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 31. Dezember 2009, 15:24:54 Düsseldorfer Tabelle - von Jahr zu Jahr ein ungerechter intransparenter Moloch zur autoritären Abzocke von Alimentenzahler Nürnberg (ISUV) Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) protestiert gegen die wohl bevorstehende Anhebung der Tabellenbeträge Also ich finde das gar nicht so schlecht das sich ein wenigstens ein Verein dem annimmt. Finde auch das 13% Unterhaltserhöhung in keinem Verhätnis zur mom. Wirtschaftskrise stehen. Und das man ein neues transparentes System auflegen muß sollte auch langsam forciert durchgesetzt werden. Vielleicht sollten alle KU Pflichtigen mal einen Tag die Arbeit niederlegen, in ganz Deutschland. Ich weiß nicht wann jemand 13% Lohnerhöhung erhalten hat... die Masse der Arbeitnehmer wohl eher nicht. Bin auf jeden Fall auf die Tabelle am 06.01. gespannt, vielleicht steigen ja nicht alle Gruppen der Tabelle um 13%... Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 31. Dezember 2009, 15:52:43 Ihr könnt mich ja berichtigen aber habe jetzt nochmal rechachiert, über das neue Steuersystem 2010 erhalten wir auch einige Euros mehr vielleicht kann man dadurch die 13% KU Erhöhung etwas puffern....
http://www.test.de/themen/steuern-recht/test/-Steueraenderungen-2010/1798094/1798094/1798116/?row=13&=Vergleichen# Entlastung bei der Lohnabrechnung 2010 finanztest 09/2009 Wie funktioniert das? Beispiel Jahresbrutolohn (Euro) Entlastung in diesen Steuerklassen (Euro) Bruttolohn I und IV II III V 40 000 790 775 258 2 164 Anm.: Blaue Schrift auf roten Hintergrund und dann noch mit glow-Attribut ist eine Frechheit. Es geht im Forum um Lesbarkeit und nicht darum darzustellen, wie toll du die Funktionen zu nutzen verstehst. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 31. Dezember 2009, 16:14:22 Die Steuerentlastung beträgt beim Brutto meines Mannes satte 22 € pro Monat. Der Unterhalt steigt aber um 78 € ;-)
Ne da puffert gar nix. Es hat sich schon beschwert, das sie ja nix von dem ganzen Zinober hat. Das höhere KG wird ihr bei Hartz IV abgezogen, genauso wie der höhere KU. Es bleibt aber der bittere Nachgeschmack, das der Vater keine "Zusatzgeschenke" leisten kann. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 31. Dezember 2009, 16:23:32 Hallo Tina, erstmal kommt gut ins neue Jahr, auch an die anderen alle
schade das die Politik das eben nicht sieht und erkennt wie bedient all die Unterhaltspfl. Väter sind. Wie hast du genau die Bruttoentlastung monatlich ausgerechnet...? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 31. Dezember 2009, 18:53:10 Naja, wenn die Tabelle die jährliche Entlastung angibt (Wovon ich ausgehe) muß ich ja einfach durch 12 teilen
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 01. Januar 2010, 11:23:07 Jahresbrutolohn (Euro) Entlastung in diesen Steuerklassen (Euro) Bruttolohn I und IV II III V 40 000 790 775 258 2 164 Hallo, die Tabelle ist für Bruttoeinkommen ab ca. 60.000€ falsch, weil sie mit den Beitragsbemessungsgrenzen von 2009 aufgestellt wurde. Wie jedes Jahr wurden die aber zum 1.1 wieder angehoben. So geht das seit vielen Jahren: Gehaltsanhebungen gibt es allenfalls in homöopathischen Dosen, wenn überhaupt. Die BBM werden aber stets noch höher geschraubt. Unterm Strich bleibt zum Jahresbeginn immer weniger Netto vom Brutto. Am unverschämtesten hat das mal rotgrün durchgezogen. Durch die BBM-Anhebung von 2002 auf 2003 fehlten AFAIR rund 125€ beim Netto. Den Unterhalt durfte ich natürlich in unveränderter Höhe weiterzahlen. Davon ab dass ich mittlerweile wenigstens von dieser Fron befreit bin: auch diesesmal trifft es wieder am härtesten die Menschen mit mittlerem und gehobenen Einkommen: die müssen mehr Unterhalt zahlen und mehr an die Sozialversicherungen. Ausnahmsweise wird das zum Teil kompensiert durch die neue teilweise Absetzbarkeit der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, und die ist nicht den Politzis zu verdanken sondern dem BVerfG. /elwu, ausgeplünderter Mittelschichtler. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 01. Januar 2010, 15:19:33 Warum wird kungetan das wir eine Ersparnis haben in 2010 wenn wir doch real keine haben? Und wieviel macht dann real die neue Absetzbarkeit der KK und Sozialversicherungsbeiträge aus... Kann das jemand hier erwähnen? Vielleicht mal mit einem Bsp gegenüber des bisherigem Steuerrechts...
PS: schreib nichts mehr mit "rotem Grund und blauer schrift" wollte es nur mal ausprobieren. Mein Fehler!! :) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 01. Januar 2010, 15:30:51 Meine Berechnung sieht als Bsp. folgendermaßen aus. Bei 3000 Euro mtl. Bruttoeinkommen, habe ich mal angegeben wird ab 2010 nun ca 59,00€ netto mehr in der Lohntüte sein. Damit ist die Unterhaltserhöhung abgedeckt.
Quelle: http://www.n-heydorn.de/gehaltsrechner.html Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 01. Januar 2010, 17:16:46 Ich habe den Rechner mal mit brutto 2500 Euro bemüht. Für 2009/2 spukt er 1870 Euro netto aus und für 2010 dann nur 1861 Euro. Ein anderer Rechner meint: 1870 netto für 2009 und 1994 Euro netto für 2010.
Darf ich mir jetzt einen Rechner aussuchen? :rofl2: LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 01. Januar 2010, 17:25:14 Also bei mir in diesem Rechner mit 2500 Brutto erhalte ich bei Steuerklasse I für 2009/2 "1589,22" und für 2010 "1626,27" Netto. Die Steuerlast sinkt und die Sozialabgaben steigen, bleibt aber eben immer noch etwas mehr über. Zumindest sollte ein kleiner Anteil dadurch ausgeglichen sein. Ich hatte das auch so gesehen das sich auch in der Steuerlast für Arbeitnehmer etwas 2010 verbessert. Haben tut ein UH Pflichtiger da zwar nichts von da es ja durch die UH Erhöhung wieder kompensiert wird aber zumindest etwas. Vielleicht gibt es ja jemanden hier noch der es ganz genau erklären kann...
Weis nicht warum die Rechner verschiedene Werte ausgeben???! :wink: Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 01. Januar 2010, 17:27:28 Ich habe den Rechner mal mit brutto 2500 Euro bemüht. Für 2009/2 spukt er 1870 Euro netto aus und für 2010 dann nur 1861 Euro. Ein anderer Rechner meint: 1870 netto für 2009 und 1994 Euro netto für 2010.
Darf ich mir jetzt einen Rechner aussuchen? :rofl2: LG eskima EDIT: Nachdem ich mir diese (http://www.test.de/themen/steuern-recht/test/-Steueraenderungen-2010/1798094/1798094/1798116/) Seite angeschaut habe, glaube ich, verstanden zu haben: bei einem Bruttojahreseinkommen von 30.000 Euro bekommt man 94 Euro weniger ausgezahlt, kann sich aber dann über die Neuregelung der Versicherungsbeiträge etwas Geld durch die Steuererklärung zurück holen. 94 Euro pro Jahr weniger macht 7,84 Euro pro Monat. Okay, das wird dann zu verschmerzen sein. Aber es ist definitiv ein Minus und kein Plus. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 01. Januar 2010, 17:31:18 Weis nicht warum die Rechner verschiedene Werte ausgeben???! :wink: Ich hab Steuerklasse 3 eingegeben, hätte ich ja auch gleich sagen können :redhead: Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 01. Januar 2010, 17:50:19 Gut, kann ja jeder mal für sich schauen was der/die Rechner in den versch. Steuerklassen Konstellationen sagen... :yltype:
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Fritze Flink am 02. Januar 2010, 13:46:11 Hallo allerseits,
obwohl hier schon mal verlinkt worden, möchte ich nochmal auf die noch laufende Pettition eines Mitstreiters aufmerksam machen. Diese läuft schon in 4 Tagen ab und wäre doch mal eine Möglichkeit sich zu wehren. Auch gerade weil in 2010 das Existenzminimum und damit der Unterhalt nocheinmal steigen soll!!! https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;petition=8403;sa=sign (https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;petition=8403;sa=sign) Gruß Fritze Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: RobertK am 04. Januar 2010, 20:17:38 Zur Düsseldorfer Tabelle ist allgemein zu sagen, dass alle Mangelfälle mal ihren Anspruch auf ALGII überprüfen sollten. Rechner dazu gibt es genügend im Netz. Ich gehe mal davon aus, dass in 90 % der Fälle ein Anspruch auf ergänzendes ALGII besteht. Allein wegen der zugeringbemessenen Kosten der Unterkunft bei der Mangelfallregelung.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: QuLo am 05. Januar 2010, 13:32:18 Hallo an alle,
ich hoffe ihr könnt meinen Gehirnknoten entwirren. Die letzten Seiten habe ich überflogen und auch die Hilfe genutzt - hat alles nur noch schlimmer gemacht :redhead: Momentan (also noch in 2009) erhalten wir UVG von 158 € und KG von 164 €. Jetzt soll beides erhöht werden, auf 180 € und 184 €. Bei der letzten KGerhöhung wurde diese vom UVG wieder abgezogen. Theoretisch bekommen wir dann 184 € KG und 160 € UVG??? Irgendwo hatte ich auch gelesen, dass es im Resultat nur 10 e mehr geben soll. Was bekommen wir denn nun mehr? :question: Hilfe! Danke für die hoffentliche Entwirrung, QuLo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 06. Januar 2010, 08:48:55 Hallo,
da Du Unterhaltsvorschuß bekommst weil du sicher keinen Unterhalt bekommst vom KV wären es bei der Kindergelderhöhung 20 Euro mehr im monat. Da aber sicher der Staat das KG als Einkommen anrechnet wird er zumindest 10 von den 20 Euronen mehr wieder gegenrechnen. Grund die hälfte des KG entfällt meistens auf den Barunterhaltspflichtigen Elternteil, zumindest wenn der Mindestunterhalt durch Ihn gezahlt wird. Das wird der Träger des UVG auch auf sich beziehen. Daher effektiv 10 Euro mehr... eben nicht 20€!!!! Hoffe ich sehe das richtig... Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: QuLo am 06. Januar 2010, 09:41:55 Danke Baeri22,
die KM zahlt keinen Unterhalt, richtig. UVG haben wir für Januar schon bekommen, wenn man dem Überweisungszweck glauben darf. Das waren 158 €. Deswegen stellen sich ja so viele Fragen bei uns. KG kam schon im Dezember nicht, sollte zwischen den Feiertagen dann da sein, war es aber nicht. Für Januar kommt es erst noch. Telefonisch ist natürlich niemand zu erreichen, weder bei der Unterhaltsstelle noch bei der Familienkasse. Da scheint gerade der Bär zu steppen... :) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 10:29:12 So, die Pressekonferenz war um 10 Uhr.
Auf der Seite Presse gibt es 2 links zu pdf-Datein. Einmal die neue Tabelle und einmal eine Vergleichstabelle 09/10 und was ist. Klickt man auf die links passiert nix. nur der dezente Hinweis meiens Brwosers, das die Seiten nicht existieren. Kriegen die nichtmal das vernünftig hin? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 10:39:56 Hier (http://www.treffpunkteltern.de/unterhalt/duesseldorfertabelle.php) kann man sie schon lesen.
Sie ist wie erwartet, allerdings tatsächlich jetzt für 2 statt 3 Berechtigte ausgelegt. Damit würde man bei Neuberechnung eine Zeile tiefer rutschen Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 06. Januar 2010, 10:50:28 Ja wie erwartet, hebt mich jetzt nicht besonders an.
Was sind eigentlich 2 Unterhaltspflichtige? Vor allem wenn KM in Harz 4 lebt... sozusagen der KU und KG die Gesamte Bedarfsgemeinschaft finanzieren... Zählt das schon als 2 Berechtigte oder nur wenn man 2 kindern Unterhalt leistet und noch der KM oder Ex Frau? Warten wir doch auf Post... amtliche vor allem. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Mr-Bean am 06. Januar 2010, 10:50:28 Das ist ja wenigstens mal ein Lichtblick! :thumbup:
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 06. Januar 2010, 10:54:34 Hallo zusammen,
allerdings tatsächlich jetzt für 2 statt 3 Berechtigte ausgelegt. Ey boah, tatsächlich ein leiser Anflug von Realitätssinn in diesen heiligen Hallen? Wie konnte denn das passieren - standen die Projektbeteiligten unter Drogen, oder was war da los?!? Wenn das in dem Tempo weitergeht, dann könnten wir ja tatsächlich irgendwann mal ein einigermaßen menschenwürdiges Familienrecht bekommen ... in ca. fünftausend Jahren oder so ;-) Nix für ungut, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 10:56:21 Jau. inzwischen funktioniert der Link
Es sind tatsächlich nur noch 2 Unterhaltsberechtigte. Und nun? Der frisch utnerschriebene Titel geht ja von 3 Berechtigten aus (das JA wollte ja noch eine Höherstufung wegen nur 2 Berechtigter), kann Mann nun eine Neutitulierung verlangen? Erstens wegen der Änderung der Berechtigten und zweitens wegen einer KU-Erhöhung um mehr als 13% ? Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 06. Januar 2010, 10:58:38 Sie ist wie erwartet, allerdings tatsächlich jetzt für 2 statt 3 Berechtigte ausgelegt. Damit würde man bei Neuberechnung eine Zeile tiefer rutschen Hallo, ja, aber Altfälle sind gekniffen. Dabei wäre es problemlos möglich gewesen, das mit einem weiteren Absatz geradezuziehen. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Mr-Bean am 06. Januar 2010, 11:06:16 Ist schon erstaunlich das das LRA Roth dies schon vorher wußte, dass auch noch als einzigster!
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 11:09:30 Einer der Hauptgründe dürfte, wieder mal, das Eigeninteresse der Gerichte gewesen sein.
Für die "statischen" ist die Erhöhung somit geringer als 10% und bei den "dynamischen" die Senkung. Somit ersparen die sich jede Menge Abänderungsklagen. Und selbst für die Zeile 1 kann es wieder Fälle geben, die nicht automatisch in den Mangelfall führen. Jedenfalls theoretisch. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 11:11:17 Ist schon erstaunlich das das LRA Roth dies schon vorher wußte, dass auch noch als einzigster! Man muss nur der richtigen Lobbytruppe angehören. Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat. Das gilt nirgendwo so sehr, wie im Familienunrecht. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 06. Januar 2010, 11:20:46 Also um es aufzuschlüsseln: 1. Die Höherstufung um zwei Gruppen in der bisherigen DDT war gegeben wenn man nur einer Person UH Pflichtig war.
2. Die Höherstufung um eine Gruppe in der bisherigen DDT war gegeben wenn man nur 2 Personen UH Pflichtig war. 3. Keine Höherstufung in der bisherigen DDT war gegeben wenn man 3 Personen UH Pflichtig war. Richtig????? Jetzt: Neue DDT: Ist man nur einer Person dem Kind UH Pflichtig wird man um eine Gruppe hochgestuft. Ist man zwei Personen UH Pflichtig wird man nicht hochgestuft. Richtig?? Also gibt es keine Höherstufung um 2 Gruppen mehr.... Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 11:23:08 Richtig!
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Mr-Bean am 06. Januar 2010, 11:31:20 Ja wie erwartet, hebt mich jetzt nicht besonders an. Dieser Satz hatte mich bei Dir schon irritiert. Ich denke Du hast die Tabelle anfangs falsch verstanden. Aber nun ist ja alles im Lot. Fast jeder hier wird sich schon wundern, dass das OLG diesen Schritt nun getan hat. Ich persönlich habe nicht daran geglaubt, freue mich aber nun auf die gesparten 22,-€. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 06. Januar 2010, 11:35:07 Korrigiere mich: "Mich haben die Werte der DDT nicht sonderlich angehoben, da schon vorher hier vermittelt"
Das wir alle jetzt um eine Stufe nach unten dürfen ist aber sehr nett!!!! Darüber freu ich mich auch! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 11:38:41 Hi Mr.Bean,
und wo sparst du die 22 €? Solange ein dynamischer Titel besteht, bei dem eine Höherstufung mit drin war doer der von 3 Berechtigten ausgeht, wird ja nun nicht automatisch runtergestuft. Die Titel gehen ja immer von einem Prozensatz aus, wie der zustandegekommen ist, ist erstmal unwichtig. Man müßte sich dann um eine Abänderung bemühen. Aber da die Einstufung bei mehr oder weniger Unterhaltsberechtigten eine Kann-Bestimmung ist, würde es mich wundern, wen ndas jetzt so einfach gemacht würde. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 11:41:15 freue mich aber nun auf die gesparten 22,-€. Ich will euch die Freude ja nicht verderben aber vorsicht: Alle mit einem dynamischen Titel mit %-Satz im Titel haben davon zunächst nichts! Die bleiben in ihrer Zeile und haben die volle Erhöhung zu tragen! Edit: Wieder von Tina überrundet! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 06. Januar 2010, 11:41:56 Naja, nicht alle. Wer bereits den Mindestunterhalt zahlt, wird glücklicherweise aber trotzdem nicht automatisch zum Mangelfall (auf den Stress hätte ich ja nun mal gar keinen Bock!!!)
