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Umgangspflegschaft


Das Familiengericht kann nach §1909 BGB eine Ergänzungspflegschaft anordnen, wenn die sorgeberechtigten Eltern oder eine sorgeberechtigter Elternteil in Teilbereichen der elterlichen Sorge nicht in der Lage sind, die Interessen des Kindes angemessen wahrzunehmen. So z.B. wenn das Kind eine Erbschaft gemacht hat und die sorgeberechtigten Eltern leichtfertig mit dem Geld des Kindes umgehen würden. Sind die Eltern nicht in der Lage, sich verantwortungsvoll über den Umgang des Kindes zum außerhalb lebenden Elternteil zu verständigen, kann das Familiengericht eine Umgangspflegschaft einrichten. Der Umgangspfleger erhält dann die Entscheidungskompetenz über das wann und ob des Umgangs des Kindes mit dem nichtbetreuenden Elternteil zu entscheiden. Einem Pfleger kann auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind insgesamt übertragen werden. Eine Pflegschaft ist immer ein Eingriff in einen Teilbereich der elterlichen Sorge. Gegenüber dem vollständigen Entzug der elterlichen Sorge nach §1666 BGB ist es immer ein weniger starker Eingriff in das grundgesetzlich abgesicherte Elternrecht. Warum die Familiengerichte so wenig von einer Umgangspflegschaft, insbesondere bei anhaltender Umgangsvereitelung Gebrauch machen, ist unklar. Zögern die Gerichte doch auch sonst nicht, einem Elternteil nach §1671 BGB (der mit dem Grundgesetz nicht vereinbar erscheint) sogar das gesamte Sorgerecht zu entziehen. Viele langandauernde Umgangsvereitelungen würden sich wahrscheinlich vermeiden lassen, wenn die Familiengerichte rechtzeitig eine Umgangspflegschaft anordnen würden und nicht erst dann, wenn das Verfahren steckengeblieben ist. Aber vielleicht ist das zur Zeit zuviel von den Gerichten verlangt, die mitunter 7 Jahre brauchen, um überhaupt über einen Umgangsantrag zu entscheiden. Immerhin, im Rahmen der anstehenden Reform der freiwilligen Gerichtsbarkeit FGG ist zur Zeit geplant, die Umgangspflegschaft als eine Form der Zwangsvollstreckung festzuschreiben.

Siehe auch:
[ Umgang ] [ Sorgerecht ] [ Ergänzungspflegschaft ] [ Zwangsvollstreckung ]






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Familienrecht

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