Mein Mann darf ab sofort 78 Euro mehr bezahlen. Aber nur bis Juli, dann wird ein Kind volljährig und verdient genug. Dank der neuen Tabelle wird der KU dann für das letzte Kind aber nicht hochgestuft, weil ich auch einen Unterhaltsanspruch habe. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Mr-Bean am 06. Januar 2010, 11:53:57 Ich habe das nur auf mich bezogen. Meine Ex hat mir schon angekündigt, das ich mehr bezahlen soll. Betrag x + 2 Stufen. Nun wird es wohl nur 1 Stufe werden. (Daher die 22,-€ weniger). Entweder sie akzeptiert dies oder läßt es.
Meine letzte Berechnung war von 05. Seitdem haben wir uns so geeinigt. Nun will sie aber das große Geld und besteht auf eine Offenlegung meiner Einkommensverhältnisse. Da ich dies wahrscheinlich nicht tun werde wird es wohl zu einer Neuberechnung kommen. Von mir aus. Kann ich gleich meinen Titel abändern lassen. (Zahlung bis zur Volljährigkeit) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 06. Januar 2010, 11:57:18 In meinem dynamischen Titel steht nichts von einer Anzahl an UH Berechtigten. Werde also selber meinen Wert aus der Tabelle 2010 entnehmen und mich um eine Stufe selber herunternehmen, denn die neue Tabelle weißt ja keine 3 UH Berechtigtem auf.
Sprich ich zahle damit immer noch mehr als den Mindestunterhalt. Der Titel seiht lediglich vor UH für mein Kind zu zahlen und dann ist der Prozentsatz ja aus 2002!!!! Somit eh nicht mehr aktuell. Muß umgerechnet werden. Die ARGE hat mir vor 2,5Monaten mitgeteilt das ich durch Höherstufung um 2 Gruppen eben in EK Klasse 4 lande, abzüglich KG noch war das mein Wert. Somit werde ich jetzt selbsttätig eben eine EK Gruppe herunter gehen. Denn der Titel hat die weis Gott überhaupt nicht interessiert und Prozente wurden weder umgerechnet noch in irgend einer Form mitgeteilt!!!! Ich mache das so, da bin ich mir sicher das dagegen keiner was haben wird. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 12:00:59 Auch für Uralttitel enthalten die Anmerkungen zur Tabelle ein Umrechnungsformel.
Üblicherweise steht ja eim dynamischen Titel ein %-Satz. Dieser wird dann formelgemäß umgerechnet. War ja bei der letzten Änderung so. Z.B. wurde aus 142% (Tabelle 2005) 114% Tabelle 2009 (wobei es i nder Tabelle keine 144% gäbe ;-) ) Rechne es für dich mal um und überweise diesen Betrag Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 06. Januar 2010, 12:01:25 Hallo zusammen,
Man müßte sich dann um eine Abänderung bemühen. Aber da die Einstufung bei mehr oder weniger Unterhaltsberechtigten eine Kann-Bestimmung ist, würde es mich wundern, wen ndas jetzt so einfach gemacht würde. Tja, und das ist dann gleich die nächste spannende Frage. Diese sogenannte KANN-Bestimmung wurde ja bis dato so ausgelegt, dass bei ein oder zwei Unterhaltsberechtigten praktisch immer hochgestuft wurde. Ob es sich in der täglichen Unrechtssprechung tatsächlich durchsetzen wird, dass in Zukunft bei drei Unterhaltsberechtigten genau so selbstverständlich herabgestuft wird? Ich will den Teufel ja nicht an die Wand malen, aber ich traue diesen Brüdern inzwischen so ziemlich alles zu ... Nix für ungut, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 12:03:09 Also ich wurde bisher, bei 5 Berechtigten auch um 2 Zeilen herab gestuft.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Peter100 am 06. Januar 2010, 12:08:24 Hallo erstmal
Ich werde da nicht schlau draus Bereinigte nettoeinkommen :1661-,Euro 1Kind ist 16 2Kind ist 8 3Kind ist 8 Was muss ich den bezahlen ? :question: Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 12:12:07 Hallo Peter,
sofern Titel bestehen, das was dort drinsteht. Bestehen keine Titel müßtest du dein Einkommen in der DT suchen, evtl. eine Stufe runtergehen und dann noch rechnen, ob dein SB bzw. der Bedarskontrollbetrag gewahrt ist. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 06. Januar 2010, 12:24:03 Auch für Uralttitel enthalten die Anmerkungen zur Tabelle ein Umrechnungsformel. hallo, die ist aber auch uralt. Da wird ja noch mit 154€ Kindergeld gerechnet. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 12:39:45 *g* elwu,
ja das hat vorhin auch zu meiner Erheiterung beigetragen.. Wenn man mal alles durchliest merkt man das sie machen Sachen einfach aus alten Anmerkungen übernommen haben Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 06. Januar 2010, 12:54:34 Wenn man mal alles durchliest merkt man das sie machen Sachen einfach aus alten Anmerkungen übernommen haben Hallo, und zudem zeigt das mal wieder, dass Familienrichter im speziellen und meiner Erfahrung nach Familienrechtsjuristen im Allgemeinen ungemein schludrig arbeiten. Es ist schier unfassbar, was man von dieser Spezies im Lauf der Jahre an sprachlich und/oder inhaltlich völlig vermurksten Schriftsachen zu sehen bekommt. Von anderen Juristen, etwa Justiziaren bei großen Konzernen, bin ich da weitaus präziseres Arbeiten gewohnt. Die sind üblicherweise auch in der Sache und im Tonfall anständiger. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 13:14:13 und zudem zeigt das mal wieder, dass Familienrichter im speziellen und meiner Erfahrung nach Familienrechtsjuristen im Allgemeinen ungemein schludrig arbeiten. Es ist schier unfassbar, was man von dieser Spezies im Lauf der Jahre an sprachlich und/oder inhaltlich völlig vermurksten Schriftsachen zu sehen bekommt. Die haben ja auch keinen Grund, sich anzustrengen. Da sind sie wie Unterhaltspflichtige. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 06. Januar 2010, 13:36:37 Unmut der Eltern befürchtet
Von einem Kraftakt ist im Landratsamt die Rede. Mit dem neuen Wachstumsbeschleunigungsgesetz des Bundes erhöhe sich unter anderem der Kindesunterhalt, was für die Mitarbeiter des Kreisjugendamts zum Jahresbeginn erhebliche Mehrarbeit bedeute. In den nächsten Tagen müssten mehr als 2000 Briefe verschickt werden. Das teilte die zuständige Dezernentin, die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück (SPD), gestern an ihrem ersten Arbeitstag im neuen Amt mit. >Weiterlesen< (http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/darmstadt/2186327_Darmstadt-Dieburg-Unmut-der-Eltern-befuerchtet.html) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 13:41:10 Der Artikel tingelt so nach und nach durch sämtliche Käseblätter.
Der Text ist aber immer derselbe. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 13:44:01 Muß ich nun auch noch Mitleid mit den armen JA-Mitarbeitern haben. Sie setzen ja nur Bundesgesetz um. Wie können Väter nur so unverschämt sein und auf ihr Recht einer korrekten Berechnung bzw. Abänderung pochen ?
Dann soll´n sie´s halt lassen udn auf die nächste Erhöhung warten. Dann müssen sie den Schmarrn nur einmal machen und nicht zweimal innerhalb von 12 Monaten. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 06. Januar 2010, 13:47:00 Zitat Die Gesetzesänderung werde sich auf den Haushalt des Kreises auswirken, kündigte Lück an. Die Erhöhung der Unterhaltsvorschussleistungen werde im Kreishaushalt voraussichtlich mit zusätzlichen 300 000 Euro zu Buche schlagen. (tim) Und? Haben die das erst nach dem Abnicken des Armutsbeschleunigungspaketes für Unterhaltzahler gemerkt? Tut mir ja wirklich traurig :knockout: Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: bengel am 06. Januar 2010, 14:01:43 hi zusammen,
nun ja. die 1.frohe boschaft ist, dass ich hab heute 136,00 € im monat mehr zahlen muss. die 2. botschaft ist, dass meine firma aus wirtschaftlichen gründen es bei 12 monatsgehältern in 2009 und 2010 belässt. gewinnbeteiligungen gibt es ebenso nicht, da keiner vorhanden. ach ja, ich vergass zu erwähnen, dass ich ja jetzt die Krk.Vs von der steuer absetzen kann. das sind immerhin 40€ netto-entlastung. so gesehen habe ich bei ca. 15 weniger netto nur 9% mehr unterhalt zu zahlen. das geht ja noch. gruss bengel Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: oldie am 06. Januar 2010, 14:08:23 Hi
Bemerkenswert ist es m.E., wenn man mal den Mindest-KU und den SB/BKB vergleicht, z.B. mit 2005: 2005 2010 Anhebung/Absenkung Kind 4J KU: 204€ 317€ 155% SB bei 1400€ : 950€ 900€ 95% Freilich, ein Negativbeispiel, aber Realität. Das Leben für Erwachsene ist also insgesamt preiswerter geworden, für Kinder hingegen dramatisch gestiegen. Entweder haben Erwachsene 2005 auf zu grossem Fuß gelebt, oder Kinder hätten Reihenweise verhungern müssen. Gruss oldie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 06. Januar 2010, 14:18:26 @ oldie: genau das Thema hatte ich mit meinem Mann letztens auch, aber wir haben uns da so reingesteigert, dass wir lieber abgebrochen und uns einem anderen Thema zugewandt haben :crash:
@ bengel: mein Mann hat 2009 erstmals kein Weihnachtsgeld bekommen, da musste ich bei deiner Berechnung grad dran denken. Aber nützt ja nix. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 14:31:45 Ich hatte grad ein wenig n-tv geguckt.
Auch wenn die Zahlen bereits aus 2008 stammen :wink: Deutsche verdienen weniger als vor 20 Jahren (http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrichten/magere-einkommen-deutsche-verdienen-weniger-als-vor-20-jahren;2508231) oder hier mit Verweis auf die Studie des "Stern" (http://www.welt.de/finanzen/article5745948/Viele-Deutsche-verdienen-weniger-als-1990.html) Da fragt man sich, warum dann der KU so steigen konnte. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 14:40:00 Hi oldie,
Entweder haben Erwachsene 2005 auf zu grossem Fuß gelebt, oder Kinder hätten Reihenweise verhungern müssen. du machst einen einfachen Denkfahler. Kinder brauchen heute einfach mehr Geld, weil sie ja ohne i-Pod, neuestem Handy, Wii & Co. auf dem Schulhof sonst massenweise verprügelt werden. Sie brauchen Markenklamotten, um keinen seelischen Schaden zu nehmen. Währenddessen sind die Erwachsenen aus all diesen Kindereien längst raus und können sich so mehr einschränken ohne schiefe Blicke ihrer Kollegen zu ernten :rofl2: LG Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: oldie am 06. Januar 2010, 14:45:48 Hi Tina
du machst einen einfachen Denkfahler. Kinder brauchen heute einfach mehr Geld, weil ... Es ist nicht nett vorgeführt zu bekommen, wie alt man inzwischen ist. :mad:LG oldie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 14:53:39 OCh du,
meinste mir gehts anders. Wir erwachsene tragen die Klamotten bis sie auseinanderfallen oder die Schuhe die Sohlen verlieren. Die Kinder sind mindestens 2x im Jahr einfach rausgewachsen :wink: :phantom: Grade fühle ich mich uralt Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: pappasorglos am 06. Januar 2010, 15:49:02 Solange ein dynamischer Titel besteht, bei dem eine Höherstufung mit drin war doer der von 3 Berechtigten ausgeht, wird ja nun nicht automatisch runtergestuft. Die Titel gehen ja immer von einem Prozensatz aus, wie der zustandegekommen ist, ist erstmal unwichtig. Und ich hab' auch so einen und noch dazu als Vergleich und somit selber schuld, und da steht auch überhaupt nichts über die Vergleichsgrundlage drin. Aber in 2 1/2 Jahren endet der BU-Vergleich, und mit einem "Berechtigten" weniger passt es ja wieder. Hab' also beschlossen, mich jetzt nicht aufzuregen und diese 16€ * 30 Monate = 480€ unter Lehrgeld abzuschreiben. Aufregen tu ich mich erst wieder, wenn in 2 1/2 Jahren die Vorstellungen über Recht und Unrecht divergieren sollten. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: RobertK am 06. Januar 2010, 16:34:59 Für mich ist das ganze nur ein Programm, um die Kassen der ARGEN zu entlasten, bei der Masse der Alleinerziehenden die ALGII beziehen, da der erhöhte Unterhalt ja nicht bei den Kindern ankommt, sondern sich die ARGE das Geld einstreicht, solange die Regelleistung nicht erhöht wird.
Aktuell gibt es rund 650.000 Alleinerziehende, die Leistungen der Grundsicherung für sich bzw. ihre Kinder erhalten. Die Hilfequote der Alleinerziehenden liegt bei 41%, davon sind 95% Frauen. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2008) Die Hilfebedürftigkeit ist in städtischen Gebieten sowie in Ostdeutschland höher ausgeprägt als in ländlichen Regionen und Westdeutschland. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2008) Alleinerziehende machen mehr als die Hälfte aller Bedarfsgeme inschaften mit Kindern unter 18 Jahren im SGB II aus. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2008) Rund 1 Mio. Kinder unter 18 Jahren leben in Alleinerziehenden-Bedarfsgemeinschaften, das entspricht 47% aller Kinder im SGB-II-Bezug. (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2008) Alleinerziehende verbleiben von allen Bedarfsgemeinschaften am längsten im Leistungsbezug: nach einem Jahr beziehen noch etwa zwei Drittel, nach drei Jahren noch knapp die Hälfte (45%) von ihnen durchgehend Leistungen. (Quelle: IAB Kurzbericht 05/2009) Insbesondere jüngere Alleinerziehende unter 35 Jahren beziehen ALG II. Von den Erwerbstätigen erhalten 24% als „Aufstockerinnen“ zusätzlich zu ihrer Entlohnung ALG-II-Leistungen. (Quelle: Pass 2006/2007, IAB) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: anfree72 am 06. Januar 2010, 17:12:47 Hallo,
das Klamottenthema hatten wir erst gestern als wir einen Kontoauszug für einen PKH Antrag kopierten als Nachweis seiner Belastungen. Ein Posten ist für Ebay wo er sich ein Hemd von Esprit für ein paar € gekauft hat. Seine Frau hat künftig über 900€ für die Kinder er nicht einmal mehr 600€. Davon hat er noch gut 200€ Umgangskosten nur um seine Kids 1x in Monat zu sehen. Doch leider ist es so das bei den Kids auch nicht viel hängenbleibt da sie ja auch Harz 4 macht obwohl 900€ Miete von Arge und Gehalt von nicht angegebenen LG in dessen Wohnung sie damals gezogen ist, mittlerweile hat er sich zum Schein umgemeldet, da lässt es sich nicht schlecht leben. Doch die Kinder haben oft kaputte, alte Sachen an. Denke aber sie macht das auch absichtlich. UH hat er noch alt bezahlt ohne KG Abzug. Entweder sie meldet sich per AW oder schickt den Gerichsvollzieher falls sie die Erhöhung mitbekommen hat. Kürzt die Arge eigentlich automatisch die Leistung um das KG und erhöhten UH? Spätestens dann wird sie merken das er mehr zu zahlen hat. Sein bereinigtes Netto beträgt ca. 1150€ KU für 2 Kids 544 € beleiben noch 606€ zum Leben und für den Umgang. Er ist am überlegen ob er es künftig nicht auf eine Pfändung ankommen lassen soll, dann müsste ihm doch zumindest sein Selbstbehalt gelassen werden, oder? Er/wir sind echt am verzweifeln denn es geht halt nur mit meiner Beteiligung und die meiner Kinder den deren UH wird auch mit in den Pot geworfen. Man ist ja gerne für einander da aber es findet halt kein Ende, wie lange dauert es bis zur nächsten Erhöhung... spätestens wenn seine große 12 wird wie soll man das noch bezahlen? Andrea Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 17:16:51 Mir fällt kein Grund ein, warum ihr euch das antun solltet.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: anfree72 am 06. Januar 2010, 17:33:37 Verstehe deine Antwort nicht ganz.
Er muß seinen UH ja bezahlen durch seinen Titel, wenn sein Geld alle ist trage ich halt die andren Kosten mit. Ich finanziere mein/unser aller Leben mit meienn Teilzeitgehalt und UH Zahlungen meiner Kinder. Wenn er ausziehen würde könnte er wahrscheinlich ergänzend Harz 4 beantragen aber das ist ja auch nicht die Lösung sich zu trennen. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 17:55:22 Sie ist auch nicht als direkter Ratschlag gemeint aber irgendwann hat das zappeln einfach keinen Sinn mehr.
Ich denke, dass einen sowas einfach krank macht. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: oldie am 06. Januar 2010, 18:20:11 Hi
Da fällt mir doch gerade noch eine weitere Schwei... auf, welche bisher, glaube ich, noch nicht thematisiert wurde. Es ist ja bekannt, dass der SB/BKB nicht verändert wurde, hingegen aber die Tabelle nur noch von zwei statt bisher drei Berechtigten ausgeht. Doch selbst wenn man eine Gruppe tiefer rutscht steigen die Bedarfssätze und Zahlbeträge heftig. Und so nebenbei wird auch noch der BKB um 100€ abgesenkt. Na irgendwo muss ja die grössere Verteilmasse auch herkommen. :mad: Gruss oldie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: anfree72 am 06. Januar 2010, 18:21:58 Es ist halt ziemlich frustrierend. Und doch gibt man nicht auf sucht nach Lösungen holt sich hier Rat :wink:.
tauscht sich aus. Dafür ein dickes Danke. Aber was macht man, Abänderungsklage? Pfändung? Umgang einstellen? Ist nicht ernst gemeint da ist ja die andere Baustelle der Versuch KM zu beteiligen und da etwas zu sparen. Andrea Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 18:24:23 Und so nebenbei wird auch noch der BKB um 100€ abgesenkt. Na irgendwo muss ja die grössere Verteilmasse auch herkommen. :mad: Naja, aber bei der letzten Diskussion darüber waren wir aber eigentlich überein gekommen, dass der sowieso nicht zu Gunsten des Pflichtigen dient, sondern lediglich sicher stellen soll, dass auch für nachrangige Berechtigte etwas übrig bleibt.Mein Mitgefühl für eine schleichende Senkung ist daher verhalten. Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: oldie am 06. Januar 2010, 18:30:01 Hi Beppo
Ja zahlst Du keinen EU? Und auch mir ist das Hemd näher als die Hose. kopfschüttelnd oldie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 06. Januar 2010, 18:31:15 Hi oldie,
Es ist ja bekannt, dass der SB/BKB nicht verändert wurde, hingegen aber die Tabelle nur noch von zwei statt bisher drei Berechtigten ausgeht. D Ja, bekanntlich wird ja im Sommer von unseren hohen Richter geprüft, ob der SB angemessen ist oder ob er angepasst werden muß. Mein erster Gedanke dabei war mir Erschrecken: Angemessen kann man ja in 2 Richtungen interpretieren. Ist er inzwischen zu niedrig oder ist er vielleicht sogar noch zu hoch. Wollen wir wetten in welche Richtung es im Sommer geht? :phantom: Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 18:31:35 Aber was macht man, Abänderungsklage? Pfändung? Umgang einstellen? Ist nicht ernst gemeint da ist ja die andere Baustelle der Versuch KM zu beteiligen und da etwas zu sparen. Euren konkreten Fall sollten wir lieber in deinem Faden klären. Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: RobertK am 06. Januar 2010, 18:32:08 Das, dass ganze ein Programm sein könnte zur Senkung der HartzIV-Kosten verdeutlicht eine Presseerklärung des Bundesfamilienministeriums vom Mai 2009
http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung2/Pdf-Anlagen/alleinerziehende-zahlen-fakten,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf Man könnte auch Schlußfolgern Unterhaltspflichtige subventionieren nunmehr durch die neue Düsseldorfer Tabelle die Sozialleistungen! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 18:33:27 Ja zahlst Du keinen EU? Und auch mir ist das Hemd näher als die Hose. Doch, aber von dem BKB habe ich nichts. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 06. Januar 2010, 18:39:22 Wollen wir wetten in welche Richtung es im Sommer geht? :phantom: Ich sehe auch nicht, dass die SB-Sätze erhöht werden sollten. In der Diskussion ist doch das Existenzminimum bzw. die Hartz4 Sätze, speziell von Kindern. Dabei werden sie feststellen, dass ausgerechnet den bösen Vätern ja sogar noch mehr als diese Sätze zur Verfügung stehen. Das geht natürlich nicht. Hier liegen noch ungeahnte Schätze bereit um die Anhebung der Sätze der Berechtigten zu finanzieren. Oder glaubt hier jemand, sie würden im Sommer plötzlich echtes Geld mit Gieskanne ausschütten? Und wenn, sind wir wieder die Letzten, die davon was abkriegen. Es werden also die SBs abgesenkt damit die nächste Erhöhung des Unterhalts nicht wieder am SB verpufft. Also Tina, ich wette mit dir. Wir müssen nur noch jemand finden, der dagegen hält! Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: RobertK am 06. Januar 2010, 20:37:38 Dabei werden sie feststellen, dass ausgerechnet den bösen Vätern ja sogar noch mehr als diese Sätze zur Verfügung stehen. Also 900 Euro SB ist doch schon teils unter HartzIV. Wenn man die Gegenrechung auf Ansprüche nach ALGII macht. Wer streitet denn da überhaupt in Karlsruhe im Sommer? Würde mich mal interessieren! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: RobertK am 06. Januar 2010, 21:53:42 Hier noch ein Artikel
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11697832/7249995/Mehr-Geld-fuer-Scheidungskinder-freut-nicht-jeden.html Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 07. Januar 2010, 11:34:57 Da hier auch viele Bescheide oder sonstige UH Werte nach EK Prüfung von der ARGE o. JA nach altem Recht erhalten haben, sollte nun ja auch das neue UH Recht gelten sich eben "eine" Stufe nach unten in der DDT zu bewegen. Gerade weil ja neue Mitteilungen auf dem Beschl. der neuen UH Tabelle und damit verbundenen Rechtssprechung "2UH Pflichtigen" gilt braucht somit auch niemand in der doppelten Höherstufung verbleiben.
Denn anderseits kann man nicht auf der einen Seite die Gesetze rückwirkend zum 01.01.2010 nutzen und die daraus resultierenden positiven Anhänge unter den Tisch kehren. Sollten Sie das versuchen oder ich Probleme haben meine Herabstufung durchzusetzen gehe ich definitiv den Rechtsweg... es steht schließlich nirgendwo das ich in dieser EK Stufe der DDT weiter verharren muß... Es gibt eben 2 Wege, ich werde ohne Probleme um eine EK Stufe heruntergestuft, oder ein Gericht stuft mich nach derzeitig neuem Recht herunter. Kosten für Anwalt und Gericht werden dann an die ARGE weitergeleitet, denn das Verfahren verlieren Sie zu 100%!!! Bei mir ergeben sich somit 20,00€ mtl. mehr Unterhalt. bisher: 289,00€ EK Gr. 4 DDT neu: 309,00€ EK Gr. 3 DDT (EK Gr. herabgestuft) KG wird bei mir hälftig abgezogen. Beste Grüße Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 07. Januar 2010, 11:44:47 Hallo Baeri,
Es gibt eben 2 Wege, ich werde ohne Probleme um eine EK Stufe heruntergestuft, oder ein Gericht stuft mich nach derzeitig neuem Recht herunter. Kosten für Anwalt und Gericht werden dann an die ARGE weitergeleitet, denn das Verfahren verlieren Sie zu 100%!!! du mußt allerdings zwischen Gesetzestexten und anderen Leitlinien. Tabellen u.a. unterscheiden. Gesetzlich wurde der Mindestunterhalt hochgesetzt. Daraus ergibt sich eine neue DT. Diese hat aber weder in ihrer Eisntufung und Höhe Gesetzeskraft, noch haben es ihre Anmerkungen. Das sie nahezu überall als Grundlage verwendet wird, ssit ein völlig anderes Thema. Dir steht es natürlich frei eine Abänderung, notfalls auch auf dem Klageweg anzustreben. Aber der Richter muß sich deiner Argumentation nicht anschließen. Die Hoch/Runterstufung bei abweichender Zahl der Bedürftigen in der DT hat dabei weder den Charakter eines Gesetzes, noch ist es eine automatische Muß-Bestimmung. Die Anmerkungen zur DT spreche nausdrücklich von "es kann hoch-/Runtergestuft werden". Ob ein Richter das dann wirklich tut ist seine richterlich unabhängige Entscheidung. ´Wenn er keine Abstufung vornimmt verstößt er gegen kein geltendes Recht. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 07. Januar 2010, 11:57:10 Danke für deine Antwort, Recht hast du aber:
Wenn die Höherstufung ein "Kann" ist, warum wird dann um 2 und nicht nur um eine hochgestuft und wenn es um das umgekehrte Recht geht bekommt man gar kein Entgegenkommen? Jeder Richter und glaub mir mit dem Richtigen Anwalt geht das auch, wird dem entsprechen. Das neue UH Recht sieht nun mal in der DDT nur noch 2 UH Berechtigte vor. Wenn ich UH nach diesem Recht zahlen muß, was bei mir zu 100% nach DDT durch die ARGE beschl. wurde- muß sich eben diese Behörde auch an die anderen neuen Regelungen des UH Rechts halten. Wenn UH nach neuer DDT bezahlt werden muß dann aber auch eben nach neuen Regeln was eine Hoch oder Herabstufung angeht. Es darf nicht sein das eben mal die alte DDT auf die neue 1zu1 gespiegelt wird und alle beschl. Nebeneffekte unberücksichtigt bleiben. Nein nein damit kommen Sie nicht durch, soviel kann ich dir versprechen und wenn ich bis vor den BGH ziehen muß!!! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Novemberkind am 07. Januar 2010, 16:55:56 Wer fällt denn genau unter die 2 Unterhaltsberechtigten? Mein Mann zahlt für seinen Sohn aus erster Ehe in Einkommensgruppe 4 nach der neuen Tabelle 398€. Wir haben aber auch ein gemeinsames Kind und einen Sohn aus meiner ersten Beziehung für den wir keinen Unterhalt erhalten.
Gäbe es für uns evtl. auch die Möglichkeit in die Einkommensstufe 3 zu kommen? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 07. Januar 2010, 17:38:05 Familienrichter kritisieren neue Unterhaltssätze
Für rund drei Millionen Trennungs- und Scheidungskinder könnte dies eigentlich eine gute Nachricht sein: Die Unterhaltssätze steigen in diesem Jahr kräftig um 13 Prozent. 36 bis 56 Euro mehr pro Monat - je nach Alter - bedeutet dies allein für Kinder, die den Mindestunterhalt bekommen. >Weiterlesen (kostenlos!)< (http://www.google.de/url?sa=t&source=web&oi=news_result&ct=res&cd=1&ved=0CAcQqQIwAA&url=http%3A%2F%2Fwww.morgenpost.de%2Fprintarchiv%2Fpolitik%2Farticle1234508%2FFamilienrichter-kritisieren-neue-Unterhaltssaetze.html&rct=j&q=%22Familienrichter+kritisieren+neue+Unterhaltss%C3%A4tze%22&ei=ayFGS5LzE8eK_Ab9_bWaAg&usg=AFQjCNEo2yVLrShXeYwMWQdX0sXOe2E9aw) So eine unverfrorene Falschdarstellung. Während durch die Unterhaltsrechtsreform per 01.01.2008 durchaus Austiegschancen für den EU geschaffen wurden, kann man sich des KU nicht entziehen. Die Umschichtung des EU Richtung KU ist doch die perfekte Einkommenssicherung für Mütter. Der gegenüber Müttern höhere SB schlägt sich auch in den KU-Busch. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 07. Januar 2010, 17:41:55 Wie, kostenlos?
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 07. Januar 2010, 18:42:48 Gehst du über deren HP und nicht durch die google-Hintertür, kommst du nur gegen Entgelt an den Artikel :wink: :wink:
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 07. Januar 2010, 18:53:44 Ok, aber dein Link geht auch durch die Vordertür und damit durchs Portemonnaie.
Die Formulierung: Zitat Die "Verteilungsmasse" bleibt immer gleich, denn am Selbstbehalt der Unterhaltszahler haben die Richter in der neuen Tabelle vorerst nicht rühren wollen. zeigt auch, dass deren Herz auch nicht gerade für eine Erhöhung des SB schlägt, sondern sich von diesem beim abkassieren nicht weiter behindern lassen wollen.Schließlich sind ja vor Allem die Mütter die Leidtragenden dieser KU-Erhöhung! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 07. Januar 2010, 19:02:32 Ok, aber dein Link geht auch durch die Vordertür und damit durchs Portemonnaie. Stimmt. Habe ich korrigiert.Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 07. Januar 2010, 19:19:39 Komisch,
mir ist als ob ich diesen Artikel heute morgen schon in einer anderen Zeitung gelesen hatte. Ich blieb an dem seltsamen Richternamen hängen und wie Beppo an dem vorerst. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 07. Januar 2010, 19:22:16 Stimmt, der tingelt auch durch die ach so unabhängigen Zeitungen.
Soyka gilt als Vater der DDT, ist also auch zentraler Bestandteil des Problems. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: ginnie am 07. Januar 2010, 20:07:09 So eine unverfrorene Falschdarstellung. Während durch die Unterhaltsrechtsreform per 01.01.2008 durchaus Austiegschancen für den EU geschaffen wurden, kann man sich des KU nicht entziehen. Die Umschichtung des EU Richtung KU ist doch die perfekte Einkommenssicherung für Mütter. Der gegenüber Müttern höhere SB schlägt sich auch in den KU-Busch. Da stimme ich dir zu! Und außerdem spart der Staat noch Steuern, weil KU nicht absetzbar ist...clever oder? ligr ginnie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: MarcKN am 07. Januar 2010, 20:28:08 Hallo,
hier wird Herr Soyka auch zitiert, hört sich aber ein bisschen einsichtiger an. "Die Erhöhung der Kinderfreibeträge soll eigentlich Familien entlasten, durch die Koppelung an den Mindestunterhalt werden sie für Unterhaltspflichtige aber zur Belastung", sagte der Düsseldorfer Familienrichter Jürgen Soyka Letztlich würden beide Elternteile von der Erhöhung der Unterhaltssätze getroffen, sagte Soyka, "der Mann, der zahlen muss und Frauen, die weniger bekommen". Unterhalt für Scheidungskinder steigt (http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1262689709378.shtml) Gruß Marc Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: dantes_79 am 07. Januar 2010, 20:48:34 Der letzte Absatz hört sich ein wenig nach Hohn an, wird doch so getan, als ob KU und EU nicht in der Regel auf demselben Konto landen. Da wo früher EU draufstand steht jetzt KU drauf, sonst ändert sich für die Frauen nur der Betrag, der jetzt eventuell mehr wird. Komisch ist übrigens folgendes: Wenn ich die Steuergeschenke für ein Kind + KG + KU zusammenrechne, dann haben wir diese Beträge vor einem Jahr bei weitem nicht gebraucht...
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: MarcKN am 07. Januar 2010, 21:06:35 Der letzte Absatz hört sich ein wenig nach Hohn an, wird doch so getan, als ob KU und EU nicht in der Regel auf demselben Konto landen. Da wo früher EU draufstand steht jetzt KU drauf, sonst ändert sich für die Frauen nur der Betrag, der jetzt eventuell mehr wird. Komisch ist übrigens folgendes: Wenn ich die Steuergeschenke für ein Kind + KG + KU zusammenrechne, dann haben wir diese Beträge vor einem Jahr bei weitem nicht gebraucht... Nicht wenn ich an meine "neue" Frau denke, die zur Zeit wegen unseren kleinen und der Krise nicht arbeitet. EU kann doch von der Steuer abgesetzt werden. Gruß Marc Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 07. Januar 2010, 21:59:36 Nicht wenn ich an meine "neue" Frau denke, die zur Zeit wegen unseren kleinen und der Krise nicht arbeitet. Das ist ein typisches Beispiel, wie man etwas aus dem Zusammenhang reißen kann. Der allseits bekannte Richter sprach nicht von "neuen" Frauen, sondern von Elternteilen: Zitat Letztlich würden beide Elternteile von der Erhöhung der Unterhaltssätze getroffen, sagte Soyka, "der Mann, der zahlen muss und Frauen, die weniger bekommen". Und wenn von Elternteilen und der DT die Rede ist, dann kann es sich nur um getrenntlebende Eltern handeln. Die Zweitfamilien hatte der Richter definitiv nicht im Blick. Hier werden die armen alleinerziehenden Mütter bedauert. Sie bekommen weniger Geld, weil ihren Kindern mehr Geld zu steht. Früher hat man den NextInnen oft vorgeworfen, sie würden sich mit den vorhandenen Kindern um den Futtertrog streiten, nun sind es die eigenen Mütter. Ich bin mal gespannt, wo das noch hinführt. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: MarcKN am 07. Januar 2010, 22:16:39 Ich denke schon das du Recht hast,
allerdings spricht er von "dem Mann" und "den Frauen". Das kann man durchaus anders interpretieren. Gruß Marc Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 07. Januar 2010, 22:31:32 Dann nehmen wir dieses Zitat, das ist eindeutiger:
Zitat Leidtragende sind in der Regel die Mütter. Es gilt laut Soyka die einfache Regel: "Je höher der Kindesunterhalt, desto geringer der Ehegattenunterhalt." Ich stelle fest, dass die Frau(en)/Mütter laut Soyka mal wieder die Opfer sind, sie "tragen das Leid". Männers, nun sagt mal was dazu! LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 07. Januar 2010, 22:34:41 Soyka, sagt auch:
"Kinder gehören zur Mutter!" Das sagt auch was über seine Qualität als Familienrichter aus, von denen man eigentlich Neutralität und Grundgesetztreue erwarten müsste. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 07. Januar 2010, 22:39:52 Komisch, dass google kein einziges Foto von ihm hat. Sollte der Mann Angst haben? Normalerweise sind die "hohen Herren" doch auch fotografisch vertreten. Mich würde ein Foto als Eindruck echt mal interessieren. Und nein, ich will ihm nicht tun, was gegen das Gesetz verstößt, ich will nur gucken, nicht anfassen.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 07. Januar 2010, 22:44:55 Ich habe ihn mal im Fernsehen gesehen.
Sieht unspektakulär aus. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 07. Januar 2010, 22:47:12 Ich stelle fest, dass die Frau(en)/Mütter laut Soyka mal wieder die Opfer sind, sie "tragen das Leid". Männers, nun sagt mal was dazu! Schau' doch mal auf meine .sig, die ich übrigens schon einige Zeit verwende, nicht erst seit heute :) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 07. Januar 2010, 23:06:21 Ich habe ihn mal im Fernsehen gesehen. Sieht unspektakulär aus. Alter? Haarschnitt? Kurz/lang/perfekt/lässig? Bart/Glattrasiert/Teilbart? Brille? Anzug/Krawatte/Sonstiges? "Seriöse" Erscheinung? Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 07. Januar 2010, 23:11:37 So genau erinnere ich den nicht mehr.
Ich würde sagen: Anfang 50, Schwarz angegraut. Wenn ich mich richtig erinnere Brille und Kinnbart. Schwarzen Batman Umhang. Gutmensch. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: dantes_79 am 08. Januar 2010, 00:27:53 Ja, diese armen, unschuldigen, alleinerziehenden Märtyrerinnen, die Ihr Kind ohne die Hilfe und zum Wohle des Kindes unter weitgehendem oder vollständigem Ausschluss des Schuftes, der es gewagt hat sie zu schwängern, großziehen müssen, vielleicht kann man da ja von der Achse des Bösen noch ein wenig mehr Kohle holen.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: MarcKN am 08. Januar 2010, 07:43:49 Dann nehmen wir dieses Zitat, das ist eindeutiger: Ich stelle fest, dass die Frau(en)/Mütter laut Soyka mal wieder die Opfer sind, sie "tragen das Leid". Männers, nun sagt mal was dazu! LG eskima Ist jetzt nicht Persönliches :wink: Aber hier sehe etwas, was aus dem Zugsamenhang gerissen wurde. Das Leid der Frauen wird hier vom Autor des Artikels hinein interpretiert, und mit der Aussage des Richters vermischt. Der arme Mann setzt ja eigentlich nur das um, was Guido und Angie verzapft haben. Auch wenn ich Richter und ihr Rechtsempfinden nicht nachvollziehen kann, wurde er doch dankend als Sündenbock angenommen. Mir fehlt auch die Motivation der Richter explizit den Zahlvätern zu schaden. Viel kritischer sehe ich die Darstellung der Presse, dort werden die Mütter ( da meine ich hauptsächlich Ex-Frauen ) als Opfer dargestellt. Männer und Ihre 2 Familien werden ausgepresst und die arme Alleinerziehende Mutter wird mit Arbeit und Eigenverantwortung bedroht. Gehts noch. EU ist doch mittlerweile ein Auslaufmodell bzw. Temporär. Haben Väter den gar keine Lobby? Wäre es nicht an der Zeit, sich bemerkbar zu machen? Vielleicht sich mit, isuv, Treffpunkt und Co. Eltern zu Koordinieren. Email, Briefe, Petitionen etc. Gruß Marc Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 08. Januar 2010, 09:00:57 Der arme Mann setzt ja eigentlich nur das um, was Guido und Angie verzapft haben. Auch wenn ich Richter und ihr Rechtsempfinden nicht nachvollziehen kann, wurde er doch dankend als Sündenbock angenommen. Mir fehlt auch die Motivation der Richter explizit den Zahlvätern zu schaden. Da unterschätzt du die Macht der Richter in D bei weitem. Das Familienunrecht besteht zu 80% aus Richterrecht und nur zu 20% aus Politikerwillen. Die Politik nickt im wesentlichen ab, was ihr die Justizlobby, bestehend aus djb und FGT vorbetet. Und einer wie Soyka ist da ganz vorne weg. Bezeichnend war, als die Zypresse, kurz nach der Einführung ihrer Unterhaltsreform von 2008 sagte, man müsse nun mal abwarten wie, die Justiz das neue Recht interpretiert und anwendet. Die schlimmsten Exzesse gehen dabei immer vom BGH aus, die OLGs geben sich aber große Mühe, sich dafür zu qualifizieren. Zitat Viel kritischer sehe ich die Darstellung der Presse, dort werden die Mütter ( da meine ich hauptsächlich Ex-Frauen ) als Opfer dargestellt. Stimmt! Um so wichtiger, solche Artikel in Leserbriefen und online Kommentaren gerade zu rücken.Männer und Ihre 2 Familien werden ausgepresst und die arme Alleinerziehende Mutter wird mit Arbeit und Eigenverantwortung bedroht. Gehts noch. Die Redakteure müssen spüren, dass sie gegen ihre Leser an schreiben. Zitat EU ist doch mittlerweile ein Auslaufmodell bzw. Temporär. Das wüßte ich aber.Erzähl das mal meiner Ex! Zitat Haben Väter den gar keine Lobby? Wäre es nicht an der Zeit, sich bemerkbar zu machen? Vielleicht sich mit, isuv, Treffpunkt und Co. Eltern zu Koordinieren. Email, Briefe, Petitionen etc. OK, mach! Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 08. Januar 2010, 09:29:43 Hallo Marc,
EU ist doch mittlerweile ein Auslaufmodell bzw. Temporär. So wie das im Moment läuft, wird EU erst dann zum Auslaufmodell werden, wenn alles, was früher mal in der Rubrik EU lief, irgendwie in den KU hineingemogelt worden ist; mit der aktuellen Änderung der Düsseldorfer Tabelle ist die femifaschistische Liga da ja auch schon wieder einen Schritt weiter gekommen. Hat für diesen Drecksstaat im übrigen den Vorteil, dass KU nicht steuermindernd geltend gemacht werden kann. Ein Schelm, wer sich dabei das gleiche denkt wie ich ... Nix für ungut, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 08. Januar 2010, 10:45:24 Machalit genau da gebe ich dir sowas von Recht, es soll soviel KU gezahlt werden das KM eben keinen Bedarf mehr beim Staat hat und alles durch die Väter getragen wird, zumindest wenn "Mann" ggf auch "UH Pflichtige Frau" damit nicht unter den SB rutscht. Bei einem Kind und einigermaßen Einkommen ist ja auch noch etwas Luft mehr zahlen zu können... Ist nur die Frage ob es dann noch lohnt zu arbeiten wenn man irgendwann 700,00€ KU mtl. zahlt.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: gemolkene_Kuh am 08. Januar 2010, 11:50:20 Die Aussage von Hr. Soyka ist insofern ohnehin ein Hohn. Denn wenn er sagt, das die arme alleinerziehende Mutter nun weniger erhält (was ja dem KU augeschlagen wird) kann ich nur müde lächeln. In Summe erhalten KM und Kids nun mehr unterm Strich. In meinem Fall > 85 € plus Kinderbetreuungskosten zusätzlich in Höhe von 48,- € = ca. 133 € mehr, die ich mit meiner "Zweitfamilie", welche ein Wort nicht mehr auf dem Konto habe.
Gerecht oder, keine Frage. So geht's mit Sicherheit nicht nur der Minderheit der zahlenden Väter oder ? Ich zitier mal den Anwalt meiner Nachbarin, die gerade in 'ner Scheidung steckt und das ganz gut trifft: "Wir müssen versuchen, den KU hochzuschrauben, den bekommen sie länger". Nett oder ? Das zeigt die Denke. Fakt ist nunmal auch, das wenn es zwar viele "offiziell" alleinerziehende Mütter gibt, etliche dennoch in einer festen beziehung zu einem neuen Mann stehen, und diese dann auch oftmals zusammen leben/wirtschaften. Und genau dass stelle ich mir als Mann äusserst charmant vor. Liiert mit einer Frau, die KU + evtl. auch noch EU bekommt. Da sind dann regelmäßige Urlaube und Zweitautos (bei meiner Ex- sogar zeitweise 3 ) drin währenddessen ich hier zusehen muss, das ich mit meiner Family über die Runden komme. Armes Deutschland sage ich nur. Bitter ... Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 08. Januar 2010, 12:19:43 Hallo gemolkene_Kuh,
Fakt ist nunmal auch, das wenn es zwar viele "offiziell" alleinerziehende Mütter gibt, etliche dennoch in einer festen beziehung zu einem neuen Mann stehen, und diese dann auch oftmals zusammen leben/wirtschaften. Und genau dass stelle ich mir als Mann äusserst charmant vor. Liiert mit einer Frau, die KU + evtl. auch noch EU bekommt. Obacht. Meine Kinder sind meine Kinder, also ist KU in realistischer Höhe völlig in Ordnung, auch wenn meine Ex fast ab dem Tag der Trennung einen Neuen hat. Die Regelung, dass sich so etwas als "verfestigte eheähnliche Gemeinschaft" frühestens nach zwei Jahren auf den Exen-Unterhalt auswirkt, ist eine Unverschämtheit (um es mal Wortfilter-verträglich zu formulieren). Und die zweite Unverschämtheit ist halt, dass Politik und Justiz den KU in eine Höhe schrauben, die mit "realistisch" nichts mehr zu tun hat; zumal nach dem BGH-Schandurteil nicht einmal mehr Kindergartenkosten u.ä. in diesen Sätzen enthalten sein sollen. Mit der Düsseldorfer Tabelle 2010 bekommt mein Exelchen jetzt mehr als siebenhundert Euro für zwei Kinder (demnächst wg. Altersstufe sogar mehr als siebenhunderfünfzig), und das Kindergeld hat sie ja auch noch. In Summe weit über tausend Euro für zwei Kinder. Natürlich muss man auch so etwas wie anteilige Wohnkosten berücksichtigen (allerdings habe ich selbst diese zu einem gewissen Grad ja auch, damit die Kinder ihre Wochenenden hier verbringen können), aber auch wenn man anteilige Wohnkosten berücksichtigt, kann ich mich trotzdem nicht daran erinnern, dass wir vor der Trennung im Durchschnitt jemals auch nur annähernd tausend Euro für die beiden Kinder zusammen ausgegeben hätten. Da steckt m.E. ein gewisser Anteil verkappter Exen-Unterhalt mit drin. Und das ist in diesem verdammten Land offensichtlich politisch auch so gewollt. Viele liebe Grüße, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 09. Januar 2010, 09:16:24 So ist es der KU soll die KM mitfinanzieren. Politik und Justiz findet das natürlich sehr gut, Publiziert das natürlich nicht öffentlich. Soll ja keine Außenwirkung haben.
Sie wollen nur das alle jungen Leute sich Kinder anschaffen und hinterher sollte es eben eine Trennung geben steht eben dieser "tolle Staat" nicht mehr loyal und benennt angemessenen UH für das Kind. Da wird dann eben mit all Erdenklicher List versucht das letzte aus den UH Pflichtigen heraus zu quetschen. Und auch ich habe im Bekanntenkreis Fam. mit ein oder 2 Kindern. Und 1000Euro mtl. geben die bei weitem nicht aus. Damit finanziert sich die Damenwelt... aber das schöne ist das eben dieses Geld irgendwann endet oder an Kind selber gezahlt wird und Ex muß dann richtig rühren oder eben auf Harzer Niveau weiterleben. Aber wahrscheinlich erfinden sie noch was wonach mit Volljährigkeit oder Ende der UH Pflicht eine KM weiter unterstützt werden muß.... Es wäre gegen höheren KU gar nichts einzuwenden wäre dieser voll absetzbar über die Steuer. Baerri Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: dantes_79 am 09. Januar 2010, 11:40:49 Natürlich wird so viel Geld nicht für das Kind ausgegeben, das ist in der Tat Subventionierung der Frauen, gerade bei den kleineren Kindern, denn 450€ kosten die bei weitem nicht. Das die Richterschaft Ihre Hände in Unschuld wäscht, kann ich nicht so ganz verstehen, wahrscheinlich wurden sie ja nicht zu der Anwendung einer bestimmten Formel gezwungen. Aber da ja die Alleinerziehen die Wähler von morgen heranziehen und bei der Gehirnwäsche Ihrer Kinder so Ihre Erfahrung haben, wird die Politik da kaum dran rütteln ;-). Vielleicht braucht man da ener durchsetzbare politische Ziele, wie z.B. die totale Entrechung der Männer, denn ohne die kann es keine Gleicherberechtigung geben.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 09. Januar 2010, 13:49:21 Moin,
ich überschlage mal: Wohnen (15qm à 8 Euro warm) 120 Euro Mitnutzung Rest der Wohnung außer Schlafzimmer, Strom, zugrunde gelegt 1/4 der restl Kosten noch mal ca. 140 Euro Hort, Schule: 48 Euro inkl. Mittagessen, plus Ausflüge, sonstigen Bedarf (Material, etc.) 10 Euro Nahrung zu Hause 1/3 x ein Wocheneinkauf à 50 Euro x 4Wochen = 66 Euro Sport (Schwimmen, Turnen) 20 Euro Kleidung/Schuhe, Jahreskosten ca. 480 Euro/12 = 40 Euro PKV 30 Euro Nicht mitberechnet Aktionen wie Familienausflüge, Urlaub, Gruppenreisen, Geburtstagseinladungen, neues Fahrrad, sonstige Sonderausgaben. 120+140+48+10+66+20+40+30 = 474 Euro. So, man kann sich streiten, ob ein Kind ein 15qm großes Zimmer braucht und ob man ihm die Mitnutzung vom Rest der Wohnung mitberechnen darf (aber es man kocht und wäscht ja nun mal auch für Kinder, bedeutet ja zB auch die doppelte bis dreifache Waschmaschinenladung) und ob ein Kind zum Sport muss (ich finde, ja!). Ist auch nur eine überschlägige Rechnung. Aber unter dem Strich kosten Kinder eben doch Geld. Und wenn ich mir überlege, was zB damals bei Schlecker und Co blieb, würde ich sogar behaupten, dass mit Windeln, Gläschen, Babymilch und noch mehr Klamotten (denn die wachsen ja im Handumdrehen!) eher mehr als weniger benötigt wird. Mit 184 Euro KG bekommt man jedenfalls kein Kind groß. Und bei mir sind die Hortkosten zur Zeit noch sehr niedrig, weil mein Gehalt 2008 zugrunde gelegt wurde. Für eine Vollzeitbetreuung werden die meisten (vor allem die Nichtberliner!) aber wesentlich mehr Geld hinlegen als ich mit 25 Euro Betreuung plus 23 Mittagsverpflegung. Nur mal so als Beispiel: Für die Schulerstausstattung war ich mit einem einfachen Schreibtisch, Stuhl, (170),Mappe, Federtasche, Turnbeutel, Trinkflasche und Brotbox (zusammen 150), Material (70), Bücher (65) Sportsachen (30) usw. schon mal locker mit 500 Euro dabei. Und nein, da war nirgends eine Goldkante dran. Die Mappe plus Zubehör gabs aus dem Fabrikverkauf zu gut 30% reduziert, Material aus dem Großkauf. Wenn ich jetzt noch beginne, für Klassenreisen, Zahnspange, evtl. mal Schüleraustausch oder 1jährigen Aufenthalt in einem anderen Land später mal Geld zurück zu legen, muss ich auf Brot und Wasser umsteigen. LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 09. Januar 2010, 14:11:38 PKV und Hort zahlt der Pflichtige zusätzlich.
Und einen nennenswerten Teil der genannten Kosten, wie Wohnung, Nahrung, Unternehmungen, Geschenke als Umgangselternteil auch. Die Fahrtkosten auch noch alleine. Außerdem, warum ist eine Mutter, die ihr Kind nicht selbst betreut vom KU befreit?. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: anfree72 am 09. Januar 2010, 14:22:35 Genau die Frage stelen wir uns auch .
Unterhaltsplichtige leistet Barunterhalt da Kind nicht in seiner Obhut. Zhalt dann auch noch Hortkosten so das Unterhaltsempfänger arbeiten gehen kann. Unterhaltsempfänger leistet aber keine Betreuung Schule/Hort tut das ja. Unsere KM machts noch besser bezieht ergänzent Harz 4 und Kinder sind den ganzen Tag nicht da bzw. kommen gegen 17.00 Uhr aus dem Hort. :mad: Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 09. Januar 2010, 14:51:46 Beppo,
es ging mir jetzt nicht darum, wer was davon trägt, sondern einfach mal aufzuzeigen, was ein Kind kostet, auf den Beitrag von Dantes. LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 09. Januar 2010, 15:05:48 Hallo Lausebackesmama,
ich werde nicht mit dem großen Hammer auf deine Rechnung einschlagen; erstens weil vieles davon stimmt und zweitens weil ich weiß, dass in deinem Fall bei Lausebackespapa nichts zu holen ist. Ich redete allerdings von den Fällen, wo beim Papa durchaus was zu holen ist. Ein paar Dinge in deiner Rechnung möchte ich daher doch ein wenig hinterfragen. Ich fange mal mit dem größten Posten an: Wohnen (15qm à 8 Euro warm) 120 Euro Mitnutzung Rest der Wohnung außer Schlafzimmer, Strom, zugrunde gelegt 1/4 der restl Kosten noch mal ca. 140 Euro Wenn ich meine verstaubten betriebswirtschaftlichen Kenntnisse befrage, dann kann man sich hier trefflich streiten: Macht man eine Gesamtkostenrechnung oder eine Deckungsbeitragsrechnung? Oder, anders gesagt: Verteilt man die Fixkosten nach einem gewissen Schlüssel über die beiden Kostenstellen (Lausebackesmama und Lausebacke), oder betrachtet man für die zusätzliche Kostenstelle (Lausebacke) nur den Mehraufwand? Du hast mit diesem "Mitnutzung Rest der Wohnung" eine Art Gesamtkostenrechnung aufgemacht, d.h. du fragst: Welcher Anteil an den Gesamtkosten entfällt auf Lausebacke? Die Deckungsbeitragsrechnung würde hingegen fragen: Was ist denn der Unterschied zwischen den Kosten für den Betrieb einer Zwei-Zimmer-Wohnung, die der Erwachsene für sich alleine benötigen würde, und einer Drei-Zimmer-Wohnung, die durch das Kind erforderlich wird? Dieser Unterschied ist normalerweise ein bisserl geringer als das, was bei der Gesamtkostenrechnung rauskommt, denn Bad und Küche brauchen nicht oder nicht wesentlich größer zu sein, nur weil dort zwei Leute wohnen statt einer. Und die Stromkosten sind zwar höher, aber erstens zahlt man die Grundgebühr so oder so, zweitens ist es z.B. dem Kühlschrank weitgehend egal, ob dort die Milch für eine oder für zwei Personen lagert. Waschmaschine ist natürlich ein rühmliches Gegenbeispiel - üblicherweise fällt für ein Kind mehr Wäsche an als für einen Erwachsenen. Zumindest ist das bei meinen beiden Dreckspatzen so ;-) PKV 30 Euro Wird üblicherweise dem Unterhaltspflichtigen zusätzlich zum Tabellenunterhalt in Rechnung gestellt. Hat in dieser Übersicht also nichts zu suchen, weil es für die KM bei einem leistungsfähigen KV i.d.R. nur ein durchlaufender Posten ist. Wenn ich jetzt noch beginne, für Klassenreisen, Zahnspange, evtl. mal Schüleraustausch oder 1jährigen Aufenthalt in einem anderen Land später mal Geld zurück zu legen, muss ich auf Brot und Wasser umsteigen. Oder diese Sachen beim Unterhaltspflichtigen als Sonderbedarf geltend machen ... So. Und wenn du auf der Ausgabenseite mit dem spitzen Bleistift rechnest, dann lass mich bitte auf der Einnahmenseite ebenfalls mit dem spitzen Bleistift rechnen. Es gibt da so etwas wie den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (aka Lohnsteuerklasse II), den meine Ex nur in Anspruch nehmen kann, solange (mindestens) ein Kind bei ihr lebt. Da bleibt zwar bei ihrem Einkommen nicht so fürchterlich viel Steuerersparnis hängen (vermutlich irgendwas in der Gegend von zwanzig oder fünfundzwanzig Euro im Monat), aber wenn wir die Kosten auf Zwanzig-Euro-Beträge herunterbrechen, dann auch die Einnahmen. Mit 184 Euro KG bekommt man jedenfalls kein Kind groß. Das allerdings ist unbestritten. Viele liebe Grüße, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 09. Januar 2010, 15:16:08 Wie ich Beppo eben schon schrieb, mir ging es erst mal um die zu bestreitenden Kosten, unabhängig davon, aus welchem Topp die jetzt bezahlt werden. Bei der Veranschlagung der Wohnung war ich mir auch nicht so sicher. Aber ich hab jetzt spaßenshalber mal bei immoscout24 geguckt. Eine Wohnung zwischen 80 und 90qm warm liegt hier bei ca. 780-850 Euro (3 Zimmer). Eine mit nur 2 Zimmern und ca. 60-70 qm liegt bei 550-650 Euro. Also kann man ca. 200 Euro Mehrkosten veranschlagen, was ich für realistisch halte.
Ich habe jetzt von der Wohngegend, Ausstattung usw. das zugrunde gelegt, was wir vom Stil jetzt haben und was ich auch ohne Kind wählen würde. (Für eine Ersparnis von 50 Euro ziehe ich nicht vom ruhigen Süden ins Ghetto). LG LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 09. Januar 2010, 15:51:35 So ich habe schon Post von der ARGE,
da ich nur 279,00 Euro zum ersten Jan. überwiesen hatte ist KM natürlich gleich zum Amt. Im Schreiben steht: Ungeachtet dessen haben sich zum 01.01.2010 auch die Beiträge f. den KU als Folge der Erhöhung des Kinderfreibetrages geändert, was sich ebenfalls in der ab dem 01.01.2010 gültigen DDT niederschlägt. Danach liegt im konkreten Fall der Tabellenunterhalt der 4. EK Gruppe, Stufe 6-11 Jahre nunmehr bei 419,00€ abzgl. hälftiges KG 92,00€ =327,00€. Mit keinem Wort wird erwähnt das man herabgetuft werden muß da ja vorher eine Höherstufung in 2 Schritten vorgenommen wurde. Was sollte ich jetzt tun? Was kann man Schreiben? Oder muß ich jetzt die Herunterstufung einklagen... da ja die Tabelle nur noch 2 UH Berechtigte vorsieht? Beste Grüße Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: brille007 am 09. Januar 2010, 16:03:49 Moin,
jetzt hat sich auch die grosse Zeitung mit den 4 Buchstaben in das Thema eingeklinkt. Man mag sie mögen oder nicht - aber >>>DAS<<< (http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/01/09/duesseldorfer-tabelle-wut-der-scheidungsvaeter/wie-sollen-wir-13-prozent-mehr-unterhalt-zahlen.html) ist die Form von Öffentlichkeit, die ein solches Thema braucht, um auch in gehöriger Breite bei Lieschen Müller auf der Strasse anzukommen. Grüssles Martin Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 09. Januar 2010, 18:19:22 Hallo Baeri22,
Was sollte ich jetzt tun? Was kann man Schreiben? Ich mach mal einen Versuch, allerdings mit ordentlich Wut im Bauch: "Wie Sie sicherlich wissen, haben sich in der ab dem 01.01.2010 gültigen Düsseldorfer Tabelle nicht nur die Unterhaltsbeträge geändert, sondern auch das Berechnungsschema. Beachten Sie dazu bitte insbesondere Anmerkung (1) der Düsseldorfer Tabelle, die jetzt nur noch von zwei statt bisher drei Unterhaltsberechtigten ausgeht. In meinem Fall kommt daher die bisherige Hochstufung um zwei Tabellenzeilen nicht mehr in Betracht; bitte passen Sie Ihre Berechnung an die tatsächlichen Aussagen der Düsseldorfer Tabelle an. Ich erwarte Ihre Stellungnahme bis zum <Heutiges Datum plus maximal zwei Wochen>. Hochachtungsvoll, Unterhaltssklave Baeri." Und dann mal abwarten, mit welch fadenscheiniger Ausrede die sich diesmal rauswinden. Wie nicht anders zu erwarten, gehen jetzt also die vieltausendfachen Betrugsversuche an unterhaltspflichtigen Vätern los. Deutschland, verrecke. Viele liebe Grüße, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 09. Januar 2010, 19:32:54 Die >Hammer Leitlinien< (http://www.vatersein.de/News-file-article-sid-1821.html) sind richtig schnuckelig geworden :puzz:
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 09. Januar 2010, 20:32:01 Hier kommt auch schon die erste, wenn auch bisher kleine, Senkung des SB:
Zitat 21.4.1 Der Selbstbehalt des Pflichtigen gegenüber dem Anspruch des Ehegatten (billiger Selbstbehalt) beträgt in der Regel mindestens 935 €, bei Erwerbstätigkeit des Pflichtigen 1.000 €, auch wenn bei dem berechtigten Ehegatten minderjährige oder privilegierte volljährige Kinder leben, die ebenfalls Unterhaltsansprüche gegen den Pflichtigen haben. 21.4.2 Als Existenzminimum des unterhaltsberechtigten Ehegatten, das neben der Mangelverteilung (vgl. Nr. 23) z.B. im Rahmen des § 1579 BGB von Bedeutung sein kann, kommt – einschließlich evtl. trennungsbedingten Mehrbedarfs – in der Regel ein Betrag von 770 € in Betracht, bei eigener voller Erwerbstätigkeit von 900 € und für den Fall, dass der Ehegatte mit dem Pflichtigen zusammenlebt, ein solcher von 560 €, bei eigener Erwerbstätigkeit von 650 €. Von 1.000,- auf 953,- wenn der Pflichtige nicht arbeitet oder von 900,- in Schritten runter, wenn er nur Teilzeit arbeitet. Ansonsten setzen sie brav um was Mutter Courage Hahne in letzter Zeit so ausgeschwitzt hat. Hamm ist mal wieder Omas Liebling. damit bewerben sie sich wieder um einen Stuhl im Führerbunker. Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: dantes_79 am 09. Januar 2010, 21:07:57 @Liebe LBM
Ich will mich nicht mit dir anlegen und bei größeren Kindern hast du zum gößeren Teil sicher recht, nur ist es bei der Trennung so, dass einfach weniger Geld insgesamt da ist da viele Fixkosten x2 gehen. Da sollte dann nicht nur beim Vater gespart werden. Außerdem kenn ich das so: Vor der Trennung kann man zu dritt in einer Zwei-Zimmer Wohnung leben, nach der Trennung müssen es eben auf einmal zu zweit drei Zimmer sein. Auch kenne ich das von vielen befreundeten Paaren so, dass ein Teil eines Raumes eben umgestaltet wird für das Kind, da wird mitnichten für ein Kind eine größere Wohnung angemietet. Auch denke ich generell, dass es nicht sein sollte, dass die finanzielle Verantwortung alleine auf ein Elternteil abgewälzt wird, außer, der andere kümmert sich überhaupt nicht. Denn im Grunde ist dies der rechtliche Gedanke: Einer kümmert sich, einer zahlt. Nur ist es eben nicht im Sinne der Kinder, wenn dies wirklich so umgesetzt wird. Ob der Vater jetzt auch ein Zimmer vorhält, interessiert z.B. auch keinen. BTW, ich meine in der letzten Steuererklärung gesehen zu haben, dass es zusätzlich einen Alleinerzieher Freibetrag gibt, der zu den anderen Steuerersparnissen hinzukommt. Wenn man das Zimmer übrigens für kleine Kinder als Kostenfaktor rausnimmt (und niemand wird gezwungen, ein Kinderzimmer einzurichten, nur weil er KU bekommt), sieht die Rechnung auch schon ganz anders aus. Ich hatte übrigens mal selber gerechnet, kam aber auf deutlich kleinere Beträge. Unabhängig davon ist es natürlich ein Unding, wenn ein Vater sich alles dumm angehen lässt, obwohl er mehr könnte. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 09. Januar 2010, 21:29:57 @ Dantes: Natürlich ist nach einer Trennung weniger Geld da als vorher, da widerspreche ich nicht. Ich wollte nur aufzeigen, dass Kinder eben kosten. Dem steht gegenüber ein Lebensstil der Eltern (vor und nach der Trennung). Dass der Rest insgesamt reformbedürftig ist, steht ja außer Frage. Das fängt mit dem GSR an, geht über die Etablierung des Wechselmodells und endet in einer realistischen Höhe des - sofern noch benötigen - Kindesunterhalts.
Ja. Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende beträgt 1308 Euro, das macht netto, sofern man Einkommen hat, ca. 40 Euro im Monat aus. Und die bekommt man auch nur, wenn man "wirklich" alleinstehend ist, heißt: Der neue Freund darf nicht mit in der Wohnung wohnen. Klar, wenn man das Kinderzimmer rausnimmt, sieht die Rechnung anders aus. Aber mal ehrlich, möchtest Du das Kind dauerhaft in Deinem Schlafzimmer haben? Ich nicht! Das geht vielleicht für ein Jahr, max. zwei und auch nur, wenn man nur ein Kind hat. Mich würde mal interessieren, was Du als angemessene Sätze empfinden würdest, je nach Alter. Ich nehme es vorweg: Ich könnte es nicht sagen. LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 10. Januar 2010, 09:26:00 Angemessener KU wären max 300,00€ mtl+ KG... Je nach EK. Und auch bis 18 Jahre. Also derzeit dann 484,00€. Mehr und das knn mir keiner erzählen kostet kein Kind im Monat an Essen Kleidung und Wohnanteil. Das Problem ist das eben davon ja der Erziehende Elternteil mitlebt!!! Für 2 Personen ist es natürlich eng. Bei mir ist es so das sich KM eben aus KU+KG finanziert und Sie gibt das sogar offen zu!!! Genau das ist der Punkt, wie können sich Erwachsene Leute aus KU + KG finanzieren... 484 Euro nur allein für das Kind im Monat würden locker reichen es über die 4 Wochen zu bringen, würde das gesamte Geld nur dem Kind dienen!! Und genau das Geld fällt eben mal irgendwann weg und dann sitzen die tollen Erziehenden sich aus KG+KU finanzierenden Leut´s komplett auf dem Schlauch*freu*
Das Kind selber hat nichts davon das UH Pflichtige mehr zahlen müssen, ich für meinen Teil habe alle Extra´s auf Eis gelegt. Der Staat erhöht ich bremse auf meine Weise. Viele Grüße Baeri Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 10. Januar 2010, 09:48:08 Zitat Viele Unterhaltspflichtige werden Probleme haben, den deutlich höheren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Was ist, wenn der Unterhaltspflichtige den höheren Betrag nicht überweisekann ? Haibach: Viele Unterhaltspflichtige werden das tatsächlich nicht zahlen können, selbst wenn sie es zahlen möchten. Damit muss eine Anpassung der Zahlbeträge vorgenommen werden. Die Höhe der neuen Unterhaltsverpflichtung ist zu prüfen. Dabei muss man sehen, dass den Unterhaltspflichtigen schon heute häufig weniger zur Verfügung steht, als den Kindern, wird die vom Selbstbehalt noch zu zahlende Miete bei den Unterhaltspflichtigen in Abzug gebracht. Das ist noch immer lebensfremd. http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/wirtschaft/8168399.htm Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 10. Januar 2010, 10:30:02 Moin,
ja und ich finde, dass gerade die Mieten seit der Euroumstellung gewaltig gestiegen sind. Aber das kann subjektiv sein. Für 360 warm bekommt man in Berlin jedenfalls nicht mal ein Wohnklo und im Vergleich zu HH oder München sind wir noch günstig. LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Zahlmeister ohne Ende am 10. Januar 2010, 11:05:07 @LBM
Guten Morgen, möchte mich auch nicht mit Dir anlegen aber mal mein ganz pers. Dasein darlegen 420 € KU an die H(ex)-(6 Jahre alt) 830 € E-Unterhalt 420 bekommt sie noch fürs erste Kind von nem anderen 192 € fürs erste Kind 192 € fürs zweite Kind Halbtagsstelle wo sie noch 850 netto verdient. Macht summasummarum knapp 3000 €. Dazu noch nen Freund der 6000 netto verdient aber natürlich nur am Wochenende da ist und auch alles inoffizell. Nun soll mir einer mal erzählen das das gerecht ist. KU muss sein, klar....aber dann muss auch der Eigenverdienst und der E-Unterhalt angerechnet werden. Kann nicht sein dass Mütter sich zunehmend selber am KU bereichern! :knockout: :knockout: :knockout: :gunman: :gunman: :gunman: Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Novemberkind am 10. Januar 2010, 11:08:08 Wehrt Euch geht mit an die Öffentlichkeit...
Wir haben einen Brief an die Bild geschrieben, es dürfen nicht immer nur die armen Frauen sein ... Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 10. Januar 2010, 11:29:00 Guten Morgen!
@LBM Guten Morgen, möchte mich auch nicht mit Dir anlegen aber mal mein ganz pers. Dasein darlegen Es gibt auch keinerlei Grund, sich mit ihr anzulegen. Sie hat, wie schon wiederholt angemerkt, nur ihre persönliche Ausgabensituation dargestellt. Du hast dagegen die Einnahmensituation deiner Ex dargestellt. Da besteht weder ein Zusammenhang, noch ein Widerspruch! Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 10. Januar 2010, 11:36:01 Hi ZoE,
hier muss doch keiner fürchten, sich mit mir anzulegen. Ich gehe für gewöhnlich nicht so :gunman: durchs Leben. Wenn Du und der Exex je 420 Euro zahlt, müsst ihr wohl ganz gut verdienen. Jetzt nehmen wir den neuen Freund mal aus der Rechnung, denn der hat ja mit Deinen Kindern nix zu tun. Hat sie also plus KG (wieso 192?) 1.042 Euro. Plus EU 1872. Davon kann man gut leben, keine Frage. Dass sie selber arbeitet legt noch was oben drauf. Ich würde mich doch jetzt viel eher über den EU aufregen, als dass sie 3000 zur Verfügung hat. Würdest Du Dich auch so ärgern, wenn Du keinen EU zahlen würdest und sie 1700 netto selber verdienen würde? Versteh mich nicht falsch, ich bräuchte auch keine 420 Euro KU für mein Kind. Ich würde mich freuen, wenn der Papa sich mit nem 100er im Monat beteiligen könnte. Aber: Die Höhe des KU ist doch abhängig von Deiner Leistungsfähigkeit. Den EU mal ausgeblendet, welche Erwartung hast Du denn an Deine Ex? Dass sie trotzdem Vollzeit arbeitet, damit der KU nicht sie bzw. die Reduktion ihrer Arbeitszeit mitfinanziert? Das würde aber bedeuten, dass man den KU am notwendigen Verdienst der Mutter orientiert, also nur so viel KU zahlen, dass sie gezwungen ist, trotzdem Vollzeit zu arbeiten, um klar zu kommen. Natürlich klingt das irrsinnig, dass sie runde 3000 Euro zur Verfügung hat. Aber hast Du ein tragbares KU- bzw. Finanzierungsmodell? LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 10. Januar 2010, 12:09:30 Nachtrag: Mal angenommen, ich bekäme für Lausebacke den Mindest-KU nach DDT von 272 Euro, gäbe es für mich folgende Möglichkeiten:
a) ich freue mich darüber, dass ich meinem Sohn nun noch mehr ermöglichen kann bzw. genauso viel wie vorher und kann mehr von "meinem" Geld für mich verwenden b) ich reduziere meine Arbeit um ca. 6h die Woche, dann hätten wir genauso viel Geld wie vorher, allerdings könnte mein Sohn schon um 15-15.30 Uhr aus dem Hort kommen statt wie vorher um 16.30-17 Uhr und ich hätte mehr Zeit für ihn, seine Hobbies, seine Hausaufgaben. Er mehr Freizeit. Man könnte in beiden Fällen sagen, dass ICH von dem KU profitiere, weil ich mehr von meinem Geld zur Verfügung habe oder weniger arbeiten muss. Man kann aber auch sagen, mein Sohn profitiert davon, weil er vielleicht mehr Zeit mit mir hat oder aber wir uns mehr Unternehmungen leisten können. Natürlich kann ich den Verbrauch des dann vorhandenen Geldes nicht explizit zwischen uns trennen, weil wir ja nun mal eine gemeinsame Kasse haben. Die Frage ist ja auch, ob KU den mindestens benötigten Bedarf decken muss, also alles was man braucht um nicht zu verhungern oder erfrieren. Oder ob KU auch dazu da ist, etwas "on top" zu leisten. Sprich: Hat ein Kind Eltern, die es sich mit dem vorhandenen Geld gerade mal leisten können, bei KIK einkaufen zu gehen oder verdienen sie so, dass man eben doch zu Hanni & Mausi oder Clamotten Anton gehen kann oder sogar so, dass es Boutiquensachen sind? Natürlich ist letzteres nicht notwendig. Aber abhängig vom Verdienst und Lebensstil der Eltern. Oder? LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 10. Januar 2010, 12:23:43 Hat ein Kind Eltern, die es sich mit dem vorhandenen Geld gerade mal leisten können, bei KIK einkaufen zu gehen oder verdienen sie so, dass man eben doch zu Hanni & Mausi oder Clamotten Anton gehen kann oder sogar so, dass es Boutiquensachen sind? Hallo, ja, das ist in der Tat so. Abhängig von der Lebensstellung der Eltern, das ist die Grundregel auch im Kindesunterhaltsrecht. Achja, bekäme ich ich für meine Tochter überhaupt irgendeinen Unterhalt, würde ich den aufs Sparbuch für Führerschein und Studium packen. Denn ich komme bisher auch ohne KU aus, und solange ich meinen Job nicht verliere, müsste das auch künftig möglich sein. Bei mir wäre der KU also on top. Ich finde trotzdem, dass ihre Mutter was zahlen sollte. Natürlich nicht die mittlerweile grotesk überzogenen Beträge gemäß DT. Aber die oft gelesene Argumentation von KU-Pflichtigen, nichts zahlen zu wollen denn dem betreuenden Elternteil geht es ja eh so gut weil der gut verdient, geerbt hat, einen reichen Partner uswusf. lehne ich strikt ab. Es ist in meinem Wertesystem eine Sache des Anstandes, dass beide Eltern für die materielle Versorgung des gemeinsamen Nachwuchses aufkommen. Und grundsätzlich ist auch derAnsatz korrekt dass der betreuuende Elternteil diesbezüglich weniger beizutragen hat. Das kippt halt immer dann, wenn der andere überhaupt nichts oder (zu) wenig zahlt. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 10. Januar 2010, 12:32:17 Elwu, dem ist nichts hinzuzufügen.
LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 10. Januar 2010, 12:53:55 Hallo zusammen,
ich reduziere meine Arbeit um ca. 6h die Woche, dann hätten wir genauso viel Geld wie vorher, allerdings könnte mein Sohn schon um 15-15.30 Uhr aus dem Hort kommen statt wie vorher um 16.30-17 Uhr und ich hätte mehr Zeit für ihn, seine Hobbies, seine Hausaufgaben. Er mehr Freizeit. Auch hier gäbe es aber ein entsprechendes Modell auf der anderen Seite: Durch die Unterhaltszahlungen für Kinder und Ex bin ich praktisch gezwungen, einen Vollzeitjob zu machen. Bei reduzierten Unterhaltsverpflichtungen (da denke ich in meinem persönlichen Fall inzwischen allerdings vorwiegend an die Zahlungen für Ex und weniger an die für die Kinder) kann auch ich auf, sagen wir mal, 32 oder 35 Stunden pro Woche runtergehen, und mich entsprechend mehr um die Kinder kümmern. Einen Vorschlag in dieser Richtung hatte ich bei meinem Ex-Schnuckelchen vor einiger Zeit platziert: Ich gehe mit meiner Arbeitszeit auf 35 Stunden runter und übernehme dafür z.B. den neuen Logopädie-Vormittag mit dem Kurzen und/oder kann mich mehr um die Hausaufgaben vom Großen kümmern; dafür berechnen wir den Unterhalt dann aber nicht auf Basis von meinem 40-Stunden-Gehalt, sondern auf Basis von einem 35-Stunden-Gehalt (konkret hätte das für den KU bedeutet, eine Zeile runter in der Düsseldorfer Tabelle, aber halt auch einen deutlichen Abschlag auf ihre eigenen Unterhaltsansprüche). Ergebnis: abgelehnt durch Ex, sie will Geld, nicht Zeit. Oder, um es mit ihren Worten von vor einem Jahr zu sagen: "Malachit, du kannst die Kinder gerne so oft haben wie du willst, jedenfalls so lange wie du genau so viel Unterhalt zahlst wie bisher". Wie wir alle wissen, ist das auch genau die Sichtweise unseres verrückten Gesetzgebers. Aus meiner Sicht ist das: ganz tolle Wurst auf nassem Brot ... Egal. Ich habe inzwischen eine gewisse Hoffnung, ihre eigenen Unterhaltsansprüche auf anderem Weg auf ein verträgliches Maß zu kappen, und danach wird mich keiner mehr daran hindern, mit meiner eigenen Arbeitszeit runterzugehen. Wenn dann irgendwer in diesem verrückten Rechtssystem meint, ich müsse trotzdem KU aus einem dann fiktiven Einkommen zahlen, dann ist das halt so. Wenn's "nur" das ist, dann werde ich daran sicher nicht kaputt gehen. Viele liebe Grüße, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 10. Januar 2010, 13:09:02 Moin Malachit,
DAS ist doch das eigentliche Unrecht. Dass Madame es in der Hand hat zu entscheiden, ob Du KU in Geld oder in Zeit lieferst und der Gesetzgeber ihr da zustimmt. Was ja wieder auf das Wechselmodell oder ähnliche Modelle hinausläuft. An Stelle Deiner Ex wäre ich vermutlich begeistert gewesen, ich persönlich finde den Gedanken an KU-Leistung in "Zeit" auch nicht verkehrt. :) Was vermutlich daran liegt, dass ich KU weder in Geld noch in Zeit bekomme *lol* Schade eigentlich, denn ich denke, wäre mein angehender Exmann nicht krank, hätten wir ein gutes nacheheliches Elterngespann abgegeben. Es ist aber gut, dass Du Dir diesen Luxus leisten kannst, mehr Zeit mit den Kindern bei gleichzeitiger Reduzierung Deiner Arbeitszeit zu verbringen und das ganze als "wenn's nur das ist" zu betiteln. Du bist damit in einer exklusiven Lage, die wohl 95% der anderen KU-Pflichtigen oder "beides-Pflichtigen" nicht mit Dir teilen. Lieben Gruß, LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 10. Januar 2010, 13:35:22 Hallo LBM,
DAS ist doch das eigentliche Unrecht. Dass Madame es in der Hand hat zu entscheiden, ob Du KU in Geld oder in Zeit lieferst und der Gesetzgeber ihr da zustimmt. Genau so isses. Prägnanter als mit deiner Aussage kann man den Kern dieser ganzen Misere nicht beschreiben. Es ist aber gut, dass Du Dir diesen Luxus leisten kannst, mehr Zeit mit den Kindern bei gleichzeitiger Reduzierung Deiner Arbeitszeit zu verbringen und das ganze als "wenn's nur das ist" zu betiteln. Du bist damit in einer exklusiven Lage, die wohl 95% der anderen KU-Pflichtigen oder "beides-Pflichtigen" nicht mit Dir teilen. Es ist mir bewusst, dass ich selbst im Vergleich zu den meisten anderen Fällen hier allenfalls ein Luxus-Problem habe ... Viele liebe Grüße, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: nichtplatt am 12. Januar 2010, 17:56:02 Halöle,
also auf der Unterhaltsmoserseite. Nicht dass ich meiner lieben Ex es nicht gönnen würde statt 371,00 pro Nase jetzt 420,00 pro Nase zahlen zu müssen, aber diese Erhöhung ist m.E. doch sehr übertrieben. Gut die Kids kosten reichlich Geld, vorallem Schulaktivitäten wie Schüleraustausch, Klassenfahrten usw. Aber man sollte die Kirche doch einmal im Dorf lassen und dem Unterhaltspflichtigen ein wenig zum Leben lassen. Für viele dürfte sich aufgrund der Tatsache, dass sie sowieso nur den SB haben wenig ändern. Aber die Argumentation, dass der Steuerfreibetrag sich erhöht hat und dadurch der KU steigen muss ist abenteuerlich. In der Regel haben die meisten nicht mehr Nettoeinkommen. Dass was als mehr Netto in diversen Gehaltsprogrammen berechnet wird hat mit dem Kinderfreibetrag kaum was zu tun. Seit dem 1.1.2010 gibt es noch ein neues Gesetz. Ab diesem Zeitpunkt dürfen wir alle unsere Krankenversicherungsbeiträge bis zu 83% steuerlich geltend machen. Daher kommt dass höhere Nettoeinkommen. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wie uns dieser Staat eine Heizdecke nach der anderen verkauft. LG Nichtplatt Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: RobertK am 12. Januar 2010, 20:15:34 Hiermal die witzigen Leitlinien des OLG-Hamm:
http://www.olg-hamm.nrw.de/service/hammer_leitlinie/index.php Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 12. Januar 2010, 20:30:43 Danke, hammer :rofl2: schon - siehe ganz oben.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: ginnie am 12. Januar 2010, 21:11:59 @elwu
Natürlich nicht die mittlerweile grotesk überzogenen Beträge gemäß DT. Aber die oft gelesene Argumentation von KU-Pflichtigen, nichts zahlen zu wollen denn dem betreuenden Elternteil geht es ja eh so gut weil der gut verdient, geerbt hat, einen reichen Partner uswusf. lehne ich strikt ab. Es ist in meinem Wertesystem eine Sache des Anstandes, dass beide Eltern für die materielle Versorgung des gemeinsamen Nachwuchses aufkommen. /elwu :thumbup: Das unterschreibe ich sofort und hiermit sozusagen virtuell.ligr ginnie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: murcksi am 13. Januar 2010, 13:01:30 Gerechtigkeit in Deutschland
Unhaltsberechtigter (Kind) 39 mehr Unterhaltsgeld + 20 Euro Kindergeld = Kindesmutter ein plus von 59 Euro Unterhaltspflichtiger (Vater) - 39 Euro 40 Euro Kindergeld + 13 Euro mehr Steuern für 2010 = Ein Plus von 14 Euro Bei der Berechnung des Unterhaltes wird das Ehegattensplitting voll angerechnet. Das heißt durch die Hochzeit bekommt der Ehegatte Steuerklasse 3 und erhält ergo mehr Nettolohn. Nun werden alle Unterhaltspflichtigen Kinder abgezogen und wenn die Frau Glück hat bleibt evtl. etwas übrig, andernfalls hat sie Pech gehabt, obwohl ja der Unterhaltspflichtige durch sie den Steuervorteil hat. Nun könnte man sagen, wechselt die Steuerklasse. Sollte der Mindestunterhalt dann nicht gewährleistet wird halt der Selbstbehalt gekürzt. Selbstbehalt ist sowieso nur eine Farce Sollte man nicht den Mindestunterhalt zahlen können, wird mal einfach der Selbstbehalt gekürzt, oder es wird mal eben ein fiktives Einkommen dazu gezählt. Also bei dem Unterhaltspflichtigen wird der Selbstbehalt gekürzt, weil es zwei Erwachsenen gibt. Zieht bei der Kindesmutter ein Lebenspartner ein, werden die allgemeinen Kosten merkwürdiger weise nicht günstiger. Wenn Väter klagen, birgt man Ihnen alle Kosten auf – Wenn Mütter für Ihre Kinder klagen bürgt man ebenfalls alle Kosten dem Vater auf Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: murcksi am 13. Januar 2010, 13:02:05 Zukunftsprognose für Unterhaltszahler
Heutige Hartz IV Kinder werden Kinder zeugen und weiterhin Hartz IV kassieren, damit sie keinen Unterhaltszahlungen zahlen müssen. Zukünftige Stunden, werden Dauerstudenten, damit sie keinen Unterhalt zahlen müssen. Kinder aus dem Mittelstand besonders aus Zweitfamilien Mütter werden Ihren Söhnen impfen, dass sie zu gegebener Zeit Ihr Samen einfrieren lassen und sich sterilisieren lassen sollen und schon gar nicht heiraten. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: murcksi am 13. Januar 2010, 13:04:43 Ich habe mir mal den Spaß Prozentual auszurechnen wie viel jeder anteilsmäßig zu seinem Nettolohn bezahlt.
Wie kann es gerecht sein, das jemand der wenig verdient fast 7 % bei 0-5 mehr zahlt wie jemand der viel verdient. Bei 6-12 fast 9 % und bei 13-17 fast 11 % 1. bis 2. Kind 0-5 % 1. 1500 225 15,00 2. 1900 241 12,68 3. 2300 257 11,17 4. 2700 273 10,11 5. 3100 289 9,32 6. 3500 314 8,97 7. 3900 340 8,72 8. 4300 365 8,49 9. 4700 390 8,30 10. 5100 416 8,16 1. bis 2. Kind 6-12 % 1. 1500 272 18,13 2. 1900 291 15,32 3. 2300 309 13,43 4. 2700 327 12,11 5. 3100 345 11,13 6. 3500 374 10,69 7. 3900 404 10,36 8. 4300 433 10,07 9. 4700 462 9,83 10. 5100 491 9,63 1. bis 2. Kind 13-17 % 1. 1500 334 22,27 2. 1900 356 18,74 3. 2300 377 16,39 4. 2700 398 14,74 5. 3100 420 13,55 6. 3500 454 12,97 7. 3900 488 12,51 8. 4300 522 12,14 9. 4700 556 11,83 10. 5100 590 11,57 Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: murcksi am 13. Januar 2010, 13:05:28 Fazit
An alle Männer die Ihrer Unterhaltspflicht wahrnehmen. Bewegt Euren Hintern und tut was, 2011 wird es noch schlimmer. Heulen nützt nichts. Ihr müsst endlich aktiv werden. Von allein passiert nichts, immerhin refinanziert Ihr ja indirekt die Kindergelderhöhung. Und wielange die Steuern geringer werden bzw. bleiben ist doch nur eine Frage der Zeit. Unterhalt müsst Ihr weiter zahlen. Es nützt nichts, wenn Ihr sauer werdet auf Eure Ex, bezahlen müsst Ihr trotzdem. Also auf auf. Warum sind Frauen erfolgreicher, weil sie solange druck machen, bis sie erreicht haben was sie wollen. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 13. Januar 2010, 13:18:06 Ich habe mir mal den Spaß Prozentual auszurechnen wie viel jeder anteilsmäßig zu seinem Nettolohn bezahlt. Ein spannender Ansatz, vielen Dank. Ich werde das etwas übersichtlicher in einer Excel-PDF darstellen.Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 13. Januar 2010, 14:39:22 Ich habe rechnen lassen, welchen Anteil am unterhaltsrelevanten Einkommen der KU hat. Weil's einfacher war, nur für ein Kind.
Wer in das Gesicht des Wahnsinn schauen möchte, >hier< (http://www.vatersein.de/images/_VS/Einkommensanteil_Kindesunterhalt.pdf) (pdf) entlang. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 13. Januar 2010, 15:02:49 Moin,
glücklicherweise hinkt die Aufstellung etwas, weil das Einkommen der DT um die Werbungskosten bereits bereinigt wurde. Trotzdem ein interessanter Ansatz, vor allem, wenn man es mit dem hälftigen Kindergeld sieht. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: murcksi am 13. Januar 2010, 18:15:41 Danke DeepThought,
die pdf. Datei ist richtig gut geworden. :thumbup: Gibt es nicht eine Väterorganisation, die wegen dem Selbstbehalt klagt? Vielleicht sollte man denen mal die Aufstellung zukommen lassen. Würde mich wahnsinnig interressieren, wie sich die Richter sich da rausreden. :wink: Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: oldie am 13. Januar 2010, 18:21:11 Hi eskima
glücklicherweise hinkt die Aufstellung etwas, weil das Einkommen der DT um die Werbungskosten bereits bereinigt wurde. Dann hast Du noch nicht die Hammer Leitlinien gesehen, in welchen die Werbungskosten beim Unterschreiten des Mindest-KU zusammengestrichen werden, mit dezentem Hinweis auf die gesteigerte UH-Pflicht. Das im Hinterkopf schau Dir die stärksten Steigerungsraten mal genau an und die erkennst die grossen Verlierer des "Wachstumsbeschleunigungsgesetzes".Gruss oldie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: gaya am 13. Januar 2010, 18:40:56 hallo,
habt ihr vielleicht eine ahnung, was sich mit " nach umständen des falles" gemeint ist? es steht unter jeder DDT- tabelle. liebe grüsse gaya Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Baeri22 am 13. Januar 2010, 18:52:53 Hallo, nach Umständen des Falls bedeutet das bei Einkommen über 5101,00 mtl Netto nach gewissen Umständen der Unterhalt nicht mehr nach Tabelle sondern einzeln verhandelt wird, Auf jeden Fall wird er über der letzten in der Tabelle angezeigten EK Gruppe liegen. Also Einzelfall dann.... aber was sag ich im UH Recht sind ja alle "Einzelfälle"!!!
LG Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: gaya am 13. Januar 2010, 19:16:28 hallo,
danke für die antwort. :) mit anderen worten wird also jeder vater, der ein normales einkommen hat, zur auskunftspflicht und 23% mehr unterhalt gezwungen. und kollegen, dens wiklich egal sein könnte, werden mal eben zum hofierten einzelfall mit einem natürlich teueren anwalt gemacht. iss doch cool oder. :knockout: mit freundlichen grüssen gaya Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 13. Januar 2010, 19:52:43 Hi gaya,
du siehst es von der falschen Seite. Die Zahl der Väter deren Einkommen über diesen 5.xxx liegt ist ja relativ gering zur Zahl der Väter die darunter liegen. Würde nun für jeden Furz in den Einkommensklassen unter 5.xxx ein Anwalt und das Gericht bemüht wären die Gerichte hoffnungslos überlastet mit den Einzelfallentscheidungen, es gäbe nicht genug Anwälte, die zudem oft noch auf KKH-Basis arbeiten müssten. Es ist doch viel schicker bei den wenigen Einzelfallentscheidungen herbeiführen zu müssen. Das macht wahrscheinlich zum einen weniger Arbeit, weil nicht um jeden Cent gestritten wird und der Anwalt auch noch eingies dran verdient. Du mußt nur die Perspektive ändern. Und wie bei vielen anderen Dingen in diesem Staat. Die Reichen gewinnen, die Armen haben immer weniger. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Skillshot am 13. Januar 2010, 20:43:08 Hallo Ihr,
heute post von Unterhaltsstelle bekommen :exclam: neuer zahlbetrag 241 ...bitte zahlen sie 27 euro für 1/2010 nach mal nachgerechnet: 8 euro am tag (bei 30 tage) 8 Umgangstage im Monat verbringt meine Tochter mit mir. Davon müßte ich doch bei 8 umgangstage 64 euro abziehen können. Warum nicht??? Ein Ansatz zum klagen??? bei Nachfrage umgansgskosten bei finanzamt und unterhaltsstelle: Antwort: alles mit dem kindergeld abgegolten :thumbup: Viele Grüße an Euch und noch ein gesundes erfolgreiches Jahr 2010 -Skillshot- Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: gaya am 13. Januar 2010, 20:45:34 hey tina,
vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt, :redhead: aber ich wollte zum ausdruck bringen, wie regiede die rechte und pflichten ganz normaler väter von gerichten gedeckelt und durchgesetzt werden, während reiche kollegen sich keiner allgemein gültigen formel unterwerfen müssen. wegen denen wird sicher kein kaos bei gericht ausbrechen, sind ja nur unter 5%, wenn überhaupt. das hat nichts mit gleichbehandlung zu tun. vielleicht fühlt sich der ein oder andere richter ja sogar gepinselt. mit freundlichen grüssen gaya Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 13. Januar 2010, 20:56:22 Nö gaya, wir sind da ein und derselben Meinung :wink:
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: ginnie am 13. Januar 2010, 21:11:33 Guten Abend,
ich möchte dazu noch beitragen, dass ich immer die Betrachtungsweise bevorzuge: es ist nicht unbedingt entscheidend wieviel jemand (mehr) zahlen muss, sondern wieviel ihm danach noch verbleibt. Wenn jemand trotzdem - sagen wir 2000 € zum Leben übrig hätte nach Abzug seiner Unterhaltsverpflichtungen, würden ihm ein paar Zehner mehr nicht so weh tun wie jemandem, der nur knapp um die 1000 € übrig behält. ligr ginnie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: gaya am 13. Januar 2010, 21:17:18 hey,
also bleibt auf grund meiner frage festzustellen, das diese 5% aller väter eine extra spalte in der DDT-tabelle eingeräumt kriegen und sie müssen ihr einkommen nicht offenlegen. ich möchte wissen, was der erfinder dieser spalte wohl im jahr verdient und wie es um seine beziehung bestellt war, als er sich das ausgedacht hat. ja, ja, ich weiss schon, ironie und auch nicht fundiert. aber totzdem, das ist nicht gerecht. mit freundlichen grüssen gaya Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Thodie am 13. Januar 2010, 21:21:53 Hallo zusammen,
meine Meinung zu dem Thema: Wir Unterhaltsbluter sollten uns nicht gegeneinander aufreiben. Wichtig ist doch eher die massive Erhöhung. Und die trifft nunmal alle Einkommensgrupppen. Die Zahlung sind bereits jetzt in eine groteske Höhe getrieben werden. Wie soll man den bei einer höheren Einstufung das Geld überhaupt noch für ein Kind ausgeben? LG Thodie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: dantes_79 am 13. Januar 2010, 21:32:28 Aslo prinzipiell finde ich das schon gut, dass der KU nicht prozentual mit dem Einkommen des Vaters steigt, nicht, weil ich viel habe, sondern einfach, weil so vermieden werden könnte, dass die Mütter über den KU querfinanziert würden. Wie hoch ist eigentlich der KU im Ausland? Das fände ich mal ganz interessant.. Wie ist das in normalen Ländern geregelt?
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Thodie am 13. Januar 2010, 21:41:42 Also wenn ich das Kindergeld und den Zahlbetrag (natürlich illegal hochgestuft) zusammenrechne, dann hat die KM 498 EUR pro Monat für ein 1-jähriges Kind zur Verfügung. Mir fehlt wirklich die Phantasie, wie man fast 6.000 EUR pro Jahr in einem Jahr ausgeben soll.
Die Tabelle ist grotesk und das gilt für alle Einstufungen. :gunman: Mit einem Unterhalt für das Kind hat das nur noch wenig zu tun. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 13. Januar 2010, 22:02:40 Hi Dante,
les mal hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Kindesunterhalt) In der Schweiz gilt: Zitat 17 % seines Nettoeinkommens, mindestens jedoch 250 Schweizer Franken Googelt mal nach Zürcher Tabelle Da seht ihr genau was ein kind kostet. Ein Kind bis 6 Jahre braucht demnach 305 SF für Essen, 85 für Kleidung 355 für wohnen 535 für sonstiges und 705 für Pflege und erziehung. Die Summe ergibt den Monatsbedarf und in Österreich: Zitat Für die Höhen des Unterhalts sind durch Rechtsprechung nach der Prozentsatzmethode Sätze für ein Kind (16 % bis 6 Jahre bis zu 22 % über 15 Jahre), und prozentuelle Abschläge für weitere Kinder festgesetzt, sowie eine Deckelung bis zum 2,5-fachen des Regelbedarfs („Luxusgrenze“). Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: dantes_79 am 13. Januar 2010, 22:14:12 Österreich scheint ähnliche Rechte und Probleme zu haben, siehe z.B. hier
http://www.youtube.com/watch?v=tAQ1D_unnrE&feature=related ich meinte andere europäische Länder wie Frankreich, England, Spanien, Italien, Dänemark, Holland,... Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 13. Januar 2010, 22:19:06 Interessantes Thema. Da ich momentan grad gut überblicken kann, was mein Mann in 2009 "verdient" hat und was er ihm direkt für Steuer und Versicherungen abgezogen wurden, werde ich mal schauen, in welcher Relation das zu seiner Unterhaltsverpflichtung für zwei Kinder stand.
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 13. Januar 2010, 23:18:34 Wir haben jetzt mal mit dem spitzen Stift pi mal Auge gerechnet:
wenn das Jahresbrutto 100 Prozent ist, dann gehen 33 Prozent für Steuern und Versicherungen bei Steuerklasse 3 drauf. 33 Prozent ist der SB und 33 Prozent ist Unterhalt plus Fahrtkosten zur Arbeit. Oder aber die Worte meines Mannes: für den KU könnte ich mir jedes Jahr ein kleines neues Auto kaufen. Eigenartigerweise muss ich in einer Sozialwohnung leben und die KM konnte sich ohne Vollzeitstelle ein Haus kaufen. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 13. Januar 2010, 23:34:33 Wie soll man den bei einer höheren Einstufung das Geld überhaupt noch für ein Kind ausgeben? Hallo, das geht in jeder beliebigen Höhe. Wenn es denn fürs Kind ausgegeben wird, das muss ja nicht sofort erfolgen sondern kann auch In Schatzbriefen oder so anlegen für Führerschein und Studium sein. Ich hätte z.B. kein Problem damit gehabt, wenn meine Ex die hmmm ~420€ Zahlbetrag plus 154€ Kindergeld für sofortige und spätere Kindesbedürfnisse ausgegeben hätte. Hat sie aber nicht. Ihre Ausgaben für meine Tochter beliefen sich auf vielleicht hundert Euro im Monat. Wenn überhaupt. Den großen Teil hat sie für Dinge verballert, über die ich lieber nicht mehr nachdenken mag. Und da kannste als Zahlvater genau gar nichts machen außer während der 'Umgangswochenenden' auch noch vernünftige Kleidung und Schulsachen und Körperpflegeartikel etc. für dein Kind zu kaufen, zusätzlich zu all dem Unterhalt. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Thodie am 14. Januar 2010, 08:16:25 Hallo Elwu,
guter Einwand. In einem Punkt sind wir uns einig: Es sollte Kinderunterhalt bleiben und keine Mamabespaßungsabgabe (Shopping, Alk, Kippen) sein. Den anderen Punkt sehe ich ein bisschen anders: Es sollte Kindesunterhalt bleiben und keine Kindervermögensaufbau-Abgabe werden. In dem konkreten Beispiel fehlt es an nichts für das Kind, wenn man jeden Monat 100 Eur oder mehr abzwackt. Das ist mit 18 Jahren ein Führerschein plus nagelneuer Mittelklassewagen. Ich habe das nie bekommen und fände es auch etwas übertrieben / nicht förderlich für die Erziehung. Und vor allem: Vermögensaufbau sollte eine persönliche Entscheidung sein und nicht als Zwangsabgabe unter dem Label Kindesunterhalt über / in die Taschen der Mama laufen. LG Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 14. Januar 2010, 08:27:44 Genau.
Anstelle eines großen Erbes oder Fürsorge bis kurz vor die Rente um das alte Ziel, "Die Kinder sollen mal besser haben als ich", gilt es den Kindern klar zu machen, dass sie im Wesentlichem selbst für sich verantwortlich sind. Und nicht "Papa wirds schon richten" Ein Studium ist sicher zu fördern und zu unterstützen aber nicht so, dass der Nachwuchs nur deswegen (halbherzig) studiert, weil Papa dann länger zahlt. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 14. Januar 2010, 09:16:56 Moin,
ich bin da über was gestolpert: Zitat Unterhaltsvorschuss plus Kindergeld gleich Existenzminimum Damit bleiben 180 Euro, die der Staat als Unterhaltsvorschuss zuschießt. Zusammen mit dem Kindergeld ist damit – so die Konstruktion des Gesetzes – das sächliche Existenzminimum des Kindes gesichert. http://www.biallo.de/finanzen/Soziales/unterhalt-vorschuss-fuer-vaeter.php Ist das Märchenstunde oder steht das tatsächlich irgendwo? LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: oldie am 14. Januar 2010, 12:39:11 Hi eskima
Das ist doch ein "alter Hut. Diese Rechnung gilt seit 01.01.2008, wird blos gerade mal neu entdeckt = aufgewärmt und als neuigkeit präsentiert. Mit der Kopplung des Mindest-KU an das doppelte sächl. Existenzminimum (siehe §1612a BGB (http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1612a.html)) wird exakt nach der dort angegebenen Formel die erste zeile der DDT berechnet. Ziehst dann das ganze KG ab kommst Du auf den UHV-Betrag. Warum allerdings Kinder, für welche UHV vom Staat bezogen wird, mit dem halben KG weniger auskommen müssen als Kinder, welche den Mindest-UH des anderen ET bekommen, wird auch in diesem Beitrag nicht erklärt. Oder anders gesagt, warum erhalten ET mit UHV-Bezug nicht das halbe KG als "Betreuungsbonus". Einzige Schlussfolgerung für mich ist: Der Zahlbetrag der Zeile 1 lt. Anlage A der DDT korrespondiert nicht mit dem Existenzminimum eines Kindes, sondern ist um das halbe KG erhöht. Gruss oldie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 14. Januar 2010, 12:49:04 Hallo oldie,
Einzige Schlussfolgerung für mich ist: Der Zahlbetrag der Zeile 1 lt. Anlage A der DDT korrespondiert nicht mit dem Existenzminimum eines Kindes, sondern ist um das halbe KG erhöht. so sehe ich das auch. Wenn das hälftige Kindergeld der Betreuungsbonus sein sollte, dann ist es ja auch BU auf Umwegen und das JA muss keinen BU zahlen. Ironie: KU ist eben nicht nur für Kinder, sondern auch für das betreuende ET, meistens Mütter. Vielleicht könnte man es auch Alleinerziehendenzuschlag nennen?/Ironie LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: murcksi am 14. Januar 2010, 17:43:58 Vielleicht wäre es mal an der Zeit über eine Unterhaltsreform nachzudenken.
Da die Politiker nun wahrlich nicht in der Lage dazu sind, solten wir das in die Hand nehmen. Ich habe da auch schon eine Grundidee, muss sie nur noch weiter ausreifen, dann werde ich ein neues Thema hier rein stellen, dass dann "Unterhaltsreform 2011" heißen wird. Bin für jedes Feedback dankbar. Vielleicht können wir ja alle gemeinsam was basteln, was Hand und Fuß hat und dann unser neuen Familienministerin zukommen lassen. Was ich aber auf keinen Fall brauche sind Mütter die denken sie bekommen zu wenig Geld für Ihre Kinder und Väter die rumnörgeln, wie ungerecht die Welt ist. Also weg vom Sofa und fangt an Euch zu wehren. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 15. Januar 2010, 09:09:11 Moin,
anwalt.de (http://www.anwalt.de/rechtstipps/duesseldorfer-tabelle-fuer-unterhaltsschuldner-teilweise-weniger-schmerzhaft-als-vermutet_006057.html) hat auch was zu dem Thema zu sagen, unter anderem dieses hier: Zitat Auch ist streitig, ob die Änderung bei der Anwendung der Düsseldorfer Tabelle einen Abänderungsgrund für bestehende Titel darstellt. LG eskima Titel: Re: Kindesunterhalt ab 01.01.2010 Beitrag von: bengel am 18. Januar 2010, 12:40:44 hallo zusammen,
nachdem ich mit meiner Ex und meiner ältesten Tochter gesprochen habe, zahle ich für die Kleine (17) 20 € mehr und für die die Grosse (21) 30€. Bingo. Statt der 136€, die die Erhöhung vorsieht. In Zeiten von Nullrunden, Kurzarbeit und gestrichenen Zusatzvergütungen geht es nicht anders. Wenn der Kuchen nicht grösser wird, sondern schrumpft, gibt es auch nicht mehr zu verteilen. Das klingt logisch, aber Logik ist offenbar nicht die Stärke des Gesetzgebers. Das hat sogar meine Ex eingesehen. Gruss Bengel Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 19. Januar 2010, 09:19:23 Ernüchterung auch bei den Alleinerziehenden:
Zitat Wessen Eltern arm sind, wird auch beim Unterhalt diskriminiert. Und die zahlungspflichtigen Väter oder Mütter haben überdies meist noch Ärger und (Rechts-)Streit mit der oder dem Ex-Partner/in. Denn die erwarten nach Lektüre der zitierten dpa-Meldung und den neuen Sätzen der »Düsseldorfer Tabelle« verständlicherweise deutlich mehr Unterhalt für die Kinder. Doch die Unterhaltspflichtigen haben durch die Rechenkunststücke von OLG-Juristen ja nicht plötzlich 13 Prozent mehr Geld. http://www.alleinerziehend.net/artikel303.html LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Thodie am 19. Januar 2010, 10:00:26 Ernüchterung macht sich einerseits schon breit...
Andererseits bleibt es doch ziemlich verlogen: Zitat Sie beginnen bei 317 Euro für bis zu Fünfjährige, deren Vater oder Mutter bis 1500 Euro netto pro Monat haben, und endet bei stolzen 781 Euro für über 18-Jährige, deren unterhaltspflichtiger Elternteil über mehr als 4700 Euro verfügt. Für letztere wäre das jeden Monat ein Feiertag, wenn der vom Oberlandesgericht Düsseldorf festgelegte Kindesunterhalt eingeht. Was soll denn an dieser Stelle der Konjunktiv. Für letztere IST das jeden Monat ein Feiertag. Da werden Summen eingefordert die man nie im Leben für ein Kind ausgeben kann. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: oldie am 19. Januar 2010, 10:11:31 Hi
Da werden Summen eingefordert die man nie im Leben für ein Kind ausgeben kann. Viel erstaunlicher finde ich, dass diese ganze UH-Erhöhung an auswärts untergebrachten Kindern spurlos vorüber geht. Die bekommen weiterhin 640€ (184€ KG inkl.), bei teilweiser voller Miete und sonstigen alltäglichen Kosten. Ja, die leben scheinbar in einer anderen Welt.Damit hat ein 12-jähriges Kind, bei einem ET wohnend und entsprechender Leistungsfähigkeit des Pflichtigen vorausgesetzt, einen kräftig höheren Anspruch als ein Student irgendwo in Deutschland. Gruss oldie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 19. Januar 2010, 11:28:23 Hallo zusammen,
Damit hat ein 12-jähriges Kind, bei einem ET wohnend und entsprechender Leistungsfähigkeit des Pflichtigen vorausgesetzt, einen kräftig höheren Anspruch als ein Student irgendwo in Deutschland. Eben. Wenn man die ganzen fadenscheinigen Ausreden mal beiseite lässt, dann ist das Geld ja auch nicht für das zwölfjährige Kind gedacht, sondern für dessen Mutter, als verkappter Exen-Unterhalt. Aber wozu braucht Deutschland schließlich studierte Leute, wenn wir statt dessen auch arbeitsunwillige KMs haben können? Deutschland, fahr zur Hölle - und das lieber heute als morgen! Nix für ungut, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: oldie am 19. Januar 2010, 12:02:03 Wenn man sich vor Augen hält, das über den KU eine Querfinanzierung des betreuenden ET stattfinden soll (wurde schon mehrmals angesprochen), so ist das sogar einleuchtend.
KU ist im 1. Rang, eine gesteigerte Erwerbsverpflichtung liegt vor mit der Möglichkeit, den SB bis auf Sozialhilfeniveau zu drücken. Faktisch die Möglichkeit der Umverteilung von unten nach ganz unten. Es war von Anfang an bekannt, dass diejenigen, die es am nötigsten haben, absolut nichts davon haben. Ohne eine Erhöhung der ALG2-Bedarfssätze werden lediglich die Landeskassen entlastet. Das ist der Wille der Macher dieses Werkes, und auch nur die Fortsetzung der Politik der Verabschiedung von sozialer Gerechtigkeit seit -zig Jahren. Die Kinder sind nur Mittel zum Zweck. Das ist m.M.n. das Verachtende daran, das Rumtrampeln auf den Schwächsten der Gesellschaft mit der geringsten Lobby. Gruss oldie Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 19. Januar 2010, 12:06:29 Faktisch die Möglichkeit der Umverteilung von unten nach ganz unten. Hallo, nein, sondern das ist mal wieder eine Ausdehnung der Umverteilung von der Mitte nach unten und an den Staat. Das alles betrifft ja nur die Zahlemänner, die leistungsfähig sind. /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: nachtigall am 20. Januar 2010, 23:43:32 hi,
hat eigentlich jemand der hier anwesenden/lesenden/schreibenden abänderungsklage gegen die erhöhung eingeleitet? greetz, nachtigall Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 21. Januar 2010, 00:04:52 Moin,
nö, da mein Mann einen statischen Titel hat, warten wir noch auf die Aufforderung, dass er mehr zahlen soll und dann sehen wir weiter. LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 21. Januar 2010, 06:47:03 Hallo nachtigall,
mein Mann hat Anfang des Jahres beim JA nachgefragt, ob der Titel nun geändert und um eine Stufe heruntergestuft wird. Nach 10 Tagen hatte er das Schreiben über die Abänderung und Neueinstufung in Stufe 1 statt 2. Ob das aber in jedem Fall so problemlos klappt kann ich nicht sagen. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Furbie30 am 21. Januar 2010, 10:43:02 Hallo
Also bis heute habe ich auch noch keine benachrichtigung von meiner Ex bekommen, das ich mehr KU zahlen soll. Ich denke es kommt aber noch Ende des Monats damit ich im Februar das doppelte zahlen darf, also 272€ plus die 30€ nachzahlung von Januar. Lg Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: anfree72 am 21. Januar 2010, 11:30:40 Hallo Tina,
dein Mann zahlt aber zumindest den Regelbetrag oder? Mein LG hat für Januar auch den alten KU überwiesen noch hat er nichts gehört. Morgen ist Anhörung wegen Umgang, so wie die AWin seiner Frau drauf ist wird er spätestens morgen davon erfahren das sich der UH erhöht hat :wink:. Keine Ahnung was wir dann machen, wenn er eine Abänderungsklage macht und es um den Regelbetrag geht wird das ja sehr schwierig. Gruß Andrea Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: midnightwish am 21. Januar 2010, 12:01:35 Ja Anfree,
vorangegangen war ,das er im Dezember einen neuen Titel unterschreiben mußte. Zuerst wurde er in Stufe 2 berechnet und in Stuffe 3 eingeruppiert, weil man mich als Unterhaltsberechtigt nicht anerkennen wollte. Nachdem das per Anwalt geklärt war war das JA bereit zur Einstufung in 2, was dan nauch tituliert wurde. Wenn nach Stufe 1 gezahlt wird, wäre eine Abänderung allenfalls möglich, wenn der SB unterschritten würde und selsbt dann wohl eher nicht. Tina Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: nachtigall am 23. Januar 2010, 19:17:31 hi,
Interessant, was die Verfasser der DT von selbiger halten: http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/trennungskinder-richter-fordert-reform-der-unterhaltssaetze-420046/ sind die noch ganz knusper? greetz, nachtigall Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 23. Januar 2010, 19:44:06 sind die noch ganz knusper? Was genau meinst du damit? Die eigene Arbeit selbstkritisch zu hinterfragen ist ja schon mal nicht schlecht. Man muss dazu aber auch sagen, dass die DT eigentlich erst ab Zeile 2 beginnt. Die Zeile 1 ist Gesetz. Alles darüber ist Gestaltungsspielraum der Erschaffer der DT. Gruss Beppo Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: nachtigall am 23. Januar 2010, 22:11:22 hi,
>Was genau meinst du damit? genau das, was du ebenfalls sagst meine ich damit: denn dieses hier >Die Zeile 1 ist Gesetz. Alles darüber ist Gestaltungsspielraum der Erschaffer der DT. stimmt. Wie kann man aber gleichzeitig, wie soyka, miterschaffer der dt, meinen "Der starke Anstieg ist weder durch höhere Einkommen noch durch höhere Lebenshaltungskosten gerechtfertigt" aber gleichzeitig alle stufen, die im eigenen ermessensspielraum liegen, eben ungerechtfertigt erhöhen? das erklärt sich für mich nur durch ein gewisses maß an schizophrenie. da schiebt die richterschaft der politik zu unrecht den schwarzen peter zu... greetz, nachtigall Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 23. Januar 2010, 22:16:02 Naja etwas abgemildert haben sie ihren Teil ja.
Die höheren Beträge wachsen ja "nur" um 5%. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: nachtigall am 23. Januar 2010, 22:24:34 hi,
okay das erklärt sich für mich nur durch ein 5/13 maß an schizophrenie ;-). nö eigentlich ist das nur feige. greetz, nachtigall Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 28. Januar 2010, 15:41:42 Moin,
am 14. Dezember 2009 hab ich eine Anfrage per mail an die CDU rausgeschickt, heute bekam ich die Antwort, die ich euch keinesfalls vorenthalten möchte: Sehr geehrte Frau "eskima", vielen Dank für ihre Geduld. Gerne nehme ich zu Ihren Fragen Stellung: Zu dem von Ihnen angesprochenen Sachverhalt ist zunächst darauf hinzuweisen, dass die Anpassung der Unterhaltssätze bzw. des Mindestunterhalts nach der Düsseldorfer Tabelle geknüpft ist an die Höhe des steuerlichen Kinderfreibetrages nach §32 Abs. 6 EStG. Diese Anpassung erfolgt automatisch mit der Anhebung des steuerlichen Freibetrages für das sächliche Existenzminimum und trägt der Forderung des Bundesverfassungsgerichts nach einer besseren Koordinierung zwischen Unterhalts-, Sozial- und Steuerrecht Rechnung. Die Auswirkungen sind durchaus bekannt. Die Erhöhung des steuerlichen Kinderfreibetrages ist erfolgt, weil sich die Kosten für ein Kind erhöht haben. Die sich für viele Unterhaltspflichtige ergebende Mehrbelastung aus der erfolgten Anpassung erklärt sich aus dem Umstand, dass der Staat die Höhe des Existenzminimums lediglich steuerlich freizustellen hat. Es ist jedoch nicht Aufgabe des Staates, die Kosten des Existenzminimums in vollem Umfang durch staatliche Leistungen abzudecken. D. h. der Staat unterstützt die Eltern durch eine steuerliche Entlastung, er kann aber nicht sämtliche Ausgaben übernehmen, die Eltern durch ihre Kinder entstehen. Insofern verbleibt bei Unterhaltspflichtigen wie auch beim dem Elternteil, bei dem das Kind lebt, ein Teil der steigenden Kosten für den Lebensunterhalt als zusätzliche Belastung. Selbstverständlich beteiligt sich auch der betreuende Elternteil an den Kosten für das gemeinsame Kind. Daher stehen ihm auch das anteilige Kindergeld und der anteilige Kinderfreibetrag zu. Das neue Unterhaltsrecht hat die bis dahin geltende Besserstellung der Erstfamilie beendet und alle Kinder bei der Bemessung des Unterhalts gleich gestellt. Im Mangelfall müssen sich daher alle Kinder eines Unterhaltspflichtigen das zur Verfügung stehende Geld teilen. Dem Unterhaltspflichtigen bleibt für seinen persönlichen Bedarf der Selbstbehalt, der im Moment für Erwerbstätige 900 Euro beträgt, allerdings durch das Gericht auch höher angesetzt werden kann. Die Erhöhung der Unterhaltsleistungen ist berechtigt, da die erhöhten Kosten für ein Kind nicht vom betreuenden Elternteil alleine aufgebracht werden können. Wenn ein Unterhaltspflichtiger finanziell dazu in der Lage ist, muss er sich auch dann an den Kosten für das gemeinsame Kind angemessen beteiligen, wenn er eine neue Familie gegründet hat. In der Hoffnung, dass ich damit Ihre Fragen beantwortet habe, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 28. Januar 2010, 15:52:13 Mit anderen Worten:
"Eure Armut kotzt uns an!" War das ein Abgeordneter oder das allgemeine Textpuzzlebüro der CDU? Packt sie an den Eiern, denn sie wissen was sie tun! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 28. Januar 2010, 16:11:48 Wäre interessant mal zu fragen, ob Frau CDU selbst auch genug verdient um sich per Unterhalt an den Kosten für 2-3 Kinder angemessen zu beteiligen!
Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: eskima am 28. Januar 2010, 16:16:10 Wieso? Frau CDU schreibt doch, dass der SB durch das Gericht auch höher angesetzt werden kann.
Wir können ja mal eine Umfrage machen zum SB. Bei wem wurde der SB hochgesetzt und bei wem wurde der runtergesetzt, beispielsweise durch fiktives Einkommen. Vielleicht wird der SB bei Müttern hoch gesetzt und wir wissen nichts davon? LG eskima Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Thodie am 28. Januar 2010, 17:42:35 Die Erhöhung des steuerlichen Kinderfreibetrages ist erfolgt, weil sich die Kosten für ein Kind erhöht haben. Das halte ich für eine sehr gewagte These von Frau CDU. Die Inflationsrate lässt sich jedenfalls nicht in diese Richtung deuten. Und selbst das OLG Düsseldorf (bzw. der Richter S****) hat noch vor kurzem in der Wirtschaftswoche betont, dass der Anstieg nicht mit höheren Kosten zu begründen sei. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 28. Januar 2010, 18:08:43 Zitat von: CDU-Dummschwatz Die Erhöhung des steuerlichen Kinderfreibetrages ist erfolgt, weil sich die Kosten für ein Kind erhöht haben. Das halte ich für eine sehr gewagte These von Frau CDU. Zumal das insbesondere bedeuten würde, dass zwar Brot und Käse für das Kind teurer geworden sind, nicht aber für den Unterhaltszahler. Denn der Selbstbehalt ist ja unverändert geblieben ... Nix für ungut, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: elwu am 28. Januar 2010, 19:40:10 Die Erhöhung der Unterhaltsleistungen ist berechtigt, da die erhöhten Kosten für ein Kind nicht vom betreuenden Elternteil alleine aufgebracht werden können. Hallo, ich bekomme Null Unterhalt von der KM, Null Unterhalt vom Amt, und kann die erhöhten Kosten fürs Kind trotzdem aufbringen. Mir bleibt ja auch nix anderes übrig :) /elwu Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Thodie am 29. Januar 2010, 12:23:41 Soyka meldet sich wieder zu Wort.... :gunman:
Ein neuer Artikel in der Wirtschaftswoche: http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaf...rderung-420229/ ***edit: Vollquoting gelöscht wg. Urheberrecht Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Agent_Zero am 29. Januar 2010, 12:27:47 Hi Thodie,
der Beitrag wurde >>hier<< (http://www.vatersein.de/Forum-topic-18162-start-msg194688.html#new) bereits erwähnt..... Gruss Agent Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: DeepThought am 08. Februar 2010, 18:55:48 Unterhaltstabelle 2010 - Selbstbehalte für Väter werden doch noch geändert !
Hieß es doch zunächst, mit der neuen Kindesunterhaltstabelle würden auch die Selbstbehalte der Zahler erhöht. Leider hat sich dies zum 01.01.2010 nicht bewahrheitet. Es wird aber noch in diesem Jahr eine Änderung geben! >Weiterlesen< (http://www.anwalt24.de/fachartikel/unterhaltstabelle-2010-selbstbehalte-fuer-vaeter-werden-doch-noch-geaendert) Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Lausebackesmama am 08. Februar 2010, 19:00:23 Also produziert diese ganze Aufwärtsspirale nix außer
a) mehr Mangelfälle und b) mehr Mütter, die meinen, der Vater zahlt ja nicht mal den Mindest-KU. Super! LBM Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 08. Februar 2010, 19:07:15 Zumal gerade Hamm, das hier zitiert wird, in ihren aktuellen Leidlinien gerade erst eine effektive Senkung der SBs festgelegt hat!
Es wird also mal wieder mehr Geld für alle geben! Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Malachit am 08. Februar 2010, 19:19:52 Hallo zusammen,
Nun, die zitierte Passage aus dem Hammer-Vorwort lautet: "Die Anpassung der Selbstbehalte und pauschalen Bedarfssätze soll im Laufe des Jahres 2010 ..." Falls die Argumentation sich i.W. auf dieses Vorwort abstützt: Gibt es denn irgendeinen positiven Beweis dafür, dass mit einer Anpassung tatsächlich eine Erhöhung gemeint ist? Nach meinem Sprachverständnis ist das Wort "Anpassung" zunächst einmal, äh, richtungsneutral ... Nix für ungut, Malachit. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Agent_Zero am 08. Februar 2010, 20:28:35 Zitat a) mehr Mangelfälle und b) mehr Mütter, die meinen, der Vater zahlt ja nicht mal den Mindest-KU. Dann kann das Gericht wieder vieeele UH- Zahler in fiktive Einkommen zwingen. Um die Statistik aufzuwerten. Ich persönlich bin mal gespannt, ob wir es jemals erleben dürfen, dass es eine vernünftige Lösung gibt, mit der alle vernünftig Leben können. Gruss Agent Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Beppo am 08. Februar 2010, 20:33:47 Ich persönliche suche mein Heil darin, dass ich aus diesem Verein austrete und kämpfe dafür, dass das Problem gelöst ist, bis es meine Kinder treffen kann.
Wobei hoffen nicht gleich glauben ist. Titel: Re: 30% mehr Unterhalt ab 2010? Beitrag von: Agent_Zero am 08. Februar 2010, 20:39:07 Zitat Ich persönliche suche mein Heil darin, dass ich aus diesem Verein austrete Wie meinst du das genau? Im Mai, bzw. Juni bist du ja im Prinzip erst mal aus der Zahlung raus, oder Beppo? Zitat und kämpfe dafür, dass das Problem gelöst ist, bis es meine Kinder treffen kann. Das finde ich sehr gut. Wer nicht kämpft hat schon verloren. Gruss Agent |